Asturien - Das etwas andere Spanien

Wir war der Urlaub bzw die Fahrt mit der MZ ?

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Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon g-spann » 8. August 2019 13:44

Teil I

Sommer 2018,
auf der Rückfahrt aus den Seealpen, sagte die beste Frau von allen, es sei nach Elsass, Vogesen, Cevennen und den Seealpen jetzt mal genug mit Frankreich als Reiseziel… „Ich such mal was raus…“ – einige Kilometer später: „Ich hab da was: Asturien!“ – „Asturien???“ – „Ja, da gibt’s alles: Berge, entsprechend ordentliche Kurvenstrecken, Meer, Sandstrände, Steilküsten…ich hab auch schon eine Ferienwohnung, die sich ganz gut anhört, auf’m Bauernhof, sehr ruhig gelegen, naja, zum Einkaufen muss man immer fahren, aber das tun wir ja eh jeden Tag, oder?“ – „Hm, ok…ist ziemlich weit weg, oder?“ – „Japp, ca. 1700 km, dann haben wir halt zwei Tage Anfahrt…“ – „Ok, dann mach das klar!“ … Wir waren noch nicht mal in Deutschland…

Sommer 2019,
die Anfahrt begann ganz gut, Freitag mittags los, abends etwa 180 km südlich von Paris, in einem Automaten-Hotel eingecheckt, morgens nach dem Frühstück weiter Richtung Spanien…leider mussten wir uns die Autobahnen mit vielen tausend Franzosen teilen, die alle auf dem Weg zur französischen Atlantikküste waren; südlich von Arcachon ging‘s dann etwas flüssiger und bald, gegen 18:00 Uhr, erreichten wir die spanische Grenze, um dort festzustellen, richtig, mit Anhänger max. 80 km/h…ein kurzer Zeitcheck ergab, wir werden nicht vor 23:oo Uhr am Ziel sein…
„Kein Problem…“, sagte der Gastgeber, „…wir warten auf euch, unseretwegen müsst ihr euch nicht beeilen; von der Autobahnabfahrt führt eine 20 km lange Landstraße zu dem Hof, die letzten 6 km (sic!) sind etwas kurvig, also lasst es langsam angehen…“

Landstraße

Die Landstraße (das Motorradnavi kalkuliert für die 20 km 32 Minuten Fahrzeit!) entpuppt sich als Kurvenstrecke vom Allerfeinsten, etwas in der Art, wo man in manchen Gegenden zu Hause 30 km Anreise für in Kauf nimmt…na, das fängt ja gut an! Wir fahren auf den Hof, wo ein großer Hofhund uns nicht etwa bellend, sondern schwanzwedelnd und um Streicheleinheiten winselnd begrüßt…wohl ein Wachhund, der in der gewerkschaftlich organisiert ist und längst Feierabend hat…
Unser Gastgeber Martin ist ein vor 30 Jahren eingewanderter Deutscher, selbst passionierter Motorradfahrer und -schrauber, der eine Transalp fährt und mit seiner spanischen Frau hier lebt.

Die ersten Touren machen ganz schnell klar, dass es ratsam ist, trotz der grandiosen Ausblicke,

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immer den Straßenzustand im Blick zu behalten: Die in Frankreich übliche, großzügige Verwendung von Rollsplitt wird hier nicht so flächendeckend praktiziert, allerdings werden hier auch keine Warnschilder aufgestellt, wie das in Frankreich üblich ist…manchmal liegt das Zeug dann einfach da…Kuhfladen auf der Straße sind nicht nur der Reifenhaftung abträglich,

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sondern auch ein Hinweis auf das, was einen hinter der nächsten Kurve erwarten kann…

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Was das Betätigen der Hupe für die Kühe zu bedeuten haben sollte, hat denen wohl bisher keiner erklärt, aber, wenn man in Bewegung bleibt und sich berechenbar verhält (also nicht im Zickzack fährt), laufen sie einem auch nicht in den Weg…
Die Straßen sind, durch die Bank, überwiegend in gutem Zustand, man muss schon etwas Pech haben, um an eine, im Michelin-Kartenwerk weiß markierte, Landstraße zu finden, deren Zustand es mit dem übler Eifelstrecken aufnehmen kann…aber, wofür hat man Federwege?

Man trifft erstaunlicherweise ausgesprochen wenige Motorradfahrer hier,

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auch wenig motorisierte deutsche Touristen; dafür aber viele spanische Touristen aus dem Inland, von der Landbevölkerung unter dem, abfällig gemeinten, Begriff „Madrilenos“ subsummiert, was wohl sowas heißen mag wie „völlig mit den hiesigen (Verkehrs-)verhältnissen überforderte Städter“…
Wer einem jeden Tag begegnet, sind Jakobsweg-Pilger, die mit kurzen Hosen, Wanderstab und Strohhut auf Hape Kerkelings Spuren unterwegs sind; im Gegensatz zur romantischen Vorstellung von „Wandern in der Natur“ verläuft der Jakobsweg allerdings vielfach entlang der, mitunter vielbefahrenen, Straßen…

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Das Klima ist atlantisch geprägt, d.h. es weht meist ein frischer Wind, es kann zu blitzartiger Bewölkung kommen, und die Regenhäufigkeit passt so gar nicht zu dem, was man sich landläufig unter Spanien so vorstellt. Die Mitnahme der Regenkombis ist also grundsätzlich, jeden Tag, angeraten, weil man nie so genau weiß, ob es jetzt schon im nächsten Tal tüchtig regnet, obwohl man im strahlenden Sonnenschein los gefahren ist. Dafür ist hier alles grün, so grün, wie wir es zu Hause schon lange nicht mehr gesehen haben, und die Temperaturen sind angenehm, selten über 28, meist zwischen 21 und 24 Grad, was dem Motorradfahren in „vernünftiger“ Bekleidung schon zuträglich ist. Hat halt alles so sein Für und Wider, oder, wie ein vielen bekannter Schrauber aus Ruppichteroth sagte: „Irgendeinen Tod musst du sterben!“

Beim Einkauf im Supermarkt stellen wir überrascht fest, man kann sich nicht einfach an eine der Bedienungstheken, gleichgültig, ob’s die Fleisch-, Käse-, Wurst-, oder Brottheke handelt: Es gibt einen zentralen Automaten, an dem man vorher für jede Theke eine Nummer ziehen muss…die nachsichtig lächelnde Verkäuferin nimmt uns „excepcionalmente“ trotzdem dran und wir bekommen was für auf den Grill…das, nach Meinung unseres Gastgebers, beste hier erhältliche Bier gibt’s bei „Lidl“, heißt „Perlenbacher“ , kommt aus Frankfurt/Oder und wird stolz mit „Ley de Pureza“(Reinheitsgebot) beworben…das einheimische Bier wird aus Mais gebraut, weil die klimatischen Bedingungen den Anbau von Gerste, Roggen und Weizen nicht ermöglichen…naja, wenn’s richtig gekühlt ist, geht schlimmstenfalls auch Maisbier, bevor man Wasser trinken müsste…

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Wir fahren noch'n bisken...

Fortsetzung folgt...
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Zuletzt geändert von g-spann am 11. August 2019 18:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon Joachim » 8. August 2019 14:48

klingt cool! Bin auf die Fortsetzung gespannt

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Re: Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon y5bc » 8. August 2019 15:04

perlenbacher bier wird in Hannover abgefüllt. :D
wir laden das fast täglich dort.
wenns richtig kalt ist, kann man das mal trinken. aber richtig kalt kann man eigentlich jedes bier trinken.

nach nordspanien wollte ich vielleicht auch nochmal irgendwann mit dem Mopped.......vielleiccht als rentner, wenn ich noch kann
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Re: Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon g-spann » 11. August 2019 18:08

Tach zusammen,
heute zeigt das atlantisch geprägte Klima uns mal, was laut Wetter-App "leichter Regen, 4l/qm" bedeuten können...

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daher folgt hier nun:

Teil II

Auch an den Tankstellen Überraschendes: Selbstbedienung ist hier offensichtlich nur an den Automaten-Tankstellen üblich, hier kommt, wie in der guten alten Zeit, ein Tankwart, füllt unsere Tanks, sagt uns die Zapfsäulennummer und geht dann zum nächsten Fahrzeug.

Ein feucht-fröhlicher Grillabend (bzw. –nacht) mit unseren Gastgebern beschert uns nicht nur eine Menge Spaß mit dem Google-Übersetzer (Martins Frau spricht keinerlei Deutsch), sondern auch einige kulinarische Überraschungen, wie roter Thunfisch vom Grill, sowie eine Menge alkoholischer Getränke, was das nächste Frühstück auf die Mittagszeit verschiebt und deswegen auch nur eine kleine Tour an die Küste empfehlenswert erscheinen lässt.

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An der dem kantabrischen Meer zugewandten Seite (die Spanier nennen nur die westliche Seite der spanischen Halbinsel „Atlantik“, ganz gleich, ob es für die Franzosen einige Kilometer nördlich der Atlantik ist, oder nicht) ist quasi jedes Dorf ein Seebad, was in der spanischen Haupturlaubszeit von zahlreichen Bewohnern des Inlandes bevölkert wird. Für die das, in Großstädten übliche, Verkehrschaos gewohnte Fahrer schon unter der Woche schwer erträglich, am Wochenende ist man auf jeden Fall eher auf den ruhigeren Bergstraßen aufgehoben.

Was über diese hier bereits im Zusammenhang mit Kühen gesagt wurde, trifft natürlich auch auf allerlei anderes Getier, was so auf Bauernhöfen heimisch ist, zu: Hinter der nächsten Kurve bremst mich eine gackernde Hühnerschar, die, im Gegensatz zu Kühen, durch Hupen völlig aus dem Konzept gebracht, wild hüpfend und flatternd Fahrer und Maschine touchieren, beim Versuch, noch unbedingt vor diesem komischen Ding die andere Straßenseite zu erreichen.

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Die außerordentlich gute Befahrbarkeit der hiesigen Kurvenstrecken ist zu meiner Enttäuschung nicht meiner perfektionierten Fahrweise geschuldet, sondern eher der Straßenbaukunst der spanischen Tiefbauer. Wie unser Gastgeber Martin, der jahrelang im spanischen Baugewerbe unterwegs war, erklärte, handelt es sich, quasi flächendeckend, um „gerechnete Kurven“, d.h. jede Kurve hat von Anfang bis Ende den gleichen Radius; sogenannte „Hundekurven“, die zum Ende hin enger werden, wie man sie bei uns oder auch in Frankreich kennt, gibt es hier nicht. Mist, und ich war schon so stolz!

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Was sich hier, im kantabrischen Hinterland, anbietet, ist das Benutzen der Autobahn für Teile der Rückfahrt, wenn’s mal wieder länger gedauert hat als geplant. Merkwürdigerweise ist die Autobahn nur auf der „Einflugschneise“ von Frankreich aus gebührenpflichtig; ist man einmal hier, ist sie kostenfrei. Etwas unverständlich, aber dadurch, dass man hier zeitweise nur einen Schnitt von 35 km/h hinbekommt, was wir bei den ersten Tourenplanungen so nicht erwartet haben, nutzen wir dies auch das ein oder andere Mal. Auf der Autobahn wird an vielen Stellen mittels stationärer Anlagen die Geschwindigkeit gemessen. Freundlicherweise haben die Spanier ihre „Blitzkästen“ schön auffällig in „BMW-Westen-Gelb“ lackiert und für die Fahrer mit „Ultrakurzzeitgedächtnis“ auf der dem Fahrer zugewandten Seite mit der aktuellen Geschwindigkeitsbeschränkung versehen. Geblitzt wird übrigens generell von hinten, damit man von jedem Fahrzeug auch das zugehörige Nummernschild erwischt.

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Zu schnell zu fahren scheint hier, in dieser Gegend, allerdings nicht das durchgängige Problem zu sein (meine lieb gewonnenen Vorurteile, was südeuropäische Fahrer angeht, geraten ziemlich ins Wanken), eher das knappe Wiedereinscheren nach dem Überholen und eine, eher von den Franzosen in früherer Zeit bekannte, Sorglosigkeit beim Einparken (der ursprüngliche Sinn einer Stoßstange scheint hier noch bekannt zu sein). Diese zeigt sich auch an den Orten, wo die, mitunter richtig teuren Fahrzeuge, geparkt werden: Halb schräg auf der Fahrbahn stehend, ohne einen Gedanken an nachfolgende Fahrzeuge verschwenden, wo jeder deutsche Autobesitzer besorgt wäre, der nächste Fahrer würde ihm, auf der Suche nach einem Parkplatz, den Kotflügel rasieren.

Alkohol am Steuer wird mit z.T. drakonischen Strafen belegt (Führerscheinentzug nicht unter einem Jahr, satte Geldstrafen, Gefängnis, 31-90 Tage gemeinnütziger Arbeit usw.), eine dessen ungeachtete Sorglosigkeit ist zur Mittagessenszeit zu beobachten, wo man sich zu zweit eine Flasche Wein teilt, um dann fröhlich mit dem Auto wieder weg zu fahren. Möglicherweise wird hier auf dem Land nicht allzu oft kontrolliert.

In den Städten sieht man häufiger Polizisten, die mit verschränkten Armen am Straßenrand in Präsenz machen und das allgemeine Verkehrsgeschehen beobachten. Wenn sie dann irgendwann der Ansicht sind, die anwesenden Verkehrsteilnehmer hätten sämtliche Vorfahrtregeln vergessen, schreiten sie ein, sperren die Kreuzung bzw. den Kreisverkehr und regeln den Verkehr mittels Handzeichen und Trillerpfeife. Es scheint hier auch nicht üblich zu sein, den Fußgängern an einem Zebrastreifen den Vortritt zu lassen, wie wir aus den überraschten Blicken und Reaktionen der Fußgänger schließen…naja, nett sein macht auch schon mal Spaß!
Ebenso wenig scheinen Frauen auf eigenem Motorrad zum allgemeinen Straßenbild zu gehören, was uns auffällt; in aller Regel findet die Konstellation Frau-Motorrad, wenn überhaupt, dann nur in Verbindung mit dem Soziusplatz statt.

Abends sehen wir, dass nicht nur die Alpen, sondern auch die "Picos de Europa" glühen können...
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Bis demnäx!
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Gruß aus dem Niederbergischen,

Gerd

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Re: Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon Klaus P. » 13. August 2019 21:29

Schöner Bericht aus eine tollen Gegend, hat Spaß gemacht zu lesen.

Und die Picos, schau dir den Zeitplan/Etappen der Vuelta an oder überhaupt die Straßen in den Bergen Spaniens.
Die Bergetappen aller Rundfahrten waren für mich immer ein Inspiration Gegenden zu besuchen.

Beste Grüße
Klaus

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Re: Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon Bambi » 14. August 2019 13:09

Hallo Gerd,
feiner Bericht, tolle Bilders!
Schöne Grüße, Bambi
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Asturien - Das etwas andere Spanien, Fortsetzung

Beitragvon g-spann » 19. August 2019 15:23

Teil III
Da uns die Picos de Europe, vom Balkon aus gesehen, immer nur von Norden anlachen, haben wir uns mal aufgemacht, sie aus dem Süden zu betrachten. Hier bietet sich Fuente De an, ein Ort mitten in den Picos, der außer einer Seilbahn nach oben auf die Spitze, eigentlich nichts zu bieten hat.
Der Ort bildet das Ende einer Sackgasse, von dort geht es höchstens noch zu Fuß weiter. Die kürzeste Strecke zu dem 51 km Luftlinie entfernten Ort beträgt 136 km, die Strecke sieht auf der Karte vielversprechend aus. Die längere Strecke über die Pässe, 174 km, hatten wir dieser Tage zum Teil befahren, um dann aber nach Westen abzubiegen und eine vermeintliche Abkürzung zu unserem Quartier zu nehmen.
Kilometermäßig war sie sicher kürzer, allerdings haben wir dort die vermutlich schlechteste Straße in weitem Umkreis erwischt: Baustelle an Baustelle, die meiste Zeit mussten wir im Stehen fahren; wenn’s gut lief, kamen wir auch schon mal in den dritten Gang…unser Gastgeber erzählte lachend, einer seiner Freunde, der eine BMW GS fährt, habe diese Straße „aus seinem Navi gestrichen“ (wie es halt so geht, wenn Honda-Fahrer unter sich sind).

Nun also die andere Strecke durch die Flusstäler und Schluchten; lässt sich zuerst auch wirklich gut an: Landschaftlich reizvoll,
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guter Straßenzustand, es läuft prima, bis wir zum Desfiladero de La Hermida kommen.

Eine sehr tiefe Schlucht, bis zu 600 m hohe Berge türmen sich links und rechts der Straße auf, eng, sehr kurvig, mit 21 km Länge die längste Schlucht Spaniens…leider aber auch die einzige Straße in der Gegend!
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Es herrscht dementsprechend hohes Verkehrsaufkommen, und das ist noch sehr euphemistisch ausgedrückt. Wir kommen uns vor, wie zu Hause auf der A 40, die, als „Ruhrschnellweg“ geplant, sich in der Praxis, wenn’s gut läuft, als „Ruhrschleichweg“, wenn’s schlecht läuft, als einer der größten Parkplätze der Region erweist.

Die schmale Straße, und auch die Überhänge der Schlucht, bieten nicht an allen Stellen genug Platz, um einen LKW und einen PKW nebeneinander her zu lassen, daher stockt es immer wieder; einige, mit der Straße deutlich überforderte Wohnmobilisten (wahrscheinlich wieder „Madrilenos“), machen die Situation auch nicht gerade besser.

Es fällt etwas schwer, die grandiose Schönheit der Schlucht zu genießen,
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wenn man gefühlt die halbe Zeit „Stop and go“ fährt; Jutta fährt mittlerweile oft im Stehen, um mit ihrem Bein dem heissen Luftstrom des Kühlerlüfters der Transalp zu entkommen.
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Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnet sich das Tal, die Straße wird breiter, der Verkehr fließt wieder normal und wir erreichen Potes.
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Der Ort scheint das regionale Zentrum des Tourismus zu sein, es ist so voll, als wären wir in einer Großstadt; es gibt hier sogar Ampeln, aber selbst hier stehen mehrere Polizisten und regeln den Verkehr.

Es folgt eine gut ausgebaute Landstraße, die in weiten Bögen durch die Bergwelt bis nach Fuentes De führt, eine gute Gelegenheit, die Temperaturen unserer Hondas wieder auf Normalzustand zu bringen.
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Letztendlich kommen wir um kurz vor 18:00 Uhr in Fuentes De an, um festzustellen, für eine Fahrt mit der Seilbahn ist es eigentlich schon zu spät am Tag, da noch eine Kleinigkeit eingekauft werden müsste, die Rückfahrt auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen würde, und wir ungern im Stockfinsteren die Bergstrecke zu unserem Quartier fahren wollten. Wir starten also zur Rücktour und verschieben die Aktion Seilbahn auf den nächsten Tag.

Am nächsten Tag starten wir früher, nehmen ein Stück Autobahn und suchen in Panes, einem kleinen Ort unweit der Autobahnabfahrt nach einem Cafe; ich finde einen Laden, vor dem einige Tische auf dem Bürgersteig stehen, auch ein Platz für unsere Moppeds direkt davor ist da.
Drinnen entpuppt sich der Laden als eine abenteuerliche Mischung aus Lebensmittelladen mit Wursttheke und allem, einem Mittelding aus „Tante-Emma-Laden“ und Haushaltswarengeschäft, einer Kneipe mit von fünf Personen belegter Theke, Bier vom Fass, klar, mit angeschlossener Küche…das alles auf nur etwa 60 qm…
Ich bin etwas im Zweifel, ob ich hier zwei „Cafe con leche“ bekommen werde, aber, nachdem die Frage „Grande?“ mit „Si, si!“ beantwortet ist, gar kein Problem.

Wir quälen uns erneut durch die Schlucht, der Verkehr ist nicht großartig besser als am gestrigen Tag, und kommen gegen halb drei in Fuente De an.
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Hier erfahren wir, dass die nächste, für uns mögliche, Seilbahn um 18:00 Uhr abführe, und wir dann auf keinen Fall vor 20:00 Uhr zurückfahren könnten…na, ok, August ist wohl nicht der richtige Zeitraum, um ohne Voranmeldung so etwas zu unternehmen…der Grund sind einige Reisebusse voller Touristen, die vor uns da waren und schon seit einigen Stunden auf „ihre“ Gondel warten.

Wir überlegen nur kurz und treten dann die Rücktour an, auf der wir noch ein paar Kleinigkeiten für die nächsten beiden Tage einkaufen. Am nächsten Tag ist ein Nationalfeiertag, da wird nirgendwo gearbeitet werden, selbst die Tankstellen haben dann geschlossen.

Beim abendlichen Grillen mit unseren Gastgebern erzählen wir davon; Martin meint, man könnte auch „mitten in die Picos“ fahren, quasi auf die Rückseite der Seilbahnstation, der Weg wäre allerdings „eine Piste, oder sagt man Erdweg?“…

Der nächste Tag ist mal ein Strandtag, die kantabrische Küste zeigt sich von ihrer besten Seite: Blauer Himmel, weißer Sandstrand, ein kühlender Wind und schön anzuschauender Wellengang…auch mal nett! Wir ziehen ab, als das Meer langsam an Land kommt und der Strand schmaler zu werden beginnt.

Am nächsten Abend kommen zwei seiner Motorradfreunde zu Besuch, sie kennen sich alle aus dem spanischen Transalp-Forum. Martin hat von ihnen als einziger noch eine Transalp, der eine der beiden, Carlos, fährt mittlerweile eine neue Africa Twin, der andere, Fernando, eine R 1200 GS ADV…

Wir verbringen einen ausgesprochen lustigen Abend, Jutta und ich haben aufgrund unserer Motorräder sofort einen Bonus; es werden natürlich auch viele Witze auf Kosten von Fernando und seiner „Bee-Emm-Uuhve“ gemacht, der sich, allein, vier Hondafahrern gegenüber sieht.

Martin erzählt, die Jungs seien „zum Fahren“ gekommen, sie wollten zusammen am nächsten Tag eine Tour machen, „in die Picos, nix Wildes, bisken Piste, wie sagt man, Erdweg? dabei, aber die Jungs sind auch echt flott unterwegs…“, und ich könnte gerne mit ihnen fahren. Ich überlege kurz, so schlimm wird die Piste ja nicht sein, dass die schwere BMW auf Straßenreifen da fahren kann und willige ein.
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Asturien - Das etwas andere Spanien, noch ne Fortsetzung

Beitragvon g-spann » 19. August 2019 16:14

Teil IV
Martin fragt, ob ich nicht besser die Koffer abnehmen wollte, der Piste wegen; er hat Sorge, die Halterungen könnten Schaden nehmen, aber ich vertraue den HeavyDuties da völlig und lasse sie dran. Wir starten zeitig, das Tal liegt noch im Nebel,
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Martin führt uns über zum Teil abenteuerlich anmutende Feld- und Waldwege den Berg hinunter, ich denke: „Aha, Piste, Erdweg, hm? Naja, das geht ja recht locker…“. Wir fahren ein Stück Autobahn und machen eine Pause an einer Strandbar.
Carlos kommt aus dem Landesinneren und ist zum ersten Mal an der Küste, er ist völlig begeistert. Nach unserem Kaffee, Carlos trinkt ein Bier, wuchten wir mit vereinten Kräften die im Sand stehenden Motorräder in die andere Richtung und fahren weiter auf geschmeidigen Landstraßen Richtung Picos de Europe; wir machen einen kleinen Abstecher zu einem Aussichtspunkt
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und suchen dann ein Lokal, um dort zu Mittag zu essen.

Martin erklärt mir das Prinzip der gemeinsamen Kasse; die deutschen Touristen würden in den Lokalen überwiegend deswegen negativ auffallen, weil sie immer jeder für sich zahlten, in Spanien sei es üblich, dass immer einer für den gesamten Tisch zahle. Soll noch mal einer sagen, Reisen bilde nicht…natürlich trinken die Jungs Wein zum Mittagessen, „macht das Fahren entspannter…“, ich bleibe bei Wasser.

Nach einem weiteren, schönen Stück Landstraße, mitten in einer Spitzkehre, biegt Martin unvermittelt in einen Feldweg ab, hält an und schärft uns die Verhaltensregeln im Naturschutzgebiet ein: Auf der Piste bleiben, keine zwei Meter links oder rechts davon fahren, keinen Abfall, auf gar keinen Fall Zigarettenkippen, irgendwohin werfen, die Strafen seien echt drakonisch.

Die Piste ist eine Schotter- und Geröllpiste mitten durch das Naturschutzgebiet und lässt sich ganz gut an. Wir fahren im Stehen, überwiegend im ersten Gang, es wird steiler, z.T. Steigungen von deutlich über zwanzig Prozent, die Steine werden größer, es wird felsiger und immer schwieriger zu fahren.
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Die BMW versetzt mit dem Hinterrad, Fernando kann sie so gerade noch abfangen und vor dem Bodenkontakt bewahren. Mit vereinten Kräften schieben und fahren wir die Kuh wieder in die richtige Spur und fahren weiter. Bei einer steilen Auffahrt, die nur aus kindskopfgroßen Brocken besteht, höre ich ein merkwürdiges Geräusch, stirnrunzelnd fällt mein Blick auf die Temperaturanzeige der AT: Roter Bereich; gleichzeitig kann ich das Geräusch identifizieren, das Kühlwasser kocht, und der Geruch von verdampfender Kühlflüssigkeit steigt unter meinen Helm.
Scheiße, was ist das denn? Ich registriere, dass mein Kühlerventilator nicht läuft und stelle den Motor ab.

Super Timing, mitten in der Kurve auf der Auffahrt, die noch gute zweihundert Meter vor mir zu erkennen ist, was allerdings nicht bedeutet, dass sie dann zu Ende ist. Möglicherweise geht es hinter dem Berghang, der die weitere Sicht auf die Strecke versperrt, noch weiter hoch.

Der so ziemlich blödeste Platz, um wieder anzufahren, aber ich will keinesfalls einen Motorschaden riskieren. Die AT wirft brodelnd und blubbernd das Kühlwasser aus dem Ausgleichsbehälter. Verdammt, verdammt, verdammt! Noch nie hat mich die Gute im Stich gelassen, ausgerechnet jetzt und hier!

Nach einer Weile kommt Carlos zu Fuß zurück und hilft mir, die AT wenigstens aus der Kurve an den Rand zu bugsieren. Ich packe mein Werkzeug aus und nehme Sitzbank und Seitenverkleidungen ab; der Ausgleichsbehälter ist komplett leer. Die Sicherung sieht gut aus, am Kühlerlüfter und seinen Anschlüssen ist nichts Ungewöhnliches zu erkennen. Ich fülle den Ausgleichsbehälter aus meiner Wasserflasche auf, der Kühler selbst ist voll. Aufgrund früherer Erfahrungen mit Flachstecksicherungen tausche ich die Sicherung mal auf Verdacht aus.

Martin kommt zu Fuß herunter, wir beratschlagen, wie wir weiter vorgehen. Die BMW sei mittlerweile oben, etwa sechshundert Meter weiter sei ein kleines Plateau.
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Danach gehe es noch etwa drei Kilometer weiter hoch, die Piste sei dort aber besser zu befahren. Der Weg zurück zur Landstraße sei auf jeden Fall weiter als der Weg auf die Kuppe, von der aus es dann wieder talwärts gehe. Also geht es weiter nach oben, schlimmstenfalls müsste ich der AT zwischendurch eine Abkühlpause gönnen oder eben den Kühlerventilator, zumindest hier auf der Piste, auf Dauerbetrieb umklemmen.

Nach mehreren fruchtlosen Versuchen, mit der AT auf dem Geröllhang wieder in eine fahrbare Spur zu kommen, bietet Carlos, der, seit er fünf Jahre alt ist, im Geländesport unterwegs ist, an, die AT das erste Stück hochzufahren, und ich willige dankend ein.
Man muss wohl auch mal schmerzliche Niederlagen einstecken, hm.
Völlig durchgeschwitzt klettere ich den Hang hoch
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(und das soll Urlaub sein? Aber ja!) und fahre weiter; Carlos packt sich Martin hinten auf seine AT und fährt hinterher.
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Die Kühlwassertemperatur bleibt im grünen Bereich, und, oben angekommen, höre ich, dass der Ventilator läuft…gutes Motorrad, es war wirklich nur die Sicherung!
Wir teilen uns unsere letzten Wasservorräte und lüften unsere durchgeschwitzten Klamotten.

Der Rest des Aufstiegs ist problemlos und wir sind geradezu erschlagen von der landschaftlichen Schön- und Wildheit.
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Diese Strecke ist das Schwerste, was ich bisher mit der AT gefahren bin; die Südrampe des Col de Tende, der Einstieg in die Ligurische Grenzkammstraße, ist dagegen der reinste Kindergeburtstag. Bei uns zu Hause wäre ein erlaubtes Befahren einer solchen Strecke völlig undenkbar.
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Nach einiger Zeit finden wir eine Quelle am Wegesrand und füllen unsere Wasservorräte auf.
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Immer wieder begegnen uns auch Allradfahrzeuge und Mountainbiker, die die Piste befahren und die Landschaft bestaunen.
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Die Abfahrt ins Tal gestaltet sich durch z.T. starke Gefälle (>25%) auf Geröll nicht gerade einfach, aber im Vergleich zum Aufstieg doch relativ locker.

Am Ende der Piste sind wir stolz wie die Kinder, auch ich, trotz der leichten Ego-Prellung; kein Sturz, kein Bruch, wir mussten auch kein Motorrad aufheben, wir sind echt froh, obwohl wir für die knappen 30 km gute zweieinhalb Stunden gebraucht haben.
Fernando sagt, dass er niemals diese Strecke gefahren wäre, wenn er vorher gewusst hätte, was da auf ihn zukommt.
Es ist aber auch wirklich faszinierend mitanzusehen, wie das schwere, dicke Ding auf Straßenreifen mit der Gelassenheit eines Panzers die Geröllhänge hinaufwalzt, sicherlich, mit der Unterstützung von Traktionskontrolle und ESA-Fahrwerk auf Stellung „Komfort“, aber trotzdem, alle Achtung! Wieder eins von meinen geliebten Vorurteilen, die es zu überprüfen bzw. zu revidieren gilt.

Ich entschuldige mich in aller Form für meine Lästereien des Vorabends, versichere ihn meines tiefempfundenen Respekts vor dieser Leistung, und Fernando nimmt die Entschuldigung lachend an. Carlos hat natürlich, am Beginn der Piste, alles an elektronischen Helferlein, was ging, abgeschaltet, weil, wo bliebe denn sonst der Spaß?

Mittlerweile, nachdem Carlos und Fernando ihren Reifendruck, den sie auf der Piste auf 1,0 bar abgesenkt hatten (natürlich haben die Schüsseln RDKS und können den aktuellen Reifendruck in ihrem Display ablesen), wieder aufgefüllt haben, ist es 19:00 Uhr und wir haben noch etwa 150 km über die Pässe vor uns, bis wir wieder zu Hause sind. Wir machen uns auf die Reifen und Martin und ich müssen feststellen, das Tempo der beiden können wir nicht halten. Nachdem ich bereits mehrmals mit den Fußrasten aufgesetzt habe, und wir trotzdem nicht mithalten können, schalten wir den berühmten Gang zurück und ertragen auf dem Pass mit Würde die Häme der beiden: „Espana top, Alemannes flop!“
IMG_1429.JPG

Als kleiner Trost bleibt uns der Gedanke an unser Leistungs-Handicap, 50 und 60 PS gegenüber 95 und 125 PS, aber der Verdacht, dass die beiden einfach die besseren Fahrer sind, ist kein leiser…manchmal muss man auch die Beschränktheit der eigenen Möglichkeiten anerkennen.
Wir schaffen es mit dem letzten Tageslicht auf den Hof, essen und trinken noch zusammen, während wir, unter dem gelinden Spott unserer Frauen („…hör’s dir an, wir Frauen müssen uns nicht dauernd gegenseitig rühmen und beweihräuchern…“), noch einmal den Tag Revue passieren lassen und gehen etwas früher als am Vorabend ins Bett.
Diaz duro – ein harter Tag!
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Gruß aus dem Niederbergischen,

Gerd

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Re: Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon Lausi » 19. August 2019 16:30

Edit: Ich habe der besseren Übersicht halber die drei Threads zu einem gemeinsamen Thread zusammengeführt.

Freundliche Grüße,
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Re: Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon Bambi » 19. August 2019 20:32

Hallo Gerd,
unfassbar! Einfach phantastisch!!!
Und es ist so gemein, daß die Anstiege auf den Fotos nachher immer wie leichte Spaziergänge aussehen. Ich habe das selbst auf Man erlebt. Als ich mit der Triumph Tiger Trail (ca. 170 kg, als Scrambler mit relativ wenig Bodenfreiheit 'gesegnet') dort einen mit großen Steinen gefüllten Gully mit abgestelltem Motor, eingelegtem 2. Gang und durch Kupplung ziehen und kommenlassen hintergehoppelt war sah der von unten rückblickend schon recht 'zahm' aus. Und auf dem Erinnerungsfoto - noch auf Papier - geradezu lächerlich. Daß ich mit meinem wertvollen Kleinstserienmotorrad dort die Hose bis zur Oberkante voll hatte glaubt mir nur ein Kumpel aus dem Big-Forum der einige Jahre später die gleiche Rinne mit der Dicken runtergefahren ist. Und der ist ehemaliger Amateur-Rallye-Fahrer ...
Danke für die Eindrücke und schöne Grüße, Bambi
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Re: Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon Joachim » 19. August 2019 20:46

die Straßen würde ich mit der ETZ ja noch gerne fahren - aber diese Piste: niemals! Obwohl - Wasser an der Emme kann nie kochen *duckundwech

Fuhrpark: habe ich
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Re: Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon g-spann » 20. August 2019 01:49

Bambi hat geschrieben:Und es ist so gemein, daß die Anstiege auf den Fotos nachher immer wie leichte Spaziergänge aussehen...

Ja, das stimmt :ja: ...und da, wo man selbst auf Fotos echt hätte sehen können, wie schwierig das Gelände war, hatte ich Werkzeug in der Hand und völlig andere Sorgen, als den Fotoapparat aus dem Tankrucksack zu nehmen und Fotos zu machen...die erste technische Panne (Reifenschaden zähle ich da nicht zu) mit der AT in den neun Jahren, die ich sie habe, hat mich dann doch etwas aus dem Konzept gebracht...die 30 Grad im nicht vorhandenen Schatten kamen da nur erschwerend hinzu... ;D

-- Hinzugefügt: 20/8/2019, 01:55 --

Joachim hat geschrieben:die Straßen würde ich mit der ETZ ja noch gerne fahren - aber diese Piste: niemals! Obwohl - Wasser an der Emme kann nie kochen *duckundwech

Die Straßen hier... mit der ETZ wär's der Knaller! Auf den kleinen Straßen wärst du hier der König: Klein, leicht, wendig und das für diese Straßen optimale Fahrwerk...ich bin sicher, du hättest hier damit einen Riesenspaß!
Gruß aus dem Niederbergischen,

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Re: Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon löwenherz » 20. August 2019 07:34

:gut: Danke für den Bericht............ich habe mit geschwitzt...........wunderschöne Landschaft..................
Jetzt, nicht irgendwann!
Tanzt, Tanzt, vor Allem aus der Reihe! Bild

Ahoi elkeMaria

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Re: Asturien - Das etwas andere Spanien

Beitragvon MarrsiMoto » Gestern 13:36

Danke für deinen schönen Bericht und die Fotos. Da packt einem gleich das Reisefieber. :)

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