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Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 23. Dezember 2025 14:36
von Schandauer
Winterzeit ist Schrauberzeit.

Nunmehr wird das Projekt DKW SB 200 gestartet.

Die Geschichte zur Maschine ist folgende:

In den 70er Jahren wurde nach einem "Dienstfall" dem ortsansässigen Bestatter von der Witwe des Verstorbenen das 1. Motorrad ihres Mannes angeboten.
Der Bestatter selber holte die Maschine gleich am nächsten Tag ab und lagerte diese im "Sarglager" in Bad Schandau ab.
Dort stand die Maschine geschützt, trocken und abgedeckt bis 2002 als das "Jahrhunderthochwasser der Elbe" die Räume bis zur Decke flutete :(
Beim Ausräumen der Räumlichkeiten wurde die Maschine geborgen und der Enkel bekam die Maschine um sie wieder Herzurichten.
2018 verstarb leider der Bestatter und die Maschine ist bis dato nicht wieder gelaufen.
Teilweise wurden Aufgearbeitet, neu gekauft, der Motor neu gelagert und Teile zum Lackierer gebracht.
Aus Zeitmangel musste der Enkel das Projekt aufgeben.
Nun bin ich dran die Sache zu Ende zu bringen!

Die Maschine hat in unterschiedlichen Zuständen in Kisten zu mir gefunden.

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Zwischenzeitlich hatte ich schon einige Aktionen gestartet wie die Räder neu einspeichen zu lassen.

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Jetzt ist die Werkstatt leer und auf dem heiligen Montagetisch kann die SB neu entstehen!
Aber der Reihe nach....

Als seichten Start wurden erstmal die Felgen mit neuen K34ern bestückt.
Zum Glück merkte ich beim Aufziehen der Felgenbänder dass an einer Felge einige Speichenenden doch stark über die Nippel in Richtung Schlauch spießten.
Nicht dramatisch, abgeschliffen und gut jedoch ungewöhnlich und gut dass ichs noch bemerken konnte.

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Demnächst folgen, in gewohnter Form, die weiteren Fummel-Berichte bis zur ersten Ausfahrt der alten Dame.

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 23. Dezember 2025 16:19
von Greenmilk
Uiuiui, ich bin gespannt. 8)

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 23. Dezember 2025 16:40
von UlliD
Das kann nur gut werden :ja:

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 23. Dezember 2025 17:59
von Ekke
Hallo Schandauer

Na da wünsche ich Dir viel Spaß damit. Wie Schlammvollbad sehen die meisten Teile
ja nicht mehr aus. Hauptsache, Rahmen usw gammeln nicht von innen dahin, so nach dem
Motto: Außen huiiii…..

Also: mach was hübsches draus und schöne Weihnachten

PS.: mir ist ein /2 Gespann zugelaufen, da bin ich auch beschäftigt


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Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 23. Dezember 2025 20:35
von Mechanikus
Na denn mal los! Vergiß darüber nicht, die IZH noch fertig zu machen...

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 24. Dezember 2025 11:25
von RT-Tilo
Glückwunsch zum Vorkrieger !
Ich bleibe hier mal dran ... bin mächtig gespannt, was draus wird ... :gespannt: :lupe:

PS: wir brauchen warscheinlich doch noch eine eigene Rubrik für die Vorkrieger ... :mrgreen:

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 24. Dezember 2025 12:14
von rwiegmann
Hallo Schandauer,
Das sieht doch sehr vielversprechend aus! Die SB macht richtig Laune zu fahren. An die Tankschaltung habe ich mich ganz schnell gewöhnt, aber die Hackenbremse für's Hinterrad muß ich mir vor jeder Fahrt neu einprägen. Allerdings habe ich meine SB 200 erst mit VAPE Zündung zum Laufen gebracht. Mit der originalen Elektrik hat sich nach ein paar Takten der Zündzeitpunkt immer so weit verstellt, daß der Motor wieder ausging. Und das, obwohl der Andreas Osterhaus diese auf's feinste gerichtet hatte.
Ich wünsche Dir und allen Lesern ein frohes Weihnachten, einen guten Rutsch und eine allzeit gut geheizte Werkstatt. Mit klammen Fingern macht die Schrauberei auch keine Laune!

Grüße aus Hohenlohe,

Reinhard

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 25. Dezember 2025 22:30
von tippi
gutes Gelingen mit der DKW

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 26. Dezember 2025 11:28
von Schandauer
Kurz ein paar Worte zum Erhaltungszustand....
Nachdem die Maschine durchs Wochwasser 2002 gegangen ist, wurde sie auseinander gebaut und die "Restauration" angefangen.
Bedeutet in dem Fall wurden alle (fast) Blech-Teile zum Strahlen und lackieren gegeben, der Rest blieb so wie er war in Kisten verstaut.
Das Elbe-Hochwasser hat den Charme in kürzester Zeit alle "wichen" Metallteile zu zerfressen.
So ist der Benzinhahn z.B. ein einziger Oxid-Klumpen und so nicht wieder reanimieren.
Leider habe ich keine Fotos vom Ur-Zustand aber ich denke eine Patina-Restauration hätte so eh wenig Erfolg gehabt.
Für mich bedeutet das erstmal zu sortieren und aufzuarbeiten.

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So auch die Sattelfedern welche ich mir gleich mal geschnappt habe.

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Und einmal rein in den Zitro-Whirlpool....

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Ergebnis durchaus passabel! Im Anschluß noch eine Phosphat-Abreibung durchgeführt und trocknen lassen!

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Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 30. Dezember 2025 09:41
von Schandauer
Im vorhandenen Teilespektrum war auch eine neue Satteldecke drin bei der mir aber sogleich die mittige Übernähung auffiel.

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Nach der Montage bestätigte sich der Verdacht dass es sich hier anscheinend um eine Satteldecke für die Variante mit "Sportkante" handelte, die bei de größeren SB und eben der Sport verbaut waren.
Unterschied ist dass im hinteren Teil Bleche verbaut sind die eben eine rückseitige Kante ausbilden.
Diese Bleche gehen aber einher mit einer anderen Federaufnahme und wahrscheinlich anderen Federlängen.

Vielleicht muss ich mir hier noch etwas einfallen lassen den die Decke ist so ziemlich locker und sieht hinten aus wie ein Schlapphut :oops:

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Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 30. Dezember 2025 09:50
von rally1476
Moin,

bei dem Thema Sportkante hatten sich die Erbauer wat jedacht.
Ich rutsche mit meinem Hintern auf meiner NZ immer ein wenig weiter nach hinten, als es angenehm ist.

Vielleicht lohnt sich die Mühe, den Sportkantensattel aufzubauen.

Gruß Rally

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 30. Dezember 2025 10:15
von Schandauer
Die Bleche gibt es für einen nicht unwesentlichen Taler zu kaufen...

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Wie es sich mit den Federlängen verhält, weiß ich noch nicht (einkürzen?).
Ggf. könnte man auch etwas mit einer Aufpolsterung der Sitzfläche mit aufgestellter Wulst machen....
Mal schauen.

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 30. Dezember 2025 11:19
von Mechanikus
Um Himmels Willen nichts an der Sattelpolsterung ändern. Der richtige Weg sind die Blechteile. Kann man auch als ein einziges halbmondförmiges Teil ausführen wie beim NZ (Framo) Sattel.

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 30. Dezember 2025 21:04
von Schandauer
OK. Ich werde die Sache mal behirnen!
Die Geschichte mit der Sportkante gefiel mir eh ganz gut.
Schließlich hat man ja auch nicht das Heck einer indonesischen Jungfrau mit 18 Jahren und 52 Kilo :lol:

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 5. Januar 2026 13:46
von Schandauer
Auf diesem Wege nochmal alles Gute im neuen Jahr an alle!
Gestern wurde der Neujahrsempfang bei Meister Mechanikus erfolgreich absolviert.
Zudem wechselte eine Flasche Innenschenkelsekret einer Badischen Weingöttin in meine Hände!
Danke dafür.

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In der Werkstatt wurden erstmal die Sattelfeder zitroniert und neu lackiert.
Die zugehörigen Schrauben und Scheiben wurden auch aus dem Konvolut rausgesucht und beigelegt!

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Hierzu muss ich noch kurz anmerken dass die DKW-Ersatzteilliste keine Explosionszeichnungen enthält sondern dem Namen "Liste" wirklich verdient.
Was es mir für die Montagereihenfolge nicht unbedingt einfacher machen wird.
Aber das wird schon....Trial and Error!

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 6. Januar 2026 16:01
von Schandauer
Heute nochmal was aus der Rubrik Pleiten, Pech und Pannen.
Ich beschäftige mich gerade noch mit dem Reinigen und aufbereiten der Einzelteile.
Die Fußrasten waren dick behaftet mit Dreck, Fett, Öl und sonstigem Modder.....Dachte ich!
Selbst die dresdner Zwecklampe hinter mir verlor die Lust!

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Ob das Licht richtig über dem Werkstück steht, siehst wenn das Licht aus geht!
In Ermangelung des richtigen Klemmmoments der hinteren Arretierung, verneigte sich der Helligkeitsspender präzise bis auf Widerstand und obsoleszierte das Leuchtmittel.

Nach Reinigung der Fußrasten gabs folgendes Bild :x

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Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Schleifversuch wagen sollte bzw. zielführend wird ??????

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 6. Januar 2026 17:08
von ea2873
Schandauer hat geschrieben:In Ermangelung des richtigen Klemmmoments der hinteren Arretierung, verneigte sich der Helligkeitsspender präzise bis auf Widerstand und obsoleszierte das Leuchtmittel.


wenn du originalgetreu schrauben willst, kann ich dir noch Leuchtmittel aus sozialistischer Produktion (Narva oder Razno) anbieten.

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 6. Januar 2026 18:02
von Ralle
Die einen sagen das man Guß nicht schweißen kann und die anderen machen es eben einfach. Einen Schönheitspreis wird es dafür nicht gegeben haben, aber irgendwie hat es trotzdem gehalten. So hast du wieder einen Grund die Elbe zu queren, da soll einer wohnen, der sicher eine Idee hat, wie man das Provisorium wieder in eine Augenweide verwandelt, welche noch viele Jahre ihren Dienst verrichten wird :ja:

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 6. Januar 2026 20:59
von Schandauer
Naja. Ich gehe davon aus dass beim runter schleifen das Ding halt instabil wird. Bedeutet Schleifen, Bruchstelle sauber schneiden, verschweißen (geht) und putzen. Oder lieber 65 Euro ausgeben und nen Nachguss bestellen. Nimmt sich nicht viel.

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 12. Januar 2026 12:21
von Schandauer
Das Reinigen geht weiter :(

Teile welche nicht komplett verrostet waren, wurden gewissenhaft in Kaltreiniger geschruppt.

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Für viele Kleinteile musste aber eine härtere Gangart her...
Zitronensäure war das Mittel der Wahl.
Es gilt der Leitspruch: "Ist die Zitronensäure warm, nimmt es jedem Rost den Harm." 8)

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Im Nachgang werden die Teile ordentlich abgespült, blank nochmal erhitzt und in Öl abgeschreckt.
Das ergibt wieder eine schöne Färbung und Passivierung bevor man entscheidet, welche Teile Phosphatiert oder beilackiert werden.
Dabei kommen natürlich weitere "Schlecht-Teile" zum Vorschein.
Wie hier der Fußrastenträgerbolzen welcher nicht nur verbogen sondern an den Kontaktstellen auch Auftragsschweißungen trägt um halbwegs einen Formschluß herzustellen.
Der wird neu zu fertigen sein.

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Auch an einer Koppel der Gabel ist ein Bibbus für einen Schmiernippel weggebrochen.
Hier werd ich nur eine entsprechende Mutter bearbeiten und diese muss dann mittels Hartlot/Silberlot wieder dran.

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Nebenbei habe ich auch bleich die Innenbeschichtung der Kotflügel vorgenommen, was die atmosphärischen Dämpfe in der Werkstatt,
zusätzlich zu Kaltreiniger, kochenden Altteilen, brennender Schaltafel, dampfendem HLP 36, Tabak und Bierrülpsen weiter bereicherte.

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Ich verlies die Baustelle mit Augen, die auf einen mehrwöchigen Kulturtrip ins Frankfurter Bahnhofsviertel schließen lassen.
Aber das geht auch vorbei.....

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 12. Januar 2026 17:37
von rally1476
Mahlzeit,

Ochhh ich dachte solch edlen Gase gehören zur Werkstattwürze.
Wenn's dann noch muckelig warm ist, geht die Arbeit doch von selbst von der Hand.

Mach ich solche Sachen in meiner Werkstatt und meine Frau betritt das Szenario, wird immer geschimpft, dass es da so stinkt.
Kann ich garnicht nachvollziehen...

Gruß Rally

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 12. Januar 2026 21:35
von Ekke
Grüß Dich

Mit was hast Du die Kotfügel behandelt? Ich hab meine bisher nur gespritzt?

Übrigens: das Vierkantteil für die Fussrasten…. im Frohnauer Hammer ( da ist es doch her? ) kloppen die das wider grade, wird wie neu.

Gruß aus der Oberlausitz vom Ecke

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 13. Januar 2026 17:32
von Schandauer
In meine Kotflügel streiche ich immer Unterboden-Bitumen.

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Das bleibt etwas plastisch und die Rand-Bördelungen und Aufplattungen lassen sich ordentlich versiegeln.

Zu dem Fußrastenträger....
Das Teil ist nicht nur verbogen sondern auch verdreht, nicht maßhaltig und mit diversen Ausbrüchen.
Wenn ich mit dem Teil in den Frohnauer Hammer gehe, denken die ich hab nicht alle Punkte auf dem Würfel!
Ist ja nur ein 15er Quadratstahl mit zwei Gewinden dran!

War heute gleich nochmal beim Milzi um mir meinen Forums-Treffen-Orga-Rabatt einzufordern :lol: und um mir nochmal ein paar "Anregungen zu holen!

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Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 27. Januar 2026 15:59
von Schandauer
Nunmehr wurde es mal Zeit sich der eigentlichen Montage zu widmen!
Der Platz des Schraubenkochtopfs wurde mit sinnvollere Amphoren bestückt.

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Also Rahmen aufhängen und grübeln wo man anfängt!

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Sieht eher aus wie in einem Bondage-Schuppen....Naja.
In Ermangelung von Explosionszeichnungen ging es eher intuitiv los.
Und prompt der erste Fehler...Bolzen, Hülsen und Kotflügelbefestigung in der falschen Reihenfolge montiert.

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Die Erleuchtung brachte dann eine polnische Website wo auch ein paar Detailfotos zu einer Restauration zu sehen waren.

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So ists richtig.
Es folgte der Lenkkopf welcher in Folge die Gabelmontage ermöglichen wird....

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Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 27. Januar 2026 17:06
von rally1476
Iieeeeh warmes Bier, wer macht denn sowas?

Oder ist das ein Experiment?
Welcher Kronkorken geht als erster stiften...?

Bau mal schön zusammen, das macht ja auch am meisten Spaß.

Gruß Rally

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 27. Januar 2026 17:46
von RT-Tilo
rally1476 hat geschrieben:Iieeeeh warmes Bier, wer macht denn sowas? ...


alte Männer zum Beispiel ... ich auch :mrgreen:

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 27. Januar 2026 17:49
von Gundi
Ich bin ja nun auch 63, aber an warmes Bier gehe ich nicht ran.
Gruß Matthias

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 27. Januar 2026 18:16
von trabimotorrad
Seit ich denken kann, habe ich den winterlichen grippalen Infekt (Husten, Schnupfen, Heiserkeit und darum auch keinen Geschmacksinn) mit einer oder zwei Flaschen HEIßEM Bier erfolgreich bekämpft. Nein, das schmeckt nicht furchtbar, das schmeckt nach GAR NICHTS. Hat mir immer geholfen. :wink:

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 27. Januar 2026 18:46
von MZFieber
Ich kenne das noch von Oma und Opa. Extra wärmen muss ich es nicht, aber so tat man früher.

In der aktuellen Jahreszeit reicht mir Zimmertemperatur. Ob mit oder ohne Wehwehchen.

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 28. Januar 2026 12:43
von Schandauer
Der versierte Bier-Sommelier bevorzugt eher kaltes Bier...Richtig.
Wenn man aber mal 2 Kästen im Schuppen bei 2-stelligen Minusgraden vergessen hatte und beim Öffnen der Flasche, der Inhalt des durchschäumten Flaschenkopfs gefriert.....
ist das mir persönlich zu kalt und muss etwas gewärmt werden :oops: :lol:

Weiter gings an der Gabel.
Die obere Koppel inkl. der Dämpfungsscheiben wurde eingebaut.

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Dann ging das Gefriemel der Gabelmontage los.
Letztendlich fand alles seinen Platz und auch der Kotflügel konnte montiert werden.

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Die Teile hatte ich vorher schon zum Linieren bei Rüdiger Guth in Herrnhut 8)

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 28. Januar 2026 17:57
von rally1476
Na tach,

weil es gerade um die Reibdämpfer ging.
Die drehe ich beim Fahren auf topfebenen Straßen meist zu.
Auf unebenen Straßen, also sowas wie Kopfsteinpflaster mach ich die auf.
Mir klappert sonst immer mein Gebiss so dolle.

Wie macht ihr das so?
Mechanikus, kannst dazu mal Deine Erfahrungen kundtun...?

Ansonsten tu ich mich wiederholen.
Viel Spaß bei der weiteren Montage.

Gruß Rally

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 29. Januar 2026 01:21
von Mechanikus
rally1476 hat geschrieben:Na tach,

weil es gerade um die Reibdämpfer ging.
Die drehe ich beim Fahren auf topfebenen Straßen meist zu.
Auf unebenen Straßen, also sowas wie Kopfsteinpflaster mach ich die auf.
Mir klappert sonst immer mein Gebiss so dolle.

Wie macht ihr das so?
Mechanikus, kannst dazu mal Deine Erfahrungen kundtun...?

Ansonsten tu ich mich wiederholen.
Viel Spaß bei der weiteren Montage.

Gruß Rally


Ja, das Thema Reibungsdämpfer ist schon sehr interessant. Den Lenkungsdämpfer braucht man eigentlich gar nicht zum Fahren. Den ziehe ich nur ganz minimal an, so daß die Reibscheiben eben anliegen und noch keine Bremswirkung festzustellen ist. Das hat den Effekt, daß die Teile dann während der Fahrt keine Klappergeräusche von sich geben. Freilich kann es hin und wieder eine ziemlich heftige Fahrwerksreaktion in den Lenker geben, den man dann auch richtig fest in den Händen halten muß. Aber nur aus Angst davor mit angezogenem Dämpfer zu fahren, ist mir zu doof. Zumal die NZ ein wirklich angenehmes, leichtes Fahrgefühl vermittelt, das durch den Lenkungsdämpfer sehr leiden würde.
Ähnlich verhält es sich mit den Gabeldämpfern. Die NZ Gabel ist enorm langhubig für eine Trapezgabel und spricht, zumindest eingedenk der hohen ungefederten Massen, unglaublich fein an. Damit werden Fahrbahnunebenheiten bei niedrigen Geschwindigkeiten sehr souverän eliminiert. Man staunt ganz gewaltig, wie bei einer scheinbar glatten Straße die Gabel die ganze Zeit wild herumzuckt, denn im Gegensatz zur Telegabel sieht man ja jede noch so kleine Bewegung am oberen Gabelende. Wenn jetzt die Dämpfung ins Spiel kommt, die sich übrigens während der Fahrt stufenlos verstellen läßt, ändert sich diese Charakteristik. Bedingt durch die einfache Bauart wird das Einfedern genauso stark gedämpft wie das Ausfedern, also Zugstufe = Druckstufe. Das ist nun sehr starke Geschmackssache. Je mehr die Dämpfung angezogen wird, desto unsensibler wird die Federung und Stöße werden direkt an den Fahrer weitergeleitet. Bei sehr straff eingestelltem Dämpfer verringert sich sogar der Federweg, weil die Gabel nicht mehr voll ausfedert. Nun wird es also individuell. Ich bevorzuge das feine Ansprechverhalten und "...wenn das Pflaster mal undufte wird..." [O-Ton Crius, 30er Jahre], soll heißen, wenn man auf schlechtem Fahrbahnbelag und Schlaglöchern fährt, dann hat man ein lustig springendes Vorderrad ohne nennenswerten Bodenkontakt und kämpft mit der hüpfenden, auskeilenden Maschine. Lenker richtig(!) festhalten und Tempo runter hilft. Oder man fährt eben mit mehr Dämpfung. Dabei muß man dann aber die harten Fahrbahnstöße mit den Handgelenken abfangen. Das finde ich persönlich auch nicht besser. Abgesehen davon, sieht man nicht unbedingt vorher, ob der Fahrbahnbelag schlechter wird. Wenn das der Fall ist kann man eh nicht mehr die Hand vom Lenker nehmen, um den Dämpfer nachzuziehen, sondern ist voll und ganz damit ausgelastet, ihn festzuhalten.
Also kurz und gut: Ich fahre stets mit nur wenig angezogenem Dämpfer. Das scheint mir der beste Kompromiss zu sein.
Übrigens gäbe es eine relativ einfache Verbesserung für eine reibungsgedämpfte Trapezgabel. Nämlich, wenn der Antrieb des Reibungsdämpfers mit einem Rollenfreilauf kombiniert wäre. Dann wäre die Bewegung des Einfederns ungedämpft, während man die Ausfederbewegung beliebig stark dämpfen könnte. Das wär nochmal ne Bastelaufgabe für mich...

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 11:24
von Schandauer
Gestern durfte ich meinen Tank vom "Finish" holen.
Der Tank war vorher rundum schwarz lackiert, was natürlich nicht dem Original entspricht.
Es fehlte somit die charakteristische silbrige Bedampfung, was natürlich auch ein optisches Highlight darstellt.
In Hinblick auf die Geldbörse, spielte ich schon mit dem Gedanken auf dieses Detail zu verzichten.
Nach energischer Gegenrede, vom Linierer des Vertrauens aus Herrnhut, gegen diese Variante wurde somit folgendermaßen vorgegangen.
Abkleben der Originalform, anschleifen der "Silberpartie", Lackierung mit Spezialmischung (bestimmtes Silber ohne viel Glitzerpartikel), Anschleifen des gesamten Tanks, Klarlack, Linierung in Gold.
Und ich denke es hat sich gelohnt......

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Jetzt ist der Tank leider ohne Kniekissenhalter, was aber historisch nicht unbedingt falsch sein muss denn es gab wohl beide Varianten.
Mal schauen ob ich später noch welche aufklebe.
Hat da schon jemand Erfahrungen gemacht?

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 11:58
von dscheto
Schandauer hat geschrieben:Der versierte Bier-Sommelier bevorzugt eher kaltes Bier...Richtig.
Wenn man aber mal 2 Kästen im Schuppen bei 2-stelligen Minusgraden vergessen hatte und beim Öffnen der Flasche, der Inhalt des durchschäumten Flaschenkopfs gefriert.....

Ich finde, Bier wird bitter, wenn es einmal Frost abbekommen hat. Aber bei Hasenröder kann man von Geschmack sowieso kaum reden, es ist fast wie Kölsch ...

-- Hinzugefügt: 4. Februar 2026 11:12 --

zur DKW: die meines Vaters hatte ein andere Linierung, aber natürlich Kniekissen. Ich hab noch irgendwo die Fgst.-Nr., wollte immer mal rausbekommen, ob die noch existiert ...

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 12:50
von Schandauer
Interessantes Foto!
Wenn ich mich festlegen müsste, würde ich sagen wir sehen hier eine KS 200 (Die Strebe am hinteren Kotflügel ist fest dran!)
Die KS hatte aber m.W.n. ab Werk keine Kniekissen obwohl hier ein Tank mit auffallend schmalen Kniekissen (ähnlich Zündapp) zu sehen ist !
Die Lampe inkl. Tacho sind auch von einer anderen Maschine (RT?).
Kann das sein das hier geschraubt wurde? :lupe:

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 14:56
von Rallye Olaf
Alter Verwalter
Der Tank schaut ja echt spitze aus. :roll:

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 16:34
von Mechanikus
Schandauer hat geschrieben:Interessantes Foto!
Wenn ich mich festlegen müsste, würde ich sagen wir sehen hier eine KS 200 (Die Strebe am hinteren Kotflügel ist fest dran!)
Die KS hatte aber m.W.n. ab Werk keine Kniekissen obwohl hier ein Tank mit auffallend schmalen Kniekissen (ähnlich Zündapp) zu sehen ist !
Die Lampe inkl. Tacho sind auch von einer anderen Maschine (RT?).
Kann das sein das hier geschraubt wurde? :lupe:

Nein. Das auf dem alten Foto ist eine typische späte KS 200, mit eben den Kniekissen, wie sie auch die NZ aufweist. Die hatte als einzige Vorkriegs-DKW diesen tiefen Lampentopf. Auffällig: Die Lackierung ist wohl mal erneuert worden, denn die KS war als Billigangebot eigentlich immer schwarz. Mag sein, daß es Ausnahmen gab, das wäre dann was echt seltenes. Jedenfalls sieht es auf dem Bild gewiss nicht nach schwarz aus.

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 16:50
von Schandauer
Mechanikus hat geschrieben:Nein. Das auf dem alten Foto ist eine typische späte KS 200, mit eben den Kniekissen, wie sie auch die NZ aufweist. Die hatte als einzige Vorkriegs-DKW diesen tiefen Lampentopf.


Tiefer Lampentopf ja, aber da war kein Tacho integriert!
Die Kniekissen-Variante der NZ (Tropfenform) erkenne ich auf dem Bild auch eher nicht oder?!

Egal. Hat alles seine Daseinsberechtigung!

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 19:21
von Mechanikus
Schandauer hat geschrieben:
Mechanikus hat geschrieben:Nein. Das auf dem alten Foto ist eine typische späte KS 200, mit eben den Kniekissen, wie sie auch die NZ aufweist. Die hatte als einzige Vorkriegs-DKW diesen tiefen Lampentopf.


Tiefer Lampentopf ja, aber da war kein Tacho integriert!
Die Kniekissen-Variante der NZ (Tropfenform) erkenne ich auf dem Bild auch eher nicht oder?!

Egal. Hat alles seine Daseinsberechtigung!

Na eben, den Tacho hab ich glatt übersehen. Und bei genauerem Hinsehen sehe ich auch seitliche Lampenhalter. Gut beobachtet, das wird dann wohl eine RT Lampe sein.

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 22:07
von rwiegmann
Guten Abend Schandauer,

Der Tank ist absolut super geworden. Die Kniekissen sind verzichtbar und sollten auf keinen Fall geklebt werden. Die Gummimischungen von nachgefertigten Teilen sind meist so, daß sie schon nach wenigen Jahren Risse zeigen und nicht mehr schön sind. Dann ist aber der Lack auf dem Tank noch top und sollte auf keinen Fall verschandelt werden durch eine Abkratz-Aktion. Wichtiger sind die historisch korrekten Firmen-Embleme auf beiden Seiten!

Viele Grüße von einem SB 200 Fahrer im Urzustand, Reinhard

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 7. Februar 2026 19:22
von Schandauer
Was ist das für ein Teil....

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Umtrieb es mich des Nächtens in meinen Träumen, die eigentlich auf blühende Wiesen, blanke Bietzen und wummernde Mopeds konditioniert waren.
Der fachkundige linkselbische DKW-Dienst brachte Klarheit.
Die Lampenhalterung und Zitat: "eine gar Schöne".

So denn....Entrostet, lackiert und positioniert.

Der Scheinwerfer selbst stand ja im Hochwasser, sodass die einzelnen Wasserstände ganz gut am Reflektor abzulesen waren.
Dieser wurde vorsichtig gereinigt und begutachtet.

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Auf der Rückseite war das HASAG-Logo zu erkennen was auf den Reudnitzer Produzenten Hugo-Schneider-Aktiengesellschaft verweist der heute oft auf die Produktion der "Panzerfaust" reduziert wird (und ganz nebenbei dadurch das Preisgefüge für derartige Lampen anfeuert).
Zusammengebaut sah das ganz gut aus.
Jedoch fiel einem regionalem DKW-Sach- und Fachkundigen die flache Form der Streuscheibe sowie die recht moderne Birnenaufnahme auf.
Nach viel gegoogle und Getuhe wurde diese doch aus authentisch, wenn auch etwas besonders, akzeptiert.
Man beachte auch das eingelassene HASAG-Logo auf der Streuscheibe.

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Zwischen den normalen Beilagscheiben der Lampenhalterung fand sich noch eine alte Fahrrad Lenkkopfverschraubung (o.ä) welche nun doch nicht mehr den Weg an die Maschine fand! :lol:

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Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 8. Februar 2026 10:12
von rally1476
Moin,

hach, herrlich Dein Leckerlie, welches Du da zusammenschraubst.
Wenn ich Deine Fotos so ansehe, schwelge ich gleich in Erinnerungen, welche mein DKW Projekt betreffen.
Schrecklich lange her, vierzehn Jahre...
...krieg ich es langsam mit der Angst zu tun.

Auf der anderen Seite, muss ich sagen, sind die Dinger für die Ewigkeit gebaut.
Gut, wir nutzen solche Schätzchen ja schon lange nicht mehr so, wofür sie gemacht wurden.
Kommt wohl heute keiner mehr auf die Idee, mit so einer hergerichteten Maschine, bei den jetzigen Straßenverhältnissen täglich zur Arbeit zu fahren.

Oder womöglich am Wochenende zu seiner Geliebten, von Dresden nach Greifswald zu fahren.
Das hat seinerzeit mein 85 jähriger Nachbar mit seiner RT gemacht.
Ausgestattet mit Heizdecke und Zeitung um den Bauch geschnallt...
...oweia, na bloß gut, ist das heute anders.

Kurz nochmal zum Tank.

Bei der SB war das doch ursprünglich Chrom oder auch schon Aluminium?
Aus Einsparungsgründen war das bei den zivilen NZ'ten alubeschichtet, was dann poliert wurde.

Griff das bei den letzten SB's auch schon?

Gruß Rally

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 8. Februar 2026 10:48
von Schandauer
Soweit ich weiß war der Tank der "langen" späten Variante der SB Flammgespritzt mit Aluminium und anschließend Poliert und beilackiert.

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 8. Februar 2026 15:17
von Mechanikus
Ja, spätestens die 1938er Modelle hatten die sogenannten Hydronalium-Streifen am Tank. Vorher gab's noch Chrom.

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 8. Februar 2026 17:58
von Jonas
rally1476 hat geschrieben:weil es gerade um die Reibdämpfer ging.
Die drehe ich beim Fahren auf topfebenen Straßen meist zu.
Auf unebenen Straßen, also sowas wie Kopfsteinpflaster mach ich die auf.
Mir klappert sonst immer mein Gebiss so dolle.

Wie macht ihr das so?

Lenkungsdämpder ist unnötig, der wird gerade so weit zu gedreht, dass nix klappert.
Bei den Reibungsdämpfern der Trapezgabel halte ich es wie Mechanikus: Leicht anziehen und gut ist´s.
Probier mal, beim Fahren die zwei Extreme einzustellen: Einmal sehr stark angezogen, einmal gerade eben. Beim zu starken Anziehen federt die Gabel kaum noch aus, alles wird steif und spricht nicht mehr an. Zu locker hast du eine ungedämpfte Hüpfgabel - auch nicht ideal. Einen Mittelwert finden und dann so lassen...

Schönes Projekt hier mit der DKW! :zustimm:

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 10. Februar 2026 14:55
von Schandauer
Heute ein Ausflug an die Vorderachse wo ich momentan etwas auf dem Schlauch stehe.
Verbaut war ein Tachoantrieb der scheinbar original verkorkt war (Tacho war auch keiner dabei).
Da der Tacho bei der SB als Zubehör galt wurde hier anscheinen einfach der Tachoantrieb verschlossen!

Da sich in jeder geordneten Werkstatt ein Korkenzieher befinden sollte wurde das Objekt sogleich angestochen!

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Nach der Grundreinigung sieht der Antrieb auch wieder passabel aus.

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Der Plan war eigentlich die alten Lager durch neue gekapselte zu ersetzen.
Jetzt hat aber die SB den Mitnehmer für den Tachoantrieb nicht an der Nabe sondern an der Lagerschale des Radlagers welche in der Nabe sitzt.

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Lösung 1: - alles so lassen
Lösung 2: - neue Achse (längerer Schaft) + neue Lager (Spezialgröße) in alte Lagerschale einziehen
Lösung 3: - neue Achse (längerer Schaft) + neue Lager (Spezialgröße) direkt in Nabe einziehen und neuen Tachoantrieb austüfteln

Alles ist nicht unbedingt zufriedenstellend.

Hat jemand noch eine Idee oder einen Tipp wie man das am schneidigsten hinbekommt?

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 10. Februar 2026 18:50
von jot
moin,

auf das neue standardlager ein teil weich auflöten, soll mechanikus was filigranes fräsen und dann flächig auf den innenring des lagers löten...

jot

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 10. Februar 2026 20:15
von Mechanikus
Mach mal ein Bild von der Nabe. Ich habe da eine Idee...

Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 10. Februar 2026 23:34
von Schandauer
Hier die Bilder

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Re: Wiederbelebung DKW SB 200 BJ. 1938

BeitragVerfasst: 16. Februar 2026 17:07
von Schandauer
Da die zündende Idee für die Vorderachse noch fehlt, ging es am Rahmen weiter.
Der Bolzen für die Fußrasten musste einmal neu kommen.
Auch die Positionierung einiger Teile wie Konterblech für den hinteren Kotflügel und die Lasche für die Halterung des Hauptständers,
mussten erstmal recherchiert werden.
So ists nun richtig....

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