Alles rund um die 3 Räder.
28. Mai 2016 13:01
Hallo
Bei einem Kunden ist der obere Anschluß abgeborchen, was zu einem Ausflug in die Gegenfahrbahn und Kontakt zur Leitplanke führte. Aufgrund niedriger Geschwindigkeit ging die Sache bis auf kleine Abschürfungen und blauen Flecken glimpflich aus.
Aber so einen Bruch hab ich noch nie gesehen.
Als ob das Material glatt durchgeschnitten wäre.
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28. Mai 2016 13:19
Ist es ein nachträglich eingeschweißter Bolzen? Mann kann es schlecht erkennen, aber es sieht so, als wäre der Riss schon länger vorhanden gewesen. Pulverbeschichtung?
Kannst du ein scharfes, gut belichtete Bild von der Bruchstelle machen?
28. Mai 2016 13:25
Hallo
Es ist ein serienmäßiger Gespannrahmen.
Mir kan es auch so vor, also wäre mal oben und unten angesägt worden. Wenn man aber die beiden Teile aneinandergehalten hat, fehlte kein Material , also keine Spuren eines Sägeblattes o.ä.
Ein bessere Bild hab ich leider nicht. Das Teil wurde mittlerweile wieder angeschweisst und verstärkt.
28. Mai 2016 13:45
Da es oben und unten nach einem älteren Schaden aussieht hätte ich auch an eine Säge gedacht. Aber man erkennt auch keine Sägespuren. Die Abrissstelle sieht dann nach normaler Überlastung aus.
Aber ich bin kein Materialspezialist.
Gruß
Dieter
28. Mai 2016 14:03
sieht ein wenig so aus wie von oben und unten eingerissen, sprich ein Dauerbruch. Irgendwann war dann der Restquerschnitt so gering, das er ganz abriss.
Irgendwie sieht es aber auch so aus als ob da Lunker im Material sin.
28. Mai 2016 14:10
Lunker, also Löcher im Material waren nicht zu erkennen.
28. Mai 2016 14:43
Eben, der Bruch hat eine Entstehungsgeschichte. Denkbar wäre auch eine Vorschädigung am Rundmaterial, welche dann im Betrieb zu einem Riss sich ausbildeten. Durch die Pulverbeschichtung hat man das dann nicht gesehen.
28. Mai 2016 14:57
Der Rahmen war nicht pulverbeschichtet, er hat die originale Lackierung.
28. Mai 2016 15:23
Es ist ein schönes Beispiel für Ermüdung durch Wechselbiegung. Wahrscheinlich sind es drei Ursachen.
Spannungskonzentration durch den Durchmessersprung zum Rahmenrohr, da ist auch noch das Biegemoment am grössten.
Dann die Wärmeeinflusszone der Schweissung.
Und dann wahrscheinlich Korrosion (mit Salz).
Wie habt ihr das repariert? Hoffentlich keine neue Sollbruchstelle neben der Reparaturschweissung geschaffen.
Hatte das Boot einen vierten Anschluss?
Man sieht schön die Lastrichtung (quer zum Restbruch). Die Beanspruchung war praktisch nur in einer Richtung.
Sowas ist übel. Wenn es bricht, dann natürlich nur auf Zug, also in der Rechtskurve. Bei Gegenverkehr...
28. Mai 2016 15:39
Es war in einer linkskurve....
Die Schweißstelle wurde "V förmig" angeschliffen und mit 2 Rohr-Halbschalen außen zusätzlich überdeckt und verschweißt.
28. Mai 2016 16:03
für mich sieht das auch nach einer Dauer-Wechselbelastung aus. So als hätte der untere Anschluss nur lose aufgelegen und wäre nicht fest gewesen. Sehr lange. Dann hängt der Seitenwagen nur noch an dem oberen Anschluss und dieser lässt sich einfach biegen. Allerdings sieht das mittlere Stück echt kurz aus, hier mal ein Bild in groß von einem Gespannanschluß:
viewtopic.php?f=10&t=38031
28. Mai 2016 22:41
Der Rohling des Bolzens hatte immer eine Schwäche im Gefüge würde ich sagen. Und nach Jahrzehnten der Belastung hat es knack gemacht. Das kommt in der Technik vor.
Bei Emmen, BMW-Motorrädern,Flugzeugen und Lümmeltüten
Gruss Hardi
29. Mai 2016 09:52
Hallo,
kann das Material zu hart gewesen sein? Beim Schweißen und dann gleich abkühlen kann es zu hart werden. Man soll
normalerweise "spannungsfreiglühen", damit so etwas nicht passieren kann. Nur wer macht das immer?
29. Mai 2016 11:56
Das ist eindeutig ein Ermüdungsbruch. Das passiert naturgemäß infolge einer Vorschädigung (Mikrorisse), einer wechselnden Beanspruchung und meist an einer machanischen Kerbe, also an einer Durchmessereinengung bzw. an einer "Geometrieverkleinerung". Den Rest haben meine Vorredner bereits geschrieben.
Man sollte eben auch immer dran denken das die Rahmen mittlerweile 30 Jahre alt sind. Das Material ist also nicht mehr ganz so jungfräulich. Da kann sowas schonmal passieren, erst recht im Gepsannbetrieb, wo generell höhere Belastungen auf Rahmen und Fahrwerk herrschen.
29. Mai 2016 18:58
Guesi hat geschrieben:Der Rahmen war nicht pulverbeschichtet, er hat die originale Lackierung.
Blödes Tablet, da sah es wie Pulver aus.
Zuletzt geändert von
Christof am 29. Mai 2016 19:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Doppelantwort entfernt
29. Mai 2016 21:09
Guesi hat geschrieben:Lunker, also Löcher im Material waren nicht zu erkennen.
Den muß man nicht so sehen können.
Darf ich den Bolzen mal haben? Würde den gern mal jemandem zeigen, der sich dauernd mit sowas beschäftigt...
29. Mai 2016 21:19
Zu spät. Wie oben schon geschrieben wurde der schon wieder drangeklebt
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