Wiederinbetriebnahme nach 35 Jahren…

Motor, Antrieb, Vergaser, Getriebe.

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Wiederinbetriebnahme nach 35 Jahren…

Beitragvon Gundi » Gestern 20:36

Hallo zusammen,
hoffentlich rechtzeitig vor dem Forentreffen bin ich am Finalisieren meiner ES 250/2. Die Gute hat lange genug zerlegt rumgelegen. Am Donnerstag habe ich Termin bei der DEKRA zum 21er. Kennzeichenreservierung gilt bis 23.6. :wink:
Ich habe frisches Öl im Motor, den Vergaser überholt und einen neuen Unterbrecher eingebaut. 0,3mm Abstand. Motor springt gut an, der Auspuff qualmt relativ viel und beim Lastwechsel klingt es manchmal, als würde etwas anstoßen.
Also, Spaltmaß gemessen, mit Ölkohle (nicht viel) komme ich auf 0,9mm. Das sollte eigentlich 1,2mm mindestens sein. Was noch auffällt, die Zündung ist am Anschlag in Richtung früh, das ist aber geschätzt nur 1mm Frühzündung.
Lima und Nocken sehen gut aus und sitzen auch richtig in den Stiften. Fliehkraftverstellung ist schon 47 Jahre ausgebaut.
Habt Ihr ne Idee? Zum 21er wird das gehen, aber viel möchte ich so nicht fahren.
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Gruß Matthias
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Re: Wiederinbetriebnahme nach 35 Jahren…

Beitragvon Schmiddi071 » Gestern 21:49

Moin...
Spaltmaß? Ich denk du meinst das Quetschmaß zwischen Kolben und Kopf .
Hast du denn die Bleche da um das zu ändern?

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Re: Wiederinbetriebnahme nach 35 Jahren…

Beitragvon Gundi » Gestern 22:12

Hallo Schmiddi,
Ja, ich meine das Quetschmaß. Na ja, ich hab in meine Lager noch nicht durchwühlt. Könnte sein. Der erste Griff war Trabbi ☺️ Passte natürlich nicht. Könnte aber sein. Zumindest bis zum Treffen. Wenn ich die Öhlkohle abkratze, komme ich aber vielleicht auf die 1,2mm.
Dem Problem mit dem Zündzeitpunkt komme ich auf die Spur. Im Lima-Läufer erlaubt quasi jede Position des Nockens. Mehr Zufall, daß ich da eine halbwegs passende Position gefunden habe.
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Da geht was!
Gruß Matthias
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Re: Wiederinbetriebnahme nach 35 Jahren…

Beitragvon ea2873 » Heute 09:59

wie alt sind denn deine Wellendichtringe? die dürften auf jeden Fall nach 35 Jahren fällig sein.

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Re: Wiederinbetriebnahme nach 35 Jahren…

Beitragvon Gundi » Heute 10:28

Die beiden unter Lima und Kettenritzel habe ich letzten Monat schon erneuert. Der „Rest“ kommt im Winter dran. Den Motor habe ich ca. 1986 zuletzt überholt. Heute kommt die Tachowelle, wenn DHL mitspielt und morgen gehts zur 21er.
Gruß Matthias

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Re: Wiederinbetriebnahme nach 35 Jahren…

Beitragvon Lorchen » Heute 13:52

Gerade der "Rest", also die innenliegenden Dichtringe sind die entscheidenden.
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Re: Wiederinbetriebnahme nach 35 Jahren…

Beitragvon Gundi » Heute 14:18

Schon klar, das ist aber bis kommende Woche nicht zu schaffen. Ich hoffe, ich schaffe es auch so damit bis Schöna (und auch zurück). Das ist definitiv Winterarbeit. Wenn es nicht klappt, komme ich mit der SR500... Wobei, die springt warm echt scheixx an :cry:
Gruß Matthias

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Re: Wiederinbetriebnahme nach 35 Jahren…

Beitragvon Guzzi44 » Heute 17:33

Hallo Matthias!
Eines verstehe ich nicht: Hast Du keine halbmondförmige Passfeder auf der Lima-Welle, so daß der Rotor in einer festgelegten Position auf der Kurbelwelle befestigt wird? Außerdem ist in der Rotorwelle eine Nase, daß der Nocken ebenfalls in einer Position verschraubt wird. Bei meiner ES 175 ist das jedenfalls so.
Dann frage ich mich, was der weiße Filz unter dem U-Kontakt soll. Ist der nur vorübergehend zum Reinigen angebracht?
Außerdem würde ich die vernudelten Schlitzschrauben durch Inbusschrauben ersetzen, aber das wäre einer späteren Maßnahme vorbehalten.
Dann frage ich mich, was der Meißel Hieb unterhalb des Kollektors bedeuten soll. Mit so brutalem Werkzeug geht man doch nicht der Lima zu Leibe!
Zum Schluß wünsche ich Dir, daß Du die HU bestehst.
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Re: Wiederinbetriebnahme nach 35 Jahren…

Beitragvon Gundi » vor 14 Minuten

Danke Guzzi44,
unter dem Rotor ist kein Halbmond sondern ein Paßstift. Der erfüllt aber die gleiche Funktion. KW und Rotor passen also einzigartig zusammen. Im Rotor ist, vermutlich durch eine Fehlmontage des Nockens aber diese Einzigartigkeit nicht mehr gegeben. Er (der Nocken) kann also in beliebiger Stellung montiert werden, was mir zunächst nicht auffiel. Ich nehme an, der kleine Meißelhieb war zu meiner Jugend der misslungene Versuch, das zu lösen. Untauglich, wie man sieht. Ich habe jetzt den Nocken in der halbwegs korrekten Stellung angebracht und die Zündung auf -20 Grad bei 0,35mm Unterbrecherabstand eingestellt. Funktioniert! Emme springt prima an und klingt auch soweit gut. Hab heute bei Güsi noch Distanzbleche für den Kopf bestellt. Ich hoffe, die sind lieferbar. Dann passe ich das Quetschmaß noch etwas an.
21er wird interessant. Keine Blinker (ist ne 250/2 A) und ein Seitenständer mit nur einer Feder. Zeitgemäß eben. Lt. Brief aus der DDR habe ich einen 17,5PS Motor, physisch sieht der aber nach 19 PS aus und hatte damals auch problemlos mit TS und ETZ Serie mitgehalten. Ich lasse also 19PS eintragen. Vorn ist ein 3,50 x 16 auf passender Felge drauf, steht aber auch so im Brief. Ich überlege noch, ob ich auch 3,25 x 16 zusätzlich eintragen lasse.
Happy bin ich über meine selbst eingespeichten Felgen. Laufen gut. Hier hatte ich etwas Bedenken, da so 1mm Schlag noch war.
Heute Abend noch bißchen Scheinwerfer einstellen, das sollte dann reichen für morgen.
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