Duplex in Hinterrad

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Mechanikus » 5. April 2021 15:23

Ein wirklich sehr schönes und ansprechendes Stück Bremstechnik. Hut ab, vor der vielen Arbeit. Bisschen wenig verrippt auf der Innenseite, aber ok, ich kenne auch die Wandstärke nicht. Trotzdem, ein Versteifungsring aus Stahlblech, der alle Nockenlager und Wiederlager miteinander verbindet, wär sicher gut. Bei den Engländern soll sowas ja Wunder bewirken. Bin gespannt, wie der Unterschied zur Serienbremse ausfällt.
Und: Wär es nicht für vorne etwas sinnfälliger gewesen?

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Mundharmonika » 5. April 2021 23:20

Da die Verbindungsstange nur Zugkräfte aufnimmt, ist deren Durchmesser vollkommen ausreichend.
Ja, man könnte die Hebel verzinken, aber Edelstahl finde ich schöner und da es nur Blech ist, auch schnell umzusetzen. Die Schweißnaht am Hebel, die man im Bild sieht, wollte ich dann auch gleich auf die andere Seite legen, so dass man sie nicht mehr sehen kann.

-- Hinzugefügt: 5. April 2021 23:29 --

Naja, vorne habe ich ja schon die Grimeca Scheibe, da braucht es keine Verbesserung. Die fehlende Verrippung auf der Innenseite ist schon Kompensiert, habe ich hier nur nicht dokumentiert. Die Bremsnocken halten sich durch ein Passstück alle gegenseitig und stützen sich ab, daher ist ein Stahlring oder dergleichen nicht mehr nötig.
Das wir hier nicht über den Sinn sprechen müssen, versteht sich. Doch wie viele hier von uns haben schon Dinge an ihre Emme gebastelt, die Sinnfrei oder auch Perlen vor die Säue waren. Es ist und bleibt eben ein Hobby!

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Mundharmonika » 30. April 2021 21:38

Guten Abend,
die Duplex konnte nun endlich mal in freier Wildbahn getestet werden und hat bestens funktioniert.
Der Druckpunkt ist sehr gut und auch der Hebelweg, bis die Bremsbacken richtig greifen, ist spürbar weniger im Vergleich zur Simplex geworden.
Ein blockieren auf dem Asphalt ist ohne weiteres möglich, durch den guten Druckpunkt aber nicht gefährlich.

Dennoch habe ich mir vor dem Einbau doch noch mal ein paar Gedanken gemacht, wie ich die Nocken noch weiter versteifen könnte.
Letztendlich habe ich die beiden Nocken der Bremsbackenanker mit einem V2A-Versteifungsblech von 3mm Dicke versteift. Diese tragen sich nun gegenseitig und unterstützen Gleichzeitig die Bremsnocken, da diese bereits mit einem Passstück mit dem paarigen Bremsanker verbunden sind.
Auch den Bremslichtkontakt habe ich nochmal überarbeitet und arbeitet bis jetzt zuverlässig. Ich hatte in der Simplex aber auch noch nie Probleme mit diesen.
Da ich noch keine Zeit für V2A Bremshebel hatte, habe ich die jetzigen geschwärzt (mit Einbrennfarbe im Ofen).
Und zu guter letzt noch ein bisschen das Alu poliert und die Bearbeitungsspuren egalisiert.

Insgesamt bin ich zufrieden, alles funktioniert wie es soll.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Ysengrin » 30. April 2021 22:08

Sieht fantastisch aus! Aber den Sinn dieses Blechs verstehe ich nicht. Soll das einem Verformen der gesamten Bremsplatte entgegenwirken? Ich bezwweifle, dass ein 3mm-Blech (das an den Seiten vielleicht 7 mm breit ist) das schafft. Wäre es nicht viel sinnvoller gewesen, im Alu ein paar Stege stehen zu lassen, strahlenförmig von der Achsbohrung?

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Mundharmonika » 30. April 2021 22:27

Das Blech nimmt ja nicht die komplette Kraft auf, es unterstützt nur.
Beim Bremsen wird der Bremsbackenanker nicht nur nach innen gedrückt, sonder auch nach hinten in Richtung der Drehrichtung des Rades. Nach innen wird der Bremsbackenanker über das Passstück mit dem paarigen Bremsnocken gehalten. Die Kraft in Drehrichtung des Rades wird mit der Strebe auf den zweiten Bremsbackenanker übertragen, der seine Kraft ebenfalls überträgt.
3 mm sind hier vollkommen ausreichen, zumal Edelstahl auch deutlich fester ist, als Wald und Wiesenstahl.
Es ist ja immer noch ein Prototyp. Ich wollte erstmal sehen, ob alles passt und funktioniert.
Der nächste Grundkörper bekommt natürlich mehr Fleisch und Rippen.
Ich denke aber, dass es jetzt schon reichen würde. Bisher nichts negatives festgestellt, trotz Gewaltanwendungen beim Bremsen.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon jot » 30. April 2021 22:47

moin,

oben drauf, nicht unten...

und mit dem loch in der mitte wirkungslos, in zugrichtung durchgehend...

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Mundharmonika » 30. April 2021 23:36

Oben rauf ging nicht, zu nah am Radkörper und das Loch wird damit zu viek zu groß.
Das Loch muss in der Mitte so groß sein, da die Nabe schon 55mm im Durchmesser hat.
Und das Blech ist in Druckrichtung und völlig ausreichend.
Es geht ja auch ohne, es soll nur unterstützen. Es ist immerhin Edelstahl, kein Baustahl, und trägt deutlich mehr.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Mainzer » 1. Mai 2021 07:28

Der E-Modul von Edelstahl und Baustahl ist so gut wie identisch ;)
Grüße aus Bodenheim, Nils
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Mundharmonika » 1. Mai 2021 08:19

Das stimmt, der liegt bei beiden bei ca. 210.000.
Trotzdem, immerhin habe ich auch einen Master im Maschinenbau und eine Ausbildung als Schlosser.
Wieso versucht hier eigentlich jeder mich zu belehren.
Es ist alles durch reichlich Überlegung und Berechnung entstanden.
Ich habe eine FEM-Analye des 3D-Modells gemacht, das zeigt, dass alle Spannungen innerhalb der Toleranzen liegen.
Wenn man Edelstahl schon Mal bearbeitet hat, dann weiß man, das es formstabiler ist, als Baustahl, besonders wenn es gewalztes Blech ist.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon P-J » 1. Mai 2021 09:05

Mundharmonika hat geschrieben:Wieso versucht hier eigentlich jeder mich zu belehren.


Da muss du hier leben mit, das ist, oder besser gesagt, die Menschen meinen das wäre normal und richtig so.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon AHO » 1. Mai 2021 09:26

Mundharmonika hat geschrieben:...Wieso versucht hier eigentlich jeder mich zu belehren...


Vielleicht weil Du in Mechanik / Statik nicht aufgepasst hast? :mrgreen:

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon seife » 1. Mai 2021 09:35

Naja, es gibt hier relativ Oft andere Diskussionsteilnehmer, die es tatsächlich besser oder zumindest gleich ut wissen aber die halt noch einen anderen Standpunkt als den eigenen in die Diskussion einbringen, ging mir kürzlich mit meiner Fehlannahme über die Zentrifugalkraft beim Kettenöler auch nicht anders.

Zum Thema kann ich nichts qualifiziertes beitragen außer vielleicht daß meine normale Simplexbremse selbst mit vollbeladener Maschine problemlos das Hinterrad zum blockieren bringt, und auch bergauf das Rückwärtsrollen problemlos verhindert.

Ich finde die Bremse übrigens auch schick, auch wenn sich mir der Sinn nicht ganz erschließt, aber an unseren Motorrädern muß ja schließlich nicht alles sinnvoll sein.
Gruß, Stefan

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Ysengrin » 1. Mai 2021 11:04

Guter Punkt! Wie bewährt sich die Bremse denn beim Halten an einer steilen Steigung? Kann Sie das Gespann im Stand halten?

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon P-J » 1. Mai 2021 11:27

Ysengrin hat geschrieben:Guter Punkt! Wie bewährt sich die Bremse denn beim Halten an einer steilen Steigung? Kann Sie das Gespann im Stand halten?

Meine "Handbremse" wenn man das so nenen will ist ein Keil zwischen Fusraste und Bremshebel am Gespann, wirkt also aufs Beiwagenrad (Simplex) und Hinterradbremse (Duplex). Auch auf steilsten Bergen ruckt nix, auch nicht rückwärts.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Bambi » 1. Mai 2021 14:04

AHO hat geschrieben:Vielleicht weil Du in Mechanik / Statik nicht aufgepasst hast?


Die Höflichkeit in Eurer Halle hat letzthin etwas nachgelassen ...
Schöne Grüße, Bambi
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Mundharmonika » 3. Mai 2021 07:32

Natürlich hat meine vorige Simplex den Ansprüchen eigentlich genügt und zum Blockieren hat es auch gereicht. Das relativiert die Duplex selbstverständlich.
Aber darum geht es doch hier gar nicht.
Wieviele Dinge werden hier vorgeschlagen und Umbauten präsentiert, die eigentlich nicht nötig sind.
Siehe Mikuni an MZ, Aufbohren auf 300ccm oder LED Blinker.
Die MZ läuft auch ohne diese Maßnahmen super.
Trotzdem ist es ein Mehrgewinn und eben ein Hobby, was viele hier immer irgendwie vergessen.
Da spielt Sinn und Praxis oft eine untergeordnete Rolle.
Dennoch, die jetzige Duplex geht deutlich besser als die Simplex.
Der Hebelweg der Fussbremse ist deutlich kürzer, bis ein knackiger Bremspunkt entsteht.
Der Druckpunkt ist besser geworden. Insgesamt sind die Verzögerungswerte spürbar besser.
Und sie ist auch noch deutlich leichter als die Simplex. Aber um das genau zu sagen, müsste ich das Mal auswiegen.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon hiha » 3. Mai 2021 11:00

Mundharmonika hat geschrieben:Wieviele Dinge werden hier vorgeschlagen und Umbauten präsentiert, die eigentlich nicht nötig sind.
Siehe Mikuni an MZ, Aufbohren auf 300ccm oder LED Blinker.
Die MZ läuft auch ohne diese Maßnahmen super.

Naja, wenn der BVF die Zinkpest hat, es keinen Bing mehr auf dem Markt gibt, und man Dellorto nicht mag, dann baut man einen MIkuni drauf.
Wenn meine TS/1 das allerallerletzte Übermaß hinter sich hat, nehm ich einen dicken Kolben der 301 mit Unterlegscheibe. Das ist beides sehrwohl Sinnstiftend.

Gruß
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Mundharmonika » 3. Mai 2021 16:17

Man, man, ihr dreht einem aber auch das Wort im Mund um.
Hier haben doch auch z.B. viele ihren Zylinder auf 300ccm gebracht, der noch nicht das letzt Schleifmaß hatte, bloß um noch mehr Bums zu haben und dadurch einige Schleifmaße verschenkt. Das ist doch bitte nicht mehr sinnvoll. Aber trotzdem bringt es mehr Leistung!
Genauso sieht es mit der Duplex aus!
Wehe, einer weiß es jetzt wieder besser.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon P-J » 3. Mai 2021 16:24

Mundharmonika hat geschrieben:Wehe, einer weiß es jetzt wieder besser.


Is schon in Ordnung so. Wenn ich noch eine fürs Hinterrad der ETZ find kauf ich die Auch. :mrgreen:

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon sch.raube » 3. Mai 2021 17:26

Mundharmonika hat geschrieben:Man, man, ihr dreht einem aber auch das Wort im Mund um.---.

eben weil hier oft leute ihre gesammten erfahrungen weitergeben die sie irgendwo gehört haben oder vermuten,
bei manchen themen sollten sich nur leute melden die am selben oder ähnlichen projekten arbeiten.
früher gab es handwerker und mundwerker, seit einigen jahren kommen immer mehr schreibwerker dazu und die handwerker sterben langsam aus ,
neu aufgetaucht sind in letzter zeit die APP-werker -------
SORRY :mrgreen: :? :schaf:

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon hiha » 4. Mai 2021 06:53

Mundharmonika hat geschrieben:Man, man, ihr dreht einem aber auch das Wort im Mund um.

Stimmt, das war gemein von mir, denn eigentlich wusste ich ganz genau was Du damit ausdrücken wolltest. :oops:
Sorry,
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Mundharmonika » 4. Mai 2021 08:17

Schön, dass wir uns wieder alle beruhigt haben :D .
Mich würde mal interessieren, wie die Erfahrung der anderen sind, die ebenfalls eine Duplex besitzen. Im Vergleich zur Simplex. Hier haben ja doch einige adaptiert.
Und wieso lehnt der Rest eine Duplex ab?
Bei Bremsen kann man doch garnicht genug verbessern!
Außerdem wollen wir doch auch unsere Mopeds alle immer etwas optisch aufwerten.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon hiha » 4. Mai 2021 08:51

Meinen Senf hab ich schon abgegeben, fasse aber gern nochmal zusammen:
Ich bremse im Straßenbetrieb hinten fast nicht, ausser beim Gespann, ausser auf Schnee+Eis, ausser im Gelände. Meine Vorderbremsen reichen üblicherweise für ein Stoppie, und die Hinterbremsen reichen zum Blockieren, beide sind aber immer gut zu dosieren.
Beim Gespann und im Gelände bin ich froh, wenn beim Rückwärtsrollen die Hinterbremse ohnenenneswerte Krafteinwirkung bremst. Ich hab mal eine alte Honda XR mit Duplex vorne an einem flachen Hügel halten wollen. Bremswirkung rückwärts nahe null, ging nicht.
Optische Aufwertung ist fein, ich persönlich lege allerdings -mangels Geschmackssinn- keinen Wert darauf.
Wichtiger ist mir die Funktion. Die Optik muss sich nach ihr richten. Siehe Carbonaufkleber, Scheinauspuffanlagen, :lol:
Gruß
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Ysengrin » 4. Mai 2021 08:57

Sehe ich genauso. Ein schönes Projekt und ich finde es beeindruckend, wie sauber das umgesetzt wurde. Mein Respekt ist Dir sicher!

Aber die Vorteile einer Duplexbremse (höhere Bremskraft, bessere Dosierbarkeit) kommen am Hinterrad kaum zum Tragen, die Nachteile (Bremskraft beim Rückwärtsrollen kaum vorhanden) aber schon. Insofern sehe ich ganz persönlich darin keine Verbesserung.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon koschy » 4. Mai 2021 11:10

Also meiner Erfahrung nach ist die Hinterradbremse der MZ eine absolute Katastrophe. Die lässt sich überhaupt nicht vernünftig dosieren, auch nicht mit auf die Trommel angepassten Belägen. Es gibt gar keinen vernünftigen Druckpunkt. Die Kunst an einer Bremse ist doch, dass sie einen vernünftigen Druckpunkt hat und die Bremse so konstruiert ist, dass bei normaler Dosierung eine Bremskraft anliegt, die hoch ist, bei der aber das Hinterrad nicht blockiert.
Bei der MZ gibt es weder einen vernünftigen Druckpunkt (man denke nur an den sich endlos verbogenen Fußbremshebel), noch eine vernünftige Dosierbarkeit. Es gibt nur gar keine Bremsleistung oder ein blockierendes Hinterrad (etwas überspitzt formuliert).

Ich frage mich, ob jemand hier in der Runde schon mal ein Motorrad mit einer vernünftigen Hinterradbremse gefahren ist. Wenn ich mir die Kommentare durchlese, habe ich das Gefühl, dass hier alle Motorräder aus den 1960er oder 1970er Jahren fahren. Anders ist es für mich absolut unverständlich, wie man eine solche Bremse als "gut" oder "absolut ausreichend" bezeichnen kann.

Für meine Begriffe ist die Duplex eine total sinnvolle Sache, gerade für Tourenfahrer oder Leute, die in der Großstadt fahren. Dass der Wald- und Wiesenfahrer die nicht braucht, ist verständlich. Aber um die geht es ja hier auch nicht.
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon P-J » 4. Mai 2021 11:19

koschy hat geschrieben: Ich frage mich, ob jemand hier in der Runde schon mal ein Motorrad mit einer vernünftigen Hinterradbremse gefahren ist.


Bedenke, wir reden hier über Technik der 50er, auch wenns in den 90ern noch so gebaut wurde. MZ mit Technik aus Japan, Italien, England oder BMW zu vergleichen ist hoffnungslos. Druckpunkt bekommt man halbwegs hin aber Dosierbarkeit wird schwer. An der ETZ mit Standart 160mm Bremse im Hinterrad gehts halbwegs. Die Duplex von meinem Gespann geht besser aber erst wenn sie einmal Warm war. Selbst nach 3 Tagen Standzeit hat die bei der ersten Bremsung dermassen zu das das Rad gleich blockiert. Seltsamerweise macht die Vorderrad Duplex das nicht.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon seife » 4. Mai 2021 12:29

Also ich hab die Hinterradbremse meiner ETZ bisher nur einmal ungewollt zum Blockieren gebracht, mit abgefahrenem Pneumant-Reifen (3-Stellige DOT nummer) auf nasser Straße, bei einer Schreckbremsung. Ansonsten bremse ich öfters mal mit der Hinterradbremse (mit), weil die Trommelbremse vorn irgendwie allein leider nicht reicht, das Fahrzeig nennenswert zu verzögern, und für mich funktioniert das ganz gut.

Und ja, ich habe auch noch andere Motorräder aus 1994, 2000, 2006, 2014, 2016, alle mit ziemlich ordentlichen Bremsen, durchgehend Scheibenbremse hinten, teilweise recht brachialen Bremsleistungen (2x 3 Kolben Schwimmsattel vorn, 2 Kolben Schwimmsattel hinten, mit Kombibremse *und* ausreichend Gewicht auf dem Hinterrad), aber die Hinterradbremse der ETZ empfand ich bisher nie als Problem. Die Vorderbremse meiner ETZ -- ja, da gäbe es was zu verbessern.
Vielleicht liegt es ja daran, daß die Vorderbremse so schwach ist, und deswegen ausreichend Gewicht am Hinterrad bleibt um die Hinterradbremse ordentlich bedienbar zu lassen :-P

Trotzdem finde ich die Duplex hinten hübsch, ein Erfahrungsbericht zum "Anhalten mit vollbeladenem Motorrad während Bergauffahrt an steilem Hang" steht aber noch aus ;-)
Gruß, Stefan

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon g-spann » 4. Mai 2021 12:32

koschy hat geschrieben:Also meiner Erfahrung nach ist die Hinterradbremse der MZ eine absolute Katastrophe. Die lässt sich überhaupt nicht vernünftig dosieren, auch nicht mit auf die Trommel angepassten Belägen. Es gibt gar keinen vernünftigen Druckpunkt. Die Kunst an einer Bremse ist doch, dass sie einen vernünftigen Druckpunkt hat und die Bremse so konstruiert ist, dass bei normaler Dosierung eine Bremskraft anliegt, die hoch ist, bei der aber das Hinterrad nicht blockiert.
Bei der MZ gibt es weder einen vernünftigen Druckpunkt (man denke nur an den sich endlos verbogenen Fußbremshebel), noch eine vernünftige Dosierbarkeit. Es gibt nur gar keine Bremsleistung oder ein blockierendes Hinterrad (etwas überspitzt formuliert).

Ich frage mich, ob jemand hier in der Runde schon mal ein Motorrad mit einer vernünftigen Hinterradbremse gefahren ist. Wenn ich mir die Kommentare durchlese, habe ich das Gefühl, dass hier alle Motorräder aus den 1960er oder 1970er Jahren fahren. Anders ist es für mich absolut unverständlich, wie man eine solche Bremse als "gut" oder "absolut ausreichend" bezeichnen kann.

Für meine Begriffe ist die Duplex eine total sinnvolle Sache, gerade für Tourenfahrer oder Leute, die in der Großstadt fahren. Dass der Wald- und Wiesenfahrer die nicht braucht, ist verständlich. Aber um die geht es ja hier auch nicht.

Alsooo,
wir haben zwei Yamahas, eine Honda, eine Suzuki und ein MZ-Gespann mit Trommelbremse hinten, letzteres auch seitlich....die einzige Bremse, die sich schlecht dosieren lässt, ist die Beiwagenbremse in unbeladenem Zustand, da blockiert sie schnell. Ich wage mal zu behaupten, dass eine vernünftig gewartete, gestängebetätigte Trommelbremse auf dem Hinterrad immer in der Lage ist, feinfühlig zum Anbremsen und hart bis zum Blockieren bedient zu werden. Die einzige Hinterradbremse, die mir etwas stumpf erschien, ist die Scheibenbremse der Africa Twin, aber das liegt wahrscheinlich hauptsächlich am Gewichtsunterschied zu den anderen Moppeds...
Gruß aus dem Niederbergischen,

Gerd

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon koschy » 4. Mai 2021 13:10

Ich kann Seife gut verstehen. Bei meiner TS mit Trommelbremse im Vorderrad kommt einem die Hinterradbremse total gut vor. An meiner ETZ mit einer gepimpten Scheibenbremse merkt man aber, wie schlecht die Hinterradbremse im Vergleich ist. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass neben der fehlenden Leistung vor allem die schlechte Bremsleistung das größte Problem ist, wenn man die MZ als Alltags- oder Reisefahrzeug benutzt. Ok, ich wohne in der Großstadt, fahre viel Autobahn und es ist massig Verkehr. Aber auch in anderen Situationen auf der Landstraße z. B. empfinde ich die Hinterradbremse als Unsicherheitsfaktor. Es kommt einfach im Vergleich zur Vorderradbremse nichts. Und es gibt keinen vernünftigen Druckpunkt und eine schlechte Dosierbarkeit. Wenn ich damit in Gefahfensituationen komme, fährt die Angst immer mit. Und da muss ich wirklich sagen, dass ich das von anderen Motorrädern ganz anders kenne. Auch wenn sie eine Trommel hinten haben. Guter Druckpunkt, gutes Ansprechverhalten, gute Bremsleistung. Das sehe ich bei der MZ leider nicht. Ich hab lange gedacht, es läge an mir, aber ich habe letztes Jahr die Trommel ausschleifen und die Beläge einschleifen lassen. Unterm Strich hat sich leider nichts geändert. Seitdem bin ich der Meinung, dass diese Bremse ab Werk nichts taugt. Zumindest nicht, wenn man die MZ als Motorrad ernst nimmt.
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon seife » 4. Mai 2021 15:31

Es liegt aber auch am Motorrad, an der Fahrwerksgeometrie und der Gewichtsverteilung. Bei der R1100R BMW wäre es gar nicht aufgefallen, wenn die Hinterradbremse keine Flüssigkeit drin gehabt hätte, einfach weil die sowieso nicht viel tun konnte. Die war nicht sonderlich scharf, aber nur anschauen und das ABS fing an zu regeln, weil da zuwenig gewicht drauf war. Dafür hat die vordere Doppelscheibe in Verbindung mit dem Telelever selbst auf holprigsten Straßen so verzögert, daß es dir die Zahnplomben rausgezogen hat.
Die Deauville ist wesentlich hecklastiger, und trotz der brachialen Vorderbremse ist es immer hilfreich, hinten mitzubremsen, oder in der Stadt oder so (wegen Kombibremse) einfach nur mit dem Fuß zu bremsen.
Der Burgman 400 ist so hecklastig, daß ich mich mal lang gemacht habe, weil ich auf trockener, sauberer Straße das Vorderrad überbremst habe. Aber wenn du da am linken Hebel ziehst, dann bremst der (auch Kombibremse) so richtig.
Beim Tricity 125 ist mit seinen beiden Vorderrädern und dem schweren Vorbau dazu und durch die hohe Sitzposition im Vergleich zum Burgman hingegen die Hinterradbremse ziemlich überflüssig, da wird zwar auch kombibremsmäßig mit dem linken Hebel der rechte ein wenig mit gezogen, aber der wird da hinten gleich so leicht, daß das ABS sofort zu regeln anfängt, also rechts richtig in die Vorderbremse reinlangen und das Ergebnis ist dann wieder als "brachial" zu bezeichnen.

Es ist also unter Umständen absolut möglich, daß du selbst mit einer wunderbar ansprechenden und gut dosierbaren Scheibenbremse im ETZ Hinterrad nicht viel besser bremsen würdest, einfach weil durch die Gewichtsverhältnisse und die Lastverteilung beim Bremsen da gar nicht mehr auf die Straße gebracht werden kann.

Aber wissen tu ich das natürlich nicht :-)
Gruß, Stefan

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon P-J » 4. Mai 2021 17:46

seife hat geschrieben:Es ist also unter Umständen absolut möglich, daß du selbst mit einer wunderbar ansprechenden und gut dosierbaren Scheibenbremse im ETZ Hinterrad nicht viel besser bremsen würdest, einfach weil durch die Gewichtsverhältnisse und die Lastverteilung beim Bremsen da gar nicht mehr auf die Straße gebracht werden kann.

So dumm ist diese Überlegung nicht. Durch die doch stark veränderte Fahrwerksgeometrie von meinem ETZ Chopper ist die Hinterradbremse schon wichtiger geworden. Trotz der besseren Vorderradbremse/Pumpe ist es bedeutend schwieriger bei einer Vollbremsung das Hinterrad zu lupfen.

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon koschy » 5. Mai 2021 11:03

seife hat geschrieben:
Es ist also unter Umständen absolut möglich, daß du selbst mit einer wunderbar ansprechenden und gut dosierbaren Scheibenbremse im ETZ Hinterrad nicht viel besser bremsen würdest, einfach weil durch die Gewichtsverhältnisse und die Lastverteilung beim Bremsen da gar nicht mehr auf die Straße gebracht werden kann.

Aber wissen tu ich das natürlich nicht :-)


Bei mir dauert es immer schon etwas, bis das Hinterrad blockiert. Das liegt meiner Meinung nach aber auch am Fußbremshebel, den man ja erstmal in die Straße drücken muss, bis wirklich was kommt. Wenn alles Gewicht vorne wäre, würde das Hinterrad ja ruck - zuck blockieren. Das ist bei mir nicht der Fall. Ich fahre aber auch fast immer mit Koffer(n).
Meiner Meinung nach verhält es sich mit der Bremse wie bei vielen anderen Originalteilen an der MZ. Man versucht ewig und mit viel Liebe und Geld das Originale zu verbessern. Irgendwann muss man dann realisieren, dass es besser ist, auf West- bzw. Neuteile umzurüsten, weil anders die gewünschte Qualität nicht zu bekommen ist.
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon g-spann » 5. Mai 2021 11:55

koschy hat geschrieben:Meiner Meinung nach verhält es sich mit der Bremse wie bei vielen anderen Originalteilen an der MZ. Man versucht ewig und mit viel Liebe und Geld das Originale zu verbessern. Irgendwann muss man dann realisieren, dass es besser ist, auf West- bzw. Neuteile umzurüsten, weil anders die gewünschte Qualität nicht zu bekommen ist.

:shock: :unknown:
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon P-J » 5. Mai 2021 12:21

g-spann hat geschrieben::shock: :unknown:

unter uns, hat der Recht oder hat der Recht, traurig aber war. :(

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon g-spann » 5. Mai 2021 12:41

P-J hat geschrieben:
g-spann hat geschrieben::shock: :unknown:

unter uns, hat der Recht oder hat der Recht, traurig aber war. :(

...ganz unter uns, hier liest ja keiner mit: Natürlich hatter! Derlei unbequeme Wahrheiten lösen hier schomma nen Shitstorm aus...
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon koschy » 5. Mai 2021 14:45

So war es aber gar nicht gemeint 😂
Allerdings ist das in vielen Fällen meine Erfahrung der vergangenen 20 Jahre. Trotzdem fahre ich aber immer noch gerne MZ. Wenn alles auf Anhieb funktionieren würde, könnte ich ja nix lernen und mir außerdem eine Honda kaufen 😛

Und eigentlich sind es doch immer die geilsten Momente, wenn man ne Vape oder einen Mikuni draufschraubt und auf einmal steht da gefühlt ein neues Motorrad vor Dir. Ok, das ist jetzt vielleicht etwas überspitzt, aber ich denke, ihr wisst, was ich meine.
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon hermann27 » 5. Mai 2021 15:06

na na na
nix gegen honda bitte :P
fahre ich schon seit 54 jahren
und dran schrauben kann man auch (muessen), sie muessen nur alt genug sein
beispiel c 110 bj. 1964

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon P-J » 5. Mai 2021 15:14

koschy hat geschrieben: Ok, das ist jetzt vielleicht etwas überspitzt
Garnicht, ich kenne das. Natürlich merkt das der nicht der ab dem Bauchnabel abwärts bereits Tot ist. :unknown:

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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon koschy » 5. Mai 2021 17:34

😂😂😂👍
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Re: Duplex in Hinterrad

Beitragvon Mundharmonika » 5. Mai 2021 22:39

Ich kann Koschy nur zustimmen.
Mit der Bremsleistung meiner Hinterradsimplex war ich, trotz angepasster Belege und Optimierung, immer unzufrieden.
Entweder bescheidende Bremsleistung oder blockierendes Hinterrad, aber erst wenn man sich voll drauf gestellt hat.
Das war immer ätzend, besonders die schlechte Dosierbarkeit und der lange Hebelweg.
Es ist klar, dass die Bremswirkung immer deutlich weniger ausfällt als vorne.
Trotzdem habe ich jetz eine gut dosierbare Bremse, deren Hebelweg an der Fußbremse deutlich reduziert werden konnte.
Die Brensleistung nur mit hinten ist im Vergleich mit der Simplex deutlich besser geworden. Das hatte ich vorher extra nochmal ausprobiert.
Und die Haltewirkung am Hang hole ich, sobald das Wetter wieder besser wird, nach und Berichte.
Da werde ich aber wohl mit ziemlicher Sicherheit der Simplex den Vorzug geben müssen.

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