TS 150

Fragen zu bestimmten Modellen?!

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TS 150

Beitragvon Joschi1977 » 9. August 2026 11:19

Guten Tag
Ich hätte eine Frage.
Sitzt unter der Kickstarterwelle auch ein O Ring oder nur im Seitendeckel?

Fuhrpark: TS 250-0 / 1974, KR 51/2 / 1974, S50 B1-4 / 1975, TS 150 / 1977, KR 51/2 / 1978, ETZ 250 / 1983, ETZ 250 / 1983, ETZ 250A / 1984, S70 Comfort / 1989, S51 B1-4 / 1988
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Re: TS 150

Beitragvon Galilool » 9. August 2026 11:46

Nur im Seitendeckel. Gibs auf, das kriegste nicht dicht.
Joker hat geschrieben:Gewaltig ist des Schlossers Kraft,
wenn er mit Verlängerung schafft

Fuhrpark: Neckermann MZ TS 150 | Baujahr 1976
MZ TS 250/1 mit Personenbeiwagen | Baujahr 1977
Yamaha Virago 535 | Baujahr 1992
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Re: TS 150

Beitragvon Joschi1977 » 9. August 2026 13:21

Aufgeben ist keine Option....muss irgendwie gehen....will mal andere Ringe probieren.

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Re: TS 150

Beitragvon Nordlicht » 9. August 2026 13:26

Wenn Schaltwelle und Kickstarterwelle ok sind und ein guter O Ring ist es dicht...kann nur mal schwitzen..
Gruß Uwe.
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Re: TS 150

Beitragvon schrauberschorsch » 9. August 2026 14:45

Dauerhaft dicht wird das eher nicht werden. Die Bewegung der Welle beim Anklicken ist nicht kreisrunde und die Teile habe halt schon viele Jahre auf dem Buckel. Man kann es sehen wie mit alten Minimotoren: wenn die Öl schwitzen, ist noch welches drin, wenn sie nicht mehr schwitzen, wird's kritisch.

Fuhrpark: Zweiraedrig: Adler MB 250 BJ 54 (Großbaustelle), NSU Quickly Bj 55 (restauriert), Miele K52/2 Bj 59 (restauriert), MZ RT 125/3 Bj 59 (Patina-restauriert), MZ ES 175/0 Bj 1960, IWL Berlin Bj 62 (Patina-restauriert), MZ ES 150 Bj 64 (in Warteschleife)
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Re: TS 150

Beitragvon MZ-Wessi » 9. August 2026 22:12

Galilool hat geschrieben:Gibs auf, das kriegste nicht dicht.


:lach: Das ist mittlerweile auch meine Einstellung dazu. Neue O ringe, Fett und so weiter. Das hält alles eine Weile - aber kaum freut man sich, geht es wieder los.

Fuhrpark: MZ TS 125 von 1983,
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Re: TS 150

Beitragvon Mechanikus » 9. August 2026 23:57

Bei mir ist es übrigens dicht, jedenfalls soweit konstruktionsbedingt möglich und als solches definierbar. Am besten mit "weitestgehend" zu umschreiben. Laßt mich raten: Ihr fahrt alle Addinol SAE 80 GL 3?

Fuhrpark: MZ TS 150 GS-Umbau Bj 1983; DKW NZ 250 Bj. 1938; Simson S51 Umbau Bj.1980; RT 125 International Projekt; NSU Quick-Umbau Projekt Bj.1936; Trial-Projekt mit MZ-Motor; Eigenbau-Simmi mit Starrrahmen und MZ Motor; Phänomen Bob Projekt Bj.1941;DKW NZ 350/ISH Umbau Projekt
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Re: TS 150

Beitragvon Galilool » Gestern 00:19

Du bist echt kein Fan von der Braunkohlebrühe, oder?
Joker hat geschrieben:Gewaltig ist des Schlossers Kraft,
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Re: TS 150

Beitragvon Mechanikus » Gestern 01:19

Das hat damit oder mit dem Hersteller wenig zu tun (Ich nutze sogar Steinkohlenteerölderivate...).
Zuerst fiel es mir bei der DKW auf, dann übertrug ich es auf die MZ: Das Öl ist zu dünn. Nach reiflicher Überlegung dachte ich mir: Füll doch einfach mal rein, was ursprünglich ab Werk für die DKW vorgesehen war: Motorenöl "Wehrmacht Winter". Nach gründlicher Recherche fand ich heraus, das entspricht einem Einbereichs-Motorenöl SAE 50. Schlagartig hatte ich scheinbar ein neues Getriebe. Butterweiche Gangwechsel, klar rastende Schaltung. Wermutstropfen: Ölwechselintervall 1000 (in Worten: Eintausend) Kilometer. Nächste Überlegung: Für die Anwendung muß es doch auch ein Getriebeöl geben, ähnlich dem GL 100 von DDR Zeiten. Mit dem hat es doch auch funktioniert. Drauf gekommen bin ich durch einen heutigen Yamaha- und früheren MZ-Händler. Der zeigte mir einen englischen Ersatzteilkatalog für die TS. Incl. eines Teils, das es im DDR Katalog nicht gab. Ein Ölabstreifring (gummiartig, vermutlich NBR) für die Kupplungsdruckstange, wird in den Wellenstumpf des Schaftrades degrückt. Er meinte das Teil gab es nur fürs NSW. Dort seien keine Getriebeöle über SAE 80 bei Krafträdern üblich. Das GL 100 in der DDR war sichtbar zäher als das SAE 80. Zu DDR Zeiten gab es das Problem der "automatisch geschmierten Kette" via Kupplungsdruckstange ebenso wie öltriefende Schalthebel nicht. Das bestätigte meine Überlegung. SAE 80 ist zu dünn. Ich dickte testweise das Addinol SAE 80 mit Heißdampfzylinderöl etwas ein. Sofort war der Motor dicht. Die weichen Schaltvorgänge und angenehmeres Kuppeln kamen aber erst mit Oldtimer Getriebeöl SAE 90 (gibt es von verschiedenen Anbietern). Einziger (kleiner) Nachteil des Oldtimeröls wie auch aller zäheren Schmiermittel allgemein: Bei kaltem Motor, wenn das Fahrzeug vorher abgestellt war, klebt die Kupplung ein wenig. Das heißt, zum allerersten Anfahren schiebt man das Fahrzeug beim Einlegen des Ganges ein wenig an. Läuft der Motor kurz mit gezogener Kupplung ist alles wieder normal, die Kupplung hat sich gelöst. Ansonsten ist das Öl eine riesen Verbesserung. Es trifft auf alle Motoren zu, die noch auf Vorkriegskonstruktionen basieren, was die 125er/150er Motoren bis zur TS auf jeden Fall einschließt.

Fuhrpark: MZ TS 150 GS-Umbau Bj 1983; DKW NZ 250 Bj. 1938; Simson S51 Umbau Bj.1980; RT 125 International Projekt; NSU Quick-Umbau Projekt Bj.1936; Trial-Projekt mit MZ-Motor; Eigenbau-Simmi mit Starrrahmen und MZ Motor; Phänomen Bob Projekt Bj.1941;DKW NZ 350/ISH Umbau Projekt
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Re: TS 150

Beitragvon Joschi1977 » Gestern 06:53

Vielen Dank...sehr interessant!

-- Hinzugefügt: 10. August 2026 08:09 --

Kann man GL100 noch verwenden wenn es "neu" ist?

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Re: TS 150

Beitragvon Mechanikus » Gestern 10:02

Sicherlich. Aber es ist dann auch schon oxidiert. Also entweder man verwendet solche Restbestände, indem man zu jeder Getriebefüllung einen Schluck davon hinzugibt (so mache ich das), oder man macht eine Komplettfüllung damit und läßt sie nicht so lange drin wie sonst.
Ich habe mittlerweile einen sehr guten Indikator dafür gefunden, wann es Zeit ist das Öl zu wechseln. Nämlich immer dann, wenn die Schaltung wieder anfängt hakelig zu werden. Und siehe da, die Brühe ist dann jedesmal schwarz.

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Re: TS 150

Beitragvon Joschi1977 » Gestern 13:09

Vielen Dank für die Hinweise!
Hat jemand Erfahrung mit dem Ölstop von Wagner?

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Re: TS 150

Beitragvon Peterle deluxe » Gestern 13:51

Man kan auch in die Schaltwelle einen kleinen Nullring einarbeiten, hab ich hier gerade am Kundenmotor gemacht, Furz Trocken. Übrigens die Schaftradabdichtung gab es ab der Wende für die 150er Motoren Serienmässig. gabor hat die teile noch.
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Re: TS 150

Beitragvon MZ-Wessi » Gestern 15:28

Interessante Vorschläge. Ich nutze ein SAE80W von Liqui Moly oder Motul. Vielleicht versuche ich es doch nochmal...

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Re: TS 150

Beitragvon Kai2014 » Gestern 18:46

Die bekommt man nicht dicht.
Es läuft zwischen Schaltwelle und Kickstarterwelle raus. Dann läuft es am Schaftrad raus, wegen der Stange für die Kupplung.

Die Motoren, sind und bleiben eine Öl Sardinie.

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Re: TS 150

Beitragvon Peterle deluxe » Gestern 22:01

Das ist totaler Quatsch, als beweis hier Bilder, der Motor hat 600km gelaufen. Furz trocken.
Im Schaftrad fahr ich eine selbstgedrehte Pvc Buchse. Funktioniert ohne Probleme.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: TS 150

Beitragvon Mechanikus » Gestern 23:39

Respekt! Sooo einen trockenen Motor sieht man freilich nur in Ausnahmefällen! Da würde ich mir schon wieder Sorgen um Korrosion machen. Also ein dezenter Ölhauch darf schon sein, finde ich.
Oder fährst Du Graphitpulver statt Getriebeöl? :wink:

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Re: TS 150

Beitragvon Galilool » Heute 00:11

Darf ich an der Stelle fragen wie ihr das mit den Krümmern haltet? Ich bin es langsam leid stets mit schwarz gesprenkelter Hose am Ziel anzukommen
Joker hat geschrieben:Gewaltig ist des Schlossers Kraft,
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Re: TS 150

Beitragvon Mechanikus » Heute 00:47

Die Krümmer kriegt man durchaus dicht, auch hier liegt das Augenmerk wieder beim Detail. Undicht sind gerne, wie sollte es auch anders sein, die Nachbauteile, aber nicht zwingend. Das Problem liegt in der Verarbeitungsqualität begründet. Mache folgenden Test am Bördelende des Krümmers: Betrachte den konischen Rand und achte auf Ungenauigkeiten. Lege eine flache, gerade Platte auf den Rand und sieh Dir im Gegenlicht den Spalt an. Mit einer flach aufgelegten Feile kannst Du solange nacharbeiten, bis der Lichtspalt nur noch unbedeutend minimal ist. Nun sollte der Krümmer imstande sein, an der Planfläche des Auspuffstutzens abzudichten. Wenn sich trotz alledem kein richtiger Erfolg einstellt, kann man auch einen Dichtring einlegen.

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Re: TS 150

Beitragvon Galilool » Heute 03:53

Originalzylinder, Originalkrümmer, Originalmutter, Aludichtung. Trotzdem alles voll schwarzem Schmaddel
Joker hat geschrieben:Gewaltig ist des Schlossers Kraft,
wenn er mit Verlängerung schafft

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Re: TS 150

Beitragvon Mechanikus » Heute 05:58

Es gilt dann trotzdem dasselbe. Wenn es am Krümmer keine Auffälligkeiten gibt, ist es eine Frage der Auspuffmontage. Da hilft nur erst weitestgehend am Krümmer festziehen, dann den Rest montieren, notfalls unter leichter Spannung.

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Re: TS 150

Beitragvon Peterle deluxe » Heute 07:57

Und der Dichtfläche im Zylinder, wurde mal mit losem Auspuff gefahren, gibt es keine Dichtfläche mehr, welche Plan ist.Die muss dann nachgesetzt werden. Und so wie Mechanikus schrieb, hab die Bördelung Plangefeilt, dann gibts keine Probleme.
Zumindestens wenn sich irgendwo Tropfen bilden würde ich da abändern.
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