ETZ 150 - Ansaugweg begradigen

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ETZ 150 - Ansaugweg begradigen

Beitragvon janic74 » Gestern 14:32

ansaugstutzen.jpeg
Hallo zusammen,

beim Zylinder meiner ETZ 150 sind die Bohrungen für den Ansaugstutzen außermittig. Das führt dazu, dass die Öffnung Ansaugstutzen+Isolierflansch nicht exakt über der Ansaugöffnung des Zylinders liegt. Zylinderseitig wurde der Ansaugweg an der Stelle nachgearbeitet, so dass keine harte Kante entsteht. Ob das schon im Werk passiert ist oder nachträglich weiß ich nicht. Ich habe den Zylinder vor vielen Jahren als Tauschzylinder erhalten.

Da dieser Zylinder eine neue Chance bekommen soll, überlege ich, die Bohrungen für den Ansaugstutzen zu korrigieren. Damit soll - im Sinne des Antituning - wieder ein gerader Ansaugweg entstehen. Allerdings sind auch bei meinen zwei anderen ETZ 150 Zylindern die Öffnungen Ansaugstutzen - Zylinder nicht deckungsgleich. Und auch dort ist der Zylinder jeweils nachbearbeitet, damit keine harte Kante entsteht.

Daher meine Frage: Gibt es einen technischen Grund, dass das so gemacht wurde? Oder habe ich tatsächlich 3x ungünstige Serientoleranzen?

Anbei zwei Bilder (des gleichen Zylinders). Das rechte Bild mit aufgelegtem Isolierflansch wäre die perfekt passende Position. In diesem Fall ist auch die äußere Form des unteren Angusses am Zylinder deckungsgleich zum Isolierflansch. Andernseits ist an der Stelle, wo aktuell meine untere Bohrung ist, der Anguss am Zylinder dicker, so dass die Schraube tiefer im Material steckt.

Falls es keinen technischen Grund gibt, würdet ihr mir überhaupt zum Verschließen der alten Löcher und Neubohren raten oder kostet das Stabilität insbesondere für die untere Schraube? Gerade im Standgas schüttelt sich der Motor meiner 150er schon zum Teil ziemlich derbe.
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janic74

 
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Re: ETZ 150 - Ansaugweg begradigen

Beitragvon ea2873 » Gestern 14:36

janic74 hat geschrieben:Falls es keinen technischen Grund gibt, würdet ihr mir überhaupt zum Verschließen der alten Löcher und Neubohren raten oder kostet das Stabilität insbesondere für die untere Schraube? Gerade im Standgas schüttelt sich der Motor meiner 150er schon zum Teil ziemlich derbe.


das Schütteln dürfte damit nichts zu tun haben.
wie sollte dieses Verschließen technisch laufen? Zuschweißen und neu bohren und die Anlagefläche dann planen? Dafür brauchst du einen anständigen Maschinenpark. Die 0,25PS die du damit rausholst kannst du anders billiger haben.

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Re: ETZ 150 - Ansaugweg begradigen

Beitragvon Mechanikus » Gestern 14:48

Die Anpassungsarbeiten ab Werk waren bei MZ eher rudimentär und auch relativ rustikal. Das ist ein Grund, warum das sogenannte "Antituning"(ein völlig verfehlter Begriff für Nachtarbeiten des Serienzustandes) hier so gut funktioniert. Es ist zwar ärgerlich, daß die Gewindebohrungen am Zylinder nicht optimal gesetzt worden sind, es empfiehlt sich aber nicht, diese zu versetzen. Vielmehr ist es vermutlich günstiger, mit Handfräser und Schaber den Ansaugkanal nachzuarbeiten. Die beste Kontrolle dabei ist nach wie vor, bei aufgeschraubtem Isolierflansch mit dem Finger die Oberflächen auf Kanten, Grate usw. abzutasten.

Fuhrpark: MZ TS 150 GS-Umbau Bj 1983; DKW NZ 250 Bj. 1938; Simson S51 Umbau Bj.1980; RT 125 International Projekt; NSU Quick-Umbau Projekt Bj.1936; Trial-Projekt mit MZ-Motor; Eigenbau-Simmi mit Starrrahmen und MZ Motor; Phänomen Bob Projekt Bj.1941;DKW NZ 350/ISH Umbau Projekt
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