Alles rund und über die Ausstattung zum Schrauben.
21. Dezember 2020 19:39
Hallo
Mein kompressor will nicht mehr richtig, er braucht für eine komplette Füllung 5 Minuten, das ging mal in der halben Zeit.
Es ist ein 2 zylinder mit 100 Liter kessel aus dem Jahre 1999.
Habe die ventilplatte ausgebaut und kann keine Schäden erkennen.
Wer weiß wie diese ventilplatte genau funktioniert?
Kann jemand Schäden an der Platte sehen?
In den rechteckigen Taschen wo die Plättchen drinliegen sind "Schlitze" zu sehen, welche in jeder Tasche eine andere Form haben. Sieht aus wie total ungenau auserodiert!?
Grüße
Schraubi
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21. Dezember 2020 19:54
Hatte meinen erst vor Kurzem offen, aber bei mir sah das ganz anders aus.
Undichtigkeiten gab es bei mir aber nicht an der Ventilplatte, sondern am Zylinderfuß und -kopf. Deshalb hat er auch länger zum Füllen gebraucht. Wegen der Luftkühlung sind die kleinen Undichtigkeiten anfangs nicht aufgefallen.
Vielleicht auch mal da schauen?
21. Dezember 2020 19:57
Wenn er voll ist hält er den Druck.
Es zischt auch nirgends.
Von alleine ist er dann nach 2 Tagen leer. Das war von Anfang an so.
Ysengrin hat geschrieben:Hatte meinen erst vor Kurzem offen, aber bei mir sah das ganz anders aus.
Dann hast du wohl ein anderes Modell ?
-- Hinzugefügt: 21. Dez 2020 21:11 --Hier noch 2 Bilder von den seltsamen ungleichmäßigen schlitzen. (neben den markierten punkten)
Ein schlitz geht überhaupt nicht durch die Platte durch ?
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21. Dezember 2020 20:26
schraubi hat geschrieben:Wenn er voll ist hält er den Druck.
...
Von alleine ist er dann nach 2 Tagen leer. Das war von Anfang an so.
das soll aber auch nicht so sein. meiner hält den Druck wochenlang
21. Dezember 2020 20:29
ea2873 hat geschrieben:schraubi hat geschrieben:Wenn er voll ist hält er den Druck.
...
Von alleine ist er dann nach 2 Tagen leer. Das war von Anfang an so.
das soll aber auch nicht so sein. meiner hält den Druck wochenlang
Nachdem das aber schon immer so war, geh ich jetzt davon aus das dies nicht das aktuelle problem ist
22. Dezember 2020 09:37
Die Schlitze selbst sind relativ uninteressant. Interessant ist die Anlagefläche, an der die Ventilplättchen im geöffneten (= gekrümmten) Zustand anliegen. Da sieht es mir so aus, als hätte sich an der Seite ein Grat / Wulst aufgeworfen, der die Ventilplättchen entweder festhält oder verformt.
Dieses Flatterventilprinzip ist nicht besonders dicht und wirkungsvoll, da hat es viel Verluste. Du kannst etwas Verbesserung versuchen, indem du die Oberfläche der Stahlplatten im Ventilplättchenbereich glatter schleifst / polierst. Wenn es dabei allerdings uneben(er) wird, war's ein Griff ins Klo. Aber den Druck halten, dafür ist ein anderes Ventil zuständig.
Kolben / Zylinder (/ Kolbenringe?) sind andere mögliche Ursachen für verschlechterten Wirkungsgrad, wurde aber schon genannt.
Und wie sieht der Ansaug-Luftfilter aus?
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22. Dezember 2020 10:08
Auf jeden Fall ist die Maschine mal ziehmlich warm geworden, das zeigen die Anlauffarben an den Ventilsitzen.
Möglicherweise haben sich die Platten dadruch verzogen.
Ansonsten, wie schon zuvor geschrieben, Zylinder und Kolben prüfen! Ggfs. das Teil nochmals zusammenbauen und vorher ein paar Tropfen Getriebeöl in die Zylinder geben.
Wenn dann die Arbeitszeit deutlich kürzer ist, kannst an Kolben und Zylindern weitersuchen.
Welcher Hersteller ist es denn überhaupt?
22. Dezember 2020 11:18
Es ist ein Italienisches Modell, damals im Fachhandel gekauft, mit einem Aufkleber von Kuhn Druckluftanlagen.
Die Plättchen liegen alle freigängig in den Sitzen wenn ich beide Platten übereinander lege, das sollte eigentlich passen.
Die Ventilplatte gibt es komplett zu kaufen, passt für Aggregate von Mecafer ABAC / AGRE / Metabo.
120 Euro:
https://www.weden-metabo-service.de/Met ... 800B-B380040 Euro:
https://www.ebay.de/i/224048385702?chn= ... gIfOvD_BwE
22. Dezember 2020 12:23
erstmal testen wie beschrieben, bevor du Teile kaufst
22. Dezember 2020 13:13
Gerade die gereinigte Platte eingebaut.
Luftfilter gereinigt, war aber völlig ok.
Etwas ÖL in die beiden Zylinderräume gekippt.
Füllzeit 4 Min 30 sec.
Wenn irgendwelche Zylinderdichtungen undicht wären, sollte dort doch Ölnebel oder Öldreck zu sehen sein, am Aggregat ist jedoch alles sehr sauber und trocken.
Es ist also ok, wenn die 4 Plättchen in der zusammengebauten Ventilplatte lose drinherumwackeln ??$matches[2]
$matches[2]
IMG_20201222_121403[1].jpg
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22. Dezember 2020 14:37
was mich erstaunt: "warum sind die Kolben so angeknuspert?" Die Maschine scheint doch mal sehr heiß geworden zu sein.
Hat denn immer die Drehrichtung gestimmt? Wenn der Kompressor falsch rum läuft, pumpt der auch nicht schlechter, bloß mit der Kühlung klappts dann nicht mehr so recht!
ansonsten Ventilplatte tauschen ist ja nun nicht der riesen Invest
22. Dezember 2020 14:46
Keilriemen ist ausreichend gespannt?
22. Dezember 2020 16:56
Drehrichtung ist ok.
Keilriemen Spannung auch ok.
Die kolben sind nicht angeknuspert, da liegen nur ein paar Brösel Dreck drauf.
22. Dezember 2020 17:29
... die "losen Blechplättchen" sind ja die eigentlichen Ventile, die müssen gerade aufliegen und dicht machen in der jeweiligen Kolbenbewegung.
Wenn die zu weit seitlich weg können machen sie die Öffnungen nicht dicht genug zu... musst du mal selber anschauen wie die sich bewegen können....
vielleicht ist das Plättchen seitlich abgenutzt oder die Plättchentaschen ?
22. Dezember 2020 22:35
ertz hat geschrieben:Wenn die zu weit seitlich weg können machen sie die Öffnungen nicht dicht genug zu... musst du mal selber anschauen wie die sich bewegen können....
vielleicht ist das Plättchen seitlich abgenutzt oder die Plättchentaschen ?
Die Bilder sehen mir nicht danach aus, dass die Ventilplatten seitlich versetzt sind. Die Spuren sowohl an den Ventilplatten wie auch an den Stahlplatten passen gut genug.
Und der Verschleiß an Plättchen und Plättchentasche wurde schon angesprochen, kontrolliert und für gut befunden.
Versuch mal folgendes: Kompressor anschmeißen und laufen lassen, bis kurz bevor er den Solldruck erreicht hat und abbläst. Dann mal ausstecken und die Luftdruckleitung zwischen Kompressorzylinder und Absteuerventil auf Undichtheit absuchen. In der Annahme / Hoffnung, dass bei diesem Modell das Absteuerventil nur dann zu macht, wenn vom Druckschalter der Befehl kommt, und bei diesem Versuch offen lässt. Der Abschnitt der Druckleitung wäre dann noch unter Druck - was er sonst nur ist, wenn der Kompressor läuft, und man wegen dem Radau keine Leckstelle pfeifen hört bzw. mit Lecksuchspray / Seifenblasenwasser nichts anfangen kann weil das Kühlgebläse zu stark windet.
23. Dezember 2020 00:26
Enz-Zett hat geschrieben: Dann mal ausstecken und die Luftdruckleitung zwischen Kompressorzylinder und Absteuerventil auf Undichtheit absuchen.
Druckregler, Druckschalter, Steuerventil, Absteuerventil?
Was ist jetzt was ?
23. Dezember 2020 00:28
schraubi hat geschrieben:Enz-Zett hat geschrieben: Dann mal ausstecken und die Luftdruckleitung zwischen Kompressorzylinder und Absteuerventil auf Undichtheit absuchen.
Druckregler, Druckschalter, Steuerventil, Absteuerventil?
Was ist jetzt was ?
ein schraubi der dieses fragt ist kein Schraubi
23. Dezember 2020 11:19
schraubi hat geschrieben:Druckregler, Druckschalter, Steuerventil, Absteuerventil?
Was ist jetzt was ?
Mach mal ein Bild vom Kompressor von der anderen Seite.
Der schwarze Kasten rechts vom Elektromotor, mit dem weißen Drehschalter, spielt da mit eine Rolle. Ich kann aber nicht sehen wie der bei deinem Kompressor luftseitig angeschlossen ist.
23. Dezember 2020 12:27
muenstermann hat geschrieben:schraubi hat geschrieben:Enz-Zett hat geschrieben: Dann mal ausstecken und die Luftdruckleitung zwischen Kompressorzylinder und Absteuerventil auf Undichtheit absuchen.
Druckregler, Druckschalter, Steuerventil, Absteuerventil?
Was ist jetzt was ?
ein schraubi der dieses fragt ist kein Schraubi

Macht mir nix aus

Grüße,
Ex-Schraubi
27. Dezember 2020 00:05
Hier die Bilder vom Anschluss
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
27. Dezember 2020 12:12
Also, scheint mir so zu sein: Die schwarze Box (Druckschalter) bekommt den Druck direkt aus dem Kessel. Ist der Solldruck erreicht, unterbricht es die Spannungsversorgung zum E-Motor. Gleichzeitig wird über die dünne schwarze Schlauchleitung (den offiziellen Begriff habe ich gerade nicht parat, ich nenne sie einfach mal Absteuerleitung) ein Ventil (eine Art gesteuertes Absperrventil) in dem Messing-Winkelstück am Eingang in den Kessel angesteuert.
So lange der Solldruck nicht erreicht wird und der Druckschalter nicht abschaltet, liegt Druck auf der Absteuerleitung an und hält das Absperrventil am Kesseleingang offen. Und so steht der Kesseldruck an bis in den Kompressorzylinder.
Könnte also klappen dass du den Kompressor ausschaltest, bevor er durch den Druckschalter abgestellt wird, und dann die ganze Druckleitung zwischen Kompressorzylinder und Kessel auf Dichtheit prüfen kannst.
Der Zustand soll aber nicht dauerhaft so sein, dass bei stehendem Kompressor Druck auf der Absteuer- und der Druckleitung anliegt. Den Kompressor sollte man immer erst dann ausschalten / ausstecken, nachdem er durch den Druckschalter abgestellt wurde. Mein Nachbar hat sich schon mal durch Nichtbeachtung dieser Regel den Kompressor kaputt gemacht.
Berichte dann bitte weiter, bin gespannt ob ich mit meiner Vermutung richtig liege.
27. Dezember 2020 19:39
...meist ist in dem schwarzen Druckschalter unten im Alugehäuse ein kleines, sehr wackeliges, Ventil eingebaut, was im eingeschaltetem Zustand die Öffnung für den Druckluftschlauch verschließt und im ausgeschalteten Zustrand wieder öffnet.
(Dort ist bei manchen Type neine kleine Gummiplatte drin, die gern zerbröselt...)
Es sollte zwischen Kessel und dem Anschluss für den Druckluftschlauch an dem Winkelstück der Druckleitung ein Rückschlagventil drin sein.
Auch wenn dieses Rückschlagventil undicht ist bekommst Du Deine besagten Probleme.
Somit bewirkt diese Schnappematik die Entlüftung des Kupferleitungsstückes zwischen Kessel und Verdichter im ausgeschalteten Zustand.
Das Ganze ist dazu da, das der Motor beim Start es erst einmal etwas leichter hat, da die Druckleitung nicht bis an den Verdichter schon vorkomprimierte Luft enthält und das die Ventilplatten Im Verdichter nicht im augeschalteten Zustand den Kesseldruck abdichten müssen.
25. Januar 2021 15:06
Moin zusammen,
weiß ich mal was...
Kompressor-Kupferleitung-RV am Kessel (wenn der Kompressor nach dem Abschalten den Kessel über das Entlastungsventil entleert, ist das RV defekt).
Das EV (mit dem dünnen Schlauch) sitzt unter dem Druckschalter und wird beim Einschalten geschlossen, beim Ausschalten geöffnet (egal ob Abschalten über Druck oder per Hand am Ein/Ausschalter). Wenn der Kompressor während des Laufens am Druckschalter abbläst, ist das EV am Schalter defekt.
Übrigens: 600l/min sind das Hubvolumen, ein reiner Volumenwert , die tatsächlich Liefermenge dürfte bei diesem Kompressor in gutem Zustand bei ca. 450l/min bei 7-8 bar liegen, der Rest geht in´s Kurbelgehäuse und wird über die Kurbelgehäuseentlüftung in die Umwelt entlassen. Die Ventile sind tatsächlich nicht mehr schön, kann man sicher mal erneuern.
Viele Grüße Berni
25. Januar 2021 15:26
Seit ein paar Wochen war ich nicht mehr in der Werkstatt ?
25. Januar 2021 15:40
Hallo,
bei großen Kompressoren wird die Druckleitung beim Ausschalten entlüftet damit kein
Druck auf der Leitung bleibt. Sonst müßte der Kompressor beim Anlaufen gegen den
Druck arbeiten.
25. Januar 2021 22:57
emme70 hat geschrieben:Übrigens: 600l/min sind das Hubvolumen, ein reiner Volumenwert , die tatsächlich Liefermenge dürfte bei diesem Kompressor in gutem Zustand bei ca. 450l/min bei 7-8 bar liegen, der Rest geht in´s Kurbelgehäuse und wird über die Kurbelgehäuseentlüftung in die Umwelt entlassen. Die Ventile sind tatsächlich nicht mehr schön, kann man sicher mal erneuern.
Also so übel ist eine Kolbenringabdichtung nun nicht.
Nein, der Rest wird vielmehr garnicht erst angesaugt, weil der Totraum mit komprimierter Luft im OT erst auf Saugdruck expandiert werden muss, bevor neue Luft nachgeschnüffelt werden kann.
27. Januar 2021 14:49
Es gibt sicher noch weitere Faktoren... über die kein Mensch nachdenkt und nachdenken muss. Das ist auch nur eine Randnotiz

. Wichtig ist die Angabe zur tatsächlich zu erwartenden Liefermenge. Oh Mann...
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