Heute war wieder einmal Probefahren angesagt. Eingeladen hatte Kawasaki zur Roadshow und ich hatte mir die ZX-6R gebucht.
Das Wetter war semi mit knapp unter 10 Grad, aber immerhin war es trocken. Eigentlich wollte ich die neue Version der ZX-10R Probe fahren, diese ist jedoch wohl erst ab Jahresmitte verfügbar.
Schwupps die Einweisung erhalten und dann ging es auch schon los mit 4 Zylindern, 636 ccm und 124 PS mit 69 Nm.
Die Sitzposition ist sportlich, sehr sportlich. Die Lenkerstummel liegen tief und spannen den Oberkörper über den Tank, deutlich mehr als bei meiner CBR 650 R. Zu meiner Verwunderung jedoch keineswegs unangenehm. Sicher eine 400km plus Tour möchte ich damit definitiv nicht fahren, aber man kann es schon ganz gut aushalten im Sattel. Ich, mit meinen 1,92m rastete förmlich ein in die 6er Ninja, alles fand seinen Platz und fühlte sich gleich gut an.
Raus auf die Landstraße, ab ins kurvige. Ja, da gehört sie hin, Kurven, Kurven und nochmals Kurven, dass will die Ninja haben. Durch die stark vorderradorientierte Sitzposition hat man ein sehr gutes Gefühl für die Straße. Fast schon spielerisch leicht wedelt die Kawasaki durch die Kurve, folgt ohne Murren und fast wie von Zauberhand der angepeilten Linie. Das macht richtig Spaß! Das Fahrwerk überzeugte mich auch, sieht die Ninja nach knüppelharten Sport aus, ist dieses eher Landstraßenorientiert und schluckt die Unebenheiten und schlechten Straßenbelag ziemlich gut.
Die Bremse ist eine Wucht! Sie verzögert sehr gut und lässt sich wunderbar dosieren, das gibt Vertrauen. In den ABS Regelbereich konnte ich sie nicht treiben auf dieser kurzen Runde.
Der Motor ist, bis auf das Euro 5+ Update, ein alter Bekannter aus der letzten 600er Ninja von 2014. Und das ist auch gut so! Der 4 Zylinder geht wunderbar geschmeidig ans Gas und ist dank passender Übersetzung sogar relativ Schaltfaul zu fahren. Richtig Stoff und Falten glatt bügeln entwickelt das Aggregat allersdings erst ab dem 5 stelligen Drehzahlbereich.
Da die Kawa noch Gaszüge, statt mittlerweille weit verbreiteten elektronischen Gas, hat gibt es nur keinen Quickshifter ohne Blibber. Dieser funktioniert allerding etwas grob bei neidrigen Drehzahlen, über 5000 U/min sollten es schon sein damit er geschmeidig schaltet. An Kupplung und Getriebe gibt es sonst gar nichts zu meckern und am besten beschreibt es ein Wort: seidenweich!
Der Windschutz der Verkleidung ist besser als gedacht. Fahrmodi, Connectivity usw. habe ich nicht testen könne, dazu fehlte die Zeit. Interessant ist aber, dass es eine ECO-Anzeige für den optimales verbrauchsarmes Fahren gibt und man die Leistungsabgabe des Motors sowie die Traktionskontrolle am Lenkerschalter jeweisl dreistufig einstellen kann.
So, schon war die Probefahrt vorbei. Ich rollte mit der Ninja wieder auf dem Hof zurück.
Mein Fazit: Ein tolles Motorrad! Eine Mischung aus Oldschoolsportler und moderne. Sicher gut für die Rennstrecke jedoch mehr für die Landstraße ausgelegt als ihre Vorgängerin. Am meisten hat mich das schon fast spielerische Wedeln durch die Kurven mit ihr beeindruckt. Hätte ich das passende "Kleingeld" übrig, würde ich sie noch in den Fuhrpark stellen

nur das Perfomancepaket würde ich mir sparen, denn mit dem Akrapovic Auspuff konnte ich keinen Lautstärkenunterschied zur Serie feststellen.
Weitere Infos und Daten gibts bei den Grünen hier:
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-- Hinzugefügt: 16. Mai 2026 18:30 --Eigentlich hatte ich mir noch die Z900 gebucht, doch zufällig hatte der Händler dort auch Triumph, Suzuki und KTM stehen und den Rahmen der Kawasaki Roadshow gleich genutzt um noch einiges mehr zum Probefahren rauszurollen.
Da ich die Z900 eh schon kannte und gefahren bin, entschied ich mich stattdessen für die GSX-8R.
Das Teil wollte ich schon länger mal fahren.

Das aussehen polarisiert, manche finden es hässlich andere wunderschön. Ich bin mir uneinig.
Befeuert wird die Suzuki von einem 2 Zylinder mit 83 PS und 78 Nm der auch in mehreren anderen Suzukimodellen zum Einsatz kommt.
Angepriesen wird sie durch ihre Optik und von Suzuki als Sportmaschine.
Kaum aufgestiegen, stelle ich jedoch fest man sitzt sehr komod auf ihr. Die Lenkerstummel sind angenehm hoch, der Po liegt breit auf, der Kniewinkel ist relativ entspannt. Man sitzt wie auf einem Nakedbike, müsste ich es jetzt direkt mit etwas Vergleichen fällt mir da die MZ RT 125 Viertakt ein was die Sitzposition angeht. Los gehts, auch die Straße, gleiche Runde wie zuvor mit der Ninja.
Durch die etwas nach hinten gerückte aufrechte Sitzposition ist das Gefühl fürs Vorderrad gemindert, die Kurve fällt hier nicht ganz so leicht wie mit der Ninja doch gibt die Suzuki sich ebenfalls geschmeidig und leicht. Man fühlt sich schnell wohl auf ihr. Der Motor hat mehr Vibration mit seinen 2 Zylindern, aber es ist nicht unangenehm oder störend. Die Leistungsentfaltung ist ziemlich linear, oben raus gibt es nochmal eine kleine Zugabe. Der Motor macht eigentlich alles mit, und erinnert ein wenig an die alten Suzuki Zweizylinder mit 500ccm. Nur eben mit deutlich mehr Schmalz. Der Windschutz ist überraschen gut, da waren manche Reiseenduros schlechter mit ihren Scheiben die ich getestet habe ( z.B. KLE 500). Die Bremse ist normal, nicht überragend, nicht schlecht. Alles in allem fühlt es sich wie ein Motorrad an, was wirklich jeden ansprechen könnte. Den Dreh hat Suzuki irgendwie raus. Sie fährt sich einfach, manch einer könnte sagen ja fast schon "langweilig?". Sie hat Quickshifter, Blibber, Ecomodus, diverse Fahrmodi, Connectivity usw. Auch hier fehlte mir leider die Zeit. Quickshifter und Blibber arbeiten jedoch wunderbar sauber, auch in sehr niedrigen Drehzahlen dank Ride by Wire.
Ich könnte mir vorstellen auch locker 500km+ auf der GSX-8R abzureisen an einem Tag. Wirklich überraschen, wenn man die Optik sieht.
Das Federbein hinten war mir allerdings in der Grundeinstellung etwas hart, da es aber einen weiten Einstellbereich hat lt. Händler kann man das sicher einfach beheben.
Und auch hier war die Proberunde viel zu schnell zu Ende.
Mein Fazit zur GSX-8R: Ein tolles Motorrad. Wer sportliche Optik sucht, aber trotzdem Komfort sowie Langstreckentauglichkeit will, kommt hier auf seine Kosten! Ich denke die Susi könnte fast jedem passen. Alltag, der Arbeitsweg, die knackige Hausrunde und die Urlaubsfahrt, das deckt sie alles ab. Die Optik muss man mögen, Schönheit liegt ja im Auge des Betrachters. Es gibt sie übrigends auch als Retroversion und als Naked ( unter dem Kleid ist das Motorrad identisch)
Weitere Infos, Daten & Preise gibts hier:
Unerwartet anders gut
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MZ TS 250/1 "Jule" Bj. 1979
Simson S50B2 Bj. 1976
CBR 650 R Bj. 2024
GS 500 E Bj. 1993