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Anfertigen einer Gußform

Verfasst:
20. Oktober 2006 11:44
von Trophy-Treiber
Ich möchte mir ein Gußteil nach Vorlage eines Kunstoffteils machen, hab von sowas aber überhaupt keine Ahnung.
Als Gießmittel habe ich an Zinn gedacht. Relativ leicht zu beschaffen und niedriger Schmelzpunkt. Aus welchem Material kann ich die Gußform herstellen? Hält Gips die Temperaturen aus?
Es handelt sich um ein reines Schauobjekt, hat also nichts zu halten. Die Maße sind 23 mm x 33 mm, die Dicke beträgt 2 mm. Es handelt sich natürlich um ein MZ-spezifisches Teil.
Wer hat sachdienliche Hinweise?


Verfasst:
20. Oktober 2006 12:29
von ad40
Hallo,
man kann dafür " Baumarkt- Silikon " nehmen, gibt es auch zum abdichten von Heiz- Ofenrohren mit Temperaturbeständigkeit von weit über 200 ° C. Im gut sortierten Bastelhandel gibt es gießbares Silikon unter der Bezeichnung RTV, damit lassen sich feinste Strukturen abformen. Und als Gußmaterial soll angeblich Aluminium gut gehen.
Gruß Axel

Verfasst:
20. Oktober 2006 12:45
von TeEs
Je nach Verwendung des Fertigteils kannst Du dem Zinn noch jede Menge Blei zugeben, bzw. komplett Blei nehmen, wenn's nur zum in die Vitrine stellen ist.
Klar geht das mit Gips. Besonders gut geht s.g. Modellgips.
Aber Achtung:

Die Form muss seeeehr gut getrocknet sein. Z. B. ein paar Stunden bei 50° in die Röhre oder halt ein paar Tage trocken lagern.
Sonst
man kann dafür " Baumarkt- Silikon " nehmen, gibt es auch zum abdichten von Heiz- Ofenrohren mit Temperaturbeständigkeit von weit über 200 ° C. Im gut sortierten Bastelhandel gibt es gießbares Silikon unter der Bezeichnung RTV, damit lassen sich feinste Strukturen abformen. Und als Gußmaterial soll angeblich Aluminium gut gehen.
Das klingt auch gut. Gibt es dazu noch mehr Informationen?
Gruß Axel

Verfasst:
20. Oktober 2006 13:18
von ad40
Muß mal schauen,
in einer der letzten Oldtimer Markt war so ein Bericht. Der hat das u.A. mit Sandformen ( Hobby- Bedarf, Gußsand ) gemacht und hat dafür alte Zierleisten / Embleme vom Schrott eingeschmolzen, wobei ich immer dachte das die aus Zinkdruckguß wären.
Gruß Axel

Verfasst:
20. Oktober 2006 13:25
von TeEs
Alu: Schmelzpunkt 660°, Zink: 420°


Verfasst:
20. Oktober 2006 13:46
von ad40
Naja,
beide Temperaturen müßten sich doch mit einem Gasbrenner im Topf erzeugen lassen ? Haben diverse Foristi nicht schon vor plötzlichen Löchern beim erwärmen der Gehäusehälften mit der Flamme gewarnt?
Gruß Axel

Verfasst:
20. Oktober 2006 14:22
von Trophy-Treiber
Die Form müßte schon feine Strukturen abbilden.
Es geht um einen Kunststoffpin, den ich aus Metall gießen möchte. Das Ganze wird dann auf ein Zippo geklebt. Der Kunststoffpin würde wahrscheinlich nicht ewig halten.
Dünnen Modellgips könnte ich mir vorstellen. Silikon ist bestimmt auch nicht schlecht, gibt aber unter Umständen ein klebriges Gematsche. Reicht beim Silikon Öl als Trennmittel?

Verfasst:
20. Oktober 2006 14:28
von sammycolonia
lese ich gerade auf zippo kleben? meinste nicht das zinn oder blei genau so schnell abnutzen wie plaste?... in dem fall würd ich mir ne form aus modellgips machen und das mit flüssigmetall, oder knetmetall ausfüllen...ist jedenfalls härter als zinn oder gar blei...


Verfasst:
20. Oktober 2006 15:37
von alexander
An unserem Haus wurden mal Teile der Stuckfassade erneuert. Der Stukkateur nahm die Form von einem erhaltenen Teil vermittels Silokon ab.
Also koennte ein Stukkateuer evtl. weiterhelfen.
Andererseits will mir nicht einleuchten wie bis 2oo Celsius bestehendes Silikon mit 660 Celsius Aluminium harmonieren sollte.
Oder habe ich da was verplant. Wuerde bei einem Alu- Zinn- Gemisch die Schmelztemparaturen gegeneinander aufgerechnet (§§ 366, 367 BGB??).
Oder habe ich einfach zu wenig Alkopops geschluerft heute??

Verfasst:
20. Oktober 2006 16:43
von Trophy-Treiber
sammycolonia hat geschrieben:in dem fall würd ich mir ne form aus modellgips machen und das mit flüssigmetall, oder knetmetall ausfüllen...
Manchmal biste gar nicht so doof, wie ich aussehe....
Bei Knetmetall bin ich mir nicht sicher, ob die Konturen wirklich bis ins Detail abgenommen werden. Also wirds was mit Flüssigmetall.


Verfasst:
20. Oktober 2006 16:57
von sammycolonia
Trophy-Treiber hat geschrieben:Manchmal biste gar nicht so doof, wie ich aussehe....
so doof wie du aussiehst bin ich doch schon lange... glaub ja nich wehn du vor dir hast....


Verfasst:
20. Oktober 2006 17:07
von Flügerl
Dass du nich gleich n 2K Harz nimmst?
Re: Anfertigen einer Gußform

Verfasst:
20. Oktober 2006 17:08
von Norbert
Trophy-Treiber hat geschrieben:Ich möchte mir ein Gußteil nach Vorlage eines Kunstoffteils machen, hab von sowas aber überhaupt keine Ahnung.
Als Gießmittel habe ich an Zinn gedacht. Relativ leicht zu beschaffen und niedriger Schmelzpunkt. Aus welchem Material kann ich die Gußform herstellen? Hält Gips die Temperaturen aus?
Es handelt sich um ein reines Schauobjekt, hat also nichts zu halten. Die Maße sind 23 mm x 33 mm, die Dicke beträgt 2 mm. Es handelt sich natürlich um ein MZ-spezifisches Teil.
Wer hat sachdienliche Hinweise?

Alugießer werden hier fündig:
http://www.atmpage.de/aluguss/index.php

Verfasst:
20. Oktober 2006 17:46
von Trophy-Treiber
Flügerl hat geschrieben:Dass du nich gleich n 2K Harz nimmst?
Weil die Oberfläche schon metallisch aussehen soll. Lackieren würde auch nicht lange halten.
Re: Anfertigen einer Gußform

Verfasst:
20. Oktober 2006 17:50
von Trophy-Treiber
Nicht uninteressant. Die Seite hab ich in meine Favoriten gesteckt.
Aber für mein
einmaliges Vorhaben etwas überdimensioniert.

Re: Anfertigen einer Gußform

Verfasst:
20. Oktober 2006 18:27
von sammycolonia
Trophy-Treiber hat geschrieben:Nicht uninteressant. Die Seite hab ich in meine Favoriten gesteckt.
Aber für mein
einmaliges Vorhaben etwas überdimensioniert.

wieso????... kannste dir gleich ein neues moped giessen...

Re: Anfertigen einer Gußform

Verfasst:
20. Oktober 2006 18:44
von Norbert
So was geht um Baumaschinenkleinstdiesel mittels selbstgegossener Adapterplatte an indische Getriebe altbritischer Konstruktion zu schrauben....

Verfasst:
20. Oktober 2006 19:11
von Flügerl
Das mit dem Giesen klingt interessant... Spiele im Moment selbst mit dem Gedanken was zu gießen. Möcht mir nämlich rein aus Neugierde selbst nen 2-Taktboxer (BK-Stil) mit 100ccm (2x 50er Sachs Zylinder) bauen und da bin ich noch am tüfteln wie ich das mitm Kurbelgehäuse löse *am Kopfkratz* Aus nem Block fräsen oder gießen...
Re: Anfertigen einer Gußform

Verfasst:
20. Oktober 2006 19:18
von Trophy-Treiber
@ sammycolonia
Klar, aus einem Stück. Dann brauche immer nur
ein Teil zu wechseln.
Norbert hat geschrieben:So was geht um Baumaschinenkleinstdiesel mittels selbstgegossener Adapterplatte an indische Getriebe altbritischer Konstruktion zu schrauben....
Wie soll ich denn eine Adapterplatte gießen, wenn ich den Baumaschinenkleinstdiesel noch gar nicht anschließen kann?


Verfasst:
21. Oktober 2006 09:16
von Stephan
Wenn du noch 5 Semester warten kannst, dann kann ich dir weiterhelfen. Im 6. Semester gießen wir nämlich an Der FH in Zittau auch aus Zinn ein Teil mit verlorener Form und allen drum und dran.
