Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

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Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon g-spann » 8. April 2021 15:21

Hinweis: Hier geht's überhaupt nicht um MZ, und als ob das allein nicht schon schlimm genug wäre, ist das Hauptthema eine elektronische Einspritzanlage, also reinstes Teufelszeug!
Ab hier ist's Lesen auf eigene Gefahr und, liebe Kinder: Nicht nachmachen!




Das Dynojet-Abenteuer

Prolog:

Ein weit verbreitetes Problem bei Motorradfahrern, die auch Schrauber sind, ist, sie können ein Motorrad nicht einfach mal so lassen, wie es ab Werk ist…

Mein Gespann aus dem Reich der Mitte ist ja an den allermeisten Stellen echt durchdacht und mit Sinn und Verstand konstruiert worden, aber auch hier finden sich Möglichkeiten, einer alten Weisheit, nämlich der, dass die Perfektion der Feind des Guten ist, zur Geltung zu verhelfen.

In diesem Fall, den ich hier beschreibe, ging es ursprünglich um die Verbesserung an Einlass und Auslass des Motors:

Der originale Luftfilterkasten hat seine Ansaugöffnung ziemlich weit unten, etwa auf Achshöhe und direkt hinter der Hinterradabdeckung. Der originale Luftfilter ist ein Papierfilter, der bei Schlechtwetter-Fahrten dann schnell Gefahr läuft, feucht, bzw. nass zu werden. Berichte von anderen Jialingfahrern über durchfeuchtete Luftfilter, die dann plötzlich ein Loch hatten und daraus folgende Motorschäden ließen mich zu einem K&N-Filter, der eigentlich für eine BMW R1200GS gedacht war, greifen. Der passte natürlich nicht plug’n play, es mussten ein paar Anpassungen am Luftfilterkasten vorgenommen werden.

Der serienmäßige Schalldämpfer wurde gegen einen KTM-Schalldämpfer getauscht, weil dieser erstens deutlich leiser war, mir zweitens die Aufhängung sinnvoller erschien und drittens auf dem Gebrauchtteilemarkt ein echtes Schnäppchen ist.

1. Akt: Arbeit zieht Arbeit nach sich (Meister Röhrig):

Um die Haltbarkeit des Luftfilters musste ich mir jetzt keine Sorgen mehr machen, die Lautstärke war nun auch so, dass ich sicher war, sie einem Mitfahrer zumuten zu können. Da nun aber der Motor von Hause aus schon ausgesprochen mager abgestimmt war, hatte ich Sorge, meine Umbaumaßnahmen gingen auf Kosten der Motorlebensdauer.
Als alter MZ-Fahrer, der immer mit einem Ohr am Motor fährt, hörte ich auch die zu magere Abstimmung.

Wie das Internetz für unsere Kanzlerin, war das Abstimmen einer Einspritzanlage für mich, als Fahrer bisher ausschließlich alten Geraffels mit Vergasern, ebenfalls völliges Neuland. Manipulative Eingriffe an der Bosch-ECU schieden für mich wegen fehlender entsprechender Kenntnisse und technischer Ausstattung komplett aus, daher fiel meine Wahl auf den „Power Commander“ aus dem Hause Dynojet, den man angeblich einfach zwischen Motorperipherie und ECU einschleifen und damit die Einspritzung beeinflussen könnte.

Natürlich gibt es nichts, was für eine Jialing passend, quasi plug’n play, zu kaufen wäre, aber nach Rücksprache mit dem Deutschland-Vertrieb der amerikanischen „Wunderkiste“, wurde es dann ein Gerät, das eigentlich für eine BMW G650X sein sollte, ebenfalls ein Einzylinder mit Saugrohreinspritzung, „…das kann man wahrscheinlich passend machen…“.

Das Gerät, ein kleines Kästchen, hatte dann jeweils zwei Anschlüsse für die Steuerung des Einspritzventils und des Drosselklappensensors, um den „Power Commander“ zwischen ECU und diese beiden Bauteile einzuschleifen, ein Massekabel und zwei freie Kabel, die mittels „Stromdieben“ mit dem Kurbelwellensensor verbunden werden sollten.

Weiter war bereits ein modifiziertes Kennfeld für eine BMW mit Sportluftfilter und –auspuff aufgespielt, nach Aussage des Vertriebs „…eine geeignete Basis, um ein passendes, individuelles Kennfeld zu erstellen…“
Also, einfach mal fröhlich alles angeschlossen, das USB-Kabel vom „Power Commander“ in den mit der mitgelieferten Software bestückten Laptop gesteckt und den Motor gestartet…läuft! …naja, lief ja vorher auch…allerdings…die Anzeige auf dem Bildschirm hatte keine Entsprechung in der Realität:
Die Drosselklappe erschien dort im Leerlauf als zu 100% geöffnet, die Leerlauf-Motordrehzahl schwankte zwischen 9900 und 10500 rpm…

Die Zuleitung der ECU zum Drosselklappensensor so umzupolen, dass die Drosselklappenöffnung korrekt angezeigt wurde, war ja noch ein für mich lösbares Problem; es blieb die viel zu hoch angezeigte Drehzahl.

Nach einiger Überlegung und Rechnerei war dann klar, dass die angezeigte Drehzahl ziemlich genau um Faktor 6 zu hoch lag…wie ich dem abhelfen könnte, wusste ich allerdings überhaupt nicht, also rief ich die beiden Foristi Nils und Stefan (Mainzer&Seife), beides ausgewiesene Elektronik-Spezialisten, zu Hilfe.

-- Hinzugefügt: 8/4/2021, 15:30 --

2. Akt: Der Signalwandler (für den Einen ist es Pillepalle, für den Anderen die reinste Raketentechnik)


„Jo“, sagte Nils, „das Signal des Kurbelwellensensors müsste man schon mal genauer messen…am liebsten würde ich mal rumkommen und selbst messen, ich krieg aber mein Oszi nicht auf dem Mopped unter…hast du eins?“ – „Ein Oszilloskop??? Nee, ich wüsste nicht mal mehr, wie man damit umgeht…das war im letzten Jahrtausend, und nicht mal knapp! Ich kann den Werkstattnachbarn mal fragen, ob der sowas hat…“

Ja, hatte er, allerdings nicht den Hauch einer Ahnung, wie man damit umgeht…super, damit waren wir schon zwei! „Wieso hast du denn sowas, wenn du nicht weißt, wie man damit umgeht?“ – „Diese Frage stellt mir meine Frau auch andauernd!“ – „Aha, du bist auch einer von der Sorte „Besser haben als brauchen“, hm?“ – „Ja, sowas in der Art!“

Mit meinen bereits vor 35 Jahren verschütteten und daher nur noch rudimentären Kenntnissen aus der Technikerschule und unter Nils geduldiger, video-telefonischer Anleitung gelang es mir dann, ein aussagekräftiges Bild des Signals zu erstellen und zu Nils zu schicken.
„Ist jetzt keine ideale Ausgangsbasis, 35 Impulse pro Umdrehung“, befand Nils, „guck mal, ob du das Signal des Drehzahlmessers abgreifen kannst, das hat meist nur einen Impuls pro Umdrehung!“ Na, das ging dann schon wesentlich schneller und mit dem Ergebnis war Nils dann auch zufrieden. „Es ist echt einfacher, aus einem Impuls sechs zu machen, als sechs aus 35…wir nehmen das Drehzahlmessersignal!“

Dann unterhielten sich Nils und Stefan über eine geeignete Strategie zur Umwandlung des Signals, welche Bauteile warum besser geeignet seien, wie man das am besten programmieren sollte u.v.a.m.
Davon hab ich so ziemlich gar nix verstanden, war wahrscheinlich eine andere Sprache….

Nach einer Woche war dann ein kleines Platinchen mit zwei LEDs und vier Kabeln dran fertig und per Post bei mir.

Zwischenzeitlich hatte ich einen Kabelbaum für den „Power Commander“ neu gestrickt und so verlegt, dass ich nicht das halbe Gespann auseinanderbauen, sondern nur die Sitzbank abnehmen muss, um den Laptop anschließen zu können. Der „Power Commander“ selbst war nun vibrationsgeschützt und saß an seinem vorgesehenen Einbauort.
Nach einer Funktionsprüfung, -Hurra, es funktioniert, die Drehzahl stimmt!- wurde der Signalwandler in selbstvulkanisierendes Band eingewickelt, final angeschlossen und, ebenfalls vibrationsgeschützt, untergebracht.

-- Hinzugefügt: 8/4/2021, 15:41 --

3. Akt: Das Autotune-Modul (…der Fahrer prüft unter Realbedingungen, bzw. selbst ist der Mann!)

Nach den ersten Probefahrten zeigte sich, dass der von den beiden "Raketentechnikern" konstruierte Signalwandler völlig unbeeindruckt von den z.T. deftigen Lebensäußerungen des China-Gespanns seine Arbeit verrichtete...großes Lob, fetten Respekt und meinen tief empfundenen Dank, meine Herren! Saubere Arbeit! :tach: :gut: :flehan:


Wenn man weiß, wie ein Vergaser funktioniert, und was er eigentlich macht, ist man auch in der Lage, sich in die grundlegende Arbeitsweise einer Einspritzanlage hineinzudenken. Eine komplette Erstellung eines Kennfeldes nur „nach Gefühl“ fand ich für mich dann aber doch illusorisch, also dann…am besten eine Prüfstandsabstimmung!

Meine Recherchen im Vorfeld hatten ergeben, dass der nächstgelegene Prüfstand, auf den ein Gespann passt, knappe zwei Autostunden entfernt ist, das Gespann etwa 7-10 Tage dort verbleiben würde und dann fertig abgestimmt abgeholt werden könnte.
Oder aber am Hauptsitz in Nürnberg, sechs Stunden einfache Fahrt mit dem Anhänger…beides nicht sehr verlockend, zumal die Kosten für die Abstimmung bei schlapp 300 € los gingen (und es, aller Wahrscheinlichkeit nach, durch den Exotenstatus nicht dabei bleiben würde).

So traf es sich ganz gut, dass, bedingt durch meine Recherchearbeit, bei Google mittlerweile bekannt war, was mich aktuell brennend interessierte: Bei meiner morgendlichen Online-Nachrichtenlektüre bekam ich ein Sonderangebot eines Motorradzubehörhändlers für ein Autotune-Modul zugespielt, was nicht nur deutlich unter dem lag, was der Vertrieb abzüglich Rabatt dafür haben wollte, sondern auch billiger war, als die Abstimmung auf dem Prüfstand. Nicht lange überlegt, zugeschlagen, bestellt und dann hatte ich das Ding in der Hand:

Ein noch kleineres Kästchen, zwei Kabel dran, schwarz und rot, ein Datenkabel für die Verbindung zum „Power Commander“ und eine Breitband-Lambdasonde samt Kabelbaum dafür dabei…

Das Produkt-Versprechen: Die mitgelieferte Breitbandsonde analysiert im realen Fahrbetrieb die Gemischzusammensetzung, ändert diese in Echtzeit und speichert die dazu notwendigen Änderungen des im „Power Commander“ hinterlegten Kennfeldes im eigenen Speicher. Die Änderungen sind auf +/- 20% limitiert, um Motorschäden zu verhindern. Nach der Probefahrt können die Änderungen (Trims) in einem „Trim-Tab“ ausgelesen und das Kennfeld im „Power Commander“ entsprechend geändert werden. Das macht man dann wohl ein paar Mal, bis die im „Autotune“ gespeicherten Trims nur noch sehr klein sind, was bedeutet, dass man nahe an der optimalen Einstellung ist. Hört sich nach einer guten Sache an, ich bin gespannt!

Na prima, rot an Zündungsplus, schwarz an Masse, Daten-Verbindung zum „Power Commander“, den Kabelbaum der Breitband-Lambdasonde anklemmen…das sieht ja ausnahmsweise mal nach plug’n play aus, insbesondere, da die Jialing ja eine serienmäßige Lambda(sprung-)sonde hat!

Ok, die Lambdasonde „mal eben“ zu wechseln verursachte noch etwas unvorhergesehene Schweißarbeit, weil der Gewindestutzen beim Ausschrauben der serienmäßigen Sonde komplett aus dem Krümmer herausgebrochen ist.

Aber irgendwann war dann alles fertig, der ganze Verkleidungsquatsch wieder angeschraubt und die erste Probefahrt stand an. Nach den ersten 20 km verbesserte sich die Gasannahme schon spürbar, der Klang des Motors wurde weniger hart, der Drehmomentverlauf merklich glatter…

Die kleine Undichtigkeit der Auspuffanlage, die durch leichtes Patschen im Schubbetrieb auf sich aufmerksam machte, wurde noch beseitigt, und nun können einige Mess- und Einstellfahrten beginnen…

wird fortgesetzt...
Gruß aus dem Niederbergischen,

Gerd

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon ETZChris » 8. April 2021 16:39

Klingt spannend...
Gruß
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon Noxy » 8. April 2021 16:47

Schöner Bericht und schön geschrieben!

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon P-J » 8. April 2021 16:58

Racketentechnik, bin gespannt wie es weitergeht und da nicht noch was exlodiert. :mrgreen:

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon Ysengrin » 8. April 2021 17:08

@PJ: Du meinst "eloxiert". :mrgreen:

Schönes Projekt! Am Ende bitte ein Fazit, ob und wie sich der ganze Aufwand gelohnt hat! Denn die ursprünglichen Probleme "ungünstig gelegener Luftfilter" und "lauter Auspuff" klingen für mich nicht wirklich dramatisch bzw. auch anderweitig lösbar. :wink:

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon schraubi » 8. April 2021 17:11

Ysengrin hat geschrieben: Denn die ursprünglichen Probleme "ungünstig gelegener Luftfilter" und "lauter Auspuff" klingen für mich nicht wirklich dramatisch bzw. auch anderweitig lösbar. :wink:


Su kennst halt den Gerd nicht 🤣
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon seife » 8. April 2021 17:12

Außerdem wäre das ja voll langweilig gewesen!
Gruß, Stefan

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon g-spann » 8. April 2021 17:30

Noxy hat geschrieben:Schöner Bericht und schön geschrieben!

Vielen Dank!

schraubi hat geschrieben:
Ysengrin hat geschrieben: Denn die ursprünglichen Probleme "ungünstig gelegener Luftfilter" und "lauter Auspuff" klingen für mich nicht wirklich dramatisch bzw. auch anderweitig lösbar. :wink:


Su kennst halt den Gerd nicht 🤣


Eben! :lach: :lach:
@Martin: Wir beide haben halt schonmal unterschiedliche Auffassungen von "nicht wirklich dramatisch bzw. auch anderweitig lösbar", aber das ist nicht weiter schlimm...ich jedenfalls halte das aus... :wink:
@Stefan: Ganz genau! Einfach kann ja jeder... ;D
Gruß aus dem Niederbergischen,

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon P-J » 8. April 2021 17:42

Zumindest kenn ich ne Ähnliche Geschichte. Wenn man einen Scorpio Cosworth Motor den es eigendlich nur in Verbindung mit Automatik Getriebe gibt in einen Capri bauen will der Motor aber persee nicht richtig will weil er immer das Getriebe sucht aber ein Schaltgetriebe verbaut ist. Einige bauen dann auf Einzelklappeneinspritzung aus England um, andere fraken sich Jahre mit er Elektronik rum. :mrgreen:

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon walkabout 98 » 8. April 2021 18:54

Öhm.......wo sind die Bilder? 🧐🧐🧐
...oder hab ich des Forum im Textmodus gestartet 🥳🍺🤘🏻🤣🤣🤣🤣

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon seife » 8. April 2021 19:08

Na gut, ein Bild hab ich da... Bild
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon walkabout 98 » 8. April 2021 19:14

Oh... ein Atmel 🧐🤔
Hab ich auch noch wo liegen. Evtl ja in die MZ einbauen... 🥳🍺🤘🏻

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon Thale » 8. April 2021 19:46

Schön geschrieben!
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon Mainzer » 8. April 2021 20:02

seife hat geschrieben:Na gut, ein Bild hab ich da... Bild

Falscher Controller!
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon seife » 8. April 2021 20:51

Oh! Dann habe ich da den Überblick verloren.

Besser?

Bild
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon Fit » 8. April 2021 21:09

Toll geschrieben!

Aber wer einen Vergaser kennt, kann auch mit einer Einspritzung arbeiten ist so richtig. Aber kann auch ein Mechatroniker der nur "0-1-1-1-0-1-0" kennt auch einen Vergaser kennen? Einen schnuckligen varijet2 oder einen fluffigen Weber? :shock:

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon Mainzer » 8. April 2021 21:18

seife hat geschrieben:Oh! Dann habe ich da den Überblick verloren.

Besser?

Bild

Besser!

Aber eine Korrektur: Die Idee mit dem Drehzahlmessersignal kam vom seife ;)
Das Signal vom KW-Sensor war auch insofern blöd, weil es bei Standgas ca. 1,2 V Amplitude hatte, bei Höchstdrehzahl aber nach Spezifikation des Sensors bis 70 V hochgehen durfte.
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon schraubi » 8. April 2021 22:36

Mainzer hat geschrieben:Das Signal vom KW-Sensor war auch insofern blöd, weil es bei Standgas ca. 1,2 V Amplitude hatte, bei Höchstdrehzahl aber nach Spezifikation des Sensors bis 70 V hochgehen durfte.



🤔 Das hätte man sicher auch anders lösen können!
































Aber ich hab keine Ahnung wie 🤣
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon seife » 8. April 2021 23:23

Hätte man. Aber wenn ich die Wahl habe, ein quasi Analoges Signal mit stark variabler Amplitude (1,2V bis 70V stand im Werkstatthandbuch wenn ich mich recht erinnere) zu benutzen, oder ein fertig vorvearbeitetes digitales Signal, dann nehme ich das digitale. Insbesondere wenn der der's macht (Nils), der der's ausprobiert (Gerd) und der der versucht schlau mitzureden (ich) hunderte Kilometer auseinander sitzen.

Die Chance, daß man bei der Verarbeitung des analogen Signals mehrere Versuche braucht bis die Schaltung richtig funktioniert, ist viel höher.

Die Software wäre mit der Variante "wir teilen das Signal des Kurbelwellengebers durch 35" wesentlich einfacher gewesen als in der jetzigen Variante "wir multiplizieren das Drehzahlmessersignal mit 6". Wir hätten auch noch kleinere und billigere Hardware verwenden können (wobei das ein Unterschied in der Größenordnung "Materialkosten 4,77€" zu "Materialkosten 4,66€" gewesen wäre).
Gruß, Stefan

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon g-spann » 9. April 2021 00:19

So, da ja aus dem Frankenland einerseits der Ruf nach Fotos aufkam, andererseits in der gleichen Gegend wohl Verständnisprobleme mit Stefans Erklärungsversuch bestehen, versuche ich mal, mit Bildern etwas Licht ins Dunkel zu bringen:

Kurbelwellensensor-Signal.jpg

Das von Stefan als " quasi analoges Signal mit stark variabler Amplitude" beschriebene Kurbelwellensensorsignal

Drehzahlmessersignal.jpg

Das von Stefan als "fertig vorverarbeitetes digitales Signal" beschriebene Drehzahlmessersignal

Raketentechnik.jpg

Das "Platinchen", noch nackig...quasi das Materie gewordene Ergebnis eines unter coronakonformen Bedingungen (Abstand, aber sowas von! Homeoffice at it's best!) zustande gekommenen Joint Venture aus drei Bundesländern mit Bauteilen aus China, US und A, Deutschland und Norwegen(?)...im Endeffekt ein gutes Beispiel für ein globalisiertes Bauteil als gelebtes Forumsmotto... :mrgreen:
Versuchsaufbau.jpg


Der Versuchsaufbau, hoffentlich funktioniert's...

Leistungselektronik.jpg

Fertig angeschlossene Leistungselektronik...

Krümmerschaden 1.jpg

Krümmerschaden 2.jpg

Mal eben die Lambdasonde ausbauen... :shock: :cry: :roll:


Krümmerreparatur halb.jpg

Krümmerreparatur 2.jpg

"Ach was, das ist doch kein Problem..." sagt der Schweißkünstler... :flehan:

Zusammenbau.jpg


Es geht dem Ende zu...
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon Mechanikus » 9. April 2021 09:26

Die heutige Technik hat eindeutig jede Relation zur Verhältnismäßigkeit verloren. Das ist ja das reinste Horrorkabinett für Mechaniker. :shock:

Hatte ich schon erwähnt, daß ich in Erwägung ziehe, mein Abblendlicht auf Bowdenzugbetätigung umzubauen? :twisted:

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon g-spann » 9. April 2021 10:44

Hier mal das, wofür der ganze Aufriss eigentlich gemacht wird:

$matches[2]


Das ist das für mich auf den Power Commander aufgespielte Einspritz-Kennfeld; "0" bedeutet Serienzustand der BMW-Einspritzanlage, an all den Stellen, wo keine "0" steht, wurde es wegen Einbaus eines Sportluftfilters und -schalldämpfers geändert.
Das war mein Ausgangspunkt, von hier aus wurde dann durch das Autotune-Modul mittels Breitbandlambdasonde im realen Fahrbetrieb das Kraftstoff-Luft-Gemisch (heißt im englischen AFR, Air-Fuel-Ratio) überwacht, in Echtzeit angepasst, und nur die dazu notwendigen Änderungen am Kennfeld im internen Speicher abgelegt. Das im Power Commander gespeicherte Kennfeld selbst wird nicht verändert.
Diese Änderungen (Trims) kann man dann in einer "Trim-Tabelle" auslesen und händisch korrigieren, wenn nötig, bspw. bei extremen Ausreißern.

$matches[2]


Nach einer Kontrolle der Trims können diese dann als Änderungen in das im Power Commander gespeicherte Kennfeld übernommen werden und man hat ein aktualisiertes Kennfeld, was dann so aussieht:

Modifiziertes Jialing-Mapping, Test 3.jpg


Die Änderungen durch das Autotune-Modul sind auf +/- 20% limitiert, um Motorschäden auszuschließen.
Nach der Übernahme der Änderungen in das dadurch modifizierte Kennfeld springen die Änderungen in der Trim-Tabelle wieder auf "0", und man kann die nächste Einstellfahrt machen.
Mit der Zeit kann man so im realen Fahrbetrieb nach und nach sämtliche Bereiche "abfahren", bis die Zahlenwerte der Änderungen immer kleiner werden, was bedeutet, dass für alle Bereiche eine optimale Gemischzusammensetzung ermittelt wurde, die dann gespeichert wird.
Wenn das dann durch diesen "Prüfstand to go" erreicht ist, kann man das Autotune-Modul samt Breitbandsonde im Prinzip ausbauen und ins Regal legen, bis man auf die Idee kommt, den Luftfilterkasten aus-, bzw. umzubauen, eine andere Auspuffanlage oder Nockenwelle zu verwenden...halt, was Spielkinder wie unsereiner so tun... ;D
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon ETZChris » 9. April 2021 13:44

Und es hätte keine Möglichkeit gegeben, der Bosch ECU ein anderes Mapping aufzuspielen?
Gruß
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon g-spann » 9. April 2021 14:04

Durchaus möglich, dass es jemanden gibt, der das kann...ich kann's nicht, ich wüsste nicht mal, wen ich da fragen sollte...
In den meisten Fällen hat man da ja irgendwelche Sachen gemacht, die eher für Massenmodelle sind, und nicht für derartige Exoten...in den meisten Fällen ist es dann so, dass die Leute die Arme in die Luft werfen und "Oh, nee..." sagen...
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon seife » 9. April 2021 14:21

Was hätte möglich sein müssen (toller Satz...) ist, daß man statt unserem "impulsmultiplikator" dem Powercommander einfach beibringt, daß er nicht soviele Impulse erwarten muss. Also einfach eine Firmware in den powercommander die da passt. Aber da die Vertriebler das nicht können und man zu den Entwicklern nicht durchkommt, war es so halt einfacher. So traurig wie das ist.
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon g-spann » 9. April 2021 14:48

Ja, das ist halt die Geschichte mit Volumenmodellen und Exoten...da kümmert man sich auf dem Aftermarket genausowenig drum, wie die Chinesen auch keine Handstände machen, um hier eine Euronorm zu erreichen...
Deswegen gibt's auch keine neuen Jialing, die nach dem 31.12.2016 zugelassen wurden...

-- Hinzugefügt: 9/4/2021, 14:54 --

Mechanikus hat geschrieben:Die heutige Technik hat eindeutig jede Relation zur Verhältnismäßigkeit verloren. Das ist ja das reinste Horrorkabinett für Mechaniker. :shock:

Ja, der Nils meinte, das sei halt lebenslanges Lernen, da müsse man sich drauf einlassen... :lach: :lach:

Mechanikus hat geschrieben:Hatte ich schon erwähnt, daß ich in Erwägung ziehe, mein Abblendlicht auf Bowdenzugbetätigung umzubauen? :twisted:

Nein, hattest du nicht, aber Bowdenzug zur Bedienung von Scheinwerfern kenne ich wohl: Opel GT, Citroen DS...hat man auch unverständlicherweise von Abstand genommen... ;D
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon Mainzer » 9. April 2021 18:33

Mechanikus hat geschrieben:Die heutige Technik hat eindeutig jede Relation zur Verhältnismäßigkeit verloren. Das ist ja das reinste Horrorkabinett für Mechaniker. :shock:

Hatte ich schon erwähnt, daß ich in Erwägung ziehe, mein Abblendlicht auf Bowdenzugbetätigung umzubauen? :twisted:

Und wenn ich mir irgendwelche hochkomplexen Mechanismen anschaue, habe ich zwar Respekt für den Entwickler, denke aber immer "mit ein bisschen Elektronik ließe sich das kompakter, wartungsärmer (bis -freier) und zuverlässiger lösen" :lol: Kommt glaube ich ganz auf den eigenen Hintergrund an ;)
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon TS-Jens » 9. April 2021 19:17

Prima Sache eure Adaption! :zustimm:

Das mit dem Autotune auch, simpler gehts ja nun wirklich nicht mehr. In etwa wie bei der Holley Sniper EFI.
Wenn ich an das Kennfeld in dem Fiesta Turboumbau (Erste Generation Megasquirt) damals erinnere...Mann war das eine ewige Abstimmerei. :tot:
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon P-J » 9. April 2021 19:23

TS-Jens hat geschrieben:simpler gehts ja nun wirklich nicht mehr.

Mechanische Einspritzung. 8)

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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon TS-Jens » 9. April 2021 19:27

P-J hat geschrieben:
TS-Jens hat geschrieben:simpler gehts ja nun wirklich nicht mehr.

Mechanische Einspritzung. 8)


Simpel? Ich lach mich tot! :shock:

Ich bin definitiv Mechanikfreund, aber ne mechanische Einspritzanlage richtig sauber abzustimmen (von null an, nicht bloß was nachjustieren!) ist ne harte Aufgabe.
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon P-J » 9. April 2021 19:36

TS-Jens hat geschrieben: ist ne harte Aufgabe.

Ist schon vieleviele Jahre her. Da hat der Toni nen BMW2002 auf mechanische Einspritzung umgerüstet. Damals war ich recht unbedarft, hatte wirklich fast keine Ahnung davon aber so wild war das nicht. Es hat wohl etwas gedauert die richtige Grösse der Düsen zu finden aber den Einpritzzeitpunkt zu finden war fast wie Zündung einstellen.
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Re: Power, Commander! Ein Drama in drei Akten

Beitragvon Mainzer » 9. April 2021 20:03

Für diejenigen, die es interessiert, hier mal der Code für den verbauten Attiny84A.

Schaltplan gibt es nicht, hab das freihand gebaut :oops: Im Prinzip eine Diode in der 5 V-Versorgung als Verpolschutz, ein Elko und ein Kerko als Stabilisierung. Am Signaleingang 1 kOhm und eine 5V1-Zener, am Ausgang 470 Ohm als Serienwiderstand. Damit wird der Ausgang dann kurzschlussfest. Noch zwei LEDs (als Fehleranzeige bzw. Funktionsanzeige) und das wars.
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