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 Betreff des Beitrags: Theorie der Kupplungslamelle
BeitragVerfasst: 23. Februar 2026 13:19 
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Liebe wissende Maschinenbauexperten,

ich möchte gern mein Allgemeinwissen erweitern. Wozu dient der "Hieb" auf den Kupplungslamellen?
Dateianhang:
Kuppl.jpg

Meine Vermutung,
1. zur Erhöhung der Haftreibung?
2. zum leichteren Ölabfluss zwischen den Scheiben (ähnlich wie Reifenprofil/Wasser) um einen flotteren
Kraftschluss zu erreichen?

Ist davon etwas zutreffend?

Nun bekommt man die MZ-Lamellen, die von der RT bis zur ETZ identische Maße aufwiesen problemlos als Ersatztzeil.
Schwieriger ist es schon bei den Deckscheiben, die unterscheiden sich bereits bei den RT-Typen.

Frage:

Wenn also der Hieb wichtig und die Deckscheiben schwierig zu beschaffen sind,
gibt es eine Technolgie eine spiegelglatte Fläche wie im Foto oben rechts wieder zu strukturieren?

Gruß
Lothar

PS: Um bestimmten "sachkundigen" Äußerungen vorzubeugen: Die Deckscheibe ist nicht etwa
ausgeglüht, der gelbe Farbton rührt von der Beleuchtung während der Aufnahme her. Danke.


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 Betreff des Beitrags: Re: Theorie der Kupplungslamelle
BeitragVerfasst: 23. Februar 2026 13:24 
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Meiner Meinung nach , hat diese Rändelung keine Einfluß auf irgendawas.
Es gibt bestimmt viel schlaue Leute , die ander Erfahrungen gemacht haben . Im normalfall Trennt eine Kupplung auch mit glatten Scheiben und rutscht auch nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Theorie der Kupplungslamelle
BeitragVerfasst: 23. Februar 2026 13:54 
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Tja, gute Frage. Einen Sinn möchte ich der Sache unterstellen, sonst hätte man wohl auf den Arbeitsgang verzichtet. Viele Kupplungen funktionieren allerdings auch mit glatten Scheiben, man kann es also durchaus probieren.
Ich glaube nicht, daß die Rillen dem Ölabfluß dienen. Die Rillen, die das Öl durch Zentrifugalkraft ableiten sollen sind in den Reibscheiben eingearbeitet. Ich nehme daher an, daß sie die Reibung beim Einkuppeln erhöhen sollen.
Glatte Scheiben können unproblematisch wieder aufgerändelt werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Theorie der Kupplungslamelle
BeitragVerfasst: 23. Februar 2026 17:21 
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lothar hat geschrieben:
Wozu dient der "Hieb" auf den Kupplungslamellen?

Meine Vermutung,
1. zur Erhöhung der Haftreibung?
2. zum leichteren Ölabfluss zwischen den Scheiben (ähnlich wie Reifenprofil/Wasser) um einen flotteren
Kraftschluss zu erreichen?

Ich möchte an der Entwicklung deiner Theorie teilhaben. Für den besseren Ölabfluß von innen nach außen gibt es in den Reiblamellen die Nuten (die gab es bei frühen Kupplungen noch nicht). Da sicher niemand aus Langeweile diese Prägung reingebracht hat, sie also einen Sinn haben muß, stimme ich Punkt 1 deiner Theorie mit größerer Wahrscheinlichkeit zu als dem Punkt 2. 8) :lach:


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 Betreff des Beitrags: Re: Theorie der Kupplungslamelle
BeitragVerfasst: 23. Februar 2026 17:24 
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Ich vermute das soll das zusammen kleben verhindern.
Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Theorie der Kupplungslamelle
BeitragVerfasst: 23. Februar 2026 19:24 
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Moin,
Das sagt die KI dazu:

"Die Oberfläche von Kupplungsscheiben wird gerändelt (oder profiliert), um das Anfahrverhalten zu verbessern, indem Rupfen und Ruckeln beim Einkuppeln minimiert wird. Die Rändelung erhöht die Elastizität des Belags, ermöglicht eine sanftere Kraftübertragung und hilft dabei, Abriebpartikel von der Reibfläche wegzuleiten.

Rupf-Minimierung: Die Strukturierung sorgt für ein sanfteres Eingreifen der Kupplung, was das bekannte „Rupfen“ beim Anfahren verhindert.

Belagfederung: Die Oberflächenprofilierung wirkt wie eine kleine Federung, die einen weicheren Übergang beim Einkuppeln ermöglicht.
Abriebmanagement: Gerändelte Oberflächen bieten Platz, um feinen Abrieb der Kupplungsbeläge aufzunehmen und wegzuleiten, wodurch die Reibfläche sauberer bleibt.

Zusammenfassend dient die Rändelung der Optimierung des Reibwerts und der Verbesserung des Komforts beim Anfahren."

Klingt für mich plausibel...
Gruß Harald


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 Betreff des Beitrags: Re: Theorie der Kupplungslamelle
BeitragVerfasst: 23. Februar 2026 19:47 
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Wenn wir die KI nicht hätten...
Egal, eine plausible Antwort. :top:


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 Betreff des Beitrags: Re: Theorie der Kupplungslamelle
BeitragVerfasst: 23. Februar 2026 20:18 
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Also wäre es nicht verkehrt, wenn es nicht unendlich aufwändig ist, dort eine Struktur draufzubringen.

Dabei darf sich die Decklamelle natürlich keinesfalls verziehen. Wie könnte man das machen?
Ursprünglich war ja offensichtlich kar kein "Hieb" drauf, die Oberfläche weiter innen sieht so aus,
wie man das von "gebürsteten" Flächen her kennt.

Gruß
Lothar


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 Betreff des Beitrags: Re: Theorie der Kupplungslamelle
BeitragVerfasst: 23. Februar 2026 20:56 
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Man kann das auf der Drehbank aufrändeln. Das ist kein großer Aufwand.


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 Betreff des Beitrags: Re: Theorie der Kupplungslamelle
BeitragVerfasst: 24. Februar 2026 08:06 
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Andere Mopetten, ähnliche Probleme. Ich hab bei einem ehemaligen "Sound of Singles"-Mechaniker ein paar Sachen gelernt, und mach seitdem bei größervolumigen, viertaktenden Einzylindern die Scheiben mittels Schruppfeile mit einem Querstrich rauh. Andere Leute zupfen mit Flex und einer groben Scheibe über die in der Drehbank rotierende Blechplatte einen Querstrich. Meine Theorie: Eine zu glatte Fläche kann ein unterbrochenes Aufschwimmen erzeugen, so eine Art Aquaplaning. Ist nur eine Theorie, die Aufrau(h)ung funktioniert für mich jedenfalls recht gut, und bleibt auch nach vielen hunderten Kilometern bestehen, nutzt sich also nicht (so schnell) ab.
Gruß
Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: Theorie der Kupplungslamelle
BeitragVerfasst: 24. Februar 2026 09:54 
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Ich danke für die Argumente!

Demnach ist es kein Fehler, die anteilige Fläche der Deckscheibe zu strukturieren.
Werd ich mich mal darum kümmern, bevor sie im "Inneren" verschwindet ...

Gruß
Lothar


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