Motor, Antrieb, Vergaser, Getriebe.
28. März 2026 20:26
Guten Abend,
ich habe heute mein Kolben ausgebaut um zu prüfen ob ein Nadellager verbaut ist um 1:50 zu tanken.
Könnt ihr euch mal bitte die Bilder anschauen und mir sagen ob ich Kolben und Laufbuchse Neu machen muss?
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28. März 2026 20:52
Okay, die Garnitur ist GEbraucht und die Kolbenringe werden wohl nicht mehr all zu viel Spannung haben, das Ringstoßspiel wird auch an oder nahe an der Verschleißgrenze sein - ich würde mal auch rund 10 % Leistungseinbuse tippen - also nur noch 10 anstatt der 11PS = nur noch knappe 100Km/h schnell anstatt knappe 110. Aber SCHLECHT sieht die Garnitur nicht aus und fest gehen weil sich da ein (Nachbau) Kolben blöd ausdehnt wird sie nicht mehr.
Wenn Du mit 10 PS leben kannst, kann die Garnitur durchaus noch 10 000Km weiter gefahren werden - eine Hufu IST keine schnelle Maschine.
Um Deine Frage zu Beantworten Aufbohren MÜSSEN - Nein, aber neuwertig ist die Garnitur nicht mehr ich würde sie als "im letzten Drittel ihrer Lebensdauer" bezeichnen.
28. März 2026 23:35
Mit diesen zahlreichen Klemmspuren würde ich die Garnitur nicht weiterverwenden.
Machs gleich ordentlich!
Hier wird dir geholfen:
https://www.guesi-motorradteile.de/inde ... 8/c/_/_/?_Ist zwar kein Schnäppchen,erspart dir aber ne Menge Rennerei. Und original ist es auch noch.
29. März 2026 08:10
Du kannst ihn auch zu Lukas M schicken und gleich optimieren, das sieht dann so aus.
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29. März 2026 09:31
ich wäre da sehr pragmatisch, schauen ob die Leistung passt, ob sie im 4. Gang noch gut durchzieht, und wenn ja, dann lassen. Tauschen kann man später immer noch.
29. März 2026 09:45
Moin,
wenn Du Geld in Deine Maschine stecken möchtest, ohne einen riesen Effekt erzielen zu wollen, dann mach neu.
Solltest Du aber nicht flach liegend durch die Gegend fetzen wollen.
Dann halte Dich an Achim.
Das ist ein grauer waiser Mann, mit fundierten Mechanikerkenntnissen.
Wenn ich es mir recht überlege, so ist so eine kleine ES keine Rennmaschine.
Da eine draus machen zu wollen ist müßig, für diesen Fall gibt's Alternativen im Überfluss.
Nun, ich würde den Motor wieder zusammenbauen.
Es gibt aber andere Überlegungen, welche viel wichtiger als die gelaufene Garnitur sind.
Was ist mit den Wellendichtringen der Kurbelwelle?
Wie ist der Verschleißzustand des Getriebes und des Vergasers?
Wie sieht der Tank von innen aus?
Gibt's da Rost?
Wurde deshalb vielleicht ein Benzinfilter in den Schlauch gehangen?
Ist die Benzinhahndichtung zugequollen?
Sowas finde ich recht häufig.
Dahin lohnt auch ein Blick, ich schaue da so alle zwei Jahre mal bei meinen Maschinen hin, meist werde ich da fündig.
Gruß Rally
P.s. Jetzt hast Du, vielleicht aus Unkenntnis, den Kobenboden so schön blank gemacht.
Warum eigentlich?
Du wolltest sicher den Kolbendurchmesser wissen.
Für was ist diese Information hilfreich?
Falls Du den Kolben weiterfahren möchtest, bitte die ersten hundert Kilometer nicht Vollgas fahren.
Du hast nämlich die isolierende Schutzschicht auf dem Kolbenboden entfernt.
Dieser wird jetzt im Betrieb etwas wärmer.
Das kann nun zu erhöhter Klemmneigung führen.
Die Kolbenringe waren hoffentlich nicht auch demontiert, oder?
29. März 2026 10:02
Man kann das ja mal laufen lassen. Ein Originalkolben ist besser als ein neuer Nachbaukolben.
29. März 2026 10:24
trabimotorrad hat geschrieben:Okay, die Garnitur ist GEbraucht und die Kolbenringe werden wohl nicht mehr all zu viel Spannung haben, das Ringstoßspiel wird auch an oder nahe an der Verschleißgrenze sein - ich würde mal auch rund 10 % Leistungseinbuse tippen - also nur noch 10 anstatt der 11PS = nur noch knappe 100Km/h schnell anstatt knappe 110. Aber SCHLECHT sieht die Garnitur nicht aus und fest gehen weil sich da ein (Nachbau) Kolben blöd ausdehnt wird sie nicht mehr.
Wenn Du mit 10 PS leben kannst, kann die Garnitur durchaus noch 10 000Km weiter gefahren werden - eine Hufu IST keine schnelle Maschine.
Um Deine Frage zu Beantworten Aufbohren MÜSSEN - Nein, aber neuwertig ist die Garnitur nicht mehr ich würde sie als "im letzten Drittel ihrer Lebensdauer" bezeichnen.
Okay, danke dir
-- Hinzugefügt: 29. März 2026 10:32 --rally1476 hat geschrieben:Moin,
wenn Du Geld in Deine Maschine stecken möchtest, ohne einen riesen Effekt erzielen zu wollen, dann mach neu.
Solltest Du aber nicht flach liegend durch die Gegend fetzen wollen.
Dann halte Dich an Achim.
Das ist ein grauer waiser Mann, mit fundierten Mechanikerkenntnissen.
Wenn ich es mir recht überlege, so ist so eine kleine ES keine Rennmaschine.
Da eine draus machen zu wollen ist müßig, für diesen Fall gibt's Alternativen im Überfluss.
Nun, ich würde den Motor wieder zusammenbauen.
Es gibt aber andere Überlegungen, welche viel wichtiger als die gelaufene Garnitur sind.
Was ist mit den Wellendichtringen der Kurbelwelle?
Wie ist der Verschleißzustand des Getriebes und des Vergasers?
Wie sieht der Tank von innen aus?
Gibt's da Rost?
Wurde deshalb vielleicht ein Benzinfilter in den Schlauch gehangen?
Ist die Benzinhahndichtung zugequollen?
Sowas finde ich recht häufig.
Dahin lohnt auch ein Blick, ich schaue da so alle zwei Jahre mal bei meinen Maschinen hin, meist werde ich da fündig.
Gruß Rally
P.s. Jetzt hast Du, vielleicht aus Unkenntnis, den Kobenboden so schön blank gemacht.
Warum eigentlich?
Du wolltest sicher den Kolbendurchmesser wissen.
Für was ist diese Information hilfreich?
Falls Du den Kolben weiterfahren möchtest, bitte die ersten hundert Kilometer nicht Vollgas fahren.
Du hast nämlich die isolierende Schutzschicht auf dem Kolbenboden entfernt.
Dieser wird jetzt im Betrieb etwas wärmer.
Das kann nun zu erhöhter Klemmneigung führen.
Die Kolbenringe waren hoffentlich nicht auch demontiert, oder?
Moin, erstmal danke für deine Antwort. Zu deinen Fragen: Kurbelwellendichtring weiß ich nicht, der Vergaser ist Neu, Tank wurde entrostet, kein Filter in der Benzinleitung, den Kolbenboden habe ich gereinigt damit ich die Einbaurichtung erkennen kann. Habe es vorsichtig mit einem Schwamm und Bremsenreiniger gereinigt. Das mit der Isolierung wusste ich nicht, danke für den Hinweis. Kolbenringe habe ich nicht demontiert. Kupplung trennt schlecht wenn der Motor kalt ist, will praktisch leicht losfahren wenn ich den ersten Gang einlege.
29. März 2026 10:34
R2-D2 hat geschrieben: Hinweis. Kolbenringe habe ich nicht demontiert. Kupplung trennt schlecht wenn der Motor kalt ist, will praktisch leicht losfahren wenn ich den ersten Gang einlege.
leichtes Schleifen der Kupplung ist recht normal, meine Priorität wäre die Klärung wie alt die Kurbelwellendichtringe sind und ggf .Tausch.
29. März 2026 11:28
Die MZ Stand seit 2001, Lichtmachinenseite ist trocken. Zündkerze ist schwarz bin aber 1:33 gefahren was aber nicht richtig war, weil der Motor laut Zylinderkopf ein MM 150/2 Motor ist und Pleuellager ein Nadellager ist. Ob das Getriebeöl weniger geworden ist müsste ich nochmal prüfen. Wenn der Motor warm ist Qualm sie eigentlich nicht nicht blau.
29. März 2026 11:59
Oha. Simmerringe von vor 2000 sind mit Sicherheit noch keine Vitonringe. Das heißt, sie vertragen den heutigen Kraftstoff nicht lange. Die sollten also unbedingt gewechselt werden.
29. März 2026 12:03
Okay, gibts hier im Forum eine Anleitung dafür?
29. März 2026 12:18
Du musst erstma rausbekommen, was es genau für ein Motor is. Die Nummer is dazu äußerst hilfreich. Je nach Bauart (/2 steht ab /2 überall drauf, auch beim /3) gibt's unterschiedliches zu beachten. Lass dir auch eins gesagt sein: wenns kein /3 is, isses nix für Amateure. Auch der /3 hält allerlei Fallstricke bereit, aber älteres würde ich keinesfalls ohne Erfahrung und jemanden mit Ahnung alleine starten.
Zum /3 hab ich mal ne Anleitung abgetippt:
http://mutschy.bplaced.net/motorreg_mm150 Nach der Lektüre kannste immer noch entscheiden ob du es selber machen, oder ihn in gute u d erfahrene Hände (zB Dirk Singer) geben willst.
Gruss
Mutschy
29. März 2026 12:34
Ok danke. Ich hatte schonmal ein Beitrag zu meinem Motor eröffnet weil die Motornummer nicht zu einer ES passte. Motornummer ist: 6603556. Laut einer Tabelle wäre das dann ein MM 150/3 aber auf dem Zylinderkopf und Fuß steht MM 150/2 drauf.
Ah jetzt hab ich gesehen du hast ja geschrieben steht überall drauf das /2, sorry
29. März 2026 13:29
Beim /3 lassen sich die Simmerringe unproblematisch wechseln ohne die Motorhälften zu trennen.
30. März 2026 07:23
Ok, dann schaue ich mir das mal an. Danke für eure Antworten !
30. März 2026 08:52
Seid Ihr ganz sicher, das man ZUERST einmal die Simmerringe austauschen muß? Wenn Ihr zum Doktor geht und habt Bauchschmerzen, tut der Euch doch auch ZUERST mal auf den OP-Tisch und schneidet den Bauch auf um mal eben, sicherheitshalber, den Blinddarm zu entfernen...?
Ich habe, z. B. bei den TS-150er-Motoren NOCH NIE die KW-Simmerringe gewechselt, weil weder das Getriebe-Öl nach Benzin gerochen hat, noch mehr geworden ist und auch die Rauchentwicklung war normal...
Typische Symptome für defekte KW-Simmerringe sind: schwieriges Starten (weil bei niedrigen Drehzahlen, also besonders beim Kickstarten) das vorkomprimierte Gemisch viel Zeit hat, durch die defekten Simmerringe zu entweichen. Bei so richtig defekten Simmerringen geht nur noch Anschieben und dann stirbt sie auch, wenn eine gewisse Drehzahl unterschritten wird, schlagartig ab. Das ist mir mal bei einer ETZ150 so passiert.
In meiner TS150, Bj. 1974 habe ich den originalen Motor ab dem Tag, als es E10 gab, damit gefahren und viele Kilometer später ist mir mal das Kolbenhemd abgebrochen. Dann habe ich einen Motor, der mir mal für ganz kleines Geld angeboten worden war, eingebaut - besser auf Funtionalität testen kann man einen Motor nicht - der "Test" dauert bis heute an, also gute 10 000Km oder vier Jahre.
Natürlich ist es besser, wenn man einen Motor mit ungewisser Historie erstmal zerlegt, Alles neu macht (Lager, Simmerringe, Kurbelwelle, Kolben Zylinderschliff, Schaltklauen) denn dann hat man gute Chancen, auf der geplanten Weltumrundung nicht liegen zu bleiben.
Wenn man aber jetzt ein "schön-Wetter-Eisdielen-Fahrer" bzw. wenn man vereinzelt die "kleine Feierabendrunde" mit der Hufu machen will, dann merkt man, wie gut die einzelnen Komponenten des Motors sind. Ich hätte es mir auch verkniffen, den Zylinder zu ziehen, um das Kolbenbolzenlager zu sehen, aber Achim-Faulsack/Umweltsau fährt seine MZen immer fetter als 1:50 und das auch noch "freihändig gemischt" und doch haben bei mir schon immer ALLE MZen erstaunliche Laufleistungen erreicht. Auch die berüchtigten originalen grünen KW-Siris halten bei meinem 251er-Gespann seit 1990, wo sie der MZ-Arbeiter rein gebaut hat und seit ich es habe, kriegt es E10 - BEI MIR funktioniert das...
30. März 2026 09:16
@trabimotorrad
Erinnert mich an die ganzen Steril-Restaurierungen die in letzter Zeit entstanden sind:
Kaufen - zerlegen - sandstrahlen und kunststoffbeschichten - alles an Neuteilen kaufen was es gibt - zusammenbauen - 200km fahren - verkaufen
Echte Begeisterung sieht anders aus.
30. März 2026 09:37
Die Zeiten, in denen MZ als FAHR-zeug verwendet worden ist, sind für die Meisten vorbei. Komm auf das Forumstreffen und zähle die MZen, die auf EIGENER Achse mehr als 100 Km Anfahrt gemacht haben und Du wirst meine These ist bestätigt finden - auch wir kommen NICHT mit einer MZ. Auch sind die Preise von einer fahrbereiten MZ inzwischen durch die Decke geknallt - Aus dem Land der aufgehenden Sonne kommen Motorräder, die, wenn sie aus der Mode, bzw. ein paar Jahre alt sind, nahezu verschenkt werden, trotzdem zuverlässige, schneller und sparsamer als eine MZ sind.
MZ sind inzwischen zu Austellungsstücke und Spekulationsobjekte mutiert und da wird anders gehandelt, wie wenn es sich um FAHRzeuge dreht. Das sage ich OHNE Bitterkeit - es ist halt so, genau wie viele Treffen von so manchen Foren größtenteils in Pensionen und Hotels statt finden. Aber warum drüber schimpfen oder lästern, noch gibt es genug die es anders machen und die treffen sich immer wieder - Alles ist gut
30. März 2026 10:01
Das ist immer wieder interessant. Es gibt offenbar verschiedene Erfahrungen.
Ich muß aber nochmal energisch darauf hinweisen, daß ich, wenn ich anrege die Simmerringe zu tauschen, nicht meine den Motor komplett zu zerlegen und die Lager zu erneuern. Das würde ich nur empfehlen, wenn der Motor unbedingt und unausweichlich auseinander muß.
Allerdings war es bisher so, daß bei mir jeder(!) Motor, der zwar mechanisch in Ordnung war aber noch die alten Simmerringe hatte, schon nach kurzer Zeit Probleme machte. Ja selbst neue NBR Simmerringe machten schnell schlapp. Erst Vitonringe brachten endlich Abhilfe.
Ich kann mir aber gut vorstellen, daß die Umstände, unter denen ein Fahrzeug längere Zeit abgestellt wurde, entscheidend für eine spätere Brauchbarkeit der Dichtringe ist. Noch ein extra Kapitel sind die ganz alten, noch aus Leder gefertigten Simmerringe, die ja immerhin noch bis in die 60iger Jahre eingebaut wurden. Denen kann der aktuelle Sprit nichts anhaben. Sie könnten im Fall der Fälle drinbleiben, die noch früher verwendeten Burgmann-Dichtungen sowieso.
30. März 2026 10:35
...und das macht ein Forum aus. Da sind Viele, die viele Erfahrungen gemacht haben und sie auch wieder geben. Der Fragesteller kann sich dann überlegen, was er dann WIRKLICH selber macht. Nicht jedem seine Methode ist für jeden Anderen 1:1 umsetzbar.
Zweiifelsohne ist es gar niemalsnicht falsch, Simmerringe bei einem alten Motor zu tauschen - ich habe ganz bewußt vom "Achim FAULSACK" geschrieben, weil ich eben bei einem ausgebauten Motor, der mir für 20€ angeboten wurde, EIGENTLICH Nichts erwarte und schon froh darüber bin, wenn da der Zündungsdeckel und das Kezengewinde im Kopf gut sind. Wenn der sich dann drehen läßt, einen gewissen Wiederstand, der Rückschlüsse auf die Kompression zu lässt und sich auch noch schalten lässt, schreit es nach einem Prüfstand. Als da auch noch die richtige Menge Getriebeöl, das weder nach Benzin stinkt, noch sonderlich schwarz ist, rauskommt, spricht in meinen Augen nichts dagegen in erst mal, mit neuem Getriebeöl, auf Halde zu legen. Wenn dann, ein paar Monate später ein "Prüfstand" frei wird (als mir der Kolben abgebrochen ist:
$matches[2]
TS150-Schaden 2015 (9).JPG
,habe ich natürlich den Motor ausgebaut, denn da ist vermutlich so EINIGES im Kurbelehäse drinne) und da dann den Haldenmotor, EIGENTLICH NUR UM IHN GENAUER BEURTEILEN ZU KÖNNEN, rasch eingebaut. (Das war übrigens "neulich" also im Dezember 2015...) Da der aber sauber läuft, sogar gut Kraft hat und das frische Getriebeöl NICHT verschmutzt, freut mich und der Motor bleibt drin und wenn ich den Verkäufer mal erwische, müssen wir ein paar Bier trinken tun.
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30. März 2026 11:04
Mit diesem Ölzusatz der Gummiringe wieder weich macht,habe ich bei verschiedenen Motoren und Getrieben gute Erfahrungen gemacht.
30. März 2026 14:55
Auch bei Motoren, bei denen die Kupplung im Ölbad läuft?
30. März 2026 15:28
Ja. Das gibt es auch für Motorräder mit Ölbadkupplung. Damit habe ich schon mehrere undichte Simmerringe dicht bekommen. Dauert aber mehrer Wochen bis es wirkt. Natürlich dürfen die Simmerringe nicht eingerissen sein. Aber wenn sie ausgehärtet sind, werden sie wieder weich. Bei meiner MZ habe ich es noch nicht gemacht, würde es aber auf jeden probieren.
30. März 2026 18:56
einem 40 Jahre alten Simmerring traue ich nicht mehr. Vor 20 Jahren war das noch anders, aber da war der ja auch erst 20 Jahre alt

Ich fahre eine Runde, sagen wir 500km, dann sehe ich wie sich das Getriebe schaltet, wie die Leistung ist und dann entscheide ich, ob nur die Simmerringe, oder ob mehr gemacht werden muss.
30. März 2026 19:40
ea2873 hat geschrieben:einem 40 Jahre alten Simmerring traue ich nicht mehr. Vor 20 Jahren war das noch anders, aber da war der ja auch erst 20 Jahre alt

Ich fahre eine Runde, sagen wir 500km, dann sehe ich wie sich das Getriebe schaltet, wie die Leistung ist und dann entscheide ich, ob nur die Simmerringe, oder ob mehr gemacht werden muss.
Das ist auf jeden Fall eine sehr gute Herangehensweise 👍🏻
30. März 2026 20:09
trabimotorrad hat geschrieben:Seid Ihr ganz sicher, das man ZUERST einmal die Simmerringe austauschen muß? Wenn Ihr zum Doktor geht und habt Bauchschmerzen, tut der Euch doch auch ZUERST mal auf den OP-Tisch und schneidet den Bauch auf um mal eben, sicherheitshalber, den Blinddarm zu entfernen...?
Ich habe, z. B. bei den TS-150er-Motoren NOCH NIE die KW-Simmerringe gewechselt, weil weder das Getriebe-Öl nach Benzin gerochen hat, noch mehr geworden ist und auch die Rauchentwicklung war normal...
Typische Symptome für defekte KW-Simmerringe sind: schwieriges Starten (weil bei niedrigen Drehzahlen, also besonders beim Kickstarten) das vorkomprimierte Gemisch viel Zeit hat, durch die defekten Simmerringe zu entweichen. Bei so richtig defekten Simmerringen geht nur noch Anschieben und dann stirbt sie auch, wenn eine gewisse Drehzahl unterschritten wird, schlagartig ab. Das ist mir mal bei einer ETZ150 so passiert.
In meiner TS150, Bj. 1974 habe ich den originalen Motor ab dem Tag, als es E10 gab, damit gefahren und viele Kilometer später ist mir mal das Kolbenhemd abgebrochen. Dann habe ich einen Motor, der mir mal für ganz kleines Geld angeboten worden war, eingebaut - besser auf Funtionalität testen kann man einen Motor nicht - der "Test" dauert bis heute an, also gute 10 000Km oder vier Jahre.
Natürlich ist es besser, wenn man einen Motor mit ungewisser Historie erstmal zerlegt, Alles neu macht (Lager, Simmerringe, Kurbelwelle, Kolben Zylinderschliff, Schaltklauen) denn dann hat man gute Chancen, auf der geplanten Weltumrundung nicht liegen zu bleiben.
Wenn man aber jetzt ein "schön-Wetter-Eisdielen-Fahrer" bzw. wenn man vereinzelt die "kleine Feierabendrunde" mit der Hufu machen will, dann merkt man, wie gut die einzelnen Komponenten des Motors sind. Ich hätte es mir auch verkniffen, den Zylinder zu ziehen, um das Kolbenbolzenlager zu sehen, aber Achim-Faulsack/Umweltsau fährt seine MZen immer fetter als 1:50 und das auch noch "freihändig gemischt" und doch haben bei mir schon immer ALLE MZen erstaunliche Laufleistungen erreicht. Auch die berüchtigten originalen grünen KW-Siris halten bei meinem 251er-Gespann seit 1990, wo sie der MZ-Arbeiter rein gebaut hat und seit ich es habe, kriegt es E10 - BEI MIR funktioniert das...
Als ich einstmals meine DKW NZ350 holte, waren noch die Blech-gekapselten Simmerringe von 1940 drin.
Sie sprang auf den 3. entschlossenen Tritt des Kohlenhändlerstiefels an (sie gehörte dem Altinhaber eines Kohlen- und Brennstoffhandels) und lief. Bestimmt würde sie dass auch noch heute im Hobby-Betrieb tun, ich habe damals trotzdem den Motor überholt. Heute würde ich das nicht mehr unbedingt tun, - man kann alles neu machen, jede Menge Geld versenken und hat trotzdem nicht die Gewähr auf " alles besser" . Ich will ja auch nicht die Welt umrunden.
Ich gebe dem Achim Recht. Reparieren, was defekt ist, nicht zwanghaft jeden Zylinder neu schleifen lassen um sich dann über zweifelhafte Kolbenqualität ärgern.
Um das z.Bsp. nochmal auf die NZ zu bringen: Die Original- Kolben haben eine Stahleinlage, um die Ausdehnung zu beherrschen, sowas gibt es heute nicht mehr.
1. April 2026 19:15
trabimotorrad hat geschrieben:Die Zeiten, in denen MZ als FAHR-zeug verwendet worden ist, sind für die Meisten vorbei.
Für die meisten sicherlich. Nich für mich. Ich treib' Bärbel sogar bei -15°C und Glatteis durch die Gegend. Und ja, ich werde schief angeguckt, weil ich ja in ne Kindergartengruppe hätte rutschen können... (Original-Zitat von nem Arbeitskollegen)
Wie auch immer. Nur du weißt, wozu du die Maschine einsetzen willst. Alltag? Eisdiele/zum Brötchen holen?
Ja, der Kolben hat die besten Tage wohl hinter sich, aber bei überschaubarer Laufleistung kann die Garnitur gerne noch ein paar tausend km halten. Ich würde alles zusammenbauen, fahren, und dann entscheiden. Und denk bitte dran, dass der Pfeil aufm Kolbenboden zum Auslass zeigen muss

Gruss
Mutschy
1. April 2026 21:05
moin,
einfach mal mit der flexhone durch und ab dafür.
mit den rwdrs hätte ich bauchschmerzen, die kw wird wohl auch am pleuel flugrost haben, denke ich, dann biste am überholen...
das experiment entscheidet!
jot
2. April 2026 07:18
jot hat geschrieben:moin,
einfach mal mit der flexhone durch und ab dafür.
mit den rwdrs hätte ich bauchschmerzen, die kw wird wohl auch am pleuel flugrost haben, denke ich, dann biste am überholen...
das experiment entscheidet!
jot
Wenn Du die alten Kolbenringe drinne lasen willst, würde ich mir das gut überlegen. Zwar kriegt man mit schnellmal durchhonen" wieder eine Oberfläche an der das Öl gut haftet, aber die Laufbahn, auf die sich die Ringe in vielen tausend Kilometern angepasst haben, ist dann ein bischen anderes. Da das Ringstoßspiel sowieso grenzwertig sein dürfte, wird es dann noch größer. Was man machen hätte KÖNNEN, das wäre eine Wahl-Kur, bei der ja zusätzlich zum durchhonen auch neue Kolbenringe eingepasst worden sind, aber die gibt es nicht mehr...
2. April 2026 07:28
Guck vielleicht nochmal hier:
viewtopic.php?f=28&t=94980&start=50Ich stand vor der selben Frage und habe Schliff und neuen Kolben nicht bereut.
Dein Kolbenbild ist fast noch schlimmer als meins. Der Pfeift oben ordentlich durch.
Die Preise vom letzten Jahr der üblichen Verdächtigen stehen auch dabei.
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