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ES-Abblend-Hup-Lichthup-Schalter

13. Februar 2021 13:52

Heute möchte ich gern die Anzahl meiner "wenig hilfreichen" Beiträge um eins erhöhen.

Es geht um die im Titel genannten Kombischalter älterer Bauart, wie sie an der ES verwendet wurden.
Vor längerer Zeit hatte ich mir vorgenommen, Lagerbestände durchzusehen und aufzuarbeiten,
d.h. zu reinigen und auf Vollständigkeit und Funktion zu prüfen. Dazu habe ich die zwei wie im Foto
zu sehen, demontiert. Ich war damals im Glauben, dass das, was auseinandergeht, auch locker
wieder zusammengesetzt werden kann.

schalter.jpg


Dieser Glaube erwies sich als Irrglaube. Nach mehreren vergeblichen Versuchen erkannte ich die Unmöglichkeit
einer zielstrebigen Montage, entnervt habe ich die Teile weggepackt und mich im Alkohol getröstet.

Jahre vergingen und mir fielen die Einzelteile wieder in die Hände. Lt. Albert Einstein wird Wahnsinn dadurch definiert,
stets das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten. Ich gab mich demnach partiell dem Wahnsinn hin ...

Die Montage der Schaltwippe (Kupferanker, Spiralfeder, Spiralfederdeckel, Führungsstift, Schalthebel) ist sehr
wahrscheinlich bei der Produktion VOR dem Aufnieten der vorderen Madenschraubenkontaktelemente vorgenommen
worden, denn da kann man ja den Wippmechanismus komplett von vor auf die Schalthebelachse aufstecken.
Nicht so aber im fertigen Zustand. Da kommt man selbst mit den Einzelteilen kaum noch ran.

Ich mach´s kurz: In die rechte Version habe ich gefühlt 80 Versuche und 5h und in die linke 50 Versuche und 2h
investiert, bis ich sie wieder zusammen hatte. Fortschritte beim Einfädeln des Führungsstiftes brachte eine leichte
Trichter-Senkung der Bohrung auf dem Kupferanker oben. Als Werkzeug dienten Pinzette und Rouladennadel.
Abschließend belohnte ich mich mit reichlich Alkohol.

An Ende gibt es vielleicht sogar einen mir unbekannten Trick?

Gibt es ähnliche Erfahrungen?

Gruß
Lothar
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Re: ES-Abblend-Hup-Lichthup-Schalter

13. Februar 2021 14:15

Die Dinger sind unmöglich zu basteln...hab da auch schon Stunden dran verbracht...

Ich denke auch das die im Nachgang komplettiert wurden.

Bessere Tricks habe ich auch nicht gefunden...Nur Geduld und ruhige Finger helfen da.

Re: ES-Abblend-Hup-Lichthup-Schalter

13. Februar 2021 15:01

Hihi, da hab ich letztes Jahr stundenlang dran gesessen und bin verzweifelt. Meine Perle hat mir dann geholfen und wir haben die Feder mit zwei stücken dünner Angelsehne zusammengespannt, dann ließ es sich halbwegs leicht montieren.

Gruß Pierre

Re: ES-Abblend-Hup-Lichthup-Schalter

13. Februar 2021 16:00

Jawa Schalter ist noch schlimmer. Ist SAchutzkappe weg und man bewegt Schalter etwas, schnipst gleich alles raus und weg. Nehme dann immer gleich neuen Schalter.

Re: ES-Abblend-Hup-Lichthup-Schalter

13. Februar 2021 16:06

pierrej hat geschrieben:... und wir haben die Feder mit zwei stücken dünner Angelsehne zusammengespannt ...

Eine vielversprechende Idee ... klingt gut! Wie habt ihr den Faden wieder deaktiviert? Mikro-Skalpell? Mikro-Gasflamme?

Gruß
Lothar

Re: ES-Abblend-Hup-Lichthup-Schalter

13. Februar 2021 16:33

Ich hatte die rechte Version an der RT. Hat mich auch etwas Nerven gekostet, aber nach ein paar Versuchen hatte ich das Ding wieder zusammen (siehe Tip "Geduld und ruhige Finger").
Dabei habe ich mich aber auch gefragt, wie die Teile ursprünglich montiert wurden. Bestimmt in einer Haltevorrichtung oder so....

Re: ES-Abblend-Hup-Lichthup-Schalter

18. Februar 2021 07:14

Ich habe die an meiner 150er damals (2010) auch vollständig überholt, heißt bis ins letzte Teil zerlegt, gereinigt und wieder zusammengestetzt. Aber scheinbar hat sich das bei mir nicht als so traumatisierend im Kopf eingebrannt. Fummelig ja, aber ich nahm an, dass muss so :lol: Da zahlt sich wohl jahrelanger Modellbau im Maßstab 1:72 und H0 Eisenbahnbau in meiner Kindheit aus. :ja:

Viell. sollte ich es mit meinem heutigen Nervenkostüm (Kinder) noch einmal versuchen :roll:

Re: ES-Abblend-Hup-Lichthup-Schalter

18. Februar 2021 16:06

Moin,
Ich demontiere die Dinger gar nicht sondern schmeiße die mit kühnem Schwung direkt ins saure Ultraschallbad (50 Grad Celsius, pH um 4,5). Dann werden die dort ordentlichen durchgewackelt. Selbst absolut hoffnungslos erscheinende Exemplare (verrostet, verleimt, fest, etc.) verrichten anschließend wieder ihren Dienst wie am ersten Tag.

Gruß Schwarzarbeiter

Re: ES-Abblend-Hup-Lichthup-Schalter

18. Februar 2021 16:20

lothar hat geschrieben:
pierrej hat geschrieben:... und wir haben die Feder mit zwei stücken dünner Angelsehne zusammengespannt ...

Eine vielversprechende Idee ... klingt gut! Wie habt ihr den Faden wieder deaktiviert? Mikro-Skalpell? Mikro-Gasflamme?

Gruß
Lothar


Mit einer Nagelschere ging das ganz gut.
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