ETS Kupferwurm, stottern nach wenigen km, Fehler gefunden

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ETS Kupferwurm, stottern nach wenigen km, Fehler gefunden

Beitragvon Bratoletti » 7. Mai 2011 08:54

Hallo
bin mitten beim Kupferwurm beseitigen. Kabelstecker habe ich an Regler und Sicherung und an Masse gewechselt.
Das Zündschloss hatte ich mehrmals auseinander und z.T. doofe Messfehler gemacht: an Strom ist immer Masse Durchgang, wenn der
Verbraucher ne Birne ist. Doof nicht?
Habe alles gecheckt, Batterie geladen und bin nun gespannt, was sie macht.
Will doch damit nach Cossebaude und vielleicht nächste Woche noch woandershin.....
Michael

-- Hinzugefügt: 07.05.2011, 08:30 --
Hallo,
Erfolg gibt es nur zum Teil.
Nach einem halben Tag schrauben und prüfen: das gelbe Kabel am Lichschalter war defekt und damit ein Übeltäter. Einer. Habe
auch die Tacholämpchen-Einsätze alle durchgemessen nichts gefunden und für die Probefahrt die Tachobeleuchtungslämpchen-Einsätze
sicherheitshalber weggelassen. (zu diesen Lampeneinsätzen gab es mal nen Hinweis auf werksmässigen Kurzschluss an anderer Stelle)

Nach Probefahrt, alles super mit Licht und ohne Licht und auf Stellung -2, fing die ETS in Blasewitz (nach 15 km) wieder an zu stottern,
Kerze getauscht, war russig, fuhr mit weniger, auch auf Stellung -2, stottern weiter. Bei niedrigen Drehzahlen blinkte der Blinker dann
nicht mehr, es fehlt wohl an Spannung. Vorher war aber alles ohne Motor OK. Die Batteie 12AH, 6V hat 5,9 V und die Lima lädt mit 6,2 bis 6,4V.

Meine Interpretation: der Defekt ist zeitabhängig. Es beeinflusst die Zündung. Anfangs lief sie ja super. Irgendwas senkt die Spannung
nach einer Zeit, sodass der Funke nicht mehr stark ist und die Kerze russt.
Zündspule? Kondensator? Zündkabel? Kerzenstecker (letztere beiden berühren Metall)
Muss ich nu zusätzich Kabelbaum, Zündschloss, Batterie wechseln?
Die Nerven bleiben angespannt. Sie springt gut an läuft super und es ist einfach schade...
Michael
Zuletzt geändert von Bratoletti am 26. Mai 2011 10:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ETS Kupferwurm, stottern nach wenigen km

Beitragvon desert » 7. Mai 2011 11:40

wird die zündspule nur handwarm oder heiß?

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Re: ETS Kupferwurm, stottern nach wenigen km

Beitragvon Bratoletti » 7. Mai 2011 11:42

Möglich, die werde ich mal als 1. tauschen, denke in die gleiche Richtung.
Michael
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Re: ETS Kupferwurm, stottern nach wenigen km

Beitragvon Paule56 » 7. Mai 2011 13:02

Bratoletti hat geschrieben:die Lima lädt mit 6,2 bis 6,4V.


Das ist zu wenig!
Da zieht es möglicherweise nicht mal den Rückstromkontakt aus der Ruhelage .... insofern der richtig eingestellt ist.
Anzustreben sind 6,9 bis max 7,2 V.
Gruß
Wolfgang

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Re: ETS Kupferwurm, stottern nach wenigen km

Beitragvon Bratoletti » 8. Mai 2011 15:08

warum soll es auch klappen???
Bin ein Stück weiter und stehe vor einer neuen Wand.
Also die Lima lädt mit ca. 6,8V, die Batterei hat 6,1V. Habe jetzt wieder die kleine Gel-Batterie drin.
Die andere Säurebatterie hat ständig unter 6V und ist wahrscheinlich defekt oder überaltert, die bekam ich ja in Wutha gebraucht dazu.
Zündspule gewechselt (neu in Riesa gekauft) und zunächst provisorisch eingehängt, die alte in der Halterung gelassen.
Gefahren: super alles bestens auch bei niederigen Drehzahlen mit und ohne Licht.
Zündspulen gewechselt, die neue ist nun in der Halterung, angetreten, kein Funke.
Zufällig höre und sehe ich zu meinem Erstaunen, dass es an der Zündspule blitzt. Die Zündspule hat Strom auf dem äußeren Blechmantel. :shock: Gibt es sowas? Wurde wohl von dem Händler abgezockt: DDR ZSP in original Verpackung für 15€.
Mit Mopedschlauch umwickelr und wieder reingehangen, Moped fährt super.
Hat aber bei niedrigsten Dréhzalen leichtes Bocken, weil Lima zu wenig Spannung liefert? Weil Batterie nicht genug Saft hat??
Nächste Schritte: neue Zündspule kaufen, die OK ist.
Regler so stellen, dass (siehe Paule) Ladespannung bis 7,2V kommt.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Michael
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Re: ETS Kupferwurm, stottern nach wenigen km

Beitragvon biene&lu » 8. Mai 2011 15:41

wir hatten gerade einen riesenspaß mit dem zündkabel ,incl.komplettumbau....natürlich mit altem zündkabel :oops: vieleicht .....:gruebel:

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Re: ETS Kupferwurm, stottern nach wenigen km

Beitragvon Bratoletti » 9. Mai 2011 07:53

biene&lu hat geschrieben:wir hatten gerade einen riesenspaß mit dem zündkabel ,incl.komplettumbau....natürlich mit altem zündkabel :oops: vieleicht .....:gruebel:

Ja und ich werde nun Lothars Elektrobibel dreimal nochmal lesen. Verstehen stellt sich dann hoffentlich ein. Wie den Regler
einstellen ohne separate regelbare Stromquelle, ist dann die nächste Frage.
Nach Heiligenstadt fahre ich, wenn überhaupt, nicht mit dieser verwurmten, sondern mit der 60/5.
Michael
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Re: ETS Kupferwurm, stottern nach wenigen km

Beitragvon Bratoletti » 26. Mai 2011 10:34

Hallo,
es gibt Erfreuliches Elektrisches zu berichten. Tja es gibt nach langem Bohren irgendwann doch den Durchbruch.
Habe gestern den Regler getauscht und die Karre fährt wieder ganz OK. 8)
Ein Wunder??
Nein: systematisches Vorgehen.
Nach dem Kauf des regelbaren Trafos (Empfehlung Lothar, Reichelt PeakTrech 6010, 47€, also etwa
2 Monteurstunden die ich nicht brauchte...) habe ich den Regler, der in Eisenach ausgebaut wurde,
weil er angeblich defekt sei, geprüft.
Rückstrom: soll: hochfahren 6,4V Schaltpunkt, ist: 6,7 bis 6,9V (mehrere Versuche)
Rückstrom: soll: herunterfahren 5,6 bis 6,2V Schaltpunkt, ist: 5,6 bis 5,8V (mehrere Versuche)
Regler soll: hochfahren 6,9 bis 7,1V Schaltpunkt, ist: 7,6V
Regler soll: soll: herunterfahren 6,4 bis 6,6V Schaltpunkt, ist: 5,9V

Also das Ding war völlig verstellt. Neu eingestellt, und eingebaut, es funzt.

Den Regler, der in Eisenach eingebaut wurde, habe ich heute getestet.
Rückstrom hochfahren ist: 7,1V, runterfahren 5,3V, hochfahren völlig falsch
Regler hochfahren 7,8V, das ist viel zu hoch, runterfahren keine Funktion, geht also nicht.

Warum nur warum? Jetzt weiss ich es. Ich mache jedem Mut (kostet Geduld und die € für das Gerät
(s.o.)), es zu versuchen. Helfe auch auch selbst gern.

Noch was. Bei Lothars Anleitung steht Vieles. Habe auch von Unterbrecher die grafisch schöne
Erklärung zum Reglerschalter gelesen. Was dort nicht steht: die Plättchen, die den Kontakt
halten beim Reglerschalter sind nicht nett. Das unterste Plättchen hat einen Kunststoffkern, damit
die Schraube nicht kurz schliesst. Das Dumme ist nur, das blöde Teil (abmontieren lohnt und
ansehen von unten) hat am rechten Rand kein Kunststoff und so gibt es einen Kurzen, wenn man die
Plättchen zu sehr nach rechts (RTG Rückstromschalter) verschiebt. Muss man erstmal drauf kommen.
Bratoletti
p.s. die ersten Runden (nach Wochen Entbehrung und Heiligenstadt mit BMWDreirad) durch Grünberg und Schönborn waren ein unendlicher Genuss, weiter traute ich mich noch nicht...
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Re: ETS Kupferwurm, stottern nach wenigen km

Beitragvon lothar » 26. Mai 2011 18:12

Na, das hört man doch gern. Ich freu mich immer, wenn wirklich mal jemand den Mut aufgebracht hat, sich selbst an die Reglerprüfung
mit Erfolg zu wagen.

Bratoletti hat geschrieben:Nach dem Kauf des regelbaren Trafos (Empfehlung Lothar, Reichelt PeakTrech 6010, 47€, ...

Also ... :schlaumeier: ... man nennt das Gleichstromversorgung oder Netzteil. Und es heißt PeakTech 6080.
Die 47 Ois stimmen jedoch ...

Gruß
Lothar

PS: Hier ist ein Protokollblatt zur gefälligen Verwendung, das die Überprüfung von mechan. 6-V-Regler übersichtlich zusammenfasst:
PROTOK.JPG
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Re: ETS Kupferwurm, stottern nach wenigen km

Beitragvon Bratoletti » 26. Mai 2011 18:54

lothar hat geschrieben:Na, das hört man doch gern. Ich freu mich immer, wenn wirklich mal jemand den Mut aufgebracht hat, sich selbst an die Reglerprüfung
mit Erfolg zu wagen.

Bratoletti hat geschrieben:Nach dem Kauf des regelbaren Trafos (Empfehlung Lothar, Reichelt PeakTrech 6010, 47€, ...

Also ... :schlaumeier: ... man nennt das Gleichstromversorgung oder Netzteil. Und es heißt PeakTech 6080.
Die 47 Ois stimmen jedoch ...

Gruß
Lothar

PS: Hier ist ein Protokollblatt zur gefälligen Verwendung, das die Überprüfung von mechan. 6-V-Regler übersichtlich zusammenfasst:
PROTOK.JPG


Ok Lothar, Herr Elektroingenieur,
hast ja recht, sach ich als Bauingenieur.
Aber: diese Feinjustierung ist mit dem kleinen Fuzzi-Regel-Rad-Durchmesser nicht ohne. Realistisch ist ein Mess- oder Ablesefehler von 0,10 bis 0,20 Volt, feiner lässt sich der Gleichstromversorger (GSV) nicht regeln leider. Habe zur Kontrolle mein Messgerät genommen.
Bis dato läuft sie, habe übrigens noch nicht im Fahrzeug fein justiert, war zu faul und die Sonne zu schön heute...
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