Motor, Antrieb, Vergaser, Getriebe.
13. Dezember 2025 18:01
Hey, ich habe vor längerer Zeit einen gebrauchten ETZ 300 Motor gekauft (Gespann), der von Anfang an relativ häufig zurückschlug. Das hat sich jetzt massiv verstärkt, so daß er fast gar nicht mehr anspringt. Fühlt sich so an, als würde der Kickstarter über ein paar Zahnradzähne rutschen, um dann abrupt abgeblock zu werden. Zuerst an Frühzündung gedacht, aber daran liegts wohl nicht. Wenn jemand ne (im wahrsten Sinne des Wortes) zündende Idee hat, wär das Klasse.
Der Motor läuft - bis auf ein paar Kleinigkeiten - gut. Falls das auf ne größere Operation rausläuft, überlege ich, den Motor zu überholen (lasse) oder mich auf die Suche nach nem AT-Motor zu machen.
Grüße
13. Dezember 2025 18:11
Na, das klingt doch arg danach, als ob mit der Kickstarter-Ratschenverzahnung was nicht in Ordnung ist.
Nun bin ich kein Experte für den "großen" MZ Motor (weil ich mich mit dem Grundkonzept incl. Kickstartermechanismus nicht so richtig anfreunden kann), aber ich glaube, da kommt man sogar von der Primärseite aus ran. Das wissen die Spezialisten hier allerdings besser.
13. Dezember 2025 18:28
Moin
Das sollte sich doch fesstellen lassen wenn man den Kickstarter mal langsam mit der Hand runterdrückt . Gern auch ohne Zündung einzuschalten
Ralf
13. Dezember 2025 18:37
Kein Problem beim Runtertreten ohne Zündung
13. Dezember 2025 19:01
DieKopp hat geschrieben:Kein Problem beim Runtertreten ohne Zündung
Das deutet aber wiederum auf ein Frühzündungsproblem hin...
13. Dezember 2025 19:13
Mehrfach kontrolliert
13. Dezember 2025 19:22
DieKopp hat geschrieben:Mehrfach kontrolliert
Worauf?
13. Dezember 2025 19:27
Habe wiederholt die Zündeinstellung kontrolliert/eingestellt
13. Dezember 2025 20:00
Dann stell die Zündung versuchsweise mal einen ganzen Millimeter Richtung spät und probiere nochmal. Dann weißt Du grundsätzlich erstmal woran Du bist. Was für eine Zündanlage hast Du denn eigentlich?
13. Dezember 2025 20:14
Original Kontaktzündung.Ich probiers morgen mal aus
13. Dezember 2025 23:37
Die Sache ist, je älter man wird, desto weniger schwungvoll geht das beim Kicken.
Ich hab es selbst schon geschafft das der Motor nach dem kicken rückwärts lief.
Dazu kommt die zunehmende Angst vorm zurück schlagen wenn man das mehrfach erlebt.
Ich würde die Zündung mal auf 2,2mm einstellen und schauen ob es besser wird.
Und vor allem immer beherzt und bewusst zutreten.
14. Dezember 2025 00:21
Das mit dem Alter und der Angst stimmt allerdings hab ich seit Jahren ne XT 500 und dabei keine Probleme
Die Zündung schau ich mir morgen nochmal an
14. Dezember 2025 08:12
Moin
Wenn du das Gefühl hast daß der Kicker zeitweise leer tritt - dann nimm doch den Kupplungsdeckel mal ab . Dann liegt alles vor dir . Hab das nicht mehr so genau vor Augen - den letzten MZ hatte ich vor 20 Jahren offen - aber die Stirnverzahnung und dieses Ausrückblech würd ich mir genau ansehen .
Die Spezialisten hier werden das eventuell näher eingrenzen - falls ich nicht komplett auf dem Holzweg bin .
Grüsse , Ralf
14. Dezember 2025 15:22
Zurückschlagen tut sie eher, wenn Zündung sehr früh ist und man nicht vollständig durchkickt. Vielleicht doch noch mal den Unterbrecher kontrollieren. Evtl. sind dessen Kontakte nicht mehr taufrisch und geben ab und zu zu zeitige Zündimpulse, was man beim Einstellen/Kontrollieren vielleicht nicht merkt.
Einen defekten Kickstartermechanismuss sollte man beim Kicken merken. Deswegen schlägt sie aber auch nicht gleich zurück.
Die Angst vorm "Rückschlag" kann man etwas nehmen, wenn man nur mit dem Fußballen auf dem Gummi kickt und nicht mit dem Mittelfuß. Dann bleiben die Folgen in Grenzen. Es braucht ja nicht viel Kraft. Was ich nie tun würde ist, obwohl gut machbar, im Sitzen anzukicken. Da steige ich lieber nochmal ab. Ansonsten wurde schon einiges passendes hierzu vorgeschlagen.
Gruß Ulli
14. Dezember 2025 15:39
Speziell der 300er:
Leicht drauf treten: Rückschlag
Fest mit Ansatz drauf treten: kein Rückschlag
So ist es bei meiner ETZ, schon immer.
14. Dezember 2025 15:54
Wenn ihr eine komplette Vape(Zündung/Lima) einbaut, passiert das nie wieder.
Ich trete meine ETZ 's im sogar im Sitzen an.
14. Dezember 2025 16:16
Kann ich so nicht bestätigen meine Ts 250/1 haut mit der Vape immer zurück, was sie mit der kontaktzündung nie gemacht hat
14. Dezember 2025 16:24
Mzfahrer 93 hat geschrieben:Kann ich so nicht bestätigen meine Ts 250/1 haut mit der Vape immer zurück, was sie mit der kontaktzündung nie gemacht hat
Ein klares Indiz dafür, daß der Zündzeitpunkt zu früh eingestellt ist. Darauf zielte im übrigen meine Frage nach der verbauten Zündanlage hier ab. Bei der Vape kann man sich einen deutlich späteren Zündzeitpunkt leisten, als die Werksangabe es für die Kontaktzübdung angibt. Ein paar Probefahrten zur Ermittlung lohnen sich daher. Ein leichteres Anspringen und mehr Durchzug in niedrigen Drehzahlen sind die positiven Effekte. Sobald die Höchstgeschwindigkeit abfällt, sollte man es dann aber gut sein lassen.
14. Dezember 2025 16:29
Weis ich und ist auch schon in Arbeit
Es kommen langlöcher rein und dann wird der Zzp eingestellt
14. Dezember 2025 16:31
Mit den heutigen Kraftstoffen kann man gern den Zündzeitpunkt mehr Richtung OT verschieben.
Sie sind deutlich zündwilliger als der Sprit zu DDR Zeiten (ja, mein Alter ist nicht Alt genug um das erlebt zu haben 😜).
Aus diesem Grund kann man sich nicht mehr ganz auf die Angaben aus Reparaturanleitungen halten. Das gilt übrigens analog für alle älteren Benziner (vor der Wende).
Mfg Steven
14. Dezember 2025 16:33
Finde es halt nur komisch dass meine die Vape nicht verträgt
14. Dezember 2025 16:42
Was ist daran komisch? Die Vape selbst erzeugt einen Zündfunken, der die Durchbrenndauer des Gemisches nochmal verkürzt. So hat es Edgar von Powerdynamo jedenfalls erklärt. Praktisch ließ es sich auch bei jedem Motor, der mir unterkam replizieren. Scheint also zu stimmen. Den Zündzeitpunkt einen, manchmal sogar zwei Millimeter nach spät stellen, schon glaubt man mit einem anderen Motor zu fahren.
14. Dezember 2025 16:44
Hallo MrSchaf
Kannst du das irgendwie belegen daß die modernen Benzinmischungen zündwilliger sind ?
Ralf
14. Dezember 2025 16:46
Zum einen hat die Vape eine feste Vorgabe beim einbauen, da kann man original nichts einstellen. Zum anderen schlägt sie bei 2 anderen ts 250 nicht zurück
14. Dezember 2025 17:06
3einhalb hat geschrieben:Hallo MrSchaf
Kannst du das irgendwie belegen daß die modernen Benzinmischungen zündwilliger sind ?
Ralf
Nicht direkt chemisch belegen, aber zwei Erfahrungen.
Ich habe vor bald 10 Jahren die ETZ250 Export meines Vaters instandgesetzt.
Diese stande mindestens 20 Jahre seit der Wende.
Diese MZ ist sein erstes Motorrad gewesen und er ist immernoch Erstbesitzer.
Nun wurde der Motor, weil er festgekeimt war, damals revidiert.
Als ich die Maschine in Betrieb genommen habe, da schlug sie bei mir manchmal zurück.
Dann habe ich sie meinem Vater übergeben. Als er sie das erste Mal versucht hatte zu starten, da schlug sie auch bei ihm zurück.
"Das hat die damals nie gemacht!" waren seine Worte. Und er ist sie '83 bis '89 ca 30000km gefahren.
Also habe ich den Zündzeitpunkt von 3.5 auf 2.5 verringert und er hatte das Problem nicht mehr.
Analog war es damals mit meiner TS250 (ETZ Motor) genauso.
Vom Vorbesitzer auf irgendwas zwischen 3 und 3.5 eingestellt gewesen.
Auf 2.5 verringert und kein Zurückschlagen mehr.
Natürlich muss man dennoch ordentlich Treten, aber das Zurückschlagen passiert dann nicht mal mehr meiner Freundin.
Mfg Steven
14. Dezember 2025 17:21
Mzfahrer 93 hat geschrieben:Zum einen hat die Vape eine feste Vorgabe beim einbauen, da kann man original nichts einstellen. Zum anderen schlägt sie bei 2 anderen ts 250 nicht zurück
Die Vape wird ja auch durch Verdrehen des Rotors auf der Kurbelwelle eingestellt. Dann kannst Du sie beliebig verstellen. Falls Du Bedenken hast, daß sich ohne den Wellenkeil der Rotor auf der Welle verdrehen könnte (habe noch keinen derartigen Fall erlebt), kannst Du ihn mit Schleifpaste auf den Konus einschleifen.
14. Dezember 2025 17:23
Ich teste erst mal meine langlöcher jetzt sind sie ja schon mal drin
14. Dezember 2025 17:39
3einhalb hat geschrieben:Hallo MrSchaf
Kannst du das irgendwie belegen daß die modernen Benzinmischungen zündwilliger sind ?
Ralf
Moderner Sprit im Vergleich zur DDR-Plörre hat eine höhere Oktanzahl, folglich eine geringere Zündwilligkeit.
14. Dezember 2025 17:47
Die Oktanzahl ist doch aber nur ein Parameter der Selbstentzündung . Ist das auf Fremdzündung ohne weiteres übertragbar ?
Ralf
14. Dezember 2025 17:48
DieKopp hat geschrieben:Original Kontaktzündung.Ich probiers morgen mal aus
der Kondensator am Kontakt dämpft mit seiner Kapazität den Funken und damit den Abbrand am Kontakt
dabei verschiebt er den Zündzeitpunkt geringfügig nach hinten
wenn dieser Kondensator nun kaputt sein sollte geht der ZZP etwa nach vorne was den Kicker zurückschlagen lässt
also prüf den Kondensator mal, denn wenn ich recht habe ist der kaputt
kleiner Tipp
wenn man den Kondensator zuerst mit der Schelle fest macht
und dann die Lasche für den Kabelschuh festgeschraubt
bringt man das Drehmoment auf die Vergussmasse und die Folie auf
und macht in ganz hurtig kaputt
also zum Anziehen der M3er Schraube die Kabelschuhlasche festhalten und erst dann die Schelle fest ziehen
noch besser ists direkt auf die Vape zu gehen, mittlerweile ist das bei mir Standard wenn ich eine fremde Kiste in die Werkstatt bekomme
14. Dezember 2025 17:50
Matze_2 hat geschrieben:3einhalb hat geschrieben:Hallo MrSchaf
Kannst du das irgendwie belegen daß die modernen Benzinmischungen zündwilliger sind ?
Ralf
Moderner Sprit im Vergleich zur DDR-Plörre hat eine höhere Oktanzahl, folglich eine geringere Zündwilligkeit.
Naja, woran auch immer es liegt, der Effekt ist nicht wegzudiskutieren. Außerdem möchte ich mal behaupten, daß die Petrolchemiker jetzt bestimmt protestieren. Ich glaube nicht an einen zwangsläufigen Zusammenhang von Klopffestigkeit und Zündwilligkeit, aber ich weiß es auch nicht.
-- Hinzugefügt: 14. Dezember 2025 18:59 --Aynchel hat geschrieben:DieKopp hat geschrieben:Original Kontaktzündung.Ich probiers morgen mal aus
der Kondensator am Kontakt dämpft mit seiner Kapazität den Funken und damit den Abbrand am Kontakt
dabei verschiebt er den Zündzeitpunkt geringfügig nach hinten
wenn dieser Kondensator nun kaputt sein sollte geht der ZZP etwa nach vorne was den Kicker zurückschlagen lässt
also prüf den Kondensator mal, denn wenn ich recht habe ist der kaputt
kleiner Tipp
wenn man den Kondensator zuerst mit der Schelle fest macht
und dann die Lasche für den Kabelschuh festgeschraubt
bringt man das Drehmoment auf die Vergussmasse und die Folie auf
und macht in ganz hurtig kaputt
also zum Anziehen der M3er Schraube die Kabelschuhlasche festhalten und erst dann die Schelle fest ziehen
noch besser ists direkt auf die Vape zu gehen, mittlerweile ist das bei mir Standard wenn ich eine fremde Kiste in die Werkstatt bekomme
Ein hervorragender Beitrag! Das muß natürlich auch betrachtet werden. Die heute erhältlichen Nachbau-Kondensatoren sind im übrigen auch nicht zu empfehlen. Vielmehr haben sich Funkenlöschkondensatoren aus Winkelschleifern und Bohrmaschinen sehr gut bewährt.
14. Dezember 2025 19:12
Hey, erstmal vielen Dank für die rege Anteilnahme und Tipps. Scheint bei mir wirklich an der Zündung zu liegen. Hab sie jetzt Richtung spät verstellt und es hat sich verbessert. Sie schlägt immer noch gelegentlich zurück, aber weniger als vorher. Ich probier morgen noch weiter, bin heute erst spät dazu gekommen, es ist dunkel und ich frier mir den A.... ab. Werde auch den Kondensator mal auf Verdacht wechseln. Ich ärger mich n bisschen über mich selbst, da ich schon früher mit der Spätzündung rumgespielt habe, aber entweder nicht genug oder ich werd mit zunehmendem Alter immer blöder.
Grüße Dieter
14. Dezember 2025 21:55
Ein konstruktive Variante mit mehr Aufwand, aber großem Effekt wäre über den Einbau eines automatischen Dekompressionsventils nachzudenken. Damit kam man eine ETZ auch mit 90 noch ankicken. Theoretisch kann sie dann zwar weiter zurückschlagen, aber wenn man es richtig macht zündet das Teil erstmalig mit Power, wenn das Ventil durch den Zünddruck schliesst. Da man aber zuvor fast ohne Widerstand antreten kann, bekommt man auch mit wenig Kraft eine gute Startdrehzahl hin, was im Gegenzug die Gefahr von Rückschlägern reduziert.
ORP kann sowas bestimmt anbieten / einbauen.
Nachteil ist, es kann etwas sabbern um das Ventil…
15. Dezember 2025 00:31
MrSchaf hat geschrieben:Also habe ich den Zündzeitpunkt von 3.5 auf 2.5 verringert und er hatte das Problem nicht mehr.
Analog war es damals mit meiner TS250 (ETZ Motor) genauso.
Vom Vorbesitzer auf irgendwas zwischen 3 und 3.5 eingestellt gewesen.
Auf 2.5 verringert und kein Zurückschlagen mehr.
Wie kommt man denn bitte auf 3,5?
Der ZZP beträgt zwischen 2,5 und 3,0 mm (20° 15' ... 22° 15') vor OT.
15. Dezember 2025 07:25
Matze_2 hat geschrieben:3einhalb hat geschrieben:Hallo MrSchaf
Kannst du das irgendwie belegen daß die modernen Benzinmischungen zündwilliger sind ?
Ralf
Moderner Sprit im Vergleich zur DDR-Plörre hat eine höhere Oktanzahl, folglich eine geringere Zündwilligkeit.

genau!
Da wird leider immer viel durcheinander gebracht. Zündwilligkeit ist die Selbstentzündung.
Gemeint ist sicher die Flammgeschwindigkeit.
Diese hängt aber praktisch nicht von der Oktanzahl ab, sondern mehr von:
- Luft-Kraftstoff-Verhältnis
- Turbulenz im Brennraum
- Temperatur und Druck
- Kraftstoffzusammensetzung (Aromaten, Ethanolanteil etc.)
PS: auch die Verbrennungstemperatur ändert sich praktisch nicht zw. den Ottokraftstoffen und sinkt mit dem Ethanolgehalt. Liegt so typtischerweise bei 2100–2300 °C
15. Dezember 2025 07:52
Moin
Mir ging es eher nicht um Flammgeschwindigkeit , sondern wirklich um Zündwilligkeit aber mit Funkenzündung . Also - ist es leichter Klingelwasser mit Zündkerze zu entzünden oder zB 102 Oktan Ultimate . Braucht die eine Sorte weniger Zündenergie als die andere ?
Oder gibts keine Unterschiede ? Eine Frage die mich schon länger beschäftigt - hier jetzt aber fast schon am Thema vorbei schrammt .
Ralf
PS.: Es ist etwas widersprüchlich wenn du schreibst daß die Flammgeschwindigkeit nicht von der Oktanzahl , aber wohl von der Zusammensetzung des Benzins abhängt .
15. Dezember 2025 08:38
Martin H. hat geschrieben:MrSchaf hat geschrieben:Also habe ich den Zündzeitpunkt von 3.5 auf 2.5 verringert und er hatte das Problem nicht mehr.
Analog war es damals mit meiner TS250 (ETZ Motor) genauso.
Vom Vorbesitzer auf irgendwas zwischen 3 und 3.5 eingestellt gewesen.
Auf 2.5 verringert und kein Zurückschlagen mehr.
Wie kommt man denn bitte auf 3,5?
Der ZZP beträgt zwischen 2,5 und 3,0 mm (20° 15' ... 22° 15') vor OT.
Die 3.5 hat mir ein "MZ-Werkstattmeister" empfohlen gehabt.
Aber wie sich herausstellte hat dies das Zurückschlagen begünstigt gehabt.
Deswegen dann immer auf 2.5 eingestellt gehabt.
Tatsächlich meinte ich die Flammgeschwindigkeit. Danke für die Korrektur.
Mfg Steven
15. Dezember 2025 09:59
MrSchaf hat geschrieben:Die 3.5 hat mir ein "MZ-Werkstattmeister" empfohlen gehabt.
Aber wie sich herausstellte hat dies das Zurückschlagen begünstigt gehabt.
Deswegen dann immer auf 2.5 eingestellt gehabt.
Drum am besten immer nach dem Handbuch richten (es sei denn, es gibt triftige Gründe, es anders zu handhaben, z. B. Umbau).
15. Dezember 2025 10:13
Gerade beim Zündzeitpunkt würde ich die Werksangabe, zumal es sich um einen statischen Zündzeitpunkt handelt, eher als Anhaltspunkt betrachten und dann bei ein paar Probefahrten herausfinden, welcher Zündzeitpunkt für mich adäquat ist.
15. Dezember 2025 10:21
3einhalb hat geschrieben:Moin
Mir ging es eher nicht um Flammgeschwindigkeit , sondern wirklich um Zündwilligkeit aber mit Funkenzündung . Also - ist es leichter Klingelwasser mit Zündkerze zu entzünden oder zB 102 Oktan Ultimate . Braucht die eine Sorte weniger Zündenergie als die andere ?
Die benötigte Zündenergie hängt meines Wissens vor allem vom Luft-Benzingemisch ab. Daher kommt wahrscheinlich auch der Spruch: "Die muß Fett loofen". Je fetter das Gemisch, desto zündwilliger wird es. Ich weiß jetzt nicht, wie groß der Unterschied der Zündenergie (in mJ) zwischen einer Vape und der klassischen Unterbrecherzündung ist, aber die nötigen ~0,5mJ werden wohl beide locker um den Faktor 100 überschreiten.
15. Dezember 2025 10:30
Mechanikus hat geschrieben:Gerade beim Zündzeitpunkt würde ich die Werksangabe, zumal es sich um einen statischen Zündzeitpunkt handelt, eher als Anhaltspunkt betrachten und dann bei ein paar Probefahrten herausfinden, welcher Zündzeitpunkt für mich adäquat ist.
👍🏻👍🏻👍🏻
-- Hinzugefügt: 15. Dezember 2025 10:43 --3einhalb hat geschrieben:Moin
Mir ging es eher nicht um Flammgeschwindigkeit , sondern wirklich um Zündwilligkeit aber mit Funkenzündung . Also - ist es leichter Klingelwasser mit Zündkerze zu entzünden oder zB 102 Oktan Ultimate . Braucht die eine Sorte weniger Zündenergie als die andere ?
Oder gibts keine Unterschiede ? Eine Frage die mich schon länger beschäftigt - hier jetzt aber fast schon am Thema vorbei schrammt .
Ralf
PS.: Es ist etwas widersprüchlich wenn du schreibst daß die Flammgeschwindigkeit nicht von der Oktanzahl , aber wohl von der Zusammensetzung des Benzins abhängt .
Bei dem, was Kutt geschrieben hat:
"Diese hängt aber praktisch nicht von der Oktanzahl ab, sondern mehr von:
- Luft-Kraftstoff-Verhältnis
- Turbulenz im Brennraum
- Temperatur und Druck
- Kraftstoffzusammensetzung (Aromaten, Ethanolanteil etc.)"
sehe ich keinen Widerspruch. Eine hohe Oktanzahl ist um so wichtiger, um so höher der Motor verdichtet und soll ungewollte/unkontrollierte Zündungen vor der gewünschten Fremdzündung (Zündfunke) unterbinden. Anderenfalls entstehen zwei Flammfronten, die dann auch u. U. zu hören sind. Es gibt natürlich noch weitere Ursachen für ungewollte Zündungen (zu hohe Verdichtung, Glimmzündung durch verkockte Zündkerzerze/Brennraum etc.).
PS.: ein früherer ZZP, als empfohlen, wird bzw. wurde bei 2Taktern oft gewählt, um mehr Drehmoment zu generieren. Ich habe immer mit einem Grundwert (z. B. 2,8) begonnen und dann den besten Kompromiss durch Fahrten ermittelt.
Gruß Ulli
15. Dezember 2025 11:33
Mechanikus hat geschrieben:Gerade beim Zündzeitpunkt würde ich die Werksangabe, zumal es sich um einen statischen Zündzeitpunkt handelt, eher als Anhaltspunkt betrachten und dann bei ein paar Probefahrten herausfinden, welcher Zündzeitpunkt für mich adäquat ist.
3,5 ist für eine ETZ definitiv zu früh. Wie ja auch MrSchaf erfahren hat.
15. Dezember 2025 14:03
Moin
Der Widerspruch ist , daß sich die Oktanzahl nur über die Benzinzusammensetzung verändern lässt .
Ralf
15. Dezember 2025 14:34
Martin H. hat geschrieben:Mechanikus hat geschrieben:Gerade beim Zündzeitpunkt würde ich die Werksangabe, zumal es sich um einen statischen Zündzeitpunkt handelt, eher als Anhaltspunkt betrachten und dann bei ein paar Probefahrten herausfinden, welcher Zündzeitpunkt für mich adäquat ist.
3,5 ist für eine ETZ definitiv zu früh. Wie ja auch MrSchaf erfahren hat.
Ich empfehle ja auch, den Zündzeitpunkt so spät wie es der Motor zulässt, einzustellen.
15. Dezember 2025 14:44
@3einhalb:
Naja... Die Oktanzahl wird durch Zugabe von Additiven erhöht. Soweit richtig. Dies geschieht, um eine Selbstentzündung vor Erreichen des geplanten ZZP zu verhindern. Dadurch können Motoren u. a. effizienter mit höherer Verdichtung betrieben werden. Klopfsensoren geben dann dem Steuergerät die Infos, um den ZZP zu optimieren und damit die Effizienz zu steigern.
Die Abläufe im Brennraum sind hochkomplex und teils chaotisch. Aber da haben andere viel mehr Fachwissen. Für unsere MZ muss man sich nur dann intensiver damit beschäftigen, wenn man das letzte Quäntchen rausholen will.
16. Dezember 2025 21:49
Hier gab es schonmal eine Debatte drüber:
viewtopic.php?f=4&t=862853,5mm vor OT ist definitiv zu früh, das Werk empfahl einen Wert zwischen 3-2,5mm - Wildschrei empfahl 2,75mm bei leichtem Tuning. Ich habe etwas rumprobiert und habe es etwas unter 2,5mm vor OT eingestellt. da läuft sie etwas sanfter ohne Leistungsverlust und schlägt fast nie zurück, und wenn ist es nicht schlimm.
16. Dezember 2025 22:32
Hey, vorläufiger Abschluss. Zündung ist Richtung spät verstellt, Kondensator auf Verdacht getauscht. Springt an, schlägt gelegentlich zurück. Bin erstmal zufrieden, weiter Einstellung im Frühjahr, da jetzt keine Einstellfahrten möglich (Saisonkennz.)
Nochmals Danke, Frohe Weihnachten und Guten Rutsch !!!!!!!!!!!
Grüße Dieter
18. Dezember 2025 18:41
Scharlachdorn hat geschrieben:Ein konstruktive Variante mit mehr Aufwand, aber großem Effekt wäre über den Einbau eines automatischen Dekompressionsventils nachzudenken. Damit kam man eine ETZ auch mit 90 noch ankicken. Theoretisch kann sie dann zwar weiter zurückschlagen, aber wenn man es richtig macht zündet das Teil erstmalig mit Power, wenn das Ventil durch den Zünddruck schliesst. Da man aber zuvor fast ohne Widerstand antreten kann, bekommt man auch mit wenig Kraft eine gute Startdrehzahl hin, was im Gegenzug die Gefahr von Rückschlägern reduziert.
ORP kann sowas bestimmt anbieten / einbauen.
Nachteil ist, es kann etwas sabbern um das Ventil…
Meine Maicos hatten solch ein Ventil auf der Rückseite des Zylinders. Damit konnte man das Monster 490 gefahrlos ankicken. Harte Kerle haben das Ventil aus Gewichtsgründen ausgebaut und mussten mit dem ein oder anderen Rückschlag leben.
18. Dezember 2025 21:17
Dachte das Dekoventil macht nur Sinn mein Anlassermotoren. Der bringt das ganze in Schwung und zum Zünden. (Meine LS 650 hatte so eins)
Beim Kicken dachte ich dass das nicht geht, wegen dem neu Schwung holen (Kicker unten)
19. Dezember 2025 22:26
Also wenn die MZ vernünftig eingestellt ist, braucht man definitiv keine Dekompressionsventil. Ds ist ja schließlich keine SR 500...
Selbst wenn mal ein Rückschlag erfolgt, ist das absolut harmlos gegenüber einem Viertakt Eintopf mit wenig Schwungmasse.
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