LiMa, Kabel, Lampen, elektrische Bauteile.
28. November 2021 18:56
Als Elektronik-Analphabet bitte ich um eine einfache, laienhafte Antwort: der kleine Kondensator an der Lima der ETZ 250, was genau macht der da? Woran merke ich, wenn der kaputt ist? Produziert der, wenn er hin ist, Fehlzündungen? Oder Zündaussetzer?
28. November 2021 19:04
Der Defekt sorgt vor allem für einen stark erhöhten Abbrand des Unterbrecherkontakts.
28. November 2021 19:16
Er nimmt Ladungen von Selbstinduktion auf..ist er defekt
.Können Fehlzündungen und Aussetzer entstehen
28. November 2021 19:37
Kann ich das irgendwie messen? Oder muss ich auf gut Glück tauschen?
28. November 2021 19:48
Tauschen ist hier ne Alternative

Einen Kondensator durchzumessen is zweifelhaft, denn er kann kalt wunderbar seine Aufgabe erfüllen, aber warm Probleme bereiten (zB durch Haarrisse, die dann "aufgehen" und nen Überschlag bewirken können). Oder, eher selten, umgekehrt. Problem: es gibt keine vernünftigen Nachbauten

Aber man kann sich dank Elektronikfachmärkten im Netz (vor Ort gibt's sowas eher selten) mit nem aktuellen Kondensator (zB dem hier:
https://www.reichelt.de/impulskondensat ... tml?&nbc=1) behelfen. Wichtig sind die Eckdaten. 400V sollte er mindestens abkönnen, mehr is immer gut, die Kapazität bei nominalen
220 Mikro Nanofarad liegen. Die Anbringung ist nochmal ne andere Hausnummer, aber es geht. Und die Dinger halten.
Gruss
Mutschy
(fett gedrucktes geändert!)
Zuletzt geändert von
mutschy am 29. November 2021 07:28, insgesamt 1-mal geändert.
28. November 2021 19:55
Nur zur Präzisierung:
Ist der Kondensator fürs Fahren ohne Batterie* (eingebaut unter der Sitzbank) oder der unten an der Lichtmaschine montierte (für die Zündung) gemeint?
*So meine ich mich zu erinnern
28. November 2021 19:58
Ich hab noch ne handvoll originale aber gebrauchte da...Die haben wir immer aufm Schrott bei den Trabizündungen ausgebaut...Zu 90% funktionieren die.
Immer noch besser als der Nachbau Schrott.
Also bei Bedarf PN...
28. November 2021 20:18
@Jens
Da es um den "kleinen" an der Lima geht, gehe ich vom Zündkondensator aus. Der "Batterieersatz" ist größer.
Gruss
Mutschy
28. November 2021 20:25
220 nF, nicht 220 uF!
Sind nur drei Größenordnungen Unterschied
28. November 2021 21:31
Einfachste Fehlersuche bei diesem Kondensator, einfach ausbauen und noch mal testen. Keine Probleme mehr, dann war es sehr wahrscheinlich der Kondensator. Dann den alten in die Tonne und einen neuen einbauen. Mit meinem Messgerät kann ich den Kondensator messen und feststellen ob die Fahrad noch stimmen. Gibt aber auch Abweichungen von dem Wert. 10, 20 %? Weis gerade nicht was auf diesen draufsteht.
Das ist aber nur die Hälfte der Prüfung. Der 2. Teil ist dann eine Überschlagprüfung mit einer entsprechenden Hochspannung. Danach kann man dann vermuten das er OK ist. Bei dieser Messung kann er aber auch beschädigt werden ohne das man es sofort merkt. Also keine Prüfung ohne eine spezielle Ausrüstung. Bei diesen Prüfungen wird daher eine geringe Anzahl geprüft und dann wird davon ausgegangen das es passt, wenn diese Prüfung überhaupt erfolgt. Die Prüflinge sollten dann aber auch nicht mehr verkauft werden. Von daher, siehe oben 1. Absatz.
Mein Messgerät, weiter unten, das gelbe:
viewtopic.php?f=13&t=92175&p=1970535#p1970535Gruß
Dieter
29. November 2021 07:28
Mainzer hat geschrieben:220 nF, nicht 220 uF!
Sind nur drei Größenordnungen Unterschied

Sorry, war wohl mit den Gedanken woanders. Habs geändert.
Gruss
Mutschy
29. November 2021 12:17
Allerdings sind die Teile seltener kaputt als man denkt. Bei meinem 3Sitzer war es mal eindeutg der Fall - Symptome waren, je wärmer der Motor (und damit auch der Kondensator) wurde, desto kleiner die Fahrstrecke, bevor der Motor stotterte und nach Fehlzündungen ausging. Zum Schluss nur wenige 100m. Abkühlen lassen und die Strecke wurde wieder - etwas - länger.
29. November 2021 21:38
Hi!
Na, da drüber meine ich,
wurde hier im Forum aber schon geschrieben.
Dass die Kondensatoren manchmal durch bisher unklare physikalische Vorgänge ihre Kapazität bei Wärme stark erhöhen.
Die Folge ist dann, ein immer schwächerer Funken.
30. November 2021 07:38
Wieder das leidige Nachbauproblem? Elektronik kommt nun mal durchweg aus China, was soll man da machen? Ein Kradfahrer der SEHR alten Schule erzählte mir in grauer Vergangenheit, dass man Kondensatoren nicht messen könne. Wenn es nun doch Geräte dafür gibt, habe ich die nicht, nur so ein gelbes Multimeter (wie eigentlich jeder eines hat). Am besten, ich kaufe gleich 10 Stück und probiere alle durch, so teuer sind die ja nicht.
Hab gerade nachgeschaut: auf meinem ganz-sicher-original-Kondensator stehen 250Volt drauf.
Zuletzt geändert von
beerdrinker am 30. November 2021 07:45, insgesamt 1-mal geändert.
30. November 2021 07:44
Es gibt schon Mittel u d Möglichkeiten, so was zu messen. Nur verfügst du mit Sicherheit nicht über die erforderlichen Mittel. Bei 10 Kondensatoren is ne Quote von 4..5 defekten keine Seltenheit. Ich würde auf nen aktuellen umsatteln (s.o.) und das Thema is durch.
Gruss
Mutschy
30. November 2021 07:47
Na, Du machst mir Spaß! 50% Schrott? Und die können sich am Markt halten?
30. November 2021 08:41
Funkenlöschkondensatoren aus Flex und Bohrmaschine sind billig und machen genau das, was sie sollen. Sie haben 2 Kabel als Anschlüsse, von denen dann eins auf Masse gelegt werden muß.
30. November 2021 08:42
Was ein Quatsch. Natürlich kann man Kondensatoren messen, dafür wurden LCR-Meter erfunden

Aber natürlich sollte man da wissen, was man tut.
Man kann sich auch einen passenden Folienkondensator von Wima kaufen und irgendwo im Fahrzeug verbauen, z.B. an der Zündspule.
30. November 2021 10:57
Im Simson-Bereich ist dieser externe Kondensator erprobt:
Kondensator.JPG
Dieser müsste auch in der MZ funktionieren.
Außerhalb des Motorgehäuses wird dieser bei weitem nicht so warm, was der Lebensdauer zu Gute kommt.
Das geht mit Sicherheit auch noch billiger, indem man sich einen geeigneten Kondensator z.B. bei Conrad sucht.
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30. November 2021 11:02
He, ich weiß ja nicht mal, ob meiner kaputt IST.
In meiner alten Emme hatte ich 30 Jahre kein Problem mit dem Ding. Es ist bisher nur eine Vermutung, ob der vielleicht am seltsamen Zündverhalten meiner Zweten (lokaler Dialekt) Schuld sein könnte.
schrieb ich dreißig? ich meinte natürlich fünfunddreißig.
30. November 2021 11:15
Hallo,
ich habe mich vor längerer Zeit auch mit dem Thema befasst.
Leider bestehen die neueren Kondensatoren aus einem Elektrobaustein und nicht aus gewickelter Folie. Die funktionieren nie lange. Erkennen kann man die Guten nur am höheren Gewicht des Kondensators im Gegensatz zu der China-Variante.
Hier ein interessanter Beitrag aus einem anderen Forum:
klickVon irgendwelchen externen Varianten oder Teilen aus Bohrmaschinen rate ich dringend ab, noch gibt es gute "Alte" und die gehen normalerweise auch selten kaputt.
LG
30. November 2021 11:48
Bei Schwalbennest.de ist die Rede vom Zündkondensator Beru ZK 138.
Der ist günstig und sollte sich ohne Probleme in die MZ einbauen lassen.
Das Problem, dass der Außendurchmesser des Kondesators genau stimmen muss, hat man ja nur bei der Simson-Grundplatte.
30. November 2021 12:16
Auch Folienkondensatoren aus dem Elektronikbereich sind gewickelt, wie sollte man sonst die hohen Kapazitäten erreichen?
Problem ist oftmals, dass die Hersteller einfach so einen Kondensator an seinen Beinchen in den Alubecher hängen. Das vibriert natürlich sofort ab.
31. Dezember 2021 22:06
XHansX hat geschrieben:Im Simson-Bereich ist dieser externe Kondensator erprobt:
Kondensator.JPG
Dieser müsste auch in der MZ funktionieren.
Außerhalb des Motorgehäuses wird dieser bei weitem nicht so warm, was der Lebensdauer zu Gute kommt.
Das geht mit Sicherheit auch noch billiger, indem man sich einen geeigneten Kondensator z.B. bei Conrad sucht.
Der Kondensator funktioniert in ner ts 150 (hab ich selbst so) Kabel parallel in das 1 Kabel der zündspule und fertig. Ich hab noch den alten kondi ausgebaut. Wenn der original Kondensator Probleme macht, hat man eigentlich heftigen und unrunden motorlauf.. Ich hab den mehrfach verbaut und bin zufrieden. Der Kondensator ist ordentlich vergossen, und macht im allgemeinen nen robusten Eindruck,
***update : funktioniert sicher gut in ner ts 150... Ich glaube aber das mann was gegen die harten Vibrationen tun sollte, oder wenigstens die Bauteile etwas gedämpft einbauen ***
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