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 Betreff des Beitrags: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 4. Dezember 2025 14:21 
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Ich restauriere gerade eine RT und habe ein paar Fragen. Damit die nicht im "Kurze Frage - keine Antwort"-Thread untergehen, mache ich hier mal auf. :lach:

Wie bekommt man die geschraubte (!) Gabel auseinander? Da sind innen 2 Aussparungen. Gibt es dafür ein Spezialwerkzeug? Oder einfach heißmachen und mit der Wasserpumpenzange, wie es offensichtlich schon mal jemand gemacht hat?

Dateianhang:
$matches[2]


Die Lackteile sollen gepulvert werden. (Das ganze Moped wurde in Tarnfarben übergejaucht und dazu teilweise abgeschliffen. Deshalb lässt sich der Original-Lack leider nicht retten.)

Den Halter in der Lampe möchte ich vorher entfernen, also Nieten ausbohren und später durch Schrauben ersetzen. Aber wie bekomme ich die Gläser von den Kontrollleuchten raus?

Dateianhang:
$matches[2]

Dateianhang:
$matches[2]


Und weiß jemand, wie man die Feder am Soziussitz entfernen kann? Die möchte ich lieber lackieren und nicht mitpulvern lassen. Ist die irgendwie aufgepresst? Von innen verschweißt?
Dateianhang:
MVIMG_20251202_170615(1).jpg


Hier der aktuelle Stand. Die Teile hier sind schon aufgearbeitet bzw. bereit zum Pulvern.
Dateianhang:
MVIMG_20251203_171500.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 4. Dezember 2025 16:21 
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Hallo Ysengrin

Zu 1: Ich habe auch immer die Wasserpumpenzange benutzt ein Spezialwerkzeug ist mir nicht bekannt.

Zu 2 : Die Bleche der Kontrollampen sind nach innen umgebörtelt,aufbiegen und entfernen. Nachbauten gibt es in guter Qualität zu kaufen, also keine Angst wenn was kaputt geht.

ZU 3 : Die Federn lassen sich vom Halter abschrauben, die erste Windung mit dem Schraubenzieher etwas hochdrücken dann runterdrehen. Die Spannschrauben sind nur eingesteckt ,gibt es nicht mehr neu, Ich habe abgeschliffene Schloßschrauben benutzt. Die Nieten des Federhalters habe ich abgeschliffen und später die Bolzen der Soziusfussrasten als Befestigung verwendet


MfG Björn.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 4. Dezember 2025 20:43 
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Nabend,

um die Kontrollleuchten heraus zu bekommen macht man am besten die Alu Nieten auf und nimmt die Fassungen ab.
Die alten Nietköpfe lassen sich fix wegfeilen und mit einem dünnen Durchschlag und zartem Hämmerchen von außen nach innen treiben.
Dabei klopft man auch keine Dellen in den Lampentopf.

Bitte keine Schrauben später zur Montage verwenden.
Sieht A. lieblos aus und B. hat es da vorne erstaunlich dolle Vibrationen.
Ich finde das die Nietköpfe so exponiert angeordnet sind, dass man da oft draufschaut.
Da sind Schraubenköpfe störend, wenn es original aussehen soll.

Besorg dir neue Alu Rundkopfnieten für ein paar Cent und niete neu.
Das ist bei Alunieten keine große Sache.

Ein kleines Setzwerkzeug ist schnell selbst gebaut.

Ne vom Durchmesser passende Stahlkugel aus nem alten Kugellager gewonnen.
Diese in die Stirnseite von nem Rundstahl gedrückt, alles ringsum schön beschliffen...

...was schreib ich, das weißt Du ganz sicher, wie man das baut.

Gruß Rally

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 4. Dezember 2025 21:12 
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Ich muss gestehen, dass ich mit Nieten bislang gar keine Erfahrung habe. Wenn man mal von Blindnieten absieht. :oops:

Das beschriebene Werkzeug hab ich verstanden. Und dann Rundkopfniete rein, stabile Unterlage drunter (Schraubstock etc.) und von oben das Werkzeug drauf und mit dem Hammer die Niete "plattklopfen"?

Ja, ist sicher die bessere Variante als eine Schraube. :ja:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2025 06:48 
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Ysengrin hat geschrieben:
Und dann Rundkopfniete rein, stabile Unterlage drunter (Schraubstock etc.) und von oben das Werkzeug drauf und mit dem Hammer die Niete "plattklopfen"?



Dann hast du auch den Nietenkopf platt gemacht und es sieht Scheisse aus.
Nimm lieber ein Stück Holz als Unterlage. Dieses Holz wird vorher auf den Nietenkopf angepasst. mit einem Senker zum Bsp. Ziel ist es ja den Nietenkopf halbrund zu lassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2025 07:58 
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Naja, dafür soll ich mir ja ein Werkzeug bauen, indem ich eine Lagerkugel in ein Stück Stahl schlage. Das meinte ich mit Werkzeug. :ja:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2025 13:07 
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Ysengrin hat geschrieben:
Wie bekommt man die geschraubte (!) Gabel auseinander? Da sind innen 2 Aussparungen.
Gibt es dafür ein Spezialwerkzeug? Oder einfach heißmachen und mit der Wasserpumpenzange, wie es offensichtlich schon mal jemand gemacht hat?

- Ich habe ja schon die Eine oder Andere Gabel gemacht und es gibt da eigentlich ein "Spezialwerkzeug" dafür, es ist wie eine Gabel mit zwei kleinen
Pinorkeln, die in die beiden kleinen Öffnungen greifen, um sie zu lösen.
Ich benutze aber seit vielen Jahren eine mittlere Rohrzange bzw. eine Armaturenzange mit Messingbacken, da macht man kaum Schaden an den Ringmuttern.

- Für die beiden Nieten am Scheinwerfer hat seinerzeit Theo, eine Idee gehabt, die ich auch schon paarmal übernommen habe. Er hatte kleine M3/M4 Schrauben
mit Zylinderkopf rundgeschliffen und so einen Nietkopf imitiert, dann von unten eine kleine Scheibe mit Mutter dagegen ... fertsch ! :biggthumpup: Sieht niemand und
ist auch immer wieder lösbar. nur so als kleiner Tipp ... :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2025 15:20 
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Danke für die ganzen Tipps, hat alles wunderbar funktioniert!

Auch bei der Gabel habe ich mit etwas Geduld die Schrauben rausbekommen, aber nun komme ich nicht weiter. Wenn ich es richtig sehe, muss man jetzt die Führungsrohre mitsamt Büchsen rausziehen. Einfach mit ein paar kräftigen Zügen. Klappt aber nicht! Hab es bei beiden versucht, auch mit etwas Hitze. Tut sich aber nichts. Bin ich nur zu vorsichtig oder gibt es noch einen Trick?

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2025 16:06 
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RT-Tilo hat geschrieben:
- Für die beiden Nieten am Scheinwerfer hat seinerzeit Theo, eine Idee gehabt, die ich auch schon paarmal übernommen habe. Er hatte kleine M3/M4 Schrauben
mit Zylinderkopf rundgeschliffen und so einen Nietkopf imitiert, dann von unten eine kleine Scheibe mit Mutter dagegen ... fertsch ! :biggthumpup: Sieht niemand und
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Edelstahl-Schrauben nehmen, verrostet siehts nicht so toll aus :ja: :ja:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2025 16:19 
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Mahlzeit,

ja die Buchsen können widerspenstig sein.
Hast Du alle seitlichen Schmiernippe rausgedreht?
Die sind meistens durch das Rohr geschraubt und halten die Buchsen fest.

Die untere Führungsbuchse sitzt in einer Ausdrehung.
Zur Mutter hin gibt's eine Stützscheibe, die muss vorher raus.
Die könnte sich im Gewinde verkeilen.
Die obere Buchse ist auf dem Innenrohr befestigt und gleitet mit ihrer äußeren Mantelfläche im Standrohr.
Der Buchse ist bei der Demontage der untere Schmiernippel im Weg.

Wenn das alles beachtet wurde hilft nur sanfte Gewalt beim herausziehen.
Aber Obacht, nicht wild auf die Achsaufnahme eindreschen, die nimmt sonst irreparablen Schaden.

Na denn, viel Erfolg beim Zerlegen und reinigen.
Das Zweite macht bei dem ollen alten Fett besonders viel Spaß.

Gruß Rally

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2025 17:58 
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Nochmals Danke in die Runde! Beide Holme sind zerlegt und grob gereinigt (mit einem großen Topf Petroleum ging es relativ gut). Sie machen technisch auf mich einen ganz okayen Eindruck. Optisch ist Luft nach oben, der Restchrom zeigt eine gewisse Patina. :mrgreen:

Aber die Funktion wird dadurch ja nicht beeinträchtigt. Insofern mal sehen, was damit wird.

Sehe ich es richtig, dass die Holme nicht komplett mit Fett geflutet werden? Nur soviel, dass es flutscht und beim Einfedern nichts quietscht?

Muss irgendwas zwingend erneuert werden? Die Buchsen sitzen satt auf dem Rohr und haben keine Schäden. Alle Gewinde sind top und verformt ist meines Erachtens auch nichts. Die Federn sind intakt, gemessen habe ich sie allerdings nicht. Gibt es dafür Maße?


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2025 22:02 
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Hier ein anderer Thread zu den Buchsen, denke da ist alles nötige gesagt. Ich meine bei deiner Gabel fehlen die Gummiringe, die gibt es aber als Nachbau. Das könnte auch nicht mehr die erste Gabel des Motorrades sein, zumindest das untere Rohr. Denn du hast eine Halbnabe, da war die Achsaufnahme, die die Bremsankerplatte gegenhält noch rundlicher geformt. Kann natürlich auch sein das hier schon kurz vor der Vollnabe verstärkt wurde, weil der Vierkant an der Ankerplatte gerne seine Form geändert hat. Ich denke das hier im langen Motorradleben vielleicht schon ein- oder mehrmals die Gabel regeneriert wurde. Welches Baujahr hat denn deine RT, gibt es ein Foto vor der Zerlegung?
Beim Zusammenbau der Gabel alles schon einfetten, auch die Federn, volldrücken wäre natürlich zu viel. Im Schmierplan sind aller 1000km dann 4-6 Stöße aus der kleinen Einhandpresse angegeben, die früher bei manchen Fahrzeugen dabei waren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2025 22:28 
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Danke, dann werde die Buchsen getauscht und der Gummi nachgerüstet. :ja:

Baujahr ist '55. Ja, die Gabel war offensichtlich schon auseinander, allein schon wegen der "Bissspuren" in den Schrauben. :ja: Hier ein "Vorher"-Foto. Den vorderen Kotflügel gibt es auch noch, ist nur nicht auf dem Foto.

Ach ja, es ist nicht meine RT. Ich helfe nur ein bisschen bei der Restaurierung. :ja:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2025 21:13 
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So, alles zerlegt (bis auf den Motor) und bereit zur weiteren Aufarbeitung. :ja:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 12. Dezember 2025 11:17 
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Na immerhin ist das noch der originale Rahmen mit den geschweißten Verstärkungen am Lenkkopf. Auch sonst scheint das Motorrad sehr vollständig zu sein. Nur für den Fall das der Besitzer über den Neukauf des Auspuffs nachdenkt, dann müsste er nach einem kurzen mit Fischschwanz Ausschau halten. Und beim Zylinderdeckel aufpassen, wenn es noch der originale ist, dann gehört da eine Dichtung zwischen Zylinder und Deckel. Auch die Bowdenzüge aufheben und ausmessen. Für den Gasbowdenzug sind da eventuell welche mit falschem Arbeitsweg im Handel. Ich habe damals jedenfalls bei meiner /2, mit den gleichen Lenkerarmaturen, einen anfertigen lassen, weil Ware von der Stange nichts passte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 9. Januar 2026 11:33 
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Es geht weiter! Die meisten Teile sind vom Pulvern zurück. Leider gab es am Tank, Rahmen und dem hinteren Schutzblech Probleme. Da saß Fett/Öl in Falzen und Buchsen, das leider beim Einbrennen rausgelaufen ist. Teilweise muss das jetzt nochmal neu gestrahlt und gepulvert werden. Es kann aber schonmal weitergehen.

Und da habe ich direkt wieder Fragen:

Die Speichen waren komplett verrostet, teilweise gebrochen. Also stand neu Einspeichen auf dem Plan. Nun sind die Felgen aber auch ziemlich rostig und wurden schon mehrmals überlackiert. Deshalb fiel die Entscheidung, dass es neue Felgen werden sollen.

Aber welche? In der Ersatzteilliste finde ich keine konkreten Infos. Vorne 1,6x19, hinten 1,85x19? Oder beide 1,85x19? Die alten sind aus Stahl, insofern tendiere ich dazu.

Und was hat es mit den unterschiedlichen Speichenlängen auf sich? 220, 214 und 185 mm gibt es. 36 lange für links und jeweils 18 von den anderen beiden für rechts, korrekt?

Ich verbitte mir abfällige Kommentare zu der Decke. Die habe ich aus dem Müll gerettet, wo sie sicher zu recht gelandet ist. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 9. Januar 2026 11:57 
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Ich verlinke dir hier mal einen alten Beitrag von mir, in dem du 2 Links zu weiteren Beiträgen findest. Denke das müsste auch für deinen Fall passen. Bitte frage mich aber nicht nach Details, ich habe das damals nur als Hilfestellung gemacht und habe selbst noch nie ein Rad eingespeicht :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 9. Januar 2026 12:52 
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Ysengrin hat geschrieben:
....Aber welche? In der Ersatzteilliste finde ich keine konkreten Infos. Vorne 1,6x19, hinten 1,85x19? Oder beide 1,85x19?...

Also ET-Liste (miraculis) und BA von 1955 geben eindeutig vorne und hinten eine Felge 2¼x19 an. Das entspricht einer 1,60x19. Die Zuordnung wäre auch korrekt für die originale Bereifungsgröße 2,75-19.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 9. Januar 2026 13:13 
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Danke für die Links, das hilft weiter!

Und ja, das mit der 2 1/4 hatte ich gelesen, konnte mit der Zahl aber nicht viel anfangen. :oops:
Na dann bestelle ich das mal so.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 9. Januar 2026 14:37 
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Bekommt die RT auch noch eine blaue Linierung?

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 9. Januar 2026 14:58 
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Bei den unterschiedlichen Speichen längen, kommt mir nur ähnlich der BK.... 2fach und 3fach gekreuzt und eventuell RT typisch halb- oder voll- nabe in den sinn

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 9. Januar 2026 15:14 
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Ja, die blaue Linierung ist fest eingeplant. Allerdings will ich mich daran selbst versuchen. Bin gespannt, wie gut das klappt. :oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
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Moin,

ja, mit ein bisschen Geschick und Vorbereitung bekommt man das sogar so hin, wie früher liniert wurde.
Das war mit Nichten perfekt.
Die super Restaurationen, welche von Profis liniert werden, erzeugen meist ein falsches, zu perfektes Bild von vermeintlich originalen Nachahmungen.
Schhon allein die superglatten Hochglanzlackierungen entsprechen nicht dem damaligen Standart.

Kaufe einen ordentlichen Schleppinsel für die gewünschte Linienbreite.
Üben kann man mit herkömmlichen einkomponentigen Lacken.
Dünne Baumwollhandschuhe tragen, bei denen man die Finger und Daumen abgeschnitten hat, sind eine sehr gute Hilfe beim Linien ziehen.

Ansonsten findet man bei Youtube ordentliche Anleitungen mit denen man arbeiten kann.

Dateianhang:
IMG_6746~3.JPG

Die DKW hab ich allein lackiert und liniert, ohne irgendwelche Anleitungen und ohne vorher geübt zu haben.
Ich denke auch nicht, besonders begabt zu sein, hab mich halt einfach getraut.

Gruß Rally


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 24. Januar 2026 18:02 
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Hallo zusammen! Die RT macht große Fortschritte, es geht sogar schon das Licht. Der Soziussitz ist auch schon fertig, nur noch nicht montiert. :ja:

Dateianhang:
$matches[2]


Leider habe ich jetzt ein Problem beim Einspeichen. Beim Hinterrad hat alles gut geklappt:

Dateianhang:
$matches[2]


Beim Vorderrad drehe ich aber durch. Siehe Foto. Die kurzen Speichen auf der rechten Seite sind gefühlt ein kleines Stück zu kurz, die langen viel zu lang. Im Hinterrad sind links exakt die gleichen langen drin, da hat es gepasst. Und obendrein ist die Nabe momentan noch einen knappen cm zu weit rechts, das Problem würde sich also noch verschärfen! Da passt doch was nicht.

Dateianhang:
IMG_20260124_171950.jpg

Dateianhang:
IMG_20260124_172002.jpg


Die Nut an der Nabe soll mittig sein, korrekt? Wenn ich durch das Ventilloch peile, müsste also die NabenFelgenmitte und die Nut eine Linie bilden?

Kann es sein, dass mit meiner Speichenreihenfolge was nicht passt? Ich habe es mit Fotos vergleichen und mir erscheint es korrekt. Zumal die Punzen ja die Reihenfolge mehr oder weniger vorgeben.

Bitte helft mir! :oops: :oops: :oops:

PS: Ich glaub, ich habs! Ich melde mich nochmal. :wink:


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Zuletzt geändert von Ysengrin am 24. Januar 2026 19:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 24. Januar 2026 18:49 
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Hai,

Kenne dein Problem aus eigener Erfahrung auch. schau mal beim Hinterrad sind die Speichen 3x gekreuzt und bei deinem "Problemrad" nur 2x. Also die Speichen versetzen oder du hast sogar die Speichenlängen vertauscht??
Miß das doch mal nach.

Gruß Stefan

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 24. Januar 2026 19:43 
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Siehst du,was Stefan meint.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 24. Januar 2026 19:49 
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Danke! Das Problem war ein bisschen fies. Es macht einen Unterschied, in welche Richtung die Speichen auf der Bremsseite jeweils zeigen. Klar, jeweils abwechselnd links und rechts (von der Seite gesehen). :lach: Aber es kommt darauf an, ob erst links dann rechts oder erst rechts dann links. Daraus ergibt sich dann auch der entsprechende Winkel und die Anzahl der Kreuzungen. :oops:

Normalerweise hat man an alten Naben irgendwelche Abdrücke oder Spuren, die einem zeigen, wie die Speichen vorher drin waren. Hier war aber nichts (mehr) zu erkennen, deshalb haben wir das gar nicht hinterfragt und die einfach so reingemacht, wie es sich ergeben hat. Am Hinterrad hat es zufällig gepasst, am Vorderrad nicht.

PS: Um es nochmal deutlich zu sagen: Für die Bremsseite ist es egal, welche Speiche nach links zeigt und welche nach rechts. Der Winkel ist immer gleich. Aber der Winkel zu den Speichen auf der anderen Seite ist anders, je nachdem wie man es macht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 27. Februar 2026 18:29 
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Ich habe mich bei den frühlingshaften Temperaturen endlich mal an die Linierung getraut. Nach ein paar Probestrichen auf einem flachen Blech habe ich mich den Kotflügeln gewidmet. Erstmal nur je eine Seite. Was hab ich geflucht! Ein gerade oder auch geschwungener Strich ist ja das eine. Aber wenn alle paar cm eine dicke Niete oder ein Loch sitzt, und dazu das Blech insgesamt leicht wellig ist, dann ist es kaum möglich, eine gleichmäßige Linie zu ziehen.

Zumindest für mich. Bei MZ haben die natürlich mehr Erfahrung gehabt. Und obendrein die Nieten ausgelassen bzw. umfahren.

Ich habe jedenfalls jeden Strich mehrmals machen müssen, bis ich mit dem Ergebnis halbwegs zufrieden war. Perfekt ist es weiß Gott nicht, aber ich denke, aus "normaler Betrachtungsdistanz" sollte es passen. :ja:

Abgeklebt habe ich übrigens nichts. Nur mit einem speziellen "Bleistift" eine leichte Linie vorgezeichnet. Die ich nach jedem Abwischen mit Verdünner neu zeichnen musste. :oops:

Jetzt warte ich ein paar Tage, bis die Farbe ganz trocken ist, dann kommt die Rückseite dran. Und das Werkzeugfach und der Tank. Vor allem vor letzterem hab ich echt Respekt. Da muss ich mir vermutlich eine Schablone machen.

(Auf den Fotos sieht es teilweise schlimmer aus, als es ist. Bedingt durch die Wellen zwischen den Löchern und die frische Farbe.)

Und ja: Die Farben passen vermutlich nicht exakt. Der alte Lack war verblichen und durch das Überlackieren und wieder Abwaschen fleckig und verschmiert. Da war es schwierig, den genauen Farbton zu erkennen. Zumal es von der Linierfarbe nur eine Handvoll Blautöne gibt und für das Grau ein RAL-Ton gewählt werden musste.

Vorher:
Dateianhang:
IMG_20251217_111806.jpg
Dateianhang:
IMG_20251217_111742.jpg


Nachher:
Dateianhang:
IMG_20260227_110306.jpg
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IMG_20260227_113950.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 27. Februar 2026 21:09 
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Ich glaube was dich am meisten geärgert hat ist der falsche Abstand der Linien zur Schutzblechkante. Normal verlaufen die Linien ziemlich nahe an der Wulst der gebördelten Schutzblechkante und da kommen dir dann weder die Schlitze der Kabelführung, noch die Nieten in die Quere. Ich will ehrlich sein, ich hätte mir den Versuch nicht zugetraut und daher steht mir eigentlich nicht frei das Ergebnis zu beurteilen. Für den ersten Versuch sieht es aber ganz gut aus. Hast du einen Schleppinsel verwendet?

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 27. Februar 2026 21:13 
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Nabend,

na bitte, das ist doch ein Ergebnis.
Mach Dir bitte nicht so so einen Kopf über das was kommen wird.
Ich finde es beachtlich das Du Dich selbst an das Thema traust.
Das ist bei Leibe nicht so häufig anzutreffen.

Meine Erfahrung mit dem fertigen Produkt ist, dass mich bis dato niemand darauf angesprochen hat, ob ich das selbst gemacht habe, oder einen Fachmann beauftragt habe.
Im Gegenteil.
Bei den Gesprächen, welche mindestens auf Oldtimertreffen zustande kamen, war man meist erstaunt darüber, dass die Lackierung und Linierung als, ich sag mal Laie, ausgeführt wurden.
Ein professioneller Lackierer, der die NZ mal genauer angeschaut hatte, meinte das dies eine ordentliche Arbeit sei.

Ich glaube das man mit Fug und Recht stolz auf seine eigene Leistung sein sollte.
Frei nach dem Motto, machs erstmal nach, dann können wir über das Ergebnis diskutieren.

Bin gespannt auf das Gesamtbild Deiner Maschine.

Weiter so!

Gruß Rally

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 28. Februar 2026 09:54 
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@Ralle. Nein, der falsche Abstand hat mich nicht gestört. Weil er nicht falsch ist. :mrgreen: Hier noch ein "Vorher"-Bild zum Vergleich. Der Strich ging auch original schon exakt durch die Schlitze der Kabelführung. Mag sein, dass ich hier und da nicht exakt die Linie getroffen habe, aber grob kommt es hin. Auch wie der Strich die Nieten trifft (die übrigens nicht alle den gleichen Abstand zum Rand haben), entspricht fast exakt der Vorlage.

Ich kann nicht beurteilen, ob es ab Werk noch Maschinen mit anderer "Linienführung" gab. Aber hier passt es.

Was hingegen nicht ganz passt: Meine Linie ist etwas zu dick. Original waren es 2 mm, bei mir sind es knapp 3. Ich glaube, mein Pinsel ist etwas zu breit.

Ja, ich habe es mit einem Schlepppinsel gemacht. Das macht den "Verlauf" der Linie einfacher. Dafür ist es deutlich schwerer, zwischendurch abzusetzen oder Hindernisse wie die Nieten sauber zu linieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 28. Februar 2026 17:50 
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Mahlzeit,

die 2mm Strichstärke würde ich nicht unbedingt unterschreiben.
Ich hab Bauteile von der RT und BK, da geht das eher in Richtung 3mm.

Die Linierungen waren immer Handarbeit, also alles mehr oder weniger Unikate.

Mal waren die Linien etwas höher angesetzt mal tiefer.
Bei einem Original Kotflügel, welchen ich bei meinem RT Bausatz hatte, waren die Linien an der Oberkante der Schlitze gemalt.
Da ist also alles möglich gewesen.

Das erneute ansetzen mit dem Schleppinsel ist einfacher als mit nem normalen Pinsel.
Man fängt in der vorhanden Linie an und geht dann so weit runter, bis die gleiche Linienstärke erreicht ist und zieht dann weiter.
Kotflügel lassen sich recht leicht linieren, weil man immer eine Kante hat, woran die Hand geführt werden kann.
Bei Tanks sieht die Sache schon anders aus.
Da kann man sich vorher so dünne Abklebebänder kleben, neben denen man in 2 oder 3mm Abstand lang liniert.
Mit weichem Bleistift kann man auch vorher anzeichnen, das geht auch ganz gut.
So hab ich den DKW Tank liniert.

Der Trick dabei ist ein Baumwollhandschuh mit abgeschnittenen Fingern, aber das hatte ich ja schon beschrieben.

Gruß Rally

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 28. Februar 2026 20:03 
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Ok, dann bleiben wir dabei das eine Linierung Handarbeit ist und deswegen ein Unikat. Ich habe auf jeden Fall alle Respekt davor, dass du dich da selbst ran traust 👍

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 28. Februar 2026 21:42 
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Erneutes Ansetzen auf einer Linie ist tatsächlich sehr einfach. Aber "neu" ansetzen, zB hinter einer Niete, umso schwerer. Weil der Schlepppinsel aufgrund seiner Form nicht in der Lage ist, mit einer sauberen Kante zu beginnen. Man beginnt immer mit einer ganz dünnen, franseligen Linie, die erst nach mehreren Millimetern bis Zentimetern die richtige Stärke erreicht, je nach Länge des Pinsels. Man kann natürlich "Tupfen", aber auch das geht mit den langen Pinselhaaren sehr schwer.

Die Führung entlang der Kotflügelkante ist theoretisch möglich, scheitert in der Praxis aber an den angenieteten Haltern. Es ist (nach meiner geringen Erfahrung) einfacher, die Hand frei oberhalb des Kotflügels zu führen, abgestützt durch die andere Hand. Weil man dann nicht ständig hoch und runter muss.

A propos Handarbeit: Ich hatte schon geschrieben, dass die Nieten nicht alle auf der gleichen Höhe sitzen. Das gilt sogar für die paarweise gegenüberliegenden Halter, die ja eigentlich identisch sein müssten. Ich habe da Unterschiede von mehreren Millimetern. Das macht es noch schwieriger, sich daran zu orientieren.

Baumwollhandschuhe mit abgeschnittenem Daumen und Zeigefinger habe ich verwendet, das hilft tatsächlich ganz gut. Ob ein normaler Bleistift zum Vorzeichnen geeignet ist, weiß ich nicht. Es gibt spezielle Stifte, die aussehen wie ein Bleistift. So einen habe ich verwendet.

Hab mittlerweile beide Kotflügel und das Werkzeugfach fertig. Und eine Linie auf dem Tank. Die muss erstmal trocknen, dann geht es weiter. Ich fand den Tank fast einfacher, weil da ein Versatz von 1-2 mm nicht so stark auffällt wie am Kotflügel. Die untere, gerade Linie habe ich nach mehreren Versuchen dann doch abgeklebt. Das ist zwar nicht perfekt, aber gerader als von Hand. Das Werkzeugfach fand ich am schwierigsten. Da ist eine kleine Kante, an der man sich entlangarbeiten kann. Leider ist die unterschiedlich hoch und noch dazu neigt der Pinsel dazu, sich mal an die Kante anzulegen und mal nicht. Dann variiert die Strichstärke ständig. Den Deckel habe ich bestimmt 10 Mal liniert, bis ich mit dem Ergebnis zwar immer noch unzufrieden war, aber so genervt, dass es es für "gut genug" befunden habe. :oops:

Mein neues Motto ist: Schlecht gemacht ist immer noch besser als gar nicht gemacht. :lach:

Aber mal im Ernst: Wie oft kniet man vor dem Kotflügel und guckt ganz genau hin? Nur beim ersten Mal. Ansonsten mit gewissem Abstand. Und aus 1 m Entfernung sieht das echt okay aus. Nicht perfekt, aber okay.

PS: Ich hab mir nochmal die "Vorher"-Bilder angeschaut. Für mich sieht das aus, als wäre erst liniert worden und dann die Halter angenietet. Und dann vermutlich noch ein Klecks Farbe von Hand auf die Nieten. Das macht die Sache natürlich ein gutes Stück einfacher, weil man ohne Hindernisse einmal rumfahren kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 1. März 2026 08:49 
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Moin,

so ähnlich hatte ich seinerzeit auch gedacht.
Man schaut später nie wieder in solchen Perspektiven auf die Bauteile.
Das Gesamtbild macht den Eindruck.

Ich glaube das wird gut aussehen.
Authentischer als perfekte Arbeit, denn, dass hatten wir ja schon herausgefunden, es gab beim Original auch größere Abweichungen.

Auf den Deckel vom Werkzeugkasten schaut man später in solch schrägen Winkel, dass die Abweichung nicht mehr wahrgenommen wird.

Das mit den Nieten halte ich für gewagt.
Viel eher wird es, entweder einen anderen Pinsel für solche Stellen gegeben haben, oder aber ergänzendes Personal, welches eine Art Finish durchgeführt hat.

Hab in einem Buch über DKW Motorräder mal ein Foto gesehen, das diese Arbeiten Frauen gemacht hatten.
Das wird auch einen Grund haben.

Wir Kerle sind da vielleicht zu grob und oder zu emotional im Bezug auf unsere befummelten Fahrzeuge.

Gruß Rally

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 1. März 2026 10:25 
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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 1. März 2026 12:36 
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Bloß zur Klarstellung: Das ist nicht meine RT. Sie gehört Kai*Neahnung. :ja: Aber er ist auch ganz zufrieden mit den Fortschritten. Sagt er zumindest. :lach:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 1. März 2026 12:55 
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Ysengrin hat geschrieben:
Bloß zur Klarstellung: Das ist nicht meine RT. Sie gehört Kai*Neahnung. :ja: Aber er ist auch ganz zufrieden mit den Fortschritten. Sagt er zumindest. :lach:


Unbedingt... das was der Martin da macht, ist schon echt ne Hammer Leistung.
Ich freu mich schon auf das Ergebnis. Ich weiß nur, dass ich das keinesfalls so hinbekommen würde. Und schon gar nicht in dieser kurzen Zeit.
Weiter so Martin und vielen Dank schon mal :ja:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 2. März 2026 13:58 
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Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Die Kotflügel sind drin, der Soziussitz drauf, das Rücklicht dran (und funktioniert). Der Tank liegt nur lose drauf, den muss ich in einer ruhigen Minute weiter linieren.

Dann fehlen nur noch Motor, Zündung und Gepäckträger.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 2. März 2026 17:43 
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Sieht gut aus. Ist das eigentlich der gleiche Farbton wie bei deinem Traktor?

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 2. März 2026 18:57 
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Nein. Den Traktor hab ich mit der billigsten Rostschutzfarbe aus dem Baumarkt, Farbton "Lichtgrau", angepinselt. Das Moped ist der RAL-Ton "Telegrau 4", wenn ich mich richtig erinnere.. Das wurde gepulvert. Aber Du hast schon recht, das ist relativ ähnlich. :ja:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 2. März 2026 20:39 
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Nabend,

Dein "Kundenprojekt" gefällt mir gut.

Die rostigen Chromkappen der Geradwegfederung würden mit einem Auspuff im gleichen Zustand gut harmonieren.
Störend wirken die Chromfelgen.
Diese in Wagenfarbe mit schicker blauen Linierung wären der Hit.
Der Zugschalter für das Bremslicht würde direkt hinter der Soziusraste fast versteckt arbeiten.
Das aber nur am Rande mal erwähnt.

Gruß Rally

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 2. März 2026 20:58 
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Danke!

Ja, das mit dem "patinierten" Chrom ist ein Kompromiss. Wo fängt man an, wo hört man auf? Die alten Felgen waren sehr rostig, verbeult und mehrmals überlackiert. Die strahlen und pulvern zu lassen wäre nicht billiger gewesen als neue Felgen. Auch die Speichen waren stark verrostet und haben teilweise sogar gefehlt. Deshalb haben wir uns für neue Felgen und Speichen entschieden. Die Lackteile mussten auch alle neu gemacht werden, da gab es keine Alternative.

Aber mit Pulvern und den zwingend nötigen Neuteilen waren wir schon bei 2000 Euro. Und da war der Motor noch nichtmal offen. Deshalb haben wir entschieden, dass der alte Chrom und auch einige Gummiteile (Satteldecken, Kniekissen) dranbleiben. Wenn es irgendwann zu sehr stört, kann man immer noch einen neuen Lenker oder eine neue Satteldrecke dranschrauben. Hauptsache die Basis stimmt erstmal und die Technik ist fit.

Der alte Auspuff kommt wieder ran. Der passt vom Chrom tatsächlich ganz gut zum Rest. :ja:

Den Zugschalter habe ich dort montiert, weil das Kabel nicht viel länger ist und weil der Halter für die Zugfeder dort vorne an der Bremsstange angeschweißt ist. Klar, man hätte die Kabel und Kabelhülle verlängern können und die Feder mit einem Draht ebenfalls. Aber ich fand den Schalter da auch okay. :oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 10. März 2026 09:36 
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Soooo, fast fertig. Es fehlt "nur" noch der Motor, der aber diese Woche fertig werden sollte. (Das habe ich lieber einem Profi überlassen.) Und dann muss ich noch die Elektrik zusammendröseln. Ich hoffe, dass dann alles funktioniert, wie es soll. Momentan wundert mich, dass das Hinterrad etwas schöps drinsitzt. Aber dem widme ich mich, wenn die Kette montiert ist.

Die Linierung am Tank habe ich zumindest an den Geraden abgeklebt, deshalb sind die Ränder da teilweise leicht ausgefranst. Finde ich aber immer noch besser als wenn sie krumm und schief geworden wären. Ich hab mich übrigens schwer getan, Bilder von linierten Tanks im Netz zu finden. Vor allem die Linie oben fehlt oft oder ist nicht erkennbar. Deshalb habe ich da improvisiert. Hoffentlich passt es ungefähr. Ich hab mal einige Fotos von den linierten Teilen gemacht, damit man sich einen Überblick verschaffen kann.

Ob so Sachen wie Tankembleme, Kotflügelemblem, Spritzlappen etc. montiert werden, muss ich noch klären.

Beim Auspuff war der Mittelteil quasi komplett verrostet und chromfrei. Deshalb habe ich da hitzefesten Lack draufgesprüht. Nicht schön, aber immer noch schöner als Rost. Und bei Bedarf kann man einen neuen Auspuff montieren.

Den Gepäckträger finde ich echt klasse. Wir sind uns immer noch nicht einig, ob der ein selbstgebautes Einzelstück ist (dafür spricht die etwas unsaubere Verarbeitung) oder ein kaufbares Zubehörteil (dafür spricht die doch relativ saubere Umsetzung und ausgefeilte Idee).

Insgesamt ist es ein ziemlich wilder Mix aus "Blingbling" und Patina geworden, was nicht jedem gefallen wird. Aber für eine Patinarestaurierung war nicht mehr genug Substanz da und eine Blingbling-Restaurierung war nicht das Ziel (und wäre auch zu teuer geworden). Deshalb dieser pragmatische Kompromiss. :wink: Ich denke, nach ein paar hundert Kilometern und entsprechendem Straßenstaub wird sich das optisch angleichen und stimmiger aussehen. :lach:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur RT 125/1
BeitragVerfasst: 10. März 2026 09:51 
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Astrein geworden, ich habe seinerzeit auch einige Teile alt gelassen, obwohl ich den Rest neu machen mußte,
man kann dem Motorrad ruhig ansehen, daß es schon ein Leben VOR der Restauration hatte. Das halte ich bei
all meinen Moppeds so und schließlich muß ICH ja damit rumfahren und MIR muß es gefallen.
Schön geworden, viel Freude damit und vielleicht sieht man sich zum RT-Treffen im August ? :wink:

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"Ich habe einfach keine Zeit mehr für Arschlöcher in meinem Leben"- Horst Lichter

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