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Freiblasen , Wie oft ? Wie lange ? Pro und Contra .

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 15:24
von Ckone
Mahlzeit,

mir bereitet mal wieder das Thema Freiblasen etwas Kopfzerbrechen :roll:

Einerseits soll man ja Materiealschonend fahren andererseit kann "Freiblasen" ja ware Wunder bei Fahrleistungen bewirken.
Wenn ich mein Auto freiblase will dann fahre ich auf die Autobahn , fahre 195 Km/h also V-Max so zirka 15 Minuten lang.

Soll ich das bei meiner ETZ genauso machen ? Irgendwie scheue ich mich meinem Moped das anzutun....bei Auto hab ich da weniger Skrupel :twisted:

Das kann doch nicht gut für den Motor sein oder ?

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 15:40
von Ex User Hermann
Generell laufen Zweitakter bei Vollgas eher weniger Gefahr festzugehen als bei Teillast.

Wenn die Bedüsung stimmt, ist das Schnellfahren/Heizen normalerweise kein Problem. Allerdings wird es gefährlich, wenn ruhig gefahrene Motoren plötzlich höher gedreht werden als vorher. Haben sie einen gewissen Verschleißgrad erreicht, bildet sich im Zylinder eine minimale Stufe am oberen Umkerpunkt des Kolbens.

Diese Stufe ist im direkten Maß abhängig von der vorher gehandhabten Fahrweise und bei sanft gefahrenen Motoren minimal tiefer als bei zügig gefahrenen Motoren. Wenn der "zahme" Motor dann plötzlich drehen muß, werden die Kolbenringe einem aussichtslosen Kampf gegen diese Stufe antreten.

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 16:39
von Nordlicht
Hermann hat geschrieben: Haben sie einen gewissen Verschleißgrad erreicht, bildet sich im Zylinder eine minimale Stufe am oberen Umkerpunkt des Kolbens.

Man hört denn deutlich die Anstoßgeräusche....früher wurde versucht diese Kante zu entfernen........ heute neu schleifen lassen... Ansonsten bricht der obere Kolbenring und es klemmt fürchterlich...

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 16:40
von PeterG
... die Emme ne Viertelstunde mit 195km/h auf der Bahn?
Hut ab, aber n Versuch wärs wert :-)

Re: Freiblasen , Wie oft ? Wie lange ? Pro und Contra .

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 17:20
von Ex-User peryc
Ckone hat geschrieben:Mahlzeit,

mir bereitet mal wieder das Thema Freiblasen etwas Kopfzerbrechen :roll:

Einerseits soll man ja Materiealschonend fahren andererseit kann "Freiblasen" ja ware Wunder bei Fahrleistungen bewirken.
Wenn ich mein Auto freiblase will dann fahre ich auf die Autobahn , fahre 195 Km/h also V-Max so zirka 15 Minuten lang.?


Das was Du da beschreibst betrifft aber eher Dieselmotoren, die bei ständiger niedriger Drehzahl verrußen. Da soll man tatsächlich immer wieder mal "freiblasen", aber dazu braucht es nicht Topspeed. Es reicht völlig die Gänge beim Beschleunigen in den Drehzahlbegrenzer laufen zu lassen (merke, ein Diesel kann nur über die Motorbremse zum Überdrehen gebracht werden, nicht durch das Gaspedal). Die schwarzen Wolken sind echt beeindruckend und eine Zeit lang kommt weniger Dreck (Ruß) hinten raus.

Nicht vergessen sollte man da aber auch auf den Luftfilter, der regelmäßig getauscht werden will (viel Stadtverkehr durchaus 1/2 Wechselintervall) da sonst das Verhältnis Luft/Diesel nicht stimmt und es rußt wieder.

Christopher

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 18:01
von mz-henni
Irgendwie scheue ich mich meinem Moped das anzutun.



Aber bei deinem Auto mit mindestens 4 Zylinder und Ventilen und all dem Quatsch, den so ein Viertakter noch hat, hast du keine Skrupel?

MZ=Vollgasfest, auch über lange Strecken, quasi wie beim Mofa.

Grüße, Henni

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 18:07
von Ex User Hermann
Hamburg >> Hannover = 150Km A7, Digitalgas sowohl mit TS250/1 als auch mit ETZ250, keine besonderen Vorkommnisse. Vorausgesetzt der Motor und Vergasereinstellung/Zündzeitpunkt sind OK!

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 18:15
von mz-henni
150Km A7, Digitalgas


Genau das meine ich.

btw. Vernünftig(und damit meine ich NICHT vorsichtig!) gefahrene Emmen müssen gar nicht "freigeblasen" werden, da sie das bei eben beschriebener Fahrweise permanent selber machen.

Grüße, Henni

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 18:31
von Harri-g
Hermann hat geschrieben:Diese Stufe ist im direkten Maß abhängig von der vorher gehandhabten Fahrweise und bei sanft gefahrenen Motoren minimal tiefer als bei zügig gefahrenen Motoren. Wenn der "zahme" Motor dann plötzlich drehen muß, werden die Kolbenringe einem aussichtslosen Kampf gegen diese Stufe antreten.

Und da gibbet noch die Leute die aus der Krabbbelkiste einen gebrauchten Zylinder mit einem xbeliebigen gebrauchten Kolben zusmmenbauen und sich dann über den MZ Scheiß aufregen. :evil:

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 19:06
von Nordlicht
Freiblasen..... was ist das...?????

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 19:10
von sammycolonia
Harri-g hat geschrieben:
Hermann hat geschrieben:Diese Stufe ist im direkten Maß abhängig von der vorher gehandhabten Fahrweise und bei sanft gefahrenen Motoren minimal tiefer als bei zügig gefahrenen Motoren. Wenn der "zahme" Motor dann plötzlich drehen muß, werden die Kolbenringe einem aussichtslosen Kampf gegen diese Stufe antreten.

Und da gibbet noch die Leute die aus der Krabbbelkiste einen gebrauchten Zylinder mit einem xbeliebigen gebrauchten Kolben zusmmenbauen und sich dann über den MZ Scheiß aufregen. :evil:
[glow=red]dem ist nichts hinzuzufügen...[/glow] :wink:

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 22:25
von Ex User Hermann
mz-henni hat geschrieben:Vernünftig(und damit meine ich NICHT vorsichtig!) gefahrene Emmen müssen gar nicht "freigeblasen" werden, da sie das bei eben beschriebener Fahrweise permanent selber machen.

Genauso ist es.

Abgesehen von den "viel hilft viel-Fahrern", die unnötigerweise mehr Öl als vorgeschrieben verwenden und denken dem Motor etwas Gutes zu tun. :wink:

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 22:29
von DRK
Meine machte auch immer so ein komisches klingeln, aber nur in RICHTIG hohen Drehzahlbereichen, also kurz vorm Ende vom DZM.
Ist das diese beschriebene "Kante" bei vorsichtig gefahrenen?

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 22:30
von mz-henni
Ooooh, darf ich bitte nochmal :

DIE MUSS FETT LOOFEN!! :-)

Grüße, Henni, zwischen 1:70 und 1:80 mitn MZ406

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 22:49
von Ex User Hermann
mz-henni hat geschrieben:Ooooh, darf ich bitte nochmal :

DIE MUSS FETT LOOFEN!! :-)

:rofl:

Solche "Grubenhunde" werden niemals aussterben!:irre:

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 22:52
von Flügerl
Diese verflixten Bronzelage für den Kolbenbolzen...

BeitragVerfasst: 15. Juli 2007 23:28
von Ex User Hermann
(Auch) Eine Frage der Ölqualität.

BeitragVerfasst: 16. Juli 2007 15:44
von Flügerl
Eine Stimme tief in mir sagt mir ich soll den alten Motor mit mineralischen Öl fahren... könnt mich gern eines besseren belehren :wink:

BeitragVerfasst: 16. Juli 2007 16:04
von alexander
Taeglich drei mal,
drei mal taeglich nasch ich,
H.......h!

BeitragVerfasst: 16. Juli 2007 17:49
von Ex User Hermann
Flügerl hat geschrieben:Eine Stimme tief in mir sagt mir ich soll den alten Motor mit mineralischen Öl fahren... könnt mich gern eines besseren belehren :wink:

Warum? ............ nimmst Du alte Wellendichtringe? Oder wird die Kupplung vom Zweitaktöl benetzt?

Ich habe in den 70ern meine Dürkopp MD 200 mit 1:50 gefahren, teilsynthetisches Markenöl. Vorgeschrieben war 1:25 bei Ölqualitäten der 50er Jahre. Schäden: Keine!

Aber selbst mineralisches Öl ist heutzutage Welten von den alten Qualitäten entfernt. :wink:

BeitragVerfasst: 16. Juli 2007 17:49
von Ex User Hermann
@Alexander: :rofl:

BeitragVerfasst: 16. Juli 2007 17:54
von sammycolonia
alexander hat geschrieben:Taeglich drei mal,
drei mal taeglich nasch ich,
H.......h!
Bild

BeitragVerfasst: 16. Juli 2007 18:03
von alexander
Sammy, ist es schon SO weit?

BeitragVerfasst: 16. Juli 2007 18:25
von Flügerl
Hermann hat geschrieben:
Flügerl hat geschrieben:Eine Stimme tief in mir sagt mir ich soll den alten Motor mit mineralischen Öl fahren... könnt mich gern eines besseren belehren :wink:

Warum? ............ nimmst Du alte Wellendichtringe? Oder wird die Kupplung vom Zweitaktöl benetzt?

Ich habe in den 70ern meine Dürkopp MD 200 mit 1:50 gefahren, teilsynthetisches Markenöl. Vorgeschrieben war 1:25 bei Ölqualitäten der 50er Jahre. Schäden: Keine!

Aber selbst mineralisches Öl ist heutzutage Welten von den alten Qualitäten entfernt. :wink:


Also könnt ich trotz Bronzelager bedenkenlos runter gehen?

BeitragVerfasst: 17. Juli 2007 03:38
von Ex User Hermann
Wichtig ist ein REISSFESTER Schmierfilm, sonst nix! Früher nur gegeben durch mehr Ölbeimischung oder, im Rennbetrieb, durch die Verwendung von Rizinusöl.

BeitragVerfasst: 17. Juli 2007 08:35
von Falk
die Verwendung von Rizinusöl.


in Schkeuditz mal bei mir riechen, richt zwar eigenartig aber goil

:twisted: