Alles rund um die 3 Räder.
7. Mai 2021 12:03
Hallo,
habe älteren, angerosteten Hauptbremszylinder 48 Std. in ein Entrostungsbad gelegt und danach entsprechend aufgearbeitet.
Trotz intensiver Bearbeitung des Zylinderinnenraums blieben im hinteren Bereich, d.h. noch vor dem Einlaufloch der Bremsflüssigkeit , immer noch leichte Narben.
Nach dem Einbau musste ich feststellen, dass der Zylinder in Richtung Druckstange nicht dicht ist.
Nach mehrmaliger Bremsbetätigung verliert er dort Bremsflüssigkeit.
Nun meine Frage:
Kann man den Bremszylinder geringfügig ausdrehen etc.,um die Rostnarben zu entfernen ?
Erfüllen die Manschette und der O-Ring dann noch ihre Aufgabe ?
Würde mir ja neuen Hauptbremszylinder kaufen, wenn es denn einen zu kaufen gäbe.
Grüße
Werner
7. Mai 2021 12:12
Ich würde versuchen, ihn auszuschleifen...klappt oder eben nicht...so, wie er jetzt ist, ist er eh nicht zu gebrauchen, also ein überschaubares Risiko...
7. Mai 2021 12:20
Zum Drehen ist der Körper schlecht aufzuspannen,
wenn du einen kennst der das machen kann (drehen) frag den mal ob er den honen könnte in der Fa.
Gruß Klaus
7. Mai 2021 12:24
Vor dem Einbau habe ich es schon mal mit superfeinem Schmirgelpapier und Polierfließ versucht.
Der Kolben ist zwar schön blank und glänzend geworden, aber die Rostnarben sind fast unverändert geblieben.
Muss ich wohl zu härteren Mittel greifen.
Hatte gehofft, dass schon mal jemand so etwas erfolgreich beseitigt hat.
7. Mai 2021 12:34
Hä?
Watten jetzt? Kolben oder Zylinder? Kolben gibt's im Netz, sogar aus Edelstahl...
7. Mai 2021 12:37
g-spann hat geschrieben:Hä?
Watten jetzt? Kolben oder Zylinder? Kolben gibt's im Netz, sogar aus Edelstahl...
Sorry, meine natürlich den Zylinder .
7. Mai 2021 12:53
purefun hat geschrieben:...Würde mir ja neuen Hauptbremszylinder kaufen, wenn es denn einen zu kaufen gäbe.

...
HBZ
7. Mai 2021 13:11
Danke C 3 !
7. Mai 2021 18:19
es gibt Händler die bieten eine Überholung an, glaube Güsi und Gabor?
oder frag mal vorsichtig bei es-heizer an.
7. Mai 2021 18:23
Hier habe ich auch schon mal aufarbeiten lassen. War ok.
Überholung HBZ
8. Mai 2021 06:47
[quote="purefun"]Hallo,
Nun meine Frage:
Kann man den Bremszylinder geringfügig ausdrehen etc.,um die Rostnarben zu entfernen ?
Erfüllen die Manschette und der O-Ring dann noch ihre Aufgabe ?
Hallo.
Ausdrehen ist ungünstig.Siehe Klaus P.
Mit verstellbarer Handreibahle ausreiben bis die Rostnarben entfernt sind dann mit einem Läppdorn die korrekte Geometrie u. Oberflächengüte herstellen.
Bis ca. 0,3mm größeren Durchmesser dürfte es bei der Hutmanschette keine Probleme geben.
Neuen Kolben für den größeren Durchmesser drehen u. O-Ringnute anpassen.
OHNE GEWÄHR.
MfG
10. Mai 2021 10:02
Habe im Freundeskreis jemanden gefunden, der sicher ist, dass er den Zylinder vorsichtig ausdrehen kann. Er würde dann auch einen angepassten Kolben herstellen können.
Bin mal gespannt wie das ausgeht.

Da ich zwei Zylinder habe, u.z. beide mit Rostnarben , kann er es ja mal bei einem probieren,. Er war sehr zuversichtlich, dass es geht.
Ich muss einen der alten Zylinder auch irgendwie wieder fit bekommen, da auch der Tip von CJ erfolglos war. Die Fa. Haase hat zwar neue Zylinder in ihrer Warenliste, aber liefern kann sie die auf absehbare Zeit nicht.
Ich habe zwar noch nicht gefragt, aber ich glaube nicht, dass die von Guesi oder Gabor angebotene Regenerierung, auch die Beseitigung von Rostnarben im Zylinder beinhaltet.
10. Mai 2021 10:19
Ich hab die HBZ als Neuproduktion in Auftrag gegeben.
Es wird aber noch ein paar Monate dauern...
10. Mai 2021 13:48
Guesi hat geschrieben:Ich hab die HBZ als Neuproduktion in Auftrag gegeben.
Es wird aber noch ein paar Monate dauern...
Schön zu hören ! Falls die geplante Regenerierung nicht funktioniert, komme ich gerne darauf zurück.
10. Mai 2021 14:36
purefun hat geschrieben:...Ich muss einen der alten Zylinder auch irgendwie wieder fit bekommen, da auch der Tip von CJ erfolglos war. Die Fa. Haase hat zwar neue Zylinder in ihrer Warenliste, aber liefern kann sie die auf absehbare Zeit nicht...
Oha, da habe ich wohl den letzten abgegriffen. Wenn du nicht weiterkommst und du es eilig hast könnte ich dir den überlassen. Ich habe mir den "auf Lager" gelegt. Alter Ossi eben; besser haben, als brauchen

.
Alternativ könnte ich dir auch einen alten, regenerierfähigen zukommen lassen.
10. Mai 2021 23:10
Auf die Idee einen Bremszyl. auszudrehen muss man erst mal kommen ... ?
11. Mai 2021 15:41
[[/quote]
Oha, da habe ich wohl den letzten abgegriffen. Wenn du nicht weiterkommst und du es eilig hast könnte ich dir den überlassen. Ich habe mir den "auf Lager" gelegt. Alter Ossi eben; besser haben, als brauchen

.
Alternativ könnte ich dir auch einen alten, regenerierfähigen zukommen lassen.[/quote]
Hallo CJ,
Danke für das großzügige Angebot. Falls das mit derr Regenerierung meines Zylinders nicht klappt, komme ich gerne darauf zurück.
Wäre dann am Kauf des neuen Zyinders interessiert.
Melde mich auf jeden Fall, auch wenn die Regenerierung erfolgreich sein sollte.
Da mein Freund so zuversichtlich war, daß der Spezialist in der Firma das hin bekommt, möchte ich das Ergebnis erst einmal abwarten.
Grüße
Werner
-- Hinzugefügt: 11. Mai 2021 16:47 --r27 hat geschrieben:Auf die Idee einen Bremszyl. auszudrehen muss man erst mal kommen ... ?
Warum eigentlich nicht ?
Erklär doch mal einem Laien, was denn grundsätzlich dagegen spricht.
11. Mai 2021 17:01
das ausdrehen an sich und eventuell erforderliches honen wird nicht das problem werden.
aber ganz sicher dann die beschaffung passender dichtmanschetten
mfg hermann
12. Mai 2021 00:25
Möglich, dass ich was falsch verstanden habe, aber gehont (künstlich aufgeraut) werden eher Zylinder von Verbrennungs-Motoren, um der Zylinderlauffläche die Möglichkeit zu geben, einen Ölfilm zu halten, der dann vom Ölabstreifring abgezogen wird...eine Bremszylinderbohrung sollte eher poliert werden...
12. Mai 2021 06:44
hermann27 hat geschrieben:aber ganz sicher dann die beschaffung passender dichtmanschetten
in gewissen Grenzen gehen die originalen Dichtungen, die kompensieren 0,5mm Übermaß sicher, wo genau die Grenze ist, weiß sicher jemand aus dem Forum
12. Mai 2021 06:53
Guesi hat geschrieben:Ich hab die HBZ als Neuproduktion in Auftrag gegeben.
Es wird aber noch ein paar Monate dauern...
Hallo Güsi,
weist du schon aus welchem Material?
Früher waren ja die Zylinder aus Stahl,
jetzt werden diese Nachgefertigten aus Messing oder Rotguß hergestellt.
Das könnte doch bei MZ auch funktionieren?
Nie wieder Rost
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12. Mai 2021 08:05
ETZeStefan hat geschrieben:Früher waren ja die Zylinder aus Stahl,
jetzt werden diese Nachgefertigten aus Messing oder Rotguß hergestellt.
soweit ich weiß müsste man Teile mit konstruktiven Verbesserungen eintragen lassen während ein koknstruktiv gleiches Teil "nur" ein Ersatzteil ohne Pflicht zur Eintragung ist.
12. Mai 2021 12:57
hermann27 hat geschrieben:das ausdrehen an sich und eventuell erforderliches honen wird nicht das problem werden.
aber ganz sicher dann die beschaffung passender dichtmanschetten
mfg hermann
Wie ich meinen Freund verstanden habe, sollen erst einmal ca 0,15 -0,20 mm abgedreht werden. Danach sieht man dann, ob die Rostnarben weg sind. Falls nicht legt man noch ein wenig nach. Werde mal berichten wie es gelaufen ist.
12. Mai 2021 13:23
purefun hat geschrieben:Wie ich meinen Freund verstanden habe, sollen erst einmal ca 0,15 -0,20 mm abgedreht werden. Danach sieht man dann, ob die Rostnarben weg sind. Falls nicht legt man noch ein wenig nach. Werde mal berichten wie es gelaufen ist.

Die Kunst besteht darin sowas wirklich mittig einzuspannen und auszurichten. Bin gespannt.
12. Mai 2021 18:32
Beim Hohnen muss der Zyl. nicht ausgerichtet/aufgespannt werden .
Fein hohnen würde ich auf jeden Fall auch nach dem Ausdrehen .
Wenn ich also sowieso hohne (erst grob dann fein ) spare ich mir die Arbeit mit dem Ausdrehen .
12. Mai 2021 19:04
so wie sich das inzwischen liest
soll ja auch eher der kolben abgedreht statt das gehauese aus gedreht werden
mfg hermann
13. Mai 2021 11:15
hermann27 hat geschrieben:so wie sich das inzwischen liest
soll ja auch eher der kolben abgedreht statt das gehauese aus gedreht werden
mfg hermann
Nein, es geht um den Zylinder !
War mein Fehler, dass ich einmal versehentlich Kolben geschrieben hatte.
Ob ev. ein neuer Kolben gedreht werden muss, da der alte im ausgedrehten Zyl. zu viel Spiel hat, müssen wir abwarten.
17. Juli 2021 17:43
Sorry, dass ich mich so spät erst melde.
Musste leider überraschend für einige Wochen ins Krankenhaus.
Bin jetzt wieder zu Hause und möchte jetzt das Problem mit den Rostnarben im Hauptbremszylinder des SW lösen.
Es wird wohl auf honen hinauslaufen.
Leider kann ich für den 16 mm Zylinder kein passendes Werzeug zum honen finden.
Die von mir gefundenen Werkzeuge beginnen alle erst ab 18 bzw. 19 mm.
Hat einer von euch eine Idee wo ich so ein Teil für den 16 mm Zyl. erwerben kann?
Über Hinweise würde ich mich freuen.
Grüße
Werner
19. Juli 2021 06:50
Hallo
Hier ne Seite für Honwerkzeuge (sind aber nicht die 3flügeligen).
HonwerkzeugeGruss
Christoph
19. Juli 2021 09:34
Die sind allerdings für eine Honmaschine.
Gruß Klaus
19. Juli 2021 11:17
purefun hat geschrieben:Die von mir gefundenen Werkzeuge beginnen alle erst ab 18 bzw. 19 mm.
Hat einer von euch eine Idee wo ich so ein Teil für den 16 mm Zyl. erwerben kann?
Über Hinweise würde ich mich freuen.
Moin,
ich würde eine Honflexbürste nehmen, die gibt es in kleinen Durchmessern und verschiedenen Körnungen.
Zum Thema Aufbohren, Anfertigen neuer Kolben etc.:
der Druck in so einem Bremssystem erreicht bei kräftigem Zug am Handhebel locker 250bar!
Gruß, Thorsten
19. Juli 2021 11:30
ich hatte feines Sandpapier um einen Bohrer gewickelt und damit erstmal den Zylinder von innen sauber gemacht. zu tiefe Riefen sind dabei nicht entstanden, danach Montage mit ATE-Paste und es war dicht.
je nachdem wie tief die Rostkrater sind ist es einen Versuch wert.
warum gibst du den Zylinder nicht zu den Leuten die das professionell machen? diverse Händer bieten das an, bevor du einen Haufen Geld in Werkzeug investierst ist das nicht so viel teurer und es gibt Gewährleistung.
20. Juli 2021 16:47
ea2873 hat geschrieben:ich hatte feines Sandpapier um einen Bohrer gewickelt und damit erstmal den Zylinder von innen sauber gemacht. zu tiefe Riefen sind dabei nicht entstanden, danach Montage mit ATE-Paste und es war dicht.
je nachdem wie tief die Rostkrater sind ist es einen Versuch wert.
warum gibst du den Zylinder nicht zu den Leuten die das professionell machen? diverse Händer bieten das an, bevor du einen Haufen Geld in Werkzeug investierst ist das nicht so viel teurer und es gibt Gewährleistung.
Habe zwei recht passable komplette Haubtbremszylinder liegen. Leider haben beiden Zylinder durch längere Lagerzeit die erwähnten Rostnarben zurück behalten.
Bin bisher immer davon ausgegangen, dass die professionellen Händler, mit dem Begriff " regenerierungsfähig", Rostnarben etc. ausschließen.
Sollte dies nicht der Fall sein,brauch ich gar nicht überlegen.
Brauche dann eigentlich nur jemanden, der mir die Zylinder wieder hont, glättet etc.
Alles andere ist in einem Topzustand und bereits von mir überholt.
Werde den Versuch mal starten und berichten ob jemand von den Anbietern solche Arbeiten als Regenerierung ansieht.
Trotzdem Danke für den Tip mit dem Sandpapier und der ATE-Paste, der Weg ist dann immer noch einen Versuch wert.
Grüße Werner
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