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 Betreff des Beitrags: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 15:51 
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Vorgeschichte: Als ich 2005 meinen Mopedschein gemacht habe, habe ich mir zuerst eine 600er Suzuki Bandit gekauft. In rot mit Halbschale. Und ich fand sie einfach nur toll und habe mehrere Jahre richtig viel Spaß mit ihr gehabt. Dann ist sie mir leider auf nasser Straße weggerutscht. Eigentlich nichts Wildes, Tempo schätzungsweise knapp über 30, ich bin 10 Meter auf der Jeans gerutscht und hatte danach nur einen blauen Fleck. Die Bandit ist leider nichts so glimpflich davon gekommen. Sie ist etwa 20 Meter auf der Seite gerutscht, dann gegen den Bordstein geknallt und hat sich dann seitlich überschlagen. Danach war die Verkleidung auf beiden Seiten im Eimer und der Rahmen war an mehreren Stellen leicht verbogen. Das hätte man sicher reparieren können, aber das hätte den Wert des Motorrades überstiegen. Stattdessen habe ich sie zerlegt und in Teilen bei eBay verkauft - habe dabei mehr verdient, als wenn ich sie intakt im Ganzen verkauft hätte.

Jetzt habe ich schon seit längerem überlegt, mir mal wieder eine simple Alltagsjapanerin zu holen, mit der man auch mal zügig über die Autobahn fahren kann und die einfach zuverlässig läuft. Meine drei MZetten haben sich nämlich in letzter Zeit als reichlich unzuverlässig erwiesen und es nervt einfach tierisch, wenn man zu Saisonbeginn 3 Motorräder hat, die alle nicht (richtig) laufen.

Was lag näher, als bei eBay nach einer Bandit zu schauen? Ich habe bei ein paar mitgeboten, die in der Nähe standen und halbwegs unverbastelt waren. Der Preis lag immer bei ca. 1800 Euro. Dann habe ich eine entdeckt, die als Bastlermotorrad ohne TÜV angeboten wurde. 80.000 km auf der Uhr, die Beschreibung absichtlich wage und die Gefahr groß, einen total verbastelten Schrotthaufen zu kaufen. Ich hab trotzdem mal 1200 Euro geboten. Naja, für 660 Euro habe ich sie bekommen und war selbst ein bisschen erschrocken. :oops:

Gut, bei den 660 blieb es natürlich nicht. Versand mit Spedition 130 Euro, 110 Euro für TÜV und Eintragungen, Zulassung mit Kennzeichen irgendwas um die 60 Euro, neues Öl und neuer Ölfilter, Bremsen überholen, neue Batterie und ein bisschen Bastelarbeit (danke an Daniman für die Hilfe), ... In der Summe bin ich also schon deutlich über 1000. Aber damit trotzdem noch deutlich unter dem üblichen Marktwert! :ja:

Und war sie das wert? Ein Neufahrzeug ist sie natürlich nicht mit ihren 18 Jahren. Ein paar verrostete Schrauben, abgebrochene Verkleidungshalter, ein paar Kratzer und oberflächliche Korrosion am Motor. Aber soweit ich das bisher beurteilen kann, technisch einwandfrei! Der Motor läuft super und ohne das typische Rasseln und Klackern der luftölgekühlten Suzuki-Motoren und auch sonst alles bestens.

Sie ist schon durch einige Hände gegangen und ein paar davon konnten es wohl nicht lassen, ein bisschen rumzubasteln. Den total stümperhaft montierten Doppelscheinwerfer werde ich wohl durch die originale Maske ersetzen. Die obligatorischen Karbonfolien habe ich bereits entfernt und der prollige Kettenschutz wird auch wieder zurückgebaut. Die Miniblinker und den Superbikelenker, die nach Ansicht vieler Banditpiloten keinesfalls fehlen dürfen, lasse ich erstmal dran. Gibt Schlimmeres. Die Heckhöherlegung finde ich zwar ein bisschen albern, aber sie stört nicht und kann auch erstmal bleiben. Dann bekommt sie evtl. noch Kofferträger und Sturzbügel, aber das eilt erstmal nicht.

Aber keine Angst, ich werde den MZetten nicht untreu. Die Bandit ist in erster Linie für meine Frau da und für den Fall, dass es mal schnell gehen muss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 15:57 
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Die Kohlenschippe unter dem Nummernschild, sieht aber schrecklich aus :oops:


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 16:03 
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Ich weiß. Wird vielleicht noch etwas gekürzt. Andererseits hat das wirklich Seltenheitswert, weil das üblicherweise die erste Stelle ist, an der bei einer Bandit gebastelt wird. Zu recht. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 16:06 
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An meiner VTR war das auch hässlich, wie halt bei allen Japanern.

Ich hatte das Teil komplett ausgetauscht :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 16:35 
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Bis auf die Doppelscheinwerfer sieht die doch Gut aus.
Noch einen schönen Rundscheinwerfer drauf
und fertig :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 16:42 
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:gut: :gut: das war mal meine


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 16:55 
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Steht echt gut da - und für den Preis garantiert nix falsch gemacht! Eigentlich kann ich Japanern rein von der Optik nicht (mehr) viel abgewinnen - aber die gefällt mir!


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 17:02 
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:bindafür: Die schönste Bandit ever!!! Glückwunsch. :gut:

Erinnert mich gleich n bissl an meine verflossene GSX 600 F :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 17:38 
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Steht zwar wirklich sehr gut da und mir hat der feinverippte Banditenmotor immer (optisch) gut gefallen, aber einen 600ccm-Vierzylinder, der Leistung und 80 000Km auf der Uhr hat, wäre mir zu heikel. Dran schrauben würde ich nicht mehr wollen.
Aber wenn das teil läuft, macht es sicher viel Spaß. Mit einem ordentlichen Vorderlicht ist es auch als Motorrad zu erkennen :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 17:40 
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Habe meine Bandit vor einem Jahr verkauft...stand nur rum.

Der neue Besitzer freut sich immer noch, weils eben ein Bike ist wo man nichts falsch machen kann.

Klasse 90ieger!


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 19:07 
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ich hatte in der fahrschule auch eine.sie war top.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 18. April 2014 19:18 
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Gott, wie abgrundtief häßlich, da stülpt sich einem ja der Magen um... :twisted:
:oops: --> klick


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 19. April 2014 12:44 
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Die Heckhöherlegung gefällt mir net, und halt die bereits erwähnten Doppelscheinwerfer auch eher nicht.
Aber ansonsten... steht doch gut da! :gut: Vielleicht krieg ich sie ja nä. Sa. zu Gesicht? :mrgreen:
Übrigens, ´ne Ex-Arbeitskollegin von mir hatte damals die 1200er Bandit, hat mir auch immer gut gefallen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 19. April 2014 15:08 
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K-Wagenfahrer hat geschrieben:
weils eben ein Bike ist wo man nichts falsch machen kann.



Doch!

Die kam mir am 6. April diesen Jahres entgegen und 2 sek. später sah sie so aus:
Dateianhang:
Bendit.jpg


Immer vorsichtig fahren! :!: :!: :!:
Denn das tut schon heftig weh, auch mir als unbeteiligtem nur Zuschauer.
Ich wünsche Dir und natürlich auch allen Anderen hier stets unfallfreie Fahrt

Beste Grüße aus dem Harz


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 19. April 2014 16:21 
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Ysengrin hat geschrieben:
Meine drei MZetten haben sich nämlich in letzter Zeit als reichlich unzuverlässig erwiesen und es nervt einfach tierisch, wenn man zu Saisonbeginn 3 Motorräder hat, die alle nicht (richtig) laufen.
Dem kann ich nur zustimmen.


Micky


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 19. April 2014 16:39 
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mzheinz hat geschrieben:
:bindafür: Die schönste Bandit ever!!! Glückwunsch. :gut:

Erinnert mich gleich n bissl an meine verflossene GSX 600 F :wink:


Ich hab die 750F gehabt. Manchmal trauer ich ihr auch nach.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 19. April 2014 21:03 
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Die kleinen 600er Vierzylinder sind nicht so mein Ding, bin nicht so der Freund hoher Drehzahlen. Meine FZR 600 musste seinerzeit ziemlich georgelt werden.
Aber: ein Japaner im Haus schadet nie, deine genannten Gründe sind absolut nachvollziehbar, meine Emmen laufen auch nicht immer so wie sie es sollen- aber ich hab ja noch die Honda :lach:


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 20. April 2014 20:55 
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meine gpz 500 war guenstiger als die mz,ging nie kaputt ,ist komfortabler und bremst gut.mz fahren hat nichts mit vernunft zu tun.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 20. April 2014 21:36 
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Ich hatte mir 2000 eine neue schwarze 600er gekauft.
Standard waren die Telegabelfedern zu weich und das Heck zu tief (für mich). Deine ist aber schon sehr hoch.

Für das Geld, ein super Schnapp. :zustimm:

Ich habe jetzt eine 850er TDM. Das Ding ist für einen großen Menschen einfach nur Klasse.
Viel Spaß mit deiner Bandit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 20. April 2014 21:45 
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die Bandit ist schon was. Hat ein gutes Fahrwerk und gute Bremsen. Der Motor ist ausgereift.
Allerdings sollte auf das Ventilspiel geachtet werden. Wenn zu eng brennen die durch. Aus Erfahrung
berichte ich, das die Bremse hinten immer beobachtet werden sollte. Die Zange ist nach oben
offen. Zwangsläufig sammelt sich da sehr gern Schmutz an. Sogar kleine Steinchen. Die Kolben
neigen sehr schnell festzusitzen.

Die Heckhöherlegung ist nicht mein Geschmack. Aber sehr leicht durch Auswechseln von zwei
Hebeln zu beheben, was dem Fahrverhalten auch wesentlich besser tut. Ansonsten auch bekannt
als Kettenfresser weil die Markierungen an den Kettenspannern einfach Mist sind.

Ach ja, die Vergaserbank........ sehr wartungsintensiv. Die Hebel/Schieber immer schön gangbar halten.
Beide Gaszüge (Öffner und Schließer) bitte sehr genau einstellen. Der Kaltstartzug neigt zum klemmen.

Aber eigendlich nur Kleinigkeiten wenn bekannt ist, auf was geachtet werden muss wie zum Beispiel
die Zündkerzenstecker. Die müssen oben genau sitzen. Wenn nicht tauchen bei der ersten Regenfahrt
sofort Probleme auf. Und bevor die Zündkerzen rausgedreht werden mit Druckluft den Schacht richtig
sauber machen. Ohne Ausbau von dem Tank ist es Fummelei und bringt nix die Zündkerzen zu wechseln.

Und wenn mal kein Zündfunke..... dann ist die Sicherung für die CDI kaputt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine neue/alte Japanerin
BeitragVerfasst: 20. April 2014 22:17 
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lukubiner hat geschrieben:
......Standard waren die Telegabelfedern zu weich.......

Irgendwie ist das bei vielen Kisten so, bzw. war so, bis viele Maschinen einstellbare Fahrwerke bekamen. Bei meiner SV650 montierte ich schon nach kurzen Zeit progressive Gabelfedern, weil die originalen gerne mal durchschlugen. Die 120 Mark für die Wilbersfedern waren gut investiert!


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