Autos, Eisenbahnen, Busse, Pendeluhren ... halt alles was alt & schön ist.
7. Juli 2021 13:41
Hab den Bericht schon in der Glotze gesehen. Der Motor sieht stark nach DKW aus den Anfängen aus. Handwerklich sehr gut gemacht, Schwalbenschwanzzinken am Holzrahmen. 14 Speichen Vorderrad was recht ungewönlich ist, 12 Speichen am Hinterrad, Standart im Kutschbau. Vollgummring. Wenn wirklich DKW das ist aber bedeuted Jünger. Kann durchaus auch ne Handwerksarbeit von nem Kutschbauer/Wagner, Schmied und Schreiner sein.
7. Juli 2021 14:01
Den Motor finde ich zu modern für geschätzt 1890
7. Juli 2021 14:35
Ich finde auch, dass der Motor eher so nach ca. 1920 aussieht. Man müsste sich auch mal den verbauten Schrauben/Muttern und deren Gewinden zuwenden.
Es gibt am ganzen Gefährt eine sichtbare Mischung aus Vier- und Sechskantschrauben bzw -muttern. Wenn es auch noch eine Mischung von verschiedenen Gewindesteigungen gibt,
könnte das ein Hinweis auf einen Um- oder Eigenbau sein. Die verwendeten Druckfedern an Sitz und Steuerkopf sehen auch nicht so wie Federlösungen um 1890 aus.
Gruß,
Timm
7. Juli 2021 14:55
Interessante Geschichte; aber das älteste Motorfahrzeug ist es ganz sicher nicht, denn das ist der Reitwagen von Daimler von 1885:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Daimler-Reitwagen
7. Juli 2021 15:00
Verdichtung: 2,3:1
7. Juli 2021 15:13
Ja, schon. Aber das Original existiert schon seit seit über 100 Jahren nicht mehr. Es gibt nur Replikas.
7. Juli 2021 15:16
starke136 hat geschrieben:Den Motor finde ich zu modern für geschätzt 1890
Die Zündkerze sieht wirklich recht neu aus. Der Stahldrahtwagen-Motor hatte eine Glührohrzündung - wie die ganzen ersten Verbrennungsmotoren.
Allerdings kann ja auch damals vielleicht der Besitzer die elektrische Zündung nachgerüstet haben - machen schließlich MZ-Fahrer auch - mit dem Vape-Gelumpe
7. Juli 2021 15:57
Für mich sieht das Dingens aus, als wäre es zu DDR-Zeiten gebaut worden, vielleicht als Requisite für einen (vergessenen) Film oder halt nur so aus Spaß an der Freude, vielleicht auch nur zur Teilnahme an der "Messestadt Vetranen-Rallye". Die Startnummer belegt wohl eine Teilnahme daran. Es wäre wohl schon damals hochgeploppt......Ich glaube nicht, dass es aus dem vorletzten Jahrhundert stammt.
7. Juli 2021 16:08
Mich würde mal interessieren, wie man auf die 120 Jahre kommt. Typenschild o.ä. gibts ja nicht..
7. Juli 2021 16:17
Jahresringdatierung des Holzes.
7. Juli 2021 16:56
kutt hat geschrieben:Mich würde mal interessieren, wie man auf die 120 Jahre kommt. Typenschild o.ä. gibts ja nicht..
Dummes Pressegeschwätz eben ?
7. Juli 2021 17:04
Ich würde auch eher an frühe 20er Jahre denken. .
7. Juli 2021 17:08
Luse hat geschrieben:Jahresringdatierung des Holzes.

C14-Methode!
7. Juli 2021 19:44
EmmasPapa hat geschrieben:Für mich sieht das Dingens aus, als wäre es zu DDR-Zeiten gebaut worden, vielleicht als Requisite für einen (vergessenen) Film
Das ist wohl möglich:
https://aukro.cz/cezeta-502-skutr-z-fil ... 6962600143
7. Juli 2021 19:53
samyb hat geschrieben:Das ist wohl möglich:
Was zum Geier hat der pothässliche Roller mit dem Ding zu tun?
7. Juli 2021 20:10
Da hau ich mal noch einen Grubenhund zum Thema Benz in die Runde.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Louis_Tuchscherer
7. Juli 2021 21:39
Scheint auf jeden Fall schonmal restauriert/ überarbeitet worden zu sein, der Lack sieht nicht authentisch aus, eher nach Zirkuswagen, der Sitz ist aus Sperrholz, zeitlich zwar möglich aber unwahrscheinlich.
Viele Sechskantmutttern die nach metrischem Gewinde aussehen....
Insgesamt passen mMn Fahrwerk und Motor nicht zusammen, andere techn. Lösungen sind durchaus alt, eigenartiges Gefährt....
Möglicherweise schon was recht altes was für ein Jubiläum ect. in den 50gern (siehe Schild) schon mal aufgefrischt wurde, wobei sowas eigentlich erst später in Mode kam.
Saludos, Stefan
7. Juli 2021 22:07
kutt hat geschrieben:Mich würde mal interessieren, wie man auf die 120 Jahre kommt. Typenschild o.ä. gibts ja nicht..
C14 getestet
8. Juli 2021 19:03
Hier das isser. Und in den Zwanzigern kam dann mal der Motor rein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_FarflerCase closed.
8. Juli 2021 21:48
Ha! Das ist ja mal ein schönes Rätsel! Zum Glück bin ich ja in der Expertise solcher Baujahre sattelfest. Da kann ich jede Menge Senf dazugeben.
Ich denke schon, das das ein sehr altes Auto ist. Aber: Man darf sich nicht vom Vorhandensein jüngerer Bauteile irritieren lassen. Aber der Reihe nach. So alt wie ein Benz ist es ganz sicher nicht. Ich denke da eher an einen ambitionierten Nachahmer. Entstehungszeit, falls der Motor noch der erste sein sollte: ca. 1890 bis 1900. Begründung: Der Motor hat sehr große Ähnlichkeit mit Zedel, Fafnir, Dion, Laurin & Klement, also den ersten etablierten Produkten der Pionierhersteller. Es handelt sich nebenbei bemerkt um einen Motorrad- oder Tricycle- Motor. Mit dem Baujahr dürfte der Motor ursprünglich eine Oberflächenvergaser gehabt haben. Diese Teile wurden bei fast allen Fahrzeugen dieser Epoche durch Zerstäubervergaser ersetzt, sobald diese erhältlich waren. So scheint es auch hier zu sein. Die Zuleitung ist scheinbar mit Rohrmuffen aus der Wasserinstallation ergänzt. Das Fehlen jeglicher Bowdenzüge deutet ebenfalls auf ein Baujahr vor 1900 hin. Daß vereinzelt jüngere Kleinteile am Fahrzeug vorkommen, ist, wie ja schon vielfach richtig angenommen, wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, daß das Gerät nach dem Kriege für eine frühe Veteranenfahrt (von denen ich auch schon gelesen habe), fahrtüchtig gemacht wurde. Ob die Spulenzündung mit Zündkerze zu dem Zeitpunkt oder schon eher nachgerüstet wurde, bedürfte wohl einer expliziten Untersuchung. Man muß bedenken, daß damals der Erhalt solcher Exponate an sich im Vordergrund stand und der Erhalt der Originalsubstanz sich da auch aufgrund äußerst beschränkter Möglichkeiten unterordnen mußte.
9. Juli 2021 03:20
Wenn man mal davon ausgeht, das um die vorige Jahrhundertwende ein Automobil mehrere Jahresgehälter kosteten, kann man annehmen, das die Käufer totale, 150%ige Auto-Narren waren. Und wenn so ein Autonarr erfährt, das es da eine entscheidente Verbesserung auf dem Markt ist (Injektorvergaser, Spulenzündung etc.) wird der sicher recht lange an seinem Automobil solche Neuerungen nachgerüstet haben/lassen, denn eine Neuanschaffung war vermutlich nicht mal "eben so" möglich.
Wir stecken ja auch recht hohe Summen in unsere veralteten, nicht mehr zeitgemäßen Zweiräder um sie immer wieder auf ein Niveau zu bringen, das dem neueren Stand entspricht (elektronische Zündung und Bing-Vergaser, Nachrüstung von Scheibenbremsen usw.

)
9. Juli 2021 08:18
trabimotorrad hat geschrieben:das um die vorige Jahrhundertwende ein Automobil mehrere Jahresgehälter kosteten
Ist dem heute nicht mehr so?
9. Juli 2021 08:32
Bei Neuwagen die prestige-trächtig sind, mag das, mit den Jahresgehältern immer noch so sein.
Aber mein PKW hat mit 24 Monaten TÜV grad mal einen halben Monatszahltag gekostet. Und trotzdem hält der seit 18 Monaten OHNE DIE GERINGSTE ZUWENDUNG (nicht mal Ölwechsel hat der bekommen ?)
9. Juli 2021 08:43
trabimotorrad hat geschrieben:Bei Neuwagen die prestige-trächtig sind, mag das, mit den Jahresgehältern immer noch so sein.
Aber mein PKW hat mit 24 Monaten TÜV grad mal einen halben Monatszahltag gekostet. Und trotzdem hält der seit 18 Monaten OHNE DIE GERINGSTE ZUWENDUNG (nicht mal Ölwechsel hat der bekommen ?)
Na bei der Gage die du beim Sternenkreuzerproduzent erhältst kein Wunder!
9. Juli 2021 09:09
trabimotorrad hat geschrieben:Wir stecken ja auch recht hohe Summen in unsere veralteten, nicht mehr zeitgemäßen Zweiräder um sie immer wieder auf ein Niveau zu bringen, das dem neueren Stand entspricht (elektronische Zündung und Bing-Vergaser, Nachrüstung von Scheibenbremsen usw.

)
Naja, nicht jeder!
14. Juli 2021 02:04
Wenn man mit anderen Motoren vergleicht, dann würde ich den Motor auch so in die Zeit 1900 - 1910 einordnen. Aber da sind sicher schon einige Experten auf Spurensuche. Die von Sotheby's lesen sicher auch schon mit.
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