Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Hier geht es nur um den Antrieb der 4 Takt RT/SM/SX 125

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Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon froschkoenig » 30. Juni 2022 19:43

Hallo Forum,

irgend etwas ist ja immer... :-?
Die kleine MZ ist jetzt mit der neuen Kurbelwelle ca. 1000 km schön gelaufen. Echt schnell (oft Tacho 130... obwohl ich aufrecht sitze und groß bin) und der Verbrauch lag bei ca. 3,3 bis 3,4 l/100 km. Also alles wunderbar. :)
Heute bin ich auf dem Weg zur Arbeit wieder so ca. 20 km im Stück Vollgas (Tachoanzeige 130) gefahren. Plötzlich wurde der Motor deutlich lauter, so als ob der hohe Verbrennungs- oder Abgasdruck sich einen Weg ins Freie sucht.
Ich hab dann das Gas ein bisschen zurück genommen und das Geräusch war wieder normal.
Auf dem Rückweg war es dann immer noch so: Bei 100 bis 110 km/h war das Geräusch normal, wenn mehr Gas gegeben haben, wurde es deutlich lauter.

"Alles klar" habe ich mir zuhause gesagt. "Da muss ja wohl eine neue Dichtung zwischen Kopf und Krümmer. "
Gesagt, getan... Keine Besserung.
"Okay, dann ist halt die Kerze nicht fest genug drin" ... Kerze festgezogen... keine Besserung.

Der nächste Schritt wäre jetzt für mich eine neue Kopfdichtung. Allerdings dachte ich, dass ich hier erst noch mal nachfrage. Vielleicht gibt es ja eine bekannte Schwachstelle, die lastabhängig zu einem lauten Knallgeräusch führt.

So richtig sicher bin ich mir bei der Kopfdichtung nicht, denn dann müssten ja Abgase ins Kühlwasser drücken und der Überlaufschlauch am Kühlerdecker müsste Kühlwasser ausspucken. Davon ist aber nichts erkennbar. Jedenfalls habe ich dieses mal eine neue Kopfdichtung (ohne Dirko :wink: ) genau nach Werkstatthandbuch-Anleitung eingebaut.

Hat jemand eine Idee oder bei der kleinen MZ schon einmal etwas Ähnliches erlebt?

Viele Grüße, Stefan

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon froschkoenig » 28. Juli 2022 10:53

Hallo Forum,

ich finde es immer schade, wenn ein Problem und die Problemsuche in einem Forum beschrieben wird und anschließend geht es nicht weiter. Der interessierte Leser erfährt dann nicht, was draus geworden ist.

Bei mir ging es mit dem oben beschriebenen Problem jedenfalls so weiter: Zunächst habe ich gedacht, um "Klopfen" auszuschließen, habe ich erst mal den Tank mit dreiviertel-Gasstellung leergefahren und dann Super-Plus getankt. Dann war das Vollgas-Geräusch-Problem "vielleicht" besser. Schwer zu sagen... vielleicht war es auch nur Gewöhnung...

In dieser Zeit sind mir eine Rücklichtbirne und ein Abblendlichtfaden durchgebrannt. Das ist mir zunächst gar nicht aufgefallen, weil ich im Hochsommer nur bei hellem Tageslicht unterwegs war. Jedenfall bin ich letzte Woche einmal bei richtiger Dunkelheit gefahren und bei dieser Fahrt brannte mir erneut zuerst der Rücklichtfaden, dann der Abblendlichtfaden und dann der Fernlichtfaden durch. Böse, böse!
Ein über die Batterie angeschlossenes Voltmeter zeigte bei laufendem Motor zwar meist die gewünschte Ladespannung an aber hin und wieder gab es kurze Peaks, die auf kurze hohe Spannungsspitzen schließen lassen.

Daraufhin habe ich den Masseanschluss des Reglers und alle Masseverbindungen (zur Batterie und Batterie-Motor) gelöst, berieben und mit Kontaktspray behandelt. Danach waren die Spannungsspitzen weg und bei den folgenden 120 km ist noch keine weitere Glühbirne durchgebrannt.
Jetzt frage ich mich, ob die Spannungsspitzen zu einer klopfenden Verbrennung geführt haben. Möglicherweise ist ja die CDI-Einheit dadurch nicht in der Lage gewesen, den für hohe Drehzahl erforderlichen frühen Zündzeitpunkt vorzugeben.
Jetzt fährt sich die kleine MZ wieder gut. Jedenfalls ist es nicht mehr so, dass man beim Beschleunigen bei 110 km/h einen Schreck bekommt und den Hahn wieder etwas zu macht. Leistung ist reichlich vorhanden und auch nach langen Vollgasstrecken tuckert sie noch brav im Standgas.

Ich glaube, das Problem ist gelöst, werde aber weiter aufmerksam beobachten.

Gruß, Stefan

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon EmmasPapa » 28. Juli 2022 11:44

Danke für die Aufklärung der (sehr wahrscheinlichen) Ursache. Da wäre hier wohl auch keiner drauf gekommen, ich jedenfalls nicht. Gut, das Fehlerbild mit den durchbrennenden Lampen war bisher nicht bekannt, aber ob das gereicht hätte?
Jedenfalls wieder ein Grund mehr, die Elektrik gut in Schuss zu halten.
Grüße

Frank

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon froschkoenig » 28. Juli 2022 13:17

...die Elektrik gut in Schuss zu halten.

Da hast Du recht. Leider sind ja die ganzen Elektrikstecker und Anschlüsse nicht wasserdicht. Da erzeugt das Salzwasser im laufe der Zeit eine verheerende Wirkung. Sogar der Stecker für die Scheinwerferbirne ist schon verschmort... :roll:
Aber... was soll man machen... Kontaktspray und Geduld helfen etwas. :?

Gruß, Stefan

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon g-spann » 28. Juli 2022 14:36

froschkoenig hat geschrieben:...die Elektrik gut in Schuss zu halten.

Da hast Du recht. Leider sind ja die ganzen Elektrikstecker und Anschlüsse nicht wasserdicht. Da erzeugt das Salzwasser im laufe der Zeit eine verheerende Wirkung. Sogar der Stecker für die Scheinwerferbirne ist schon verschmort... :roll:
Aber... was soll man machen... Kontaktspray und Geduld helfen etwas. :?

Gruß, Stefan

Sprühwachs hilft mehr: Die gesäuberten Anschlüsse nach dem Verbinden mit diesem Sprühwachs versiegeln und man hat viele Jahre Ruhe...
Gruß aus dem Niederbergischen,

Gerd

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon froschkoenig » 28. Juli 2022 20:32

Sprühwachs auf elektrische Kontakte? Ich glaube gerne, dass das da vor Korrosion schützt.
Meine Sorge aber wäre, dass bei erneutem Trennen und Verbinden das (nicht leitfähige) Wachs den Kontakt auch erschweren könnte.

Deshalb meine Frage: Du hast Deine "gewachsten" Steckverbindungen nach dem Wachsen auch noch häufiger geöffnet und geschlossen?
Wenn das soweit problemlos ist, dann scheint mir das eine gute Idee zu sein! :)

Gruß, Stefan

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon g-spann » 29. Juli 2022 17:50

Die Sorge kann ich dir nehmen, da passiert nix dergleichen...ich benutze das Zeug jetzt seit über 30 Jahren...natürlich kann man die Verbindungen auch wieder trennen, aber sooo häufig mach ich das nicht, warum auch? Wenn das alles störungsfrei funktioniert, tauscht man höchstens mal ne Regler/Gleichrichtereinheit aus, aber so oft passiert das ja auch wieder nicht...
Gruß aus dem Niederbergischen,

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon floP » 30. Juli 2022 12:08

Lieber Froschkönig,

auf diesen Zusammenhang muss man erst mal kommen – Respekt!

Du schreibst von "Beschleunigen bei 110 km/h". Wie machst Du DAS denn? Ich bin stolz und froh, wenn uns Rückenwind mal zu 100 km/h verhilft.
Und ja, es gibt keinen Wartungsstau, weder an Fahrwerk und Bremsen, noch am Antrieb, Steuerkette ist prima, Steuerzeiten und Ventilspiel stimmen, Kompression passt, Kerze ist neu und den Vergaser hat dankenswerterweise mein Fast-Nachbar hiha grundgereinigt. Wo meinst Du, könnte ich denn noch schauen?

Herzlichen Gruß aus München
vom Florian

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon eigel » 31. Juli 2022 11:49

floP hat geschrieben:Lieber Froschkönig,

auf diesen Zusammenhang muss man erst mal kommen – Respekt!

Du schreibst von "Beschleunigen bei 110 km/h". Wie machst Du DAS denn? Ich bin stolz und froh, wenn uns Rückenwind mal zu 100 km/h verhilft.
Und ja, es gibt keinen Wartungsstau, weder an Fahrwerk und Bremsen, noch am Antrieb, Steuerkette ist prima, Steuerzeiten und Ventilspiel stimmen, Kompression passt, Kerze ist neu und den Vergaser hat dankenswerterweise mein Fast-Nachbar hiha grundgereinigt. Wo meinst Du, könnte ich denn noch schauen?

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Die "Standard"-Etz150 liegt bei so etwa 105 - 115km/h Höchstgeschwindigkeit...
Mit etwas Geduld schafft sie das auch ohne Rückenwind. :wink:
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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon foggy » 1. August 2022 06:36

Das mag sein. Aber hier geht es um 4-Takt-125er MZ :wink: . Da ist "Beschleunigen bei 110 km/h" tatsächlich schon beachtlich.
Allerdings sind sicherlich auch nicht alle Tachos gleich genau.
Schönen Tag noch

Ulf

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon hiha » 1. August 2022 06:50

Meine Theorie zum eventuellen Klingeln im genannten Fall: Kontaktprobleme zwischen Pickup und CDI, die einen falschen Zündzeitpunkt erzeugen. Weit her geholt, aber sonst fällt mir nicht ein, was sowas verursachen könnte...
Glückwunsch jedenfalls,
Hans

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon TZ250 » 1. August 2022 14:49

froschkoenig hat geschrieben:... das (nicht leitfähige) Wachs den Kontakt auch erschweren könnte.

Deshalb meine Frage: Du hast Deine "gewachsten" Steckverbindungen nach dem Wachsen auch noch häufiger geöffnet und geschlossen?
Wenn das soweit problemlos ist, dann scheint mir das eine gute Idee zu sein! :)

Gruß, Stefan

Natürlich ist das Wachs nicht leitfähig, genau wie Polfett oder Kontaktspray. Das wäre auch verheerend, wenn man an der Elektrik mit leitfähigen Pasten oder Flüssigkeiten rummurksen würde :biggrin:
Beides soll nur Korrosion verhindern bzw. korrodierte Stellen reinigen.
Gruß TIM





Lieber gelegentlich eine Dummheit machen als nie etwas Gescheites.

Ein bisschen doof kann man ruhig sein, Hauptsache man weiß sich zu helfen...

Kampf dem Deppenapostroph!

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon froschkoenig » 5. August 2022 17:57

floP hat geschrieben:Lieber Froschkönig,

auf diesen Zusammenhang muss man erst mal kommen – Respekt!

Du schreibst von "Beschleunigen bei 110 km/h". Wie machst Du DAS denn? Ich bin stolz und froh, wenn uns Rückenwind mal zu 100 km/h verhilft.
Und ja, es gibt keinen Wartungsstau, weder an Fahrwerk und Bremsen, noch am Antrieb, Steuerkette ist prima, Steuerzeiten und Ventilspiel stimmen, Kompression passt, Kerze ist neu und den Vergaser hat dankenswerterweise mein Fast-Nachbar hiha grundgereinigt. Wo meinst Du, könnte ich denn noch schauen?

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Hallo Florian,

vorab: Da rede ich von Tachowerten. In Wirklichkeit sind das wahrscheinlich 10 km/h weniger. Und das Wort "Beschleuniung" bei 110 km/h ist eigentlich auch nicht angemessen... :)
Bei meinem Alltagsmotorrad gibt es keine baulichen Veränderungen, bzw. Tuningmaßnahmen. Trotzdem kann ich gerne schreiben, was zu der von mir gefahrenen Geschwindigkeit beitragen kann:
1. Guter Wartungszustand (Luftfilter, Öl, Kettenschmierung, keine schleifenden Bremsen)
2. Sorgfältige Anpassung aller Kanten zwischen Vergaser und Kopf
3.Sorgfältige Anpassung alle Kanten zwischen Kopf und Krümmer (Exakt passende Dichtung, Schweißnaht im Krümmer verschliffen)
4. Die MZ erlebt im Alltag zu 80 % Autobahnvollgas.
5. Auf der vollen Autobahn im Pendlerverkehr gibt es eine Luftströmung, die sich wie Rückenwind anfühlt.

Ich selbst bin 1.90 groß und fahre aufrecht mit Tourenjacke. Deshalb habe ich sogar etwas kürzer übersetzt. Der Begrenzer setzt bei etwas über 130 km/h (Tachoanzeige) ein. Tacho 120 erreiche ich immer, außer bei starkem Gegenwind.

Gruß, Stefan

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon DWK » 5. August 2022 18:08

😳 Du fährst mit der 125er 4Takt MZ 120-130kmh? Hast Du das mal mit GPS verglichen?
Ich bin froh wenn ich, 173cm und 80kg, die 100kmh schaffe.
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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon froschkoenig » 5. August 2022 19:54

DWK hat geschrieben:😳 Du fährst mit der 125er 4Takt MZ 120-130kmh? Hast Du das mal mit GPS verglichen?
Ich bin froh wenn ich, 173cm und 80kg, die 100kmh schaffe.


Nein, ich habe dabei die Tachoanzeige noch nicht mit GPS verglichen. So wichtig war das mir auch nicht. Ich schätze, dass der Tacho etwa 10 km/h zuviel anzeigt. Das schlussfolgere ich auch unter anderem aus meiner Geschwindigkeit gegenüber LKWs. Die fahren nach meiner Erfahrung oft 89 km nach GPS-Anzeige. Wenn ich also hinter einem Fern- LKW hänge und der Tacho zeigt knapp 100 an, dann bestätigt das meine Annahme.
Alleine ohne Wind in der Ebene zeigt mein Tacho oft 120 km/h an. Wenn ich mit diesem Tempo LKWs überhole, dann ist das schon eher ein zügiges Vorbeifahren und kein langsames "Vorbeikriechen". Also ca. 20 m/h Unterschied. Das passt ja dann ganz gut zu der Annahme, dass 120 "Tacho" etwa 110 km/h in Wirklichkeit sind.
Nach der letzten Kurbelwelleninstandsetzung läuft die kleine MZ noch ein kleines bisschen besser als zuvor. So habe ich oft auf einem Autobahnabschnitt mit 120er Tempolimt sogar bei leichtem Gegenwind 130 km/h auf dem Tacho. Das liegt aber sicher an dem durch die anderen Autos bewegten Luftvolumen. Wo dieser neue "Extraboost" herkommt, ist mir selbst schleierhaft! :D

Gruß, Stefan

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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon DWK » 5. August 2022 20:04

OK,
welche Übersetzung fährst du?
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Re: Geräusch bei Volllast - Kopfdichtung?

Beitragvon froschkoenig » 5. August 2022 21:13

Ich glaube, ich habe statt 16 zu 49 habe ich auf 16 zu 52 umgerüstet.

Laut Carl Hertweck müsste ein 15 PS Motorrad mit einem sehr großen, schweren Fahrer echte105 km/h und mit einem kleinen leichten Fahrer echte 120 km/h erreichen. So gesehen bin ich mit echten 110 km/h doch ganz o.k. dabei... :)

Alles über echten 110 km/h bei mir hängt mit der Sogwirkung der Autokolonne zusammen.

Hier noch ein netter Link zu diesem Thema: http://cvieth.bplaced.net/motorrad_mz_1.html

Gruß, Stefan

-- Hinzugefügt: 6. August 2022 00:05 --

Hier vielleicht noch eine kleine Ergänzung zu dem Thema "Schweißnaht im Abgasstrom des Krümmers":
Der serienmäßige Krümmer ist beim Zylinderkopfanschluss recht lieblos gefertigt. Da wurde bei der Herstellung einfach ein dickes Rohrstück, das mit dem Innendurchmesser auf das Krümmerrohr passt, draufgesteckt und innen umlaufend festgeschweißt. Die lichte Weite innerhalb dieser Schweißnaht ist deutlich kleiner als die des eigentlichen Krümmerrohres. Außerdem passt der Innendurchmesser des dicken Rohrstückes nicht zum Auslasskanal.
Das war mir ein Dorn im Auge! Das stört massiv den Ladungswechsel, verschlechtert Abgaswerte und erhöht den Verbrauch! Ein Ladungswechselkanal darf keine harten Stufen haben!

Ich habe dann ein Stückchen Krümmerrohr in das dicke Rohrstück gesteckt und an der Anlagefläche zur Dichtung bündig gefeilt. Außerdem habe ich alles, was von der Schweißnaht nach innen ragt, weggeschliffen. Dann noch eine perfekt zum "neuen" Krümmeranschluss passende Dichtung gebaut und den Auslasskanal an die neue Dichtung angepasst. Fertig. :) Viel Aufwand für so ein kleines Detail...aber wenn ich sowas sehe, kann ich nicht anders... 8)

Zum Glück habe ich als das mal fotografiert. Links der überarbeitete Krümmer, rechts der originale:

kruemmerAend.jpg


Gruß, Stefan

-- Hinzugefügt: 6. August 2022 11:52 --

froschkoenig hat geschrieben:...Wo dieser neue "Extraboost" herkommt, ist mir selbst schleierhaft! :D
...


Ich habe da noch einmal drüber nachgedacht und eine Erklärung:

VOR der Kurbelwelleninstandsetzung war es kalt und ich bin mit dicker gefütterter Thermohose über der Jeans gefahren. Außerdem mit dicker gefütterter Winterjacke mit aufgesetzten Taschen und die Jacke reicht bis zum Schritt.

NACH der Kurbelwelleninstandsetzung war es Sommer und ich bin in Jeans und dünner, bis zur Taille reichenden Sommerjacke gefahren.

Die dicken Winterklamotten vergrößern die Stirnfläche und verschlechtern den cw-Wert. Der reduzierte Luftwiderstand erscheint mir als plausibelste Erklärung für meinen gefühlten "Extraboost". :)

Gruß, Stefan
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