Lust auf Ostpreußen?

Wir war der Urlaub bzw die Fahrt mit der MZ ?

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Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 10. September 2017 04:39

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Hallo,
hier mal einen Ausflug in die jüngere Vergangenheit.
Ich bin schon seit dem Todestag von Diana(Prinzessin von Wales) mit meiner ermländischen Schönheit verheiratet.
Dadurch fahre ich nun schon jedes Jahr in das ehemalige Ostpreußen,wodurch mein Interesse an das damalige Kreuzritterland stetig gestiegen ist. Seit ein paar Jahren habe ich nun alle bekannten Burgen und Schlösser hinter mir und entdecke nun die Schlösser und Burgen in denen man keine Eintrittsgelder mehr fordert.
Mein Ausgangsort ist ein kleines Dorf im ehemaligen Ermland ,Ignalin/Reimerswalde .
reimerswalde3-ignalins.jpg

Der überwiegende Teil der Bevölkerung (Litauer)hat den Namen aus Litauen mitgebracht.Die Stadt Ignalin gibt es heute auch noch in Litauen.Der Ort ist geschichtlich nicht ganz uninteressant ,am Ortseingang auf der rechten Seite ,von Heilsberg/LidzbarkWarminski kommend, befindet sich ein ein Hügel,heute etwas bewaldet.Dieser Hügel heißt auch Napoleonhügel und zwar deshalb weil hier Napoleon eine gute Aussicht hatte und von da aus die Schlacht bei Heilsberg 1807 leitete.2014 hat man noch einen unbekannten französischen Soldaten mit seiner Uniform und Abzeichen im Acker eines Bauern gefunden,der wurde dann mit allen Ehren und französischer Teilnahme in Ignalin auf dem Friedhof beerdigt.
Heute ziert ein französischer Soldat aus Holz geschnitzt den Platz vor der Bushaltestelle.Anfangs ist mir auch nicht bewußt gewesen ,welche Bedeutung er hat(Bild kommt nächstes Jahr :D ).
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Urlaub 2 (46).jpg

Urlaub 2 (27).jpg

Urlaub 2 (17).jpg

Eigenlich ist dieser Landstrich ideal für MZ Motorräder gemacht,eben verkehrslos,2 Takt Öl an jeder Tanke,nette Mechaniker(die aus Überzeugung handeln )die es noch drauf haben.
Nun habe ich auch eine Familie und kann leider keine Motorrad Tour schildern,aber in 10 Jahren habe ich mir vorgenommen schleppe ich ein paar meiner MZ ten nach Ostpreußen und bewandere die Pfade der alten Kreuzritter .Eine Junak M 10 wartet auch noch auf eine Wiederbelebung .Schönes Forum,da kann ich auch mal ein paar Fragen stellen.
Hier geht es auf eine Tour von Reimerswalde über Orneta/Wormditt nach Bogatynskie/Tüngen
IMG_1321[1].JPG

So hatte ich mir den Bau in Tüngen eigentlich vorgestellt,aber mittlerweise ist er von einem Bydgoszczer/Bromberger Unternehmer wieder hergerichtet worden.Echt selten.Diese Angabe ist leider falsch :oops: ,der neue Besitzer ist ein Deutscher und laut Aussagen einer Bäuerin macht er hier immer wieder Urlaub mit seiner Familie .Der Bromberger Unternehmer kommt später noch :) .
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IMG_0808[1].JPG

Wenn´s nicht langweilt setze ich gerne fort.
Gruß


-- Hinzugefügt: 10. September 2017 06:07 --

Die Wölkchen in Ostpreußen sind etwas besonderes,nie trifft man sie so wo anders an.
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Tigerente » 10. September 2017 06:01

Moin Rü!
Gerne mehr. Schöne Bilder!
Bist Du auch schon mal in Königsberg gewesen? Meine Vorfahren kommen aus Juditten.
Herzliche Grüße aus Frankfurt am Main
“Tigerente“ Jörn

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon trabimotorrad » 10. September 2017 06:19

Hallo ETS-Fan. Ich habe ja an der "jährlichen Wallfahrt" zur Wolfschanze ein paar mal teilgenommen, aber in Zwischen ist es mir zu stressig und vor Allem ist dieser Teil der Welt/Europa/Polens, das ehemalige Ostpreußen, mir zu schade, um da da durch zu heizen und ich bin auch kein Hotelschläfer.
Aber mit einer Gruppe, die da dieses Landschaften sich so richtig "reinziehen" wollen und deshalb auf kleinen und kleinsten Sträßchen es befahren wollten, zum Übernachten Wildcampingplätzen, Campingplätzen, oder Bauernhöfe bevorzugen würden, vielleicht noch mit einem "Reiseführer" der nicht nur die touristischen Highlights, sondern die wirklichen Highlights, kennt, oder glaubt zu kennen, da wäre ich gerne dabei und das darf auch gerne eine Woche oder so, dauern.
Auch habe ich die "historisch belastet Bauschuttdeponie" so oft gesehen, das mich ich es für reine Zeitverschwendung halte, in diesem Ruinengebiet auch nur fünf Minuten verbringen... Polen, oder Ostpreußen, hat sicher mehr zu bieten, als Stahlbetonreste eines Größenwahnsinnigen :ja:
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 10. September 2017 06:22

Leider nicht,die Grenze ist nur 40 Km entfernt ,aber ich weiß das die russischen Brüder nichts stehen gelassen haben.Ist ne traurige Geschichte.Die Polen haben begriffen ,daß Touristen Geld bringen und sind ja auch nur Vertriebene,die Russen sind da ein wenig komplizierter . Haben alles platt gemacht.Deutsch,war nicht gut und heute gibt es fast nichts mehr an Sehenswürdigkeiten.
Die Reise geht weiter....,

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon löwenherz » 10. September 2017 06:37

Schön und interessant. Berichte weiter bitte, :ja:
Jetzt, nicht irgendwann!
Tanzt, Tanzt, vor Allem aus der Reihe! Bild

Ahoi elkeMaria

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 10. September 2017 06:39

trabimotorrad hat geschrieben:Hallo ETS-Fan. Ich habe ja an der "jährlichen Wallfahrt" zur Wolfschanze ein paar mal teilgenommen, aber in Zwischen ist es mir zu stressig und vor Allem ist dieser Teil der Welt/Europa/Polens, das ehemalige Ostpreußen, mir zu schade, um da da durch zu heizen und ich bin auch kein Hotelschläfer.
Aber mit einer Gruppe, die da dieses Landschaften sich so richtig "reinziehen" wollen und deshalb auf kleinen und kleinsten Sträßchen es befahren wollten, zum Übernachten Wildcampingplätzen, Campingplätzen, oder Bauernhöfe bevorzugen würden, vielleicht noch mit einem "Reiseführer" der nicht nur die touristischen Highlights, sondern die wirklichen Highlights, kennt, oder glaubt zu kennen, da wäre ich gerne dabei und das darf auch gerne eine Woche oder so, dauern.
Auch habe ich die "historisch belastet Bauschuttdeponie" so oft gesehen, das mich ich es für reine Zeitverschwendung halte, in diesem Ruinengebiet auch nur fünf Minuten verbringen... Polen, oder Ostpreußen, hat sicher mehr zu bieten, als Stahlbetonreste eines Größenwahnsinnigen :ja:

Ich hatte schon mal die Eingebung mit dem Rad zu Schwiegermuttern zu fahren ,meine Töchter fanden es auch brilliant.
Aber wozu hat man den Stall mit relativ schnellen Motorrädern voll?
Achim,das bekommen wir hin.Eine Woche vor oder nach dem Sommerurlaub 2018 bekomme ich .Schau dir mal die folgenden Bilder an und wenn du die Menschen über die Sprache erreichst,sind die auch echt aufgeschlossen und nett.(pölnisch :) habe ich mir selber beigebracht,habe aber fast keinen deutschen Akzent.Man liebt die Sprache ebend durch sein pölnisches Mädchen.
Bilder folgen....

-- Hinzugefügt: 10. September 2017 08:00 --

Ach so,Wolfschantze, die1700 Km hin und zurück bin ich 2 mal im Monat gefahren,es war keine Mz sondern ne Softail Custom,mein Rekord war an einem Feiertag in Polen,nur 9 Stunden .Mit der MZ bin ich mal bei -11 Grad los und bei -22 Grad in Heilsberg(Lidzbark Warminskie) angekommen,allerdings habe ich nach 50 Km immer eine Warmlaufpause eingelegt.Mit der Harley bin ich so auf 175000 Km gekommen.(abziehen muß man die 16000 KM( 1996 )quer durch Amerika.
Heute :undenkbar
Hier die Schöne
Leider im Land der Liebe gestohlen :cry:

-- Hinzugefügt: 10. September 2017 08:45 --

..auf dem Weg von Tüngen fuhren meine Frau und ich noch an diesem ehemaligen deutschen Gutshaus vorbei,es war nicht mit eingeplant.
Übersetzt heißt es wohl Karkheim
IMG_0824[1].JPG

IMG_0804[1].JPG

IMG_0805[1].JPG

So was sollte sich eigentlich eher aufbauen lassen als die noch nachfolgenden Königsschlösser.
Die Gebäude besaßen früher alle 1000 de Hektar Land und konnten sich dadurch finanzieren.
Heute werden die Schlösser ohne Land verkauft und es ist ein Problem sie zu unterhalten,selbst wenn man das Einstiegsgeld bezahlen kann.Mann muß bedenken die Gutshäuser liegen alle in wirtschaftlich schwacher Region,da kann man nicht einfach so ein Hotel eröffnen.
Die Reise geht weiter...
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Robert K. G. » 10. September 2017 11:09

Ach ja... Ostpreußen, wunderschön. Da wollte ich auch schon immer mal mit meiner Junak hin. Leider liegt das Thema durch Kind und vermutlich bald Haus auf Eis. Aber immerhin läuft die Junak! :P

Schöne Bilder...

Gruß
Robert

PS: Mein Rekord liegt bei Berlin - Rastenburg bei ca. 10 h mit einer BMW K 1200 RS. Allerdings war der Startpunkt unfreiwillig gewählt, lange Geschichte. :lach:
OT-Partisanen-Diplom-RT-Heizer

Zuordnung der Motor- und Rahmennummern der MZ ETZ 250 zu einem Baujahr.

Fuhrpark:
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Fuhrpark: -
Robert K. G.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Dietmar » 10. September 2017 18:35

Wenn ihr nächstes Jahr mal ne Tour macht, sagt mir Bescheid. Habe großmütterlicher - und mütterlicherseits auch Ostpreussische Wurzeln und demnach könnt ich mir vorstellen, auch da mal hin zu fahren. Vielleicht ja mit der Mz.
Vogtländer, seit Jahren fern der Heimat

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Egon Damm » 10. September 2017 20:48

Hallo Rüdiger.

du machst mich süchtig. Ich und meine Liebste haben schon 3 mal das Land Polen mit Mopeten bereist.
Gerne noch ein viertes mal.

@ Achim

in der Art wie du es schreibst Land und Leute zu erleben ohne jeden Tag wieviel weis ich Kilometer
abzureisen ist auch uns sehr gelegen. Wir haben uns immer eine Unterkunft in Polen gesucht und
jeden Tag schöne gemütliche Ausfahrten gemacht. Die weiteste Fahrstrecke war 150 Kilometer. In
der Regel kamen nicht mal 80 zusammen.

Vielleicht können wir Rüdiger überreden, in 2018 etwas zu planen.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 12. September 2017 13:04

So habe noch ein paar Bilder und Informationen angefügt,ich war beim letzten mal etwas zu schnell mit dem Absenden.
Ich denke es paßt gut mit rein und wenn ich heute Abend noch Lust habe geht es weiter.
IMG_1326.JPG

Da stand noch was drauf,das Ding kommt aus Dresden.Gibt es die Firma noch? :D
Grüße
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon RenéBAR » 12. September 2017 20:58

Ich bin auch gerade vor Ort, habe das Geburtshaus meines Vaters
gesucht und gefunden.
Ist aber streng genommen noch Westpreußen, Susz / Rosenberg.
Allerdings bin ich nicht mit der MZ, sondern mit der K75 hier. :oops:
Es gibt hier wenige Motorradfahrer, aber eine /2 ist mir heute schon
entgegengekommen. :wink:
Morgen geht´s nach Danzig und dann wieder Richtung Heimat.
Ich gehe aber davon aus, dass es mich noch ein paar Mal herweht.........
Viele Sachen und jede Menge Lost Places wollen noch entdeckt werden.
Im Osten geht die Sonne auf.

René
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 12. September 2017 21:26

RenéBAR hat geschrieben:Ich bin auch gerade vor Ort, habe das Geburtshaus meines Vaters
gesucht und gefunden.
Ist aber streng genommen noch Westpreußen, Susz / Rosenberg.
Allerdings bin ich nicht mit der MZ, sondern mit der K75 hier. :oops:
Es gibt hier wenige Motorradfahrer, aber eine /2 ist mir heute schon
entgegengekommen. :wink:
Morgen geht´s nach Danzig und dann wieder Richtung Heimat.
Ich gehe aber davon aus, dass es mich noch ein paar Mal herweht.........
Viele Sachen und jede Menge Lost Places wollen noch entdeckt werden.

Jawoll.Viel Spaß und gutes Wetter wünsche ich dir.
Ab und zu habe ich mal eine ETZ und TS gesehen,aber wer weiß was noch in den Garagen der Polen steht(...meine Harley :roll: ).
Gruß
Rüdiger

-- Hinzugefügt: 13. September 2017 00:29 --

Weiter ging es 51 Km südlich,in die Nähe von Allenstein/Olsztyn .
Durch Wälder,immer wieder unterbrochen von riesigen abgeernteten Feldern ,auf Alleen, näherten wir uns dem Dorf Workallen/Warkaly.
IMG_1160.JPG

IMG_1161.JPG

IMG_0826.JPG

Es muß einfach herrlich sein,hier mit dem Motorrad bei 27 Grad Wärme zu cruisen.
Das Gutshaus welches hier steht stammt aus der Wende zwischen 19.und 20.Jahrhundert ,
IMG_1337.JPG

nicht so alt und doch noch gut erhalten,da es mal zu einer polnischen PGR(ostdeutsch:LPG)gehörte und sich die Verwaltungsräume im Schloss befanden.Sollte es nicht herein regnen,mußte etwas gemacht werden.
IMG_0827.JPG

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IMG_0837.JPG

IMG_0843.JPG

Man kann an einigen Gebäuden den beginnenden Zerfall,nach der Privatisierung entdecken.Meine Bücher mit welchen ich mich durch´s Land bewege, haben noch Bilder in denen die Häuser und Schlösser kurz nach der Privatisierung annehmbar aussehen.Kommt man heute zu den Schlössern ,nach ca .20 Jahren des Buchdruckes, findet man unter Umständen nur noch Mauerreste und Ruinen.
Das Gebiet des Schlösschens ist natürlich eingezäunt,aber wer nichts wagt,der sieht auch nichts :biggrin: .
Es befindet sich in Privatbesitz und die letzten Renovierungsarbeiten(am Dachstuhl) waren 1989.
IMG_0839.JPG

IMG_0842.JPG

Eigentümer ,welche die 460 ha Land bewirtschafteten,waren eine Familie Pelke und später bis zum Kriegsende eine Familie Waschau.
Über deren Verbleib(ob vertrieben oder...) ist mir nichts bekannt.
Das war an diesem Tag nicht das letzte Schloss,welches wir uns"reinzogen".
Beim nächsten wurden wir eingelassen.
Wie sagt man,Fortsetzung folgt...
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Zuletzt geändert von ETS-Fan am 14. September 2017 11:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon samasaphan » 13. September 2017 09:16

Ich war auch gern mit Krad im Baltikum - einmal auch über 10 Tage. Würde gern auf einer neuen Tour mitkommen, gern auf kleinen Städtchen / Dörfern....

Wurzeln liegen tlw. in Marienburg und auch in Allenstein.

Fuhrpark: BMW K100RS 4V (1991) bis 07/2015; BMW K1200RS (1997) ab 08/2015; Fahrrad Fendt Cardano Comfort - Kardanantrieb, statt Kette (1984), --
ehemalige: MZ ETZ 250 bis 2012; MZ TS 125 bis 1986; Simson SR50CE bis 2012; Simson SR2 bis 1986; Honda CX 500 (1981) bis 2012
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 13. September 2017 10:24

samasaphan hat geschrieben:Ich war auch gern mit Krad im Baltikum - einmal auch über 10 Tage. Würde gern auf einer neuen Tour mitkommen, gern auf kleinen Städtchen / Dörfern....

Wurzeln liegen tlw. in Marienburg und auch in Allenstein.

Ich bin auch fast nur Nebenstrassen gefahren,das ist einfach entspannter(viele Polen sind lebensverachtende Überholer) und man sieht mehr.Außerdem hat es das Ziel manchmal auch nicht anders möglich gemacht.Es wird sich wohl ein kleines Grüppchen bilden ,was man dann auch unter einen Hut bringen kann.Mal sehen.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon georgd. » 13. September 2017 10:49

Hallo,
das würde mich auch reizen. Hab schon oft drüber nachgedacht, das Ganze aber wieder verschoben, auch wegen der Sprache.Es geht zwar irgendwie immer, entspannter ist es aber doch, wenn jemand dabei ist , der sich verständigen kann. Wenn es zeitlich passt, wäre ich gerne dabei.
Gruß Georg

Fuhrpark: ETZ 250 Gespann/85, ES 250 Gespann ( zerlegt), TS 250 Gespann,TS 250, ETZ 250,BMW 90/S Gespann/76, Yamaha RD 400/79,RD 250/74,Maico MD 250/76 ,Ural 650 Gespann,SR 500,Mercedes W123- 200D/81,selbstfahrende Bandsäge mit Deutz- Verdampfer,viele andere Baustellen (div. Japaner, Quicklys, Mokicks, Mopeds, Mofas etc.)
georgd.

 
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 15. September 2017 02:31

Von Workallen/Warkaly ging es dann wieder 37 km in nord/westliche Richtung nach Ponarien/Ponary
IMG_0845.JPG
und auch zurück nach Reimerswalde/Ignalin.Der Gutshof befindet sich auf einer Anhöhe am Nariensee,äußerst romantisch gelegen.Seht ihr diese Wölkchen ?Die gibt es echt nur hier.
IMG_0886.JPG

Der Schlosspark zieht sich am Ufer des See´s entlang.
IMG_1344.JPG

Ich freute mich schon darauf ,denn es gab dort eine architektonisch sehr schön gestaltete Schmiede.Mein schlaues Buch äußerte sich dazu wie folgt"...besonders beachtenswert ist die Schmiede westlich des Herrenhauses mit einem Arkadenvorbau,Glockentürmchen und einer grossen Backstube..."
IMG_1341.JPG

Ei Gott, was ist denn das,fast nur noch der Schornstein zu sehen und das war doch wirklich mal eine hübsche "Werkstatt".
IMG_0849.JPG

IMG_0859.JPG

Langsam begriff ich,"du machst das jetzt richtig,erst in 10 Jahren mit der MZ,da wird nichts mehr da sein".
Das Haus,
IMG_1343.JPG
präsentierte sich irgend wie anders als in meinem Buch, alles war verschlossen und die Fenster weit geöffnet.
IMG_0869.JPG

Ich fragte die anwesenden "Dörfler"wie man denn zum Schloss kommt(natürlich gibt es einen Hintereingang :twisted: )und meine Frau lehnte ab mich weiter zu begleiten(wenn ich auf die immer gehört hätte ,gäbe es doch nichts zu berichten).
Also ab runter zum See und da war auch schon die Bresche im Zaun.
IMG_0861.JPG

IMG_0862.JPG

Ja, das Gebäude gehörte privaten Investoren aus Elbingen/Elblag ,aber auch sie ,denke ich haben die Pflicht ,das Anwesen zu erhalten und wenn geschichtlich wertvoll ,es Besuchern zugänglich zu machen.
Für mich stand fest:500 % geschichtlich wertvoll!
Bilder hatte ich gemacht,schwupps über den Zaun nach draußen,aber die geöffneten Fenster reizten mich schon.
...da ,läuft einer barfuß im Schlosshof!!!"Wem gehört denn das Gutshaus eigentlich",rief ich ihm zu ,bevor er im Haus verschwinden konnte.
Er kam aus Elbingen und der Besitzer war auch ein Geschäftsmann aus Elbingen/Elblag.Er passt hier auf,wenn ich Lust hätte ,könnte ich mir das Haus von außen ansehen,(gerne,aber hab ich schon :biggrin: )Er hat dann an meiner Grammatik entdeckt,daß ich kein Pole bin und fragte mich ob ich mit hineinkommen möchte.Hat er bestimmt nicht das erste mal gemacht.Ich rief erst mal meine Frau dazu und überprüfte was an" Eintrittsgeld" da war.Kleinster Schein waren 50 Zlotych(12,00 Euro),Scheiße ein bisschen viel dachte ich,aber was ich dann sehen durfte ,war für mich völlig ausgeglichen ,für die paar Moneten.
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IMG_0893.JPG

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Urkundliche Erwähnung über Po-narien-am Narien-see gibt es schon ab 1334.
Vorbesitzer waren die Familie Behrenreuter und im 17.Jhr.Familie Schoultz von Ascherade(Ascherode???).
Friedrich von Groeben kaufte das Gut Ende des 17 Jhr. und vererbte es dann weiter an seinen Neffen ... von der Groeben.Das Haus wie man es jetzt sieht ,entstand Ende des 17.Jhr. durch Umbau und Erweiterung eines früheren Bau`s.Über die Architektur schreibe ich eigentlich nichts ,da ich kein Kenner bin,was mich wirklich interessiert ist die Geschichte.Vielleicht gibt es ja Verbindungen zu Orten (der Forumsmitglieder)und dann kommt plötzlich ein aaah.
Schön wenn ihr so was entdecken würdet.
Auch heute zieren noch die Wappen der von der Groeben das Haus.
Familienwappen an der Nordseite von Ernst Wolfgang von der Groeben und seiner Frau ,geb. von Ostau(1743)
IMG_0853.JPG

IMG_0854.JPG

Nächster Umbau und Wappenverewigung war dann in der zweiten Hälfte des 19.Jhr.
Wilhelm Artuhr von der Groeben und seine Frau Agnes von Kleist ließen dieses Wappen 1893 über einer niedrige Terasse anbringen.
IMG_0874.JPG

Das Datum 1837 mit den Wappen der Familie von der Groeben und der Freihherrn von Dörberg ist das Hochzeitsdatum der damaligen Besitzer. Arthur mit Augusta Freiin(Freiherrin???) von Dörberg.
IMG_0870.JPG

Wirtschaftsgebäude für die 1250 ha sind nicht mehr erhalten.Der letzte Besitzer ,von der Groeben(Graf Konrad Karl), flüchtete im Januar 1945 mit seiner Frau.
Seine Mama :Benita, geb.Finckenstein eine Gräfin (dürft ihr euch merken ,kommt irgend wann noch mal vor)blieb mit einigen Gutsangestellten zurück.
Sie spielte mit dem russischen Kommandanten(bestätigt durch "Fremdenführer" und Buch)noch Schach.Sie gewann sogar(laut "Fremdenführer"),
verlor aber im nahen Wald ihr Leben durch Erschießung.Die Angestellten wurden alle verschleppt.
Das Haus wurde nicht gebrandschatzt.
"Von der Inneneinrichtung blieben die Kachelöfen erhalten und die schön geschnitzte Treppe".Da weiß ich mehr.
"Die neuen Besitzer wollen hier eine exklusive Pension einrichten"Das sehe ich auch etwas anderes.
Nach dem Krieg pachtete eine Toruner/Thorner Firma das Haus baute es um und schickte die Kinder der Angestellten in die Sommerferien(mit 14,15,16 war ich auch in Lychen im Sommerferienlager,kann mir gut vorstellen wie toll es die Kinder da hatten).
Heute machen viele Polen ihren Urlaub im Ausland( ist einfach billiger) und solche Einrichtungen gehen dann kaputt.Also,der nette Herr sagte mir er öffne die Fenster,damit gelüftet wird und ich habe auch keine schimmelige Wand gesehen.Ich dachte schon da wohnt noch jemand.
Somit war diese Entdeckung ein voller Erfolg.Beim nächsten Mal stromer ich durch den Wald.

Gruß

und noch ein paar Bilder dazu...
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Lorchen » 15. September 2017 07:54

Das ist ein schöner Lost Place. :ja:
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 19. September 2017 02:22

Tigerente hat geschrieben:Moin Rü!
Gerne mehr. Schöne Bilder!
Bist Du auch schon mal in Königsberg gewesen? Meine Vorfahren kommen aus Juditten.
Herzliche Grüße aus Frankfurt am Main
“Tigerente“ Jörn

Vielleicht weißt du ja schon genau wo du suchen mußt in Juditten,wenn wir eine Gruppe bilden könnten,dann wäre es nicht schlecht wenn man das nördliche Ostpreußen dazu nimmt.Die großen Häuser/Schlösser gibt es schon faktisch nicht mehr,wenn aber irgendwo ein Haus steht und ein russischer Bürger drin wohnt und dieses Haus deinen Eltern/Großeltern gehörte, dann besteht die Möglichkeit ,was an Geschichte zu erfahren ,auch wenn es nur die deine ist.
Wenn ich Glück habe bekomme ich 2017/18 den Weihnachtsurlaub,dann kläre ich mal ab ,wo eine Motorradgruppe Unterkunft findet.
Ich habe da zwei Möglichkeiten,bei Robert einem Bekannten meiner Jugend,der hat ein Haus am See .Nicht weit weg von Reimerswalde, auch an einem See gibt es ein paar Holzhäuser.Die Werbekärtchen hatte ich entsorgt nun besteht Bedarf.Ich weiß eben nur nicht ob da dann für "trabbimotorrad"genug Platz zum zelten ist,ich möchte mir das schon noch mal ansehen.Unter die 31 Obstbäume meiner Schwiegermutter könnte man auch 20 Zelte stellen :twisted:
Es sind nur 40 Km zur russischen Grenze!!
Ein Wöchelchen ist aber schon recht knapp für so eine geschichtsträchtige Region(da ham wa nich ma Zeit zum Pilze suchen).Man muß halt Schwerpunkte setzen.
Wenn es Interesse gibt,meldet mal was an.Einer möchte vielleicht die Marienburg besuchen und der andere das Grab seiner Vorfahren.Benutzt dazu einfach mal meine PN.
Ob das 2018 wird kann ich nicht wissen,mit Einschränkung ,ja.
Aber ordentlich wird das wohl eher dann in 2019.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon SaalPetre » 19. September 2017 10:55

ETS-Fan hat geschrieben:
Tigerente hat geschrieben:Moin Rü!
Gerne mehr. Schöne Bilder!
Bist Du auch schon mal in Königsberg gewesen? Meine Vorfahren kommen aus Juditten.
Herzliche Grüße aus Frankfurt am Main
“Tigerente“ Jörn

Vielleicht weißt du ja schon genau wo du suchen mußt in Juditten,wenn wir eine Gruppe bilden könnten,dann wäre es nicht schlecht wenn man das nördliche Ostpreußen dazu nimmt.Die großen Häuser/Schlösser gibt es schon faktisch nicht mehr,wenn aber irgendwo ein Haus steht und ein russischer Bürger drin wohnt und dieses Haus deinen Eltern/Großeltern gehörte, dann besteht die Möglichkeit ,was an Geschichte zu erfahren ,auch wenn es nur die deine ist.
Wenn ich Glück habe bekomme ich 2017/18 den Weihnachtsurlaub,dann kläre ich mal ab ,wo eine Motorradgruppe Unterkunft findet.
Ich habe da zwei Möglichkeiten,bei Robert einem Bekannten meiner Jugend,der hat ein Haus am See .Nicht weit weg von Reimerswalde, auch an einem See gibt es ein paar Holzhäuser.Die Werbekärtchen hatte ich entsorgt nun besteht Bedarf.Ich weiß eben nur nicht ob da dann für "trabbimotorrad"genug Platz zum zelten ist,ich möchte mir das schon noch mal ansehen.Unter die 31 Obstbäume meiner Schwiegermutter könnte man auch 20 Zelte stellen :twisted:
Es sind nur 40 Km zur russischen Grenze!!
Ein Wöchelchen ist aber schon recht knapp für so eine geschichtsträchtige Region(da ham wa nich ma Zeit zum Pilze suchen).Man muß halt Schwerpunkte setzen.
Wenn es Interesse gibt,meldet mal was an.Einer möchte vielleicht die Marienburg besuchen und der andere das Grab seiner Vorfahren.Benutzt dazu einfach mal meine PN.
Ob das 2018 wird kann ich nicht wissen,mit Einschränkung ,ja.
Aber ordentlich wird das wohl eher dann in 2019.

Dafür
Gruß Christian

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon trabimotorrad » 19. September 2017 11:34

Da ich hoffentlich im Jahr 2019 noch leben tu, ist es mir eigentlich egal, ob wir 2018 oder 2019 dort hin fahren. Da ich keine ostpreußische Verwandtschaft habe, mich nur dieses Gebiet und seine Lost Places ganz arg interessieren, werde ich mein Möglichstes tun um die Gelegenheit, dieses Gebiet mit einem sprachkundigen Führer zu befahren, wahr zu nehmen. :ja:
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Tigerente » 19. September 2017 12:43

Moin!
2019 wäre mir symphatischer, kann dann bei der noch lebenden Verwandtschaft vielleicht noch etwas in Erfahrung bringen. Und ansparen.
Und meine Hufu besser kennen lernen.
Grüße Tigerente Jörn

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Klaus P. » 19. September 2017 15:29

Ich weiß ja nicht ob das alles unter einen Hut zu bekommen ist:

Verlassene Wohnsitze, Steinehaufen, Spurensuche braucht noch mehr Zeit u. einen Sprachkundigen.
Ich habe auch das gesucht, es braucht aber auch Zeit und eine Langsamkeit der Reisegeschwindigkeit.

Reisezeit Ende Juni - Juli, Fahrrad mitnehmen o. kleine Motos.

Gruß Klaus
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 20. September 2017 12:14

Hallo Klaus,
wir werden das Beste daraus machen.Ich kann nun aber leider nicht meinen Freizeitmangel,den Anspruch meiner Familie nach gemeinsamen Urlaub und die Größe dieser Unternehmung ignorieren.Wenn ich mal Vorruheständler oder Rentner werden sollte ,kann man das alles ein bisschen langsamer angehen.Ich schrieb ja schon am Anfang,das ich gerne mal mit dem Rad fahren würde.Wir picken uns ein paar schöne Sachen heraus und sehen uns die in aller Ruhe an.
Schöne Motive hast du da fotografiert.
Ich habe noch 7 von diesen Büchern,da gibt es noch so viel zu entdecken,das hebe ich mir vielleicht bis nach meinem Arbeitsleben auf.

An alle die da mitmachen wollen: Es passt mir schon eher in 2019,da ich im Oktober schon seitens meines Arbeitgebers den Urlaubsantrag für 2018 abgeben muss und das mir doch etwas zu schnell geht.
Gruß
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon TS Jens » 21. September 2017 13:02

Hallo

Ich würde auch Interesse bekunden. An einer Tour durch Ostpreußen. Mir würde es auch reichen 3 oder 2 Tage mit jemanden mit zufahren der Deutsch kann, und die Geheimtipps kennt.
Bei den meisten ist die Urlaubsplanung 2018 schon gelaufen. Wenn würde es eh erst 2019 was werden.

Du schreibst wenn du Rentner oder Vorruheständler wirst hättest du mehr Zeit. 8) 8)

Ein Nachbar von mir wollte auch alles machen wenn er Rentner werden würde.
In späten Lebensjahren kam dann Nierenversagen und Blutwäsche.
Er hatte dann mit seinem Körper zu tun.
Möge er in Frieden ruhen.

Wenn man alles paßt Familie / Zeit / Geld dann sollte man es machen.

Ich bekunde größtes Interesse an einer Ostpreussentour 2019.

Gruß Jens

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Egon Damm » 21. September 2017 20:34

2019 ist für uns auch möglich.

Mal zu den polnischen Dosenfahrern außerhalb geschlossener Ortschaft. Du fährst 100. Der Dosenfahrer
bleibt hinter dir. Dann kommt ein Schild Kurve. Die Mittelmackierung ist durchgezogen. Da du fremd bist,
nimmste Gas weg. Und schon setzt der polnische Dosenfahrer in der Kurve welche nicht einzusehen ist
an dich zu überhohlen. Kommt einer entgegen drängt der dich eiskalt ab, weil er seinen Überhohlvorgang
nicht abbricht.

Bahnübergang unbeschrankt: In der Nähe von Elk gibt es eine stillgelegte Gleisanlage die völlig zugewachsen
ist. Der Pole bleibt stehen, schaut nach links und rechts um festzustellen wie dick die Baumstämme zwischen
den Schwellen sind.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon mz-schrauber » 21. September 2017 20:55

...man sollte auf poln. Hauptverkehrsstraßen schon mit ein paar Wassern vorher gewaschen sein... (Anreise) ansonsten ist der Nordosten ein sehr schönes Land :-)

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Egon Damm » 21. September 2017 21:03

da stimme ich dir zu. Wir waren schon drei mal mit unseren Mopeten in Polen und sind auch mit diesen
wohlbehalten zu Hause angekommen. Was wir bei unser ersten Reise nach Kolberg auch nicht wussten
ist die Sache mit den Zebrastreifen. Der polnische Dosenfahrer hält erst an, wenn der Fußgänger einen
Fuß auf dem Zebrastreifen hat.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon RenéBAR » 21. September 2017 21:20

mz-schrauber hat geschrieben:...man sollte auf poln. Hauptverkehrsstraßen schon mit ein paar Wassern vorher gewaschen sein... (Anreise) ansonsten ist der Nordosten ein sehr schönes Land :-)


Ich war ja erst letzte Woche mit dem Moped in Polen unterwegs und habe auch verwundert feststellen müssen,
dass der Pole als Autofahrer auf den Straßen die Sau raus lässt, aber ansonsten
sehr hilfsbereit und freundlich ist.
Und das, obwohl mein Polnisch nicht so prickelnd ist.......... :scherzkeks:
Im Osten geht die Sonne auf.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Egon Damm » 21. September 2017 21:47

Ca. 95 % der Polen sind katholisch und haben immer 3 Schutzengel bei sich. Ja, wirklich gibt es da sehr viel
zu sehen und erleben. Hilfsbereitschaft haben wir auch gehabt bei einer defekten Batterie. Und mann muss die
Landessprache nicht zwingen sprechen,lesen und verstehen können. Egal wo wir dort waren fand sich ein
Mensch der deutsch oder englisch verstehen und sprechen konnte.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 21. September 2017 22:50

TS Jens hat geschrieben:Hallo

Ich würde auch Interesse bekunden. An einer Tour durch Ostpreußen. Mir würde es auch reichen 3 oder 2 Tage mit jemanden mit zufahren der Deutsch kann, und die Geheimtipps kennt.
Bei den meisten ist die Urlaubsplanung 2018 schon gelaufen. Wenn würde es eh erst 2019 was werden.

Du schreibst wenn du Rentner oder Vorruheständler wirst hättest du mehr Zeit. 8) 8)

Ein Nachbar von mir wollte auch alles machen wenn er Rentner werden würde.
In späten Lebensjahren kam dann Nierenversagen und Blutwäsche.
Er hatte dann mit seinem Körper zu tun.
Möge er in Frieden ruhen.

Wenn man alles paßt Familie / Zeit / Geld dann sollte man es machen.

Ich bekunde größtes Interesse an einer Ostpreussentour 2019.

Gruß Jens

Ich schaue mir ja jetzt schon jedes Jahr was an,ich denke mal mit 56 ist Schluss mit ,das halbe Jahr nur für den Staat arbeiten.
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... Staat.html
Ist leider ein Fakt und wir könnten es doch so schön haben.
Wieso soll ich denn für meine Rente noch weiter arbeiten,wenn die dann eh nur besteuert wird und nicht mehr abwirft.
Also gebe ich mich mit einer niedrigen Rente ab 67 zufrieden,die gar nicht besteuert wird oder wenig(Freibeträge)und für den Zeitraum bis zur Rentenerwartung und der Zeit der Rente muss ich selber vorsorgen.Hab ich gemacht.Wenn ich mit 56 abtrete habe ich halt Pech gehabt,alles kann man nicht planen.Aber die Zeit ab 56 soll nur noch mir und meiner Frau gehören(Naja,wenn die Kinder noch Hilfe brauchen,geht`s nicht gleich in den Vorruhestand :lach: ).Ich hoffe das hatte jetzt nicht all zu viel mit Politik zu tun,denn ich denke es verstößt sonst gegen die Forumsregeln. :oops:
Es wird auch schön sein,ohne Motoren,mit dem Rad über´s Land zu fahren.Da brauch man nicht viel.
Wenn du mitmachen willst,nur zu.Die Sprache ist eigentlich nicht wirklich ein Problem.Die Polen sind in aller Welt zu Hause und da findet sich auch eine Sprache.
Kleine Geschichte:Unsere Hochzeit war in Polen.Meine Familienmitglieder konnten bis auf meinen Vater kein Wort polnisch.Die Familie meiner Frau,bis auf einen Onkel mit Grundschuldeutsch kein Wort deutsch.Nach einigen Gläsern Wodka haben sich alle verstanden.Mein Großvater schwärmte bis zu seinem Tod von der schönen Feier und auch alle anderen erzählen heute noch von diesem schönen Tag.Wie haben die sich alle verstanden?Ich war ja nicht ständig zum übersetzen da.Das was man hatte ,hat man eingesetzt und es war gut so.

Gruß
Rüdiger

-- Hinzugefügt: 21. September 2017 23:58 --

Egon Damm hat geschrieben:2019 ist für uns auch möglich.

Mal zu den polnischen Dosenfahrern außerhalb geschlossener Ortschaft. Du fährst 100. Der Dosenfahrer
bleibt hinter dir. Dann kommt ein Schild Kurve. Die Mittelmackierung ist durchgezogen. Da du fremd bist,
nimmste Gas weg. Und schon setzt der polnische Dosenfahrer in der Kurve welche nicht einzusehen ist
an dich zu überhohlen. Kommt einer entgegen drängt der dich eiskalt ab, weil er seinen Überhohlvorgang
nicht abbricht.

Bahnübergang unbeschrankt: In der Nähe von Elk gibt es eine stillgelegte Gleisanlage die völlig zugewachsen
ist. Der Pole bleibt stehen, schaut nach links und rechts um festzustellen wie dick die Baumstämme zwischen
den Schwellen sind.

...nit uffrjeen Ejon,du kennst die Deppen und danach fährst du.
In Kroatien wollt mich einer ständig ausbremsen,da bin ich rechts ran und hab ein Päuschen gemacht,der Dödel hat tatsächlich 2 Minuten auf mich gewartet und ist dann erst weiter.
Gruß
Rüdiger

-- Hinzugefügt: 22. September 2017 00:17 --

Egon Damm hat geschrieben:da stimme ich dir zu. Wir waren schon drei mal mit unseren Mopeten in Polen und sind auch mit diesen
wohlbehalten zu Hause angekommen. Was wir bei unser ersten Reise nach Kolberg auch nicht wussten
ist die Sache mit den Zebrastreifen. Der polnische Dosenfahrer hält erst an, wenn der Fußgänger einen
Fuß auf dem Zebrastreifen hat.

Das Gesetz sagt aber in Polen das gleiche wie bei uns aus(nur kein Schwein hält sich dran),"hat der Fussgänger auch nur die Absicht die Strasse zu überqueren" mußt du halten,ansonsten passt der Rest auch,vorsichtig und vorrausschauend sich dem Überweg nähern.Bäuerinnen,alte Männer,Jugendliche überhaupt alle verhungern schon manchmal an den Schnellstrassen.In den Städten weiß man schon eher bescheid.
Fährt da einer hinter mir zu nah auf ,dann bremse ich an solchen Stellen konsequent ab(muß ja schauen ob da einer kommt).Ist er ein Idiot,dann überholt der da auch.
Es sind nicht nur die Dosenfahrer.Ich bin in Warschau mit nem Taxi gefahren,2x,so was hab ich noch nicht erlebt....
Schluß damit.
Gruß
Rüdiger

-- Hinzugefügt: 22. September 2017 04:42 --

Wenn man das letzte Haus in nord /westlicher Richtung von Reimerswalde/Ignalin hinter sich gelassen hat,beginnt nach einem grossen Feld der Wald.Kennt vielleicht noch jemand die polnischen Trickfilme von “Lolek und Bolek“?In einem Film spielt die Geschichte sich im Wald ab,Bolek findet einen deutschen Stahlhelm,Pilze,scharfe Munition(aus dem 2.Weltkrieg)verläuft sich und findet tierische Freunde.Ich erinnere mich immer wieder an diesen Trickfilm da ich nun schon regelmäßig in den Wald gehe, um Pilze zu sammeln,habe mich aber trotzdem schon zwei mal verlaufen und hatte dann fast 15 Km Marsch hinter mir,weil ich mich so was von verfranzt hatte.Es gibt alle möglichen Pilze,gesammelt werden aber nur die „Richtigen“/Prawdziwiki.Den Wald gab es so in der Zeit des 2.Weltkrieges noch nicht,denn es befinden sich dort drei kleinere Bunker,welche zu einer grossen Bunkerkette und Hauptkampflinie der Deutschen Wehrmacht gehörten.Gewundert habe ich mich beim ersten mal,“wie haben die durch die Bäume geschossen“? Die Bunker sind fast alle zerstört,bis auf den in Neuendorf/Nowa Wies,welcher direkt im Grundstück eines Bauern steht und zur Kartoffelaufbewahrung dient.Ein weiterer zerstörter Bunker steht neben einer Scheune und Wohnhaus in diesem Dorf.Es sieht schon sehr grotesk aus.Weitere Bunker müssen auf den Feldern und kleineren Waldstücken in der Nähe des Dorfes zu finden sein,laut Aussage eines Einheimischen.Ein Onkel meiner Frau bot dieses Jahr an ,mir die Bunkerkette zu zeigen.Aus zeitlichen Gründen hat es aber diesmal nicht geklappt.So habe ich mir die zwei in Neuendorf selbst angesehen,aber die so wichtigen Bilder nicht gemacht,da ich den Bauern nicht nerven wollte(die füge ich später mal ein).Die zurückgelassene Munition in den Bunkern bei Reimerswalde ,diente den Onkel meiner Frau damals ,zum Spiel.Erst wurde ein Feuer gemacht und dann warf man die scharfen Patronen von MG und Karabiner hinein.Natürlich suchten sie dann das Weite und bestaunten den Krach.
Aus der Zeit des Krieges ist mir diese Geschichte bekannt.
Als die Rote Armee das erste mal in Reimerswalde erschien wurden die zurückgebliebenen weiblichen Bewohner des ersten Hofes auf den die Soldaten trafen herausgeholt,um sie zu vergewaltigen.Eine polnische weibliche Hilfskraft der Bauern, welche nicht mit antreten musste, stellte sich noch schützend vor die Frauen und beteuerte deren Freundlichkeit.Das war den Soldaten wohl zu viel und sie stürzten sich auf die Polin.
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Wehrmacht ihre Stellungen schon verlassen,die Russen zogen wieder ab ,um einige Tage später den Ort zu besetzen.
Der Mann der mir dies erzählte ,kam vor einigen Jahren mit einem Reisebus voll alter Menschen in das Dorf.Von ihm erfuhr ich auch,dass in dem Haus meiner Frau früher ein Stellmacher und ein Schuster lebten,also zwei Familien.Einer von ihnen ist an die Ostfront eingezogen worden und nicht zurückgekehrt,der andere ist nach Westdeutschland geflohen.
Schade,die Reisegruppe musste weiter nach Heilsberg/Lidzbark Warminski ,sonst hätte ich ihn noch mehr fragen können und wiedergekommen ist seit der Zeit auch keine Reisegruppe mehr.
Er sagte mir noch,dass Reimerswalde ein sehr grosses(die Zahl ist mir entfallen,möglich das es 3000 zu jetzt 600 Bewohnern waren) Dorf gewesen ist,“mit viel mehr Einwohnern und Häusern“,die zerfallen und abgerissen sind.
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Zuletzt geändert von ETS-Fan am 23. September 2017 02:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 23. September 2017 01:10

Einen 300 km Ausflug unternahm ich allein,meine kleine Familie hatte ich mit meinem intensiven geschichtlichen Interesse etwas überbeansprucht,an einem Nachmittag in Richtung Heilsberg/Lidzbark Warminski,Bartenstein/Bartoszyce , Rastenburg/Ketrzyn und bog vor Rastenburg links nach Korschen/Korsze ab,um dann weiter auf der 590 nach Dönhoffstädt/Drogosze zu kommen.
Das Schloss Dönhoffstädt ist so groß,wie die Geschichte der Familie Dönhoff und zählt zu einem der drei Königsschlösser in Ostpreußen,wo Könige und Fürsten,bsp.-weise auf dem Weg von Berlin nach Königsberg,würdige Ruhepausen einlegen konnten.
Durch familiäre Verbindung zu den Erstbesitzern,Fam.Rautter,gelangte das Schloss,welches zu der Zeit anders aussah in der Mitte des 17.Jhr.in den Besitz,des aus Westfalen stammenden Geschlechts der Dönhoffs.
Ritter Hermanus,ein Vertreter dieser Familie war im 14.Jhr.vom Dunehof an der Ruhr nach Livland gekommen,wo er zum Begründer der livländischen Linie der Dönhoffs wurde.Wie ich vermute, wird er wohl im Livländer Schwertbrüderorden,welcher 1237 sich mit dem Deutschen Orden vereinigte, gegen die heidnischen Pruzzen gekämpft haben und so zu Macht,Reichtum und Ansehen gekommen sein.(Stimmt auch,habs gerade noch mal nachgelesen).Die Familie hatte sich südlich von Riga angesiedelt.Im Jahr 1620 kam dann Magnus Ernst Dönhoff nach Ostpreußen und begründete die preußische Linie.Durch die ständigen Kämpfe ,im Laufe von 200 Jahren,geschwächt ,unterzeichnete 1561 in Wilna ,der livländische Orden vor dem polnischen König die Unterwerfungsurkunde.
So kam es ,das ein Teil der Dönhoffs polnisch wurde,nämlich der ,der seine Besitztümer nördlich der Düna hatte und der Teil der sie südlich hatte blieb deutsch(herzoglich-kurländisch).Eine Vertreterin der südlichen/deutschen Linie ist die ehemalige Herausgeberin der Zeitung „Die Zeit“,Marion Gräfin Dönhoff.Die südliche /polnische Linie spielte eine nicht unbedeutende Rolle in der polnischen Geschichte.Man sieht daran, das den Menschen die Nation eher unwichtig war,man blieb auf seiner Scholle sitzen.Der polnische Zweig starb 1791 aus.
Das Schloss entstand 1710-1714 nach einem Entwurf von John Collas,in Anlehnung eines Entwurfes von Jean de Bodt(J.de Bodt,der war so was wie der Chefarchitekt für die Familien Dönhoff und Dohna und war ein frz.Hugenotte,geflohen nach Holland)dessen Relief(J.Collas) man auch in der Orangerie sehen kann.
Die letzten dönhoffschen Besitzer waren Stanislaus und Angelika Dönhoff,welche den Besitz mit fast 6000 ha Land,ihrer Nichte Gräfin Marianne Stolberg-Wernigerode vererbten.Diese Familie lebte und wirtschaftete bis 1945 hier.Graf Udo Stollberg-Wernigerode ließ 1884 symbolische Sarkophage für die letzten Dönhoffs,Stanislaus und Angelika,in der Schlosskapelle errichten(einzig erhaltene Gedächtniskapelle in Ostpr.)Möbelstücke und ein Teil der Ahnenportraits kann man im Allensteiner/Olsztyn Museum betrachten.
Nach dem Krieg 1954-1991 befand sich hier eine Landwirtschaftsschule,man kümmerte sich um den Park und es gingen auch einige Dekors des Garten „verloren“.Laut meines Buches,:“ist der neue private Eigentümer nicht in der Lage die notwendigen Sanierungsarbeiten zu finanzieren.Nun hat das Schloss wieder einen neuen Privatbesitzer,der aber bis Ende Sommer 2001 nichts zur Sicherung des Gebäudes getan hat“.
Das Gebäude hat den Krieg unbeschädigt überstanden,nun nagt wieder die Zeit am Gemäuer.
Am Schloss angekommen stand das Haupttor offen,aber es sah nicht so aus,als das man es besichtigen konnte.Ich durchquerte den Hof und vor der Eingangstür warteten schon 2 Paare aus Deutschland.Ich klopfte, aber niemand war zu sehen.Also ging ich zu einer Bewohnerin eines Nebenhauses und fragte ob man in das Schloss könne.Sie sagte,dort müsse schon eine ältere Frau sein ,die uns hereinlassen würde.Also noch mal an die Scheibe geklopft,aber es rührte sich nichts außer die Scheibe,die bedenklich wackelte.So wurde das nichts,die Mitbesucher warteten,denn sie wußten,vor vielen Jahren sind sie auch schon mal eingelassen worden.Ich bin dann über den Zaun von hinten an das Schloss und schlug kräftig gegen eine Tür die zur Kapelle führte.Endlich,eine alte Frau öffnete mir und ich bat sie zu warten,dann rief ich die restlichen Besucher durch ein kleines Tor heran und es konnte losgehen.Es war nicht möglich alle Etagen zu besichtigen,das heißt,das Dachgeschoss war unbegehbar oder für den Keller hatte die Frau schon keinen Schlüssel mehr.Sie paßt auch auf dieses Schloss auf und wenn es Interessierte gibt ,öffnet sie die Tür(für ein kleines“Eintrittsgeld“,wie hoch,das entscheidet der Besucher).Das Baudenkmalamt mache dem Investor Schwierigkeiten sagte sie mir.Na dann soll er doch so machen,wie die wollen dachte ich mir.Wäre dies mein Schloss so würde ich zumindest im Sommer Führungen mit alten Geschichten anbieten und so ein wenig die Sanierungskosten einspielen.Ich gab ihr 8 Zlotych und die anderen gaben auch.Ich war sehr zufrieden mit dem Gesehenen.

So,lassen wir die Bilder sprechen...

-- Hinzugefügt: 23. September 2017 03:52 --

Als nächstes geht es nach Arklitten am Arklitter See und dann zu meiner Lieblingsburg in Barten.
Der Platz reichte leider nicht aus(nur 40 Bilder zum hochladen),hier der Rest.
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Tigerente » 23. September 2017 08:04

Sehr schöner und informativer Bericht. Dankeschön!!!
Grüße Tigerente

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Nordlicht » 23. September 2017 08:14

Lust schon....aaaaaaaaaaber bald könnte es gehen.....
Gruß Uwe.
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Lorchen » 23. September 2017 08:26

Unglaublich, und alles dem Verfall preisgegeben.
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 24. September 2017 01:48

Ich muß mal feststellen,das nicht nur mich dieses Thema fasziniert.Mir kommen zwar nicht gleich die Tränen in die Augen ,wenn ich was von diesem "verlorenen"Land lese,aber es bewegt mich schon.Selbst in meinem Dorf(wo ich weiter aufgewachsen bin), in Sachsen gibt es Leute oder gab es,die mit dieser "Melodie "in der Stimme unverkennbar aus Ostpreußen stammten.Einerseits finde ich es schön,das an den Burgen und Schlössern nichts gemacht wurde,und wir sie so erleben dürfen wie sie einstmals erbaut,aber es ist auch höchste Zeit,dass Sanierungsarbeiten ausgeführt werden,denn sonst bleibt unseren Nachfahren nur noch die Illustration aus den Büchern.
Es lebe das Leben
Gruß
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-- Hinzugefügt: 24. September 2017 03:12 --

trabimotorrad hat geschrieben:Hallo ETS-Fan. Ich habe ja an der "jährlichen Wallfahrt" zur Wolfschanze ein paar mal teilgenommen, aber in Zwischen ist es mir zu stressig und vor Allem ist dieser Teil der Welt/Europa/Polens, das ehemalige Ostpreußen, mir zu schade, um da da durch zu heizen und ich bin auch kein Hotelschläfer.
Aber mit einer Gruppe, die da dieses Landschaften sich so richtig "reinziehen" wollen und deshalb auf kleinen und kleinsten Sträßchen es befahren wollten, zum Übernachten Wildcampingplätzen, Campingplätzen, oder Bauernhöfe bevorzugen würden, vielleicht noch mit einem "Reiseführer" der nicht nur die touristischen Highlights, sondern die wirklichen Highlights, kennt, oder glaubt zu kennen, da wäre ich gerne dabei und das darf auch gerne eine Woche oder so, dauern.
Auch habe ich die "historisch belastet Bauschuttdeponie" so oft gesehen, das mich ich es für reine Zeitverschwendung halte, in diesem Ruinengebiet auch nur fünf Minuten verbringen... Polen, oder Ostpreußen, hat sicher mehr zu bieten, als Stahlbetonreste eines Größenwahnsinnigen :ja:

Es ist sicherlich schon ein Ritual,und darum darf man es auch hoch leben lassen,aber jeder hat so seine eigene Ansicht vom Erleben.Ich kann auch 6 Tage Urlaub(sind dann 14 Tage in 2019 )mehr beanspruchen,das heißt vielleicht 14 Tage in" Ostpreußen"Nur wenn ihr auch die Stange haltet,sonst beantrage ich das als" Gehaltserhöhung".Jo,das ist die Bahn.

Gruß

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon trabimotorrad » 24. September 2017 08:25

Wenn es dann, 2019, tatsächlich zu 14 Tagen reichen würde, dann würde ich bis zum Reisetermin zwei langstreckentaugliche MZ auf bauen, (eine für Marianne :love: und eine für mich) würde dann beide auf einem PKW-Anhänger zum Basislager befördern, um dann gemeinsam die Langsamkeit zu genießen.
Mit einer großen BMW, dann auch noch zu zweit, auf kleinen Landsträßchen zu fahren, das ist sehr anstrengend und macht keinen Spaß (ob jetzt in Deutschland, Polen oder Portugal ist dabei egal)
Aber mit 17PS 6 bis 700Km Anfahrt zum Basislager, das geht aufs Material und macht auch keinen Spaß :(
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 24. September 2017 11:39

Ich werde wohl auch (wie ich es vorhatte)in aller Ruhe eine MZ hochfahren und diese dort "deponieren".Dann wäre das kein Stress die 1200 Km hinter mich zu bringen.Ich will euch ja dann nicht den Spaß/Zeit verderben,nur weil ich irgend wo in der Pampa stehe.
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Egon Damm » 24. September 2017 17:53

Das ist ein guter Ansatz Achim. Wir werden trailern aus dreierlei Gründen. Wir haben mit unseren Dicken
schon viele Kilometer in Polen abgespult. Leider sind uns die kleinen Wege entgangen, weil das unsere Dicken
nicht so gut abkönnen. Darum leihe ich mir einen Anhänger und lade unser Ackergaulgespann auf. Zudem sind
wir (PKW) vorhanden vor Ort, bei miesen Wetter unabhängig. Das haben wir auch gemacht wo wir 10 Tage stlich von Elk
waren. 8 Personen, 6 Mopeten. Sprinter mit Anhänger kam zum Einsatz.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 25. September 2017 01:13

Arklitten/Arklity liegt am Arklitter See etwa 4 Km südlich der russischen Grenze Oblast Kaliningrad.Von Dönhoffstädt/Drogosze kommend bin ich hier auf einer Nebenstrasse über die Dörfer Modgarben/Modgarby und Fritzendorf/Fraczkowo gekommen.
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Ich finde das echt nett,dass die Polen in Anlehnung an die alten Stadt-und Dorfnamen diese umbenannt haben.Ganz anders als die Ortschaften die im russischen Teil verblieben sind.
Das Arklitter Schloss präsentiert sich mir in meinem Buch schon als Ruine.Jetzt gab es die Frage ob gerettet oder nicht,denn das Bild zeigte den Zustand von 1994 und es waren 23 Jahre vergangen.Ich fragte nach der Ruine,da ich kein Schloss oder eine Zufahrt erblicken konnte und man wies mir den Weg in das Dorf hinein.Da ich immer noch nichts sehen konnte,fragte ich einen mich musternden Mann.Er sagte ,“da steht nichts mehr“ und ich dachte „das überläßt du mal mir ,ob da noch was steht“.
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Er meinte ich solle zwei mal rechts durch die Häuser durch.Das tat ich dann auch und stand auf einem Bolzplatz ,auf dem mir das Gras bis zur Brust stand(…wie spielen die hier denn Fußball ?).Zwei mal rechts war ich schon gegangen und ich sah hier nur noch Bäume und Büsche, die ein Fortkommen fast unmöglich machte.Also trotzdem hinein und ich mußte wieder zurück,da der nahe See hier zu spüren war.Die Schuhe waren naß,trotzdem sah ich den See nicht vor lauter kopfhohem Gras und Buschwerk.Nun nahm ich schon an,daß da wirklich nichts mehr aufeinander steht.
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Beim anstrengenden Rückmarsch „lächelten“ mich dann aber doch die Mauerreste des Schlosses an.Von den 4 Säulen der Frontfassade sind nur noch zwei klägliche Reste geblieben.Da vor konnte ich mit klopfendem Herzen die einstige Auffahrtsrampe erkennen.Ich bewegte mich vorsichtig durch die Überreste des Schlosses,da ich schon von Unfällen durch herabfallende Steine gehört hatte.Ein einziges Dekorelement konnte ich noch finden und ein Farbrest auf dem Putz ,der das Haus einst in gelber Farbe erstrahlen ließ.
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Vor wenigen Tagen waren wir in Rastenburg/Ketrzyn im Burgmuseum gewesen,da habe ich unbewußt die einstige Wappenkartusche der ehemaligen Eigentümer fotografiert.
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Seit Beginn des 16.Jhr.bis Januar 1945 gehörte das Schloss dem aus Franken stammenden Geschlecht der Egloffsteins.Die Ahnen dieser Familie waren mit dem Deutschen Orden im 14.Jhr.nach Preußen gekommen und der Orden belohnte das fleißige „Heiden schlachten“mit grossen Ländereien.Im 16.Jhr.besaß Leonard Egloffstein schon mehrere Güter und die nachfolgenden Familienmitglieder taten das Ihre dazu.
Für seine militärischen Verdienste unter König Friedrich Wilhelm den Zweiten wurde Albrecht Dietrich Gottfried von und zu Egloffstein mit dem erblichen Grafentitel belohnt und er war es auch der das Majorat von Arklitten gründete.Die Egloffsteins bekleideten im preußischen Staats-und Militärwesen bedeutende Ämter .
Unter den Familienmitgliedern gab es auch eine Julia von und zu…,welche malerisch begabt war.Ihre Skizzen,Bilder und Portraits von J.W.Goethe hingen lange Zeit im Schloss,bis man sie in den 1930 er Jahren nach Weimar in das Goethe-Schiller-Archiv brachte.Dort sind sie immer noch,wer von den Thüringern mal Lust hat….Andere Arbeiten der Dame gingen aber mit samt dem Schloss verloren.Ein Einheimischer sagte mir am Ende meiner Schlossentdeckung,das in Rastenburg noch 7 oder 8 ihrer Bilder hängen.(hab da nicht so aufgepaßt)Der Erbauer des Schlosses war von 1780-1782 Albrecht D.G.von und zu…
Der Architekt ist unbekannt,soll aber nach der Familientradition ein Italiener gewesen sein.Oberhalb der 4 Säulen soll die Wappenkartusche aus Kupfer gehangen haben.
1918 wurde noch einmal umfangreich saniert.Das Haus bekam Strom und Wasser+Abwasserleitung .
Letzter Eigentümer war Graf Heinrich von und zu…,welcher seit 1941 an der Ostfront kämpfte.Seine Frau verließ mit den Kindern Arklitten im Februar 1944.
Ich kann es gar nicht glauben,aber das Schloss blieb unversehrt vom Krieg,klar es wurde geplündert,so wie viele Schlösser.Man gründete auch hier einen landwirtschaftlichen Betrieb nach dem Krieg und in dem Gebäude befanden sich bis Ende der 1970 er Jahre ein Kindergarten,Büros und Wohnungen.
Ein derbes „Pfui“an meine polnischen Nachbarn,das Schloss,nicht renoviert,ungepflegt und verwahrlost,wurde verlassen und dem Verfall preisgegeben.1998 erwarb ein privater Investor den Bau mit Parkanlage und hatte eine orginale Wiederauferstehung vor.Bei diesen Absichten ist es auch geblieben.Ich denke manchmal,viele „Investoren“haben die Schlösser nur als Spekulationsobjekte erstanden.Möchte nicht wissen wieviel Schmiergeld da geflossen ist.
In Rastenburg befinden sich von der einstigen grossen Sammlung nur noch ein Komplett Meißner Porzellan.Weiterhin erinnern nur noch ein Spiegel,eine Wandlampe und eine Vase an die Einrichtung des Hauses.
Auf dem Friedhof im nahen Molteinen/Moltajny befindet sich ein Grabdenkmal von Albrecht und Henriette von und zu Egloffstein.
Die schöne Kirche(bin sonst kein Kirchenliebhaber)stand auch unter der Obhut der Egloffsteins.Sie stifteten die erhaltene Orgel und den Altar.
Ob der letzte Eigentümer den Krieg überlebt hat und vielleicht sogar nach Franken(ist nur eine Vermutung) zu Frau und Kindern zurückkehren konnte,wer weiß….

Hier noch mal ein Nachtrag(UPDATE?)
Dieser Graf Heinrich von und zu Egloffstein hat 1943 die Witwe seines im Sommer 1941 gefallenen Bruders Albrecht in Molteinen geheiratet.
Sein Sohn nannte er nach seinem Bruder,Albrecht.Die Familie lebte nach dem Krieg wohl in Gronau/Westfalen und nicht wie von mir vermutet in Franken,da der Sohn Albrecht dort geboren wurde.
Über Albrecht (der Sohn)konnte man etwas bei Wiki finden und auf den Vater(Heinrich)zurückführen.
Gruß
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Zuletzt geändert von ETS-Fan am 3. Oktober 2017 02:45, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Lorchen » 25. September 2017 08:49

So eine Schloß- und Ruinentour ist auch was für mich. :ja:
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon mz-schrauber » 25. September 2017 09:32

Lorchen hat geschrieben:So eine Schloß- und Ruinentour ist auch was für mich. :ja:



...in Anlehnung unserer jährlichen "Sommerausfahrt"? :mrgreen:

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 30. September 2017 00:07

Lorchen hat geschrieben:So eine Schloß- und Ruinentour ist auch was für mich. :ja:

Jetzt werden wir erst mal 2019 schauen,wenn es gut wird,dann könnte man jedes Jahr eine Schlösser/Burgen und Ruinen Tour zu einem anderen Zeitpunkt wie der Wolfsschanzen-Tour planen.Zwei Wochen in 2019(so zusagen als Einführung) und eine Woche würde ich gerne in Zukunft auch für dieses Abenteuer(ja,doch Abenteuer)reservieren.Ich fahre gerne und viel Motorrad,aber doch meist nur im Auftrag,Einkaufen und zur Arbeit. Was ich allein noch an Aufnahmen von Schlössern und Burgen habe ist schon groß,was aber in diverser Literatur noch zu entdecken gibt ist echt riesig.Wenn es gefällt ,fahre ich gerne jedes Jahr ein Stück weiter ,bis alles (es wird nie alles sein)entdeckt ist.
Morgen haue ich dann mal noch Barten rein,also heute Abend,wenn ich nicht so spät heimkehre.
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 1. Oktober 2017 12:01

Im Deutschen Ordensstaat zogen die Mönche mit der Waffe in der Hand aus ,um das von den Pruzzen oder Prußen eroberte Land zu sichern und zu befrieden.Ein Mittel dazu waren auch die Burgen,von denen es vier verschiedene Bautypen gab.Ja,da gab es auch schon "Ordnung",man baute nicht wild drauf los.Der Deutsche Ordensstaat war wohl der best` organisierteste Staat zu jener Zeit.
„Meine Lieblingsburg“ hier in Barten/Barciany ,ist die einer Pflegerburg und liegt zwischen Arklitten und Rastenburg im Land der Barten,einem ehemaligen prußischen(heidnischen) Stamm.Die Bartenburg am Fluß "Liebe" thront einsam auf einer Anhöhe,einst umspült vom jetzt größtenteils ausgetrockneten „Großen Mühlenteich“und wirkt so, sehr beeindruckend.
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Es fröstelte mich beim Anblick im Dezember Anno 2014 :surprised: und ich konnte mir gut vorstellen,welch hartes Leben sich hier damals abgespielt haben musste.
Es war in den späten Nachmittagsstunden,als ich das erste mal vor dieser einsamen und düsteren Burg stand.Zu der Zeit nahm ich an ,sie sei „orginal“,war sie aber nicht,trotzdem gefiel mir der übersichtliche und vollendete Bau.Ich war zu diesen Zeiten, der einzige Besucher im Jahre 2014(Winter) und 2017(Sommer).
Als die Ordensritter den Landstrich Barten am Ende des 13.Jhr. völlig erobert hatten wurde die vorhandene Wehranlage der Barten genutzt und ausgebaut(Holz-Erde Burg).Die jetzige Burg wurde an anderer Stelle,unweit der prußischen Siedlung erbaut,ursprünglich als Komturburg.
Solche sind viel größer und haben andere Aufgaben,wie eine Pflegerburg,daher ist diese Burg in Barten auch so groß,obwohl nur Pflegerburg.
Burgen wurden dauernd umgebaut und ihrem neuen Zweck angepasst.Wirkliche orginale mittelalterliche Burgen gibt es kaum ,meist sind sie vom Eigentümer zum Schloss umgebaut.Wer wollte auch schon gerne in dunklen ungeheizten Räumen hocken.
Hochmeister Winrich von Kniprode entschied, eine neue Komturei(so was wie ein Verwaltungbezirk) in den süd/östlichen Randgebieten des Ordens zu gründen und so begann man 1377 mit dem Bau an dem heute ersichtlichen Ort,wobei Barten zum Hauptsitz der Region wurde.Beim Bau wurde man den Aufgaben einer Komturburg gerecht,die den Ansprüchen an ein Klosterleben und den Amtaufgaben des Komturs(Verwalters) genügen mußten.Man plante vier Burgflügel von denen nur zwei realisiert wurden.
Allerdings kam es 1385 vor Bauschluss zur Planänderung,man bestimmte die näher an der Südostgrenze liegende Burg Rhein/Ryn zum Sitz der Komturei und Barten wurde zum Pflegeramt „herabgestuft“.
Die Ordensritter planten neu und der Bauumfang wurde verringert,vor allem aber,wurde auf ein aufwändiges Wehrsystem verzichtet.Ganz auf Abwehr verzichtete man nicht,so wurde der Fluss "Liebe" aufgestaut und der" Große Mühlteich" als natürlicher Schutz gebildet.Da wo es keinen Wasserschutz gab ,wurden höchstwahrscheinlich tiefe Gräben angelegt.
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Es gab einen repräsentativen Ostflügel,durch den auch das Tor ging und den niedrigeren ,aufgrund der neuen Aufgaben als Pflegerburg ursprünglich geplanten,Nordflügel.
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Der Rest der Burg wurde mit Umfassungsmauern ausgestattet und nicht wie früher geplant mit zwei weiteren Flügeln.Der Ostflügel ist unterkellert,in der Mitte des Hofes befand sich ein Brunnen,es gab eine Kapelle,Lagerräume für Lebensmittel,ein Zeughaus/Waffenkammer und vom Keller des Ostflügels kam man in das feuchte Verlies.Dort sind Halterungen an der Wand angebracht(für Folterwerkzeuge vielleicht).Die runde Bastei hat man erst Anfang des 15.Jhr.errichtet und war ein neuartiges Wehrelement und Antwort auf die Feuerwaffen.
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Während des Dreizehnjährigen Krieges gegen den Preußischen Städtebund und das Königreich Polen spielte die Burg keine wichtige Rolle(eher als Lebensmittellieferant) und blieb von Zerstörung verschont.
Nach 1525 entstand in Barten ein staatlicher Gutshof,danach 1580 ,errichtete der Hofbaumeister ,von Markgraf Georg Friedrich,Blasius Berwart(den kann man sich merken,der kommt noch mal) an der Westmauer einen heute noch stehenden großen Speicherflügel.Ab da hatte die Burg drei Flügel und die Südmauer,welche erst im 18.Jhr.durch ein Gebäude für den Gutsverwalter an der Stelle verändert wurde.
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IMG_1241.JPG

Barten bekam 1628 vom Kurfürst Georg Wilhelm das Stadtrecht,verlor es 1945 aber wieder.Nach 1945 wurden im ehemaligen repräsentativen Ostflügel, Wohnungen für Arbeiter gebaut(wie mag das ausgesehen haben) und im Erdgeschoss ein Speisesaal.Das Gebäude für den Gutsverwalter wurde durch ein neues ersetzt.
Seit 2000 ist die Burg in Privatbesitz und der Eigner hat vor ein Hotel-und Konferenzzentrum in der Burg entstehen zu lassen( :rofl: ).
Nach 17 Jahren,sieht die Burg aus,wie..., vor 17 Jahren.Schade!
Es fanden aber auch schon Forschungs -und Konservierungsmaßnahmen statt.So sind wenigstens die Dächer gesichert und es waren auch die vielen Fenster bis 2014 verschlossen.2017 bin ich nun das zweite mal an der Burg gewesen und einige der „verbretterten“Fenster standen offen.Wie lange hält die ca.im Jahr 2000 verbaute Dachpappe eigentlich noch?
In 2018 werde ich noch mal dort hinfahren und im Ort Barten beim Gemeindeamt jemanden suchen(Dorfschulzen/Soltys), der den Eigentümer kennt und der uns vielleicht einen Einlass in 2019,verschaffen kann.Viel Hoffnung mache ich mir allerdings nicht,aber wer nichts (fr)w-agt,der sieht auch nichts.Und zu sehen gibt es da wirklich interessante Details,die ich hier nicht alle aufzählen möchte,sonst gibt es dann kein ahhh....
Gruß
Rüdiger
(staatlich beglaubigter Schlösser- und Burgenfetischist(+Ruinen)) :lol: :lol: :lol:
Hier noch ein paar Bilder und weiter ging es an diesem schönen Tag in das Dorf Seehesten/Szestno wo noch eine Burgruine auf mich wartete.
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Nordlicht » 1. Oktober 2017 12:15

ein Bildbericht erster Klasse..danke dafür...
Gruß Uwe.
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 1. Oktober 2017 12:31

Nordlicht hat geschrieben:ein Bildbericht erster Klasse..danke dafür...

Danke :oops:

-- Hinzugefügt: 2. Oktober 2017 02:02 --

trabimotorrad hat geschrieben:Wenn es dann, 2019, tatsächlich zu 14 Tagen reichen würde, dann würde ich bis zum Reisetermin zwei langstreckentaugliche MZ auf bauen, (eine für Marianne :love: und eine für mich) würde dann beide auf einem PKW-Anhänger zum Basislager befördern, um dann gemeinsam die Langsamkeit zu genießen.
Mit einer großen BMW, dann auch noch zu zweit, auf kleinen Landsträßchen zu fahren, das ist sehr anstrengend und macht keinen Spaß (ob jetzt in Deutschland, Polen oder Portugal ist dabei egal)
Aber mit 17PS 6 bis 700Km Anfahrt zum Basislager, das geht aufs Material und macht auch keinen Spaß :(

Achim,da wo wir hin wollen sind es einfache Strecke 1200 Km und du wohnst ja nicht so weit weg von mir.
Gruß


-- Hinzugefügt: 2. Oktober 2017 02:28 --

Tigerente hat geschrieben:Moin Rü!
Gerne mehr. Schöne Bilder!
Bist Du auch schon mal in Königsberg gewesen? Meine Vorfahren kommen aus Juditten.
Herzliche Grüße aus Frankfurt am Main
“Tigerente“ Jörn

So,jetzt muß ich mal dumm fragen,sind deine Vorfahren normale Bürger aus Juditten,oder sogar die Besitzer des Schlosses in Juditten?
Ist ja hoch interessant :shock: ,und das Schloss soll auch noch stehen.
Am Ende bist du noch ein adliger MZ-Fahrer :D .
Gruß
Rüdiger

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Tigerente » 2. Oktober 2017 08:43

Moin Rü,
hast eine PN.
Grüße aus Sellin
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon TS Jens » 2. Oktober 2017 20:09

8) 8) Ich habe gerade auf der Karte nach Ignalin geschaut und festgestellt das ich 2013 von meiner Reise von Litauen nach Danzig ( außen rum um Kaliningrad) fast da durchgefahren bin.
Die Gegend um Orneta und Warminski habe ich richtig urig in Erinnerung. Ich glaube Ornetta hat mich an das alte Ostpreußen erinnert.

Ich war auf der Marienburg. Und da war eine Karte mit Fotos von den Ordensstandorten. Die in Polen sahen noch einigermassen aus. 8) Die in Russland waren komplette Ruinen. 8) 8)
Welche Bedingungen muß man erfüllen um nach Kaliningrad rein zu kommen ??

Gruß Jens

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 3. Oktober 2017 01:13

Man braucht nur ein Visum,welches man auch vor Ort in Heilsberg/Lidzbark Warminski beantragen kann.Welche Version günstiger ist ,weiß ich noch nicht.Das Visum vor Ort kaufen,oder hier in Deutschland.Kosten wird das so aber um die 60-80 Euro ,glaube ich mich zu erinnern.
Meinst du in etwa so eine Karte?Hier fehlt der russische Burgenteil.
IMG_7376.JPG

IMG_7269.JPG


Gruß


-- Hinzugefügt: 3. Oktober 2017 03:50 --

Über Arklitten gibt es im Text einen kleinen Nachtrag :wink:
Gruß
Rüdiger
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon TS Jens » 4. Oktober 2017 19:54

Ja so ähnlich war das auf der Marienburg. So eine Karte mit den Standorten. Und an den Seiten oder Wänden drum herum war der einzelne Standort und ein aktuelles Foto aufgeschlüsselt.
Die Burgen in Russland waren nach den Fotos nur noch Ruinen oder in schlechtesten Zustand. ( die Fotos sahen aus wie aufgenommen in den 2000er Jahren / einigermaßen aktuell)

Hier ist die Webside der Marienburg vielleicht finde ich die Karte noch.

http://www.zamek.malbork.pl/index.php?lang=de

Es ist also möglich in Polen Visa für Kaliningrad zu kaufen ?? Ich hatte nur mal gehört das man ein Hotel buchen müßte um ein Visa zu bekommen ??

Gruß Jens

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 4. Oktober 2017 20:23

Ja,also irgend eine Anlaufstation muß man da schon haben(Hotel oder ähnliches),aber ich glaube das ist nur obligatorisch.Mein Werkstattmeister in Heilsberg/Lidzbark W. hat sogar ein Jahresvisum für Russland/Kaliningrad.Er hat mich diesen Sommer drauf angesprochen,ob ich nicht mal mit rüber fahren will und meinte ich könne das Visum als EU Bürger auch hier beantragen.Der holt da immer Braunkohle,Diesel,Fisch und ....
Gruß
Rüdiger

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