Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich lösen

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Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich lösen

Beitragvon der_bastler » Gestern 10:33

Hallo,

meine ES 250/2 tropft etwas Getriebeöl ab. Nicht viel, aber an den zwei von drei Schrauben, die von unten in das Getriebe geschraubt sind, bilden sich Tropfen. Das ist der perfekte Anlass, mal das Getriebeöl zu wechseln und ein paar neue Dichtringe an den Schrauben einzusetzen!
Das Problem: Nur zwei der drei Schrauben sind Ölablassschrauben und die dritte Schraube ist zur Arretierung der Schaltung, die laut Betriebsanleitung auf keinen Fall gelöst werden soll. Aber die Öltropfen sind auch an der Schraube der Schaltarretierung! Um dort den verbauten Dichtring wechseln zu können, müsste die Schraube raus und das wird einem laut Anleitung ja gerade untersagt!
Deshalb meine Frage: Kann man die Schraube zur Schaltarretierung überhaupt entfernen und im Guten wieder einsetzen ohne das Getriebe spalten zu müssen, da sonst innen alles verrutscht? Kann man nicht einen bestimmten Gang einlegen, in dem die Schaltung nicht „auf Spannung“ (oder dergleichen) ist und dann die Schraube gefahrlos entfernen?
Zwei Fotos habe ich auch von meinem Getriebe:
Bild
Bild


Vielen Dank im Voraus!

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Re: Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich l

Beitragvon emzett » Gestern 10:38

kannst du Normal rausschrauben , da passiert nichts im Getriebe MFG Dirk

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Re: Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich l

Beitragvon Keith » Gestern 10:45

Seh ich auch so.
Getriebe in den Leerlauf und dort lassen.
Schraube raus und und mit neuer Dichtung, wieder rein.
Wenn die Feder und die Kugel aus der Schraube rausfallen, neue Schraube...
Soweit ich weiß, klemmt die Kugel am Bund der Schraube und springt normalerweise nicht raus...

Stimmt so nicht!
Feder, Kugel und Schraube sind lt.ET Liste, 3 einzelne Teile.
Grüße Keith
Zuletzt geändert von Keith am 4. August 2026 09:18, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich l

Beitragvon MrSchaf » Gestern 18:43

Die Schraube ist hohl.
Darin ist eine Feder eingesetzt.
Darüber ist eine Kugel.
Beides zusammen drückt in die Kerben der Schaltwalze.
Das ist der harte Punkt, den man beim Schalten merkt.

Es ist völlig egal wie das Getriebe gerade "steht".

Die kannst du jederzeit raus und reindrehen.

Nur auf keinen Fall die Kugel vergessen. Die "hält" die Gänge in Position.

Beim Einsetzen auf die Kugel einen Tupfer Fett. Dann fliegt die Kugel beim Einsetzen nicht gleich wieder von der Feder runter.

Wichtig... Erst die Feder in die Schraube, dann die Kugel auf die Feder.

Möglichst die Originale Schraube wiederverwenden.

Die Dichtung sollte auch nicht zu dünn sein, sonst kann die Schraube mit dem Schaft auf die Schaltwalze drücken, dann klemmt das Getriebe.
Also möglichst gleich dicke Dichtung verwenden. Vielleicht 0.1mm dicker, weil die gebrauchte Scheibe schon zusammengedrückt ist.

Die Kupferscheibe mit dem Brenner weich glühen. Dann dichtet der Kupferring besser.

Mfg Steven

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Re: Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich l

Beitragvon ertz » Gestern 19:47

Das was Keith geschrieben hat .
Zitat:
Wenn die Feder und die Kugel aus der Schraube rausfallen, neue Schraube...
Soweit ich weiß, klemmt die Kugel am Bund der Schraube und springt normalerweise nicht raus...
Zitat Ende
einfach vergessen, das ist nicht richtig !
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Re: Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich l

Beitragvon Gundi » Gestern 22:10

Kupferscheiben sollte man zum weich glühen mit dem Brenner erhitzen und in Wasser abschrecken. Nur dann sind sie weich.
Grüße Matthias

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Re: Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich l

Beitragvon Keith » Heute 09:21

Hallo ertz,
Danke für die Richtigstellung.
Grüße

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Re: Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich l

Beitragvon ertz » Heute 09:24

Noch als Tip:
Die Dichtscheiben sollten auf keinen Fall in der Höhe kleiner sein als das Original, dann klemmt es, weil die Feder keinen Weg mehr hat zu arbeiten und dann geht die Schaltung auch nicht mehr leicht. Das erkennt man daran, das nach leichtem Lösen der Schraube die Schaltung auf einmal wieder leichter geht...
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Re: Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich l

Beitragvon der_bastler » Heute 15:31

Vielen Dank!
Das mit dem Weichglühen habe ich schon einmal für Kupferdichtungen gehört.

Nur für das nächste Mal, wenn ich mir (oder vielleicht auch andere Lernwillige) diese Frage stelle: Dichtscheiben aus Aluminium benötigen die Wärmebehandlung doch nicht. Waran zu DDR-Zeiten die Dichtringe bei MZ nicht auch immer aus Aluminium? Aluminium ist doch von Haus aus weich, dichtet doch genauso gut ab und (was aber wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen wird) bewirkt keine Korrosion durch Materialkombination. Letzteres könnte bei der Kombination einer Kupferdichtung mit dem Aluminium des Getriebegehäuses eine elektrochemische Spannungsreihe darstellen. Andererseits werden Kupferdichtungen oft verwendet und niemand weint über Korrosion, weswegen dieses Argument wohl hinfällig ist. Vermutlich ist es total egal, aus welchen der beiden Materialien die Dichtung beseht. Ob aus weilchgeglühtem Kupfer oder Aluminium.

Also: Waren die Dichtungen von MZ damals aus Aluminium oder Kupfer?

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Re: Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich l

Beitragvon MrSchaf » Heute 15:32

Beides findet man.

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Re: Schraube der Schaltarretierung bei ES250/2 absichtlich l

Beitragvon ets_g » Heute 17:01

ich nehme an aus dem gleichen grund warum es aluminium stromleitungen gab. alu gab es reichlich, kupfer eher nicht

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