Motor, Antrieb, Vergaser, Getriebe.
7. Juni 2025 06:40
Hallo zusammen,
ich habe von meinem verstorbenen Vater die RT übernommen und mir ist aufgefallen, dass bei höherer Drehzahl vor dem Zylinder die Kurbelgehäusedichtfläche undicht ist, also es blubbert dort bei höherer Drehzahl raus,
Was kann das sein? Druck zu hoch oder undicht, was dann die Spaltung des Motors bedeuten würde?
Vielen Dank und schöne Pfingsten!
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7. Juni 2025 08:10
Wenn es wirklich aus der Dichtfläche blubbert, dann wäre spalten und neu abdichten der beste Weg sein. Achtung, der RT Motor hat keine Papier - Mitteldichtung, auch wenn heute Sets mit dieser angeboten werden. Ich bin aber auch kein Motoren- oder Dichtmittelexperte, vielleicht gibt es auch ein Mittelchen welches durch Auftragen von außen kleinere Bereiche abdichten kann?
7. Juni 2025 08:41
LiMa-seitigen Deckel entfernen und prüfen, ob alle Gehäuse-Schraubverbindungen fest sind.
(vielleicht auch mal ein Foto, wo genau die Stelle ist, einstellen)
Gruß
Lothar
7. Juni 2025 08:45
Ne Silikonwurscht drüber schmieren
7. Juni 2025 08:45
Hier die Stelle, sind auch paar Kratzer zu sehen
-- Hinzugefügt: 7. Juni 2025 08:58 --Hier nochmal mit Pfeil
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7. Juni 2025 09:24
Besonders gut erkennt man es nicht. Aber es könnte sichvum Gußlunker handeln. Das wär natürlich Pech...
7. Juni 2025 11:20
Gehören die Gehäusehälften tatsächlich zusammen? Fotos können täuschen, aber es sieht so aus,
als ob sich die Kühlrippen irgendwie knapp überlappen und die untere von der lädierten Hälfte runtergehämmert wurde?
Gruß
Lothar
7. Juni 2025 11:58
Wenn es nur dort oben ist könnte man auch erstmal schön entfetten und dort etwas dickflüssig, benzinrestistenten Lack auftragen...und dann mal schauen....
7. Juni 2025 12:18
Oder einen 2K Kleber der aushärtet.
7. Juni 2025 12:28
lothar hat geschrieben:Gehören die Gehäusehälften tatsächlich zusammen? Fotos können täuschen, aber es sieht so aus,
als ob sich die Kühlrippen irgendwie knapp überlappen und die untere von der lädierten Hälfte runtergehämmert wurde?
Gruß
Lothar
Keine Ahnung, war so, wenn man im Stand gas gibt (Vollgas) das würgt er, beim fahren geht es, aber keine Ahnung ob das damit zu tun haben kann. Es ist eine 80 Düse drin, Nadel 3. von oben. Kerze sieht trocken und hell aus. Falschluft ist keine da (mit Bremsenreiniger) probiert.
7. Juni 2025 13:12
Also ich sehe da einen Aufwurf mit 2 kleinen Rissen(?) als ob da mal jemand bei Demontage unsachgemäß rumgehebelt hat.
Scheint aber nur außen weggedrückt zu sein.
Würde auch erstmal entfetten, bißchen Lack drauf und gucken was passiert.
7. Juni 2025 14:44
Tatsächlich sehen die beiden Motorhälften verschieden aus.
Das wäre nicht so gut.
Ansonsten wäre Lack einen Versuch wert.
So einen Lochlunker habe ich mal abgedichtet indem ich ein Loch rein gebohrt habe und eine Gewinde rein geschnitten.
Eine Schraube mit Schraubensicherung rein gedreht und so läuft das jetzt schon eine ganze Weile und ist auch dicht.
Mit freundlichen Grüßen
Lars
7. Juni 2025 15:45
Um die verschiedenen Hälften würde ich mir erst Sorgen machen, wenn Geräusche aus dem Motor kommen.
Scheinbar lief es ja viele Jahre ohne Probleme.
7. Juni 2025 19:24
Hab jetzt mal Dichtmittel reinlaufen lassen, dieses was Kapillareffekt hat, morgen mal sehen. Ein anderes Problem ist, dass die Kerze nicht braun wird und mir das Teil ganz schön heiß wird, aber kein knistern zu hören. Vlt. mal ne 85 Düse probieren, aber das er im Stand bei Vollgas würgt und beim fahren nicht, ist mir komisch. Kann es ein Hitzeproblem sein?
-- Hinzugefügt: 7. Juni 2025 20:12 --
Hab noch ne Info bekommen. Das Teil stand Jahrzehnte in der Scheune und soll wirklich nur 2500 km runter haben, da sollte der Motor noch original sein
8. Juni 2025 00:07
Wenn das so ist, dann zerlege ihn und mach alles neu.
Die wedis sind Stein hart
8. Juni 2025 05:57
Wenn, dann sollte es ein Winterprojekt werden, wollte eigentlich jetzt bissel fahren. Die Weldis kann man doch bestimmt auch ohne zerlegen wechseln. Weiß auch nicht ob die schon gemacht wurden, kann leider meinen Vater nicht mehr fragen.
8. Juni 2025 06:34
andy1986 hat geschrieben: Die Weldis kann man doch bestimmt auch ohne zerlegen wechseln.
Nein, leider nicht.
8. Juni 2025 06:51
Verdammt, wie finde ich heraus ob die gemacht sind? Im Getriebeöl ist kein Sprit und Zündungsseite ist trocken. Kerze auch nicht verölt.
-- Hinzugefügt: 8. Juni 2025 07:54 --
So, dicht ist es erstmal, aber spuckt im Vollgas Stand. Werde erstmal nach der Zündung sehen.
8. Juni 2025 08:22
Moin,
Ob die inneren Wellendichtringe gewechselt wurden, erfährst Du nur nach Zerlegung des Motors.
Spalten würde ich den nicht, jedenfalls nicht mit dem dazugehörigen Werkzeug.
Öffne ihn lieber.
Das schiebe auch nicht auf die lange Bank, wenn Du damit fahren willst.
Wenn die Wellendichtringe nicht gewechselt wurden und der Motor so in Betrieb genommen wird, entstehen teure Folgeschäden.
Sollte der Motor wirklich nur 2500km runter haben, wäre das sehr schade um die fast neuwertige, originale Kurbelwelle.
Anders herum stellt sich die Frage, warum nur so wenig Laufleistung?
Die Qualität der Serienfertigung streute damals erheblich, so dass es möglich ist, das dies ein schlecht laufender Kollege ist, quasi Montagsmotor.
Ursachen gibt es dafür viele.
Schlechter Guss bei Gehäuse und Zylinder.
Schlechte Bearbeitung der Bauteile.
Madige Elektrik, usw.
Das die Gehäusehälften vom Guss her gesehen, schlecht zueinander passen, ist im Bereich des Normalen.
Jedenfalls hatte ich mehrheitlich so aussehende Gehäuse in der Hand und das waren nicht wenige.
Wichtig ist, dass die Hälften gemeinsam bearbeitet wurden und das ist im Nachhinein nicht nachvollziehbar, weil keine Markierungen bei der Fertigung angebracht wurden.
Allgemein sind alle getätigten Aussagen zum Zustand und Geschichte des Fahrzeuges, Schall und Rauch, wenn es nicht vom damaligen Nutzer bestätigt wurde.
Sind die 2500km kein Märchen?
Wie und Warum wurde die Maschine so wenig bewegt?
Das wären Fragen an den damaligen Nutzer...
...also, bitte nicht weiter versuchen den Motor in Betrieb zu nehmen.
Ausbauen, zerlegen, Teile begutachten, Schlechtes ersetzen, montieren und dann in Betrieb nehmen.
Die umgebenden Bauteile nicht vergessen.
Bitte auch Zündung, Lichtmaschine, Luftfilter, Vergaser, Benzinhahn, Tank und Auspuff auf ordnungsgemäßen Zustand und Funktion prüfen.
All diese Themen wurden hier im Forum erschöpfend behandelt und können hier nachgelesen werden.
Ideal für verregnete Pfingsten.
Gruß Rally
8. Juni 2025 09:07
Ok, danke. Wie meinst du öffnen und nicht spalten? Mit dem Vorbesitzer habe ich jetzt gesprochen, das Teil stand nach der Einfahrzeit in der Scheune und wurde nicht benutzt. Ich werde mal den Kopf runter machen und mir den Zylinder ansehen, ob die Laufleistung ca. dazu passt.
8. Juni 2025 09:28
Noch ein Gedanke zur Situation. Die Abbildung zeigt zwar die linke Gehäusehälfte, aber die
mittigen Dichtflächen decken sich ja mit der rechten.
Li-Geh-Hälfte-RT125-3.jpg
Wenn die undichte Stelle dort wo der rote Pfeil ist, dann müssten die Risse ja bis ins Kurbelgehäuse durchgehen.
Auch wäre es möglich, dass es nicht nur eine Undichtheit nach außen, sondern auch in den Getrieberaum gibt.
Der TE schreibt: "Ein anderes Problem ist, dass die Kerze nicht braun wird und mir das Teil ganz schön heiß wird".
Das legt den Verdacht nahe, dass sich der Motor (Falsch-)Luft aus dem Getrieberaum oder von außen holt.
All das spricht m.E. dringend dafür, den Motor zu öffnen und nachzusehen, was wirklich los ist, um (wie bereits weiter
oben befürchtet wurde) teure Folgeschäden zu vermeiden.
Gruß
Lothar
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8. Juni 2025 09:29
Mahlzeit,
das war ironisch gemeint.
Spalten tu ich was mit der Axt.
Wenn es den Vorbesitzer noch gibt, frage bitte nach dem Warum?
Warum wurde die RT nicht gefahren?
Ging die damals schon nicht gut?
Was meinst Du zu erkennen, wenn der Deckel runter ist?
Da guckt man auf den Kolbenboden, welcher mehr oder weniger verkokt sein wird.
Vielleicht sieht man Kratzer auf der Zylinderwand und ne gelaufene Kante am oberen Umkehrpunkt der Kolbenringe.
Zumal man da eh nicht ordentlich reinschauen kann, wenn der Motor im Rahmen steckt.
Baue den Motor aus und öffne Diesen.
Das wäre zielführend und nicht die Zeitverschwendung mit der Deckeldemontage.
Wenn Du mit dem Krad Spaß haben willst, kommst Du um diese Maßnahmen eh nicht drum herum.
Gruß Rally
8. Juni 2025 11:37
Alleine das Foto spricht dagegen, dass die RT 2500 originale Kilometer gelaufen ist. 2500 km nach dem Wiederaufbau würde ich da eher akzeptieren. Warum:
- Weiße Kanelhüllen im Bereich des Lenkkopfes die auch nicht verlegt sind wie ab Werk
- Die Schraubenköpfe sehen schwarz überpinselt aus, wer macht das bei einem kaum gefahrenen Motorrad?
- Das Typenschild hat deutliche Abriebspuren von Bowdenzügen oder Kabeln, bei 2500km gibt es die nicht.
8. Juni 2025 12:21
Auch die Gummis am Kickstarter und Schalthebel deuten auf mehr als 2500km.
8. Juni 2025 13:34
Sorry, hab nicht richtig gesehen, jetzt kam die 1 im Tacho noch zum Vorschein, also 12000 km
8. Juni 2025 13:49
Der Gedanke das die kurbelwelle bei solch einer laufleistung noch gut sein sollte ist auch ein Irrglaube.
Kleinste rostpartikel im unteren pleullager sieht man nicht.
Und bei dem alter werden sicher welche da sein.
Mein Tipp an den Schrauber wäre, einmal alles was den Motor betrifft. Danach hast du einen Motor der seinen Dienst zuverlässig macht und Spaß beim Fahren bringt.
8. Juni 2025 14:03
Den rechten KW-Dichtring kann man einfach von außen wechseln. Der sitzt in einem Blechdeckel unter der Lichtmaschine. Das würde ich mir erstmal ansehen und tauschen.
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