MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

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MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Bratoletti » 24. März 2011 22:26

Die folgende Beschreibung gilt ohne Gewähr, wer seine Kolbenringe anschließend im Auspuff
findet, ist selbst Schuld. :mrgreen:

Spaß zurück, Ernst beiseite:
Nach erfolglosem Fahren eines G5 Zylinders (ca. 1980) auf der Straße, dieser war ordentlich getunt, habe
ich mich mit einem anderen Tunen beschäftigt.

Ich nenne es „Anti“tuning.

Dies gilt für alle 6 Volt 250er MZ ab ES/2, also ES/2, ETS, TS, TS/0, TS/1
Zielsetzung:
1. Mehr Drehmoment
2. Weniger Verbrauch
3. Nicht unbedingt schneller in der Endgeschwindigkeit aber schneller zur Endgeschwindigkeit

Prämissen:
Originaler Vergaser, originaler Kolben, originaler Zylinder und Kopf, originale Einstellung Vergaser und Zündung
Kolbenquetschmaß so gering wie eben nach Handbuch erlaubt.

Vergaser
Glätten aller Übergänge zwischen Vergaser-Stutzen-Dichtung1-Dichtung2-Dichtung3-Zylinder
Nicht die Oberflächen polieren, sondern nur die Übergänge ohne Versatz herstellen.
Die Oberflächen sollen bewusst rauh bleiben.

Kolben
Kürzen des Kolbenhemdes an der Einlassseite um 8mm
Lange überlegt, änder das jetzt: 3mm sollen reichen.
Bei UT ragt der Kolben in die Ausnehmung des Überströmkanales: alles, was an Kolbenmaterial sichtbar ist,
wird weggefeilt.

Zylinder
Der Übergang von der Gusslaufbuchse zum Überstromkanal ist kantig eckig: der Bogen der Zylinderseite
bis zur Unterkante der Gussbuchse wird ein Bogen. Die Unterkante wird dann spitz zulaufen.
Kanäle nicht polieren.

Das bringt gefühlte 2 bis 5 PS. (zusätzlich zu den vorhandenen)

Viel Spaß beim feilen, ist ne Schweine Maloche… :!: :mrgreen:


Bratoletti
Zuletzt geändert von Bratoletti am 31. August 2011 22:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon flotter 3er » 25. März 2011 00:08

Ist aber eine sinnvolle Sache - eigentlich werden nur die Fertigungstoleranzen ausgeglichen! Guter Hinweis mit den Kanälen - kann ich nur noch einmal bekräftigen! Glätten ist gut, Übergänge anpassen/glätten noch besser - polieren ist Sch.... Stichwort Strömungsabriss!
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon P-J » 25. März 2011 00:12

Bratoletti hat geschrieben:Kürzen des Kolbenhemdes an der Einlassseite um 8mm


Viel zu Viel

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Ex-User magsd » 25. März 2011 02:40

[wozu denn]
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon ths » 25. März 2011 08:53

ich finde,

sehr gute Hinweise.
Das bringt sicher was.
Genau diese Tipps und Tricks hatte schon der Carl Hertweck verbreitet in seinem Klassiker "Besser machen - Arbeiten an Motorrädern".
Speziell in dem Kapitel über das Tunen (damals hieß es frisieren) einer Adler sind viele gute Tipps.
Dabei ging es noch viel weiter.
Da wurde der Einfachvergaser durch zwei Vergaser mit selbstgebauter Ansaugbrücke und modifiziertem Einlass ersetzt,
der Auspuff auf Resonanz abgestimmt etc.

Gruß

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon rausgucker » 25. März 2011 10:45

Ich kann nur sagen, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen der Königsweg sind. Genau so habe ich es auch gemacht - nur habe ich es beim Kolbenhemd kürzen bei 3 mm belassen. Zuzüglich habe ich noch den Krümmer um etwa 4 Zentimeter gekürzt.

Gerade der Übergang vom Motorgehäuse in die Überströmer hat in der Serie oft Ungenauigkeiten bis zu 5 mm. Da habe ich mit viel fleiß, Proxxonschleifer und einem Satz Schlüsselfeilen alle Kanten beseitigt. Genauso im Ansaugtrakt. Besonders fummelig sind die Kanten von der Laufbuchse zum Alu-Kühlkörper des Zylinders. Die Anpassungen von Zylinder und Motorgehäuse habe ich logischerweise im zuge einer großen Motorrevision vorgenommen. Da konnte ich die beiden Gehäusehälften an den Zylinder ansetzen (ohne KW usw.) habe die überstehenden Kanten schön angerissen, danach ließ sich alles sehr schön wegschleifen bzw. fräsen.
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon ea2873 » 25. März 2011 16:32

ich war der meinung daß das kürzen des kolbenhemdes das derhmoment nach oben verschiebt, und die maschine untenrum schlechter fahrbar macht. zumindest im rahmen meiner damaligen versuche mit ca. 5mm kürzen. da ich nicht so gerne hoch drehe, hab ichs wieder rückgängig gemacht.

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Bratoletti » 26. März 2011 20:12

rausgucker hat geschrieben:Ich kann nur sagen, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen der Königsweg sind. Genau so habe ich es auch gemacht - nur habe ich es beim Kolbenhemd kürzen bei 3 mm belassen. Zuzüglich habe ich noch den Krümmer um etwa 4 Zentimeter gekürzt.

Gerade der Übergang vom Motorgehäuse in die Überströmer hat in der Serie oft Ungenauigkeiten bis zu 5 mm. Da habe ich mit viel fleiß, Proxxonschleifer und einem Satz Schlüsselfeilen alle Kanten beseitigt. Genauso im Ansaugtrakt. Besonders fummelig sind die Kanten von der Laufbuchse zum Alu-Kühlkörper des Zylinders. Die Anpassungen von Zylinder und Motorgehäuse habe ich logischerweise im zuge einer großen Motorrevision vorgenommen. Da konnte ich die beiden Gehäusehälften an den Zylinder ansetzen (ohne KW usw.) habe die überstehenden Kanten schön angerissen, danach ließ sich alles sehr schön wegschleifen bzw. fräsen.


Hallo Rausgucker,

hab nicht alles verstanden.

Du setzt den Zylinder auf eine der zerlegten Hälften? Oder nimmst Du Lack? Und die Späne sind im KW Gehäuse?
Ich meine mit Übergang den Übergang von der Buchse in den Kanal. also die Innenseite, Du meinst die Außen-
und Unterseite, wo die Fußdichtung ist?

Hab garnicht an das Gehäuse gedacht. Oder versteh ich was falsch?

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon rausgucker » 30. März 2011 10:18

Ich wollte doch noch mal antworten - dem Bratoletti.

Also, ich nehme die leeren Hälfen, schraube zwei Stehbolzen rein und setze dann den Zylinder auf. Dann kann ich von der Seite (wo sonst die Hubscheiben der Kurbelwelle sitzen) schön die Kanten im Übergang vom Motorgehäuse zum Überströmer im Zylinder sehen. Mit der Reißnadel werden die überstehenden Ecken markiert, dann wird abgeschliffen bzw. gefräst. Das mache ich mit beiden Hälften.
Und ja, es ist der Bereich, wo die Fußdichtung aufliegt. Die Fußdichtung muss übrigens auch genau angepasst werden, sonst steht das Papier inden Überströmer.
Einen Trick gibt es noch mit dem Kolben. Schließlich sollen ja auch die Fenster links und rechts im Kolben genau den Fenstern unten im Zylinder entsprechen. Bevor ich den Motor auseinandernehme, markiere ich den UT des Kolbens. Einfach alte Laufgarnitur abnehmen. Die neue Garnitur, die dann drauf soll, hernehmen (ich habe immer eine Austauschgarnitur parat) Dann den neuen Zylinder samt Kolben montieren - ABER: Zylinderdeckel bleibt ab. Kolben auf UT Stellung drücken, und dann von oben mit dem Edding exakt die Kolbenposition markieren. Dann alles wieder runter, garnitur in das Regal. Dann öffne ich den Motor. Wenn das gehäuse leer ist, kommen - wie oben beschrieben - die zwei Stehbolzen in die getrennten Hälften. Wenn die Kanten zwischen Zylinder und Motorgehäuse weg sind, dann setze ich den Kolben in den Zylinder, schiebe ihn genau zu den Edding-Markierungen auf UT. Dann kann ich die Kolbenfenster unten exakt auf die bereits bearbeiteten Fenster in den Überströmer / Motorgehäuse anpassen. Manche kleben denKolben provisorisch mit Heißkleber ein, schrauben den Zylinder richtig fest, und bearbeiten dann alles in einem Stück - jeweils links und rechts, geht auch gut, kommt aufs selbe raus.
Im Endeffekt sieht man zum garnichts von der Bearbeitung - nur eben, dass es keine Kanten mehr im unteren Bereich der Überströmer gibt und der Kolben im UT auch genau in die Ausschnitte passt.

Deswegen ist es eigentlich kein Tuning, sondern man enfernt nur die Ungenauigkeiten, die sich aus der Großerienherstellung zwangsläufig ergeben. Der Motor ist dann so, wie es sich die MZ-Ingenieure am reißbrett ausgedacht haben. Keine zusätzlichen Überströmer, keine Verdichtungserhöhung, kein Entfernen der Nase im Einlasskanal usw. - nur saubere Übergänge im Einlaß-, Ansaug- und Auspufftrakt. Die Summe der Arbeiten ergibt den eigentlichen Effekt.

OK ;), das Kürzen des Kolbenhemdes um 3 mm und der etwas kürzere Krümmer stammt nicht von den MZ-Ingenieuren.

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Bratoletti » 30. März 2011 11:28

Super danke, hab dies gut verstanden. Genau das ist es eben kein Tuning, sondern das Erreichen der theoretischen Ziele der
Ing. aus Zschopau in der Praxis. Die großindustrielle Fertigung hat eben Streuung, die gilt es zu beseitigen, dann rennt
das Teil wie Schmitz Katz.

Bratoletti.
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon flotter 3er » 30. März 2011 15:54

Bratoletti hat geschrieben:Super danke, hab dies gut verstanden. Geanu das ist es eben kein Tuning sondern das Erreichen der theoretischen Ziele der
Ing. aus Zschopau in der Praxis. Die Großindustrielle Fertigung hat eben Streuung, die gilt es zu beseitigen, dann rennt
das Teil wiure Schmitz Katz.

Bratoletti.



Vollkommen richtig - vor allem wird oft und gern übersehen, das ein Motor erst einmal optimiert werden sollte, bevor dann immer die Fragen nach dem "Tuning" kommen... :wink:
Gruß Frank


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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon modulator » 18. Mai 2011 19:22

Hallo,

Mein Motor steht kurz vor der Öffnung, ich hätte also noch die Möglichkeit den UT zu markieren.
Meine Frage nun ist wieso muss das mit dem neuen Zylinder/Kolben geschehen?
Neuer Kolben sollte doch baugleich sein?
Frage ich weil der Zylinder erst noch zum Schleifen geht und ich dann mit der Öffnung des Motors warten würde.

Wie kürzt man das Kolbenhemd? Und was genau bringt das? 3mm, 8mm, 5mm, wo kommen die Werte her?

Rausgucker spricht bei einem seiner Bilder von einem Bogen der noch bearbeitet werden muss, ich komm einfach
nicht drauf welcher Bogen da gemeint ist, kann den evt. mal einer mit rot einzeichnen.

Spricht Rausgucker und Bratoletti von dem gleichen Bogen?
Der Bogen von Bratoletti ist am Zylinder (Überströmer/Laufbuchse)
Der Bogen von Rausgucker nicht?

Eine genau Zusammenfassung aller Bearbeitungen wäre schon nicht schlecht :biggrin:

Mfg
Flo

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon rausgucker » 18. Mai 2011 20:09

Nur ganz kurz, weil ich gerade die Kinder ins Bett bringe. (ich poste das dann noch mal ausführlicher)

Ich nehme die neue Garnitur, weil ich die gebrauchte dann zur Reservegarnitur mache. Grundsätzlich muss die UT und Kolbenpositionsermittlung mit DEM Zylinder gemacht werden, der hinterher auch drauf kommt. Ist alles fertig, dann sind Zylinder und Gehäuse "gepaart", also individuell aufeinander angepasst. Reihenfolge wie folgt. Garnitur VOR dem Ausschleifen bearbeiten. Denn dann kannst du ohne ständige Vorsicht auf die Zylinderbohrung bzw. die Wandungen rumfeilen, weil ja final noch das Ausschleifen folgt. Ist der neue Kolben dann da, kommt die Sache mit dem UT usw. Dann wird der Kolben angepasst. Diese Reihenfolge, wenn du nur eine Garnitur hast. Mehr dazu später, ist aber alles ziemlich logisch im Ablauf. Die 3mm Kolbenhemdkürzung habe ich aus einer Tuninganleitung aus tiefsten DDR Zeiten für die Erstellung eines Sportmotors auf ETZ Basis.

Gruß

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Bratoletti » 18. Mai 2011 20:44

modulator hat geschrieben:Hallo,

Mein Motor steht kurz vor der Öffnung, ich hätte also noch die Möglichkeit den UT zu markieren.
Meine Frage nun ist wieso muss das mit dem neuen Zylinder/Kolben geschehen?
Neuer Kolben sollte doch baugleich sein?
Frage ich weil der Zylinder erst noch zum Schleifen geht und ich dann mit der Öffnung des Motors warten würde.

Wie kürzt man das Kolbenhemd? Und was genau bringt das? 3mm, 8mm, 5mm, wo kommen die Werte her?

Rausgucker spricht bei einem seiner Bilder von einem Bogen der noch bearbeitet werden muss, ich komm einfach
nicht drauf welcher Bogen da gemeint ist, kann den evt. mal einer mit rot einzeichnen.

Spricht Rausgucker und Bratoletti von dem gleichen Bogen?
Der Bogen von Bratoletti ist am Zylinder (Überströmer/Laufbuchse)
Der Bogen von Rausgucker nicht?

Eine genau Zusammenfassung aller Bearbeitungen wäre schon nicht schlecht :biggrin:

Mfg
Flo

Hallo Modulator,
Die brauchst Du nicht: UT Markierung: Der UT ist da wo der Kolben nach Hublänge unten ist. Das ist meist da wo die UK Auslass gleich OK Kolben ist. Aber du kannst es ja messen. Auf UT steckst du den Kolben in den Zylinder und nimmst das Überstehende an der Ausnehmung zum Ü-kanal am Kolben weg. Das ist alles.

Der Unterschied der Betrachtungen zwischen meinem Antitunig und der Gehäusebearbeitung liegt darin, dass ich die Bearbeitung bei unangetastetem Motorblock mache, also die Dinge die oben stehen: Ansaugstutzen, Zylinder und Kolben bearbeiten. Rausgucker macht es noch gründlicher: er geht in den Grund des Motors und schaut sich bei auf einer Gehäusehälfte montiertem Zylinder (mit den 2 vorhanden Stehbolzen) den Übergang vom Block in den Zylinder an und passt das an. Dann kommt die andere Gehäusehälfte. Beide Methoden, da hast Du recht, ergänzen sich und man könnte es zusammen als eine Abfolge beschreiben. Werde mit Rausgucker dazu PN mäßig kommunizieren.

Ich kürze 8mm auf der Einlassseite. Das stammt aus Ur-Urzeiten vor der ETZ aus DDR Insider Infos. Damit fahre ich ohne Probleme. Ich beziehe mich übrigens immer auf die 6Volt 250 er ab 1969, also ab ES250/2. Keine kleine MZ und keine ETZ. Damit habe ich keine Erfahrung. Kann mir aber denken, dass es bei ETZ genauso schöne Effekte gibt.
Grundsätzlich gilt: nichts polieren! Du kannst auch nach dem Schleifen arbeiten. Du arbeitest ja nur mit mechanischen Handgeräten, keine Maschinen und wirst so mit Vorsicht den neuen Zylinder und Kolben nicht beschädigen.
Bratoletti

p.s. Schau Dir bezüglich "Bogen" das erste Bild von Raugucker an. Die Ausnehmung der Zylinderbuchse hat rechts einen Bogen, ist gerundet, links ist eine Kante, die will er noch wegfeilen.
Ich meine mit Bogen was anderes. Wenn Du den Überstromkanal (Zylinder liegt auf dem Tisch) von der KW-Seite ansiehst, hat er eine geformte Seite zum Kolbenhubraum hin. Diese Form ist aus ALU und aus Guss gebildet. Würde man eine Linie sich vorstellen, dann ist das Alu gebogen an der Oberfläche, die Gussbuchse hat ihre Urforn: gerade mit rechteckiger Kante. Die Aufgabe ist es, den Verlauf der Oberfläche des Ü-Kanals bis zur UK Buchse als eine Linie -gebogen- zu feilen, so dass kein Übergang zwischen Guss und ALU mehr zu spüren ist. Die Unterseite der Gussbuchse ist das konisch scharf zulaufend. OK?
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon ETZploited » 18. Mai 2011 21:34

Bratoletti hat geschrieben:Das ist meist da wo die UK Auslass gleich OK Kolben ist.

Wenn schon, dann UK Ü.
"Meist" ist Wunschdenken.

modulator hat geschrieben:Neuer Kolben sollte doch baugleich sein?

Darauf solltest du dich nicht verlassen.

modulator hat geschrieben:Wie kürzt man das Kolbenhemd? Und was genau bringt das? 3mm, 8mm, 5mm, wo kommen die Werte her?

Steck den Kolben verkehrt rum in den Zylinder, so daß 3mm oben rausschauen, und reiß das an.
Dann wegfeilen/Fräsen und Kante verrunden.
Die natürliche Grenze für die ESZ liegt irgendwo bei 160°, der EM hat theoretisch schon 155°
Die Füllung im Kurbelgehäuse wird eben nicht mit zunehmender ESZ immer besser.

Lesetipp:
http://www.simsonforum.net/grundlagen-s ... 74422.html
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Bratoletti » 19. Mai 2011 08:45

ETZploited hat geschrieben:
Bratoletti hat geschrieben:Das ist meist da wo die UK Auslass gleich OK Kolben ist.

Wenn schon, dann UK Ü.
"Meist" ist Wunschdenken.

modulator hat geschrieben:Neuer Kolben sollte doch baugleich sein?

Darauf solltest du dich nicht verlassen.

modulator hat geschrieben:Wie kürzt man das Kolbenhemd? Und was genau bringt das? 3mm, 8mm, 5mm, wo kommen die Werte her?

Steck den Kolben verkehrt rum in den Zylinder, so daß 3mm oben rausschauen, und reiß das an.
Dann wegfeilen/Fräsen und Kante verrunden.
Die natürliche Grenze für die ESZ liegt irgendwo bei 160°, der EM hat theoretisch schon 155°
Die Füllung im Kurbelgehäuse wird eben nicht mit zunehmender ESZ immer besser.

Lesetipp:
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Hallo ETZploited,
Wieso wenn schon? Unterkante Auslass ist bei den Maschinen, die ich kenne, immer gleich Unterkante Überstromkanäle (6V 250er Motoren) Ich beschränke mich auf meine Kenntnis. Durch den Auslass kann man das sehen von aussen durch die Ü Kanäle nicht direkt. :P
Grundsätzlich, wie ich schrieb, ist der UT zu messen, denn die Kanten können ja toleranzmässig falsch sein, oder siehe 300er möglicherweise tiefer als UT (an anderer Stelle beschrieben).

Den Kolben spanne ich nach dem Anreissen wie von Dir beschrieben mit dickem Tuch umwickelt in den Schraubstock. Im Zylinder würde man den zusätzlich mit Spänen versehen, muss ja nicht sein. 8)
Bratoletti

p.s. exploited heisst ausgebeutet, ausgenutzt, was heisst etzploited?? Hat das was damit zu tun? :shock:
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon modulator » 19. Mai 2011 10:18

Danke für die Antworten, alles ist mir noch nicht klar.
Welche Kante in Bild eins gerundet ist und welche nicht kann ich leider immer noch nicht beurteilen.
Um den Kolben zu kürzen werde ich ihn vermutlich zu einer Firma geben müssen?
Das einzige was ich zuhause habe ist eine gute Eisensäge.

Dann werde ich vermutlich:
1. Zylinder vollständig bearbeiten.
2. Zylinder zum Schleifen geben.
3. Kolbenhemd kürzen.
4. Zylinder montieren, mit neuem Kolben UT markieren.
5. Motor zerlegen
6. Im Motorgehäuse anreissen was weg muss.
7. Nach Bearbeitung vom Motorgehäuse, Kolben auf UT stellen und Kolben auf bearbeitetes Motorgehäuse anpassen.


Mfg
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon rausgucker » 19. Mai 2011 10:56

Nein, den Kolben brauchst du wegen 3mm nicht zu einer firma geben. Die Säge geht bei feinfühliger Arbeitsweise auch. den Kolben guten einpacken - und NICHT zu scharf einspannen, er verformt sich sonst. Am besten nur auf die geöffenten Schraubstockbacken auflegen. Und dann mit schleifpapier und Schlüsselfeile ales verrunden.

was die Kante angeht, hier nochmal die Detailbilder, da solltest Du sehen, was gemeint ist. Ansonsten mache ich mit dem Bratoletti mal eine Zusammenfassung, wenn ich Zeit habe ;)
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon modulator » 19. Mai 2011 20:54

Die Bilder sind eindeutig, danke

Mfg
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon 2CVBeck » 20. Mai 2011 11:29

Gibt es auch Antitunning für Hufu`s oder ist das zwecklos.

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Ex-User magsd » 20. Mai 2011 12:00

Funktioniert bei der Hufu ähnlich.

Überstehende (strömungsungünstige) Kanten beseitigen macht auch dort Sinn, zur Anhebung der Einlasssteuerzeit hab ich meine eigene Meinung. ;)
Würde stattdessen lieber bisschen den Auslass machen...
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon ETZploited » 20. Mai 2011 13:06

magsd hat geschrieben:...zur Anhebung der Einlasssteuerzeit hab ich meine eigene Meinung. ;)
Würde stattdessen lieber bisschen den Auslass machen...

Wie darf man es verstehen - bessere Füllung dadurch, daß mit mehr Vorauslaß im KGH bei Öffnung des Einlaßes auch mehr Unterdruck herrscht?
Weih uns doch bitte in deine Meinung ein.

Klar scheint soweit, bei zuviel ESZ droht Überfettung im Standgas/Teillastbereich


Bratoletti hat geschrieben:Unterkante Auslass ist bei den Maschinen, die ich kenne, immer gleich Unterkante Überstromkanäle

So wirds auch sein, hatte wohl ein falsches Bild vor dem geistigen Auge.
Wir sind uns einig, daß nur ordentliches Messen sinnvoll ist.

Bratoletti hat geschrieben:was heisst etzploited??

Ist ein Wortspiel, ja :wink:
Viele Grüße,
Arne


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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Ex-User magsd » 20. Mai 2011 13:26

Zum einen ist die Einlasszeit der MZ Zylinder schon relativ groß bemessen, zum anderen findet sich in den meisten Auslasskanälen eine Kante die da nicht hingehört.
Wenn das Kolbenhemd unbedingt gekürzt werden soll, würde ich (am EM150) gemeinsam mit der Auslassbearbeitung maximal 1-1,5mm wegnehmen..
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon andreschubert6 » 20. Mai 2011 15:30

magsd hat geschrieben:... zum anderen findet sich in den meisten Auslasskanälen eine Kante die da nicht hingehört.

Was für eine Kante meinst du denn?
Gruß Andre
P.S. Wie ist der Stand mit Jüterbog?

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Ex-User magsd » 21. Mai 2011 11:51

Einfach mal den Auslasskanal ansehen, die Buchse steht in den Kanal rein.
Jüterbog sollte klappen, denke ich...
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Killer7 » 21. Mai 2011 14:24

das geht auch gut mit dremel und sandpapier rolle, so hab ich meinen auslass auch geglättet und die buchsen kante weg geschliffen.
dazu noch den einlass komplett strahlenförmig geschliffen, so dass, wen man mit dem finger über die kante zwischen alu und buchse fühlt keine kante mehr da ist.

dadurch läuft sie auch viel gleichmäßiger und lässt sich besser einstellen.

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon mzkay » 22. Mai 2011 18:39

magsd hat geschrieben:Einfach mal den Auslasskanal ansehen, die Buchse steht in den Kanal rein.

Meinst du jetzt die Nase (einlassseitig), welche von Oben hineinragt (wie bei den EM 250) oder die gedachte Verlängerung des Gewindeganges unten (auslassseitig)?
Also ich frag jetzt generell, ob diese beiden Störenfriede entfernt werden sollten und welche Effekte es bringt.

Gruß KAy

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Ex-User magsd » 22. Mai 2011 19:52

Keines von beiden, die Kante ist an der Oberseite des Auslasskanals am Übergang Alu/Buchse.
Je nach Zylinder stehen auch rechts und links an den Seiten noch Kanten in den Kanal.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon mzkay » 22. Mai 2011 20:36

Dann konnte ich nicht wissen, was ihr meint. Bei meinem siehts so aus.
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Meister Petz » 1. Juli 2011 08:27

Ich habe dazu nochmal eine Frage: Warum lässt sich das Anti-Tuning nicht bei einer 250 ETZ mit 12V Nennspannung anwenden?

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon dude » 1. Juli 2011 15:10

Meister Petz hat geschrieben:Ich habe dazu nochmal eine Frage: Warum lässt sich das Anti-Tuning nicht bei einer 250 ETZ mit 12V Nennspannung anwenden?


Wo steht das?

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Bratoletti » 1. Juli 2011 21:53

Meister Petz hat geschrieben:Ich habe dazu nochmal eine Frage: Warum lässt sich das Anti-Tuning nicht bei einer 250 ETZ mit 12V Nennspannung anwenden?

Hallo,
wie Rausgucker (s.o.) schrieb geht das schon. Ich schreibe aber nur über meine Erfahrungen. Ich weiß also nichts zur Optimierung des 250er ETZ Motors.
Ich kenne nur den bescheidenen originalen ETZ 250er, nicht den originalen 251er im Vergleich, aber sehr wohl den glorreichen 300er (Kurz Kolben 274ccm)
und den 301 ccm in ETZ Zylinder, ebenfalls super, beide 300er ohne Antituning, weil die sowieso Leistung satt haben.
Aber mache es und berichte.
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Meister Petz » 3. Juli 2011 17:47

Naja meine Frage war eigentlich warum sich die Tuninganleitung nur auf Motoren mit 6V Nennspannung bezieht?

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Maik80 » 3. Juli 2011 17:50

Meister Petz hat geschrieben:Naja meine Frage war eigentlich warum sich die Tuninganleitung nur auf Motoren mit 6V Nennspannung bezieht?


Dem zur Verbrennung notwendigem Luft/Benzingemisch ist es doch Schnuppe, ob der Blinker in 6 oder 12V blinkt :irre:
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Bratoletti » 3. Juli 2011 19:25

weil die 250er sich unter anderem unterscheiden vor der Einführung der 12V Drehstromlima und danach.
6V und Du weisst sofort=nicht ETZ.
Spannend genug?
Michael
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Meister Petz » 4. Juli 2011 08:39

OK! Danke für die Antworten.

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon tomate » 4. Juli 2011 18:55

Soweit alles verstanden.
Die Bilder sind vom Ansaugkanal zwischen Vergaser und Zylinder (251er).
Und jetzt meine Frage: :?: Ich habe mal gehört, dass im Ansaugkanal bei der 150er ETZ :!: eine Nase in längsrichtung drin ist.
Soll angeblich dazu dienen das dass Gemisch besser aufs Pleuel gelenkt wird.
Könnte diese Nase beim 251er Ansaugkanal vielleicht gewollt sein???? Das womöglich eine bessere Verwirbelung eintritt?
Wenn nicht ist es einfach nur ein Leistungshemmer.
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon MZ Werner » 4. Juli 2011 19:30

tomate hat geschrieben:Die Bilder sind vom Ansaugkanal zwischen Vergaser und Zylinder (251er).

Die Kante auf deinem ersten bild würde ic auf jeden Fall wegfeilen. Das ist einfach schlechte Verarbeitung , schluckt Leistung und lässt einen Motor unkultivierter laufen. Solche Übergänge habe ich an meinen Motoren immer bearbeitet.
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon tomate » 4. Juli 2011 19:59

Danke Werner. wollte nur auf nummer sicher gehen, bevor ich den dremel bemühe.
Das zweite bild ist dieselbe stelle (links) von der zylinderseite geknipst.
Ist ein ziemlich doller Grat. (ca 3bis4 mm.)
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Bratoletti » 5. Juli 2011 08:57

Hallo,
Eine Kante sehe ich: die Dichtung ragt in den Kanal, wegfeilen (Anti-Tuning) bringt Punkte. Einen Grat sehe ich nicht, wenn der da ist,
genauso vorgehen und wegfeilen. Die "Führungsnase" kenne ich nicht, hast Du ein Foto?
Übrigens nimm ergänzend das Kunststoffteil und die 2 Dichtung (wenn es beides bei der 251er gibt) dazu und schaue so durch.
Dann das Ganze mit Vergaser...dann am Zylinder mit Dichtmasse oder Öl markieren wie die Loch-Loch (Nicht-) Übereinstimmung ist,
ist eben ein schrittweises Vorgehen nötig..
Noch was: im 1. Bild links und rechts die v-förmigen Ausformung kommt vom Gussverfahren, würde ich nur leicht bearbeiten, nicht
den Querschnitt aufweiten dabei.
Noch was: Wenn Du mit Nase diese Tropfen förmige Gestalt im Zylinder meinst (hat das der 150er?), so hat die schon einen Sinn:
das Ansaugfenster in der Zylinderwand ist breiter (hat eine höheren Anteil der Zylinderradius) und die Nase verhindert das Brechen
der Kolbenringe. Die Grenze liegt etwa bei 70% des Durchmessers, dann brechen die Ringe. Das gab es schon mal bei der ES/2.
Michael
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon rausgucker » 5. Juli 2011 09:41

Moin, die Nase ist im Einlaßkanal der leistungsgesteigerten ETZ 150, im Standard Zylinder der ETZ 150 ist keine Nase im Einlaßkanal. Die Nase ist serienmäßig beim EM 250, 251 und 301, sowie bei den ganz alten Viergangzylindern der Es 250/2 - glaube ich - es war der Motor MM 250/2. Es geht immer der Irrglaube um, die nase wäre zum Führen des dritten bzw.. zweiten Kolbenrings, steht auch so im Reparaturhandbuch der ETZ 250, ist aber Quatsch. Die Kolbenringe kommen garnicht soweit runter im Einlassbereich, der UT ist bereits erreicht, bevor überhaupt ein Kolbenring über die obere Kante - da wo die nase sitzt - hinauslaufen kann. Kann jeder gern mal selber nachprüfen, einfach mal Zündkerze raus, Ansaugstutzen ab und den Motor mit dem Kickstarter ganz langsam durchdrehen. Beim Blick in den Einlasskanal sieht man schön, dass kein Kolbenring auf der Einlassseite erscheint. VORSICHT - nicht die Finger beim Durchdrehen in den Kanal stecken!!!

die nase ist wirklich nur aus strömungstechnischen Gründen drin. Und scheiden sich die Geister, weil der sehr gut laufende MM 250/4 der TS 250/1 keine Nase im Einlass hat- und trotzdem ein langlebiger Motor ist. Und zudem haben ja einige Foristi die Nase entfernt - und haben eigentlich keine Probleme damit.
Ich mutmaße mal, dass die Nase ihre Wirkung eher im oberen Drehzahlbereich entfaltet.

Die Ansaugstrecke Vergaserausgang, Ansaugstutzen, Dichtung, Plastikstück, Dichtung, Übergang Einlasskanal Zylinder ist bei mir durchgehend geglättet. Allerdings gibt es auf dieser Strecke eine Reiche von Querschnitts- und Formveränderungen. Von rund überr oval bis eben zur Form mit der Nase direkt am Einlass in den Zylinder. Speziell die schwarze Hartplastik musste ich ordentlich anpassen, da gab es ordentliche Kanten.

gruß

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon Bratoletti » 5. Juli 2011 17:18

rausgucker hat geschrieben:.......die nase ist wirklich nur aus strömungstechnischen Gründen drin............ gruß

Ich hab da eine andere Erfahrung und Erkennnisse, siehe die Nasen im Vergleich ES/2 und TS und ETS G5:
viewtopic.php?f=17&t=44819
Bei dem Einlass der ES/2 hast Du mit 63 mm fast 90% des Durchmessers.
2011_03_29_Zylinderabwicklung_ES250-2_19PS_1968.jpg

Der Erfahrungswert (nicht meiner) der Motorenbauer sagt:
(Hütten schnell Motoren seziert und frisiert) maximal 70 % des Durchmessers, also bei der MZ 69 x 0,7 = 48,3 mm. Der Auspuff mit
42 mm passt, der Einlass mit 63 mm passt nicht.
Am frisierten ETS G5 siehst du, dass man diese Grenzen ohne Nasen peinlich eingehalten hat.
2011_03_29_Zylinderabwicklung_ETS250G5_28PS_1971.jpg

Michael
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon andreschubert6 » 5. Juli 2011 17:30

Das Thema mit der ,,Einlassnase'' an der ETZ, wurde hier schon ausgiebigst dikutiert. Kurzum: dient einzig der Querschnittsflächenreduzierung zur besseren Abstimmbarkeit des 30er Vergasers.

Gruß Andre
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon P-J » 5. Juli 2011 18:12

andreschubert6 hat geschrieben:Das Thema mit der ,,Einlassnase'' an der ETZ, wurde hier schon ausgiebigst dikutiert. Kurzum: dient einzig der Querschnittsflächenreduzierung zur besseren Abstimmbarkeit des 30er Vergasers.


Wichtiger wie die reduzierung des Quwerschnitts ist das genau da wo die Nase ist der Stoss der 3 ten Kolbenrings verläuft. Wer die nase wegfräst sollte einen Kolben mit zwei Ringen haben oder denn untersten Ring weglassen.

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon MZ Werner » 5. Juli 2011 19:06

P-J hat geschrieben:Wichtiger wie die reduzierung des Quwerschnitts ist das genau da wo die Nase ist der Stoss der 3 ten Kolbenrings verläuft. Wer die nase wegfräst sollte einen Kolben mit zwei Ringen haben oder denn untersten Ring weglassen.

Wenn man in das Einlaßfenster schaut , sieht man keinen einzigen Kolbenring. Soweit geht der Kolben bei UT gar nicht runter.
Grüße Werner

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon P-J » 5. Juli 2011 19:23

MZ Werner hat geschrieben:Wenn man in das Einlaßfenster schaut , sieht man keinen einzigen Kolbenring. Soweit geht der Kolben bei UT gar nicht runter.


Stimmt, war extra in die Garage schauen. Hast recht ist ein Irrtum meinerseits :oops:

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon andreschubert6 » 5. Juli 2011 19:43

...und jetzt neben dem Löschvorgang im Kopf, auch ausm Thread raus löschen :-)! So entstehen Grubenhunde: ,,...ich hab da mal im Forum gelesen,...``
Gruß

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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon UHEF » 5. Juli 2011 20:17

Hallo,
Grubenhunde, waren Loren im Schacht.
Ansonsten gebrauchte nur C.H. den Ausdruck, ich weiss aber er hat ihn immer dann gebraucht wenn was schwer ging ... oder etwas falsch war.
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon tomate » 8. Juli 2011 20:26

Na da hab ich ja was losgetreten...
Habe nicht die nase im zylinder gemeint, sondern in dem ansaugstutzen zwischen gaser und zylinder.
Und zwar bei der 150er etz. Bei einem nachkaufteil (ost 2 rad) war diese nase die ich meinte gar nicht da.
Beim originalen hatte ich die weggeschliffen, deshalb ich auch leider kein foto mehr zeigen kann.
Bei der 251 habe ich einiges angepasst, also die übergänge geglättet aber nicht poliert.
Jetzt gehts vom vergaser bis zum kolben ohne ecken,kanten und grate schön gerade durch.
Konnte mich leider nicht eher melden, musste paar tage im auto schlafen.
Bist du einsam und allein, dann sprüh dich mit Kontaktspray ein.

Mfg. André
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Re: MZ 250 cm³, „Anti“-Tuning

Beitragvon flo123 » 27. Juli 2011 19:21

anti tuning für die hufu TS, wäre ebenfalls sehr interessant. ich würde meine dafür zu verfügung stellen :D
Wenn`s Steine regnet, Wälder brennen und der Boden bebt, ist`s die MZ die`s überlebt!

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