Es freut mich doch sehr zu hören, daß auch meine zweite Zschopauerin gut in der Forumsgemeinschaft ankommt.
Es wurde die Frage laut, wie sich denn 10 kg an der Maschine einsparen lassen. Das kann man kaum in einem Satz erklären. Detailarbeit ist das A und O.
Also, die Schutzbleche machen wirklich viel aus. Z.B. wiegt das originale Vorderradschutzblech 2,5 kg, der Alu-Neubau wiegt 0,7 kg... Die Lichtmaschine wiegt dank Umrüstung auf Vape 2kg weniger. Die Batterie ist durch ein Leergehäuse ersetzt. Der Gepäckträger ist einem Versteifungsbügel aus dünnem Rohr gewichen. Kleinteile am Fahrgestell, Abstandshülsen, Lampenbefestigung usw. sind statt aus Stahl in Alu nachgefertigt. Statt der Originalen Stahlblechbremsbacken sind hinten Yamaha- und vorne Awo- Teile aus Alu-Druckguß verbaut, die auch noch stabiler sind... Die Übertragungsbolzen von Bremsstange und Batteriespannband sind aus Titan-Abfällen gemacht. Die Schalldämpfer haben auch etwas Blech geopfert

Der Lichtmaschinenschutz aus Stahlguß wurde in Alu nachgegossen, die originalen Armaturen aus Zinkdruckguß mit Außenzughebeln sind selbstgebauten Pendants aus Aluminium mit Innenzughebeln in BMW R5 Optik gewichen. Nebenbei bemerkt: Die Lagerung der Sattelnase ist von Gleitlagerung auf präzise Nadellagerung umgebaut, das bringt zwar nichts beim Gewicht, aber die Straßenlage gewinnt erheblich durch einen schwimmfrei gelagerten Sattel. Man kann, auch dank der herrlichen Heidenauer Pneus und der hochgelegten Auspuffe, völlig sorglos in jede Kurve pfeifen bis die Fußrasten schleifen (bei trockenem Wetter). Der supertiefe Schwerpunkt machts möglich. Das Fahrwerk ist überhaupt das beeindruckendste: Satte 130 mm Nachlauf bei relativ kurzem Radstand würde heute niemand so bauen, bringt aber gute Kurvenlage und eine große Fahrstabilität schon bei geringen Geschwindigkeiten. Das schafft sofort Vertrauen und man fühlt sich immer wohl. Daß sich alles bei deutlich niedrigeren Geschwindigkeiten abspielt, als heute üblich, merkt man nicht, wenn man nicht zufällig nach dem Tacho sieht. Man fühlt sich immer schneller und souveräner als man eigentlich unterwegs ist. Das ist ein herrliches Gefühl, denn im Grunde ist es ja egal wie schnell man ist, solange man zum Spaß fährt. Sollte ich meine DKW mit einem Wort beschreiben, dann wäre das "gediegen".
MZ TS 150 GS-Umbau Bj 1983; DKW NZ 250 Bj. 1938; Simson S51 Umbau Bj.1980; RT 125 International Projekt; NSU Quick-Umbau Projekt Bj.1936; Trial-Projekt mit MZ-Motor; Eigenbau-Simmi mit Starrrahmen und MZ Motor; Phänomen Bob Projekt Bj.1941;DKW NZ 350/ISH Umbau Projekt