Alles, was oben nicht passt.
16. September 2009 20:46
Wieder mal eine Frage an die Metall und Schwingenbolzen Experten. Ist der Schwingenbolzen in der ETZ Speziell gehärtet und aus welchem Material ist er?
Gruß Robert
16. September 2009 20:48
Gehärted sind sie nicht, mann kann sie leicht anbohren.
Das Material weiß ich nicht.
16. September 2009 20:50
Sind Aufgechromt!! Grundmaterial is mir aber auch unbekannt.
16. September 2009 20:59
Aha, ist ja schonmal ein Anfang. Grund meiner Nachfrage ist der, das ich einen brauche der rechts und links ein längeres Gewinde hat. Spezial Umbau lässt grüßen
Könnte mir mal jemand einen Orginalen ausgebauten vermessen?
Gruß Robert
16. September 2009 21:31
Jeder Dreher wird Dir die Stahlsorte sagen koennen.
Wegen irgendwelchen Spezialitaeten brqauchste Dir keinen Kopf machen.
ST 50 so was in der Richtung sollte reichen. (Lass Dir direkt 2 bauen, sollte der eine festgehen ,-) )
16. September 2009 22:06
ich würde 42CrMo4 mindestens aber C45 nehmen, vergütet auf 100 kp/mm²
Baustahl wie St 50 ist zu weich!
16. September 2009 22:29
Ich denke auch, daß C45E (früher Ck45 ) 1.1191, Vergütungsstahl, unleg. ausreichen sollte.
Als Rohteil, einen im A-Dmr. schon möglichst gut passenden Stab wählen, damit die Randfaser weitgehend erhalten bleibt.
Vor allem bei geschnittenen/gestrählten Gewinden nicht unnötig stark anziehen.
Sanft verlaufende Freistiche und zu guter Letzt: am besten alles noch polieren.
Viel Erfolg.
René
17. September 2009 06:44
Ist der original wirklich Hartverchromt??? Den Luxus leistet man sich doch nicht so ohne Weiteres. Ich kenn zumindest keinen Hersteller der das tut. Meistens wird Randschichtgehärtet.
Werkstoff: Ich würd auch C45 empfehlen, vielfach bei Schwingen- und Radachsen bewährt. Legierte Werkstoffe werden, auch heute noch, nur da verbaut, wo es wirklich nötig ist.
Wobei man sich bei der Einzelanfertigung natürlich leicht was Besseres leisten kann. 42CrMo4 ist ja auch ein üblicher und leicht erhältlicher Stahl.
alexander hat geschrieben:Jeder Dreher wird Dir die Stahlsorte sagen koennen.
Ääh, ja, aber nur wenn er ein Spektralanalysegerät hat. Die Funkenprobe am Schleifbock reicht zur Unterscheidung von so nah beinander liegenden Legierungen nur bei Hellsehern aus

Ich könnts zumindest nicht. Und ich war damals richtig gut im Stähleraten.
Gruß
Hans
17. September 2009 07:01
Ich weiß ja nicht, aber die "Aufchromgeschichte" kommt mir merkwürdig vor. Ich habe schon manchen ETZ-Schwingebolzen "herausoperiert" meist vielen unschönen Worten und sehr viel Gewalt. Im Regelfall waren die IMMER arg verrostet.
Vor vielen Jahren hatte ich das gleiche Problem bei der Kreidler, deren Schwingenachse serienmäßig unverchromt in Kunstoffbüchsen(!!!!) läuft. Damals hatte ich noch die Möglichkeiten, zu drehen, direkt zu verchromen und zu scheifen und habe mir Schwingenachsen aus C54 gedreht, aufgechromt und auf Maß geschliffen. Dann habe ich Schmiernippel eingesetzt und das Ganze in Messingbüchsen mit Schmiernut und O-Ringen laufen lassen. Seit über 20 Jahren habe ich Ruhe.
Bei den alten Emmen ist doch auch ein Schmiernippel an der Schwingenachse, da hatte ich auch beim zerlegen die kleineren Probleme. In meinem Bestand befindet sich eine werksneue ETZ-Gespannschwingenachse, die ist nur verzinkt und da sind auch schon erste Rostpartikel zu sehen.

Edit meint: Das wäre gut möglich, Tippi, aber waren die aufgechromt? Ich dachte immer, durch die Ölschmierung wären die beser erhalten gewesen...
Zuletzt geändert von
trabimotorrad am 17. September 2009 07:16, insgesamt 2-mal geändert.
17. September 2009 07:10
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17. September 2009 07:16
Hat wer einen gut erhaltenen originalen ETZ-Bolzen zum fotografieren? Hartchrom kennt man normalerweise sofort.
17. September 2009 07:53
hiha hat geschrieben:Hat wer einen gut erhaltenen originalen ETZ-Bolzen zum fotografieren? Hartchrom kennt man normalerweise sofort.
Ich hab nen nagelneuen TS/1. Keine Nachfertigung. Werd ich gleich mal nachsehen.
17. September 2009 07:57
Hart und spröde kann er nicht sein. Man kann sowas mit einiger Mühe verbiegen, aber nicht abbrechen.
17. September 2009 10:06
So, da das Foto:
http://img.photobucket.com/albums/v710/ ... 010871.jpgFür mich sieht das schon nach ner dünnen Chromschicht aus irgendwie...
17. September 2009 10:09
Ich glaube mit "jeder Dreher kann Dir sagen" war keine Materialanalyse bestehnder Schwingenbolzen gemeint, sondern dass ein Dreher ein Material vorschlagen kann das an dieser Stelle funktioniert und das er verarbeiten kann.
Gryße!
Andreas, der motorang
17. September 2009 10:38
Lorchen hat geschrieben:Hart und spröde kann er nicht sein. Man kann sowas mit einiger Mühe verbiegen, aber nicht abbrechen.
waer auch weder gewollt oder beabsichtigt. Und mehr Geld als nötig hat MZ garantiert nicht ausgegeben.
Von daher wird man sicher auch CHROM (außer ev. in der Legierung!) verzichtet haben, zumal die Schleiferei
der Schwinge ja weitere Bearbeitungsschritte nach sich ziehen würde.
Im Grunde genommen braucht die Schwinge auch nicht hart zu sein, sie ist ja kein Lager und auf ihr finden keine
Bewegungen statt, die Drehbewegung durch einfedern der Schwinge sollen durch die Gummis der Schwingenlagerung
elastisch aufgenommen werden.
Eine Hinterradachse der TS 250/1 (wohl auch anderer MZ Typen) ist aus C 60 hergestellt.
Mit dem Werkstoff ist man sicher nicht auf der falschen Seite.
17. September 2009 10:57
Danke für die vielzahl Antworten.
Weiß Thorsten unser Metallbauspezi vielleicht noch was genaueres zum Material?
@ Jens könntest du mir mal die Maße von deinem Bolzen geben, dürfte ja zur ETZ Baugleich sein.
Gruß Robert
17. September 2009 11:04
Galvanisch verzinkt, würde ich sagen. Is aber auch Wurscht. Wenn die Achse nicht direkt als Lagerfläche dient, ist sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht verchromt. Hätt dann ja überhaupt keinen Sinn.
Gruß
Hans
17. September 2009 11:07
http://www.wegertseder.com/pages/techda ... -infos.aspDa ist genug über stahl geschrieben
Und ich glaube die Oberfläche ist Geglättet,oder sogar Rolliert
Damit sind RZ Werte möglich bis 0,3 sieht aus wie verchromt
17. September 2009 14:15
Also wenn jemand von Euch einen alten Bolzen hat, kann er mir 8 - 10cm davon absägen und zuschicken (keine ganze Achse!).
Bei mir in der Fa. gibt es jedenfalls die Möglichkeit, Werkstoffanalysen durchzuführen.
Ich kann natürlich nicht fest versprechen ob das einer für mich macht, aber probieren könnt ich es - dann wüssten wir´s ganz genau.
Die Werte der Oberflächen- und Kernhärte würden nebenbei noch mit rauskommen (falls nicht kpl. verrostet).
Gruß René
17. September 2009 17:04
der Bolzen ist verchromt, aber nur als Korrosionsschutz!
Habe auch so einen bei MZ-B gekauft, für schlappe 5 TEURONEN
17. September 2009 17:31
Glaub ich erst, wenn ichs seh. Für 5.- gibs kein Chrom.
17. September 2009 17:37
doch wohl, im Abverkauf bei MZ-B
17. September 2009 17:42
Ahso.
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