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Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 26. März 2019 17:06
von P-J
hermann27 hat geschrieben:Egal wie ich es geschrieben und andere es ausgelegt oder verstanden haben und mich deswegen fuer einen Spinner;Bloedmann oder Sonstiges halten (das halte ich aus) !


Niemand hält dich für nen Spinner, Bloedman oder sonst was. Da kannste dir hier sicher sein. :ja:

Mal was grundsätzliches zum Almot Kolben, der hat nen Spitznamen, der wird auch Hefekolben genannt weil er sich mehr dehnt wenn er Warm wird. Daran kann auch der "Kolbenpapst Wahl" nix ändern. Sowas mit 5 Hunderstel einzuschlefen halte ich, Wahl hin oder her, für Fahrlässig. Möglich das jetzt gleich 10 Leute schreiben das es bei ihnen hält, ich bin mit nem Almot mit 6 hundestel, selbst gemessen noch 800 KM Einfahrzeit, und fetter Einstellung bei 120 niedergegangen, das brauch ich nicht nochmal und das wünsche ich auch keinem, selbst meinem ärgsten Feind nicht. Nimm den Kolben und mach nen netten Aschenbecher draus, such dir was gescheites, achte auf Nebenluft und ne Düse die gross genug ist und du wirst viel Freude mit dem Mopped haben. :ja:

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 26. März 2019 18:31
von Trebel-TS
Hallo in die Runde,

von der unterschiedliche Führung des Pleuls hatte ich bisher nichts gelesen, werde ich aber kontrollieren. Kolben und Kurbelwelle hatte ich von einer kompetenten Zweiradwerkstatt aus unserer Region (Stralsund) bekommen. Ich gehe davon aus, das beides zueinander paßt. Der Zylinder wurde übrigens auch dort geschliffen.
Da der Motor mit dem zweiten Kolben noch zusammen ist werde ich als nächstes mal den alten angerosteten originalen Auspuff herrichten und anbauen. Mal sehen, ob das Verhalten anders ist. Danach sind dann Kolben, Buchse und Kurbelwelle dran.

Gruß Jörg

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 26. März 2019 19:23
von mz-mw
Trebel-TS hat geschrieben:Kolben und Kurbelwelle hatte ich von einer kompetenten Zweiradwerkstatt aus unserer Region (Stralsund) bekommen. Ich gehe davon aus, das beides zueinander paßt. Der Zylinder wurde übrigens auch dort geschliffen.

Hier genau wäre ich vorsichtig. Wäre alles okay, hättest Du die Probleme nicht. Solch gravierende Probleme sind mir in vielen Jahren noch nicht über den Weg gelaufen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Trebel-TS hat geschrieben:Da der Motor mit dem zweiten Kolben noch zusammen ist werde ich als nächstes mal den alten angerosteten originalen Auspuff herrichten und anbauen.

Das empfinde ich als halbherzig. Ausprobiert hast Du doch in den letzten Jahren genug. Ich würde es komplett überholen und mich anschließend an der fahrfreude ergötzen :ja:

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 26. März 2019 20:40
von hermann27
Den Zeilen von mz-mw kann ich nur beipflichten.
Ich halte es sogar fuer gefaehrlich so weiterzufahren, wenn der Kolben auch klemmt und du nicht rechtzeitig die Kupplung erwischt, liegst du sogar auf der Nase
Das kann sehr weh tun und um das schoene Moped waer es auch noch schade.

Wenn der noch eingbaute Kolben auch ein Allmot ist, nutzen selbst 0,06 mm Einbauspiel oder mehr nichts. Diese Kollben dehnen sich im oberen Bereich viel mehr, als die Original-Kolben (gibts noch bei Güsi) und deshalb klemmen sie gerne. Wie du an deinem ausgebauten Kolben sehen kannst, hauptsaechlich von oben her.
Machs wie mz-mw raet, gleich richtig!
mfg Hermann

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 11:43
von Bratoletti
Hallo zusammen,
warum wird nicht das Einbauspiel, wie es MZ vorgab, benannt?
Bei den 6-Volt 250 Motoren (also, vorher kenne ich mich nicht aus,ETS250, TS250, TS250/1) ist der Unterschied
Kolben/Bohrung Zylinder 4/100 = 0,04 mm.
Bei den 12-Volt Motoren (also ETZ 250, bei ETZ 251 kenne ich mich nicht aus) waren es
Brato geändert: anfangs 4/100 = 0,04 mm. Das wurde von MZ nachträglich per Werkstattrundbrief auf 5/100 = 0,05 mm geändert, weil ( ?) die Motoren festgingen.

Michael

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 11:57
von Treibstoff
Bratoletti hat geschrieben:...
Bei den 12-Volt Motoren (also ETZ 250, bei ETZ 251kenn eich mich nicht aus) waren es Anfangs 5/100 = 0,05 mm.
Das wurde von MZ nachträglich per Werkstattrundbrief auf 7/100 = 0,07 mm geändert, weil die Motoren festgingen.
...

Ist das wirklich so? Das höre ich heute zum ersten mal.
Hat evtl. jemand besagten "Werkstattrundbrief" als Scan verfügbar und kann ihn hier mal einstellen?! Christof?

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 12:53
von Bratoletti
ich suche noch

-- Hinzugefügt: 27.03.2019, 12:54 --

ich meine, es stand auch in der KFT, die habe ich aus der Zeit und suche..dauert aber, Termin gleich.

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 17:29
von Trebel-TS
Hallo,

nur interessenhalber. Wieviel Spiel sollte denn beim MM250/3 ein ALMOT-Kolben (an den unterschiedlichen Meßpunkten) haben, damit er vernüftig läuft? Dann weiß ich wenigsten wieviel meiner zu groß war...

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 17:43
von Bratoletti
Hallo Jörg,
Das Kolbenspiel ist wie oben gezeigt 4/100 mm bei der TS 4 Gang. (und 5 Gang auch). An den verschiedenen Stellen,
die Du misst haben die gemessenen Maße keine Bedeutung. Wenn der Zylinder gebohrt wird, dann ist das ein
druchgehender Durchmesser der Buchse. Und die muss 4/100 mm größer sein als der Durchmesser des Kolbens. Der Durchmesser des Kolbens steht obendrauf: 69,45 mm. Also solle die Buchse 69,45 + 0,04 = 69,49 mm Durchmesser
haben. Das Verschleissmass der Buchse ist laut Neuber 10/100 mm. Also 69,45 + 0,10 = 69, 55 mm. Ich hoffe ich habe nicht falsch gerechnet.
Michael

-- Hinzugefügt: 27.03.2019, 17:50 --

Frage: hast Du den Kolben, den Du zeigst, zuletzt gefahren und wie Du schreibst und dann einen Kolben gleichen
Durchmessers eingebaut? Ohne den Zylinder schleifen (auf das nächste Übermaß bohren) zu lassen?

Ich könnte mir vorstellen mit einer guten Schieblehre des Kolben im Durchmesser zur messen. Kontrolle, ob es
passt ist die Zhal auf dem Kolben. Ebenso könntes Du den Durchmesser des Zylinders, gleich oben, da wo er
nicht verschleisst, oberhalb des obersten Rings messen. Aus mehreren Messenungen wirst Du einen Wert herausbekommen, der dem Spiel entspricht.

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 17:55
von Klaus P.
Der Kolbendurchmesser wird zur Kontrolle ca. 10 mm unterhalb der Kobo-bohrung gemessen.

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 17:58
von koschy
Bratoletti hat geschrieben:ich suche noch

-- Hinzugefügt: 27.03.2019, 12:54 --

ich meine, es stand auch in der KFT, die habe ich aus der Zeit und suche..dauert aber, Termin gleich.


Das würde mich auch sehr interessieren. Habe ich noch nie gehört. Zudem wurden die Kanuni-Kolben auch alle mit 0,05 mm oder sogar 0,04 mm (Goetze-Kolben) verbaut. Da bin ich zumindest vorsichtig skeptisch, was das mit den 0,07 mm angeht, ohne Bratolettis Aussage anzweifeln zu wollen... :?:

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 18:01
von Bratoletti
Nochwas: viele Indizien sind hier schon benannt, woran es liegen kann. Manche nicht.
Ich bin mit meiner ersten TS 250/0 auch fast verzweifelt wegen deren Klemmneigung. Bin aber auch meist VG gefahren.

Dein Moped sieht wie geleckt und gelackt aus. (neu grad lackiert?) Zur Verzweiflung brachten mich nicht nur
einmal Lacksplitter: im Tank, im Sieb im Tank, im Sieb des Benzinhahns, in den Düsen.

Die Dinger sind so nett und haken sich in Fissuren des Benzinschlauches hinein und kommen irgendwann.
Da hilft nur: Tank säubern, alle Siebe auch, Benzinleitung neu. Auch Sand (hatten mir Idioten mal in den Tank gekippt)
ist fein und geht durch. Kerzenbrücken gibt es und verstopfte Düsen sind alles Abmagerrisiken.

Wenn nichts hilft (Spaltmaß haste sicherlich geprüft und ist in Ordnung) verringere einfach brutal die Verdichtung mit
bis zu 1,20 mm Kopfdichtungen. Das half immer. Dann in Ruhe weitersuchen.

In der Einfahrstellung der TLN fahren hilft auch, wenn Du nie VG fährst.
Und misstraue Deinen Messungen bei ZZP und ZK. dreimal messen kann drei Ergebnisse bedeuten und dann?
Ach und misstraue am meisten den Messergebnissen beim Schwimmer einstellen.

Nun trau Dich trotzdem, schönen Abend.
Michael

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 18:13
von hermann27
@ Bratoletti
Also waere Dein Rat 0,04 mm Laufspiel alle anderen Massen sind unwichtig?
Auch bei Allmot-Kolben ?
mfg

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 18:19
von P-J
koschy hat geschrieben: 0,07
Wenn die Verschleisgrenze bei 0,08 liegt :?:

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 18:29
von Bratoletti
Hallo Herrmann, ich halte mich an die Vorgaben derer, die es damals am besten wussten: MZ. Damit hatte ich gute Erfahrungen. Insofern Empfehlung:ja! Michael

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 18:31
von hermann27
Auch mit Allmot?
mfg Hermann

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 18:35
von Bratoletti
Almot, keine Erfahrungen damit. Warum sollte es Hersteller abhängig Einbauspiele geben?

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 18:40
von ets_g
weil es verschiedene legierungen, herstellungsarten gibt? schmiedekolben etc..

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 18:46
von hermann27
Auch die Schleifkurven unterscheiden sich betraechtlich!
mfG Hermann

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 18:57
von zweitakt
Ein weiterer Aspekt:
Mit welchen Toleranzen sind unsere Meßzeuge,
welche ja im privaten Bereich oft gebraucht, von Opa,
noch nie kalibriert oder auch mal runtergefallen sind,
behaftet?

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 19:10
von MZFieber
Vielleicht geht der Messschieber, oder das Mikrometer, zumindest als Anhaltspunkt der der Zustand ok ist. Die letzte Nachkommastelle des Messwerts sollte man bei der Bewertung eh weglassen aufgrund der Messunsicherheit in dem Bereich.

Für eine richtige Werkstatt, bzw. Unternehmen kommt natürlich nur kalibriertes Gerät in Frage.

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 19:13
von hermann27
Gerade die Hunderstel machen den Unterschied zwischen laeuft prima und Kolbenfresser
mfG Hermann

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 20:01
von Klappstuhl
Hab ich was überlesen oder war die hauptdüse noch nicht im Gespräch?

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 21:18
von Schrauber Jörg
Hallo zusammen,
ich hatte das Problem auch mal, bei einer RT, BJ. 60 mit Nachbauauspuff. Mit dem alten Zylinder lief alles super. Aber als der neu geschliffene Zylinder(mit orig. DDR Kolben) draufkam hat er laufend geklemmt. Ein alter Kolbenschleifer hat mir dann geraten mal den Nachbauauspuff mit dem Original zu vergleichen und siehe da, da waren einige Durchlässe zu eng. Dadurch hat der Motor die Wärme nicht losgekriegt und ist festgegangen. Ich habe den Auspuff etwas aufgebohrt (bei der RT kann man den ja auseinandernehmen), und schon ging das. Außerdem hat mir der Kolbenschleifer geraten dem Sprit Bleiersatz beizumischen.
Also probier mal einen alten originalen Auspuff. Aber der Kolben der da abgebildet ist der hat es wohl hinter sich. Kauf dir zu diesem Thema mal das Buch "Besser machen" von Carl Hertweck, der Mann hatte richtig Ahnung. Gibt es als Neuauflage bei Ebay oder im Buchhandel.
Gruß Jörg

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 21:22
von 990sm-r
Was ist mit den den Wärmewert der Zündkerze. Vielleicht ist der einfach zu niedrig. :gruebel: :nixweiss:

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 22:15
von Lorchen
Klappstuhl hat geschrieben:Hab ich was überlesen oder war die hauptdüse noch nicht im Gespräch?

Danke für den Hinweis, der aber ignoriert wird. :floet:

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 27. März 2019 22:55
von koschy
Ich glaube, das Problem ist, dass hier ganz viele Sachen diskutiert werden, dass es aber nirgendwo zu einem Ergebnis kommt :|

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 28. März 2019 09:49
von 990sm-r
koschy hat geschrieben:Ich glaube, das Problem ist, dass hier ganz viele Sachen diskutiert werden, dass es aber nirgendwo zu einem Ergebnis kommt :|


Es braucht halt zur Diagnose vergleichbare Daten. Diese werden vom Fred-Ersteller nicht geliefert , was nur den Blick in die Glaskugel zulässt. Kein Wunder also das nix konkretes dabei herrauskommt.

p.s. Ich finde es aber trotzdem bewundernswert wie viele sich bemühen dem Foristi zu helfen. :gut:

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 28. März 2019 11:08
von koschy
990sm-r hat geschrieben:
koschy hat geschrieben:Ich glaube, das Problem ist, dass hier ganz viele Sachen diskutiert werden, dass es aber nirgendwo zu einem Ergebnis kommt :|


Es braucht halt zur Diagnose vergleichbare Daten. Diese werden vom Fred-Ersteller nicht geliefert , was nur den Blick in die Glaskugel zulässt. Kein Wunder also das nix konkretes dabei herrauskommt.

p.s. Ich finde es aber trotzdem bewundernswert wie viele sich bemühen dem Foristi zu helfen. :gut:


+1

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 28. März 2019 14:43
von Bratoletti
Hallo zusammen,
ich habe gesucht und gefunden. Stichwort Extra-Thread: WHB ETZ S. 24, 27 und 28.
Ich muss mich korrigieren, den Nachweis mit den 7/100 mm Einbauspiel habe ich nicht gefunden, auch nicht
die Werkstattanweisung. Habe wohl Mist geschrieben habe. (oben habe ich korrigiert auf 0,05 mm für ETZ).
Näheres im Extra Thread (Weil es hier nichts zu suchen hat, es ist keine ETZ hier und das Klemmen ist mir
unklar mangels genauer Beschreibung, sehe es so wie Koschy).)
Michael

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 28. März 2019 17:33
von hermann27
Ich habe mal eine ganz banale Frage, allso bitte nicht gleich aufregen.

Wie wurde obige Ts denn bisher gefahren, vor allem bergab?

Hintergrund meiner Frage: ich fahre seit ueber 52 Jahre Viertakt-Honda,s von der C114 bis hin zur CBX 1000 und erst seit rund 20 Jahren 2-Takter.
Meine leidvolle Erfahrung aus der 2-Takt-Anfaengerszeit bei Bergabfahrten etwas Gas rausnehmen,weil's immer schneller wurde, geht schief!

1. massiver Quersteher bei 120 auf der Autobahn vom Nuerburgring Richtung Heimat. Gosseidank die Kupplung noch erwischt ....
2. wenig spaeter,wieder bergab, Jawa 350 : ueber 130 wollte ich nicht, also etwas Gas weg, nur wenig spaeter Kreiiiiiisch! Auch diesmal ohne Blech und Knochenschaden.
Lehre daraus , was mit 4-T keinerlei Problem ist, kann mit 2-T tragisch enden.
Seither sowohl Jawa als auch MZ entweder viel Gas oder garkeins!
mfG Hermann
Ps. ich mache meine Motoren seit gut 50 Jahre alle selbst ohne techische Problem im Nachhinein.

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 28. März 2019 17:47
von Treibstoff
Naja, bergab das Gas wegnehmen, evtl. sogar nach längerer Vollgasfahrt, ist nicht gesund.
Das Frischgas dient auch gleichzeitig der Kühlung und wenn Du plötzlich "den Hahn zumachst", kann auch nix mehr kühlen.

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 28. März 2019 19:11
von Trebel-TS
Hallo,

danke für die vielen Meinungen. Bei den vielen Fragen kann es sein, dass ich nicht alle beantwortet habe, ist keine böse Absicht!

Den alten originalen Auspuff werde ich doch nicht mehr verwenden. Er ist unterhalb stark eingedrückt (hatte ich schon vergessen), deswegen hatte ich mir damals auch einen neuen besorgt.
Einen geknickten Auspuff möchte ich mir eigentlich nicht anbauen. Bekommt man irgendwo noch halbwegs originale Auspuffe für die TS250/0, mit dem der Motor vernünftig läuft?

-- Hinzugefügt: 28. März 2019 19:18 --

Zum Fahren der TS
Wir haben hier nur plattes Land, da spielt Bergfahren keine Rolle. Die Klemmer gab es immer auf freier gerader Strecke. Da ich sie mehrfach hatte, bekommt man auch ein Gehör und Gefühl, wann sich ein Klemmer anbahnt. Allerdings darf dann in diesem Moment nicht gerade der Kupplungsbowdenzug reißen...

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 28. März 2019 23:09
von Jena MZ TS
Ich sehe täglich einige geklemmte kolben uä. Viele Infos zum Problem kann man seit Jahrzehnten in der PDF von ms-motorservice nachlesen.

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 29. März 2019 08:17
von arnold
Treibstoff hat geschrieben:Naja, bergab das Gas wegnehmen, evtl. sogar nach längerer Vollgasfahrt, ist nicht gesund.
Das Frischgas dient auch gleichzeitig der Kühlung und wenn Du plötzlich "den Hahn zumachst", kann auch nix mehr kühlen.


In den Büchern steht doch aber genau das Gegenteil. Nimmt das Gas weg dringt Standgas(-gemisch) in den Einlass, die wesentlich für die Hitzeentwicklung verantwortliche Ansaugluft, bleibt aber draußen.
Deshalb entweder viel Gas geben oder keines. Bestätigt wurden diese Aussagen von Praxiserfahren von Leuten, die kilometerlang bergab nie Probleme hatten. Ich habe mich seither auch daran gehalten und kann es bis jetzt nur bestätigen.

In der Betriebsanleitung wird auf das langsame Schließen des Drehgriffs, vor allem in der Einfahrphase, hingewiesen. Die andere Aussage habe ich aus einem Forum (könnte Simson-Bereich gewesen sein) und sie wurde mir durch den Wildschrei (wenn ich mich recht erinnere) bestätigt.

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 29. März 2019 08:43
von kutt
Das mit dem Gas wengnehmen und Quietsch hatte ich auch mal. Grund war ein Nachbaukolben mit zu geringem Siliziumanteil (Schmelzpunkt der Legierung zu niedrig)

Die Älteren werden sich erinnern, wie ich mich damal mit dem Händler hier bis aufs Messer gestritten habe. Sogar als ich Messungen der Zusammensetzung veröffentlicht habe wurde weiterhin von Verleumdung, Falschaussagen usw. gefaselt.

Was mich in dem o.g. Fall noch anmerken möchte: Stimmt der ZZP und das Stoßmaß der Ringe wirklich? Ich hatte mal eine Garnitur, bei der das nachweislich zu eng war. Der Händler damals hat es nicht mal für nötig gehalten das nachzumessen. Statt dessen war er sehr gut darin mir Fehlverhalten vorzuwerfen. (fand ich echt Schade, bevor die Firma an den Junior übertragen wurde gab es nie Probleme)

Komischerweise läuft die Sache tadellos, seit dem Wahl noch mal drübergerutscht ist...

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 29. März 2019 09:16
von trabimotorrad
Also gut... Schicke den ganzen Krempel zu mir. Ich bringe es dann zu Herrn Wahl.
Aber wenn du dann wieder aufbaust, bitte genau die Zündung und den Vergaser einstellen.
Wenn die Garnitur rettbar ist, dann kann und wird sie Herr Wahl retten. Aber wenn Herr Wahl sagt, nix geht mehr, dann geht's eben nicht ..

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 29. März 2019 09:52
von hermann27
Ein Schlusswort, das mir sehr gefaellt !
mfG Hermann

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 29. März 2019 13:53
von Thoran
Super Angebot Achim! Feiner Zug von Dir! :respekt:

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 29. März 2019 15:32
von Trebel-TS
Hallo Trabimotorrad,

ich bin von der Hilfsbereitschaft überwältigt. Das Angebot würde ich dankend sehr gern annehmen! Wenn ich die Teile ausgebaut habe melde ich mich per PN wie wir es am besten abwickeln.

Gruß Jörg

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 29. März 2019 17:55
von 990sm-r
Könntest du bitte nach der Demontage, wenn entsprechende Messmittel vorhanden sind, die von mir geschriebenen Werte ermitteln? Wäre wahrscheinlich nicht nur für mich interressant, sondern auch hilfreich für´s ganze Forum , falls ähnliche Probleme wieder mal auftreten.

mfg
Normen

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 29. März 2019 18:59
von Trebel-TS
Ja, hatte ich schon auf dem Plan. Ich mache Bilder und vermesse nochmal Kolben und Buchse.
Schönes Wochenende!

Jörg

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 1. April 2019 20:10
von Trebel-TS
So, Kolben und Zylinder sind ausgebaut. Dieser Kolben hatte 4x geklemmt, ich konnte weitestgehend schnell reagieren und die Kupplung ziehen. Trotzdem ist der Kolben ganz schön ramponiert und die beiden oberen Kolbenringe sind auf der einen Seite auch fest. Die Buchse hat auch Spuren, die Tiefe kann ich erstmal nicht einschätzen, das wird sich beim Schleifen zeigen.
Das Pleul scheint durch die Kurbelwelle geführt zu sein, dort bewegt es sich nur geringfügig. Kolben und Nadellager haben ein Spiel von ca. 1,7 mm.

Die Buchse ist zylindrisch geschliffen und hat durchgängig einen Durchmesser von 69,52 mm.
Der Kolben hat lt. Stempel 69,48 mm, nachgemessen sind es unten am Hemd 69,45 mm. leider finde ich die Kilometerstände nicht mehr, aber er ist ca. 3000 km gelaufen. Ich habe ihn in 3 Höhen und um 90° versetzt gemessen. Hier die Werte:
zwischen Oberkante und oberer Ringnut: 69,19/ 69,22 mm
unter der unteren Ringnut: 69,35/ 69,39 mm
unten am Kolbenhemd: 69,41/ 69,43 mm

Soweit zu den Daten, hier die Bilder:

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 1. April 2019 20:47
von 990sm-r
Jetzt kann man ein paar Aussagen treffen und dir helfen. Bohrung zylindrisch 69,52mm - Kolben 69,48mm (gehen wir mal von der Kolbenbezeichnung aus) = 0,04mm Laufspiel.
1.Das könnte mit einem Original Megu Kolben funktionieren, mit den Nachbaukolben niemals.
2. Wenn das Alu nach dem Klemmer nicht aus der Buchse entfernt wurde, ist der nächste Klemmer schon vorprogrammiert.

mfg

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 1. April 2019 21:10
von Klaus P.
Wobei auch mal geklärt werden muß, wo bei welchem Hersteller die angegebenen Maße auf dem Kolbenboden gemessen werden.
Und noch wichtiger wie das Einbauspiel sein soll.
MZ hat das für jeden Kolbentyp festgelegt und auf dem Kolbenboden vermerkt.
Auch wo der angegebene Durchmesser (nachprüfbar) gemessen wird.

Scheinbar ist das nicht allen die sich in diesem Thread zu Wort melden bekannt,
dem Threadersteller schon auch nicht.

Der Kolbentyp oben ist uns auch nicht bekannt, lediglich die Legierung (K 20),
die aber bekanntlich nicht den MZ Vorgaben entspricht.
Das M sagt uns lediglich, dass der Kolben in einer seiner Kokillen gegossen worden ist.
Außer der Länge und der Lage der Überströmer wird da nichts stimmen, was nach der mech. Bearbeitung der von MZ vorgegebenen entspricht.

Gruß Klaus

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 1. April 2019 23:55
von hermann27
Der Kolben ist mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Allmot-Kolben aelterer Produktion
Bei einem meiner Ersatzkolben sind Ziffern und Pfeil in gleicher Weise eingenadelt.
Bei einem neueren Allmot-Kolben sind diese inzwischen graviert.
mfG Hermann

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 2. April 2019 03:26
von trabimotorrad
Wenn das Einbauspiel wirklich zu klein war, dann ist die Garnitur ein idealer Wahl-Kur-Kandidat. dabei wird das Laufspiel zwangsläufig größer - wenn aber das Pleul krumm ist, dann bringt eine Wahl-Kur nix :(

Siehe: viewtopic.php?f=4&t=59780&hilit=+wahl+kur

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 2. April 2019 06:20
von der janne
Auf den Bildern meine ich mehrere "Kratzer" auf dem Kolben zu sehen...wurde dein Luftfilter Kasten oder Rahmen gesandstrahlt?
Oder können irgendwoher noch feine Fremdkörper am Luftfilter vorbei kommen?

Solche "Kratzer" kenne ich nur von 50er Jahre Motorrädern mit "Nassluftfiltern" wo immer mal ein Mini-Steinchen mit Durchwandert....

-- Hinzugefügt: 2/4/2019, 07:22 --

Edit: obwohl...Die Kratzer sind meist unter den Klemmstellen...Also ist dort eventuell "nur" Kolben Material mit gewandert...

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 2. April 2019 06:32
von smokiebrandy
... messerscharfe Kanten an den Kanälen... :gruebel: ...

Re: Kobenklemmer zum X-ten Mal

BeitragVerfasst: 2. April 2019 20:45
von Christof
der janne hat geschrieben:Auf den Bildern meine ich mehrere "Kratzer" auf dem Kolben zu sehen...wurde dein Luftfilter Kasten oder Rahmen gesandstrahlt?
Oder können irgendwoher noch feine Fremdkörper am Luftfilter vorbei kommen?

Solche "Kratzer" kenne ich nur von 50er Jahre Motorrädern mit "Nassluftfiltern" wo immer mal ein Mini-Steinchen mit Durchwandert....


Die Kratzer sind auslassseitig, Janne. Solche Spuren, die du meinst sind wenn dann einlasseitig gehäuft zu finden. Da sieht es aber gut aus. Das sind klassische Hitzeklemmer am Auslaß. Meine Vermutung: Die Wärme kann nicht weg und der Auslaß ist jetzt verzogen. Das erklärt die gehäuften Klemmer. Die Buchse sieht in dem Bereich des Auslaß ja derbe aus.