Alles, was oben nicht passt.
6. Januar 2011 21:59
Hallo liebe Fachleute,
dieses Thema hat mal wieder nichts mit der MZ zu tun, aber vielleicht hat ja einer Ahnung davon:
Habe einen ENDRESS Stromerzeuger (2,2kW syncron, 2x220V Steckdosen, im Rohrrahmen ohne Schallschutz, Profigerät für den Baustelleneinsatz) aufgetrieben der um die 10-12Jahre gestanden hat. Fehleransage des Vorbesitzers (soweit er sich noch erinnern konnte) ist, daß das Teil zum E-Schweißen benutzt wurde und nach einiger Zeit kein Strom mehr kam - also Überlastung.
Den Motor (Robin, läuft rund und leise) hab ich schon wieder zu laufen. Wenn der Motor läuft kann ich mit dem Multimeter 5,5V an den Steckdosen messsen. Im ruhenden Zustand hat + gegen - Durchgang! Ist das schon ein eindeutiges Anzeichen für eine Wicklungsschaden? oder kann es auch noch an etwas anderem liegen? z.B. hat der Generator auch einen Kondensator. Kann es evtl auch an dem liegen und wie kann ich ihn überprüfen? Falls der Generator gewickelt werden muß - wie teuer mag das wohl werden???
Bin für jeden Tipp dankbar.
Grüße Hanning
6. Januar 2011 22:00
miss doch mal bitte die Wicklung gegen Konstruktion/Rahmen. Im Stand den Widerstand (hoher Messbereich Megaohm) und im Betrieb die Spannung.
Robert
6. Januar 2011 22:07
Hallo Robert,
im Stand hat + und auch - keinen Durchgang zum Gehäuse. Hatte ich vorhin schonmal überprüft. Die Masseklammern in den Dosen haben Durchgang zum Gehäuse -aber das müßte ja auch normal sein, oder?
Wie es sich im Betrieb verhält werde ich morgen abend mal messen.
Grüße Hanning
6. Januar 2011 22:16
mit was hast du deinen "Durchgang" gemessen? Durchgangsprüfer oder Widerstandsmessung? Wie heist das Gerät genau?
6. Januar 2011 22:20
Bist Du sicher, daß es ein Synchrongenerator ist (imho haben nur Asynchrongeneratoren bei Selbsterregung einen Kondensator)?
LG MV
6. Januar 2011 22:22
mit der Durchgangsfunktion des Multimeters. Aber morgen kann ich auch die Widerstandsmessung machen und auch nach dem Typschild sehen.
6. Januar 2011 22:26
Hmm,
magst du mal ein Bild vom Innenleben machen? Das mit dem Kondensator kommt mir auch komisch vor, kann es sein das es doch ne Asynchronmaschine ist, die durch das Schweißgerät zuviel induktive Last abbekam und dem Gerät einfach ein bischen Eigenmagnetismus fehlt?
Robert
6. Januar 2011 22:29
Vermute ich aus dem Stehgreif auch.
Die Leistungsklasse spricht auch für Asynchron.
6. Januar 2011 22:32
Jo, stelle morgen ein Bild rein.
7. Januar 2011 03:57
hanning hat geschrieben:2x220V Steckdosen.... ....im Stand hat + und auch - keinen Durchgang zum Gehäuse. Hatte ich vorhin schonmal überprüft. Die Masseklammern in den Dosen haben Durchgang zum Gehäuse -aber das müßte ja auch normal sein, oder? Wie es sich im Betrieb verhält werde ich morgen abend mal messen.
Ich stell die Frage sehr ungern, weil ich deine elektrischen Kenntnisse nicht kenne und dich auch nicht beleidigen möchte, aber bist du dir sicher das da nicht lieber mal ein Fachmann vor Ort nach dem Fehler suchen sollte?
Und bitte, bitte, bitte unterlasse eine Durchgangsprüfung der Steckdosenkontakte bei laufendem Gerät
8. Januar 2011 17:35
Überlastet man diese Generatoren, geht die Magnetisierung (Remanenz für die Selbsterregung) des Rotors verloren und es wird keine Spannung mehr erzeugt. Dagegen gibt es ein einfaches "Mittel":
Im
zwei passende Nägel in
eine Steckdose des Generators stecken und an diese Nägel für ein paar Sekunden eine Gleichspannung, z.B. 12Volt MZ-Batterie anlegen (Polung egal). Dadurch wird der Rotor wieder magnetisiert!
Dann die Nägel und Batterie wieder entfernen!
Jetzt wird der Generator zu 95% wieder funktionieren!
Gruß André
8. Januar 2011 21:14

, genau so machen!
Für die anderen 5% könnten dann noch zu geringe Drehzahl oder ein defekter Kondensator in Frage kommen.
LG MV
8. Januar 2011 21:41
Danke für die Tipps. Die beiden Steckkontakte des Kondensators haben Durchgang - werde als erstes dann mal den Kondensator wechseln (muß erstmal einen auftreiben). Sollte es trotzdem noch nicht gehen, werde ich die 12V Gleichspannung draufgeben und dann sollte es wohl (hoffentlich) fkt.
Achso techn Daten:
ESE204RS/S
2,2kVA, cos phi 1, 50Hz
Werde mich dann melden, so oder so.
Trotzdem hier die versprochenen Fotos:
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17. Januar 2011 22:33
So Leute, hatte die ganze letzte Woche Dienstreise und konnte mich heute erst wieder um das Sorgenkind kümmern. Also hab ich mir heute nach Feierabend einen Kondensator besorgt (zwar gebraucht, aber funktionstüchtig) und eingebaut und anschließend wie von Andre' beschrieben die Gleichspannung draufgegeben - und siehe da: er tut es wieder!!!!!!!!!!!!
Also, nochmal vielen dank an alle Tippgeber und besonderer Dank an Andre'.
Grüße Hanning
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