RT 125/3 auf 100 km/h bringen

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 1. Mai 2026 21:29

:musik: - Ich habe mir jetzt einen 150-ccm-Schmalrippen-Zylinder + Zylinderkopf besorgt,
:musik: - Den jetzt zu Adlertech geschickt,
:musik: - Schleifen und Hohnen - obligatorisch,
:musik: - Barikit-Kolben,
:musik: - Optimierung der Steuerzeiten,
:musik: - Optimierung der Kanäle.

Was denkt ihr, was das bei meiner top eingestellten RT bringen wird? Sind die 100 km/h drinne?

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Re: RT 125/3: Fettaustritt an der Hinterradfederung

Beitragvon RT-Tilo » 1. Mai 2026 21:32

Ich würde sagen, dass viel zuviel Fett eingepresst wurde, welches sich nun den Weg nach draussen sucht.
Viel hilft nicht viel ... :wink: da wirst du wohl alles ausbauen und reinigen müssen, anschließend sparsam
einfetten und wieder zusammenbauen. :biggthumpup: Gleiches kann auch an der Telegabel passieren, die
sehr oft völlig "überschmiert" werden. Ich schmiere die Gabeln nach der Überholung leicht ab und dann NUR,
ganz sparsam ein/zwei Stöße mitder Presse nach 5000 km.
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT-Tilo » 1. Mai 2026 21:49

@Sep_pi: Bitte nicht noch einen neuen Beitrag zu deiner RT 125/3 eröffnen ... drei genügen völlig ... :wink: hab sie mal zusammengeführt, der besseren Übersicht halber.
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 1. Mai 2026 21:53

RT-Tilo hat geschrieben:@Sep_pi: Bitte nicht noch einen neuen Beitrag zu deiner RT 125/3 eröffnen ... drei genügen völlig ... :wink: hab sie mal zusammengeführt, der besseren Übersicht halber.


Super, vielen Dank! Ich denke das passt so ...!

:bergab: :bergab: :bergab: :bergab: :bergab: :bergab:

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Mechanikus » 1. Mai 2026 21:58

Sep_Pi hat geschrieben::musik: - Ich habe mir jetzt einen 150-ccm-Schmalrippen-Zylinder + Zylinderkopf besorgt,
:musik: - Den jetzt zu Adlertech geschickt,
:musik: - Schleifen und Hohnen - obligatorisch,
:musik: - Barikit-Kolben,
:musik: - Optimierung der Steuerzeiten,
:musik: - Optimierung der Kanäle.

Was denkt ihr, was das bei meiner top eingestellten RT bringen wird? Sind die 100 km/h drinne?


Das hängt unter anderem vom Auspuff ab. Grundsätzlich geht das mit dem Zylinder. Eine Serien ES kommt ja auch auf knapp 100 km/h. Ich verstehe bloß noch nicht warum eine RT 100 Sachen fahren soll... Da wird die Hinterradfederung zur Kettenzerreißmaschine und der Rahmen wird auch maulen bzw. Protestrisse bekommen. Aber ich denke, so wie die Adler-Brüder die Zylinder machen, wird sich das Gerät sehr schön fahren lassen. Nur würde ich strikt davon abraten, dann dauernd so schnell unterwegs zu sein. Sich am Durchzug erfreuen macht eigentlich mehr Laune.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon vergasernadel » 1. Mai 2026 22:15

Das könnten deine Emoji gewesen sein

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT-Tilo » 1. Mai 2026 22:16

:ja: :gut: so sehe ich das auch Falk.
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon vergasernadel » 1. Mai 2026 22:17

Das mit dem vielen Fett natürlich

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 1. Mai 2026 22:31

Meine RT ist dafür da, um die Kirchturmspitze zu heizen – wenn es zeitlich passt, am Wochenende. :heiss:
:blume: :blume: :blume:
Dafür soll sie ein bisschen mehr Performance als die Serie haben. :mukkies: :mukkies: :mukkies: :mukkies:
:blume: :blume: :blume: :blume:
Habt ihr es schon mal mit einem Mikuni-Vergaser versucht? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? :wohoo: :wohoo: :wohoo: :wohoo:

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon vergasernadel » 1. Mai 2026 22:43

Frag deine Emoji

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Galilool » 1. Mai 2026 23:23

Ich hätts etwas diplomatischer ausgedrückt aber ja, Sep, deine Emojis gehen hier so ziemlich jedem auf den Wecker. Es ist stellenweise wirklich schwierig deine Beiträge zu lesen, wenn alle zwei Sätze eine Reihe animierter Farben auf dem Bildschirm rumhüpft. Vielleicht etwas (oder viel) sparsamer mit denen umgehen, das macht es für Andere deutlich leichter deine Beiträge zu lesen und stimmt die Leute eventuell eher dazu, konstruktiv zu antworten.
Joker hat geschrieben:Gewaltig ist des Schlossers Kraft,
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon lasernst » 2. Mai 2026 00:50

Links der infrage kommende ES150 Zylinder mit genug Bums um ETZ zu jagen, hoffe ich. Rechts RT125/1 mit zahmer Bearbeitung.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Re: RT 125/3 Vmax 70–75 km/h – Setting-Durchsprache

Beitragvon hmt » 2. Mai 2026 09:12

jemxt hat geschrieben:
vergasernadel hat geschrieben:Zu wenig Emoji

Weniger ist mehr.

Ja, es nervt wirklich.

Ist ihm anscheinend scheissegal und Respektlos. Einfach auf diese Beiträge nicht mehr antworten.
Gruss JOE

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT-Tilo » 2. Mai 2026 09:48

vergasernadel hat geschrieben:Frag deine Emoji

Galilool hat geschrieben: ... Sep, deine Emojis gehen hier so ziemlich jedem auf den Wecker ...
... etwas (oder viel) sparsamer mit denen umgehen ...

hmt hat geschrieben:Ist ihm anscheinend scheissegal und Respektlos. Einfach auf diese Beiträge nicht mehr antworten.

jemxt hat geschrieben:Ja, es nervt wirklich.

vergasernadel hat geschrieben:Zu wenig Emoji

ich gehe mal davon aus, daß er es nun (endlich) begriffen hat und halte es (großzügig) seinem
doch sehr jungen Alter zugute, etwas mehr Zeit zum Umsetzen zu benötigen ...
:wink:
- Mod-Modus aus ! 8)
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Re: RT 125/3: Fettaustritt an der Hinterradfederung

Beitragvon Sep_Pi » 2. Mai 2026 10:48

RT-Tilo hat geschrieben:Ich würde sagen, dass viel zuviel Fett eingepresst wurde, welches sich nun den Weg nach draussen sucht.
Viel hilft nicht viel ... :wink: da wirst du wohl alles ausbauen und reinigen müssen, anschließend sparsam
einfetten und wieder zusammenbauen. :biggthumpup: Gleiches kann auch an der Telegabel passieren, die
sehr oft völlig "überschmiert" werden. Ich schmiere die Gabeln nach der Überholung leicht ab und dann NUR,
ganz sparsam ein/zwei Stöße mitder Presse nach 5000 km.


... also zu viel altes Fett und wahrscheinlich noch das Erste von vor 60 Jahren. :regen: Danke für den Tipp! Dann werde ich den Kram wohl mal komplett zerlegen. :ritter: Wie viel Zeit würdet ihr einplanen, um die Hinterradfederung komplett auszubauen, zu reinigen und wieder zusammenzubauen? :smilingplanet: Gehen wir mal davon aus, dass alle Teile noch in Ordnung sind. :freude:

Grüße und Küsschen :hearts: :bussi:

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon hmt » 2. Mai 2026 11:04

RT-Tilo hat geschrieben:.....ich gehe mal davon aus, daß er es nun (endlich) begriffen hat....

Anscheinend nicht
Gruss JOE

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Galilool » 2. Mai 2026 11:15

Naja, es hat sich ja schon gebessert. Lasst dem Burschen etwas Zeit um sich hier einzuleben, der wird auch noch ruhiger
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT Opa » 2. Mai 2026 18:34

Welche Art Antwort erwartet er denn?
Soll ich dir sagen wie lange ich bräuchte um das zu zerlegen?
Ich kenne deine Schrauber Tätigkeit nicht.
Auch und nur das Hinterrad alleine ist es nicht um die Geradwegfederung auszubauen und zu reinigen.
Ungeübte scheitern oft beim erneutem einbauen.
Schmierige Finger sind keine Schande sondern nur ein Ergebnis.

Eine RT ist perfekt wenn sie dir ein lächeln beim Fahren ins Gesicht zaubert

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT-Tilo » 2. Mai 2026 22:41

Jepp Björn, ganz zu schweigen vom Werkzeugpark und Know How des Schraubers, das wäre vielleicht noch interessant zu wissen ... 8) gerade beim Ausbau der hinteren Federung ist doch Einiges zu beachten. :wink:
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Kai2014 » 3. Mai 2026 07:43

Wo fährst du eigentlich mit dem Teil?
Du bist erst 15 und 150ccm darfst du später nicht mit dem A1 fahren.

Fuhrpark: MZ ETZ 250 Baujahr 1985
MZ ETZ 125 Baujahr 1989
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon rally1476 » 3. Mai 2026 08:32

Moin,

wenn man unachtsam beim Ausbau ist, kann man sich dabei auch verletzen.
Schließlich baut man ein unter Spannung stehendes Federsystem aus.

Auch nochmal zur Leistungssteigerung an der RT.
Ich glaube der Mechanikus hatte das Thema Kette schon angesprochen.
Einen Kettenriss an der RT kann ins Auge gehen.
Anders wie bei den späteren MZ Modellen und bei Simson, ist der Kettenkasten aus Elektronguss und nicht aus Kunststoff.
Wickelt sich die gerissene Kette darin auf, explodiert der Kasten nicht, wie bei Kunststoff, sondern die Kette blockiert das Hinterrad.
Nunja, wer mit solch einer Situation umgehen kann, dem wird das egal sein.

Hab das damals, als ich in Deinem Alter war, einmal in einer Kurve selbst erleben dürfen.
Mein Glück war nur, das es in der Stadt bei geringer Geschwindigkeit passiert war.
Erst kam der Bordstein, der mich beim schliddern stoppte und dahinter ne Wiese wo ich abrollte.
Nichts passiert und keine Zuschauer gehabt.

Eine Frage, Du bist 15 Jahre alt und fährst RT im öffentlichen Straßenverkehr?

Gruß Rally
Brommt gut die Beere!

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon trabimotorrad » 3. Mai 2026 08:34

Kai2014 hat geschrieben:Wo fährst du eigentlich mit dem Teil?
Du bist erst 15 und 150ccm darfst du später nicht mit dem A1 fahren.


Das war schon vor 50 Jahren ein RICHTIGES Problem: Die Jugendlichen, die "sparsam" waren haben den Führerschein der Klasse 5 gemacht, der nur für Zweiräder mit 50ccm, die maximal 40Km/h schnell sein DURFTEN, genügte. Wenn man dann dem Mokick ein bischen (oder auch Zwei/drei Bischen) Leben "einhauchte" und wurde erwischt, dann hieß das "Fahren OHNE Führerschein", war eine Straftat und wurde mit 6 Punkten in Flensburg "belohnt". Währen die die den Führerschein der Klasse 4 gemacht hatten, die durften 25Km/h-Traktoren und 50ccm-Zweiräder mit unbeschränkter Leistung und Höchstgeschwindigkeit fahren. Wenn die auf einem frisierten Mokick erwischt wurden, dann war das "nur" Fahren eines Fahrzeuges, dessen Betriebserlaubnis wegen bauartlichen Veränderungen erloschen ist" - dafür gabs nur 3 Punkte... An einen größeren Hubraum dachten wir damals nicht - sowas gab es nicht zu kaufen - wer weiß was wir getan hätten, wenn es damals fürs Kreidler schon die 70ccm-Ubausätze gegeben hätte - jedenfalls weiß ich GENAU, das der wassergekühlte Rennmotor von der Kreidler-Rennmaschine auch ins Flory-MOFA reinpasst :oops: ....
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT-Tilo » 3. Mai 2026 10:17

rally1476 hat geschrieben:Moin,
wenn man unachtsam beim Ausbau ist, kann man sich dabei auch verletzen.
Schließlich baut man ein unter Spannung stehendes Federsystem aus.

auch der Gleitstabausbau ist nicht ohne ... geht NUR nach oben raus ! Hab mir dafür extra einen Ausschlagdorn gedreht,
den man oben reindrehen kann und dann von unten an eine 8x80x80 mm Metallplatte schlagen kann, um den Stab nach
oben auszuziehen. Viele Helden versuchen, den Stab nach unten herauszuschlagen ... da ist aber der Bund angedreht ... :wink:
Naja ... er wird es schon machen ... zur Not hier fragen ... ohne 1000 Emojis :biggrin:
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 3. Mai 2026 10:44

Moin Bedenkenträger,

jetzt mal Real-Talk zum Thema Kettenkasten – wenn wir da im 21. Jahrhundert sachlicher rangehen. Ein Kettenriss ist kein Zufall, sondern ein technisches Problem, das man mit modernem Material lösen kann. Einfach verstärkte Ketten (DIN 8187, 08 B-1) mit einer Zugfestigkeit von über 1.500 kg verbauen, was für die Last bei 100 km/h mehr als genug ist.

Der Elektronguss ist dabei eigentlich ein Vorteil! Die hohe Steifigkeit des Gehäuses stabilisiert den Kettenlauf und verhindert Schwingungen des Kettentrums. Außerdem ist die Wärmeableitung des Materials richtig gut. Die Reibungshitze bei 100 km/h wird über die Legierung abgeführt, wodurch das Schmiermittel stabil bleibt und die Kette nicht überhitzt.

Wenn man dazu das Hinterrad präzise ausrichtet, um Schiefzug zu vermeiden, ist ein Defekt fast unmöglich. Der Gusskasten ist im Grunde ein festes Führungssystem, das absolut zuverlässig läuft. Man kann die Fehlerquellen also so weit minimieren, dass ein blockierendes Hinterrad gar kein Thema mehr ist. Wer sein Material im Blick hat – und das ist obligatorisch –, fährt die 100 km/h völlig ohne Stress.

PS. Die Emojis lasse ich heute mal weg, um das alte Material nicht zu sehr zu belasten, wenn ihr versteht, was ich meine!

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Galilool » 3. Mai 2026 10:52

Das mag sein, aber beim Einfedern und vor Allem beim Ausfedern treten bei der Geschwindigkeit trotzdem enorme Kräfte auf. Wir bedenken, kinetische Energie skaliert exponentiell, nicht linear. Da kann es dir auch bei korrekter Ausrichtung gerne mal Schwingungen in den Rahmen hauen, die der alte Stahl einfach nicht mehr mitmacht. Gerade beim Thema Resonanz, die Dämpfer werden bei der Geschwindigkeit vermutlich auch nicht mehr so gut mitgehen wie bei 70 oder 80. Das Ganze ist sicherlich machbar, aber die Langlebigkeit des Fahrwerks wird, egal wie du es drehst und wendest, enorm darunter leiden. Ich überschlage mal ganz grob, dass der Rahmen schon nach sehr kurzer Zeit bei der Belastung bleibende Schäden erleiden wird.
Joker hat geschrieben:Gewaltig ist des Schlossers Kraft,
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon ets_g » 3. Mai 2026 11:12

Sep_Pi hat geschrieben:Moin Bedenkenträger,

jetzt mal Real-Talk zum Thema Kettenkasten – wenn wir da im 21. Jahrhundert sachlicher rangehen. Ein Kettenriss ist kein Zufall, sondern ein technisches Problem, das man mit modernem Material lösen kann. Einfach verstärkte Ketten (DIN 8187, 08 B-1) mit einer Zugfestigkeit von über 1.500 kg verbauen, was für die Last bei 100 km/h mehr als genug ist.

Der Elektronguss ist dabei eigentlich ein Vorteil! Die hohe Steifigkeit des Gehäuses stabilisiert den Kettenlauf und verhindert Schwingungen des Kettentrums. Außerdem ist die Wärmeableitung des Materials richtig gut. Die Reibungshitze bei 100 km/h wird über die Legierung abgeführt, wodurch das Schmiermittel stabil bleibt und die Kette nicht überhitzt.

Wenn man dazu das Hinterrad präzise ausrichtet, um Schiefzug zu vermeiden, ist ein Defekt fast unmöglich. Der Gusskasten ist im Grunde ein festes Führungssystem, das absolut zuverlässig läuft. Man kann die Fehlerquellen also so weit minimieren, dass ein blockierendes Hinterrad gar kein Thema mehr ist. Wer sein Material im Blick hat – und das ist obligatorisch –, fährt die 100 km/h völlig ohne Stress.

PS. Die Emojis lasse ich heute mal weg, um das alte Material nicht zu sehr zu belasten, wenn ihr versteht, was ich meine!


ist das ki generiert? klingt stark danach. du solltest nicht alles glauben was chat gpt dir erzählt.. oder zumindest mal auf plausibilität prüfen

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Ralle » 3. Mai 2026 11:25

Worüber reden wir im nächsten Abschnitt? Es ging mit Endgeschwindigkeit los und jetzt sind wir über die Federung bei Kette und Kettenkasten angekommen. Wie du schon richtig festgestellt hast leben wir im 21 Jahrhundert, deine RT wurde aber mitten im 20 Jahrhundert gebaut. Man sollte der alten Technik Respekt zollen und nicht versuchen dem alten Zeugs heutige Standards aufzuzwingen. Die Entwickler damals und in den Jahren danach waren auch nicht doof und haben sich an gewissen Stellen schon auch ihre Gedanken gemacht. Diese basierten auf Fachwissen und Langzeiterfahrungen und sollten nicht einfach so durch theoretische Blitzgedanken hinterfragt werden. Baue doch deine RT mal komplett auseinander und dann fachgerecht wieder zusammen. Dann wirst du besser verstehen warum die eben in der Großserienfertigung nicht für 100 Km/h Dauerspitzengeschwindigkeit ausgelegt war.
Du kannst natürlich mit deiner RT machen was du willst und mit etwas Glück kann das auch über Jahre ohne Probleme funktionieren.
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Mechanikus » 3. Mai 2026 11:27

Die 100 km/h sind nicht als solches das Problem für die Kette. Hier geht es vielmehr um eine Sache der Geometrie am Kettentrieb. Eine Schwinge beschreibt einen Radius um den Schwingendrehpunkt, wobei das Kettenritzel immer vor diesem Drehpunkt liegt. Dadurch ergibt sich im aus bzw. eingefederten Zustand ein Kettendurchhang. Da ist also bei richtig eingestellter Kette nur die Zugkraft (+ eventueller Beschleunigungskräfte aus der Federung) in Kettenrichtung wirksam.
Anders jedoch bei Geradewegfederung. Da ist der maximale Kettendurchhang irgendwo im Bereich des mittleren Federwegs zu finden, in den Endlagen jedoch strafft sie sich. Je schneller nun ein Fahrzeug mit ungedämpfter(!) Geradewegfederung wird, desto heftiger flattert die Federung und erreicht durch sich aufschaukelnde Eigenschwingungen oft die Endlagen. Hier addiert sich also zur Zugkraft schlagartig in Intervallen noch die volle Federkraft aus der Hinterradfederung. Das ist schon eine deutlich höhere Belastung der Kette. Der richtige Kettendurchhang ist also eine ganz wichtige Sache, die dort immer gut zu überwachen ist. Die Wärmeableitung des Kettenkastens spielt übrigens in der Praxis keine Rolle. Da gab es in der Vergangenheit überhaupt erst Handlungsbedarf bei Fahrzeugen über 350 ccm.
Zurück zur Kette. Wahrscheinlich hast Du recht, mit einer Motocrosskette sollte das Problem in Griff zu kriegen sein. Mit einer solchen konnte ich auch das Kettenpeitschen meiner DKW ganz gut abstellen. Das ist aber nur ein Aspekt. Bei der RT ist das Fahrwerk mit Sicherheit der reglementierende Faktor. Daher meine Fragen warum unbedingt 100 km/h. Im Prinzip ist ein Starrahmen bei sportlicher Fahrweise noch besser auf der Straße zu halten als eine lustig springende Hinterradfederung. Man müßte über Zusatzdämpfer und eine gedämpfte Telegabel nachdenken. Das ufert aus. Ähnlich wie bei einer Tuning-Simme.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon rally1476 » 3. Mai 2026 11:29

Oh ein neuer Schlauberger!

Wenn ich mich nicht selbst deswegen auf die Fresse gepackt hätte würde ich das Thema wahrscheinlich wie Du angehen.

Wenn Du alles besser weißt, bitte hier nicht um Rat fragen und Andere beschäftigen.
Mitunter brauchen Antworten auch ein wenig Zeit, welche dann hier völlig sinnlos sind.

Geh erstmal einen Beruf, am besten was im Handwerk lernen, dann erzähl was von Werkstoffeigenschaften und Zugfestigkeiten.

Wenn Du schon solche Themen anschneidest, was ist mit dynamischen Lastspitzen in ungedämpfen Antriebssystemen, was mit Bruchdehnungen, usw...

Gruß Rally
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 3. Mai 2026 11:59

:bindagegen: :abgelehnt: :bindagegen: :abgelehnt: :bindagegen: :abgelehnt: :bindagegen: :abgelehnt: :bindagegen:

Hey Jungs, wer behauptet, dass 100 km/h solo den Rahmen killen, hat die Basisphysik der 9. Klasse nicht auf dem Schirm. Die kinetische Energie E_{kin} = \frac{1}{2} m v^2 steigt zwar quadratisch mit der Geschwindigkeit, aber die Masse zählt linear dagegen. Rechnet man das kurz durch, ist eine Solo-Fahrt bei 100 km/h energetisch fast dasselbe wie eine Tour mit Sozius bei 70 km/h. Die Belastung liegt also voll im Bereich dessen, was die Kiste ab Werk im Zweipersonenbetrieb wegstecken musste.

Wer bei der RT jetzt mit dynamischen Lastspitzen oder Bruchdehnung kommt, verwechselt Werkstoffkunde mit Bauchgefühl. Das System ist durch Reifen und Kette mechanisch tiefpassgefiltert – von „ungedämpft“ kann bei 100 km/h keine Rede sein. Entscheidend ist die Spannungsamplitude, und die ist solo massiv geringer als bei jeder legalen Sozius-Fahrt. Die Wöhler-Kurve lügt nicht! Der Rahmen stirbt an Masse-Überlastung, nicht an der Frequenz.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon rally1476 » 3. Mai 2026 12:07

Du merkst echt keinen Meter oder?

Ich schlage vor das Du woanders spielen gehen solltest.
Hier bin ich jedenfalls raus.

Gruß Rally
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Galilool » 3. Mai 2026 12:18

Wenn hier nur noch mit KI geschrieben wird, steig ich ebenfalls aus. Hab keine Energie gegen einen elektronischen Lügenbold zu argumentieren.
Joker hat geschrieben:Gewaltig ist des Schlossers Kraft,
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Mechanikus » 3. Mai 2026 12:57

Sep_Pi hat geschrieben:
Das System ist durch Reifen und Kette mechanisch tiefpassgefiltert – von „ungedämpft“ kann bei 100 km/h keine Rede sein. Entscheidend ist die Spannungsamplitude, und die ist solo massiv geringer als bei jeder legalen Sozius-Fahrt. Die Wöhler-Kurve lügt nicht! Der Rahmen stirbt an Masse-Überlastung, nicht an der Frequenz.

PS. Mit der Kette habt ihr angefangen... Ich will nur hundert fahren...


Da hast Du tatsächlich nicht ganz unrecht. Über den ersten Teil Deines Beitrages schweigen wir aber mal lieber.
Es ist jedoch für jeden erfahrenen Motorrad-fahrer/bastler/konstrukteur nicht zu übersehen, daß Deine Ansichten euphorisch bis sorglos auf unbedingte Machbarkeit Deines Ziels formuliert sind. Dir fehlt noch jede Erfahrung, bitte nimm mir das nicht übel, es ist positiv gemeint. Mit dieser Ausgangssituation hast Du den Vorteil, durch unkonventionelles Denken Lösungen zu finden, auf die wir nicht gekommen wären. Jedoch darfst Du nicht den Fehler machen alles ausprobieren zu wollen, was andere schon lange herausgefunden haben. Dann wirst Du nämlich nicht fertig.
Wenn Du dich in die Aufgabe reinknieen willst, hast Du ein Projekt. Dabei werden Dich ganz viele hier unterstützen. Das Problem, das die Leute gerade mit Dir haben ist, daß Du ihre Erfahrungen ignorierst. Aber wie gesagt, Du kannst es gerne allen beweisen, sie werden Dir sogar dabei helfen. Dazu mußt Du eins nach dem anderen der genannten Probleme angehen. Am Ende hast auch Du dann die Erfahrung, die man im Umgang mit Fahrzeugen einer vergangenen Epoche braucht.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 3. Mai 2026 14:46

RT-Tilo hat geschrieben:
rally1476 hat geschrieben:Moin,
wenn man unachtsam beim Ausbau ist, kann man sich dabei auch verletzen.
Schließlich baut man ein unter Spannung stehendes Federsystem aus.

auch der Gleitstabausbau ist nicht ohne ... geht NUR nach oben raus ! Hab mir dafür extra einen Ausschlagdorn gedreht,
den man oben reindrehen kann und dann von unten an eine 8x80x80 mm Metallplatte schlagen kann, um den Stab nach
oben auszuziehen. Viele Helden versuchen, den Stab nach unten herauszuschlagen ... da ist aber der Bund angedreht ... :wink:
Naja ... er wird es schon machen ... zur Not hier fragen ... ohne 1000 Emojis :biggrin:


Hi RT-Tilo, hi RT Opa,

vielen Dank für den Tipp! Das heißt für mich, dass ich die Hinterradfederung nicht mal eben im Vorbeigehen mache, sondern daraus ein kleines Projekt wird.

@all: Meine Lernkurve beginnt jetzt ... und sie wird eine andere sein. ;D

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon schrauberschorsch » 3. Mai 2026 16:33

Wenn ich mich klein mache, fährt mein RT Tacho 90. Nach Einbau der neuen Tachowelle waren es 110 kurz bevor der Tacho den Geist aufgegeben hat. :shock: Bei 90 dreht sich der Motor akustisch tot und man merkt deutlich, dass der Rahmen von der Verwendung und der Fahrstabilität am Limit ist, von den Bremsen mal zu schweigen.

Ich würde mir das gut überlegen mit den 100 km/h. Die RT hatte ein Leben vor Dir, hat Mangelwirtschaft und vielleicht auch unwissende Grobschlosserei kurz nach der Wende überstanden. Eine RT ist ein treues Wesen, wenn man sie respektiert wie sie ist. Ich bin mit meiner inzwischen ca. 13tkm gefahren und schätze daran gerade, dass sie nicht die schnellste ist...sie stammt halt aus einer Zeit, wo Mobilität sich nicht darauf reduziert, zügig von A nach B zu kommen.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT Opa » 3. Mai 2026 16:56

Na obs die bremsen an einer/3 nicht bringen bezweifle ich mal sehr stark.
Anders wäre es ein halbnabe.
Schmierige Finger sind keine Schande sondern nur ein Ergebnis.

Eine RT ist perfekt wenn sie dir ein lächeln beim Fahren ins Gesicht zaubert

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 3. Mai 2026 17:07

RT Opa hat geschrieben:Na obs die bremsen an einer/3 nicht bringen bezweifle ich mal sehr stark.
Anders wäre es ein halbnabe.

:bindafür:

Ich bin mit den Bremsen eigentlich auch sehr zufrieden. Ob in Kurven oder bei hohen Geschwindigkeiten :mrgreen: – die Bremsen leisten, was sie sollen, und ich fühle mich nie unsicher. :olympia:

-- Hinzugefügt: 3. Mai 2026 18:17 --

Mechanikus hat geschrieben:
Sep_Pi hat geschrieben:
Das System ist durch Reifen und Kette mechanisch tiefpassgefiltert – von „ungedämpft“ kann bei 100 km/h keine Rede sein. Entscheidend ist die Spannungsamplitude, und die ist solo massiv geringer als bei jeder legalen Sozius-Fahrt. Die Wöhler-Kurve lügt nicht! Der Rahmen stirbt an Masse-Überlastung, nicht an der Frequenz.

PS. Mit der Kette habt ihr angefangen... Ich will nur hundert fahren...


Da hast Du tatsächlich nicht ganz unrecht. Über den ersten Teil Deines Beitrages schweigen wir aber mal lieber.
Es ist jedoch für jeden erfahrenen Motorrad-fahrer/bastler/konstrukteur nicht zu übersehen, daß Deine Ansichten euphorisch bis sorglos auf unbedingte Machbarkeit Deines Ziels formuliert sind. Dir fehlt noch jede Erfahrung, bitte nimm mir das nicht übel, es ist positiv gemeint. Mit dieser Ausgangssituation hast Du den Vorteil, durch unkonventionelles Denken Lösungen zu finden, auf die wir nicht gekommen wären. Jedoch darfst Du nicht den Fehler machen alles ausprobieren zu wollen, was andere schon lange herausgefunden haben. Dann wirst Du nämlich nicht fertig.
Wenn Du dich in die Aufgabe reinknieen willst, hast Du ein Projekt. Dabei werden Dich ganz viele hier unterstützen. Das Problem, das die Leute gerade mit Dir haben ist, daß Du ihre Erfahrungen ignorierst. Aber wie gesagt, Du kannst es gerne allen beweisen, sie werden Dir sogar dabei helfen. Dazu mußt Du eins nach dem anderen der genannten Probleme angehen. Am Ende hast auch Du dann die Erfahrung, die man im Umgang mit Fahrzeugen einer vergangenen Epoche braucht.
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon zweitakt » 3. Mai 2026 19:16

Wenn ich eine schnelle RT würde haben wollen würde ich einen TS-Motor einbauen, TS-Naben verwenden und mich dann ganz intensiv mit dem Fahrgestell befassen.
Ich persönlich würde mir da lieber eine TS250 kaufen.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 3. Mai 2026 22:03

Mechanikus hat geschrieben:Die 100 km/h sind nicht als solches das Problem für die Kette. Hier geht es vielmehr um eine Sache der Geometrie am Kettentrieb. Eine Schwinge beschreibt einen Radius um den Schwingendrehpunkt, wobei das Kettenritzel immer vor diesem Drehpunkt liegt. Dadurch ergibt sich im aus bzw. eingefederten Zustand ein Kettendurchhang. Da ist also bei richtig eingestellter Kette nur die Zugkraft (+ eventueller Beschleunigungskräfte aus der Federung) in Kettenrichtung wirksam.
Anders jedoch bei Geradewegfederung. Da ist der maximale Kettendurchhang irgendwo im Bereich des mittleren Federwegs zu finden, in den Endlagen jedoch strafft sie sich. Je schneller nun ein Fahrzeug mit ungedämpfter(!) Geradewegfederung wird, desto heftiger flattert die Federung und erreicht durch sich aufschaukelnde Eigenschwingungen oft die Endlagen. Hier addiert sich also zur Zugkraft schlagartig in Intervallen noch die volle Federkraft aus der Hinterradfederung. Das ist schon eine deutlich höhere Belastung der Kette. Der richtige Kettendurchhang ist also eine ganz wichtige Sache, die dort immer gut zu überwachen ist. Die Wärmeableitung des Kettenkastens spielt übrigens in der Praxis keine Rolle. Da gab es in der Vergangenheit überhaupt erst Handlungsbedarf bei Fahrzeugen über 350 ccm.
Zurück zur Kette. Wahrscheinlich hast Du recht, mit einer Motocrosskette sollte das Problem in Griff zu kriegen sein. Mit einer solchen konnte ich auch das Kettenpeitschen meiner DKW ganz gut abstellen. Das ist aber nur ein Aspekt. Bei der RT ist das Fahrwerk mit Sicherheit der reglementierende Faktor. Daher meine Fragen warum unbedingt 100 km/h. Im Prinzip ist ein Starrahmen bei sportlicher Fahrweise noch besser auf der Straße zu halten als eine lustig springende Hinterradfederung. Man müßte über Zusatzdämpfer und eine gedämpfte Telegabel nachdenken. Das ufert aus. Ähnlich wie bei einer Tuning-Simme.



Hi,

den Tipp mit dem Kettendurchhang nehme ich gerne mit – vielen Dank dafür! :respekt: :respekt: :respekt: :respekt:

Die 100 km/h sind eigentlich nur so das Ziel – es geht mir nicht darum, die Kiste zu schrotten. Und in irgendein Loch muss ich ja mein ganzes Geld stecken.

Mir kommt zugute, dass der Asphalt im 21. Jahrhundert schön glatt ist. Bei einer funktionierenden Federung ist also kein Aufschlagen wie in den 50er-Jahren zu erwarten.

Und für alle, die in der 9. Klasse öfters Kreide holen waren, hier ein Auszug aus dem „Lügentafelwerk“:

Kinetische Energie E_kin
Sozius-Betrieb (Referenz): m = 250kg, v = 80km/h = 22,2 m/s
E_kin = 0,5 * 250 * 22,2^2 = 61.6 Joule


Solo-Betrieb (Projekt): m = 190 kg, v = 100 km/h = 27,8 m/s

E_kin = 0,5 * 190 * 27,8^2 = 73.4 Joule

:oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops:

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Ralle » 4. Mai 2026 07:20

Ich verabschiede mich dann mal aus diesem Thread, hier benötigt niemand ernsthaft Hilfe und ich wollte sowieso gerade im Forenkeller Kreide holen. Vielleicht tuen wir gut daran uns dort im Keller zu treffen und unsere Freizeit sinnvoller zu verbringen :yau:
Kleine Anleitung, wie man das Zündschloss einer RT überprüft

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT-Tilo » 4. Mai 2026 08:12

ich komm mit ! :gespannt:
man liest sich - Gruß Tilo Bild

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* Gründungsmitglied im GKV - Granseer Krawattenträgerverein
* Mitglied im Bergbau-Technik-Park e.V. ⚒️


* RT-Liste-597 * RT-Telegabelhilfe * RT-Gruppe * AWO-Rubrik * SR 2 - Freunde * ZÜNDAPP Rekord 200

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Harzracer » 4. Mai 2026 11:00

Hallo,
hier eine kleine Erfahrung von mir.

Ich habe an meiner RT auch etwas die Leistung erhöht.

Thema Kette, hier habe ich wie schön erwähnt eine verstärkte 420 Regina Kette verbaut. Kosten nicht viel und halten dann auch.
Thema Motor, hier ist der ES Motor mit Nadellager verbaut. Dort verrichtet ein von RPT bearbeiteter 150ccm Schmalrippe seine Arbeit.
Motor wurde natürlich vorher komplett revidiert und alle verschlissenen Teile ausgetauscht. Es ist die breite Simplex von der ES verbaut. Eine Duplex liegt aber noch bereit,falls diese daran scheitert. Ebenfalls musste ich die Vorspannung der Feder mit einer U Scheibe unter dieser erhöhen. Verbaut ist eine Vape.
Thema Vergaser, dort ist der BVF 24mm Seitenschwimmer verbaut. Hier ging es mir auch Datum die alte Optik beizubehalten.
Thema Luftfilter, der Vergaser benötigt einen 40mm Anschluss, weshalb ich an einen "kaputten" origanlen Luftfilter die Aufnahme umgeschweißt habe.
Thema Auspuff, hier hab ich noch eine Baustelle offen. Aktuell ist eine ES Nachbau Zigarre verbaut, diese schluckt aber ordentlich Leistung. Hier bin ich bereits dran wir das in Serienoptik zu bauen. Entweder Umbau auf verstellbaren Kegel oder einmal eine ES 175 Zigarre testen. Letzteres erweist es sich schwierig was zu bekommen.
Thema Ritzel, hier ist durch die Großen Räder und der geschuldeten
Langen Sekundärübersetzung das 14 Ritzel ein Kompromiss.

vmax auf der geraden sind 90kmh drin. Alles mehr nur bergab.

Da ich mit meiner holden Dame gern mal Eisessen fahre, komm ich mit dem 3 Gang auch immer super zurecht. Reisegeschwindigkeit von 60-80 kmh sind immer drin.

Was ich noch vorhabe und wo Leistung versteckt ist.
Wie schon erwähnt ist der Auspuff sehr schlecht. Und ich habe mir noch ein 26mm Seitenschwimmer von der ES 175 besorgt. Dieser ist nämlich baugleich mit dem 24mm Vergaser.

Grüße

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 4. Mai 2026 20:33

:flower: :flower: :flower: :flower: :flower: :flower: :flower: :flower: :flower: :flower: :flower:

Rede!

Das mit den Vergasern hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm! Richtig netter Tipp.

Das Problem wird nur sein, an das Zeug ranzukommen. Der 24er und der 28,5er sind, wie es aussieht, nicht so leicht zu bekommen.

... mehr Luft, originale Optik - cooler Move! :musik: :musik:

Danke - ich berichte.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Mechanikus » 4. Mai 2026 20:54

Die 24er Vergaser sind original am Berliner Roller und wohl auch am Troll und der Schmalrippen ES verbaut gewesen. Die sind eigentlich recht leicht zu bekommen. Auf allen Teilemärkten, die ich die letzte Zeit besucht habe, gab es mehrere.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 4. Mai 2026 21:33

..wer googeln kann, ist klar im Vorteil... :zisch: :zisch: :zisch: :zisch: :zisch:

Die 24er gibt es... :tanz: :tanz: :tanz: :tanz: :tanz: :tanz: :tanz: :tanz:


Wisst ihr, ob bei denen ein Tupfer oder der Deckel mit Tupfer passt?

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 8. Mai 2026 19:40

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Iklaf » 9. Mai 2026 09:34

Harzracer hat geschrieben:Hallo,
hier eine kleine Erfahrung von mir.

Ich habe an meiner RT auch etwas die Leistung erhöht.

Thema Kette, hier habe ich wie schön erwähnt eine verstärkte 420 Regina Kette verbaut. Kosten nicht viel und halten dann auch.
Thema Motor, hier ist der ES Motor mit Nadellager verbaut. Dort verrichtet ein von RPT bearbeiteter 150ccm Schmalrippe seine Arbeit.
Motor wurde natürlich vorher komplett revidiert und alle verschlissenen Teile ausgetauscht. Es ist die breite Simplex von der ES verbaut. Eine Duplex liegt aber noch bereit,falls diese daran scheitert. Ebenfalls musste ich die Vorspannung der Feder mit einer U Scheibe unter dieser erhöhen. Verbaut ist eine Vape.
Thema Vergaser, dort ist der BVF 24mm Seitenschwimmer verbaut. Hier ging es mir auch Datum die alte Optik beizubehalten.
Thema Luftfilter, der Vergaser benötigt einen 40mm Anschluss, weshalb ich an einen "kaputten" origanlen Luftfilter die Aufnahme umgeschweißt habe.
Thema Auspuff, hier hab ich noch eine Baustelle offen. Aktuell ist eine ES Nachbau Zigarre verbaut, diese schluckt aber ordentlich Leistung. Hier bin ich bereits dran wir das in Serienoptik zu bauen. Entweder Umbau auf verstellbaren Kegel oder einmal eine ES 175 Zigarre testen. Letzteres erweist es sich schwierig was zu bekommen.
Thema Ritzel, hier ist durch die Großen Räder und der geschuldeten
Langen Sekundärübersetzung das 14 Ritzel ein Kompromiss.

vmax auf der geraden sind 90kmh drin. Alles mehr nur bergab.

Da ich mit meiner holden Dame gern mal Eisessen fahre, komm ich mit dem 3 Gang auch immer super zurecht. Reisegeschwindigkeit von 60-80 kmh sind immer drin.

Was ich noch vorhabe und wo Leistung versteckt ist.
Wie schon erwähnt ist der Auspuff sehr schlecht. Und ich habe mir noch ein 26mm Seitenschwimmer von der ES 175 besorgt. Dieser ist nämlich baugleich mit dem 24mm Vergaser.

Grüße

Hallo Harzracer!
Sehr interessanter Beitrag! Was hast du für einen 24er Vergaser verbaut? Ein Rund-oder Flachschieber? In diesen Vergasern sind ja im Bereich der Gasschieber noch die Luftschieber drin. Bei den RT Vergasern sind ja keine Luftschieber vorhanden bzw. verbaut. Wie hast du das gelöst? Hast du den Luftschieber einfach weggelassen oder doch dran gelassen und extra einen Hebel am Lenker verbaut wie bei der ES?
MfG Falk

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Harzracer » 9. Mai 2026 10:26

Hallo Falk,
ich habe den Rundschieber verbaut. Den Luftschieber habe ich weggelassen. Dazu habe ich im Einsatz den Ausschnitt mit Weicon Aluminium Knetmetal dicht gemacht und mit einer Feile sauber bearbeitet. Das gleiche habe ich im Deckel gemacht da mich die zweite Einstellschraube gestört hat. Somit ist das ganze Strömungsgünstig und sieht clean aus.
Ich habe mir noch ein BVF26 kn von der ES 175 besorgt, da der von außen Baugleich ist und natürlich innen 26mm hat. Den werde ich auch mal testen. Zusätzlich habe ich einen Ansaugstutzen auf 26mm aufbohren lassen. Die Querschnitt hab ich auch überprüft und bin zur Erkenntnis gekommen das man bis zu 28mm gehen könnte ohne in einer Verengung zu kommen. Das ist aber nicht sinnvoll und vollkommen drüber.

Grüße Christian
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Iklaf » 9. Mai 2026 11:51

Hallo Christian!
Vielen Dank für die Antwort,für die Infos und für die Bilder. Das klingt ja alles sehr interessant! Da hast du also den Ausschnitt vom Luftschieber im Schiebereinsatz und im Deckel wieder bündig verschlossen? Aha okay!👍 Warum hast du das Weicon Aluminium Knetmetall genommen? Hab da meine Zweifel,ob das hält? Wie lange fährst du denn schon mit diesem Umbau bzw. wieviel Kilometer hast du damit schon runter? Ich habe sowas auch geplant. Meine Vorstellung ist in Moment so: Motorgehäuse von RT/3 Viergang (kein ES Motorgehäuse!),Zylinder 150ccm Grauguss mit original Megu Kolben vom Berliner Roller (kein Schmalrippe Aluzylinder von der ES!), 24er Vergaser Flachschieber, original Luftfiltergehäuse mit 40er Anschluss. Hab in Moment den 3 Gang drinne,ist aber manchmal leider ne Quälerei. Wenn eine RT auf der geraden Strecke 90 km/h fährt,ist das meiner Meinung schon sehr,sehr gut! Mehr würde ich auch gar nicht wollen. Und das habe ich mit meinen Vorstellungen vor. Ob das was bringt, weiß ich leider nicht. Da kann ich nur probieren.
MfG Falk

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Harzracer » 9. Mai 2026 16:25

Hallo Falk,
ich fahre damit schon 3000 Kilometer rum. Bei dem Knetmetal musst du dir keine Sorgen. Hab ich aus Empfehlungen von JW Sport genommen. Ist eine Größe neben RZT, Langtuning etc., das halt sehr gut. Keine Probleme damit. Nimm das also auch ruhig. Ist Benzin und Ölbeständig.

Bei deinem Vorhaben habe ich paar Anmerkungen. Grundsätzlich kannst du das natürlich machen.
Wenn du den Zylinder nicht weiter bearbeiten lässt wirst du kaum Mehrleistung erwarten können. Schau dir dazu einfach die Kurven vom Berliner Roller und der letzten RT.
Dann sehe ich aber kein Problem mit dem Setup.

Solltest du den bearbeiten wollen, um da 2ps oder mehr und entsprechendes Drehmoment zu erhöhen, dann würde ich mit dem RT Motor vorsichtig sein. Der ist wirklich nicht für 10ps ausgelegt. Das fängt von der Kurbelwelle an, geht über die Kupplungswelle und die Kupplung weiter. Dazu ist der Gusszylinder thermisch voll an der nutzbaren Grenz. Das würde schnell eine Materialschlacht werden.
Zumindest ist das nach meinen technischen Verständnis die Thematik dahinter.

Was ich noch gemacht habe, ich habe den Zylinder mit Hitzebeständigen schwarzen Lack lackiert. Dann ist man auch näher an der Gussoptik. Sieht man auf meinem Bild nicht so gut.

Falls du da noch was genaueres wissen möchtest, dann sag bescheid.

Grüße Christian

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