Alles rund um die 3 Räder.
6. Januar 2020 09:41
Hallo Gemeinde,
weiß von euch jemand was, wie man die Seitenwagenbremse wieder
zum funktionieren bringt.
Meine bisherigen Recherchen hier im Forum, enden bei einem Schweißkurs für mich.
Die Bestandaufnahme zeigt, dass die bestehenden Zylinderlaufflächen
hinüber sind. Das heißt eine Regenerierungsversuch wird scheitern.
Ein Ersatz für den Radbremszylinder scheint es als Nachbau zu geben.
Einen Ersatz für den Hauptbremszylinder scheint es nicht mehr zu geben.
Der Originalzustand (Hydraulik) wäre mir am liebsten, aber auch eine
"Komplettlösung" für die Seilzugvariante gegen Entgeld wäre vorstellbar.
Für Hinweise, wo man so etwas bekommt bin ich dankbar.
Gruß
Werner
6. Januar 2020 09:50
Hallo
Frage bei gabor oder güsi mz nach
6. Januar 2020 10:00
Der Hauptbremszylinder ist nicht lieferbar.
Regenerierte gibt es im Normalfall nur im Tausch gegen Regenerierfähige. Und so einen scheint der Fragesteller ja nicht zu haben...
Die Radbremszylinder lasse ich fertigen, die sind also lieferbar.
6. Januar 2020 10:30
Aus dem Süden hat geschrieben:Die Bestandaufnahme zeigt, dass die bestehenden Zylinderlaufflächen
hinüber sind. Das heißt eine Regenerierungsversuch wird scheitern.
ist die Frage wie tief die Narben in der Lauffläche sind, ausdrehen kann man die, die Dichtung macht aber nur bis zu einem gewissen Maximaldurchmesser mit.
6. Januar 2020 10:51
ea2873 hat geschrieben:Aus dem Süden hat geschrieben:Die Bestandaufnahme zeigt, dass die bestehenden Zylinderlaufflächen
hinüber sind. Das heißt eine Regenerierungsversuch wird scheitern.
ist die Frage wie tief die Narben in der Lauffläche sind, ausdrehen kann man die, die Dichtung macht aber nur bis zu einem gewissen Maximaldurchmesser mit.
Dann machst halt einen größeren Kolben.
6. Januar 2020 10:55
Hallo,
man kann auch Hauptbremszylinder von anderen Modellen nehmen, wenn der den korrekten Kolbendurchmesser hat.
Gruß
Martin
6. Januar 2020 11:03
ich habe meinen in einer Hydraulikbude hohnen lassen, bis die Rostnarben weg waren. Der Durchmesser wurde ca. 0,3 mm größer.
Anschließend einen entsprechenden Kolben aus 1.4305 gefertigt.
eine neue Dichtung hat genug Elastizität, so daß der Zylinder weiterhin funktioniert.
6. Januar 2020 11:09
muenstermann hat geschrieben:ich habe meinen in einer Hydraulikbude hohnen lassen, bis die Rostnarben weg waren. Der Durchmesser wurde ca. 0,3 mm größer.
Anschließend einen entsprechenden Kolben aus 1.4305 gefertigt.
eine neue Dichtung hat genug Elastizität, so daß der Zylinder weiterhin funktioniert.
"Kolben aus 1.4305"
Alle Achtung!
6. Januar 2020 19:32
stelue hat geschrieben:Hallo,
man kann auch Hauptbremszylinder von anderen Modellen nehmen, wenn der den korrekten Kolbendurchmesser hat.
Gruß
Martin
Der Wish-Master empfiehlt:
$matches[2]
oder:
$matches[2]
sieht dann, am Beiwagen so aus:
China-Hauptbremszylinder ETZ251.jpg
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7. Januar 2020 08:33
Moin moin,
welchen Kolben Durchmesser hat die China Pumpe?
7. Januar 2020 09:21
Genau, das ist der springende Punkt! Wenn der Kolben kleiner ist als 16 mm, funktioniert die Bremse nicht, wie sie soll...
Die meisten dieser HBZ haben Kolbendurchmesser von 12,7 bzw. 14 mm...
7. Januar 2020 10:57
Ich babe den China HBZ nicht vermessen, sondern einfach eingebaut. Funzt sei eineinhalb Jahren...
7. Januar 2020 11:09
Ja, Achim, wahrscheinlich einfach nur Glück gehabt (man kann schließlich nicht immer nur Pech haben, oder?)...
Im Ernst, wenn der Kolben zu klein ist, kriegst du zwar ne Bewegung am RBZ zustande, aber eine Bremsleistung, die in einem Zusammenhang mit der ursprünglichen Intention des Konstrukteurs steht, nicht...ich hab da echt unbefriedigende Ergebnisse mit 14er Kolben hinter mir...
7. Januar 2020 11:25
g-spann hat geschrieben:Genau, das ist der springende Punkt! Wenn der Kolben kleiner ist als 16 mm, funktioniert die Bremse nicht, wie sie soll...
Die meisten dieser HBZ haben Kolbendurchmesser von 12,7 bzw. 14 mm...
Alles halb so wild..
Kolbendurchmesser HBZ kleiner: weniger Bremskraft erforderlich für gleiche Bremsleistung bei "teigigerem" Druckpunkt
Kolbendurchmesser HBZ größer: höhere Bremskraft erforderlich bei klarerem Druckpunkt
Da der Bremshebel für den Beiwagen mit dem Fuß getreten wird, ist eine etwas höhere Krafterfordernis (bei deutlicherem Druckpunkt) wohl zu verschmerzen..,- 16mm könnten also durchaus eine Verbesserung sein
7. Januar 2020 11:29
Der TÜV - Mann war begeistert und sagte:Endlich mal ein MZ-Beiwagen, der richtig bremst...
Mehr interessiert mich nicht.
Das war ein erfolgreiches 10€-Experiment.
7. Januar 2020 12:10
PeterG hat geschrieben:g-spann hat geschrieben:Genau, das ist der springende Punkt! Wenn der Kolben kleiner ist als 16 mm, funktioniert die Bremse nicht, wie sie soll...
Die meisten dieser HBZ haben Kolbendurchmesser von 12,7 bzw. 14 mm...
Alles halb so wild..
Nein, Peter, da teile ich deine optimistische Einstellung nicht...
PeterG hat geschrieben:Kolbendurchmesser HBZ kleiner: weniger Bremskraft erforderlich für gleiche Bremsleistung bei "teigigerem" Druckpunkt
Kolbendurchmesser HBZ größer: höhere Bremskraft erforderlich bei klarerem Druckpunkt
Da der Bremshebel für den Beiwagen mit dem Fuß getreten wird, ist eine etwas höhere Krafterfordernis (bei deutlicherem Druckpunkt) wohl zu verschmerzen..,- 16mm könnten also durchaus eine Verbesserung sein

Das ist zwar alles nicht verkehrt, was du da schreibst, geht aber am eigentlichen Problem vorbei:
Der die HR-Bremstrommel betätigende Bremshebel beschreibt einen gewissen Weg zum Erreichen einer definierten Bremskraft am HR, gleichzeitig nimmt er aber auch auf dem Weg den SW-Bremshebel mit, der zum Erreichen wiederum seiner definierten Bremskraft am SWR eine definierte Menge Bremsflüssigkeit transportieren muss (weil der Radbremszylinder ja der alte ist). Ist der Kolben jetzt kleiner als der originale, ist die Flüssigkeitsmenge eine geringere, was dazu führt, dass der RBZ einen kürzeren Weg macht und damit eine geringere Bremsleistung ans SWR bringt...
Der originale Kolben im HBZ hat 15,9 mm, d.h. alles, was darunter liegt, führt zu einer schwächeren Bremsleistung ggü. der des HR, mit all den Nachteilen, die eine ungleichmäßige Bremsung links und rechts für eine Spurhaltung beim Bremsen mit sich bringen...
7. Januar 2020 12:39
PeterG hat geschrieben:g-spann hat geschrieben:Genau, das ist der springende Punkt! Wenn der Kolben kleiner ist als 16 mm, funktioniert die Bremse nicht, wie sie soll...
Die meisten dieser HBZ haben Kolbendurchmesser von 12,7 bzw. 14 mm...
Alles halb so wild..
Kolbendurchmesser HBZ kleiner: weniger Bremskraft erforderlich für gleiche Bremsleistung bei "teigigerem" Druckpunkt
Weniger Bremskraft (am Hebel) warum ? das wird jeder wissen, eh klar,
und auch, dass dann mehr Weg am Hebel benötigt wird.
Beispiel : Un(m)bau auf 2. Scheibe bei vorhandener Pumpe,was passiert ?
So jetzt die SW Bremse (HBZ D = kleiner) sie benötigt mehr Weg/Hub, aber die Backen der Hiradbremse liegen schon an
Die SWhebelei muß ja schon so oft für die optimale Funktion manipuliert werden,
Gründe dafür sind ja auch bekannt.
Heilmittel: Die berühmte Rolle, die es in vielen Stärken gibt, individuell angepasst.
Das die Pumpe ein Druckübersetzer ist der nur funzt, wenn das Übersetzungsverhältnis stimmt
weiß auch jeder. Eh klar !
Gruß Klaus
9. Januar 2020 17:35
Liebe Gemeinde,
Erfahrungswerte sind errechneten Werten vorzuziehen.
Ich möchte mich bei allen, die auf meinen „Hilferuf Haupt- und Radbremszylinder“ mit konstruktiven Vorschlägen/Sachverhalten,
Bezugsquellen und Beiträgen in Form der Öffentlichkeitsarbeit geantwortet haben ganz herzlich bedanken.
Irgendwie habe ich von einem Händler einen Neuen Hauptbremszylinder aufgetrieben.
Ob das ein Nachbau ist, oder ein Originaler weiß ich nicht. Richtig gewartet wird der Ewig halten.
Nicht richtig gewartet wird ihn die Kontaktkorrosion sehr schnell erledigen.
Wartungsfreundlicher ist ganz bestimmt das Bowdenzugsystem.
Dieses mal bleib ich Original, beziehungsweise (Fast) Original.
Drauf bleiben.
Gruß
Werner
12. Januar 2020 16:50
Hallo,
um die Beiwagenbremse "wartungsfrei" zu machen gibt es eine einfache Lösung
1) ALLE Gummiteile gegen MINERSALÖLBESTÄNDIGE austauschen ( gibt es beim Hydraulikhänder )
2) Faltenbälge ohne Entlüftungsöffnungen ( gibt es bei CFW )
3) Faltenbälge mit Kabelbinder befestigen und reichlich Fett unter die Faltenbälge
4) Bremsflüssigkeit gegen Hydrauliköl tauschen ( z. B. HLP 15 ) alle Komponenten mit Brennspiritus reinigen
Funktionierte bei meinem ETS-Gespann 7 Jahre dann mußte ich mich leider vom Beiwagen trennen.
VORSCHLAG OHNE GEWÄHR
12. Januar 2020 17:50
Wer ist CFW ?
12. Januar 2020 19:30
Carl Freudenberg Weinheim
12. Januar 2020 19:47
Oh, klasse !
Hast du auch eine Bestnr. für den Faltenbalg (Schutzmanschette) HBZ vorne ?
Und der passt 1 :1 ?
12. Januar 2020 20:06
trabimotorrad hat geschrieben:Der TÜV - Mann war begeistert und sagte:Endlich mal ein MZ-Beiwagen, der richtig bremst...
Mehr interessiert mich nicht.
Das war ein erfolgreiches 10€-Experiment.
wie war das noch gleich mit der KBA Zulassung, oder ABE von Bremsenteilen?
12. Januar 2020 20:23
muenstermann hat geschrieben:trabimotorrad hat geschrieben:Der TÜV - Mann war begeistert und sagte:Endlich mal ein MZ-Beiwagen, der richtig bremst...
Mehr interessiert mich nicht.
Das war ein erfolgreiches 10€-Experiment.
wie war das noch gleich mit der KBA Zulassung, oder ABE von Bremsenteilen?
Ja, Du hast Recht - also, last den Unfug bleiben
13. Januar 2020 08:28
Klaus P. hat geschrieben:Oh, klasse !
Hast du auch eine Bestnr. für den Faltenbalg (Schutzmanschette) HBZ vorne ?
Und der passt 1 :1 ?
Hallo Klaus.
Der Umbau war vor ca. 10 Jahren.Ich habe keine Unterlagen mehr.Es gab (gibt ?) hunderte Faltenbälge bei CFW.
MfG
17. Februar 2021 12:13
trabimotorrad hat geschrieben:Ich babe den China HBZ nicht vermessen, sondern einfach eingebaut. Funzt sei eineinhalb Jahren...
Was hast du dafür alles umbauen müssen, bzw. was benötigt man noch zusätzlich.
Ich werde mich auch an einem goldenen HBZ versuchen, möchte mal wieder einen funktionierenden haben!
Mich interessiert die Länge der Druckstange, passt das so?
Und was für einen Adapter benötigt man, um das MZ Bremsrohr anzuschließen?
Grüße
André
17. Februar 2021 12:41
Plug and play passt da gar nix. Da is Innovationskraft gefragt....
17. Februar 2021 13:00
Ich habe gerade eine Fertigung des HBZ in Auftrag gegeben.
Mal sehen wie lange es dauert...
Und ob ich sie bis zum Renteneintritt noch alle loswerde
17. Februar 2021 15:14
Guesi hat geschrieben:Und ob ich sie bis zum Renteneintritt noch alle loswerde

an deiner Stelle würde ich davon ausgehen, dass das Forum gegen deinen Rentenbescheid rechtzeitig Widerspruch einlegt
17. Februar 2021 15:51
Solange das Forum meine Rente zahlt, kein Problem
17. Februar 2021 22:11
Guesi hat geschrieben:Ich habe gerade eine Fertigung des HBZ in Auftrag gegeben.
Mal sehen wie lange es dauert...
Und ob ich sie bis zum Renteneintritt noch alle loswerde

Ich habe vor ein paar Jahren schon einen von dir erhascht, aber ich bekomme ihn nicht zuverlässig zum laufen. Die Bohrung zum Zurücklaufen scheint an der falschen Stelle zu sein. Auch wenn der Bremskolben komplett in Ruhelage steht, kann ich von unten per Spritze keine Bremsflüssigkeit durchdrücken. Dadurch lässt sich das Teil nicht ordentlich entlüften.
Hat dazu jemand eine Idee, vielleicht kann ich den doch retten?
André
17. Februar 2021 23:08
Ist das die ganz kleine Bohrung rechts ?
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Zuletzt geändert von
Klaus P. am 18. Februar 2021 11:05, insgesamt 1-mal geändert.
17. Februar 2021 23:29
Klaus P. hat geschrieben:Ist das die ganz kleine Bohrung rechts ?
Ja, die müsste es sein.
Soweit ich mich erinnern kann, sieht man auch von oben den Dichtgummi durch das Loch.
17. Februar 2021 23:38
Guesi hat geschrieben:Solange das Forum meine Rente zahlt, kein Problem

Muß wohl so sein, denn von der Rente kann mann nur überleben aber nicht leben
Gruß Hardi
18. Februar 2021 00:05
Das stimmt,
ich hatte auch das Problem, die Bohrung 0,8 mm hat mich auch beschäftigt, weil die Bohrung überdeckt war.
Darum habe ich das Bild vergrößert und vermessen.
Es geht aber doch, jetzt frag mich nicht warum, ist schon einige Jahre her.
Die Manschette B 27, D 16 muß am Rand tadellos i. O. sein, habe ich unter dem Vergrößerungsglas bei mehreren überprüft,
die sind oft nicht so wie sie sein sollen.
Ich vermute, wenn das System nicht sauber entlüftet ist, liegt die Manschette nicht fest an und bedeckt die Bohrung.
Ich habe mit meiner Helferin dann wieder entlüftet, per Fußpumpe und es hat dann geklappt, inzwischen auch schon min 2 x danach ohne Probleme.
Ich habe mit DOT 5 befüllt, tadellose Flüssigkeit über zig Jahre und funktioniert auch nach einiger Standzeit und Frostnächten draußen,
weil nix korrodiert.
Über Nachteile von DOT 5 kannst du dich schlau machen, bei deinem Arzt oder Apoth, viele finden das DOT 5 keine Vorteile hat.
Glück auf und Gruß
Klaus
18. Februar 2021 06:18
Es gab eine Serie wo die falschen Topfmanschetten drin waren. Die waren ein bisschen zu lang und gaben deshalb diese Bohrung nicht frei.
Erkennbar sind diese Topfmanschetten daran, daß sie an den Seiten im 90 Grad Winkel nach oben gehen. Die Richtigen gehen an den Seiten leicht nach außén.
Die damaligen HBZ stammten nicht von mir, die ließ ein Kollege produzieren.
pic_show.jpg
Hier ist dir Richtige zu sehen.
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18. Februar 2021 11:18
Auch bei den Topfmanschetten sind außen kleine Ungenauigkeiten, die dann Schrottkarakter haben.
ob ich noch Bückware hatte/habe k.A.
Das ist allerdings auch bei teuren Dichtmanschetten in der Spannhydraulik immer ein Problem gewesen.
Die dichten ja nur, wenn sie außen eine dünnere Lippe haben die sich im Zyl. anlegen kann.
Wo ich war, wurden die oft vor der Montage einzeln unter dem Vergrößerungsglas selektiert.
Wie ist die Qualität des Faltenbalges beim gebrauch ?
Gruß Klaus
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