Was die Entscheidung starr, steck- oder klappbar angeht, so kommt das wie so oft auf den persönlichen Anwendungsfall an. Wird die AHK oft genutzt ist starr keine schlechte Option. Ich kenne einige Leute die sich seinerzeit für eine Abnehmbare AHK entschieden haben, und inzwischen aus Bequemlichkeit eine Starre besitzen. Eine abnehmbare AHK muss nämlich auch gepflegt werden und wird nicht besser wenn sie permanent in der Aufnahme steckt. Was das Abnehmen bei Nichtbenutzung angeht, so gibt es keine Pflicht, aber wohl doch vereinzelte Fälle wo Versicherungen bei Auffahrunfällen versuchen eine Teilschuld wegen eines größeren Schadens beim Unfallgegner geltend zu machen. Wie gesagt, das regelmäßige Abnehmen der Kupplung macht schon deswegen Sinn, dass sie nicht fest gammelt. Außerdem muss man meist auf die Knie, wenn man sie an und abbaut und wenn ich so an die AHK meines Autos denke, dann hat das Ding auch ordentlich Gewicht und ist daher unhandlich. Kurz zusammengefasst, wenn du die Kupplung wirklich öfter nutzt, dir die Optik egal ist und es dich nicht stört das du dir gelegentlich das Schienbein dreckig machst, oder es dir einhaust, dann nimm die starre Kupplung.
Klappbar ist natürlich die Krönung des Komforts, kostet aber auch entsprechend meh. Der Kostenfaktor hat aber in deinem Fall einen erheblichen Einfluss auf die Kaufentscheidung und somit ist die Option raus.
Was den Elektrosatz angeht, ich würde auch in deinem Fall, wo alle Anhänger einen 7poligen Stecker haben auf eine 13polige Dose setzen. Der Tag kommt, wo du vielleicht doch einen fremden Anhänger ziehen möchtest oder musst. Und dann Rennstall lios und brauchst kurzfristig einen Adapter von 7 auf 13
Warum also nicht gleich die modernere Variante wählen? Aktuell rüstest Du die Kupplung nach, die dein Vater nicht brauchte. In 2 Jahren fängst du dann wieder an die Elektrik umfriemeln zu lassen, weil irgend ein Umstand, den du heute noch nicht kennst. Dann nimmst du wieder Geld in die Hand, der 7polige Elektrosatz wird im übrigen vermutlich am Gesamtpreis für die AHK nichts ändern. Von einem nachträglichen Tausch der Steckdose würde ich auch Abstand nehmen. Was soll das werden wenn die unbenutzten Kabel irgendwo wild in der 7poligen Dose. Rumliegen, sofern dort überhaupt Platz dafür ist. Auf lange Sicht wird es wohl in erster Linie ein vorprogrammiertes Elektrikproblem. Wie schon geschrieben wurde, ein Kurzadapter von 13 auf 7 kostet nicht viel und ist idealerweise für den Preis auch schon wasserdicht. Bei 7 auf 13 bezahlst du für die Option deutlich mehr. Der Wasserdichte Adapter ist deutlich unempfindlicher, wenn er mal am Auto verbleibt, ob man den permanent angesteckt lassen sollte mag ich nicht endgültig bewerten, dazu fehlt mir die Langzeiterfahrung. Ich könnte mir vorstellen das es da auf lange Sicht Kontaktprobleme wegen Schwitzwasser geben könnte. Übrigens habe ich mir einige Jahre die gleichen Gedanken gemacht wie du. 2 Autos im Haushalt, sogar ein Anhänger war vorhanden, aber keins der Autos hatte eine AHK. Dann das gleiche Gedankenspiel wie bei dir, nachrüsten klingt gut, aber kann man das selbst. Irgendwie erscheinen mir die Montagekosten auch immer zu hoch im Vergleich zum Preis für den Kauf der AHK mit Elektrosatz. Außerdem waren beide Autos auch nicht neu, wie lange fährt man die Kisten denn überhaupt noch- Fragen über Fragen. Vorletztes Jahr wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht. Allerdings in meinem Fall neues Auto (Tageszulassung) welches dann gleich noch eine AHK verordnet bekommen hat. Extra Kosten für in meinem Fall wegen anderem Nutzugsverhalten eine abnehmbare AHK mit 13poliger Dose, waren 900€ und ich habe diesen Schritt bis heute nicht bereut. Ich ziehe meinen Anhänger mit 7 poligem Stecker, habe schon diverse fremde Anahänger mit 13poligem Stecker gezogen und habe auch einen Fahrradträger. Nach vielen Jahren des hin und her Überlegens habe ich heute ein deutlich flexibleres Auto.
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