Motor, Antrieb, Vergaser, Getriebe.
11. Oktober 2023 17:36
Hallo zusammen,
habe mal eine Frage zum Vergaser 28N (wahrscheinlich egal welcher).
Bei meinem ist der Gasschieber abgenutzt (klappert und klingelt) und ich habe mir einen neuen mit Übermaß bestellt.
Die Innenmaße des Vergasers sind wie folgt:
auf der einen Seite von oben quer zum Motor gesehen: unten 36,07 und oben 36,11
auf der Seite längs, also Richtung vom Ansaugtrakt Richtung Zylindereinlass: unten 36,12 und oben 36,07
Kann ich bei solchen Maßen einfach den Schieber abdrehen, oder muss der Gaser neu ausgedreht werden?
Wenn es noch ok ist, wie viel Spiel sollte der neue angepasste Schieber haben (also zwischen Gaser und Schieber)?
Danke euch!
12. Oktober 2023 00:00
Der Vergaser muss aufs Übermass ausgedreht werden. 4...5/100 sollte reichen.
12. Oktober 2023 06:43
Mmh, aber das ist ja nicht ganz so einfach, wie spannt man den Vergaser richtig Mittig in die Drehbank?
12. Oktober 2023 08:07
Ich bin selbst kein "Dreher", habe aber öfters mit einem zusammengearbeitet. Bei Arbeiten, wo das Werkstück nicht eingespannt werden konnte, gab es ein Futter in dem der Drehmeißel eingespannt wurde und das Werkstück auf dem Schlitten.
12. Oktober 2023 08:19
Ich würde ihn am Düsenstock ins Dreibackenfutter einspannen, der ist koaxial. Mit scharfem Meißel nur ein paar Hundertstel Span müßte es klappen. Aber vorher ausrichten!
12. Oktober 2023 08:35
bujatronic hat geschrieben:Ich würde ihn am Düsenstock ins Dreibackenfutter einspannen, der ist koaxial. Mit scharfem Meißel nur ein paar Hundertstel Span müßte es klappen. Aber vorher ausrichten!
Ok, das klingt gut, meine Idee wäre auch gewesen, so wenig wie möglich aus dem Gaser zu nehmen, halt nur das er richtig rund ist und dann den Übermaßschieber anpassen.
-- Hinzugefügt: 12. Oktober 2023 10:44 --Ich hoffe nur das der Düsenstock das abhält, nicht das der ganze Gaser durch die Kante fliegt.
12. Oktober 2023 12:12
Deswegen ja mein Hinweis zu den "paar Hundertstel Span" Nicht mehr! Notfalls mehrmals ausdrehen. Fall noch Zweifel bestehen, kann man ja auch eine Aufnahme aus hochfestem Stahl oder Titan anfertigen.
Zum Ausrichten: Gewinde haben immer etwas Luft (sonst würden sie ja klemmen), daher zentrieren sie nicht sicher. Ich würde die Nadeldüse außen als Richtwert nehmen.
Ist sicher eine Arbeit für einen Spezi.
12. Oktober 2023 14:42
Ok, danke. Mal schauen ob mein Nachbar mit der Drehbank da ist und was er sagt. Der Schieber ist vorhin gerade angekommen. Ich bin schon ganz aufgeregt?
14. Oktober 2023 00:15
Statt Düsenstock würde ich einen Zentrierdorn drehen, der den Aussenmaßen des Düsenstocks mit Nadeldüse entspricht.
Der hohle Düsenstock aus Messing taugt nur bedingt.
Etwas aufwändiger wäre eine Telleraufnahme mit 4 Bohrungen für die Schwimmerkammer.
Oder man schraubt den Vergaser auf eine Platte welche man in den Schraubstock einer Fräse spannt um die Schieberlauffläche sauber zentriert auszuspindeln.
14. Oktober 2023 20:25
Da ich nicht weiß wie verlinkt wird:
Re: Vergaser 30N 2 auf . . . . von 990 sm-r vom 15 Feb. `19.
Doller bebilderter Bericht und Umsetzung.
Gruß Klaus
14. Oktober 2023 22:43
Hallo Klaus, ich finde Deine Fundstelle nicht, aber ich gebe Dir dazu eine Hilfestellung:
Nachtrag: unleserlich 5. soll heißen: mit Rechtsklick einfügen - und ok (drücken)
Grüße
Gerd
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15. Oktober 2023 06:38
viewtopic.php?f=7&t=84352&p=1729651#p1729651Das?
-- Hinzugefügt: 15. Oktober 2023 06:39 --Schöne Sache. Wenn man Alu schweissen kann auch der einfachere Weg als ein Adapterflansch.
15. Oktober 2023 06:54
Und wie oft muss man da nachlöten, um das ganze zentrisch zu bekommen?
15. Oktober 2023 07:12
Es gibt mehrere Mittel und Wege sauber zu zentrieren vorm Schweissen oder erst zu schweissen, und dann abzudrehen. Man muss nur wollen. Im Schlimmsten Fall ist ein ehemals ausgelutschter Vergaser futsch, im besten Fall beginnt er ein neues Leben.
15. Oktober 2023 07:30
der garst hat geschrieben:Es gibt mehrere Mittel und Wege sauber zu zentrieren vorm Schweissen oder erst zu schweissen, und dann abzudrehen. Man muss nur wollen. Im Schlimmsten Fall ist ein ehemals ausgelutschter Vergaser futsch, im besten Fall beginnt er ein neues Leben.
Neues Leben ist immer gut. Ich habe jetzt das Innenleben zurecht gewischt. Jetzt wird ein Passteil gedreht und mit Sandpapier bestückt, soll dann zum Honen dienen, mal schauen wie es wird.
15. Oktober 2023 13:03
@ Alex = klasse gemacht, Gruß Klaus
Alex, erstes Bild !
Schweißen von den Druckgussteilen ist nicht ohne.
Ich habe da mehrere male verunstaltete Teile zurück bekommen.
Poren und Lunker, dicker Auftrag.
Einigen machen das erst nicht wg. Eintrag von Gasen usw.
Wenns möglich war hatte ich den "Mist" abgefräst und der nächste hatte das richtige Zusatzmaterial.
Das heißt nicht, das jene die es nicht hin bekommen haben fuscher waren.
Hatten schlicht nicht den richtigen "Draht".
@ Andy,
Alu honen ?
17. Oktober 2023 06:47
Klaus P. hat geschrieben:@ Alex = klasse gemacht, Gruß Klaus
Alex, erstes Bild !
Schweißen von den Druckgussteilen ist nicht ohne.
Ich habe da mehrere male verunstaltete Teile zurück bekommen.
Poren und Lunker, dicker Auftrag.
Einigen machen das erst nicht wg. Eintrag von Gasen usw.
Wenns möglich war hatte ich den "Mist" abgefräst und der nächste hatte das richtige Zusatzmaterial.
Das heißt nicht, das jene die es nicht hin bekommen haben fuscher waren.
Hatten schlicht nicht den richtigen "Draht".
@ Andy,
Alu honen ?
Naja, nicht direkt, eher Nacharbeiten, damit es richtig rund wird.
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