RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Motor, Antrieb, Vergaser, Getriebe.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT-Tilo » 23. Mai 2026 21:39

Sep_Pi hat geschrieben:... na dann mal raus mit der Sprache ... anstatt immer nur um den heißen Brei herumzureden. ... Was sind denn die Kniffe, die dir gezeigt wurden? ...


Ich glaube, daß ich Einer bin, der nie um den heißen Brei redet, die Ansätze zu den Optimierungen, haben einige, vor meiner Wenigkeit, bereits erwähnt, siehe auch die Posts von Flotter Dreier, RT-Claus, Mechanikus usw. ohne eine vollständige Liste derer zu nennen. Alle Techniken hier zu nennen (egal von wem) würde sicherlich den Rahmen sprengen. Oft steckt eine komplette Ausbildung als Mechaniker, KFZ-Fachmann oder Motorenschlosser und jahrzehnte lange Erfahrungen in diesem Gebiet dahinter. Ich denke mal, daß dir dazu auch die technischen Voraussetzungen, sowie Know How fehlen ... ohne dir zu nahe zu treten. Wenn ich dir als alter Mechanikersack raten darf ... lies dich ein, sammle Erfahrungen und lerne ... das ist sicher ein etwas langer Weg ... klar. Mit Hau ruck, Kerzenwechsel, Düsenlotto und bissel am Auspuff spielen, usw. dürfte es, meiner bescheidenen Meinung nach schwierig werden. Hier sind Einige im Forum mit geballtem Wissen UND den technischen Möglichkeiten, um dir weiter zu helfen.
Soviel zum heißen Brei von mir ... :wink:
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » 23. Mai 2026 21:50

... den Kram habe ich, mit Verlaub, jetzt schon 1000-mal gelesen.

... und dann frage ich euch: Was wollt ihr bitte jetzt von mir wissen, der ich 50 Jahre jünger bin als ihr – von einem Moped von 1960? Das ist maximal lost!

:schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf:

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT-Tilo » Gestern 08:51

Vielleicht fängst du mit dem alten "Kram" erstmal an zu arbeiten, da es die ungefähren Grundlagen für die Sachen sind, die du ja vorzuhaben scheinst. :wink: Ich lehn mich jetzt mal zurück und lese interessiert hier mit ... hab für meine Begriffe erstmal genug geschrieben. 8)
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon fuerdieenkel » Gestern 09:41

...und ich dachte bisher, nur die alten Säcke wissen nicht wie man sich im www bewegt und benimmt.
Gibt es in diesem Forum eigentlich eine ignore-Funktion?
beste Grüße

Karsten

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon seife » Gestern 09:42

ja.
Gruß, Stefan

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Kai2014 » Gestern 09:58

Wo?

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » Gestern 10:03

Hallo zusammen,

im nächsten Schritt bin ich jetzt dabei, einen BVF 24 einzubauen.

Den Vergaser habe ich mir schon besorgt – ganz schön taff das Teil!

Beim Luftfilter bin ich allerdings noch auf der Suche. Es gibt zwar Luftfilter mit einem Anschlussdurchmesser von 40 mm, meine Idee ist es aber, diesen zusätzlich in das originale Gehäuse der RT/3 – also in den Ansauggeräuschdämpfer – zu basteln. Dazu muss natürlich der Außendurchmesser des Luftfilters exakt passen.

Das sind so meine Gedanken. Falls jemand von euch so etwas schon mal umgesetzt hat, wäre ich für ein Feedback oder eure Erfahrungen sehr dankbar!

Grüße und schöne Pfingsten,
euer Sep-Pi
:knuddel: :bussi: :knuddel: :bussi: :knuddel: :bussi: :knuddel: :bussi: :knuddel: :bussi:
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Mechanikus » Gestern 10:51

Für die angestrebte höhere Luftmenge bei Vollast muß alles weg, was irgendwie dem Luftstrom im Wege steht bzw. für Verwirblungen sorgt. Dazu zählt natürlich in allererster Linie der Ansauggeräuschdämpfer. Auch so ein Filter mit verschließbarer Blende ist ungünstig. Am besten geeignet wäre hier einer ohne Blende wie die für AWO und DKW. Statt der Drosselblende hast Du ja dann den Luftschieber.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Mzfahrer 93 » Gestern 11:05

Original ausschauen und Tuning sind oft ein schwieriger Kompromiss

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon seife » Gestern 13:49

Kai2014 hat geschrieben:Wo?

Auf das Benutzerprofil klicken, dort "zu den ignorierten Mitgliedern hinzufügen".
Gruß, Stefan

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » Gestern 13:50

Kurzes Update:

Ich bin heute mal 80 km/h geblasen. Das Kerzenbild sieht wie unten abgebildet aus.
• Hauptdüse: 95
• Elektrodenabstand: 0,6 mm
• Der Krümmer zeigt keinerlei Verfärbungen.

Wenn ich im 4. Gang bei Halbgas um die 50 km/h fahre oder untertourig eine Steigung hochfahre und dabei das Gas voll aufdrehe, kommt es zu so einem Stottern.
Wisst ihr, was das sein kann?
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT-Tilo » Gestern 16:16

Mechanikus hat geschrieben:Für die angestrebte höhere Luftmenge bei Vollast muß alles weg, was irgendwie dem Luftstrom im Wege steht bzw. für Verwirblungen sorgt. Dazu zählt natürlich in allererster Linie der Ansauggeräuschdämpfer. Auch so ein Filter mit verschließbarer Blende ist ungünstig. Am besten geeignet wäre hier einer ohne Blende wie die für AWO und DKW. Statt der Drosselblende hast Du ja dann den Luftschieber.


:wink: soviel zu altem Kram Falk ... :mrgreen:

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Der dresdner007 » Gestern 18:52

Sep_Pi hat geschrieben:
Wenn ich im 4. Gang bei Halbgas um die 50 km/h fahre oder untertourig eine Steigung hochfahre und dabei das Gas voll aufdrehe, kommt es zu so einem Stottern.
Wisst ihr, was das sein kann?


Meine bescheidene Meinung:
Verbrennungsaussetzer, da kein/Kaum Zündfähiges Gemisch vorhanden:
Untertourig+hohe Last (Bergauf)+ Plötzlich Vollgas= Plötzlicher Luftüberschuss.

Ich kenne deine Definition von "Untertourig" und "Gas Voll aufdrehen" nicht, aber wenn das so extrem ist, wie ich es mir gerade Vorstelle, und leider auch schon bei gleich alten Bekannten erlebt habe, dann wird sich das nicht oder nur schwierig beheben lassen.
Egal ob ich das jetzt bei meiner DKW, 125er ES oder AWO probieren würde, die würden alle ab einem bestimmten Punkt gleichermaßen Reagieren :bindagegen:
Wie gesagt, alles darauf abgezielt das die Vergaßereinstellung passen und es wirklich einfach eine Betriebssituation ist bei welcher stumpfes Vollgasgeben Konstruktionsbedingt nicht wirklich Zielführend ist.

viele Grüße Richard

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Kai2014 » Gestern 19:25

Da du allwissend bist, verstehe ich die Frage nicht.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon daniman » Gestern 21:03

seife hat geschrieben:
Kai2014 hat geschrieben:Wo?

Auf das Benutzerprofil klicken, dort "zu den ignorierten Mitgliedern hinzufügen".

Premiere, seit 19 Jahren dabei, das erste Mal benutzt. :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :mrgreen:
Grüße
Jürgen

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » Gestern 21:48

Na ihr seid mir ja ein paar Mäuse. :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt:

Tja, das wird wohl jetzt die Kunst werden, den Grat zwischen Original und die Pace bis ins Unermessliche zu steigern. :runningdog: :runningdog: :runningdog: :runningdog:

Ich bin auf 900 mm² gekommen, die am BVF 24 an Fläche für die Luft zur Verfügung stehen sollten.

Schon mal vielen Dank für die Tipps und die Einblicke! :augenauf: :lol: :lol: :augenauf:

Eine große Hauptdüse werde ich wohl auch mal testen; vielleicht versuche ich es morgen mal mit einer 100er oder einer 105er.

Wie macht ihr das dann eigentlich mit dem Choke bei den Luftfiltern ohne Luftschieber? Ich wollte am Vergaser, wie von Harzracer beschrieben, den Anschluss für den Bowdenzug dichtmachen. Das wird ja noch spannend.

Ach so, Kai2014 und daniman, wie können wir euch denn weiterhelfen?

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Mechanikus » Gestern 23:01

Wenn man bei niedriger Drehzahl das Gas aufreißt, merkt man plötzlich, was in den folgenden 65 Jahren Motorenentwicklung unter anderem passiert ist. Das können die alten Motoren nicht. Dabei verschluckt sich fast jeder Motor. Früher gab es immer den Hinweis "Das Gas wird aufgezogen, nicht aufgerissen".

Wie kommst Du auf die 900 mm2? Das ist das Doppelte des Vergaserquerschnitts. Sicher, vor dem Einlauftrichter muß es deutlich mehr sein, das Doppelte mindestens. Wenn's reicht.

Wenn Du am 22er Vergaser eine größere Düse verwenden willst, mußt Du den Luftfilter ganz abbauen, sonst überfettet das Gemisch. Vermutlich wirst Du auch die Nadel etwas höher hängen müssen. Auf die Dauer nimmt das der Motor aber übel, wegen des Straßenstaubs, der das Aggregat schleichend von innen zerstört.

Ein Luftfilter ohne Blende bedingt einen Vergaser mit Luftschieber. Notfalls geht es sicher auch ohne, man hat ja noch den Tupfer, aber warum willst Du den Luftschieber unbedingt einsparen? Das Ding ist ne feine Sache. Wenn er aufgezogen ist, stört er in keiner Weise die Strömung im Vergaser. Warum also ausbauen?

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT-Tilo » Heute 09:28

genau DAS meinte ich mit Fachwissen ... @ junger Freund Sep_pi ... :wink:

PS: bei meinem RT-Motor-Tuning stand mir damals übrigens ein erfahrener Motoreningeneur von Dressel-Tuning, mit seinem Maschinenpark und Wissen zur Seite, der früher Zweitakter für Rennen scharf gemacht hat. 8)
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » Heute 15:52

Dem Ingenieur ist nichts zu schwör. :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D

Dann wollen wir den Zauber mal versuchen aufzudecken – und zwar mit dem Tafelwerk.

Die Frage ist, warum benötigen wir einen Luftfilter mit einem Durchmesser von 100 mm?

Meine Überlegung:
Bei 100 Umdrehungen pro Sekunde und 150 ccm ergibt das ein Ansaugvolumen von 15 Litern pro Sekunde.

Jetzt habe ich mal gelesen, dass die ideale Strömungsgeschwindigkeit im Vergaser bei ca. 30 m/s liegt (habe ich gegoogelt).
Das heißt, für den 24er. v = V/A = 33 m/s -> passt also.

Neu ist für mich, dass das Öl im Nassfilter bei einer zu hohen Strömungsgeschwindigkeit abreißen kann und die maximale Strömungsgeschwindigkeit im Nassfilter bei 4 m/s liegen sollte.

Ok, das bedeutet für die Kontinuitätsgleichung aus den Tafelwerk: A1 * v1 = A2 *v2; A2 = 452 mm² (BVF 24); v2 = 33 m/s; v1 = 4 m/s
ergibt A1 = 3729 mm²
Das würde einen Durchmesser für den Luftfilter von ca. 70 mm ergeben.

Jetzt kommen natürlich noch die Filtermatte und Kantenübergänge mit dazu. Für den Verlust würde ich einen Wert von 0,5 ansetzen.
A = 3729mm² / 0,5 = 7458 mm² – das entspricht einem Gesamtdurchmesser von ca. 98 mm (also rund 100 mm).

:D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Schandauer » Heute 16:51

:biggthumpup:
Jetzt fall ich ja vom Glauben ab. :D
Coole Gedankengänge für einen 15-Jährigen.
Wie du die RT auf 100 KmH bringen kannst.......?
Ich habe noch einen 350 ccm IZH49 Motor rumstehen.
Steck den da rein und ab geht die Luzie (also nicht die Luzie hier aus dem Forum) sondern die von der Post!
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon RT-Tilo » vor 59 Minuten

nur so als Tip ... vielleicht solltest du dich NICHT NUR am Luftfilter festbeißen ... :wink:
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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Mechanikus » vor 19 Minuten

Sep_Pi hat geschrieben:Dem Ingenieur ist nichts zu schwör. :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D

Dann wollen wir den Zauber mal versuchen aufzudecken – und zwar mit dem Tafelwerk.

Die Frage ist, warum benötigen wir einen Luftfilter mit einem Durchmesser von 100 mm?

Meine Überlegung:
Bei 100 Umdrehungen pro Sekunde und 150 ccm ergibt das ein Ansaugvolumen von 15 Litern pro Sekunde.

Jetzt habe ich mal gelesen, dass die ideale Strömungsgeschwindigkeit im Vergaser bei ca. 30 m/s liegt (habe ich gegoogelt).
Das heißt, für den 24er. v = V/A = 33 m/s -> passt also.

Neu ist für mich, dass das Öl im Nassfilter bei einer zu hohen Strömungsgeschwindigkeit abreißen kann und die maximale Strömungsgeschwindigkeit im Nassfilter bei 4 m/s liegen sollte.

Ok, das bedeutet für die Kontinuitätsgleichung aus den Tafelwerk: A1 * v1 = A2 *v2; A2 = 452 mm² (BVF 24); v2 = 33 m/s; v1 = 4 m/s
ergibt A1 = 3729 mm²
Das würde einen Durchmesser für den Luftfilter von ca. 70 mm ergeben.

Jetzt kommen natürlich noch die Filtermatte und Kantenübergänge mit dazu. Für den Verlust würde ich einen Wert von 0,5 ansetzen.
A = 3729mm² / 0,5 = 7458 mm² – das entspricht einem Gesamtdurchmesser von ca. 98 mm (also rund 100 mm).

:D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D


Ich freue mich wirklich sehr, daß Du versuchst mit wissenschaftlichen Methoden das Problem auseinanderzunehmen. Witzig ist, daß das Ergebnis sogar weitgehend stimmt, schließlich sind die zeitgenössischen Luftfilter alle in etwa 100 bis 130 mm im Durchmesser. Allerdings spielte damals eine deutlich höhere Komponente Empirie bei der Ermittlung der Größe dieser Teile mit. Man war sich beispielsweise nicht zu fein, einen Luftfilter derselben Größe auch bei einer 350er dranzubasteln.
Aber der Reihe nach: Deine Rechnung ist cool. Da hast Du Dir was dabei überlegt. Sie wurde und wird auch angewandt, spiegelt aber für Gas- und Dampfmaschinen den Kenntnisstand von etwa 1845 wieder. Die einfache Formel: "Hubraum entspricht dem Volumen des transportierten Mediums" funktioniert leider nur bei völlig inkompressiblen Medien, also Wasser oder Öl oder Marmelade usw.. Im Zweitaktmotor läuft die Sache völlig anders ab. Richtig ist, daß es sich bei Motoren auch mehr oder weniger um eine Pumpe handelt, die im großen Maßstab Luft pumpt (um sie anschließend einem Verbrennungsvorgang zuzuführen).
Der Hubraum ist auch entscheidend dafür, wieviel Luft überhaupt angesaugt werden kann, ABER: Man kann nicht einfach das volle Hubvolumen annehmen. Für den Saugtakt gilt beim Zweitakter: Wirksamer Hub = geometrischer Hub minus Höhe des Ansaugkanals, was das mögliche Pumpvolumen des Motors signifikant herabsetzt. Das ist aber nicht annähernd die ganze Wahrheit. Diese Überlegung gilt für niedrige Drehzahlen, wo eine solch statische Betrachtungsweise noch zulässig ist, da sich das Gas bei niedrigen Geschwindigkeiten noch ähnlich einer Flüssigkeit verhält. Mit steigender Drehzahl sieht die Sache vollkommen anders aus. Spätestens ab der Drehzahl, bei der allmählich der Resonanzeffekt des Auspuffs einsetzt, kommt die für uns hier wichtige Sogwirkung des Einlaufkonusses des Auspuffs ins Spiel. Die setzt sich, je höher die Drehzahl, desto stärker, bis ins Kurbelgehäuse fort. Wie stark explizit, hängt sehr von den Steuerzeiten der Maschine und vom verwendeten Auspuff ab. Plötzlich ist der Motor in der Lage, eine höhere Luftmenge anzusaugen, als es ihm rein vom Hubvolumen her möglich wäre (Nebeneffekt der nicht zu Unrecht so genannten Resonanzaufladung).
Kurz und gut: Man muß es probieren. Ein größerer Filter ist nie ein Fehler.
Sicher, der Ölfilm kann irgendwann bei zu hoher Strömungsgeschwindigkeit abreißen. Mit einem äußert unangenehmen Nebeneffekt: Der bis dahin gesammelte Dreck, der in den Maschen des Siebes gesammelt wurde, wird beim Abriß des Ölfilms direkt in Form von ganzen Batzen in den Motor gesaugt. Also so in etwa das Gegenteil von dem, was man mit dem Einbau eines Filters erreichen wollte.

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Re: RT 125/3 auf 100 km/h bringen

Beitragvon Sep_Pi » vor 9 Minuten

RT-Tilo hat geschrieben:nur so als Tip ... vielleicht solltest du dich NICHT NUR am Luftfilter festbeißen ... :wink:


Weiß Gott nicht. Ein 150-ccm-Zylinder mit angepassten Steuerzeiten, ein BVF 24, ein 100-mm-Luftfilter und ein gekürzter Krümmer – das ist das Spektrum, mit dem ich mich gerade auseinandersetze.

Wenn du vielleicht noch ein paar kleine Tipps für weitere Ansätze hättest?

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