Übersetzung Der ETZ 250-300

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Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Amon Platzer » 17. April 2026 23:48

Da dies ein immer und immerwiederkommedes Thema im Forum ist welches Ritzel man verbauen sollte.
Ich werde das jetzt einmal Zusammenfassen mit verschiedenen Motorleistungen vergleichen

. Alle Behauptungen wurden ERFAHREN , zu jeder Behauptung gibt es eine PS und Drehmoment Zahl ( alle Leistungen wurden im Prüfstand bestätigt. )

Zu meiner EMME ( Test fahrzeug) Fahrwerk I.O und extrem ! Freigägige Räder.

Ich : 1.85m 75kg .

Also :
ETZ 250 Original ≈ 21ps 28NM

-> 18er = Für die meisten Das Beste
Da es das Erste Ritzel ist was man wirklich Fahren kann . Gang Anschluss in den 5 ist zufriedenstellend.

-> 19er: Gibt eigentlich keinen Grund das zu fahren , weder Verbrauch noch Fahrbarkeit.
Der Gang Anschluss lässt so sehr Zu wünschen Übrig das es manche Emmen nicht mal es Schaffen . Nur für Leute die ALLEINE und VOLLAST schnell Autobahn Fahren wollen .
Und wahrscheinlich auch nur wirklich sinnvoll mit Rückenwind .
Fazit-> in allen Aspekten schlechter als ein 18er , Auch im Spirtverbrauch

20er -> Realitätsverlust.

•300er Original Anbauteile (23 ps 31NM)

18er -> Absolut geil zum Fahren , 5ter Gang drückt endlich nach Vorne , Fahren im 5ten Gang auch möglich bei Gegenwind oder Bergauf

19-> alles ist So "Naja" Kann man Fahren, auch endlich auf der geraden ein "NAJA" Ganganschluss an den 5 Gang , aber als fahrgang eher nicht zu verwenden.
-> Fazit für Menschen die nur Autobahn Fahren völlig okay .

20er-> Realitätsverlust .

•300er mit 32er oder 34mm Vergaser ( 25-26ps 35nm)

-> 18er : Wenns schieben soll wie blöde .

->19er : Ist der sweetspot , angenehmer Gang Anschluss auch zu 2. Der 5te Gang lässt sich angenehm Fahren und auch bei Wind oder weiteren einflüssen.

-> 20er: Realitätsverlust, Außer du hast immer Rückenwind .

300ccm (29ps 38nm).

-> 18er : zu Brutal , aber Lustig .

-> 19er : Fährt sich richtig geil . Ungefähr so wie eine 250er mit 17er Ritzel . Geiler Ganganschluss und hohe Geschwindigkeit.

-> 20er ist das erste mal das sich das Überhaupt Fahren lässt . Gang Anschluss ist wie beim einer 250er an den 5 gang, zudem kommt sie nicht ausm Knick . Macht eigentlich keinen Sinn.

300ccm 32ps 40Nm

-> 18er : Wheely king ? :P

->19er : kranke Beschleunigung, Maschiert sobald der Hahn Aufgeht im 5 gang auf 130 kmh .

-> 20er Geht fit aber ist mir zu langsam in der Beschleunigung. Bergab 155kmh :O

Wer das anzweifelt soll das tuen
Sind alles Erfahrungswerte. Viel Spaß
Und übrigens wer denkt aber beim 20er hab ich 500 U weniger bei 100kmh also spar ich sprit ... nein du musst fast Vollgas geben um die 100 zu halten. Beim 19er oder 18er machst du das mit Viertelgas ->weniger Verbrauch .
Zuletzt geändert von Amon Platzer am 18. April 2026 11:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Treibstoff » 18. April 2026 08:09

Diese Äußerung

Amon Platzer hat geschrieben:... Gang Anschluss in den 5 ist zufriedenstellend...

läßt mich vermuten, daß bei Dir das originale, unveränderte Getriebe mit dem langen 5.Gang (Losrad mit 23 Zähnen) verbaut ist. Korrekt?

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Amon Platzer » 18. April 2026 09:28

Treibstoff hat geschrieben:Diese Äußerung

Amon Platzer hat geschrieben:... Gang Anschluss in den 5 ist zufriedenstellend...

läßt mich vermuten, daß bei Dir das originale, unveränderte Getriebe mit dem langen 5.Gang (Losrad mit 23 Zähnen) verbaut ist. Korrekt?


Original 23er jo , aber wieso sollte man das wechseln ? Lieber mach ich ein 32er vergaser drann und schon hab ich das Problem gelöst

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Treibstoff » 18. April 2026 09:38

Weil der Anschluß des 5.Gangs an den 4.Gang mit dem kürzeren 5.Gang (Losrad mit 22 statt 23 Zähnen) einfach viel besser zum Getriebe paßt. Fahre einfach mal eine serienmäßige ETZ250 und im Anschluß ein identisches Modell, wo nur der 5.Gang in der kürzeren Ausführung verbaut wurde.

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Amon Platzer » 18. April 2026 11:18

Treibstoff hat geschrieben:Weil der Anschluß des 5.Gangs an den 4.Gang mit dem kürzeren 5.Gang (Losrad mit 22 statt 23 Zähnen) einfach viel besser zum Getriebe paßt. Fahre einfach mal eine serienmäßige ETZ250 und im Anschluß ein identisches Modell, wo nur der 5.Gang in der kürzeren Ausführung verbaut wurde.


Ist doch schön und gut aber den umbau haben vielleicht 5% , für den Rest ist die Übersicht so wie sie ist okay , abgesehen davon haben wir beide wahrscheinlich 2 Ansichten was ein schöner Gang Anschluss ist. Eine 250er fährt sich generell original nicht schön . Viel zu wenig NM

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon DWK » 18. April 2026 11:38

Ich kann die Werte von Amon schon nachvollziehen.
An meinem 300er kam der Effekt mit dem 32er Vergaser.
19er Ritzel geht nur im flachen Gelände, wenn es etwas bergig wird ist es vorbei. Da ich keine 140+ fahren will, reicht das 18er Ritzel aus.

PS. Der 5te Gang ist bei mir der lange originale drin.
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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Sthoffmann » 18. April 2026 12:04

Na ich gebe auch mal meinen Senf dazu. Ich fahre in meinem „Racer“ auch das 18er Ritzel. Hier habe ich einen guten Ganganschluss zum fünften. Mein Motor ist völlig Serie bis auf den Mikuni-Vergaser. Mit dem 19er Ritzel war es schwer-selbst auf der Geraden- die 100km/h zu halten bzw. zu erreichen. Also hier gebe ich dem Amon recht. Kann ich so bestätigen… ;D

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon rausgucker » 18. April 2026 12:24

Es ist eben das alte Gesetz: Hubraum läßt sich nicht ersetzen - außer durch noch mehr Hubraum. Amon hat es wieder eindeutig bewiesen.

Man muss halt für sich selber entscheiden, was man mit der ETZ anstellen will. Für richtige Beschleunigung und hohe Geschwindigkeiten ist der Originalmotor schon vom Werk aus zu schwach. Da muss man zu einem anderen Motorrad greifen- oder eben nennenswert am Motor was machen - wie Amon eben.

Ich ganz persönlich lasse es mit der MZ ruhiger angehen, ich fahre eh nur im Sommer nett zu den Biergärten und Cafes am Rande der Stadt - oder mal in der Stadt rum. Da ist das Gespannritzel mit 15 Zähnen ziemlich praktisch und ausreichend - mehr als 110 sind da aber auch nicht drin, und das ist schon das absolute Ende der Fahnenstange. Zwischen 90 und 100 passt besser - in der Stadt ist das ja shcon zu schnell ;9

Aber solche Leistungssteigerungen a la Amon sind sehr interessant. Man sieht, dass der EM 250 mit einem 300er Zylinder und gezielten Verbesserungen realistisches Potential hat. Mein originaler 301-Motor bringt ohne irgendwelche "Maßnahmen" im Endeffekt auch nur ein bisschen mehr Durchzug als der 250er. Obwohl insgesamt sehr schön läuft.

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Treibstoff » 18. April 2026 13:18

Amon, DU hast gefragt, warum man den Umbau machen sollte und nur darauf habe ich geantwortet! Wieviele bisher diesen Umbau beim 5.Gang gemacht haben, stand hier nicht zur Debatte.

Ich frage Dich jetzt mal ganz konkret:
Hast Du schon einmal eine ETZ250, bei welcher außer dem Umbau auf den kurzen 5.Gang alles andere original geblieben ist, selbst gefahren? Ich bin mir sicher, nein. Den schlechten Anschlus des 5.Gangs an den 4.Gang durch den Anbau eines 32er Gasers zu "beseitigen" ist nur ein rumgedoktere an den Symptomen, aber keine Problembeseitigung.

Fakt ist, die originale Übersetzung des 5.Gangs der ETZ250 paßt irgendwie nicht zu den Gangabstufungen der Gänge 1 bis 4, er ist eindeutig zu lang übersetzt. Das wurde übrigens bereits bei der Vorstellung der ETZ250 in der Fachliteratur bemängelt. MZ hätte das auch ganz gern geändert, allerdings gab es dafür keine Freigabe für die benötigten Investitionsmittel. Nach der Wende, als MZ eigenständig entscheiden konnte (durfte), hat man (MZ) dann den kurzen 5.Gang auch umgehend serienmäßig bei der 251/301 realisiert.

Und zu Deiner Äußerung, daß sich eine originale ETZ250 allgemein nicht schön fährt, weil sie zu wenig NM hat, kann ich nur sagen, dann hast Du den Zweck, den dieses Motorrad erfüllen sollte und die Bedingungen, für die es gebaut wurde, nicht verstanden. Dann bist Du allgemein bei einem MZ-Zweitakter falsch. Kauf Dir lieber eine Boss Hoss, da hast Du aus einem Ami-V8 Drehmoment bis zum abwinken.

Ich persönlich bevorzuge den kurzen 5.Gang und nehme beim Kettenritzel dann lieber einen Zahn mehr. Jedenfalls kann ich vergleichen, denn ich besitze sowohl eine TS250/1 mit dem langen 5.Gang, als auch eine mit dem kurzen 5.Gang. Die mit dem langen 5.Gang bewege ich wesentlich seltener. Warum, darüber kannst Du Dir gern den Kopf zerbrechen.

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon starke136 » 18. April 2026 16:27

Das Gefühl was ein schöner "Ganganschluss" ist, ist eben bei jedem anders.
@ Treibstoff: Ruhig Blut, nicht jeder findet eben die MZ ab Werk gut gelungen und baut eben gerne dran rum bis es für einen persönlich besser passt. Jeder hat seine eigenen Vorlieben.

Ich finde es immer spannend, wenn jemand sich Gedanken macht wie man die alten MZ-Modelle etwas mehr anpassen kann, auch für den heutigen Verkehr.

Ich selbst muss sagen, dass meine TS 250/1 mit ihren 300ccm und 17er Ritzel hier im Th.Wald sehr entspannt zu fahren ist und ich auch öfters mal den 5ten benutzen kann. Höchstgeschwindigkeit habe ich dann zwar max. noch 110 km/h, aber für das Streckenprofil welches ich mit der MZ fahre reicht es dicke.
Die 50ccm mehr Hubraum haben sich hier auch sehr positive bemerkbar gemacht, vorallem beim Anfahren.
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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon ARV » 19. April 2026 09:50

Interessante Übersicht. Als ich meine 251er (Ersatzmotor, langer 5.Gang) neu hatte bin ich direkt beim Ritzel von 21 auf 20 runter gegangenen (16Zoll!). Damit ging es etwas besser aber immer noch nicht super.
300ccm machten es dann wieder etwas besser.
Jetzt fahre ich gerade einen neuen 300ccm mit 32er Mikuni ein und hoffe das damit das Thema Ganganschluss und Ausdrehen im 5.Gang endlich erledigt ist. Laut deiner Übersicht sollte das ja auch so sein wenn ich für mich mit 16Zoll gedanklich immer ein Zahn drauf rechne :)

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Kai2014 » 19. April 2026 10:16

Nur zur Info, der 5 Gang war zum Sprit sparen gedacht, nicht zum ausdrehen.
Ich habe bei mir auch ein 17 und 18 Ritzel ausprobiert.
Und habe dann wieder das 19 reingemacht.
Weil rollen im 5 nicht mehr möglich war, Berg ab Gas geben zu müssen ist Assi und macht den Tank schneller leer.

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon starke136 » 19. April 2026 10:36

Kai2014 hat geschrieben:Nur zur Info, der 5 Gang war zum Sprit sparen gedacht, nicht zum ausdrehen.
Ich habe bei mir auch ein 17 und 18 Ritzel ausprobiert.
Und habe dann wieder das 19 reingemacht.
Weil rollen im 5 nicht mehr möglich war, Berg ab Gas geben zu müssen ist Assi und macht den Tank schneller leer.


Das ist wahrscheinlich auch stark abhängig von dem Streckenprofil welches man fährt.

Als Beispiel:
Im flachen Land an der Ostsee/Mecklenburg kann ich mit den Gängen ganz anders fahren wie mit der gleichen Übersetzung im Th. Wald mit engen Tälern und permanenten Steigungen und Gefällen.
Da brauche ich bei mir mit 18" Hinterrad und 17 Ritzel bergab kein Gas geben, es rollt so.
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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Kai2014 » 19. April 2026 11:15

Ich wohne in Thüringen, im WAK.
17 ist für mich zu kurz.

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon starke136 » 19. April 2026 11:56

Kai2014 hat geschrieben:Ich wohne in Thüringen, im WAK.
17 ist für mich zu kurz.


Ich auch, direkt im Wald Sterngrund, Schmiedefeld in der Ecke.
17 ist für mich ok😁
So verschieden sind da die Geschmäcker und der individuelle Eindruck bei Übersetzung und Ganganschluss.
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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Amon Platzer » 19. April 2026 22:08

Treibstoff hat geschrieben:Amon, DU hast gefragt, warum man den Umbau machen sollte und nur darauf habe ich geantwortet! Wieviele bisher diesen Umbau beim 5.Gang gemacht haben, stand hier nicht zur Debatte.

Ich frage Dich jetzt mal ganz konkret:
Hast Du schon einmal eine ETZ250, bei welcher außer dem Umbau auf den kurzen 5.Gang alles andere original geblieben ist, selbst gefahren? Ich bin mir sicher, nein. Den schlechten Anschlus des 5.Gangs an den 4.Gang durch den Anbau eines 32er Gasers zu "beseitigen" ist nur ein rumgedoktere an den Symptomen, aber keine Problembeseitigung.

Fakt ist, die originale Übersetzung des 5.Gangs der ETZ250 paßt irgendwie nicht zu den Gangabstufungen der Gänge 1 bis 4, er ist eindeutig zu lang übersetzt. Das wurde übrigens bereits bei der Vorstellung der ETZ250 in der Fachliteratur bemängelt. MZ hätte das auch ganz gern geändert, allerdings gab es dafür keine Freigabe für die benötigten Investitionsmittel. Nach der Wende, als MZ eigenständig entscheiden konnte (durfte), hat man (MZ) dann den kurzen 5.Gang auch umgehend serienmäßig bei der 251/301 realisiert.

Und zu Deiner Äußerung, daß sich eine originale ETZ250 allgemein nicht schön fährt, weil sie zu wenig NM hat, kann ich nur sagen, dann hast Du den Zweck, den dieses Motorrad erfüllen sollte und die Bedingungen, für die es gebaut wurde, nicht verstanden. Dann bist Du allgemein bei einem MZ-Zweitakter falsch. Kauf Dir lieber eine Boss Hoss, da hast Du aus einem Ami-V8 Drehmoment bis zum abwinken.

Ich persönlich bevorzuge den kurzen 5.Gang und nehme beim Kettenritzel dann lieber einen Zahn mehr. Jedenfalls kann ich vergleichen, denn ich besitze sowohl eine TS250/1 mit dem langen 5.Gang, als auch eine mit dem kurzen 5.Gang. Die mit dem langen 5.Gang bewege ich wesentlich seltener. Warum, darüber kannst Du Dir gern den Kopf zerbrechen.


Wieso wäre das anbauen eines Größeren vergaser mehr herumgedocktore als Das wechseln einen Getriebe Rades?

Und zu Thema ich wäre noch nie eine ETZ 250 mit kleinen 5 gabg geharen ?

BIST du schonmal eine ETZ mit 40nm und über 30ps im originalen Drehzhalband gefahren ?

-- Hinzugefügt: 19. April 2026 22:14 --

Kai2014 hat geschrieben:Nur zur Info, der 5 Gang war zum Sprit sparen gedacht, nicht zum ausdrehen.
Ich habe bei mir auch ein 17 und 18 Ritzel ausprobiert.
Und habe dann wieder das 19 reingemacht.
Weil rollen im 5 nicht mehr möglich war, Berg ab Gas geben zu müssen ist Assi und macht den Tank schneller leer.


Ich will nicht spritsparen sondern bei 110 noch beschleunigen können

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Uwe6565 » 19. April 2026 23:17

Hallo ich gebe auch mal meine Erfahrung weiter.
In meiner ETZ 250 ist seit 1993 ein originaler ETZ 301 Motor verbaut.
Der Motor war in Serie ja in der EZ251/301 mit 16 Zoll Hinterrad verbaut.
Und als Abtriebsritzel ist eins mit 21 Zähnen drin.
Ich habe im Laufe der Jahre einiges versucht, mit den 21 Zähnen war Vmax 130 K/mH drin, aber mit vollem Ausdrehen des 4.Ganges.
Und mal entspannt 100 K/mH fahren im 5. ging auch nicht.
Habe es mit 19 und 20 Zähnen probiert die Vmax war weg und dafür die Drehzahl für mein Gefühl zu hoch.
Bin also sehr lange mit dem 21 Zahn gefahren, bis ich durch Zufall mal eine originale ETZ 301 fahren durfte.
Bei der war es kein Problem bei 100 K/mH vom 4. in den 5. Gang zuschalten und weiter zu beschleunigen oder die 100 zu halten.
So habe ich erst mal zum Test ein 16 Zoll Hinterrad verbaut, was soll ich sagen nun ist es passend.
Die Ganganschlüsse sind sauber und Vmax liegt auch bei 130 K/mH
Der ETZ 301 Motor hat ja ab Werk den kurzen 5. Gang
Zum Emme fahren ist man nie zu alt

LG von Uwe6565 :D :D :D

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon rausgucker » 19. April 2026 23:51

Kai hat es aber richtig benannt. MZ hat den 5. Gang als eine Art Overdrive gedacht, Spritsparen war die Devise. Denn das gute Erreichen einer max.möglichen Höchstgeschwindigkeit war nicht das Konstruktionsziel - weil die Autobahn nur für 100 kmH erlaubt war, Landstraße 80 ... insofern sollte der MZ-Fahrer mit dem richtigen Klassenstandpunkt ja nicht schneller fahren als die Polizei erlaubt, sondern ökonomisch korrekt am sozialistischen Straßenverkehr teilnehmen.
Dass die MZ-Leute den kurzen 5. Gang durchaus auf dem Schirm hatten, davon können wir fest ausgehen, die Ingenieure waren ja nicht doof in Zschopau. Aber erst nach der Wende war es halt machbar, weil da dann die Höchstgeschwindigkeit plötzlich relevant war.
Naja, ich erwähne es gern nochmal ... mit einem 15er Ritzel ist bei meinen ETZ 250 der lange 5. Gang völlig unerheblich, das passt dann ...ich weiß, ich weiß, das ist nur meine persönliche Marotte, die keiner von euch so nachvollziehen kann. Ist auch völlig ok so :lol: :lol:

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon muffel » 20. April 2026 10:26

Eine gute Testreihe, finde ich.

Beim 250er Motor kann ich sogar mitreden. :P Da bin ich völlig bei Amon, ein 18er Ritzel ist dort das Mittel der Wahl. Dieser Umstand ist sicher auch dafür verantwortlich, dass die ETZ250 mit einem 18er Ritzel ausgeliefert wurde. Man muss allerdings auch immer das "Arbeitsumfeld" des Motorrades bewerten. Wohnt man in einer zänkischen Bergregion, wie Karsten :mrgreen: , dann macht ein kleineres Ritzel durchaus Sinn. Das Gleiche gilt auch falls die Nutzlast recht hoch ist, schwerer Fahrer, Soziusbetrieb und/oder Gepäck.

Einige Gedanken zum kurzen fünften Gang. Sicher eine interessante Sache, allerdings ist der Aufwand relativ hoch. Aus meiner Sicht macht dieser Umbau lediglich Sinn, wenn der Motor ohnehin offen ist und das betreffende Schaltrad verschlissen ist.
Ein Ritzel oder ein Vergaser sind halt schneller gewechselt. Von dieser Seite aus betrachtet, richtig ist, was das gewünschte Ergebnis bringt und dem Anwender taugt.
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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Silberfalke » 21. April 2026 08:56

Ich (185/85kg, Brandenburger) kann die Erfahrungen von Amon nicht nachvollziehen.
Meine ETZ hat mit original Motor mit 18er sowie 19er auch im 5. Gang auf der Autobahn funktioniert, bei Gegenwind mit dem 19er etwas zäh,
runterschalten war jedoch i.d.R. nicht nötig.
Nach dem Aufbohren mit Kopfbearbeitung (ORP, 25,5 PS, 38Nm mit orig. BVF, Düsen angepasst) hat sie jedoch so problemlos hochgedreht, dass ich auf ein 20er gewechselt habe.
Beschleunigung ab 3500 U/min im 5. möglich. Einen Unterschied in der Höchstgeschwindigkeit (GPS 131 km/h) konnte ich nicht feststellen, der Durchzug hat sich jedoch merklich verbessert.

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Amon Platzer » 21. April 2026 09:59

Silberfalke hat geschrieben:Ich (185/85kg, Brandenburger) kann die Erfahrungen von Amon nicht nachvollziehen.
Meine ETZ hat mit original Motor mit 18er sowie 19er auch im 5. Gang auf der Autobahn funktioniert, bei Gegenwind mit dem 19er etwas zäh,
runterschalten war jedoch i.d.R. nicht nötig.
Nach dem Aufbohren mit Kopfbearbeitung (ORP, 25,5 PS, 38Nm mit orig. BVF, Düsen angepasst) hat sie jedoch so problemlos hochgedreht, dass ich auf ein 20er gewechselt habe.
Beschleunigung ab 3500 U/min im 5. möglich. Einen Unterschied in der Höchstgeschwindigkeit (GPS 131 km/h) konnte ich nicht feststellen, der Durchzug hat sich jedoch merklich verbessert.


Du wohnst in Brandeburg , da gibt's keine Berge .

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Kai2014 » 21. April 2026 16:04

Der Fünfte ist zum Spritsparen gedacht und nicht irgendwo, den Berg hoch zufahren.

Wenn ich schneller als 120 fahren will, kaufe ich mir was anderes.
Was zudem deutlich weniger säuft.

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Amon Platzer » 22. April 2026 07:44

Kai2014 hat geschrieben:Der Fünfte ist zum Spritsparen gedacht und nicht irgendwo, den Berg hoch zufahren.

Wenn ich schneller als 120 fahren will, kaufe ich mir was anderes.
Was zudem deutlich weniger säuft.


Wenn DU das machen möchtest kannst DU das machen

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Amon Platzer » 4. Mai 2026 23:48

Silberfalke hat geschrieben:Ich (185/85kg, Brandenburger) kann die Erfahrungen von Amon nicht nachvollziehen.
Meine ETZ hat mit original Motor mit 18er sowie 19er auch im 5. Gang auf der Autobahn funktioniert, bei Gegenwind mit dem 19er etwas zäh,
runterschalten war jedoch i.d.R. nicht nötig.
Nach dem Aufbohren mit Kopfbearbeitung (ORP, 25,5 PS, 38Nm mit orig. BVF, Düsen angepasst) hat sie jedoch so problemlos hochgedreht, dass ich auf ein 20er gewechselt habe.
Beschleunigung ab 3500 U/min im 5. möglich. Einen Unterschied in der Höchstgeschwindigkeit (GPS 131 km/h) konnte ich nicht feststellen, der Durchzug hat sich jedoch merklich verbessert.


25,5ps mit 38,8nm ??? Hast du die bei 4500U ? Scheint mir ein wenig viel. Bei 40nm hat man 32ps und bei 38 ca 30

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon BK_Dreifuffzig » 6. Mai 2026 23:53

Moin Zusammen,

ich drängel mich mal mit rein in das Thema, da es mich gerade umtreibt.

Vorab - ich bin bisher im Forum eher als stiller Mitleser unterwegs gewesen und bin nicht wirklich als "Schreiberling" in Erscheinung getreten.
Kurzabriss zu mir - ich bin südlich von Berlin beheimatet, Anfang 40, seit gut 2 Jahren wieder (nach 15 Jahren Abstinenz) auf 2 und 3-Rädern unterwegs, aktuell 3 Produkte aus Zschopau im Bestand - eine '87er Export Solo ETZ 250 (gertrenntgeschmiert) mit 300er (bzw. genau genommen 285 ccm) Peter-Sauer-Motor, das gleiche Modell noch mal als Gespann (ebenfalls Peter Sauer, Getrenntschmierung, Exportausführung usw.) und denn noch eine ' 57er BK 350 mit Elastik-Seitenwagen (EL-Si).

Da ich, was die Ritzel-Kunde anbelangt, blutiger Rookie bin, wollte ich mal um Rat fragen, welche Ritzelgröße für mein ETZ-Gespann aus Eurer Sicht sinnvoll wäre.

Kurz zum technischen Hintergrund des Gespanns: Da der Peter-Sauer-Motor leider bei ca. 27tsd. km Gesamtlaufleistung (ausschließlich Gespannbetrieb) getriebeseitig anfing, etwas zu zicken, ich aber mit dem ETZ-Gespann vorrangig mit meinem Bengel unterwegs bin und (mit einer Kindes-Mutter im Nacken, die der ganzen Sache reichlich skeptisch gegenübersteht) deshalb vor allem auf Zuverlässigkeit und Sicherheit bedacht bin, habe ich mich letztes Jahr entschlossen, einen neuen, komplett revidierten Motor aufbauen zu lassen und gegen den Sauer-Motor auszutauschen.

Da ich auf die Getrenntschmierung (nein, ich will hier an der Stelle jetzt keine Grundsatzdebatte aufmachen) nicht verzichten wollte, habe ich mir einen einzelnen Export-Motor besorgt, um den neu herrichten (lassen) zu können.

Mit kompetenter Hilfe (vielen Dank noch mal an MrSchaf !), werkelt seit ein paar Wochen ein neuer Motor im Gespann, der folgendes Setup aufweist:
300ccm, ORP-Schmiedekolben, feingewuchtete ORP-Kurbelwelle, kurzer 5er Gang mit 22 Zähnen, Brennraumoptimierung, Steuerzeitenanpassung, 32er Mikuni mit Malossi Boost-Bottle.
Mein Motor selbst hat noch keinen Prüfstand gesehen, aber ein absolut identisch aufgebauter Motor hat auf dem Prüfstand knapp 28 PS und gut 38 NM abgeliefert. Im Zuge des Neuaufbaus des Motors ist auch gleich noch ein 18er Ritzel reingekommen.
Ansonsten gibt es noch zu sagen, dass hinten nun ein 16"-Rad seinen Dienst verrichtet (das Gespann war zum Kauf vorne schon auf einem 16"-Rad unterwegs, da eine (eine begutachtete/geprüfte/abgenommene & eingetragene) "Schwabel" verbaut war (die ich jetzt übrigens nach Umbau auf Motek-Schwinggabel inkl. Gutachten "über" habe, falls bei jemanden Interesse besteht - gerne per PN), das Seitenwagenrad war sowieso schon von Haus aus 16" und im Sinne der Schwerpunkttieferlegung hab ich dann hinten auch ein 16"-Rad verbaut (SW & HA sind nun auch identische Räder mit ETZ-HA-Naben, sodass ich erst mal fix nur die Räder HA/SW tauschen muss, wenn der Verschleiß an der HA sichtbar einsetzt). Und als cw-Wert-Booster ist natürlich zum Schutz der Bindehäute des Stammhalters am Seitenwagen noch eine hohe Scheibe montiert...

Erstes Fazit nach 2 Wochen mit dem neuen Motor:
Drückt in den ersten 4 Gängen wie sau 8) und macht richtig Laune, ABER: Ich komme im Fünften mit hängen und würgen lt. Tacho (ja, ist angepasst auf das 16" Hinterrad --> 251er Tachoantrieb) auf gerader Strecke maximal auf etwa 100 km/h. (Allein auf dem Gespann unterwegs, 183 cm,125 kg)
Das konterkariert leider etwas meine ursprüngliche Intention, mit dem Gespann eine stabile Reisegeschwindigkeit von 100 km/h hinzubekommen.
An der Motorleistung dürfte es nicht liegen, eher an der Kombination 16" Hinterrad, kurzer 5ter Gang und das aktuell verbaute Ritzel (Scheibe und Fahrergewicht ist klar, aber aktuell nicht zu ändern :biggrin: )

Da die Kette jetzt beim Motorentausch durch das 18er Ritzel sowieso zu kurz war und wir daher erst mal vernünftig pfuschen mussten, damit das Gespann trotzdem fährt, muss ich jetzt sowieso eine neue, längere Kette besorgen und hab mir in dem Zuge so meine Gedanken gemacht, welche Ritzelgröße für das Gespann mit dem aktuellen Setup geeignet wäre, um näher an die stabile Reisegeschwindigkeit von 100 km/h ranzukommen.

Kann mir hier vielleicht jemand freundlicherweise einen Tipp speziell für mein Thema Gespann, 16" Hinterrad und kurzer 5. Gang" geben?
Ich tendiere ja dazu, mal ein 19er Ritzel zu versuchen - was denkt ihr?
Und welche Kettenlänge bzw. wieviel Glieder müsste die neue Kette denn dann haben (reichen130 Glieder bei nem 19er Ritzel)?

Oder bin ich völlig auf dem falschen Dampfer und sollte wieder in Richtung 16 Zähne runterritzeln?

Ich bin mangels entsprechender Erfahrung etwas ratlos und hoffe, dass mir vielleicht der ein oder andere mal einen hilfreichen Tip geben kann.

Vielen Dank im Voraus und einen schönen Abend!

Andrej

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon ETZ250Greiz » 7. Mai 2026 08:20

Willkommen! Was sagt denn der DZM bei den knappen 100 kmh im Fünften? Es stellt sich doch die Frage, ob die Kraft am HR nicht reicht, um über 100 zu kommen und der Motor nicht hochdrehen kann, um zur Leistungsspitze zu kommen. Dann würde ich vorn ein kleineres Ritzel wählen. Wenn der Motor jedoch bei den 100 kmh schon über 6.000 U/min dreht, dann könntest Du ein größeres Ritzel testen.

PS: Da hast Du ein schönes Setup 👍🏻

Gruß Ulli

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon BK_Dreifuffzig » 7. Mai 2026 10:19

Moin Ulli und vielen Dank für das Willkommenheißen!

Jetzt sagst Du was...
Es ist in der Tat so, dass ich das Motörchen im 4. bis ca. knapp über 6.000 U/min treibe, bevor ich hochschalte und dann fällt es ab auf 5.000 U/min und wandert dann sehr zäh so auf ca. 5.500 U/min, um dann die besagten knapp 100 km/h zu erreichen.
Bis 6.000 U/min komm ich im 5. Gang aktuell im Leben nicht...

Dann würde ich wahrscheinlich jetzt als erstes mal das vorherige 16er Ritzel wieder ranstecken und schauen, wie es sich verhält (mit dem netten ökonomischen Nebeneffekt, dass ich erst mal keine neue Kette brauche - die , die jetzt drauf ist, ist noch kein ganzes Jahr im Dienst :lol: )

Danke für die Blumen bzgl. des Setups - meine Grundintention war halt einigermaßen flüssig im normalen Überlandverkehr als Gespann mitschwimmen zu können, um niemanden zu halsbrecherischen Überholmanövern zu verleiten, weil ich nicht nur vor seiner Nase herumstinkere, sondern auch nur mit 90 km/h unterwegs bin. Daher hatte ich mal geschaut, was sinnvoll und einigermaßen bezahlbar bleibt, um etwas mehr Leistung herauszukitzeln.

Gruß,

Andrej

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Silberfalke » 7. Mai 2026 12:54

Laut Prüfstand hat mein Motor (ORP 300cm³) bei 5500 U die höchste Leistung und sollte ählich deinem sein, ich würde ein kleineres Ritzel versuchen.

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon Pedant » 7. Mai 2026 13:29

Hmm, in meinem Bekanntenkreis und bei mir selber sind 19er verbaut. Immer in Kombination mit dem 15er Hinterrad - im Gegensatz zu deinem 16er - obwohl der Unterschied im Durchmesser nicht soooooo groß sein sollte ?!
"Fakten haben bekanntlich gegen Meinungen einen schweren Stand, denn Meinungen resultieren oft aus starken Bedürfnissen, und sei es nur dem, die Komplexität der Wirklichkeit zu umgehen“

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Re: Übersetzung Der ETZ 250-300

Beitragvon BK_Dreifuffzig » 7. Mai 2026 16:17

Hab mal die Werte von dem identisch aufgebauten Motor beigefügt.

Na ich werd wohl erst mal das 16er Ritzel dranstecken und schauen, was sich tut bzw. ob es sich zum Positiven verändert.
Die Teile dafür liegen ja quasi bei mir rum.

Wenn das nichts bringt, werd ich mich mal an größere Ritzel rantesten.

Wird aber sicher erst in den Wochen vor bzw. nach Pfingsten was werden - ich geb dann ein Update, wie es geworden ist.

Danke erst mal für die Hinweise allerseits!

Beste Grüße,

Andrej
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