Hauptbremszylinder undicht

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Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Seitenwagen » 30. Mai 2026 13:35

Hallo in Ruhe
Ich hatte den Superelastik kurz abgenommen, weil ich eine stärkere Kette und Kettenschläuche wechseln musste.
Dabei habe ich den Seitenwagen runtergelegt und dann ist aus dem Gummibalk Öl aufgetreten.
Ich hatte vor ca 3 Jahren Hydrauliköl statt Dott 4 aufgefüllt, weil ich hier im Forum davon gelesen habe und es funktioniert auch wunderbar, aber nun glaube ich, sind die Gummiteile weich geworden, denke ich.
Habt ihr Erfahrungen damit gemacht und soetwas wieder repariert ?

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon hmt » 30. Mai 2026 16:37

Alles reinigen und Gummiteile erneuern. Wenn nicht verfügbar die Kompletten Teile erneuern.
Gruss JOE

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Seitenwagen » 30. Mai 2026 16:53

Auseinander habe ich den Kollegen schon mal.
Ist der ORing für den austritt des Hydrauliköls verantwortlich ?
Der Runde Gummi ist ja praktisch die Pumpe ,die das Öl hin und her drückt.
Die Manschette ist ja eigentlich nur, um den Dreck, fern zu halten.
Stimmt das so ?
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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Uwe6565 » 30. Mai 2026 23:10

Seitenwagen hat geschrieben:Auseinander habe ich den Kollegen schon mal.
Ist der ORing für den austritt des Hydrauliköls verantwortlich ?
Der Runde Gummi ist ja praktisch die Pumpe ,die das Öl hin und her drückt.
Die Manschette ist ja eigentlich nur, um den Dreck, fern zu halten.
Stimmt das so ?
Bild


Ja der O Ring ist das Problem. Und bei falscher Montage ist ein neuer auch ganz schnell Schrott.
Es gab hier mal einen Montage Hinweis, ich glaube auf keinen Fall auf der Gewindeseite einführen.
Zum Emme fahren ist man nie zu alt

LG von Uwe6565 :D :D :D

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Steffen G » 31. Mai 2026 02:09

Hallo!

Erfahrung habe ich damit nicht, weil ich weiß, wenn in die Bremsanlage DOT 4 hineingehört muss das auch rein.
Dieser runde Ring, also die Dichtmanschette besteht aus EPDM.
Das funktioniert mit DOT 4 wunderbar,
ist aber halt sehr empfindlich auf alle Mineralölprodukte.
Das wäre z.B. auch Bremsenreiniger , alle Öle, Benzin, Diesel usw.
Ist schon schlecht, das mit unsauberen Händen zu montieren.

Das EPDM quillt dann einfach auf wenn es Mineralölkontakt hat.
Grüße, Steffen !

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Seitenwagen » 31. Mai 2026 06:30

Ich habe das Hydrauliköl ja schon 3 Jahre drin und das funktioniert wunderbar, schau mal wie die Teile aussehen, kein Rost und wenn der Haltering nicht herausgekommen wäre, dann würde auch nicht der Kolben nach vorne heraus kommen und das Öl entweichen können.
Die Manschette und der ORing ,sind nicht weich oder aufgequollen.
Also das funktioniert schon.
Das einzige das aufgequollen ist, war zum Anfang, der Gummi vom Behälter, wo das Öl drinnen ist, aber den habe ich entfernt und seit dem, funktioniert das wunderbar.
Was ich noch feststellen musste, war das die Feder vorne falsch herum eingebaut wurde, sodass die größere Seite der Feder ,über den Haltering schaute.
Ich habe das Reperaturset erstmal bestellt und schau mal, ob ich das hinbekomme.

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon ea2873 » 31. Mai 2026 09:28

ich empfehle zur Montage ATE Bremsenpaste, damit kann man die Dichtungen innen leicht einstreichen sowie auch die "Mechanik" unter der großen Manschette gut schützen. Zu sparsam muß man da nicht sein, das verhindert Gammeln für viele Jahre.

https://www.bandel-online.de/sonderange ... s8QAvD_BwE

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Guzzi44 » 31. Mai 2026 10:56

Hallo!
Auf die Idee, in die Bremsanlage Hydrauliköl einzufüllen, ist ja geradezu fahrlässig! Das ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil !
Die Bremsflüssigkeit ist auf der Basis von Alkohol aufgebaut, und nicht auf Mineralölbasis. Da müssen ja die Manschetten aufquellen.
Reinige alle Bauteile, auch die Schläuche, und fülle die richtige "Suppe" ein. Die Bremsschläuche müssten eigentlich ersetzt werden, die können nämlich platzen, wenn sie weich geworden sind. Aber das mußt Du entscheiden.
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Bleibt nur zu hoffen, daß die Bremse am Motorrad mit der vorgeschriebenen Flüssigkeit befüllt ist !

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Seitenwagen » 31. Mai 2026 13:13

Die ES hat ja Mechanische Bremsen keine Hydraulikzylinder.
Was mich interessiert, ob die Feder nur in eine von 2 Nut gedrückt wird, oder ob da noch ein Sprengring vor kommt vorne.
Platz ist da nur wenig.

-- Hinzugefügt: 31. Mai 2026 13:22 --

Die Paste besorge ich mir auf jeden Fall.
Hällt den die Feder ,wenn man sie reindrückt ?
Ich habe da keinen Sprengring gefunden.
Ich habe mal ein paar Bilder, wie das zusammen gesetzt wurde.
Bild

Bild

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Seitenwagen » Gestern 18:37

Das Reperaturset von Güsi ist da und verbaut.
Nur ob die Feder in der Nut bleibt ?
Schön wäre es ,wenn in die innere Nut ,die Feder wäre und in die äußere Nut,ein Federring (Sprengring)
Oder so wie es jetzt ist und ein Stift bündig der Nut ,so das der Balk ,nicht zerstört wird.
Wie macht ihr das ?

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon ott » Heute 07:34

Hallo.
Der Umbau auf Hydrauliköl ist bedenkenlos möglich .Voraussetzung alle Gummiteile müssen MINERALÖL BESTÄNDIG sein.
Dazu Faltenbälge ohne Ablaufbohrungen. Unter den Faltenbälgen einfetten.
Hat an meinem Gespann 8 Jahre ohne jedes Problem funktioniert .
MfG

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Guzzi44 » Heute 11:19

Hallo ott!
Deine Aussage "bedenkenlos" ist an sich schon grenzwertig! Die Gummiteile in einer Bremsanlage sind nun einmal nicht mineralölbeständig! (siehe oben)
Da kannst Du ja nur hoffen, daß bei Deinem nächsten HU-Termin der Prüfer nicht auf die Idee kommt, sein Messgerät für den Anteil der Feuchtigkeit in der Bremsflüssigkeit in Deine Hydrauliksuppe zu tauchen ! Solche Geräte gibt es nämlich. Dann wirst Du zu Recht erhebliche Probleme bekommen!
Was Du an Deinen Fahrzeugen manipulierst, ist letztendlich Deine Sache. Man sollte aber gegenüber Leuten, die nicht so große Erfahrung haben, so tun, als sei alles völlig in Ordnung! Das ist nämlich nicht der Fall!
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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Seitenwagen » Heute 13:25

So ich habe alles wieder zusammen gebaut, die Teile schön mit Bremszylinderfett eingetrichtert und alles ist wieder dich.
Das Hydrauliköl habe ich auch schon 2 Jahre drinnen und wenn die Feder nicht heraugekommen wäre ,weil ich mit dem Bremspedal hängengeblieben bin, beim abbauen, vom Superelastik, dann wäre der Hauptbremszylinder, heute noch dicht.
Ich kann das nur bestätigen, das es wunderbar funktioniert, mit dem Hydrauliköl ,die Gummis im Hauptbremszylinder, sind nicht weich geworden und die Metallteile sind wie neu und nicht vergammelt, weil Dot 3/4
Wasser zieht.
Ich habe aber auch vorher gefragt, ob das Reperaturset Hydrauliköl beständig sind.
Der Gummibalalk ist auch nicht weich geworden.
Das einzige was ich weggelassen habe, ist das Gimmiteil oben im Ausgleichbehälter ,aber da ist ja der Deckel drauf..

Schaut mal Leute es ist doch so ,dass man früher bei meinen Stoje 1 überhaupt keine Bremse, bzw. BREMSBELEUCHTUNG drann war und ich fahre da schon 30 Jahre damit und lebe auch noch.
Früher war da nur der Schlauch mit einen Stöpsel drauf.
Interessieren würde es mich ,falls die Feder nicht lange hällt ,wie man das Problem besser lösen kann .
Hat sie da jemand schon Gedanken darüber gemacht ?

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon krocki » Heute 13:39

Schnitt HBZ SW.jpg
Tach,
ich habe lange nach dem Querschnitt vom HBZ gesucht, anscheinend war der nur in der Erstausgabe 1981 vom Neuber-Müller abgebildet.
Wenn man genau hinschaut, kommt vor dem Kolben eine Scheibe und erst dann der Sprengring (6). Das ist natürlich schwieriger zu montieren.
Viele werden den HBZ zusammenbauen, den Sprengring montieren, dann alles am Rahmen montieren und zuletzt den Fusshebel mit Stange und Feder montieren.
Dann kommt der Kolben in Ruhelage allerdings ein Stück weiter raus. Ich hatte das Problem, dass er dann die kleine Bohrung verschlossen hatte.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Seitenwagen » Heute 14:17

Ich habe mal Haase angeschrieben und der schrieb zurück, dass nur die Feder in die Nut gedrückt wird und kein Ring.
So habe ich das jetzt auch gemacht und hällt erstmal.
Die Scheibe die vorne ist ,hällt ja die Feder.
Wenn das jetzt am Superelastik angebaut ist, kann die Feder eigentlich nicht mehr rausrücken, wenn das nicht mit Gewalt herausgezogen wird.
Wie gesagt ich habe den Bremszylinder wieder verbaut, nachdem ich den fertig gemacht habe und die Anlage entlüftet und die Bremsanlage funktioniert wunderbar.
Ich hätte vom Werk aus noch eine Nut reingefräst und dort einen Sprengring reingekkemmt, dann wäre es sicher.

-- Hinzugefügt: 7. Juni 2026 14:22 --

Platz genug wäre nach vorne.
Bild

-- Hinzugefügt: 7. Juni 2026 14:37 --

Hier nochmal die Reihenfolge, wie das montiert war und ich das auch wieder zusammengesetz habe.
Bild

Falls jemand seinen Hauptbremszylinder Instandsetzen möchte.
Und falls keine Riefen drinnen sind oder der Kolben verschlissen ist, kann man das ganz einfach alleine machen.
Meine Teile sahen noch wie neu aus, deshalb funktionierte es wunderbar und alles ist perfekt.

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon ott » Heute 14:44

Hallo Guzzi44.
Falls dir nicht bekannt ist daß Hutmaschetten u. O-Ringe gänige Hydraulikteile sind.
Bremsschläuche gibt es MRT ( Mineralöl ) beständig .
Deshalb mein Hinweis : Voraussetzung .........
Von mir keine weiteren Kommentare.
MfG

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Seitenwagen » Heute 14:53

Zuerst habe ich den neuen ORing eingefettet und montiert, im Hauptbremszylinder alles gereinigt und eingefettet, dann die anderen Teile alle gesäubert und eingefettet und die Gummimuffe auch eingefettet.
Achtung alls mit Bremszylinderfett einfetten.
Bei der Montage habe ich den Kolben erst von vorne reingeschoben (nicht zu weit, oder von der anderen Seite durchschieben dann geht der ORing kaputt )
Weil der über die Bohrung gedrückt wird !
Dann habe die Feder inkl alles was dran ist, in die Nut gedrückt !
Zum Schluss die Gummimuffe mit der Öffnung nach aussen ,in den Hauptbremszylinder geschoben und die Feder mit allem was hinten dran ist in die Öffnung der Muffe geschoben und mit einer neuen Aludichtung auf der großen Schraube drauf, alles wieder zusammengeschraubt.

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Guesi » Heute 14:56

ott hat geschrieben:Hallo Guzzi44.
Falls dir nicht bekannt ist daß Hutmaschetten u. O-Ringe gänige Hydraulikteile sind.
Bremsschläuche gibt es MRT ( Mineralöl ) beständig .
Deshalb mein Hinweis : Voraussetzung .........
Von mir keine weiteren Kommentare.
MfG


Das mag so sein. Aber diese Reparatursätze sind alles Nachfertigungen.
Und ob der Hersteller diese Teile wirklich aus entsprechenden Material gefertigt hat weißt du nicht.
Es sind eben keine Normteile, sondern werden speziell hergestellt.
Bei meinen Rep. Sätzen habe ich darauf geachtet daß das so ist. Aber wie das bei anderen Herstellern ist weiß ich nicht.
GüSi

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Re: Hauptbremszylinder undicht

Beitragvon Seitenwagen » vor 31 Minuten

Sausewind hab ich gefragt und es wurde bestätigt.
Wenn die Gummis 2 Jahre nicht weich geworden sind, ist das schon mal, ein gutes Zeichen und wenn einige Superelastikfahrer 8 Jahre damit zufrieden sind, muss ja was richtig gelaufen sein oder ?
Und schau dir die Teile an ,kein Wasser, kein Rost und ich würde sagen, dort liegt die Gefahr größer, dass die Gummis bei Rost früher zerstört werden.
Das sind Erfahrungen und Tatsachen und warum soll man das nicht probieren ?
Kann ja jeder machen, wie er es für richtig hält, mein Bremszylinder sieht aus, wie neu und kann nur mit wenigen Handgriffen wieder Instandgesetzt werden.

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