Meine Reise nach dem Unfall

Wir war der Urlaub bzw die Fahrt mit der MZ ?

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Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 22. Oktober 2019 20:25

Es wird Zeit wieder Etwas zu erzählen,
viele haben mitbekommen das mein Urlaub im Mai ein schmerzhaftes Ende nahm, ich aber das Ziel hatte den geplanten "großen" Urlaub im Spätsommer wieder on Road zu sein. Hier gehts zum alten Fred: viewtopic.php?f=12&t=85095&start=50

Meine Hummel binnen 3 Monaten von Grund auf neu aufzubauen war ein Kampf gegen die Zeit aber ich habe es geschafft, mehr dazu später.
Ich versuche zeitnah wieder einen Reisebericht zu schreiben, bis dahin muss ich euch mit einem Video hinhalten damit Ihr euch freuen und grübeln könnt was wohl so passiert ist :)

https://www.youtube.com/watch?v=gK2Z8LCPk48

Schön Abend :ja:

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon benschzilla » 23. Oktober 2019 09:17

Schön wieder von dir zu lesen! Glücklicherweise lässt sich das Material wieder richten/ersetzen, klasse, dass du dir die Mühe gemacht hast! Viel Spaß und allzeit gute Fahrt!
Gruß Benjamin
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon löwenherz » 23. Oktober 2019 09:24

Schön, dass du wieder da bist................und heile....... ;D
Jetzt, nicht irgendwann!
Tanzt, Tanzt, vor Allem aus der Reihe! Bild

Ahoi elkeMaria

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon Uwe6565 » 23. Oktober 2019 11:47

Du bist echt ein Held :ja: :ja: :ja:

Das gute ist, bei allem was du am Moped gemacht hast, immer
den Weg des legalen Umbaus.
Stell dir den Stess vor mit den Anbauten ohne denTÜV Segen.

Viel Erfolg weiter hin.
Zum Emme fahren ist man nie zu alt

LG von Uwe6565 :D :D :D

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 23. Oktober 2019 18:06

Tag 0 - Freitag 06.09.2019

3 Monate und 2 Wochen ist es her, als ich im Regen auf der Straße neben meinem Moped lag, der Tank gluckert, eine neue glitzernde Flüssigkeit legt sich über die Fahrbahn, Kleinteile kommen um mich verstreut zum Stillstand...
Ich bin unter Schock, mein Kfz gestaucht und nicht mehr als Fortbewegungsmittel einzugliedern.
3 Monate hat es gedauert und es steht besser da wie zuvor. Fahrwerk, Elektrik und Lack haben nebenbei eine Modernisierung erhalten, „das Moped hat Priorität“ , wenn ich in den Keller schaue wartet noch eine S51 auf die große Abnahme vom TÜV Onkel und mein regenerierter 1,8T Motor wartet auf die Hochzeit mit meinem Golf 3 GTI..

Vor 2 Wochen konnte ich die „Hummel 2.0“ wieder zum Leben erwecken und jedes kleine Fehlerchen ausmerzen was ich finden konnte um im Urlaub ja keinen Handschlag machen zu müssen. 2 Wochen sind wenig Zeit neben Beruf, Freunde, Familie und dem Wetter, zwanghaft den Hocker in jeder Lebenslage zu erforschen und teilweise kleine Detailveränderungen vorzunehmen welche das Fahren angenehmer machen.
Wer hätte gedacht das ich 2x die Gabelfedern kürzen würde, der Gasgriff früh am Morgen nicht von allein in Ausgangsstellung zurück geht, die Anlenkpunkte der Hinterradbremse bescheiden sind, KOSO Tachos ihre Lernwerte nur unter bestimmten Bedingungen abspeichern und der Lenkkopf nicht angezogen war?

Es ist jetzt Freitag nach der Arbeit, ich fahre mit meinem Auto zu meinen Eltern wo mein Reisegefährt wartet. Aus Jux wiege ich die kleine mit vollem Tank, 4 Ölflaschen und leeren Koffern. 108Kg hätte ich nicht erwartet, eher etwas weniger.
Bevor mein Gepäck seinen Platz findet prüfe ich ein letztes Mal die Elektrik und vernehme Geräusche aus dem Motor. Luftblasen blubbern mit Getriebeöl aus der Mitteldichtung..“och nöö oder?“ Ich entschließe mich dazu die Gehäuseschrauben nach gut 14500km zum ersten Mal nachzuziehen. Lichtmaschinendeckel ab – Polradabzieher drauf – Polrad ab – Grundplatte raus – 9 Inbusschrauben wollen bewegt werden und bekommen ein zärtliches Drehmoment aus dem Handgelenk. Mittlerweile ist es kurz vor 19 Uhr und die Dämmerung beginnt, ich montiere wieder alles penibel, so dass es die nächsten 14000km halten würde, Zündung einstellen, Hände waschen, fertig!

Gepäck sortieren, das bedeutet alles schwere in den rechten Koffer, denn links ist das Werkzeug welches mit 7kg ein Ausgleichsgewicht sucht.
Regensachen, Ladestecker, Körperpflege, Kartenmaterial, bei 13°C Außentemperatur muss ich schmunzeln als ich die Sonnencreme verstaue :), Campingkocher, -stuhl und Zelt, Wechselsachen, Badesachen..

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Am Ende bringt das Moped stolze 130kg auf die Waage. Es ist 21:30 und noch 7h bis zum wohlverdienten Urlaub.

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Doch wo geht es hin? Morgen fahre ich bis Regensburg und treffe dort Jonas aus Oschatz, er ist heute schon zu Verwandten gefahren und hat weniger Kilometer wie ich, danach fahren wir so weit es geht. Jonas fährt eine S51 mit 22PS, 100ccm Membran und 28er Vergaser, 5 Gang, Scheibenbremse, Kofferträger, also alles was man braucht für die Tour. Eine Woche haben wir gemeinsam, dann muss er wieder Geld verdienen. Ich plane 3 Wochen ein und hoffe das dieses Mal die Zusammenkunft mit meinen Eltern auf einem Campingplatz klappt. Es muss klappen, denn ich habe sie angeheuert mir Reserveöl und ein neuen Hinterreifen mitzubringen. Mein jetziges Hinterrad ist noch von Mai als der Unfall passierte und wird die Tour nicht im legalen Bereich was den Reifenverschleiß betrifft, überdauern.
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon matthias1 » 23. Oktober 2019 19:08

Wie hast du denn die Flaschen festgemacht, nur mit Gummis?

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 24. Oktober 2019 17:34

matthias1 hat geschrieben:Wie hast du denn die Flaschen festgemacht, nur mit Gummis?


Nein die sitzen auf einem zusätzlich angebautem Blech und werden von den Gummis in Position gehalten.
Das Blech ist am Umlenkpunkt der originalen Strebe angebracht, Kostenaufwand etwa 4 Euro.
So passen 4L Mischöl hinter die Koffer wo eh nur Totraum ist, das herausnehmen zum tanken dauert ca 10 Sekunden :-) Rausfallen tun sie auch auf Schotterpisten etc nicht und erhöhen meine Reichweite auf über 4000km
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon komatsu sven » 24. Oktober 2019 18:45

Aber dieser Rostige Bremshebel am Hinterrad, zerstört die schöne neu Optik. 🤣😂

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon matthias1 » 24. Oktober 2019 18:58

Deine Idee klau ich mir.

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon Marwin87 » 24. Oktober 2019 22:14

Man beachte den noch guten Hinterreifen... :ja:
++Aus technischen Gründen befindet sich meine Signatur auf der Rückseite meines Beitrags++
++Die STVO behindert meinen Fahrstil++

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 27. Oktober 2019 20:17

komatsu sven hat geschrieben:Aber dieser Rostige Bremshebel am Hinterrad, zerstört die schöne neu Optik. 🤣😂


Ich bin ehrlichgesagt bei "immerdreckigen" Teilen auf die einwandfreie Funktion fokusiert, die Radnabe war auch mal matt schwarz, was davon übrig bleibt siehst du ja auf dem Foto :(


Tag 1 Samstag, 07.09.2019 Startschuss mit Pannen

Es wird zur Routine, mein Handy zerrt mich aus der unruhigen Nacht mit dem besten Weckerton den Samsung zu bieten hat. Wir haben es 03:30, ich ziehe meine zurechtgelegten Sachen an und esse eine Kleinigkeit. Während ich am Kaffee nippe spielt sich hinter meinen Augen schon ein Film ab was ich diesen Urlaub erleben könnte, langsam verinnerliche ich mir, dass heute der Tag ist auf dem ich das letzte viertel Jahr hingearbeitet habe, es schien perfekt.
Meine Mutter wurde wach und wir verabschieden uns bald „also bis dann, in Kroatien“
Sie wünscht mir eine gute Fahrt und belehrt mich das letzte Mal, denn diesmal wird es klappen!

Der altmodische Motorstart klappt wie gewohnt, ich dosiere den Choce langsam und mit ein paar Gasstößen zurück bis sie von selbst tuckert, es sind nur 10°C und ich kann meinen Atem sehen, man ist das kalt! Von meinem Heimatdorf nahe Gera bewege ich mich Richtung Zwickau auf die A72, doch schon in Werdau fängt es an zu regnen. Nach nur 20km muss ich den ersten Zwangsstopp einlegen und zwänge mich in meine Regenkleidung, welche ich vorausschauend als letztes einpackte. Doch dieses Mal ohne die Latex-Überzierhandschuhe, mit Motorradhandschuhen darunter hat man so viel Gefühl in der Hand wie wenn man den ganzen Tag auf ihnen sitzt.

Auf der Autobahn angekommen mache ich zielstrebig Kilometer und halte alle 200km zum Tanken,
der Regen bleibt und macht die langweilige Autobahnfahrt nicht wirklich attraktiver. Nach wenigen Stunden verabschiedet sich die Nacht und das Morgengrauen verwandelt meine Nasse Umgebung in ein interessantes Schauspiel aus Nebel bedeckten Tälern oder einer Nebel bedeckten Fahrbahn.
Man kommt sich stark vor durch die Nebelwände zu hämmern, denn der Motor dankts mit einer Extraportion Aggressivität und Leistung. Mein erster Tankstopp ist bei Wernberg-Köblitz, eine halbe Stunde bei MC Donalds aufwärmen und meinen noch warmen Tee trinken. Hier spricht mich jemand auf meine Simson an, da sie nun doch etwas vollgepackter dasteht als sonst. Nach meiner ausführlichen Antwort sagte er mit großen Augen nur zurück „das ist mein Leihwaagen, ich kaufe mir ein Auto in München“. „München, dort fahre ich heute auch durch“
Mein nächster Halt wird Regensburg sein und wie der Name schon sagt, auch hier regnet es. Es ist kurz vor 10 Uhr, ich bin überpünktlich und genehmige mir einen Kaffee bis Jonas dazustößt.
10:30 Uhr, ich vernehme bekannte Klänge und laufe zum Tankstellenfenster, Jonas ist da!
Wir begrüßen uns während aufmerksame Blicke anderer Motorradfahrer sein Moped studieren.
Erstmal tanken meint er und sowie der Tankdeckel offen ist hüpft eine Spinne hinein.
„Och nein hast du das gesehn?“ fragt er doch ich habe nicht hingesehen. „Die wird wohl bis Italien mitfahren“ sage ich amüsiert.
Zur weiteren Aufheiterung zeige ich Jonas meine Hände, welche durch die klatschnassen Handschuhe blau-lila gefärbt sind.

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Wieder auf der Bahn folgen wir den Schildern nach München, zu zweit kann man dieses Mistwetter doch gut aushalten. Wir verlassen die A93 und folgen der A9 bis zur nächsten Tankstelle in der Nähe von Freising. Durch abwechselndes Vorrausfahren konnte der Hintermann das andere Moped immer gut beobachten, doch diesmal war es der Fahrer selbst, welcher ein schwammiges Fahrgefühl beanstandete. Wir machten einen Tankstopp obwohl bei mir nur 6 Liter reinpassten, mindestens genauso viel wie Jonas' Regenkombi durchlies.

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An der Kasse meinte Jonas zu mir, wir sollten uns mal seine Räder ansehen, da passt was nicht.
Gesagt, getan und schon bald lagen 2 Simsonauten unter dem Moped mit Werkzeug in der Hand.
8 gebrochene Speichen, alle auf der linken Seite und alle zeigten in die gleiche Richtung.
„das ist nicht gut Jonas, das (die Tour) kanns gewesen sein“

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Ich hole mein Beautycase (Werkzeugtasche) aus meinem Koffer und suche passendes Werkzeug für die restlichen Speichennippel, denn die Hälfte seiner Speichen im Hinterrad waren schon locker und arbeiteten sich in die Radnabe ein durch die Schwingungen des lockeren Felgenrings.
Leider habe ich dieses Mal meinen Speichenschlüssel vergessen, deshalb haben wir meine kleine Rohrzange und eine Kombizange dafür umfunktioniert.

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Nachdem die restlichen 29 Speichen wieder fest waren fragte ich „Seit wann fährst du denn das Rad?“ , denn der Ausfall in dieser Art kommt mir Spanisch vor.. Seit 3 Jahren fuhr das Rad, eine weitere Ursachenergründung heben wir uns für später auf, Jonas überlegt die Tour so weiterzufahren doch ich unterbreche seinen Gedankengang, auf der Autobahn kann das extrem gefährlich werden.
In meinem Kopfkino spielt sich ein funkender Horrorfilm ab.
Das Rad ist wieder „fest“ doch eiert extrem, dass war abzusehen. Wir suchen über unsere Handys eine Lösung, ein Fahrradladen, ein Motorradladen, es ist Samstag 13:00 Uhr, wir liegen super in der Zeit doch die begehrten Händler fahren grade den Rollladen runter.

Eine Idee habe ich noch, ich rufe meinen Kumpel Daniel an, er wohnt 70km von uns entfernt und hat massig Simsonteile. Aus dieser Idee entwickelt sich unser Plan, Daniel ist Zuhause und wird uns empfangen, wenn wir es bis dorthin schaffen.
Vor dem Aufbruch gebe ich Jonas letzte Instruktionen für den Fall der Fälle..
Wir fahren auf die Autobahn auf, denn unser Schrauberplatz war eine Autobahntankstelle, die nächste Abfahrt gehört uns, mit großzügigem Abstand fährt Jonas voraus, bis nach knapp 2 Stunden und einer Pause unser Ziel Vilsbiburg erreicht ist.
Das Eierrad hat durchgehalten, Daniel hat die Werkstatt aufgeräumt und die OP beginnt nach sofort nach dem ersten Willkommensbier :)

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Während Jonas das Rad abbaut um den Mantel von der Felge zu entfernen fahre ich in den Supermarkt, Grillfleisch und Getränke einkaufen.
Die Reparatur zog sich bis in die Nacht, Daniel zeigte Jonas wie man sein Hinterrad einspeicht und zentriert, dabei wurden mehrere Glaskörperhohlgeschosse und edelstes Fleisch verzehrt.
Gegen 12 Uhr Mitternacht war die OP vorüber. Der Schlauch hält die Luft, wir hoffen das dies morgen genauso ist.

Leider mussten wir heute einen Umweg in Kauf nehmen um die Tour fortzusetzen, nach 430 von geplanten 650km schlafen wir bei Daniel in Vilsbiburg

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Zuletzt geändert von Lausi am 27. Oktober 2019 22:32, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Foto gedreht

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon icke1982 » 27. Oktober 2019 20:53

Nur nicht den Spaß dabei verlieren. Der Rest findet sich immer irgendwie.
Wer IFA fährt, fährt nie verkehrt.

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon smartsurfer81 » 27. Oktober 2019 21:34

Darüber sollte echtvein Buch geschrieben werden Daumen dreifach hoch :)
Nicht nur Schwalbe und Trabant fahren durch das Bruderland...

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 29. Oktober 2019 19:33

smartsurfer81 hat geschrieben:Darüber sollte echtvein Buch geschrieben werden Daumen dreifach hoch :)


Das muss ich mir wirklich mal durch den Kopf gehen lassen. Auf jeden Fall freut es mich das es dir gefällt, es folgt nun Tag 2, da gab es viel zu erzählen :oops:


Tag 2 – Sonntag, der 08.09.2019 „Wir hatten Sommerurlaub gebucht“

Nach einer kurzen Nacht und noch leicht benommen von diversen isotonischen Getränken stiefel ich als erster in meine Sachen und erkunde das Werk des gestrigen Abends. Auf dem Weg zur Garage bemerke ich den eisigen Herbstwind, obwohl doch erst Anfang September ist. Schon vor ein paar Tagen kündigte sich ein Gebiet mit polarer Luft an, welches über die Alpen streifen wird. Unser eigentliches Ziel sollte gestern das Hotel auf dem Stilfser Joch sein, schlafen und frühstücken auf 2700m Höhe, dass konnten wir uns jedoch getrost abschminken, denn die Webcam zeigt eine geschlossene Schneedecke und -3°C.
Daniel und ich trinken noch einen heißen Kaffee während er mit Jonas über die Speichenproblematik diskutiert.
„So weit außermittig war die Felge gar nicht eingespeicht.“
„Aber mehr wie 2,15“ Felgen brauchst du nicht aufm Moped.“
„Edelstahlspeichen sind murks.“

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Ich verkneife mir meinen Kommentar, immerhin fahre ich (wenn auch sehr hochwertige) Edelstahlspeichen seit über 30000km ohne ein einziges Problem. Wir beladen unsere Mopeds für die Weiterfahrt und haben fast vergessen noch etwas zum Frühstück zu essen, dass heben wir uns für die erste Pause auf. Als wäre das Wetter noch nicht herbstlich genug treffen uns auch schon die ersten Regentropfen während des Anziehens. Für uns steht fest, wir fahren gleich in Regenkleidung los. Jonas wartet gelangweilt, halb auf dem Tank liegend auf mich, denn das Navi braucht noch ein Ziel und meine Gepäckrolle muss noch die Getränke aufnehmen.
Daniel hat für uns zum Abschied ein Geschenk in der Hand, es sind 2 Pleuel von der Simson, umfunktioniert als Bieröffner. „Echt genial!“ erwidre ich und grinse über das originelle Geschenk.
„Passt ja auch zu uns.“ Stimmt Jonas zu.
Es ist noch nicht einmal um 9 Uhr, im Niesel starten wir die Motoren und fahren langsam auf die Hauptstraße, ich leite uns durch den Regen, welcher immer stärker wird. Die Straßen würden bei trockener Witterung die 3-fache Geschwindigkeit gut vertragen, doch wir tragen unsere Maschinen um die im Wasser stehenden Kurven der Bundesstraße 15 Richtung Rosenheim. Eine kalte Ewigkeit später sind wir endlich an einer Tankstelle, unsere 2-Takter wären trotz Regen fast verdurstet. Es ist Mittag und wir haben noch immer nichts gegessen. Ich schlage vor eine Vignette zu kaufen, denn auf kurvige Landstraßen haben wir beide keine Lust, höchstwahrscheinlich sind wir auf der Autobahn schneller.

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Mit unseren klatschnassen Regenkombis stiefeln wir an den Tresen zum Bezahlen, die 7-Tages Vignette für Österreich kostet 7,50 und soll an einem gut sichtbaren und schwer entfernbaren Bauteil angebracht werden. Ich entscheide mich für den Gabelholm, mit etwas Zellstoff machen wir unsere Klebestellen trocken und fixieren den Aufkleber.
Das vorläufige Ziel steht fest, schnell über die Grenze und anschließend endlich etwas essen. Unterhalb von Rosenheim fahren wir auf die A93 auf in Richtung Kufstein. Der Regen wird stärker und die Kälte zieht langsam von den Fingerspitzen und den Knien in mein Körper.
Da ist sie! Die eine Tankstelle nach der Grenze wo man etwas essen kann! Es hätte jede beliebige sein können aber hier werden wir auf der Stelle etwas essen!
Normalerweise esse ich nie bei MC Donalds...aber man hat ja Urlaub :) Das Wunschmenü war schnell gefunden und während es zubereitet wird macht mich Jonas auf seine Vorderradbremse aufmerksam, welche wohl etwas schwammig reagiert seitdem wir losgefahren sind.
In dem warmen Gaststättenbereich halten wir uns eine knappe Stunde auf bis uns nicht mehr kalt ist, ich gehe auf eine Zigarette nach draußen und spiele an Jonas Moped rum, der Übeltäter war schnell gefunden.
Die Hohlschraube der Bremspumpe hat sich gelockert und lies die unter Druck stehende Bremsflüssigkeit bei jeder Betätigung teilweise ins Freie. Ein 12er Maulschlüssel war schnell parat und die Ursache behoben. Ich schicke Jonas zur gegenüber liegenden Tankstelle, nach Bremsflüssigkeit fragen, denn im Vorratsbehälter war außer Luft und einer kleinen Pfütze nichts mehr übrig.
Negativ, keine Bremsflüssigkeit vorhanden. „Was ist denn das für eine Tankstelle?“ Wahrscheinlich sind wir von den Minisupermärkten mit Zapfsäule in Deutschland zu sehr verwöhnt.
Jonas hat aber Getriebeöl mit und so konnten wir behutsam die Bremspumpe komplett entlüften und befüllen, dies ging nur weil noch keine Luft bis zu dem Schlauch vorgedrungen war. Als Notlösung wird das schon klappen, die Temperaturbeständige Bremsflüssigkeit ist noch im thermisch belasteteren Sattel und das oben liegende Getriebeöl dient als schwer komprimierbarer Kraftüberträger.

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Wir setzen die Fahrt fort, das nächste Ziel ist Innsbruck, das bedeutet ein mal quer durch Österreich, so kommt es uns zumindest vor, denn die rund 100km hatten es in sich. Das Fahren war nicht mehr bequem, die Sicht durch Nebel und Regen eingeschränkt, wir hatten zu tun nicht in die im Wasser stehenden Fahrrinnen abzudriften. Zum Regen kam nun auch der Wind, eine beständige Briese von vorn oder leicht seitlich, es hat mir das Wasser durch die Visierabdichtung gedrückt und der Fahrtwind verwandelte das im Helm stehende Wasser zu einem Whirlpool welcher mit jeder platzenden Blase feine Wassertropfen an die Innenseite des Visiers und in mein Gesicht spritzte.
Ich war gezwungen bei 80kmh im im Regen das Visier mehrmals zu öffnen damit die Tropfen verschwinden, meine Augen fast zugekniffen und die Wangen leicht taub. Es sind nur noch 4°C, das Autobahnkreuz bei Innsbruck erreicht. Wir fahren ab auf die A13 Richtung Brenner, gerne hätten wir eine Pause eingelegt doch es war sowieso keine Besserung in Sicht.
Bei Nößlach, also kurz vor der Mautstation für die Brennerautobahn geraten wir in einen Stau, wir sind auf ca. 1500m Höhe bei 9% Steigung und Stop&Go. Langsam habe ich keine Lust mehr, meine lange Übersetzung ist ungeeignet für 10 km/h und ständiges Anfahren am Berg.
Unsere Mopeds überfetten und lassen sich schwer überreden mit dem Verkehr mitzuschwimmen, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich überhole Jonas in einer Lücke und fahre rechts ran, lasse die Hummel auf den Seitenständer fallen und schreie irgendetwas an die stehende Blechlawine. Was die wohl denken, wenn sie uns hier sehen?

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Jonas kommt hinzu, ich zünde mir eine Zigarette an und sage beiläufig „das ist nichts für meine Kupplung.“. Nach einer kleinen Abkühlpause reihen wir uns wieder ein und verlassen die Autobahn an der nächsten Tankstelle für einen warmen Tee. Hier herrscht reges Treiben, auch viele Biker die gegen das Wetter gekämpft haben. Nach Minuten des Schweigens, wir waren beide erschöpft und die Situation passte uns gar nicht, kamen 2 Harleyfahrer an die Tankstelle. Lederkleidung, große Maschinen, Schnee auf dem Soziaplatz und den Schultern. Aufmerksam sind wir erst auf die geworden als uns auffiel das die Maschinen die ganze Zeit liefen. Wir kommen ins Gespräch, beide zitternd mit einem Tee aus der Tankstelle in der Hand. Als ich unsere Richtung beschrieb meinten sie nur „bleib auf der Autobahn, da wird geräumt“.
„Geräumt?“ fragte ich mit großen Augen. Sie berichten uns von Schneefall weiter oben, Stau, Räumfahrzeuge und einer vollgestopften alten Brennerstraße,
Uns wird mulmig, eigentlich wollte ich vor Italien abfahren und auf der alten Brennerstraße weiterfahren, denn in Italien sind Krafträder unter 150ccm für die Autobahn gesperrt, doch nun haben wir eine Ausrede, es wird ja geräumt.

Wir fahren weiter, Jonas muss anschieben und zieht die Blicke auf sich. Nach 3km erreichen wir die Mautstation und holen unser Ticket. Der Regen hört auf, ich öffne mein Visier und genieße die eisige Luft, wir erreichen die Schneefallgrenze und werden von der Schönheit der Berge überfallen. Es ist alles weiß, man kann die Autobahn am Berg gegenüber sehen, mit jeder Kurve offenbart sich ein neuer Anblick, wenn man Strapazen hinter sich hat kommen einem solche Bilder wie eine Belohnung vor. Man muss sich belohnen denke ich mir, sonst hat man keine Motivation für die nächste Hürde. Deswegen fahren wir auf einen Rastplatz für LKWs und veranstalten eine kleine Schneeballschlacht, das glaubt uns sonst eh keiner.

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Es dauert keine 5 Minuten und wir bewegen uns weiter ehe wir festfrieren. Die Abfahrt nach dem Grenzübergang ist der beschriebene Stau, ohne erkenntlichen Grund steht der Verkehr. Wir fahren an kilometerlangen Autoschlangen auf dem Standstreifen vorbei und machen viel Strecke gut bis wir endlich am Ende der Brennerautobahn angekommen sind. Nach einer 30 Minütigen Irrfahrt auf einem beschrankten Parkplatz haben wir es aus der mautpflichtigen Autobahn heraus geschafft und setzen die Tour auf der Landstraße fort. Ich habe Jonas versprochen das wir baldigst tanken werden, doch unsere Route verläuft im Nirgendwo Richtung Süden.
Der Tag hat uns ziemlich mitgenommen, unsere Klamotten sind zu 1 bis 2/3 durchgeweicht und die Temperatur hat die 7°C nie überschritten. Die lang ersehnte Tankstelle ist gefunden, leider hatte sie geschlossen sodass das aufwärmen entfiel.
Hier lernen wir einen Tiroler kennen, welchen ich sogleich nach einem Hotel frage. Die Offenheit zahlt sich aus und über sein Handy durfte ich telefonisch eine Unterkunft reservieren unweit von hier entfernt.

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Der „Gasthof zum Goldenen Lamm“ sollte es werden, nach einem unkomplizierten Check in gab es nach einer langen heißen Dusche gegen 20 Uhr das wohlverdiente Abendbrot. 3 Gänge – Salat – Schnitzel – Apfelstrudel mit einem oder mehreren Glas Bier haben uns den Abend nochmal gerettet. Doch als ob wir nicht schon geschafft genug wären freundet sich Jonas mit 3 Tschechen an und verwickelt uns in einen alkohollastigen Abend mit dem Wirt und den 3 neuen Freunden...
280km klingen nicht sehr viel, waren aber äußerst mühselig und nach 9h Fahrzeit erreicht, die Alpen liegen fast hinter uns, morgen wird besseres Wetter prognostiziert, was uns sehr freut.
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon Rico77 » 29. Oktober 2019 20:34

einfach nur Respeckt was Du (Ihr) da für Touren absolviert :gut:
Hut ab bin auf werders so was von...
vg Rico

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon Christof » 29. Oktober 2019 21:07

Wahnsinn. Das ist doch mal ne geile Reise. :ja:
Grüße

Christof

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon MZ-Chopper » 29. Oktober 2019 21:12

sehr schön...mach weiter so
Bis denne, ich fahre eine EMME!!! Bild
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon Lorchen » 29. Oktober 2019 21:13

Ihr seid so harte, so hart war ich nicht mal in eurem Alter. :lach:
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon der maaß » 29. Oktober 2019 22:41

Und ich denke ich bin hart, weil ich 40km bei 2° mit der TS auf Arbeit fahre...

Geile Reise, geiler Bericht, gute Fahrt und viel Spaß weiterhin!
Einfahrzeit ist, wenn der Kolben erstmal davon überzeugt werden muss, dass die Laufbuchse ihm nichts böses will und er daher nicht so zaghaft zu sein braucht.

Schalten ist ein spanabhebender Vorgang.

Gedanken machen muss man sich erst, wenn der Motor plötzlich nicht mehr klappert.

Alles unter 1bar Ladedruck zählt als Saugmotor.
Alles unter 10 Liter Verbrauch zählt als Elektromotor.
Alles unter 2 Liter Hubraum zählt als Luftpumpe.
Alles unter 500ml Kaffee zählt als Mundspülung.

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon matthias1 » 30. Oktober 2019 11:55

Was willst du machen wenn du unterwegs bist? Umdrehen - ist genauso kalt, auf besseres Wetter warten wenn der Urlaub zeitlich begrenzt ist?
Zähne zusammenbeißen und durch, die einzig richtige Entscheidung.

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon TS-Willi » 30. Oktober 2019 16:02

Einfach nur Geil. :-)

Fuhrpark: Grüße Willi
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon RT Opa » 30. Oktober 2019 18:19

Und wieder einfach geil zu lesen.
Vielen Dank.
Schmierige Finger sind keine Schande sondern nur ein Ergebnis.

Eine RT ist perfekt wenn sie dir ein lächeln beim Fahren ins Gesicht zaubert

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon muffel » 30. Oktober 2019 21:43

Sehr angenehm zu lesen, ihr seid so herrlich verstrahlt - bitte weiter machen.
Zwei Dinge noch, das mit dem Buch fände ich ausgesprochen gut und ganz wichtig, passt ein Bisschen auf Euch auf.
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Es ist nicht gesagt das es besser wird wenn es anders wird, aber wenn es besser werden soll muss es anders werden!

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon löwenherz » 31. Oktober 2019 08:52

muffel hat geschrieben:Sehr angenehm zu lesen, ihr seid so herrlich verstrahlt - bitte weiter machen.
Zwei Dinge noch, das mit dem Buch fände ich ausgesprochen gut und ganz wichtig, passt ein Bisschen auf Euch auf.


Genau................ :zustimm:
Jetzt, nicht irgendwann!
Tanzt, Tanzt, vor Allem aus der Reihe! Bild

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon starke136 » 31. Oktober 2019 10:36

Toller Reisebericht.
Das macht richtig Lust selber wieder loszudüsen.

Gute Reise, gutes Wetter und gute Fahrt euch beiden.
Berichtet fleißig weiter! :)
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon DWK » 31. Oktober 2019 14:10

Sehr schön geschrieben, ich bewundere immer euch und auch die anderen die solche Touren machen und dann auch noch so interessante Berichte schreiben. Bitte weiter berichten und viel Spaß auf den nächsten Touren!
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon Lausi » 31. Oktober 2019 14:48

muffel hat geschrieben:Sehr angenehm zu lesen, ihr seid so herrlich verstrahlt - bitte weiter machen.
Zwei Dinge noch, das mit dem Buch fände ich ausgesprochen gut und ganz wichtig, passt ein Bisschen auf Euch auf.


Den Aussagen vom muffel kann ich mich nur anschließen :gut:

Freundliche Grüße,
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon _Stef » 31. Oktober 2019 21:35

:gut: :gut: :gut: Vielen Dank für Eure Zeilen - da werden Erinnerungen wach, sehr, sehr schön zu lesen, bitte mehr davon - vielen Dank !
Gruß

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Den frühen Vogel habe ich heute morgen erschossen .... Es war Notwehr !
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon eigel » 2. November 2019 21:35

Lorchen hat geschrieben:Ihr seid so harte, so hart war ich nicht mal in eurem Alter. :lach:

Und ich fahr bei solchem Wetter mit dem Zug... :happy: :rofl:
Aber solange ihr Spaß habt...ist alles gut... :zustimm:
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 2. November 2019 22:51

Mit so vielen Reaktionen hätte ich nicht gerechnet, Mega, vielen Dank euch! Es freut mich sehr das es euch gefällt und es sich gut liest, grade da ich niemanden Korrektur lesen lasse, ich weiß es ist hier und da ein Kommafehler oder die Rechtschreibung..dafür ist es immer Druckfrisch, versuche die Abstände gering zu halten.. :oops:

Ja das Wetter kann man sich nicht raussuchen, zurück gibt es nicht oder selten :) Auf solchen Touren merkt man das das Moped nicht das begrenzende Medium ist, man selbst schwächelt zuerst. Und ja, wir passen auf uns auf, es gab manchmal kleine Gespräche für den Fall der Fälle...nun gut lassen wir das..ich spoiler mal, auf dier Tour gab es keinen Unfall



Tag 3 – Montag, der 09.09.2019 Auf zum See!

Endlich können wir Ausschlafen, das bedeutet bis die Sonne auf geht, zum Glück ist Jonas auch kein Langschläfer. Unsere nassen Sachen hat der Wirt gestern Abend noch in den Trockner geschmissen, was für ein Service! Zum Frühstück stärken wir uns am Buffet und planen im Groben die heutige Route. Ziel wird der Gardasee sein, Jonas kennt einen guten Campingplatz direkt am Wasser in Torbole. Unsere Mopeds warten in der Scheune nebenan, den Schlüssel hat der Wirt, als wir ihn treffen wollen wir noch seine Vespa Sammlung sehen, man ist irgendwie nie allein mit seinem Knall. Wir begutachten seine alten Traktoren Marke Fiat und die Ur-Vespa! Unwillig drehen die alten Motoren aus im kalten Zustand hoch und vernebeln die ganze Scheune.

$matches[2]


Unsere 3 Tschechen kommen auch vorbei und haben bereits ihre Fahrradklamotten an, ja, sie sind mit dem Fahrrad unterwegs und wollen ebenfalls zum Gardasee.
Nach dem kleinen Rundgang holen wir unsere Sachen vom 1. Stock und beladen unsere Mopeds.
Die Sonne lacht, wir sehen sie zum ersten Mal seit 3 Tagen. Heute könnte ein angenehmer Tag werden, in voller Montur starten wir auf der Superstrada 12 Richtung Brixen. Endlich macht das Fahren Spaß, die Sonne lacht, die Kombis werden trocken und die Reifen entwickeln gut Grip.

Wir passieren Bozen und Trento, das Ziel ist nicht mehr weit. Bozen kenne ich schon von vielen vorangegangenen Touren, wir fahren durch viele Tunnel, schnell übersehbaren Abzweigungen und großen Kreisverkehren. Aus Bozen entkommen rasten wir in einer Einfahrt und genießen die Sonne, welche jetzt mit viel Kraft auf uns scheint. Die Rund 18°C kommen uns vor wie 30°C, wenn man keinen Fahrtwind hat.

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Nach den letzten 50km erreichen wir Nachmittags den Zeltplatz. Jonas klärt den Check In, wir dürfen passieren und suchen uns einen passenden Platz. Vor wenigen Tagen hat es hier stark geregnet und viele Camper sind abgereist, die Bewohner größtenteils ausgetauscht vom jungen Volk gegen das Ältere ruhigere. Nachdem ich 5 Sekunden zu lang im Standgas auf einer Stelle stand, bekam ich auch schon die Anweisung den Motor abzustellen. „Tut mir ja leid“ dachte ich mir, dann wird es wohl dieser Platz werden.
Wir laden unsere Maschinen ab und richten unseren Schlafplatz her, ich habe mittlerweile optimiert und brauche für mein schnell aufbaubares Zelt weniger wie 5 Minuten, die Streben sind bereits integriert und ein Faltmechanismus lässt meinen Schlafraum innerhalb einer Handbewegung auf Maximum expandieren, „Schlafsack und Isomatte reingepfiffen, fertig“ sage ich zu Jonas, welcher noch die Stangen in die Zeltplane einfädelt. „So etwas muss ich mir auch kaufen, das geht ja fix“ sagt er, ich komme zu ihm und helfe beim Aufbau, im Anschluss wird noch eine Wäscheleine gespannt für unsere Sachen, welche es noch nicht bis zur vollständigen Trockne geschafft haben.

Entdeckerfreudig, wie wir sind, laufen wir gleich zum Strand, sofort fällt uns der kalte Wind auf, wie ich ihn noch nicht kannte vom Gardasee. Ideal für Windsurfer wie unsere gleich alten Nachbarn es sind. Es ist herber Wellengang aber die Sonne schafft es in windstillen Ecken uns zum schwitzen zu bringen. Vorsorglich habe ich meinen Windschal vom Mopedfahren an, denn ich bin schon etwas verschnupft durch die letzten Tage, Jonas ebenso.

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Nach einer gemütlichen Runde treten wir den Heimweg an.
Auf den Campingstühlen sitzen wir zusammengefallen und relaxen eine Weile, Müdigkeit überfällt uns, der Körper will schlaf und ruhe als Ausgleich für die vergangenen Strapazen. Wir schrecken auf, bevor der Tag hier zu Ende geht fahren wir noch eine Runde, waren ja nur 240km bisher :D

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Über Facebook bekomme ich den Tipp zu einem 50km entfernten See, die Bilder sehen ansprechend aus, also ist Tagesziel Nummer 2 gebucht. Beim Präparieren der Mopeds leeren wir größtenteils die Koffer, denn wir fahren gleich noch einkaufen.
Der Zeltplatz ist mit einer Schranke gesichert, sie lässt sich mit einer Chipkarte per Funk öffnen. Wir stehend davor mit laufenden Motoren, Jonas versucht die Schranke zu öffnen und bekommt von einem vorbeilaufenden Rentner „Wenns nach mir ginge, wär das schon längst verboten“ an den Helm geworfen. Ich muss zugeben sein Siebrohrauspuff ist nicht so dezent wie mein Plattenschalldämpfer, aber muss man das in dem Ton sagen?
Nachdem wir den Campingplatz verlassen haben navigiert Jonas zielstrebig in die Berge zu einem kleinen alten Bergdorf mit Minimarkt. Mit dem wichtigsten für das Abendbrot düsen wir weiter, wieder Richtung Norden zum Lago di Molveno. Wir stocken im Feierabendverkehr, ein vorbei schlängelnder Motorradfahrer mit italienischem Kennzeichen outet sich als Deutscher, als er bei uns anhält und kopfschüttelnd zu uns spricht „Im ernst? Ihr seid mit den Dingern bis hierher gefahren?“ Wir nicken und lassen die Motoren aufheulen, er kommt aus dem Kopf schütteln nicht mehr heraus und gibt uns einen Daumen. Das war die Wiedergutmachung für den negativen Eindruck am Zeltplatz. Noch bevor wir am Ziel sind, beschließen wir auf dem Rückweg in den Zeltplatz zu schieben. Während wir auf den letzten Metern unsere Motoren ausquetschen legt sich die Sonne in den Horizont und leuchtet die empor stehenden Bergspitzen rosarot an. Ich kann mich nicht entscheiden meine Sonnenblende hoch oder runter zu stellen, man sieht in beiden Fällen die Straße kaum. Es wird wieder kühl bis kalt, ein bekanntes Gefühl der letzten Tage, kurz vor Sonnenuntergang verlassen wir die Straße und parken direkt am See. Etwas enttäuschend, von den Bildern hätte ich mir mehr erwartet. Okay, es gibt einen Wasserfall am anderen Ende, aber irgendwie hat sich in meinen Kopf eine vulkanartige Oberfläche um den See eingebrannt.

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Wir verweilen nicht lang, denn unsere Energiereserven sind aufgebraucht, ich montiere noch meine Motorkamera um die Rückfahrt zu filmen, immerhin kennen wir die Strecke jetzt einigermaßen und können später mit gesunder Kurvenlage beeindrucken.

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Blick auf den Gardasee kurz vor Nacht
50km und einige Abfahrten später kommen wir wieder am Campingplatz an, es ist bereits dunkel, wir schleichen zu unseren Zelten und benutzen die Mopeds als Tretroller.
Unsere Windsurf-Nachbarn sind ebenfalls bei einem Wein draußen auf ihren Campingstühlen. Nach dem Abendbrot, es gab gebratene Wiener auf dem Gasgrill mit Toast, gesellen wir uns zu ihnen und lassen den Abend ausklingen.

tag 3.1.jpg

100km Ausflug zum Lago di Molveno, nach 340 Tageskilometer ist das letzte was wir erklimmen unser Schlafsack
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon matthias1 » 2. November 2019 23:28

Ihr hättet über Tenno fahren sollen, die bedeutend schönere Strecke zum Lago di Molveno.
Beim nächsten Mal.

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 2. November 2019 23:50

Durch Tenno bin ich vor 2 Jahren zum Gardasee gefahren, aber nicht am Lago di Molveno vorbei, bei der Strecke gebe ich dir Recht, ist anschaulicher :-)

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 10. November 2019 17:29

Tag 4 – Dienstag, der 10.09.2019

Die Nacht war ziemlich frisch, ich steige aus dem Zelt und sehe eine ganze Horde Enten auf dem Zeltplatz. Sie sind die ersten zum Frühstück und futtern die zurückgelassenen Reste der Camper.
Auch wir nehmen eine kleine Mahlzeit zu uns. Während wir in unseren Campingstühlen sitzen, planen wir den heutigen Tag, die Sonne hat es noch nicht über die Berge geschafft und der kühle Wind zwingt mich eine Mütze aufzusetzen.

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Heute durchfahren wir endlich die Brasa Schlucht am westlichen Berghang des Gardasees. Vor Jahren habe ich von ihr erfahren und wollte dort endlich einmal hin. 09:30 Uhr starten wir, keine 10km später habe ich das Gefühl, dass mir etwas fehlt..Wo ist mein Handy?
An einer Tankstelle halten wir, ich drehe um zum Campingplatz in der Hoffnung es dort liegen gelassen zu haben. Tatsächlich lag es noch auf meinem Stuhl, durch eine Windböhe kippte er und es lag im Dreck, naja, ein Alltagsgegenstand eben. Wer in meinem Alter hat sein Handy schon vier Jahre und repariert es jedes Mal selbst? Ich stecke es ein und fahre zu Jonas an die Tankstelle, weiter gehts!
Leicht verfehlbar gibt es nach fühlbar endlosen Tunnel, Kurven, auf und ab entlang des Gardasees eine kleine Einmündung, welcher man rechter Hand folgen sollte. Wir biegen ab und fahren, wie soll es anders sein, in einen Tunnel direkt in den Berg an dem wir die ganze Zeit entlang gefahren sind. Am Ende desselben gewinnen wir zügig an Höhenmetern, in niedrigen Gängen kosten wir die drehzahllastigen Vollgasetappen voll aus, uns bietet sich ein wunderschöner Blick auf den Gardasee. Die Straße wird nun einspurig und schlängelt sich am steilen Fels nach oben bis wir an eine Ampel kommen. In Zweiradmanier fahren wir an der wartenden Blechlawine vorbei nach vorn zu den anderen Bikern und warten auf grün. Hier beginnt die eigentliche Schlucht wie wir gleich merken werden.

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Nach einer weiteren steilen Bergauffahrt fahren wir durch durchbohrte Felsvorsprünge bis der Fels um uns herum abrupt in die Höhe schießt, es wird dunkler, wir folgen der geschlängelten Straße in die Felsschlucht.

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Über uns ist ein Bauwerk zu erkennen welches den Blick auf den Himmel versperrt. Wir sind auf halber Strecke der Schlucht und fahren an einer Pizzeria mitten im Nirgendwo vorbei, gefolgt von einer steilen 270° Kurve zeigt sich, das das Bauwerk von eben eine Brücke ist und wir fahren jetzt auf ihr! Was für eine Architektur, dachte ich mir.
Jonas fährt voraus, wir suchen nachdem wir die Schlucht verlassen haben einen guten Aussichtspunkt. Der nächste Ort nennt sich Pieve, uns bietet unweit eines Parkplatzes das gesuchte Ziel für eine Mittagspause mit Blick auf den Gardasee. Die schönen Eindrücke der krassen Straße sitzen noch in uns, mit Sonnenschein und Proviant verweilen wir kurz und fahren anschließend ziellos weiter in die Berge.

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Unsere Straße verwandelt sich in einen Feldweg, nach 20 Minuten entscheiden wir uns umzudrehen, selbst das Navi und unsere Handys kennen den Weg nicht, welchen wir eingeschlagen haben.
Zurück am Eingang der Brasa Schlucht entscheiden wir uns in der Pizzeria für ein schönes Mittagessen. „Pizza Brasa“, das klingt angemessen für uns.

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Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen haben, rollen wir die Strecke zurück zum Gardasee und fahren weiter Richtung Süden bis Gargnano. Auf der SP9 / SP58 gelangen wir nach einer weiteren kurvenreichen und fast unbefahrenen Strecke an den Lago d'Idro. Wir folgen der Uferstraße und der Beschilderung nach Anfo, immer am See entlang bis zum öffentlichen Strandbad. Jonas hat hier noch eine Mission, ich hatte nicht wirklich Lust auf das kalte Wasser aber er hat sich getraut, ein schönes Eisbad :)

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Es ist bereits später Nachmittag und in absehbarer Zeit verschwindet die Sonne wieder hinter den Bergen. Wir packen wieder unsere Sachen, der Beschilderung zur SS240 gefolgt, gelangen wir ohne weitere Abbiegungen zurück an den Norden des Gardasees. Kurz vor Reiff kommt der letzte kleine Höhepunkt des Tages, ein 8km langer Tunnel. Jonas' Siebrohrendschalldämpfer hört sich brachial an, ich habe Gänsehaut :D

Kurz vor dem Campingplatz machen wir noch einen Zwischenstopp bei Lidl, Lebensmittel einkaufen. Unsere Nachbarn haben schon die erste Flasche Wein geöffnet, zu viert lassen wir den frühen Abend ausklingen. Gegen halb 10 Abends ziehen ich und Jonas nochmal los, auf einen Tipp seines Chefs hin suchen wir die „Windsbar“ und trinken einen Randy Bastard, der Name verrät schon etwas über seinen Alkoholgehalt..

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160 entspannte Tageskilometer mit viel Sightseeing gehen zu ende.
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon löwenherz » 10. November 2019 17:52

Schöne Gegend da............von Gargnano aus bin ich mal auf den Monte Dinaro gewandert...........Ich war damals mit meiner Kawa da unten........... :ja:
Jetzt, nicht irgendwann!
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 13. November 2019 20:53

Tag 5 – Mittwoch, der 11.09.2019

Mit Jonas habe ich nur eine Woche Zeit für die schönen Seiten des Lebens, die schönen Orte der in 7 Tagen erreichbaren Welt, den Kurven, der Wettergewalt und des Kilometerschruppens.
Heute brechen wir auf, packen alles zusammen und verzurren unsere Lastenesel für die nächste Etappe, dem Meer. Zum Frühstück gab es Italienische Wurst mit Brot und Babybel. Die Enten haben leider wieder nichts abbekommen und schnattern beim Nachbarzelt.
Am Check out bildete sich schon eine Schlange, der PC ist ausgefallen, tja ohne Technik geht heute nichts mehr. Nach 30 Minuten Sonnenbad in der Motorradkombi lief der PC wieder und wir konnten unsere Schlafgelegenheit mit Bargeld begleichen.
Das Navi berechnete uns eine zügige Route für die gut 260 Kilometer, ohne die Korrektheit zu prüfen fahren wir los, zuerst in den Norden nach Trento. Auf zwei bis dreispurigen Straßen mit Geschwindigkeitslimit bis 90km/h düsen wir an den südlichen Alpenrändern ostwärts.
Langgezogene Kurven, überholte Laster, die Motoren leisten gute Arbeit, wir sind mitten in der Pampa. Die Fahrpausen sind rar gesät, zwischen den Pausen liegt jeweils über eine Stunde.
Gegenseitig jagen wir uns in den italienischen Tunnelsystemen, bis ich mal wieder voran fahren muss, wenn wir eine Abbiegung nicht verpassen dürfen.

tunnel.jpg


An einer Tankstelle wollen wir pausieren und nachtanken, sie stellt sich aber als geschlossen und verlassen raus, 5 Kilometer weiter finden wir immerhin eine mit Kartenzahlung. Aus Jux rechne ich meinen Verbrauch aus, 3,5 Liter! Auf 100km, das ist der Wahnsinn :)
Mittlerweile ist es kurz vor 16 Uhr, unsere Gesäße wollen nach über 5 Stunden eine Regenerierung.
Noch 17 Kilometer trennen uns zwei vom Meer, auf einer Geraden nach einem großen Kreisverkehr fahren wir auf der Ebene zielstrebig geradeaus, als plötzlich Jonas Moped kein Gas mehr annimmt..

Ich vernehme metallische Geräusche während er auf dem Seitenstreifen ausrollt und bremse ab, um an dem Punkt zum stehen zu kommen wo er kein Gas mehr geben konnte. Hat er etwas verloren? Hat sich etwas aufgelöst?
Als ich zu ihm laufe sammle ich die Teile am Straßenrand ein, welche mopedähnlich aussehen.
Wir beschließen in die nächste Einbuchtung zu schieben, Jonas bockt seine blaue Rakete auf und läd ab.
Holterdipolter..das Moped liegt auf der Seite und der linke Koffer ist abgebrochen :(
Der Defekt vom Defekt also, ich eile dazu und wir sichern das Gefährt.

$matches[2]


Alle Sachen liegen nun verstreut, in der Nachmittagssonne sind wir gezwungen die Sachen auszuziehen, freudige geräuschlose Mücken stürzen sich auf uns, wie wir später feststellen durften.
Es geht an die Fehlersuche, doch Anrollen, Funke, neue Kerze, Sprit, Schwimmer Fehlanzeige, alles in Ordnung..

Tourende 17km vor dem Ziel?
$matches[2]
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon Lausi » 13. November 2019 21:14

Immer die Cliffhanger :gut:


Weiter so!

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon Lorchen » 13. November 2019 21:16

Hör jetzt nicht einfach auf zu schreiben! Wie kannst du nur?
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon matthias1 » 13. November 2019 21:44

Le zanzare!
Wenn dann Nachts noch fast 40 Grad sind, sind die Biester extrem unangenehm.
Wir haben da unsere nervigste Nacht von all unseren Reisen verbracht.

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 17. November 2019 14:51

Lausi hat geschrieben:Immer die Cliffhanger :gut:

/Christian


Die sind genauso böse wie diese kleinen Stechmücken

matthias1 hat geschrieben:Le zanzare!


Genau!

Lorchen hat geschrieben:Hör jetzt nicht einfach auf zu schreiben! Wie kannst du nur?


Die Tinte war alle! :biggrin:



Tag 5 Teil 2 – Gestrandet in der Poebene

„Gib mal Gas!“ weise ich Jonas an, als ich seinen Vergaser ohne Schwimmerkammer in der Hand hielt. Der Schieber wandert auf und ab, dem prüfenden Blick in den Düsenstock fiel auf, die Teillastnadel bewegt sich nicht mit! Wir demontieren den Vergaser und der Verdacht bestätigt sich, der Nadelclip hat sich gelöst. Er liegt noch im Gasschieber, was für ein Glück! Im Motor sorgt so ein Kleinteil für eine Zwangsehe von Kolben und Laufbahn.
Meine aufgelesenen Teile haben dann doch nichts mit dem Moped zu tun und wandern in den Müll.
Nach einer Stunde am Straßenrand konnte Jonas eine Proberunde drehen, sie läuft wieder! Seinen Koffer binden wir mit einem Spanngurt von mir an sein Moped fest. Es ist immer gut 1-2 Gurte mehr mit zu haben!
Wir legen zügig die letzten 17km zurück bis Bibione, suchen am Campingplatz ein nettes Plätzchen und bauen unsere Behausung auf.

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Glücklicherweise hat der Konsum noch auf, sodass ich uns für den Abend noch mit Getränken eindecken kann...und natürlich Mückenspray!
Bevor es dunkel wird hüpfen wir noch schnell ins warme Meer. Die krönende Belohnung des Tages! Mit viel Hopfenblütentee und frischer Pizza endet der Tag am Strand.

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Candlelightdinner



Tag 6 Donnerstag, der 12.09.2019 - Strandtag

Die Sonne weckt uns mit ungewohnter Wärme, der Planet brennt. Unter dem Wolkenlosen Himmel schmort unsere Wäsche auf der Wäscheleine. Im campingeigenen Einkaufsladen besorgen wir uns Eier, Brot, Wurst. Jonas zaubert auf dem Gasherd für jeden ein Omelett.
Montag müsste Jonas schon wieder auf Arbeit sein, damit wir den Urlaub noch etwas auskosten können, ruft er die Sekretärin vom Chef an und bittet um einen weiteren Urlaubstag, welcher ihm auch gewährt wird.
„Was machen wir heute?“ frage ich. Aufgrund der exzessiven letzten Tage stimmen wir für einen Strand- und Gammeltag.
Die Strandliegen sind nur maximal zu 1/5 belegt, es ist wenig los. Um die Nachmittagszeit sieht man deutlich die Ebbe des Mittelmeers, 20m zieht sich das Wasser am flachen Sandstrand zurück und hinterlässt mehrere Sandbänke zur Freude der spielenden Kinder.

Während des SKG (Strandkontrollgang) konnte ich leider keine Jetskies zum ausleihen entdecken, deshalb unternehmen wir etwas, was sich Stand Up Paddling nennt.
Stehend auf einem Surfbrett durch das Meer rudern.
Zum Glück für uns Anfänger, war das Meer ganz ruhig.

2014_0101_003351_010.JPG


Später am Abend erfahren wir von einer deutschen Camperin von einem Fest in Bibione mit anschließendem Feuerwerk. Die 10 Minuten mit dem Bus wollten wir aus Unerfahrenheit nicht in Anspruch nehmen, unsere Idee war, mit den Fahrrädern des Campingplatzes auf der Strandpromenade zum Zentrum zu fahren. Doch zuerst gibt es Abendbrot.

Es ist 21:30 Uhr, mit den Fahrrädern bewaffnet und einigen Dosenbier im Fahrradkörbchen rollen wir auf dem gepflasterten Weg ins Zentrum. 25 Minuten hat es gedauert für die 5 Kilometer.
Die Musik des Festes beschallt den gesamten Strand, auf einer Bank sitzend, erwarten wir das Feuerwerk. Langsam füllt es sich um uns herum, immer mehr Urlauber starren gierig in Richtung Bühne für 15 Minuten Donner und Lichter.

Wow, das war mal viel Feuerwerk für kein Geld!
Uns wurde gesagt, 23 Uhr schließt sich der Zugang vom Strand zum Campingplatz automatisch. Nicht viel Zeit für den Heimweg, jetzt wird es nochmal sportlich. Mit den klapprigen Fahrrädern strampeln wir mit Höchstleistung zurück. 23:05 Uhr..wir strampeln immer noch, das wird wohl nichts mehr.
Wider erwarten..das Tor ist auf, wieder einmal Glück gehabt.
Außer Puste kommen wir an, jetzt wird’s aber auch Zeit fürs Bett.
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 18. November 2019 18:34

Tag 7 – Freitag, der 13.09.2019 Von 9-19

Damit uns nicht langweilig wird und die Hinterreifen noch viel Profil haben, fahren wir heute weg vom schönen Strand nach Norden in die Dolomiten.
Unser Schlafplatz wird wieder zusammengepackt, das Anlegen der Kleidung ist gar nicht so einfach in der brühenden Sonne, am liebsten würde man ohne alles im Schatten sitzen wollen.
Wir sind früh dran, kurz nach 9:00 Uhr irren wir bereits durch Bibione und suchen vergeblich einen Briefkasten für Jonas' Urlaubspost. Na gut, dann muss er seine Postkarten wohl persönlich den Empfängern geben.
Die Flachen Ebenen mit ihren kurzatmigen Straßen und dicht bestückten Kreisverkehren hören nach 2 Stunden langsam auf, am Horizont können wir bereits die ersten Vorläufer der Alpen erkennen.
Auf Höhe Belluno schickt uns mein Navi über eine gesperrte Brücke, kein durchkommen.
Wir entscheiden uns die Straße weiter zu fahren, 20km Richtung Belluno, hier führt eine Brücke zum anderen Flussufer (Piave), dort angelangt müssen wir wieder 20km zurück fahren um auf unser eigentlichen Route zu bleiben. 40 Kilometer Umweg wegen 50 Meter gesperrter Brücke, ohje.

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Auf der SS51 angekommen geht es kurvig weiter, spiegelglatte Seen, frisch geteerte Straßen, Bauarbeiten an den Fahrbahnmarkierungen, Sonnenschein.
Es wird etwas frisch in den Kombis, jetzt muss doch der Pullover wieder unter die Jacke.
Gegen 14:30 erreichen wir unser auserwähltes 3 Sterne Hotel in San Vito di Cadore, unweit von Cortina d'Ampezzo. Trotz Zweirad-Ankündigung war das Hotel augenscheinlich nicht dafür ausgelegt. Der ca. 70 jährige Rezeptionist räumt mit Mühe die Möbel vom Gehweg damit wir unsere Maschinen dort parken können. Natürlich halfen wir ihm, da schaut man ja nicht weg.

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Während er sein Kofferwagen holt, entleeren wir unsere Mopeds und bald darauf stehen wir in unserer neuen Bleibe für die nächsten 2 Nächte. Ein Balkon, Dusche, Bad, TV und gegenüber ein genialer Blick auf den Berg.
Was machen mit dem angebrochenen Tag? Noch halb in der Motorradkleidung haben wir es uns schon auf dem Bett bequem gemacht und studieren unsere Motorradkarten. Es wird wohl heute noch eine Ausfahrt geben!
Nur eine Stunde nach Ankunft sind wir schon wieder auf den Sätteln unserer Mokicks, das linke Bein auf dem bereits eingreifenden Kickstarter, darauf wartend, das wir keinen Fußgänger beim Ankicken erschrecken.
Es geht los, auf nach Cortina d'Ampezzo. Dieser Name muss einfach mit einem typisch italienischem Akzent ausgesprochen werden sowie der italienischen Handbewegung für gutes Essen. Apropos Essen, einen kleinen Snack haben wir uns auch verdient, zu einem hausgemachten Sandwich in einer Bikerbar wollte Jonas noch einmal das Feeling mit der nassen Hose erleben und kippte sich ausversehen Cola über dieselbe.

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Wir folgen der Beschilderung zum Passo di Falzarego, am Morgen bei 0 Meter über Normal Null sind wir nun auf 2100 Höhenmetern, Jonas fühlt sich in der kurvenreichen Landschaft wohl, ich natürlich auch.

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Nach der Abfahrt, die Dämmerung setzt bereits ein, machen wir einen Tankstopp bei Corvara und werfen einen Blick über die nächste Route. Wir sind doch schon etwas weit weg und leicht verspätet für eine Heimkehr bei Tageslicht.

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Unsere Route führt weiter auf den Passo di Campolongo (1870m) über einen Umweg zur zweiten Auffahrt des Falzarego. Mittlerweile ist die Sonne verschwunden und nur noch die rötlich angestrahlten Bergspitzen werfen zusammen mit unseren Scheinwerfern Licht auf die Straße.

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Zurück geht es wie bereits auf der Hinfahrt über Cortina, einen anderen Weg gibt es nicht, also haben wir noch etwas „Geeier“ vor uns.
Mich fröstelt es bereits, Jonas deutet mir an doch endlich mal das Licht einzuschalten. Hoppla, bei Hummel 1.0 war auf Zündstellung 1 vorn und hinten Licht an, nach meinem Neuaufbau habe ich das umgeklemmt auf Stellung 2, damit auch hinten eine Birne leuchtet.
19:15 Uhr, es ist dunkel, wir erreichen unser Hotel.
Vor über 10 Stunden und 290 Kilometer sind wir am Meer gestartet, jetzt gibt es lecker Abendbrot in der gegenüberliegenden Pizzeria.

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon allgäumz » 18. November 2019 20:25

:zustimm: :biggthumpup: :gut: :respekt:

bitte unbedingt weiter berichten :flehan: :!:
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon tomate » 18. November 2019 23:02

Respekt Tom! Bitte berichte weiter.
Bist du einsam und allein, dann sprüh dich mit Kontaktspray ein.

Mfg. André
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon Lorchen » 18. November 2019 23:06

blaublau hat geschrieben:... jetzt gibt es lecker Abendbrot in der gegenüberliegenden Pizzeria.

Ey, du bist dämlich! Jetzt hab ich nämlich schon wieder Hunger. :intrigant:
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon Uwe6565 » 18. November 2019 23:14

Lorchen hat geschrieben:
blaublau hat geschrieben:... jetzt gibt es lecker Abendbrot in der gegenüberliegenden Pizzeria.

Ey, du bist dämlich! Jetzt hab ich nämlich schon wieder Hunger. :intrigant:


Lorchen du bist der Hit :lach: :lach: :lach:
Zum Emme fahren ist man nie zu alt

LG von Uwe6565 :D :D :D

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon RT Opa » 18. November 2019 23:25

Nee,er hat nur immer Hunger..

Schöner Bericht,bitte weiterhin Berichten.
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 19. November 2019 21:39

tomate hat geschrieben:Respekt Tom! Bitte berichte weiter.


So soll es sein :)



Tag 8 Samstag, der 14.09.2019 Im Reich der Kurven

Im Gemäuer des Hotels werden wir freundlich von der Gastwirtin empfangen. Es scheint die Frau des Opas hinter der Rezeption zu sein. Ein beschauliches Buffet ist für die wenigen Gäste aufgetischt. Wir lassen uns an einem der Tische nieder und bekommen Kaffee und Tee serviert. So könnte es immer sein. An der Auswahl gibt es nichts zu bemängeln, jedoch sehr zuckerlastig. Von hauseigenem Kuchen über Kekse, Pfannkuchen, Marmelade, Joghurt, Früchten und Croissants ist alles da.
Nach dem energiegeladenen Frühstück bereiten wir uns für die heutige Tour vor. Endlich habe ich Gelegenheit die eher unbekannten Pässe mit Jonas zu erkunden, die schmalsten Straßen der Umgebung gehören heute uns.

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Kurz nach 09:00 Uhr sitzen wir wieder in den Sätteln, diesmal Richtung Süden, wo wir gestern kamen. Wenige Kilometer später, die Motoren haben grade so Handtemperatur und wir sind auf der Suche nach der Abfahrt zur SP347, haben wir sie auch schon verpasst. Auf der Karte sehen die Straßen und Kreuzungen besser aus als in echt...
Die doch dick eingezeichnete Straße ist in Wirklichkeit eine kleine als Privateinfahrt anmutende enge Straße mit sehr starkem Gefälle. Wir schnürkeln uns hinab, an der Felswand klebend gewinnen wir auch bald wieder an Höhenmetern bis wir den ersten Pass des Tages erklommen haben. Passo Cibiana, unbekannt, eng, wunderschön befahrbar. Die erste Pause ist auf 1530m Höhe, wir quatschen kurz mit dem einzigsten anderen Motorradfahrer außer uns, einem Münchner mit seiner BMW, wie soll es anders sein.

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Das Wetter ist wieder prima, die Luft ist kühl, in der Sonne verbrennt man sich. Wir segeln bergab in die nächste Stadt um direkt darauf die nächste Auffahrt zum Passo Duran (1600m) zu nehmen.
Die Namen klingen nicht geläufig, umso mehr freut es mich abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten auf 2 Rädern unterwegs zu sein. Agordo peilen wir danach an, hier müssen wir noch einige Auf- und Abfahrten bewältigen, so auch über den Passo Cereda (1360m).
In Tonadico angekommen, biegen wir rechts ab auf die SS50, der Nase nach auf den Passo Rolle (1990m). Wir sind im Fahrfieber und klemmen uns hinter eine Gruppe Motorradfahrer.
Die Straße ist jetzt relativ schlecht, ein Flickenteppich aus Bitumen und 4 verschiedenfarbigen Teersorten. Wir bleiben dran, der schlechte Asphalt gönnt uns nun keine Unachtsamkeit.
Einer der Fahrer, die Vorletzte, beschützt vom Gruppenletzten, welcher die Kolonne abschließt, scheint ein Neueinsteiger zu sein.
Das Rennen zieht sich nun über 10 Minuten, vor jeder Kehre können wir die verlorene Distanz wieder aufholen durch geschickte Bremsmanöver und sportlicher Kurvenlage.
Ich höre jedes Mal Jonas' Bremse, seine Scheibe hat bereits stärkere Riefen, bei jedem Geschwindigkeitsabbau bohrt sich sein Bremsbelag stärker in den runden Reibpartner, sodass ich es aus 10m Entfernung hören kann.

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An einer Waldkreuzung trennen sich unsere Wege, 10 Zweiräder warten an der Einmündung zur SP81. Dort stehend gibt uns einer der Fahrer einen fetten Daumen nach oben.
Wir fahren rechts entlang, bergauf an einer Tankstelle vorbei, kurz darauf halten wir. „Musst du tanken?“ „Neija noch nicht wirklich“
Ich habe unseren Kilometerstand im Blick, es sind 180 Kilometer seit dem letzten Auffüllen, trotzdem stimme ich Jonas zu und wir fahren weiter, hinauf zum Passo Valles (2030m).

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Das Adrenalin packt uns immer noch, ohne Pause legen wir weitere 30 Kilometer zurück, am Fuße des Passo di Giau (2230m) passiert fast ein Unglück. Jonas' Scheinwerfereinsatz hat sich gelöst, die Kabel des Hauptscheinwerfers konnten ihn auch nicht halten, während einer Kehre fällt das fragile Bauteil nach unten auf den harten Asphalt.
Ich hörte das unangenehme Geräusch und fahre Rechts ran..

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CLIFFHANGER :lol: :lol:
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon RT Opa » 19. November 2019 22:00

Und da hört er einfach auf!

Ich hätte gerne mehr gelesen.
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon je125sx » 19. November 2019 22:49

Ist der Einsatz ganz geblieben?
Reicht der Sprit trotz Mehrverbrauch an den Steigungen?
Fragen über Fragen. Wir bitten um Aufklärung.

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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon Lorchen » 20. November 2019 09:12

RT Opa hat geschrieben:Und da hört er einfach auf!

Ich hätte gerne mehr gelesen.

Das ist wie bei den Fernsehserien. Im spannendsten Moment kommt der Abspann.
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Re: Meine Reise nach dem Unfall

Beitragvon blaublau » 20. November 2019 09:34

Lorchen hat geschrieben:
RT Opa hat geschrieben:Und da hört er einfach auf!

Ich hätte gerne mehr gelesen.

Das ist wie bei den Fernsehserien. Im spannendsten Moment kommt der Abspann.



Habt erbarmen, ich hab im privaten zur Zeit viel zu tun, will aber auch die Abstaende der Posts klein halten :oops:

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