Zylinder fragen

Mitglieder stellen sich vor.

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 5. November 2021 21:45

emme33 hat geschrieben:Sehr schön das es geklappt hat, kommt wieder eine TS auf die Straße. :top:


ja endlich, freue mich wie ein kleines Kind.

-- Hinzugefügt: 5. November 2021 22:46 --

ETZeStefan hat geschrieben:Glückwunsch zur bestandenen HU.
Jetzt ist doch ein Ziel in Sicht 👍🏻
Papiere sind ja in Hoy kein Problem.



Ja jetzt muss ich nur noch zum Notar, Hoyerswerda schreibt das so vor, reicht nicht mehr zu vor Ort die Versicherung in eidesstatt abzugeben.

Mal schauen was wird.

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 2. Januar 2022 16:52

So, erstmal ein gesundes neues Jahr an alle.

Am Donnerstag habe ich Notar Termin wegen Papiere und dann bei der Zulassungsstelle anrufen zwecks des Aufbietungsverfahren. Bin mal gespannt was raus kommt.

Ich hoffe das dauert nicht so lange und das ich da schon im Februar Wenn's das Wetter passt mal paar Meter fahren kann.

Eine frage hätte ich an euch, wollte noch auf Flachsicherung umbauen, konnte aber keine 16ah finden, nur 15ah die sind aber warscheinlich zu wenig oder kommt es auf den 1ah nicht an?

Gruß Paul

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 5. Januar 2022 16:56

So Notar Termin erfolgreich, Termin für Aufbietungsverfahren leider erst am 18.01. Bekommen, naja kann man nicht ändern.

Halte euch auf dem laufendem.

Gruß Paul

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon ETZeStefan » 5. Januar 2022 17:43

Na da geht es ja voran 👍🏻
Die Aufbietung selbst dauert dann aber auch nochmal zwei Wochen.

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 5. Januar 2022 18:48

Ja das haben die mir auch gesagt das es bis zu 3 Wochen dauern kann.

Haste dein Zylinder schon weggeschickt?

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon ETZeStefan » 5. Januar 2022 19:33

Zylinder ist gerade bei R&S zum Glasperlenbewerfen :D

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 5. Januar 2022 20:05

Alles klar, kannst ja mal Bilder schicken, wir können das auch auf Arbeit aber wat nie so zufrieden damit.

Wo schickst du ihn dann zum schleifen hin? Optimieren auch gleich?

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon ETZeStefan » 5. Januar 2022 21:10

Der geht auf jeden Fall zu LT, wahrscheinlich mit Sportbearbeitung.
Ja Bilder gibts es dann im Simsonfred 👍🏻

Ist die TS eigentlich dein erstes Motorrad?

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 5. Januar 2022 22:01

Kannst ja mal deine Erfahrung mit lt da lassen und der sportbearbeitung, spiele ja auch mit dem Gedanken mein 50er von der hycomat schwalbe ein bissel zu frisieren.

Ja ist mein erstes Motorrad, fleppen habe ich auch erst seit 1 Jahr.

Bock hätte ich ja mal auf ne schöne BK oder halt auf was mit Beiwagen, am liebsten ne ES.

Habe ansonsten nur an simson geschraubt, nebenbei restauriere ich die Karren, mache auch das viel für Freunde und Bekannte.

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon ETZeStefan » 6. Januar 2022 19:53

Ja geb dir auf alle Fälle bescheid, für die alten m53 Motoren bauen die ja auch interresante Sachen bei LT.

Gute Wahl so eine MZ als erstes Motorrad :D
War bei mir auch so hab ich nie bereut und bis jetzt auch kein schnelleres Moped besessen.
Bin auch gelegentlich mal moderne und schnelle Viertakter probegefahren aber besitzen wollte ich sowas nicht.

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 6. Januar 2022 22:59

Ja habe ich auch schon auf der Seite von lt gesehen.

Ich liebe sowieso alles was ddr Fahrzeuge sind. Habe zwar den ganz großen Schein gemacht, aber nur weil es minimal teurer war, wer weiß was ich in 20 Jahren fahre, vielleicht doch mal ne 500 oder doch garnix... mal schauen.

Träume sind viele da, an der Umsetzung hapert es manchmal.

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon löwenherz » 7. Januar 2022 09:06

TS_Paule hat geschrieben:Ja habe ich auch schon auf der Seite von lt gesehen.

Ich liebe sowieso alles was ddr Fahrzeuge sind. Habe zwar den ganz großen Schein gemacht, aber nur weil es minimal teurer war, wer weiß was ich in 20 Jahren fahre, vielleicht doch mal ne 500 oder doch garnix... mal schauen.

Träume sind viele da, an der Umsetzung hapert es manchmal.


Nur nie die Träume aufgeben........... :D
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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 7. Januar 2022 11:21

löwenherz hat geschrieben:
TS_Paule hat geschrieben:Ja habe ich auch schon auf der Seite von lt gesehen.

Ich liebe sowieso alles was ddr Fahrzeuge sind. Habe zwar den ganz großen Schein gemacht, aber nur weil es minimal teurer war, wer weiß was ich in 20 Jahren fahre, vielleicht doch mal ne 500 oder doch garnix... mal schauen.

Träume sind viele da, an der Umsetzung hapert es manchmal.


Nur nie die Träume aufgeben........... :D



Ja träume sind dafür da früher oder später zu verwirklichen.

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 18. Januar 2022 17:46

So, kleines Update, vorhin Aufbietung beantragt und gleich Kennzeichen reserviert, jetzt heißt es 14 Tage warten. Ab dem 3.02.2022 darf ich wieder kommen und dann wird sie endlich wieder zugelassen seit mehr als 30 Jahren.

Freue mich schon wie ein kleines Kind zu Weihnachten.

Jetzt fehlt nur noch das passende Wetter und dann kann ich ab März bis Oktober Spaß haben.

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon ETZeStefan » 18. Januar 2022 18:30

Klingt doch gut 👍🏻
Aber ich muss sagen es ist echt schwierig geworden ein Fahrzeug ohne Papiere wieder in den Straßenverkehr zu bringen.
Das war vor 5-6 Jahren noch einfacher.

Freut mich :D

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 18. Januar 2022 19:23

Ich würde auf alle Fälle wieder ein Motorrad ohne Papiere kaufen, hatte mir das alles noch schwieriger vorgestellt, lief alles bisher reibungslos. Klar ist mit extra Notar alles Geldmacherei aber aussuchen kann man es sich eh nicht.

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 22. Februar 2022 20:05

So, Mz wurde erfolgreich heute zugelassen, mein gute war das ein langer Weg bis dahin, aber ganz ehrlich, ich würde wieder es jeder Zeit wieder machen.

Jetzt kann die Saison starten ab März.

Habe sogar das kleine Kennzeichen bekommen was sonst die 125er haben.

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon ETZeStefan » 23. Februar 2022 03:46

Glückwunsch nochmal 👍🏻

War das kleine Kennzeichen jetzt schwierig zu bekommen?

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 23. Februar 2022 17:33

ETZeStefan hat geschrieben:Glückwunsch nochmal 👍🏻

War das kleine Kennzeichen jetzt schwierig zu bekommen?



Ich sage mal jaein, diesesmal war Ich bei einer Dame, Ich hatte sie darauf hingewiesen das Ich gerne das kleine Kennzeichen haben möchte für die 125ccm Klasse. Da meinte Sie wenn Sie mehr wie 125 ccm habe geht es nicht. Daraufhin meinte Ich das der Dekra Sachverständige es extra im Schein eingetragen hat weil es bauartbedingt nicht anders geht. Da meinte Sie das muss erst abgeklärt werden mit Ihrem Kollegen. Der saß ein Tisch weiter und hatte mich sofort wieder erkannt und Sie fragte Ihn ob es so richtig sei was sie mir erzählt hatte, er meinte eigentlich schon, aber wenn es im Gutachten so steht dann ist es so.

Die nette Dame wendete sich mir wieder zu und grinsend meinte sie haben sie ja Glück gehabt.

So habe ich wenigstens mein Kennzeichen bekommen.

Gruß Paul

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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 1. März 2022 19:29

So, heute Saison beginn, gleich mal nach Arbeit die Berta rausgezehrt und ca. 30km gefahren. Kalt wars ganz schön.

Eigentlich gute Probefahrt, paar Kleinigkeiten sind noch zu machen, hoffe ihr könnt mich unterstützen.

- bekomme nur schwer den Leerlauf rein, neue Federn und Kugel mit neuer Dichtung wurde verbaut denke eher die Kupplung.

- Kupplung kommt mir komisch vor, im stand lege ich den ersten Gang ein, da springt sie nach vorn.

- beim Abtouren knallt es im Zylinder geht so Richtung harten Dong Dong Dong, weiß nicht ob es normal ist.

- Beim Beschleunigen rasselt der Zylinder bis 4000 danach ist es weg.

Weiß nicht ob es normal ist oder nicht, ist ja schließlich meine erste MZ

Grüße an alle

-- Hinzugefügt: 1. März 2022 22:19 --


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Re: Neu aus Hoy

Beitragvon TS_Paule » 13. März 2022 20:31

Halli hallo hallöchen Leute,

Die ersten 300 km sind geschafft mit der Berta.

Heute habe ich die Güsi Zündung verbaut, und muss sagen mega Teil. Der Einbau ist wirklich ein Kinderspiel.

Nur das mitgelieferte Kabel könnte 30cm länger sein wenn man es versteckt verlegen möchte, aber das ist ja kein Problem.

2. Sache ist das ich den Alurotor nicht mittig ausrichten konnte. Wird ja hoffentlich keine Probleme geben.

Dann habe ich Problem mit der Kupplung, die rutscht durch beim beschleunigen. Es ist bei der Revision damals alles neu gekommen.

Hatte aber damals schon große Probleme gehabt die Kupplung einzustellen bekommen.

Hilfe an dieser Stelle von Schwarmwissen wäre sehr hilfreich.

Heute auch gleich das schöne wetter mit Frauchen ausgenutzt

Dann allen einen schönen Sonntag Abend noch.

Gruß Paul
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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon der maaß » 13. März 2022 21:30

Rutschende Kupplung lag bei mir an müden Federn. Sind die bei "alles neu" mit enthalten?

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon TS_Paule » 14. März 2022 05:43

der maaß hat geschrieben:Rutschende Kupplung lag bei mir an müden Federn. Sind die bei "alles neu" mit enthalten?



Ja es wurden die Federn, Sicherungsbleche, Stahllamellen, Reibscheiben und den inneren Kupplungsmitnehmer gewechselt.

Habe auch diese 11mm eingestellt unten, trotzdem geht der erste Gang mit halben Bocksprung rein und beim Hochschalten gehen die Gänge schwer rein, bein runterschalten sehr sehr leicht. Wenn ich die Kupplung noch mehr Spanne dann gehen die Gänge leicht rein, aber dann greift die Kupplung garnicht mehr.

Vielleicht ist ja jemand erfahrenes aus Hoyerswerda und Umgebung hier der sich das anschauen könnte. Werkzeug und Bier gibt es, bin sehr gut ausgestattet.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon ETZ250Greiz » 14. März 2022 10:20

War der innere Mitnehmer ganz neu? Ich habe gleiches Problem, nur nicht so schlimm. Bei mir wird es der eingearbeitete Mitnehmer sein, der verhindert, dass die Kupplung sauber trennt. Trete mal im kalten Zustand mit gezogenen Kupplung durch. In der Regel gibt die Kupplung dann erst beim zweiten oder dritten Tritt richtig frei. Der Zahnkranz könnte auch eingearbeitet sein sodass die Stahllamellen nicht richtig gleiten können.
Bei mir wurde es nach der Kupplungsregenerierung nach etwa 100 km etwas besser aber halt nicht zufriedenstellend. Ich werde bald nochmal aufmachen und einen neuen originalen Mitnehmer verbauen. Dessen korrektes Axialspiel ist auch extrem wichtig!
Gruß Ulli

-- Hinzugefügt: 14. März 2022 11:37 --

Welches Getriebeöl fährst Du?

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon TS_Paule » 14. März 2022 17:05

ETZ250Greiz hat geschrieben:War der innere Mitnehmer ganz neu? Ich habe gleiches Problem, nur nicht so schlimm. Bei mir wird es der eingearbeitete Mitnehmer sein, der verhindert, dass die Kupplung sauber trennt. Trete mal im kalten Zustand mit gezogenen Kupplung durch. In der Regel gibt die Kupplung dann erst beim zweiten oder dritten Tritt richtig frei. Der Zahnkranz könnte auch eingearbeitet sein sodass die Stahllamellen nicht richtig gleiten können.
Bei mir wurde es nach der Kupplungsregenerierung nach etwa 100 km etwas besser aber halt nicht zufriedenstellend. Ich werde bald nochmal aufmachen und einen neuen originalen Mitnehmer verbauen. Dessen korrektes Axialspiel ist auch extrem wichtig!
Gruß Ulli

-- Hinzugefügt: 14. März 2022 11:37 --

Welches Getriebeöl fährst Du?


Hallo,

Ja der Innere Mitnehmer war nagelneu da der alte defekt war, der zahnkranz hatte keine fühlbaren Kanten drin gehabt, habe ich mit einer Anreißnadel getestet.

Die Reibscheiben und Stahlscheiben gingen auch gut rein ohne zu klemmen.

Das Spiel habe ich so gewählt wie es Wildschrei schrieb.

Kupplung muss ich vorher auch frei treten, ist meistens beim 3 oder 4 Kick.

Getriebeöl fahre ich das Standart Addinol GL 80 W, habe ich in der Simson auch drin.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon ETZ250Greiz » 14. März 2022 18:27

Komisch. Irgendwo muss es klemmen. Ich habe bei mir zusätzlich die neuen Reib- u. Stahllamellen in Verdacht, weil die ziemlich scharfkantig an den Zacken sind obwohl ich nicht die billigsten genommen habe. Aber erstmal haue ich den alten Mitnehmer raus, sobald ich dazu komme.
Ich fahre auch mit Addinol, werde jetzt aber in Kürze mal ein anderes Öl probieren. Vielleicht stellt sich da schon Besserung ein. Nachstellen kann ich auch nichts mehr.
Gruß Ulli

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon TS_Paule » 14. März 2022 19:18

ETZ250Greiz hat geschrieben:Komisch. Irgendwo muss es klemmen. Ich habe bei mir zusätzlich die neuen Reib- u. Stahllamellen in Verdacht, weil die ziemlich scharfkantig an den Zacken sind obwohl ich nicht die billigsten genommen habe. Aber erstmal haue ich den alten Mitnehmer raus, sobald ich dazu komme.
Ich fahre auch mit Addinol, werde jetzt aber in Kürze mal ein anderes Öl probieren. Vielleicht stellt sich da schon Besserung ein. Nachstellen kann ich auch nichts mehr.
Gruß Ulli


Ich finde es auch komisch, laut langlöcher könnte ich noch genügend einstellen, aber mehr wie in Büchern steht kann ich auch nicht machen, bin bissel überfordert zurzeit, vorallen ist es die erste mz, bissel anders als simson.

Wollte auch mal von motul das Öl ausprobieren, bin mir aber noch nicht sicher, vielleicht nehme ich einfach mal den kupplungsdeckel nochmal runter und schaue mir das nochmal genauer an

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon ETZ250Greiz » 14. März 2022 19:24

Habe schon von anderen gehört, dass sie erst richtig auskuppeln konnten, nachdem sie die 11 mm Spiel unten an der Seilzugaufnahme ignorierten und die Klemmscheibe mit den drei Langlöschern bis Anschlag drehten.

-- Hinzugefügt: 14. März 2022 20:27 --

Ich werde nach längerer Recherche mal das

MOTUL TRANSOIL EXPERT 10W-40 Getriebeöl 1 Liter API GL 4 für 2T Nasskupplung

oder das gleiche als 10W-30 probieren.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon TS_Paule » 14. März 2022 20:23

ETZ250Greiz hat geschrieben:Habe schon von anderen gehört, dass sie erst richtig auskuppeln konnten, nachdem sie die 11 mm Spiel unten an der Seilzugaufnahme ignorierten und die Klemmscheibe mit den drei Langlöschern bis Anschlag drehten.

-- Hinzugefügt: 14. März 2022 20:27 --

Ich werde nach längerer Recherche mal das

MOTUL TRANSOIL EXPERT 10W-40 Getriebeöl 1 Liter API GL 4 für 2T Nasskupplung

oder das gleiche als 10W-30 probieren.



Das mit den 11mm ignorieren hatte ich auch gelesen, aber es ging ja früher auch, also muss es ja gehen wenn man diesen ganzen Werte und Richtlinien einhält.

Ja Simson 4.0 die ihren Kanal auf YouTube haben, haben ja auch schon viel mit Öl ausprobiert.

Wenn mal Zeit ist werde ich den Deckel demontieren und und alles fotografieren und werde auch das Spiel nochmal messen. Anschließend hier einstellen, vielleicht ist mir was entgangen.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon ETZ250Greiz » 14. März 2022 22:12

Es bleibt spannend 😳

-- Hinzugefügt: 15. März 2022 12:06 --

Hier mal die Antwort auf meine "Ölfrage".

-- Hinzugefügt: 15. März 2022 12:09 --



-- Hinzugefügt: 15. März 2022 12:11 --



-- Hinzugefügt: 15. März 2022 12:11 --

Ist einen Versuch wert. Habe schon bestellt.
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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon rally1476 » 15. März 2022 17:04

Mahlzeit,

ich glaube die Ölfrage klärt dein Problem nicht.
Das wird höchstens wie eine Schmerztablette wirken.
Es dämpft die Symptome bekämpft aber nicht die Ursache.
Vielmehr muss die reine Mechanik untersucht werden.
Vielfältig werden kleine Macken am Kupplungssystem in Summe deine Probleme verursachen.
Erstmal muss das System verstanden sein.
Also eine Kupplung lebt grundsätzlich von Reibfläche und Anpresskraft.
Um so größer die Reibfläche, desto kleiner die benötigte Anpresskraft um ein bestimmtes Drehmoment zu übertragen.
Wir haben es bei der großen TS mit einer Nasskupplung, welche mit Motordrehzahl läuft zutun.
Hohe Drehzahl, niedriges Drehmoment.
Hat eigentlich den Vorteil kleiner Vorspannkräfte gegenüber einer Kupplung auf der Getriebeeingangswelle und damit eine gute Dosierbarkeit.
Nachteilig ist aber wiederum die hohe Drehzahl.
Das heißt das in der Kupplung ein großer Drehzahlunterschied beim Anfahren herrscht.
Die Stahlscheiben stehen still, die Belagscheiben fetzen an den Berührungsflächen nur so vorbei.
Beim Einkuppeln verringert sich die Relativgeschwindigkeit der Stahl und Belagscheiben in Richtung null wenn voll eingekuppelt ist.
Dazu und das wäre der erste Punkt, welchen man prüfen sollte, müssen die jeweiligen Anlageflächen der Scheiben zueinander absolut plan sein.
Primär müssen die Stahlscheiben plan sein.
Am besten auf ner Glasscheibe aufliegen lassen und gucken ob die richtig aufliegt.
Durch die hohe thermische Belastung der Eingangs erwähnten hohen Drehzahlunterschiede, können die scheiben wellig oder tellerförmig verworfen sein.
Hier reichen schon zehntel Millimeter um Probleme zu verursachen.
Sowas gibt sich auch nicht im Fahrbetrieb.
Anders ist das mit Unebenheiten bei den Belagscheiben, diese egalisieren sich.
Du schriebst zwar das die Federn erneuert wurden, hast Du vor Einbau mal auf absolut gleiche Länge gemessen?
Hast Du mal eine alte Feder mit ner neuen bezüglich Federkraft verglichen?
Geht ganz einfach indem man eine neue und eine alte aneinander reiht, beide mit ner Schraubzwinge etwas vorspannt und dann die Längen im gepannten Zustand exakt misst.
Die kürzere ist die schwächere Feder.
Die Scheiben müssen leichtgängig auf ihrer jeweiligen Führung verschiebbar sein.
Sollen aber wiederum nicht viel Spiel haben.
Wir wissen ja das die Kupplung mit Motordrehzahl läuft.
Scheiben die am Mitnehmer Luft haben legen sich bei Drehzahl an einer Seite an, das ergibt ne schöne Unwucht.
Der Kupplungskörper wurde bei der Herstellung kunstvoll ausgewuchtet das würde alles zunichte bei zu großer Luft.
So, hab ja hier jetzt nen ziemlichen Aufsatz geschrieben, den sich keiner mehr durchlesen wird, wenn's noch mehr wird.

Guck erstmal die angesprochenen Punkte nach.
Schlechtes Trennen deutet auf verworfene Stahlscheiben und eingelaufene Mitnehmer hin.
Rutschen auf verworfene Stahlscheiben, verschlissene Beläge und schlappe Federn hin.
Dazu kann dann auch noch als i-Tüpfelchen nen falsches Öl sein übriges tun.
Bei den vom Hersteller empfohlenen Ölen macht man nichts falsch.
Richtig falsch macht man was, wenn man super Leichtlauf-Öl mit besonderen Leichtlauf Zusätzen reinhaut.
Das bringt jede Nasskupplung zum rutschen.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon ETZ250Greiz » 15. März 2022 19:34

rally1476 hat geschrieben:Mahlzeit,

ich glaube die Ölfrage klärt dein Problem nicht.
Das wird höchstens wie eine Schmerztablette wirken.
Es dämpft die Symptome bekämpft aber nicht die Ursache.
Vielmehr muss die reine Mechanik untersucht werden.
Vielfältig werden kleine Macken am Kupplungssystem in Summe deine Probleme verursachen.
Erstmal muss das System verstanden sein.
Also eine Kupplung lebt grundsätzlich von Reibfläche und Anpresskraft.
Um so größer die Reibfläche, desto kleiner die benötigte Anpresskraft um ein bestimmtes Drehmoment zu übertragen.
Wir haben es bei der großen TS mit einer Nasskupplung, welche mit Motordrehzahl läuft zutun.
Hohe Drehzahl, niedriges Drehmoment.
Hat eigentlich den Vorteil kleiner Vorspannkräfte gegenüber einer Kupplung auf der Getriebeeingangswelle und damit eine gute Dosierbarkeit.
Nachteilig ist aber wiederum die hohe Drehzahl.
Das heißt das in der Kupplung ein großer Drehzahlunterschied beim Anfahren herrscht.
Die Stahlscheiben stehen still, die Belagscheiben fetzen an den Berührungsflächen nur so vorbei.
Beim Einkuppeln verringert sich die Relativgeschwindigkeit der Stahl und Belagscheiben in Richtung null wenn voll eingekuppelt ist.
Dazu und das wäre der erste Punkt, welchen man prüfen sollte, müssen die jeweiligen Anlageflächen der Scheiben zueinander absolut plan sein.
Primär müssen die Stahlscheiben plan sein.
Am besten auf ner Glasscheibe aufliegen lassen und gucken ob die richtig aufliegt.
Durch die hohe thermische Belastung der Eingangs erwähnten hohen Drehzahlunterschiede, können die scheiben wellig oder tellerförmig verworfen sein.
Hier reichen schon zehntel Millimeter um Probleme zu verursachen.
Sowas gibt sich auch nicht im Fahrbetrieb.
Anders ist das mit Unebenheiten bei den Belagscheiben, diese egalisieren sich.
Du schriebst zwar das die Federn erneuert wurden, hast Du vor Einbau mal auf absolut gleiche Länge gemessen?
Hast Du mal eine alte Feder mit ner neuen bezüglich Federkraft verglichen?
Geht ganz einfach indem man eine neue und eine alte aneinander reiht, beide mit ner Schraubzwinge etwas vorspannt und dann die Längen im gepannten Zustand exakt misst.
Die kürzere ist die schwächere Feder.
Die Scheiben müssen leichtgängig auf ihrer jeweiligen Führung verschiebbar sein.
Sollen aber wiederum nicht viel Spiel haben.
Wir wissen ja das die Kupplung mit Motordrehzahl läuft.
Scheiben die am Mitnehmer Luft haben legen sich bei Drehzahl an einer Seite an, das ergibt ne schöne Unwucht.
Der Kupplungskörper wurde bei der Herstellung kunstvoll ausgewuchtet das würde alles zunichte bei zu großer Luft.
So, hab ja hier jetzt nen ziemlichen Aufsatz geschrieben, den sich keiner mehr durchlesen wird, wenn's noch mehr wird.

Guck erstmal die angesprochenen Punkte nach.
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Rutschen auf verworfene Stahlscheiben, verschlissene Beläge und schlappe Federn hin.
Dazu kann dann auch noch als i-Tüpfelchen nen falsches Öl sein übriges tun.
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Besser kann man es nicht erklären und so lang war Dein "Aufsatz" nun auch wieder nicht 🙃.
Für mich ein neuer Tipp: der einfache Druckkrafttest zweier Federn. Danke.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon rally1476 » 15. März 2022 20:21

Gerne doch.
Dafür habsch das ja geschrieben.

Gruß Rally
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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon ETZ250Greiz » 15. März 2022 21:08

Hauptsache dem Paul wird geholfen. Ist ja sein Freeeed hier. 🙄

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon TS_Paule » 16. März 2022 18:58

rally1476 hat geschrieben:Mahlzeit,

ich glaube die Ölfrage klärt dein Problem nicht.
Das wird höchstens wie eine Schmerztablette wirken.
Es dämpft die Symptome bekämpft aber nicht die Ursache.
Vielmehr muss die reine Mechanik untersucht werden.
Vielfältig werden kleine Macken am Kupplungssystem in Summe deine Probleme verursachen.
Erstmal muss das System verstanden sein.
Also eine Kupplung lebt grundsätzlich von Reibfläche und Anpresskraft.
Um so größer die Reibfläche, desto kleiner die benötigte Anpresskraft um ein bestimmtes Drehmoment zu übertragen.
Wir haben es bei der großen TS mit einer Nasskupplung, welche mit Motordrehzahl läuft zutun.
Hohe Drehzahl, niedriges Drehmoment.
Hat eigentlich den Vorteil kleiner Vorspannkräfte gegenüber einer Kupplung auf der Getriebeeingangswelle und damit eine gute Dosierbarkeit.
Nachteilig ist aber wiederum die hohe Drehzahl.
Das heißt das in der Kupplung ein großer Drehzahlunterschied beim Anfahren herrscht.
Die Stahlscheiben stehen still, die Belagscheiben fetzen an den Berührungsflächen nur so vorbei.
Beim Einkuppeln verringert sich die Relativgeschwindigkeit der Stahl und Belagscheiben in Richtung null wenn voll eingekuppelt ist.
Dazu und das wäre der erste Punkt, welchen man prüfen sollte, müssen die jeweiligen Anlageflächen der Scheiben zueinander absolut plan sein.
Primär müssen die Stahlscheiben plan sein.
Am besten auf ner Glasscheibe aufliegen lassen und gucken ob die richtig aufliegt.
Durch die hohe thermische Belastung der Eingangs erwähnten hohen Drehzahlunterschiede, können die scheiben wellig oder tellerförmig verworfen sein.
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Anders ist das mit Unebenheiten bei den Belagscheiben, diese egalisieren sich.
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Scheiben die am Mitnehmer Luft haben legen sich bei Drehzahl an einer Seite an, das ergibt ne schöne Unwucht.
Der Kupplungskörper wurde bei der Herstellung kunstvoll ausgewuchtet das würde alles zunichte bei zu großer Luft.
So, hab ja hier jetzt nen ziemlichen Aufsatz geschrieben, den sich keiner mehr durchlesen wird, wenn's noch mehr wird.

Guck erstmal die angesprochenen Punkte nach.
Schlechtes Trennen deutet auf verworfene Stahlscheiben und eingelaufene Mitnehmer hin.
Rutschen auf verworfene Stahlscheiben, verschlissene Beläge und schlappe Federn hin.
Dazu kann dann auch noch als i-Tüpfelchen nen falsches Öl sein übriges tun.
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Richtig falsch macht man was, wenn man super Leichtlauf-Öl mit besonderen Leichtlauf Zusätzen reinhaut.
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Vielen vielen lieben Dank für die Tipps, da haste mir ja einen großen Hausaufgaben haufen da gelassen, ich werde die nächsten 14 Tage mal die Kupplung ausbauen und komplett zerlegen und alles penibelst Prüfen.

Zu deiner Frage wegen den Federn, nein die neuen haben ich nur optisch geprüft, den die alten waren fast 5mm kürzer und es waren Pfennigstücke verbaut gewesen.

Die Federkraft habe ich nicht berücksichtigt.

Hast du die Möglichkeit meine Kupplung zu prüfen wenn ich sie dir zukommen lassen würde, natürlich würde ich das auch bezahlen.

Gruß Paul

-- Hinzugefügt: 16. März 2022 20:00 --

ETZ250Greiz hat geschrieben:Hauptsache dem Paul wird geholfen. Ist ja sein Freeeed hier. 🙄



Ich bin auch über die ganzen Tipps sehr sehr dankbar, will ja die Lust an MZ nicht verlieren, ist ja schließlich meine erste.

Kommentare Anregungen fragen sind immer erwünscht, auch wenn es negative Sachen sind. Hab ein dickes Fell, komme mit sowas zurecht.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon rally1476 » 16. März 2022 20:43

Nabend,

na so eine große Sache ist das auch wieder nicht.
Wichtig ist mit Systematik an die Sache ranzugehen.
Das mit der Federlänge macht mich schonmal stutzig.
5mm sind beträchtlich viel Unterschied.
Werd mal morgen in meinem Fundus stöbern gehen und messen.
Altteile in verschiedenen Verschleißstufen mit Neuteilen vergleichen ist immer interessant und lehrreich.
Die beigelegten Distanzen in Form von Pfennigen war doch pfiffig.
Billig und wirkungsvoll.

Die Kupplung zu zerlegen hast Du doch schon einmal gemacht.
Warum alles hin und her schicken?
Inspiziere die Bauteile selbst.
Kriterien zur Begutachtung wurden genannt, wenn Fragen aufkommen dann ist hier genau der richtige Ort um Antworten zu finden.
Nur so baust Du doch selbst Expertise auf.
Das hilft dir später weit mehr, wie wenn dir zwar jemand kurzfristig hilft, aber du dir dann nicht selbst weiterhelfen kannst.
Die Mztten sind da gute Übungsobjekte.
Gut, sicher nicht alle Modelle, aber die TS auf jeden Fall.

Hoffe du bleibst schön motiviert, man wächst mit seinen Aufgaben.

Wir vergleichen mal die Federn und sehen dann weiter.

Gruß Rally :D
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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon TS_Paule » 16. März 2022 21:24

rally1476 hat geschrieben:Nabend,

na so eine große Sache ist das auch wieder nicht.
Wichtig ist mit Systematik an die Sache ranzugehen.
Das mit der Federlänge macht mich schonmal stutzig.
5mm sind beträchtlich viel Unterschied.
Werd mal morgen in meinem Fundus stöbern gehen und messen.
Altteile in verschiedenen Verschleißstufen mit Neuteilen vergleichen ist immer interessant und lehrreich.
Die beigelegten Distanzen in Form von Pfennigen war doch pfiffig.
Billig und wirkungsvoll.

Die Kupplung zu zerlegen hast Du doch schon einmal gemacht.
Warum alles hin und her schicken?
Inspiziere die Bauteile selbst.
Kriterien zur Begutachtung wurden genannt, wenn Fragen aufkommen dann ist hier genau der richtige Ort um Antworten zu finden.
Nur so baust Du doch selbst Expertise auf.
Das hilft dir später weit mehr, wie wenn dir zwar jemand kurzfristig hilft, aber du dir dann nicht selbst weiterhelfen kannst.
Die Mztten sind da gute Übungsobjekte.
Gut, sicher nicht alle Modelle, aber die TS auf jeden Fall.

Hoffe du bleibst schön motiviert, man wächst mit seinen Aufgaben.

Wir vergleichen mal die Federn und sehen dann weiter.

Gruß Rally :D


Ja warum alles hin und her schicken, liegt warscheinlich dran das ich fahren möchte ohne die Kupplung mehrmals vom konus zu ziehen, glaube nicht das das so gesund ist.

Werde trotzdem nochmal alles zerlegen, prüfen und dokumentieren, dann hier mit Bilder und Text niederlegen.

Im Moment ist bei einem befreundeten Dreher das Werkzeug zum axialspiel prüfen der Kupplung in fertigung, ich habe damals nur grob mit Stativ und Messuhr gemessen, vielleicht ist mir da schon ein Fehler passiert. Auf alle Fälle werde ich diese Woche Freitag mal den Drehzahlmesserantrieb abbauen und euch ein Blick auf den Versteller bieten, vielleicht ist dort schon was falsch.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon ETZ250Greiz » 25. März 2022 09:38

@Paul
Kurzes Update zu meiner Emme: Hatte gestern frei und habe vormittags ab +5°C (Carport) nochmal die Kupplung gegen eine revidierte mit verstärkten Federn und auch den Mitnehmer gegen einen neuen originalen getauscht. Mein alter Mitnehmer hatte minimal eingearbeitete Stellen in den Flanken. Ob es das war 🤷‍♂️. Das Axialspiel habe ich nochmals penibel mit Uhr auf 0,07 eingestellt. Die alte Anlaufscheibe war etwas eingelaufen, was bedeutet, dass ich vermutlich doch ein wenig zu geringes Spiel hatte und die Kupplung nicht 100% freilaufen konnte. Diese beiden Fakten waren bei mir die Ursache (denke ich zumindest). Die Kupplung trennt jetzt wieder sauber. Ich merke es bereits, wenn ich im Kalten mal mit gezogener Kupplung durchtrete. Die Schaltvorgänge sind etwas weicher aber immer noch von einem "Klacken" begleitet, besonders bei den unteren Gängen (nur beim Hochschalten). Vielleicht wird das mit dem Motul besser, das schon bereitsteht. Und vielleicht helfen Dir meine Erkenntnisse bei Deinem Projekt.
Gruß Ulli

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon TS_Paule » 25. März 2022 18:07

ETZ250Greiz hat geschrieben:@Paul
Kurzes Update zu meiner Emme: Hatte gestern frei und habe vormittags ab +5°C (Carport) nochmal die Kupplung gegen eine revidierte mit verstärkten Federn und auch den Mitnehmer gegen einen neuen originalen getauscht. Mein alter Mitnehmer hatte minimal eingearbeitete Stellen in den Flanken. Ob es das war 🤷‍♂️. Das Axialspiel habe ich nochmals penibel mit Uhr auf 0,07 eingestellt. Die alte Anlaufscheibe war etwas eingelaufen, was bedeutet, dass ich vermutlich doch ein wenig zu geringes Spiel hatte und die Kupplung nicht 100% freilaufen konnte. Diese beiden Fakten waren bei mir die Ursache (denke ich zumindest). Die Kupplung trennt jetzt wieder sauber. Ich merke es bereits, wenn ich im Kalten mal mit gezogener Kupplung durchtrete. Die Schaltvorgänge sind etwas weicher aber immer noch von einem "Klacken" begleitet, besonders bei den unteren Gängen (nur beim Hochschalten). Vielleicht wird das mit dem Motul besser, das schon bereitsteht. Und vielleicht helfen Dir meine Erkenntnisse bei Deinem Projekt.
Gruß Ulli


Hey, vielen Dank für dein Feedback. Ich bin leider noch nicht dazu gekommen, war erst am we in der Eifel und Montag zurück, Tochter und Frauchen wollen auch begnügt werden. Vielleicht schaffe ich es nächste Woche. Sonntag wollen wir erstmal ne Runde drehen, werden mal Richtung Boxberg eiern.

Hast du diesen Spezialhalter für die Messuhr um das Spiel zu messen an der Kupplung?

Gruß Paul

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon TS_Paule » 27. März 2022 19:29

Heute mal das schöne Wetterchen ausgenutzt, und zum Bärwalder See gefahren über die Sorbernei. War sehr schick schön.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon ETZeStefan » 27. März 2022 19:47

War eine schöne Runde, gern mal wieder 👍🏻

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon ETZ250Greiz » 27. März 2022 21:51

"Hast du diesen Spezialhalter für die Messuhr um das Spiel zu messen an der Kupplung?
Gruß Paul"

Nein. Ich improvisiere auch hier und befestige die Messuhr mit Klebeband am KW-Stumpf. Sieht katastrophal aus, funktioniert aber.
Gruß Ulli

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon TS_Paule » 17. April 2022 21:04

Erstmal an alle schöne Ostern,

Bin gerade dabei mir die kupplung anzuschauen. Die kupplung hat ja 6 rillen wo man den Verschleiß messen kann.

1. 3,2mm
2. 3,0mm
3. 3,0mm
4. 3,3mm
5. 3,4mm
6. 3,1mm

Ich denke mal hier liegt der Hase im Pfeffer.

Der Kupplungsdeckel und die Betätigung habe ich auch noch nicht ganz verstanden, das kommt mir so komisch vor mit der bloßen Hand kann ich die Buchse nicht drehen.

Anbei mal paar Bilder

Vielleicht hilft euch das.

Gruß Paul
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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon P-J » 18. April 2022 08:58

TS_Paule hat geschrieben:1. 3,2mm
2. 3,0mm
3. 3,0mm
4. 3,3mm
5. 3,4mm
6. 3,1mm

Die Abweichung der besagten Messstellen sollte nicht mehr wie 1/10tel mm sein. Nebenbei, nicht nur der Mitnehmer des Primärantriebs verschleisst, auch der Kranz der Kupplung wo die Stahllamelen eingreifen.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon Klaus P. » 18. April 2022 09:01

Doch geht !

Was du auf dem vorletzten Bild innen siehst ist das "Druckstück mit Hebel".
Das hat ein Außengewinde und die Mutter dazu ist die "Lagerbuchse", letzes Bild mit den 2 Nuten.
Beides kannst du auseinander schrauben.
Zur Montage muß das definiert zusammen geschraubt werden.

Gruß Klaus

Eine E-liste und Rep-anleitung solltest du dir zulegen.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon rausgucker » 18. April 2022 11:02

TS Paule, DU hast ein anderes Problem. Die Beläge sind zu dick. An den sechs Sichtfenstern sind niemals 3,5 mm Luft zu sehen. Dort stimmt was nicht. Der Verschleißwert in den SIchtfenstern liegt bei 0,5 mm, dann sind die Reibscheiben auszutauschen. Jede Reibscheibe darf 0,3 "abgefahren" werden - 5 Stück Reibscheiben sind drin. 5 mal 0,3 macht 1,5 mm - also sollten die Sichtfenster mit neuen Scheiben max. 2 mm groß sein, eher ein bisschen weniger. Auf jeden Fall ist die Kupplung von der Unterseite fast bündig glatt. Bei der Dir steht die Druckplatte mit den Stehbolzen viel zu weit über. Damit kommt alles durcheinander: Die ABstände zur Grobeinstellung passen nicht mehr usw.
Ich vermute mal, bei Dir sind Reibscheiben aus dem Nachbau drin - da gab es mal zu dicke Reibscheiben. DIe sollten neu ca. 3,00 mm dick sein, viele Nachbauten waren aber 3,3-3.5 mm dick - was ziemlich genau Deinem Überstand in den Sichtfenstern erklären würde.


Ach ja, das EInstellen des Spiels des inneren Mitnehmers ist kein Hexenwerk. Es ist im Zweifelsfalle besser, ein bisschen zu viel Spiel zu haben, als zu wenig. Bei zu wenig Spiel besteht die Gefahr, dass sich die Anlaufscheiben auf der Kurbelwelle verschweißen. Frag mal den Foristen Koschy, der hat da einen sehr umfangreichen "Vorgang" dazu ...
Man braucht da nicht mal eine Meßuhr. Lediglich drei Anlaufscheiben der unetrschiedlichen Größen. 1,90 - 1,95 und 2,00 die mit dem geringensten fühlbaren Spiel nimmt man - aber etwas Spiel muss unbedingt sein.

Nachtrag. Dass Du unterschiedliche Werte in den SIchtfenstern gemessen hast, muss nicht zwangsläufig auf eine schief verbaute Kupplung hindeuten. Die Sichtfenster sind nicht immer 100% identisch herausgefräst. Da gibts auch mal einen kleinen Grat usw.
Zuletzt geändert von rausgucker am 18. April 2022 11:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon TS_Paule » 18. April 2022 11:08

Klaus P. hat geschrieben:Doch geht !

Was du auf dem vorletzten Bild innen siehst ist das "Druckstück mit Hebel".
Das hat ein Außengewinde und die Mutter dazu ist die "Lagerbuchse", letzes Bild mit den 2 Nuten.
Beides kannst du auseinander schrauben.
Zur Montage muß das definiert zusammen geschraubt werden.

Gruß Klaus

Eine E-liste und Rep-anleitung solltest du dir zulegen.


Ersarzteileliste und Reparaturanleitung liegt bereits vor.

-- Hinzugefügt: 18. April 2022 12:18 --

rausgucker hat geschrieben:TS Paule, DU hast ein anderes Problem. Die Beläge sind zu dick. An den sechs Sichtfenstern sind niemals 3,5 mm Luft zu sehen. Dort stimmt was nicht. Der Verschleißwert in den SIchtfenstern liegt bei 0,5 mm, dann sind die Reibscheiben auszutauschen. Jede Reibscheibe darf 0,3 "abgefahren" werden - 5 Stück Reibscheiben sind drin. 5 mal 0,3 macht 1,5 mm - also sollten die Sichtfenster mit neuen Scheiben max. 2 mm groß sein, eher ein bisschen weniger. Auf jeden Fall ist die Kupplung von der Unterseite fast bündig glatt. Bei der Dir steht die Druckplatte mit den Stehbolzen viel zu weit über. Damit kommt alles durcheinander: Die ABstände zur Grobeinstellung passen nicht mehr usw.
Ich vermute mal, bei Dir sind Reibscheiben aus dem Nachbau drin - da gab es mal zu dicke Reibscheiben. DIe sollten neu ca. 3,00 mm dick sein, viele Nachbauten waren aber 3,3-3.5 mm dick - was ziemlich genau Deinem Überstand in den Sichtfenstern erklären würde.


Ach ja, das EInstellen des Spiels des inneren Mitnehmers ist kein Hexenwerk. Es ist im Zweifelsfalle besser, ein bisschen zu viel Spiel zu haben, als zu wenig. Bei zu wenig Spiel besteht die Gefahr, dass sich die Anlaufscheiben auf der Kurbelwelle verschweißen. Frag mal den Foristen Koschy, der hat da einen sehr umfangreichen "Vorgang" dazu ...
Man braucht da nicht mal eine Meßuhr. Lediglich drei Anlaufscheiben der unetrschiedlichen Größen. 1,90 - 1,95 und 2,00 die mit dem geringensten fühlbaren Spiel nimmt man - aber etwas Spiel muss unbedingt sein.


Vielen lieben Dank für die Aussage,

Ich weiß garnicht wo ich die Beläge/Stahllamellen damals gekauft hatte, glaube Ost2rad oder so? Oder doch bei Güsi? Ich müsste mal die Rechnungen durchblättern.

Das mit diesen Anlaufscheiben/Ausgleichscheiben hatte ich schon mal gelesen gehabt und hatte ohne Messuhr ( da ich die Halterung nicht hatte ). Versucht mit Gefühl das geringste Maß zu ermitteln.

Wie Stark dürfen maximal die Stahllamellen sein?

Wie die Funktion von der Betätigung im Deckel ist hatte ich schon verstanden, nur kann ich die Buchse überhaupt nicht von der Handdrehen, mit der einstellerei hatte ich da auch große Probleme.

Ich habe noch die alten Ori-Beläge rumliegen, die waren nich neuwertig, soll ich diese erstmal verbauen, oder lieber gleich nochmal neue ordern?

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon P-J » 18. April 2022 11:35

TS_Paule hat geschrieben:habe noch die alten Ori-Beläge rumliegen,

Messen, alles über 2,8 mm kann man getrost verbauen. Neue Originale sind 3-3,1 mm dick. Ich finds Wichtig das man die Kupplung im zerlegte Zustand anständig auswäscht, da kommt jede Menge Dreck zum Vorschein. Beim zusammenbau oel ich die Beläge immer mit dem Oel ein was ich einfüll.

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon TS_Paule » 18. April 2022 12:17

P-J hat geschrieben:
TS_Paule hat geschrieben:habe noch die alten Ori-Beläge rumliegen,

Messen, alles über 2,8 mm kann man getrost verbauen. Neue Originale sind 3-3,1 mm dick. Ich finds Wichtig das man die Kupplung im zerlegte Zustand anständig auswäscht, da kommt jede Menge Dreck zum Vorschein. Beim zusammenbau oel ich die Beläge immer mit dem Oel ein was ich einfüll.


Okay, dann werde ih mal die guten alten Beläge messen. Wie stark dürfen die Stahlscheiben sein?


Ja wo ich die Kupplung überholt hatte habe ich die Reibscheiben über Nacht in Getriebeöl eingelegt, den Rest penibelst gereinigt.

Auf alle Fälle bedanke ich mich schon mal bei euch allen für die Hilfe und Tipps.

Gruß Paul

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Re: Bockige Berta hat Kupplungsprobleme

Beitragvon P-J » 18. April 2022 12:25

TS_Paule hat geschrieben:Wie stark dürfen die Stahlscheiben sein?

Hab ich nie gemessen, wenn gerade verbaut und gut is. Schüsslige hatte ich schon mal, die muss man dann halt aussortieren aber die verschleissen nicht. Sowas kauf ich grundsätzlich nicht neu.
Edit: War jetzt runter messen weils mich selbst interessiert hat. Stahlscheiben, neu, Original 1,5 mm, gebraucht 2 hunderstel dünner also nicht der Rede wert.

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