Auch wenn das Thema schon ein paar Jahre älter ist:
Diejenigen die das Thema neu lesen könnte es ja dennoch interessieren.
Das "Problem" mit den vermeintlich zu kurzen Bolzen habe ich auch bei 2 RTs gehabt.
Bei einer war leider die Geradwegfederung einseitig sowas von festgerostet, da habe ich nach einsprühen, einwirklen lassen, Wärme und Co nach einem ganzen Tag resigniert und wollte schon die Flex ansetzen.
Dann ist mir eine Idee gekommen: Durch das lösen/entfernen der beiden Schrauben die sowieso bei der Demontage der Bolzen stören, zumindest einseitig, lässt sich die festgerostete Einheit in Gänze rauf und runter Bewegen (Bolzen schiebt sich durch den Rahmen). Dabei habe ich festgestellt, dass sich die Rahmenteile der RT so weit auseinander gebogen haben, dass ich die ganze Federeinheit quasi ohne Bolzen ziehen ausbauen konnte. Klar musste ich den Rahmen etwas weiter aufbiegen aber es ging. Für mich etwas unschön aber besser als Flexen. Im Schraubstück konnte ich dann auch das Gleitrohr mit Hitze und Rostlöser dazu bringen von dem Bolzen zu wandern.
Im zweiten Fall war es zwar eine intakte Hinterradfederung, aber auch hier hat sich der Rahmen gut und gerne 2-3cm geöffnet nach Entfernung der Schrauben.
Daher würde ich sagen ist es weitesgehend "normal" dass der Rahmen sich aufbiegt, bzw. bei der Montage wieder zusammengezogen werden muss.
Dazu würde ich auch die Methode Spanngurt wählen, damit ist es einfach und vor allem auch allein möglich.
Erst die Federeinheit einsetzen, dann spannen, dann den Bolzen einschieben und die obere Schraube eindrehen. Obere Rahmenklemmung anziehen, dann die untere Schraube in den Bolzen und anziehen. Zum Schluss dann die untere Rahmenklemmung.
Man darf ja auch nicht vergessen, dass das ganze Paket der Hinterradfederung mit den Federn vorgespannt eingebaut wird, da ist es ja nur logisch, dass die Federn den Rahmen aufdrücken sofern der Bolzen ihn nicht wieder zusammenzieht.
Was naturlich gegeben sein sollte ist die Fluchtung der Rahmenklemmungen sodass der Bolzen sich gut einfädeln lässt. Ggf. ist hier tatsächlich etwas zu richten.
Ich hoffe meine Erkenntnisse helfen dem Ein oder Anderen weiter
