Motor, Antrieb, Vergaser, Getriebe.
14. Februar 2026 15:45
Hallo Zusammen,
jetzt habe ich die Revision des Motors durch. Hälften wieder zusammen. Getriebe schaltet sauber durch. Motor dreht schön. Nur ein Problem. Das Schaftrad/die Antriebswelle dreht im Leerlauf extrem schwer. Das Ganze war vor endgültigem Verbau (siehe Bild) der Abdeckung (mit Dichtung, Distanzscheibe usw.) nicht so. Ich verzweifle echt. Ist das vielleicht sogar normal? Ich kann es im endgültig montierten Zustand (mit Kettenrad) drauf schwer mit der Hand drehen (im Leerlauf).
Also: Ohne Abdeckung usw, wie auf Bild ist alles leichtgängig. Wenn ich dann die Distanzscheibe + Abstandsbuchse und die Abdeckung mit Simmerring drauf baue wird's schon schwergängiger.
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14. Februar 2026 16:11
Mach den Deckel, bei Kurbelwelle drauf und sie dreht auch schwer.
14. Februar 2026 16:15
Ok. Meinst es liegt nur am Simmerring
14. Februar 2026 18:02
Ja, die Bremsen unwahrscheinlich.
15. Februar 2026 18:45
Hier geht's doch aber um die Getriebewelle, nicht um die Kurbelwelle.
Die Kupplungswelle und das Schaftrad müssen gegeneinander freigeschlagen werden, um die 0,3mm Axialspiel dazwischen zu erhalten. Hast Du das im Blick?
17. Februar 2026 08:23
Hallo Lorchen... ähm, nö... Was genau ist da zu tun? Wildschrei und Reparaturhandbuch sagen dazu nichts?! Wobei das Schaftrad erst schwergängig wird, wenn der Deckel mit Simmerring drauf kommt.
17. Februar 2026 11:07
Im Wildschrei stehen viele Dinge nicht
17. Februar 2026 11:30
emzett hat geschrieben:Im Wildschrei stehen viele Dinge nicht

Sag du mal was dazu als Fachmann.
17. Februar 2026 11:36
Den Wildschrei hab ich schon vor Jahren umweltgerecht entsorgt

Unsere Fibel ist der Neuber Müller "Wie helfe ich mir selbst". Ich habe dir die Passage eingescannt. Das beschriebene passiert natürlich bei warmem Motor. Das Schaftrad wird mittels Gummihammer nach links gesetzt, also in das Gehäuse rein. Kupplungswelle und Schaftrad müssen auf Linksanschlag sein. Dann weiter wie beschrieben. Den Erfolg sollte man durch Messung vorher/nachher mit dem Tiefenmaß des Meßschiebers überprüfen, indem man mißt, ob sich die Kupplungswelle im Schaftrad um diese 0,3mm weiter versenkt hat. Dann ist die axiale Verspannung beseitigt. Danach muß auch bei aufgeschraubtem Dichtringträger, jedoch noch ohne die Distanzhülse zum Kettenrad, die ganze Sache sehr leicht drehen lassen.
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17. Februar 2026 12:45
Alles klar. Hier ist ja auch beschrieben, dass sich ohne Abstandhülse alles sehr leicht drehen muss. Das ist der Fall. Erst wenn ich die verbaue und damit Druck über den Simmerring kommt, wirds schwerer.
17. Februar 2026 13:05
Man sollte dem Simmerring auch immer einen leichten Fettfilm gönnen. Trocken montierte Ringe können bei plötzlicher Bewegung nach einer Standzeit schnell kaputtgehen.
17. Februar 2026 19:38
Zum Neuber Müller "Wie helfe ich mir selbst"
Dachte der beschreibt die Motorräder erst ab TS?
18. Februar 2026 05:19
Die ersten Ausgaben haben auch die ES mit drin gehabt.Grüße GS-Mani
18. Februar 2026 06:51
Abgesehen davon sind ES und TS Motor identisch.
18. Februar 2026 08:41
Nein, sie sind nicht identisch, spätestens mit der Einführung des /3 gibt es wesentliche Unterschiede.
Die erste Ausgabe von 1981 behandelt auch noch die 250er 4Gänger. Die 2. Ausgabe 1985 behandelt noch die kleinen TS-Motore /2 und /3. Der Einfachheit halber habe ich mir von allen Ausgaben je ein Exemplar hingestellt.
18. Februar 2026 09:26
Hallo!
Wieviel Auflagen von Neuber Müller gab es denn? Und welche Auflage ist denn für die ES 125/150 am besten?
MfG Falk
18. Februar 2026 09:43
Lorchen hat geschrieben:Nein, sie sind nicht identisch, spätestens mit der Einführung des /3 gibt es wesentliche Unterschiede.
Das schon, aber man kann ohne weiteres auch einen /3 Motor in einer ES vorfinden.
Meine Bemerkung ist also unter dem Blickwinkel zu verstehen, daß die jeweils seinerzeit aktuellen Motoren in den parallel zueinander produzierten Modellen verbaut waren und darüber hinaus auch /3 Motoren den Weg in ES Fahrgestelle gefunden haben. Also wird man sich mit der gesamten Thematik der Motoren auseinandersetzen müssen. Die Aussage: "da ist doch nur die TS behandelt" spielt in dem Zusammenhang gar keine Rolle. Schließlich ist es ja egal, wie man sich seine Informationen zur Instandsetzung beschafft.
18. Februar 2026 14:30
Den Albtraum, dass was klemmt, wenn die rechte Gehäusehälfte aufgesetzt und verschraubt wird, kenne ich auch.
Deshalb habe ich mir für das Abtriebs- und das KW-Lager einen Holzdummy angefertigt, mit dem zunächst geprüft wird,
ob Kupplungs-, Vorgelegewelle und Schaltmechanik bei verschraubter Gehäusehälfte problemlos funktionieren.
Genau das hat mir bei meinem letzten RT-3-Gang-Motor sehr geholfen.
Gerade auf der "letzten halben Umdrehung" der Gehäuseschrauben kann irgendwas zu klemmen beginnen. Erst, wenn das alles OK ist,
kommt das Dichtmittel drauf und die echten Lager rein usw. Und am Ende natürlich Freischlagen, wie oben beschrieben ...
Gruß
Lothar
27. März 2026 21:07
Update: Die Ursache war: Statt 35x25x7 hatte ich nen 35x22x7 Simmering drin...
28. März 2026 10:15
lothar hat geschrieben:Deshalb habe ich mir für das Abtriebs- und das KW-Lager einen Holzdummy angefertigt, mit dem zunächst geprüft wird,
ob Kupplungs-, Vorgelegewelle und Schaltmechanik bei verschraubter Gehäusehälfte problemlos funktionieren.
Genau das hat mir bei meinem letzten RT-3-Gang-Motor sehr geholfen.
Das finde ich ja mal ne interessante Lösung.
Kannst du mal kurz erklären wie die Dummies aussehn und vlt ein Bild einstellen? Sind es einfach nur wie ein Gleitlager gedrechselte Holzringe?
2. April 2026 23:01
Iklaf hat geschrieben:Wieviel Auflagen von Neuber Müller gab es denn? Und welche Auflage ist denn für die ES 125/150 am besten?
Es gab vier. Siehe
viewtopic.php?p=143627#p143627
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