[kb] Lötkurs

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Beitragvon Lorchen » 4. Februar 2009 16:01

Ich möchte hier im folgenden zeigen, wie man im Elektrikbereich lötet. Es geht also speziell um das Weichlöten mit Elektroniklot.

Zuvor ein paar Worte zur Theorie:
Ziel ist es beim Lötvorgang, daß sich das Lot mit der metallischen Oberfläche des Werkstückes fest verbindet. Das geschieht, indem die Atome des Lotes in das Metallgitter des Werkstückes hineindiffundieren. Lot und Werkstück verkeilen sich dann auf atomarer Ebene. Voraussetzung dafür ist:
1. Zugabe von Flußmittel zum Lot, damit dieses die Oberflächenspannung verliert (so wie Fit beim Geschirrspülen das mit dem Wasser macht)
2. Das Werkstück heiß genug wird, damit die Atome des Lotes dort hineinkriechen können.

Es ist ein typischer Fehler, daß der Lötkolben nur kurz auf die Lötstelle "geditscht" wird. Dann klebt der Tropfen Lötzinn nur auf dem Werkstück, und man kann es mit einem Schraubenzieher wieder abhebeln. Richtig gemacht, bekommt man das Lötzinn nur mit Mühe und nicht mehr rückstandsfrei vom Werkstück.

Für Arbeiten an der MZ muß der Lötkolben 50 - 70W Leistung haben, damit genug Wärme in die Lötstelle fließt, bevor sie abgeleitet werden kann. Ist der Lötkolben zu schwach, klebt die Spitze auf der Lötstelle tatsächlich an. Dazu benötigt man als Flußmittel Kolophonium. Das ist eine harte, braune Masse, die nach dem Löten nicht entfernt zu werden braucht, weil sie im Gegensatz zu Lötwasser keine aggressiven Stoffe enthält. Das Lötzinn ist Elektroniklot mit einer durchlaufenden Ader Kolophonium in der Mitte. Das alles gibt es in den Elektronikläden Conrad & Co.

Das ist mein Lötkolben. 50W reichen aus für 2,5qmm Litze und den 6,3mm Flachstecker.

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Zunächst sorgt man dafür, daß die Lötkolbenspitze vollständig verzinnt ist. Ist das nicht der Fall, feilt man bis aufs Kupfer, heizt den Kolben an und wälzt dann die Spitze zuerst in Kolophonium und dann in einem Klecks Lötzinn. 5 Minuten lasse ich den Lötkolben warmwerden, bevor es los geht.

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Die blanke Kupferlitze wird fest zusammengedreht.

Bild

Auf meinem Lötbrett ist eine Mulde. Da hinein lege ich etwas Kolophonium, hole mir mit dem Lötkolben Zinn auf die Spitze und lege dann das Kabelende auf das Kolophonium. Dann oben mit dem Lotkolben draufhalten. 5 Sekunden später ist das verzinnt.

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Diesen Flachstecker kratze ich nochmal sauber.

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Und verzinne diesen, indem ich ein paar Krümel Kolophonium reinlege...

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...und dann mit dem Lötkolben und einem Tropfen Zinn ein paar Sekunden fest drauf halte.

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Das übrig gebliebene Kolophonium kann gleich für den letzten Schritt dranbleiben. Dann das Kabelende auflegen und mit dem Lötkolben nochmal 5 Sekunden draufhalten - fertig. Das Lötzinn muß dann schön verlaufen sein. Die Zugentlastung umklappen.

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Damit später niemand die Sauerei sehen kann, :D und natürlich zur Stabilisierung kommt noch ein Stück Schrumpfschlauch drüber, der mit einer Heißluftpistole geschrumpft wird. Ein Feuerzeug geht auch.

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Hier nochmal als Kurzfilm. Dabei erging es mir wie dem Terroristen im Spielfilm "True Lies", bei dem plötzlich der Akku leer war. :lol: Aber das Wichtige ist drauf.

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Beitragvon Ex-User wena » 4. Februar 2009 16:10

Super,
ich mache es ähnlich (tattere nur noch ein wenig mehr, jedoch statt Kolophonium, nehme ich immer lötfett.)

vielleicht ein hinweis noch: das stückchen schrumpfschlauch immer vorher aufsetzen, bzw. prüfen, ob nachher noch möglich...:-) das hat mich schon arge nerven gekostet! :angry:

lorchen: ganz tolle idee! kompliment!

gruß
+w.
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Beitragvon Andreas » 4. Februar 2009 16:16

:gut:
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Beitragvon ETZChris » 4. Februar 2009 16:17

genial :gut:
Gruß Christian

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Beitragvon Lorchen » 4. Februar 2009 16:18

wena hat geschrieben:...nehme ich immer lötfett.

Das ist eben dieses giftige Zeugs.

Mein Schrumpfschlauch ist so dick, daß er auch über den Stecker drüber geht.
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Beitragvon ralfes250/2 » 4. Februar 2009 16:20

Hallo!

Interessantes equipment! Lötzinn mit Blei ist nicht mehr so einfach zu bekommen. Lötzinn ohne Blei verläuft viel schlechter. Ist dann direkt ein anderes Löten. Halt dein Lötzinn gut fest! :wink:

Gruß Ralf

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Beitragvon ETZChris » 4. Februar 2009 16:20

und was macht man dann mit den resten dieses giftigen lötfetts???
Gruß Christian

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Beitragvon Lorchen » 4. Februar 2009 16:25

Das wäscht man mit Spiritus ab.
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Beitragvon Ralle » 4. Februar 2009 16:26

Besser hätte man es nicht beschreiben können :gut:

jedoch statt Kolophonium, nehme ich immer lötfett

Kolophonium ist die bessere Wahl, die Gründe hat Lorchen schon beschrieben.
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Beitragvon Ralle » 4. Februar 2009 16:30

...ach und nochwas. Ich habe an meinem Eigenbau- Lötbrett zusätzlich noch einen biegsamen Draht befestigt, an dessen anderem Ende eine Krokoklemme befestigt ist. So hat man bei bedarf beide Hände frei :idea:
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Re: Lötkurs

Beitragvon mr.compost » 4. Februar 2009 16:31

Lorchen hat geschrieben:Es ist ein typischer Fehler, daß der Lötkolben nur kurz auf die Lötstelle "geditscht" wird. Dann klebt der Tropfen Lötzinn nur auf dem Werkstück, und man kann es mit einem Schraubenzieher wieder abhebeln.


Verdammt. Erwischt :oops:

Danke für die Mühe. Werd ich so mal ausprobieren.
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Beitragvon Nordlicht » 4. Februar 2009 16:34

fehlt eigendlich nur noch das.....Klempner-Löten....Lager von Aussen verzinnen......wenn ich mal Zeit habe könnte ich ja mal oder in Sosa :gruebel: 150W Lötkolben....Lötwasser und ein neues Lager.....ich hab wenig Platz bei der anreise im Topcas....wenns einer mitbringt..gerne vor Ort..
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Beitragvon voodoomaster » 4. Februar 2009 17:19

ma noch nen tip zum kolophonium, wenn man es in spiritus auflöst hat man ein feines lötwässerchen. ich verwende es vorallem zum löten von leiterplatten bzw zum verzinnen von litzen, einfach eintauchen, kolben mit zinn drann halten und fertig.

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Beitragvon Steeled Demon » 4. Februar 2009 17:34

Wegen dem Kolophonium: Das gibts heutzutage auch schon im Lötzinn integriert. Aber sicherlich wussten das schon einige hier :)
Gruß,
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Beitragvon voodoomaster » 4. Februar 2009 17:56

gab es zu ddr zeiten auch schon

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Beitragvon Ralle » 4. Februar 2009 17:58

Wegen dem Kolophonium: Das gibts heutzutage auch schon im Lötzinn integriert. Aber sicherlich wussten das schon einige hier


Lorchen schrieb dazu:
Das Lötzinn ist Elektroniklot mit einer durchlaufenden Ader Kolophonium in der Mitte


Das extra Kolophonium in der Dose, oder aufgelöst, eignet sich besser um die Lötstellen vorzubereiten, man muß da also nicht gleich mit Zinn ran...
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Beitragvon Gunnar » 4. Februar 2009 18:10

Hallo
Ich mach das noch ein bisschen anders: Ich vercrimpe das ganz normal und verlöte dann den Stecker in dem ich die Lötspitze auf die "Crimpung" halte und das Lot dann in die Kupferlitze laufen lasse. Darf man natürlich nicht zu viel Lot einbringen sonst wird das Kabel hinterm Stecker hart und bruchanfällig. Ach ja, ich benutze als Flussmittel Lötwasser (wie man es zum Kupferlöten benutzt) Kolophonium nur für die Lötspitze. Ob das besser oder schlechter ist
:nixweiss: .
Grüße Gunnar

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Beitragvon TBJ » 4. Februar 2009 18:47

Moin moin

mir hat man beigebracht, dass außer zum Verzinnen kein Lot direkt etwas auf der Lötkolbenspitze zu suchen hat.

Warum denn eigentlich nicht? Hab's mir abgewöhnt aber man braucht immer ne dritte Hand, um das Lot dazuzugeben...

Gruß
Tobias
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Beitragvon Ex-User AirHead » 4. Februar 2009 19:10

Oh lang ists her. Da komm mir in den sinn wie ich zur Elektrik kam.
Da muss ich 8 oder so gewesen sein. Hab immer an der Eisenbahn von Vaddi gewerkelt,
Löten gelernt, Strom.... , Schaltpläne zeichnen. Später bekamen dann die LegoTechnik Autos LED beleuchtung. Ja so war das.

Ich arbeite immer mit einem Gaslötkolben (fürn zwanni ausm Praktika).
Mir ging das Kabel immer aufn Sack. Und bei E-Hilfeeinsetzen immer mit im Gepäck.
Und schnell auf Temperatur iser auch und mit anderem Aufsatz auch als kleiner
Brenner sehr praktisch.
Ansonsten Lötfett und Lötzinn voner großen Rolle (hällt bestimmt noch 30Jahre).
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Beitragvon rmt » 4. Februar 2009 19:30

.... was dann sicher zu vielen verschmorten Lego-Autos führte ^^.

Also ich Crimpe auch, nur hab ich mir sagen lassen, daß nachträgliches überlöten einen Vor- und einen Nachteil hat. Die elektrische überleitung wird besser, aber auch bruchanfälliger...

Neben dem "Verzinnen" von Lagern, was ich auch nicht kenne und mich daher einer Meinung enthalte, obs was taugt oder nicht (habe schon Hinterradnaben wegen losen Lagersitzen auf den Schrott wandern lassen mit einem unguten Gefühl) - interessiert mich noch das Seilzug-Selbermachen - die Technik, was man braucht... etc. ist auch nen Thema für nen Workshop.
Gruß Roger

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Beitragvon Lorchen » 4. Februar 2009 19:42

Für Seilzüge sind 50 Watt zu schwach. Ich habe das mal mit einem kleinen Propanbrenner gemacht. :flamingdev:
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Beitragvon Ex-User sirguzzi » 4. Februar 2009 19:54

rmt hat geschrieben: Die elektrische überleitung wird besser, aber auch bruchanfälliger...

Und mit genau der Begründung wird jedem KFZ-Elektriker beigebracht, daß an Fahrzeugen nur gecrimpt und nicht gelötet wird.
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Beitragvon Ex-User AirHead » 4. Februar 2009 20:24

Lorchen hat geschrieben:Für Seilzüge sind 50 Watt zu schwach. Ich habe das mal mit einem kleinen Propanbrenner gemacht. :flamingdev:


AirHead hat geschrieben:
Und schnell auf Temperatur iser auch und mit anderem Aufsatz auch als kleiner
Brenner sehr praktisch.


:wink:
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Beitragvon flotter 3er » 4. Februar 2009 21:17

Nordlicht hat geschrieben:fehlt eigendlich nur noch das.....Klempner-Löten....Lager von Aussen verzinnen......wenn ich mal Zeit habe könnte ich ja mal oder in Sosa :gruebel: 150W Lötkolben....Lötwasser und ein neues Lager.....ich hab wenig Platz bei der anreise im Topcas....wenns einer mitbringt..gerne vor Ort..


Kriege ich hin denke ich, vielleicht noch vor Sosa mal eine kleine Erinnerung ? ( Bin ja auch nicht mehr der Jüngste, das Gedächtnis lässt schon mal nach.... :oops:
Gruß Frank


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Beitragvon PeterG » 5. Februar 2009 09:44

Lötbrett! super!!!
Das machts deutlic einfacher.

Danke

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Beitragvon hiha » 5. Februar 2009 10:18

Zum Bowdenzüge löten hab ich meinen Ersa30, Lötwasser im Augentropfenflascherl und bleifreien Lötdraht, weil der eine höhere Festigkeit hat wie der Verbleite. Das Zinn ist SnAg5, also Zinn mit 5%Silber, das Flussmittel hab ich von Castolin und heisst 157N, ist besonders für Stahl und VA geeignet.
Ein Gaslötkolben wandert bei mir auch ins Bordgepäck.

Gruß
Hans

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Beitragvon Thor555 » 5. Februar 2009 11:09

sirguzzi hat geschrieben:
rmt hat geschrieben: Die elektrische überleitung wird besser, aber auch bruchanfälliger...

Und mit genau der Begründung wird jedem KFZ-Elektriker beigebracht, daß an Fahrzeugen nur gecrimpt und nicht gelötet wird.


mach ich am fahrzeug auch nur, nicht weil ich nicht löten kann, das hab ich schon im technikunterricht in der schule gelernt und dort platinen gelötet, wobei es nicht nur darauf ankommt, die lötstelle warm/heiß genug zu machen, sondern auch nicht zu heiß, da sonst die bauteile durchbrennen können, sondern, weil man bei der methode (zweifelsfrei fachmännisch und top) bei mehr als 2 steckern verlöten ja länger braucht als zum kw wechseln an der emme.
mit abisolier und klemmzange, ritsch ratsch klick fertig. ebenfalls erübrigt sich bei solchen kabelschuhen das isolieren mit nem schrumpfschlauch, da die ja schon ummantelt sind.

gruß thorsten


PS.: trotzdem n lob an lorchen, für alle die mit dem umgang von lötkolben nicht so geübt sind, ne perfekte darstellung davon wie mans richtig macht, nur für kabelschuhe würde ich den aufwand eben nicht betreiben, aber es gibt ja auch stellen an der emme, wo ein fachmännisches verlöten unablässlich ist, am gleichrichter, an der lima........

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Beitragvon kerzengesicht13 » 5. Februar 2009 14:14

Kleiner Nachtrag zum Löten:
In der Industrie werden Kabelschuhe, wo hohe Stöme fließen, meistens gequetscht. Das hat folgenden Hintergrund:
Wenn der Kabelschuh nicht sorgfältig angezogen oder korridiert ist und an der Verbindungsstelle der Übergangswiderstand so hoch ist, daß Hitze entsteht, kommt es schnell dazu, daß sich die Leitung selber auslötet. Das Problem besteht auch an den U V W Anschlüssen der 12 Volt Lima (grad mal 6 Wochen her das Posting mit Foto). Da hatte sich eine der Leitungen ausgelötet, weil der Kabelschuhverbindung nicht in Ordnung war.
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Beitragvon kutt » 5. Februar 2009 14:49

na dann - ich freu mich schon auf eine "quetschanleitung" :D
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Beitragvon kerzengesicht13 » 5. Februar 2009 15:02

Zweitaktöl ist dicker als Blut

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ohne wenn und aber

Beitragvon Memme250 » 6. Februar 2009 23:41

sirguzzi hat geschrieben:
rmt hat geschrieben: Die elektrische überleitung wird besser, aber auch bruchanfälliger...

Und mit genau der Begründung wird jedem KFZ-Elektriker beigebracht, daß an Fahrzeugen nur gecrimpt und nicht gelötet wird.


Keine Gegenstimme!
So ist es ohne wenn und aber.

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Beitragvon Nordlicht » 7. Februar 2009 12:37

flotter 3er hat geschrieben:
Nordlicht hat geschrieben:fehlt eigendlich nur noch das.....Klempner-Löten....Lager von Aussen verzinnen......wenn ich mal Zeit habe könnte ich ja mal oder in Sosa :gruebel: 150W Lötkolben....Lötwasser und ein neues Lager.....ich hab wenig Platz bei der anreise im Topcas....wenns einer mitbringt..gerne vor Ort..


Kriege ich hin denke ich, vielleicht noch vor Sosa mal eine kleine Erinnerung ? ( Bin ja auch nicht mehr der Jüngste, das Gedächtnis lässt schon mal nach.... :oops:

Das Lötwasser ist wichtig und der 150W Lötkolben.....Lötdraht kann ich mitbringen... und ein Lager denke ich gibs bei Ostrad zur Not... super Frank :gut:
Gruß Uwe.
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon krocki » 9. Februar 2009 19:51

Moin,

für Elektrolötungen soll Lötfett nicht gut sein, da säurehaltig -> lieber Kolophonium. Der Trick mit Auflösen in Spiritus ist gut.

Und beim Anlöten von Leitungen (Litze) wenns geht die PVC Isolierung nicht so schmoren lassen wie auf dem Bild. Das erzeugt Säurerückstände, die auf Dauer das Kupfer angreifen, vielleicht daher die Brüche hinterm Kabelschuh.
Nicht um die Konservierung der Vergangenheit, sondern um die Einlösung der vergangenen Hoffnung ist es zu tun.
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon hackmac » 16. Juli 2009 17:36

Moin,

als Elektroniker muss ich natürlich auch noch meinen Senf dazugeben.

1. Lote mit Blei sind problemlos zu beziehen. In der Elektronik ist es jedoch nicht mehr gerne gesehen da Blei zu den Schwermetallen zählt. Bleihaltiges Lot kann beim verdampfen (Siedetemperatur 327°C) über die Atmungsorgane in den Körper gelangen und dort zu schweren Schäden führen. Diese können auch die Fortpflanzungsfähigkeit sowie nachfolgenden Generationen belasten.

2. Keiner erwähnt hier etwas von der Lot-Dicke und der Lötkolbentemperatur oder gar Lotzusammensetzung. Für das einwandfreie Löten (ohne Risse, Mattstellen und Kohleablagerungen etc.) ist das maßgeblich entscheidend. Des weiteren kann man die Haltbarkeit von Lötstellen erhöhen, indem man nach dem Abwaschen des Flussmittels mit Spiritus das ganze mit einem Umgangssprachlichen Leiterplattenlack versieht.

3. Entlötsaugpumpe, Leiterplattenreinigungsbesteck, Glasfaserstift, Lötzinnabroller, die Dritte Hand und für den dickeren Geldbeutel ein SMD-Werzeugset von Bernstein (Minischraubendreher, Pinzetten, SMD Matten etc.) sind nützliche Helferlein.

Genau wie beim Schweißen spielt der Erfahrungsgrad eine wichtige Rolle - schonmal zwei versilberte Kontakte gelötet? Ich verwende seit Jahren die folgende bewährte Kombination und habe damit von Bowdenzügen über Leiterplatten bis hin zu SMD Bauteilen alles problemlos verarbeiten können (Das soll keine Werbung werden):

Lötgerät: ERSA ANALOG 80 mit mitgelieferter 2qm Standardlötspitze (60W)

Lötspitzen: ERSA 832UD, ERSA 832WD, ERSA 832SDLF 0.8

Lot: Stannol SN99Cu1 1mm, EDSYN SN60PbCu2 0,8mm, EDSYN Sn62PbAg2 0,35mm

Flussmittel: Weller Flux-Set 51301699

Entlötsaugpumpe: Soldapult SS350

Gruß


David

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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon MZETZ150 » 20. Oktober 2009 01:16

... Kabel verzinnen im PA-Unterricht bei Saxonia Luftpumpen- und Fettpressenfabrik in Schwarzenberg /Erzgebirge. Dazu hatte man ein Zinnbad vor sich stehen und eine Dunstabzugshaube drueber haengen. Ich musste nur die Kabelenden kurz einditschen. Mein Beitrag zum Wohl des Volkes, Frieden und Sozialismus. :ja:
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Christoph

An der MZ erkennt man, wie man selbst älter wird. Die MZ bleibt immer jung!

Fuhrpark: ~
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BJ92, seit 2008: Simson Roller SR 50/1B (Bing)
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon der janne » 20. Oktober 2009 09:50

So, nune ich:

Da ich ja täglich mit dieser Problematik zu tun habe (Kabelbaumfertigung) und ich auch für die Qualitätssicherung zuständig bin kann ich nur zum crimpen raten!
Es soll beim crimpen eine sogenante "Gasdichte Verbindung" entstehen, alle Litzen innen im Crimp sollen deformiert und gequetscht sein, also im Querschnitt durch den Crimp dürfen keine Luftlöcher sein!
Problem für den Bastler:
Er hat nicht die Automatenwerkzeuge oder die Handzangen daheim!
Wer zu Hause ordentlich crimpen will, kann ganz schnell mal 300-1000€ in gute Handzangen versenken!
Kosten=Nutzen??? Für den Bastler wohl kaum!
Also tendiere ich auch zum Löten wie LORCHEN, aber: ich würde die Stege des Drahtcrimps nicht abschneiden, sondern versuchen zu crimpen und dann vom Steckbereich her etwas zu verlöten!
Wie andere schon geschrieben haben kann es sonst nach dem Stecker zum Bruch kommen wenn das Lötzinn zu tief unter die Isolation dringt!

Das Quetschen würde ich nur machen wenn ich eine verstellbare gute Quetschzange habe, mit dem Baumarktgerödel wird das nichts!

Ich mache fast jeden Tag sogenannte "Schliffbilder", also Kontakte werden getrennt, in Kunstharz eingegossen, in immer kleiner werdenden Stufen geschliffen, also fast poliert, im Ultraschallbad gereinigt, kurz angeäzt und dann mikroskopisch untersucht.

Da habe ich selbst bei guten und teuren Quetschzangen noch nie so gute Verdichtung der Adern gesehen wie beim crimpen, beim Quetschen liegt das einfach nur drin und ist angepresst, aber in die Luftlöcher dringt dann gern mal der nette alles auflösende Dampf aus der Batterie oder das böse Salzwässerchen ein und dann....... glaub brauch net weiterreden oder?

Also Kurzfassung: crimpen, wer das nicht technisch kann bitte löten, nur im Notfall Quetschen bitte!
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon taiga-wolf » 13. Dezember 2009 22:29

Hallo,
also ich schiebe den Schrumpfschlauch immer über den ganzen Flachstecker, sieht besser aus und wenn die Stecker dicht bei einander sind find ich es auch sicherer. Das mit dem extra Kolophonium find ich ja nicht schlecht, ich machs immer nur mit Lot welches Flußmittel enthält, aber ich werds glaub ich auch mal mit extra Kolophonium versuchen.

Wo wir gerade beim Thema löten sind, ich könnte auch mal zeigen wie man eine Beule statt mit Spachtel mit Zinn glättet bzw. verschwemmt. Muss ich eh noch bei meinem alten ETZ Tank machen :mrgreen:

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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon Ex-User Blaubär » 14. Dezember 2009 12:16

Danke Lorchen & alle Anderen für die Lötwinke, auch wenn's schon 'n Weilchen her ist.

Wichtig beim Kabellöten, mit Hilfe der "Drittenhand", die Litze nach unten zeigend einklemmen & von oben nach unten Löten, damit das Zinn von oben nach unten laufen kann. Läuft es in die Ummantelung besteht Bruchgefahr. Ist da Kabel nicht verdrillt, läumt das Zinn besser. Das Verdrillen ist eh umstritten.
Den Steckschuh oder die Zunge halte ich mit der "Drittenhand". Das Kabel wird mit Schrumpfschlauch versehen & geschrumpft, dort wo die Isolierung/Ummantelung beginnt. Jetzt lege ich das Kabel in die Zunge/Steckschuh verlöte es im vorderen Teil des Werkstückes. Jetzt mit der Grimptzange das Werstück zu preßen. Und wieder ziehe & schrumpfe ich Schrupfschlauch über das Werkstück. Währed den Kabelbrüchen & den Isolierungsbeschädigungen.
Die Steckverbindungen versehe ich mit Polfett.
Ich hatte es noch nicht, das Lötstellen an der Lima schmolzen. Auf ner Nachwende-Lima sitzt der E-Regler direkt auf der Lima, die Drähte der Lima sind direkt mit der Limaplatine verlötet.

Danke für den Wink mit dem Lötwasser ...
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon dösbaddel » 14. Dezember 2009 13:19

Janne, kannst Du mal bitte Schliffbilder gecrimpt gequetscht und gelötet reinstellen, wenns nicht zuviel Mühe macht? Würd mich echt interessieren und anschaulich wärs zudem auch. :ja: Büdde büdde
Gruß Martin

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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon Lorchen » 24. März 2010 17:41

Mir ist heute was oooberpeinliches passiert. :oops: :oops: :oops: :versteck: Ich habe eine halbe Stunde nach so einem blöden Wackelkontakt am Sicherungshalter gesucht. Ursache war der Kabelschuh von der Batteriezuleitung - den ich mal selbst angelötet hatte. Es war eine "kalte" Lötstelle.
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon Ralle » 24. März 2010 17:44

Kann halt einem Profi genau wie einem Laien passieren, mach dir nichts draus. :patpat: Übrigens ist die 10 000 jetzt voll :ja:
Du möchtest etwas für das Foren RT- Projekt tun?
Einen Überblick über die bereits bereitgestellten und noch fehlenden Teile gibt es in dieser Tabelle.
Wenn du auch etwas beisteuern möchtest oder Fragen hast schicke mir eine PN...

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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon MaxNice » 24. März 2010 22:00

ich benutze schon sehr lange kein hartes kolophinum aus der dose mehr, das geht wesentlich besser mit löthonig, ne kleine tube und ein zähflüssiges zeug, schafft auch auf vielen anderen metallen lötvervindungen. ich mag das zeug echt benutze das überall ob zum akkus verlöten oder für SMD auf der doppelplatine.
und ich hab noch nen einwand, ganz am anfang steht zur lötspitze, wenn die nicht verzinnt ist, dass man sie abschleifen soll. ist nicht grade das schädlich, da man die beschichtung zerstört und die lötspitze frisst? ich wische die lötspitze imm er in einem feuchten schwamm ab, wenn dort schmutz dran ist.
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon hiha » 25. März 2010 07:27

MaxNice hat geschrieben:ich benutze schon sehr lange kein hartes kolophinum aus der dose mehr,

"Löthonig" ist ja ein eingetragenes Warenzeichen, jedoch gabs immer wieder Selbermacher, die das Baumharz in Spiritus aufgelöst, und ihren Honig damit selbst hergestellt haben. Im käuflichen Honich sind noch ein paar andere Zutaten drin. Ein gutes Zeug.

ganz am anfang steht zur lötspitze, wenn die nicht verzinnt ist, dass man sie abschleifen soll. ist nicht grade das schädlich, da man die beschichtung zerstört und die lötspitze frisst? ich wische die lötspitze imm er in einem feuchten schwamm ab, wenn dort schmutz dran ist.

Das Abschleifen gilt entweder nur für Reinkupfer-Lötspitzen, oder bewegt sich im Bereich des 1200er Schleifpapiers. Neue vernickelte Lötspitzen sind üblicherweise bereits vorverzinnt. Wenn nicht, braucht man ein spezielles Flussmittel zum Verzinnen.
Vom feuchten Schwamm ist man übrigens wieder abgekommen, Weller verkauft jetzt Vorrichtungen, in denen ein VA-Topfkratzer gehalten wird. Die nicht von der Hand zu weisende Begründung des (weltgrössten?) Lötgeräteherstellers: Der Thermoschock beim Abwischen am nassen Schwamm verkürzt die Lötspitzen-Lebensdauer. Wir arbeiten praktisch ausschließlich mit dünnsten Lötspitzen, und können das bestätigen.

Gruß
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon MaxNice » 25. März 2010 09:03

jop, ein naturprodukt der honig :)

das mit der edelstahlwolle hab ich schon gehört aber noch nicht ausprobiert.

ich habe drei lötkolben, einen 230V 30W noname mit keramikspitze, eine 12V 7,5W stannol lötnadel für SMD arbeiten und mein lieblingsgerät der 12V 15W weller WM 15L-12, da ist allein das kabel schon ein traum, weich wie ne seidenkordel 8)
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon TZ250 » 25. März 2010 21:18

Ich hab als erstes in der Lehre beigebracht bekommen, dass man eine Lötspitze niemals feilt oder schleift, sondern klopft! Damit verfestigt man das Kupfer an der Spitze, die damit länger hält. Außerdem kann man der Spitze damit die gewünschte Form geben, je nach Einsatzfall. Die handelsüblichen vernickelten "Spaten" kann man eh für nischt richtiges gebrauchen. Und den Zunder streift man fix mit den Fingern ab...(Hat mein Meister mir gezeigt!)
Kolophonium in Spiritus "eingeweicht" ist ein prima Flußmittel, in der Regel reicht aber das, was im Lötzinn eh schon drin ist, wenn man nicht so sparsam damit umgeht! (überflüssiges Zinn abschütteln) :schlaumeier:
Am Mopped löte ich in der Regel gar nicht, da wird gecrimpt oder gequetscht. Ja, auch quetschen kann man richtig machen, nämlich mit dem richtigen Material, Werkzeug und ordentlichem Krafteinsatz! Danach noch mal kräftig dran ziehen, was man dabei nicht rausreißt, fällt auch von alleine nicht mehr ab.
Gruß TIM





Lieber gelegentlich eine Dummheit machen als nie etwas Gescheites.

Ein bisschen doof kann man ruhig sein, Hauptsache man weiß sich zu helfen...

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Löten ... zubehör

Beitragvon s-maik » 27. Januar 2011 14:41

hallo zusammen,

ich habe mich nun entschlossen das Löten zu lernen (danke Lothar für den schupser) ...
also, ich will gleich was ordentliches kaufen ...
was brauche ich alles dazu ... :?:

habe das hier gerade bei conrad gefunden ...

Lötkolben Starter-Set kostet 10 euro ...

Highlights & Details

* Auspacken und loslöten
* Robuste Ausführung
Beschreibung
Löt-Einsteigerset mit leistungsstarkem 30 Watt Lötkolben, robustem Lötkolbenablageständer mit Reinigungsschwamm, Entlötsaugpumpe und Lötdraht. Ideal für Schule, Ausbildung und Hobby.
Lieferumfang
* Lötkolben
* Lötspitze Bleistiftform
* Ablageständer mit Reinigungsschwamm
* Entlötsaugpumpe
* Lötzinn.

da ich noch keine ahnung habe ... ist das ok oder ...


was brauche ich noch ... ?

danke im voraus
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Re: Löten ... zubehör

Beitragvon Lorchen » 27. Januar 2011 14:46

Du brauchst einen Lötkolben 60W, wenn Du am Kabelbaum löten willst oder 25W für Elektronik. Dazu eine Dose Kolophonium und Lötzinn mit einer Kolophoniumader innen drin. Mehr nicht.

Und dann noch die richtige Vorgehensweise beim Löten, siehe oben.

-- Hinzugefügt: 27/1/2011, 14:56 --

Conrad hat geschrieben:mit leistungsstarkem 30 Watt Lötkolben

30 Watt sind 30 Watt. Als ob das besonders leistungsstarke 30 Watt wären. :rofl:
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon TBJ » 27. Januar 2011 17:13

Moin

ich habe mir vor einiger Zeit eine 10 Euro Lötstation bei Reichelt gekauft. Ich bin damit super zufrieden, allerdings kann ich auch schon seit mindestens 10 Jahren weichlöten.
Eine Entlötsaugpumpe ist sehr hilfreich, wenn man elektronische Bauteile mit mehr als einem Beinchen auslöten will (also praktisch alle). Eventuell kommst du ja mal da hin, dann wirst du sie nicht missen wollen.

Was die richtige Vorgehensweise angeht: Wurde hier ja schon diskutiert wenn ich mich recht entsinne. Ich führe aus mir logischen Gründen das Lot direkt dem heißen Bauteil zu und schmiere es nicht vorher auf die Lötkolbenspitze.

Gruß
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon MaxNice » 27. Januar 2011 18:36

ich löte auch ziemlich viel, ätze platinen selbst usw. ich habe es veflucht diese billigen lötspitzen die sich selbst wegfressen. nachdem sich selbst eine "keramik"lötspitze aufgelöst hat, habe ich mir einen 12V 15W lötkolben von weller gekauft, der hat zwar auch 30€ gekostet, aber mit dem löte ich am liebsten (ich hab noch einige andere) der ist handlich, die 15W reichen aus und die lötspitze ist wie am ersten tag.
als flussmittel kann ich löthonig empfehlen, man kann auch colophonium in alkohol auflösen... der vorteil liegt im gebinde, man kann das flüssig auftragen und muss nicht das lötobjekt im kolophonium einschmelzen.
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Re: [kb] Lötkurs

Beitragvon net-harry » 27. Januar 2011 18:47

Hi,
Bei dem CONRAD-Angebot Best.-Nr.: 588332 - 62 kannst Du wohl nix falsch machen - für den Anfang reicht das hin. Der Halter und das Schwämmchen zur Reinigung der Spitze ist eine tolle Sache. Enlötsaugpumpe ist auch dabei. Bestell Dir gleich noch Elektronik-Lötdraht 1mm mit.
Viel Erfolg !
Gruß Harald

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