Die späte Akzeptanz von E10

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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Martin H. » 1. Oktober 2014 09:33

CnndrBrbr hat geschrieben:
Martin H. hat geschrieben:Rein theoretisch müßte mit E 10 ein geringfügiger Mehrverbrauch der Fall sein. Wie groß der allerdings ist bzw. ob der den Preisvorteil wieder ausgleicht, kann ich allerdings nicht beurteilen.
Ich habs mal ausgerechnet. Der Brennwertunterschied zwischen E5 und E10 beträgt 2%. Das bedeutet bei einem Spritpreis von 1,53€ für E5 und 1,50€ fürt E10 bekommt man denselben Brennwert für's Geld.

Jedenfalls danke fürs ausrechnen! :wink:
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Enz-Zett » 8. Oktober 2014 11:22

Martin H. hat geschrieben:Daß E5 angeblich (aus chem. Sicht) aggressiver sei als E 10, wurde hier im Forum schon mal geschrieben - klar geworden ist es mir jedoch nicht. :confused:

Da steht hier eine Erklärung drin, neben weiteren interessanten Infos.

Unterm Strich: Ich werde zum immer überzeugteren E10-Tanker, aus technischer Sicht.
Aus sozial-moralischer Sicht ist es sicher ein sehr kontroverses Thema. Den Konflikt hat man ständig, vor allem wenn man beim Discounter einkauft. Die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Bangladesh gingen ja schon mehrfach durch die Medien, die in der Türkei oder Nordafrika (Lederbekleidung) sind nicht besser. Macht man sich deswegen Gedanken, wenn man bei Aldi, KIK und Louis einkauft?
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Martin H. » 8. Oktober 2014 13:58

Enz-Zett hat geschrieben:Da steht hier eine Erklärung drin, neben weiteren interessanten Infos.

Interessanter Artikel!
"Auch bei Motorrädern, Oldtimern und so genanntem Power-Equipment (Kettensägen, Rasenmäher etc.), die durch Ottomotoren angetrieben werden und die häufig über längere Zeiträume stillgelegt bzw. nicht genutzt werden, führt E10 gegenüber E5 zu einer deutlichen Verbesserung mit erhöhter Sicherheit gegen Entmischung.

Gerade hier sollte aber über die Lagerbedingungen Einfluss genommen werden. Wichtig ist, dass der jeweilige Kraftstofftank vor der "Überwinterung" möglichst voll gefüllt wird. Hierdurch wird das über dem Kraftstoff stehende Luftvolumen und somit die so genannte Tankatmung durch Temperaturunterschiede minimiert. Es kann so nur eine geringe Menge an Luftfeuchtigkeit in den Kraftstoff gelangen, die dann aufgenommen wird und so nicht zur Entmischung oder gar Korrosion führen kann."
Das fand ich auch sehr interessant; wurde doch jetzt lange Zeit gepredigt, die Tanks nicht mehr (wie früher) möglichst vollzutanken, sondern zu leeren! Die Empfehlung hat sich jetzt anscheinend wieder umgekehrt.
Was mir aber aus dem anderen Artikel immer noch nicht klar geworden ist:
Martin H. hat geschrieben:" Das "Oldtimer Markt" Magazin rät seinen Lesern deshalb, ihre alten Schätzchen konstant mit E10 zu betanken. Probleme könne es höchsten geben, wenn ständig zwischen den Kraftstoffsorten gewechselt werde."
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon flotter 3er » 8. Oktober 2014 18:19

Nun ja, über Wirkung, Beimischung etc. kann man sicher diskutieren. Das aber Nahrungsmittel von den Feldern verdrängt werden bzw. zu Gemüsebrühe verarbeitet (denn Mais ist ja wohl auch ein Lebensmittel), weil diese Gemüsesuppe gepanscht wird, darüber nicht. Ich brauch mich hier nur umsehen, was alles an Mais angebaut wird, wo die Jahre vorher Getreide, Kartoffeln oder sonstwas angebaut wurde. Nur noch Biogasanlagen und E10 Gepansche, alles Andere lohnt für die Bauern scheinbar nicht mehr. Solange nicht das Zeug aus der 2ten Generation eindeutig verwendet wird, werde ich das nicht tanken, und wenn es die Hälfte kostet!
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon PeterG » 9. Oktober 2014 12:06

Hier gibts eine ganz hübsches Bild der aktuellen Lage:

Was ist aus E 10 geworden?


flotter 3er hat geschrieben:Nun ja, über Wirkung, Beimischung etc. kann man sicher diskutieren. Das aber Nahrungsmittel von den Feldern verdrängt werden bzw. zu Gemüsebrühe verarbeitet (denn Mais ist ja wohl auch ein Lebensmittel), weil diese Gemüsesuppe gepanscht wird, darüber nicht. Ich brauch mich hier nur umsehen, was alles an Mais angebaut wird, wo die Jahre vorher Getreide, Kartoffeln oder sonstwas angebaut wurde. Nur noch Biogasanlagen und E10 Gepansche, alles Andere lohnt für die Bauern scheinbar nicht mehr. Solange nicht das Zeug aus der 2ten Generation eindeutig verwendet wird, werde ich das nicht tanken, und wenn es die Hälfte kostet!


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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Martin H. » 10. Oktober 2014 11:41

Ok, jetzt mal abgesehen von allen sozialen Debatten; gibt es einen plausiblen Grund dafür, daß es Probleme geben könnte, wenn ständig zwischen E 10 und E 5 gewechselt wird?
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon trabimotorrad » 10. Oktober 2014 12:23

Meines Wissens nach gibt es da keine Probleme. Ich habe zwar selten wieder auf E5 zurückgewechselt, aber vereinzelt habe ich in Ländern getankt, die kein E10 billiger anboten, oder gar keines hatten. Einen Unterschied habe ich nicht bemerkt.
Lediglich einmal, ganz zu Anfang der E10-Zeit habe ich mich mal "nasführen" lassen :oops: : Ich fuhr mit meiner TS250 auf ein Treffen in der Schweiz. Da dort der Sprit billiger ist, bin ich auf "Reserve" in die Schweiz und habe dortmit Benzin, das einen unbekannten E-gehalt hatte (E0 :?: ), vollgetankt. Auf der Heimfahrt fuhr meine TS250 deutlich schneller :shock:
Allerdings bemerkte ich dann doch, das der Geschwindigkeitszuwachs auf Rückenwind, den ich bei der Hinfahrt als GEGENwind hatte, zurück zu führen war :wink:
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Rico » 10. Oktober 2014 19:45

Martin H. hat geschrieben:Ok, jetzt mal abgesehen von allen sozialen Debatten; gibt es einen plausiblen Grund dafür, daß es Probleme geben könnte, wenn ständig zwischen E 10 und E 5 gewechselt wird?

Das interessiert mich auch, wenn man nur E10 tankt, wechselt man ja schon ständig, je nach dem, was gerade als E10 verkauft wird.
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon ultra80sw » 10. Oktober 2014 21:28

Mein einsr Golf fährt auch mit E10 aber nach einem halben Jahr Winterpause sprang er nicht mehr an und nach ein paar Minuten schüttelte er sich.Habe seitdem vor dem Winter E 5 gatenkt und er sprang an.Vllt gab es einen anderen Grund ,dass er nicht anspringen wollte.
Bei meiner Ts 250 scheint es die Dichtung des Benzinhanes zerfressen zu haben .Benzinhahn ist zu und trotzdem kommt mit der Sprit tropfenweise aus dem Überlauf des Vergasers und sucht sich den Weg über den Motor zum Boden hin.
Gruss,Mig

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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Enz-Zett » 10. Oktober 2014 23:22

ich hat geschrieben:
Martin H. hat geschrieben:Ok, jetzt mal abgesehen von allen sozialen Debatten; gibt es einen plausiblen Grund dafür, daß es Probleme geben könnte, wenn ständig zwischen E 10 und E 5 gewechselt wird?

Das interessiert mich auch, wenn man nur E10 tankt, wechselt man ja schon ständig, je nach dem, was gerade als E10 verkauft wird.

Ich kenne auch keine wirklichen Gründe, hab aber schon öfter gehört dass man Spritsorten nicht ständig wechseln soll. Wurde damals zu Biodiesel-Zeiten davor gewarnt, weil mineralisches Diesel und Biodiesel unterschiedliche Ablagerungen erzeugen, und auf einige Ablagerungen der anderen Dieselsorte "reinigend" wirken und so eine plötzliche Schwemme an an- und abgelösten Ablagerungen den Motor gefährden könnte. Aber wenn das stimmt, würde ich erst recht ständig wechselnd tanken - dann können sich erst gar keine großen Ablagerungen bilden.
Bei den Kettensägen höre ich es auch oft, dass man nicht zwischen Aspen und Tankstellenkraftstoff hin- und herwechseln soll. Und beim Öl heißt es auch, artenrein zu bleiben und nicht mineralisch, teil- und vollsynthetisch durchzuwechseln.

Muß echt mal konkret die Spezialisten befragen.
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Micky » 10. Oktober 2014 23:36

PeterG hat geschrieben:Nur noch Biogasanlagen und E10 Gepansche, alles Andere lohnt für die Bauern scheinbar nicht mehr.
Die Verpachtung der Flächen an Biogasanlagen bringt das Geld. Ist mittlerweile auf einem Level wo selber anbauen nicht mehr lohnt, hat mir letztes Jahr ein Bauer erzählt.


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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Enz-Zett » 11. Oktober 2014 12:09

Die bäuerliche Landwirtschaft steht wohl sowieso vor dem Aus, das habe ich schon von einigen Landwirten gehört. Um rentabel wirtschaften zu können, braucht man eine Betriebsgröße und modernes Gerät, dass sich die Landwirte im Schnitt (!) auf 40 Jahre verschulden. Vorausgesetzt, jedes Jahr bringt seinen Ertrag so wie kalkuliert. Da darf kein Regensommer, Dürresommer, Überschwemmung oder sonstige Naturkapriole dazwischenspucken.
Zu einem späteren Zeitpunkt der Entwicklung wird es ein paar wenige Agrarkonzerne geben. Die hochindustrialisierte Agrarproduktion wird dann nur noch mit "designtem" Saatgut funktionieren, so wie es Monsanto u.a. schon vertreiben, und das nur mit dem dazudesignten Dünger die Erträge bringt - allerdings macht der Dünger den Boden für nicht designtes Saatgut unbrauchbar.
Biogasanlagen und Pflanzenanbau für Ökosprit stoßen zwar in die gleiche Richtung, sind aber längst nicht die einzigen Treiber dieser Entwicklung. Mit dem moralischen (und respektwürdigen) Verzicht auf E10 kann man diese Entwicklung leider nicht aufhalten, nicht mal verlangsamen. Nur wenn man den gesamten, direkten und indirekten Konsum von Agrarprodukten konsequent moralisch korrekt abstimmt.

Boykott von Biosprit hat leider auch eine Kehrseite der Medaille. Die Konzerne kalkulieren mit dem Absatz, wie sehr sich die weitere Forschung und die Markteinführung von Biosprit der 2. Generation lohnt. Wenig Absatz = wenig Rendite = wenig wirtschaftliches Interesse der Konzerne an der 2. Generation. Damit ist es leichter, die gesetzliche Quote wie bisher aus "Nahrungsmittelpflanzen" zu erfüllen. Moral hin oder her.
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon CnndrBrbr » 2. Dezember 2019 13:20

Enz-Zett hat geschrieben:
Martin H. hat geschrieben:Ok, jetzt mal abgesehen von allen sozialen Debatten; gibt es einen plausiblen Grund dafür, daß es Probleme geben könnte, wenn ständig zwischen E 10 und E 5 gewechselt wird?
Wurde damals zu Biodiesel-Zeiten davor gewarnt, weil mineralisches Diesel und Biodiesel unterschiedliche Ablagerungen erzeugen, und auf einige Ablagerungen der anderen Dieselsorte "reinigend" wirken und so eine plötzliche Schwemme an an- und abgelösten Ablagerungen den Motor gefährden könnte...
Ja, die Debatte gab es. Die Ursache waren 2 Dinge. 1. Biodiesel ist ein hervorragendes Reinigungsmittel, löst also sehr gut Ablagerungen auf, 2. mit Biodiesel quellen einige Dichtungen auf, und zwar nicht die aus Viton/Fluorkautschuk. Dadurch passiert erstmal nichts, aber die gequollenen Dichtungen nutzen natürlich stärker ab. Wenn dann später wieder Diesel getankt wird, geht die Schwellung der Dichtungen zurück, wodurch dann ein Spalt freigegeben wird - zack - undicht. Reinen Biodiesel gibts nicht mehr, dafür aber einen konstanten Anteil von 7% im Diesel, damit 1. für den beigemischten Anteil die volle Mineralölsteuer fällig wird, und 2. der Biodieselanteil konstant bleibt und damit die Dichtungen dicht. Das hat aber nichts mit Ethanol und E10 zu tun.

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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon kutt » 2. Dezember 2019 13:31

Seit dem ich ein Schiff habe, weiß ich, daß das Problem bei Biodiesel in der Anfälligkeit durch Mikroorganismen liegt. Beim PKW, wo man rech oft tankt ist das kein Problem. Im Schiff hat man meist recht viel Sprit, der selten ausgetaucht wird.

Zusammen mit etwas Wasser, leben kleine Algen in den Wassertropfen, die im Diesel schwimmen und bauen vorrangig den Biodiesel ab. Die Produkte landen als Schlamm im Tank und setzen die Filter zu.

So kippt man ein hochgiftiges Additiv in den Diesel (was mitterweile für Privatanwender verboten ist), um dem vorzubeugen. Schon lustig... der Umwelt zuliebe, Biodiesel und dann Grotamar, von dem ein paar Tropfen im Wasser mehr schaden, mals die paar Prozent Biodiesel.

Nicht umsonst gibt es Schiffstankstellen, die (für einen satten Preis) Biodieselfreien Diesel anbieten.

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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Ysengrin » 2. Dezember 2019 13:57

Interessanter Punkt.

Wobei auch interessant wäre, wie viele Liter (Auto-)Diesel pro Jahr in Schiffen verbrannt werden und wie viele in Autos. Und ob das dann nicht eher ein Luxusproblem ist. Zumal es ja, wie Du schreibst, entsprechende Schiffstankstellen gibt, die dieses Problem lösen.

Gibt es da eigentlich irgendwelche rechtlichen Vorgaben? Also dass man in Schiffsmotoren bloß bestimmten Schiffsprit verbrennen darf? Oder darf man da reinkippen, was man will. Also zB auch Heizöl? Denn das gleiche Problem hat man ja bei Heizöl auch: Große Tanks, geringen Verbrauch, lange Lagerung. Wie ist es da mit Biozusätzen und Mikoorganismen?
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon hiha » 2. Dezember 2019 14:09

Nur zur Info: Die dieselfressenden Mikroorganismen und die zugerhöigen Probleme gibts, seit es Diesel gibt. Die brauchen nämlich kein "Bio" um davon zu leben, die können das auch mit echtem Mineralöl.
Gruß
Hans

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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon MZ-Wilhelm » 2. Dezember 2019 14:15

Moin,

Boote mit Diesel Antrieb müssen auch Diesel tanken, Heizöl ist, wie auch in PKW, verboten. Wird man erwischt muss der gesamte Tankinhalt fachgerecht entsorgt werden und es wird obendrein noch ein ansehnlicher Betrag an Steuer und Strafe fällig.
Die alten Diesel, ich habe einen Einzylinder Direkteinspritzer, vertrage allerdings so ziemlich alles. Ich habe mal einige Liter billigen Aldi Speiseöls eingefüllt, meine dass er damit sogar ruhiger lief. :ja:

E 10 habe ich früher nie getankt, 2019 aber ab und an in der Honda und im Jeep gefahren, zumindest der Jeep ist frei gegeben.
Nun mache ich bei der Honda jedes Jahr zur Winterruhe die Schwimmerkammern ab, sprühe etwas Öl hinein und setze sie wieder auf. So sehe ich also immer wie die Innereien aussehen, dieses Jahr waren sie stark angelaufen, die Messingdüsen matt und schäbbich genau wie auch das Alu der Schwimmerkammern.
Die BMW, sie bekommt V-Power von Shell*, sah an der Stelle aus wie immer, schön sauber und blank wie es sich gehört.
(*wegen 600er Köpfen auf 800er Zylindern neigt sie zum Klingeln)

E10 kommt nun nicht mehr in unsere Fahrzeuge, nicht mal in die Rasenmäher und Laubbläsermotoren.

Verbrauch habe ich nicht beobachtet, ist mir egal, wenn es zu viel wird, fahre ich halt weniger.

Gruß
Willy
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon BK Treiber » 2. Dezember 2019 15:48

In der 79 Oktan war ein Abschnitt in einem Artikel in der letzten Ausgabe. Dort wurde berichtet das die DDR in den 70 und 80er den Sprit auf ähnliche Weise gestreckt hat. Soviel zum Thema das die Karren solch Benzin nicht vertragen weil der Sprit damals nicht mit Alkohol gestreckt wurde. Ich tanke das Zeug ebenfalls. Nach der Recherche erst recht. Ich lasse meine Karren über den Winter so wie ich sie im Herbst nach der letzten Tour abgestellt habe. Noch keine Probleme gehabt das sie im Frühjahr nicht anspringen. Ich mache mir über dieses Thema keine Gedanken mehr.

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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon TS-Jens » 2. Dezember 2019 16:24

kutt hat geschrieben:Nicht umsonst gibt es Schiffstankstellen, die (für einen satten Preis) Biodieselfreien Diesel anbieten.


Meinst du C.A.R.E. oder herkömmlichen Diesel ohne Bioanteil (Also "Den guten von früher")?

hiha hat geschrieben:Nur zur Info: Die dieselfressenden Mikroorganismen und die zugerhöigen Probleme gibts, seit es Diesel gibt. Die brauchen nämlich kein "Bio" um davon zu leben, die können das auch mit echtem Mineralöl.
Gruß
Hans


:ja: Dieselpest ist so alt wie Diesel.

MZ-Wilhelm hat geschrieben:Moin,

Boote mit Diesel Antrieb müssen auch Diesel tanken, Heizöl ist, wie auch in PKW, verboten. Wird man erwischt muss der gesamte Tankinhalt fachgerecht entsorgt werden und es wird obendrein noch ein ansehnlicher Betrag an Steuer und Strafe fällig.


Außer staatliche Stellen, da wird zum Teil munter Heizöl im Kahn verfahren :wink:
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Jena MZ TS » 2. Dezember 2019 19:39

Ich bin im Opel omega jahrelang E60 bis E70 gefahren. Bis auf etwas zuviel Wärme im Motor war alles super.

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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon MZ-Wilhelm » 2. Dezember 2019 20:07

TS-Jens hat geschrieben:Außer staatliche Stellen, da wird zum Teil munter Heizöl im Kahn verfahren :wink:


Die kontrollieren sich auch nicht selbst. Wenn die aber bei einem Diesel-Kutter ne Probe ziehen, könnte es drollig werden. Früher gab es, ich glaube in Belgien, roten Diesel, auch wenn man damit erwischt wurde und keine Quittung vorweisen konnte, gab es auch Ärger, hat mir mal einer mit nem Stahlverdränger erzählt.

Bei unserem Kahn mit dem 30L Tank und 0,8L/h, wenn kein Wind weht, lohnt sich die Betrügerei sowieso nicht aber bei einer 46er Grand Banks mit zwei Caterpillar V8 Dieselmaschinen und 2000-3000L Tankvolumen und einem Stundenverbrauch von 100L sieht die Sache schon anders aus.

Gruß
Willy
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon kutt » 2. Dezember 2019 22:17

hiha hat geschrieben:Nur zur Info: Die dieselfressenden Mikroorganismen und die zugerhöigen Probleme gibts, seit es Diesel gibt. Die brauchen nämlich kein "Bio" um davon zu leben, die können das auch mit echtem Mineralöl.
Gruß
Hans


Durch den Biodieselanteil soll das Problem akuter geworden sein. Die Betreiber der Biodieselfreien Tanken haben mir alle gesagt, daß die den Sprit nur wegen des Pestproblems verkaufen. Auch mein Schiff hatte beim Vorbesitzer mal ne Dieselpest. Nachdem alles wieder sauber war hat der immer Grotamar reingekippt ;) Ich denk mal in der kalten Ostsee ist das nicht so das Problem.. Aber hier auf den Kapverden haben wir gute 25°C Wassertemperatur ;)

Schifftankstelle und Biodieselfreier Diesel, naja dann reden wir aber über mind. 1,50€ pro Liter (bei Kleinmengen). Da holt man sich den Sprit lieber an der Tanke ;)

PS: Grotamar ist seit 12/2018 für Privatanwender verboten. Da hab ich mir noch mal fix 5l gesichert ;)
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Der Sterni » 3. Dezember 2019 09:31

Vor so ziemlich genau einem Jahr hatte ich die Dieselpest in meiner Ölheizung. Verursacht durch Heizöl was, wie sich später herausstellte, im Sommer 2 Wochen in nem halbvollen IBC der Sonne ausgeliefert war.
Schlechte Bedingungen also.

Wie dem auch sei.
Grotamar war mir bekannt, aber leider hab ich nichts mehr bekommen, da alle gehamstert haben.
Bis März hab ich mich dann mit Behelfslösungen durchgeschlagen, denn vorher war seitens des Herstellers auch an gewerbliche nichts mehr lieferbar.

Hab dann glücklicherweise was bekommen und seit dem Ruhe.

Was mich an dem Verbot am meisten ärgert ist die Grundlage warum es für Private verboten wurde.
Falsch angewendet kann es, wenn es mit Wasser in Berührung kommt, Krebs erregen. Es kann...
Wir kippen also 1L eventuell Krebserregende Flüssigkeit in 1000L nachweislich Krebserregenden Kraft-/Heizstoff.

Wo bleibt da die Logik?
Egal, Hauptsache es konnte mal wieder etwas Reguliert werden.

Es bleibt ein verärgerte Kopfschütteln.

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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon kutt » 3. Dezember 2019 14:12

Jo, so ging es mir mit G4. Das ist ein auf Polyuretan basierende Grundierung, die im Schiffbau eingesetzt wird.

Jahrelang verfügbar, dann bestelle ich ne Pulle und bekomme einen Anruf, ob ich meinen Gewerbeschein zeigen kann.
Verboten, da "vermutlich" krebserregend. Ich konnte durchs Telefon sein kopfschütteln sehen.

Er hats mir dann trotzdem geschickt...

Bei Grotamar hab ich das drohende Verbot durch Zufall mitbekommen und gleich noch mal 5l bestellt. 299€ uff.
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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Der Sterni » 3. Dezember 2019 17:42

Dank Gewerbeschein im ''passenden'' Gewerbe hab ichs direkt beziehen können.
Jedoch für ~35€/L Brutto

Die 300 werden schon nen Spekulationspreis von nem Händler gewesen sein

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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon etz15088 » 3. Dezember 2019 17:56

Kennt jemand von Liqui Moly Anti-Bakterien-Diesel-Additiv?
Soll 1ml auf 1l Diesel dosiert werden.

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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon Mechanikus » 4. Dezember 2019 01:13

Um mal auf den Alkoholgehalt im Tankstellenbenzin zurückzukommen: An der TS hatte ich ein regelrecht zerfressenes Benzinhahnkücken (Zinkgußteil!) nach der Winterpause. Baktofin oder Aspen - Benzin im Tank sollen das Problem jetzt lösen. Bis jetzt sieht's ganz danach aus, als ob es funktioniert. Andere Länder mischen übrigens auch Ethanol bei. In der Tschechischen Republik, wo aufgrund des günstigen Preises viele aus meiner Heimat tanken, heißt der Kraftstoff der Wahl "Natural 95". Er hat ca. 7% Ethanolbeimischung (laut Sächsische Zeitung), das steht aber nirgends an der Zapfsäule dran, man muß es anderweitig recherchieren... Soviel dazu. Während des Hochwassers 2002 gabs bei uns kein Benzin (es war übrigens auch schwer an Brot usw. zu kommen). Da bin ich mit der TS eine Mischung aus Restbenzin, Nitro- und Universalverdünnung, Bremsenreiniger und Ethanol für Scheibenwaschanlagen mit Zweitaktöl gefahren. Hat bei etwas auf "spät" gestellter Zündung ganz gut funktioniert. Die Schrauben von der unteren Tankhalterung hatte ich aber rausgedreht, damit ich ihn immer wieder mal schütteln konnte, um einer Entmischung vorzubeugen. Der Tankinhalt war milchig wie Bohremulsion. Aber auch diese Notsituation hat die Emme souverän gemeistert, dafür ist sie mir so ans Herz gewachsen.

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Re: Die späte Akzeptanz von E10

Beitragvon OChris » 4. Dezember 2019 19:40

Das nenn ich mal nen 2T-Likörchen die Mischung ;)
zweitaktende Grüße
Chris

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