ETZ 250 - Leerlauf instabil, Motor geht oft aus

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Re: ETZ 250 - Leerlauf instabil, Motor geht oft aus

Beitragvon ETZ250Greiz » 17. September 2023 18:59

[quote="rausgucker"]Man könnte es kürzer fassen: Die Zündspule hat eine Primärseite (12 Volt in diesem Falle geschaltet bzw. unterbrochen durch den Unterbrecher) und die Sekundärseite - das Zündkabel mit ZK-Stecker die Hochspannungsseite.
Auf der Primärseite des Unterbrechers erfüllt der Kondensator die Aufgabe der Funkenlöschung an den Unterbrecherkontakten und der Entstörung.
Die Zündspule und der Kondensator sind von den Werten bzw. Kapazität aufeinander abgestimmt, ist ja logisch.

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Genau so haben sie es mir gelehrt. Für den weiteren Teil, dass durch eine stärkere Spule auch auf der Primärseite eine höhere Belastung am Unterbrecher entsteht, fehlen mir tiefergehende Kenntnisse. Bisher war ich der Meinung dass sich primär, da immer 12 Volt, nichts ändert. Man lernt halt nie aus! ?
Gruß Ulli

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Re: ETZ 250 - Leerlauf instabil, Motor geht oft aus

Beitragvon mm-HC » 17. September 2023 20:17

Guten Abend
und erst einmal wieder herzlichen Dank allen, die sich bemühen, hier zu helfen!

Im Praxistest (nach Rücktausch der Kondensatoren, also 2,5µF zurück an den Gleichrichter und ein neuer 0,22µF Zündkondensator am Unterbrecher) sind die Funken dort beseitigt und der Motor läuft tatsächlich wieder, als wäre nie etwas gewesen.
Was ich natürlich nicht weiß, ist, wie lange das jetzt wieder gut gehen wird... Versuch macht klug - und der Versuch läuft jetzt.

Der Vorschlag, eine Autozündspule zu nutzen kam hier aus dem Forum, von verschiedenen Mitgliedern (nicht nur in diesem Thread), die angaben, zum teil schon jahrelang so problemlos unterwegs zu sein. Auch wenn es plausibel wäre, hat von denen niemand etwas erwähnt, dass entweder ein anderer Kondensator notwendig wäre oder es wiederholt Probleme mit dem originalen Zündkondensator gegeben hätte.
Auf Grund des zu DDR-Zeiten allgemein herrschenden Materialmangels erschien mir eine minimiert/optimiert realisierte Original-Zündspule zur Kupfereinsparung vorstellbar - und damit auch eine mögliche Verbesserung durch Nutzung einer "modernen" Zündspule, bei deren Entwicklung hoffentlich nicht Materialeinsparung sondern Funktionssicherheit im Vordergrund stand.
Auch ein befragter KFZ-Elektriker (bei dem ich die notwendigen Kontaktstücke für den Steckanschluss der Zündspule bekommen habe) versprach sich zwar durch den Umbau keine große Verbesserung, sah aber auch kein Problem darin.

Mein Ziel war, wenn schon ein Ersatz wegen des Ausfalls der originalen Zündspule notwendig geworden war, in diesem Zuge die Zuverlässigkeit für die Zukunft mit zu erhöhen. Außerdem habe ich im Forum auch immer wieder Kritik an schlechten Nachbauspulen gefunden und daher auf die Auto-Standardspule gehofft (nach den positiven Erfahrungen der anderen Teilnehmer).

Im Moment fährt die ETZ jedenfalls wieder wie gewünscht. Ich werde beobachten und wieder berichten.

Danke allen Helfern und VG!

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Re: ETZ 250 - Leerlauf instabil, Motor geht oft aus

Beitragvon ETZ250Greiz » 17. September 2023 20:47

Dazu noch ergänzend. Wir haben zu tiefster DDR-Zeit die Zündspulen hin und her getauscht. Am Trabi und an der TS (12 V) hatte ich auch größere/ stärkere von Fiat und Lada dran. Den Kondensator an der Zündung hats nicht interessiert.
Zuletzt geändert von ETZ250Greiz am 18. September 2023 07:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: ETZ 250 - Leerlauf instabil, Motor geht oft aus

Beitragvon rausgucker » 17. September 2023 23:41

Größere Zündspulen sind gern verwendet worden - es ist dadurch nicht zwangsläufig der Kondensator kaputt gegangen. Was wir aber alle gern verdrängen ;) das ist nicht selten 30 bis 40 Jahre her. Wie hier schon richtig gesagt wurde, altert so ein Kondensator, das ist normal. Und da kann er bei etwas stärkerer Belastung auch aussteigen.
Aber es ist doch super, dass es eine Lösung des Problems gab. Jetzt einfach nichts mehr verändern und fröhlich rumfahren :lol: :lol:

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Re: ETZ 250 - Leerlauf instabil, Motor geht oft aus

Beitragvon rally1476 » 18. September 2023 04:46

Moin,

meine Intention liegt darin Euch ein wenig Wissen zu vermitteln.
Nicht hier irgend jemanden zu belehren.
Wenn man um ein paar Zusammenhänge weiß, kommt man schlussendlich selbst zum richtigen Ergebnis.

Nochmal zum Kondensatortausch von, ich sag mal oben nach unten...
...der Zündkondensator hat gegenüber dem Kondensator, welcher in Anschiebestellung, die Batterie ersetzt, nur eine sehr kleine Kapazität.
Der kann sich eben sehr schnell aufladen.
Das ist seine Aufgabe.
Der größere Kondensator schafft das garnicht in der kurzen Zeit, in welcher die Zündspule an Spannung liegt, bevor der Unterbrecher die Spannungsversorgung unterbricht.
Stell Dir dazu mal 6000U/min vor.
6000 mal kurz laden und entladen in der Minute.
Deshalb hattest Du die Funken am Unterbrecher und nicht an der Kerze.

Gruß Rally
Brommt gut die Beere!

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Re: ETZ 250 - Leerlauf instabil, Motor geht oft aus

Beitragvon mm-HC » 28. September 2023 21:10

rausgucker hat geschrieben:... es ist doch super, dass es eine Lösung des Problems gab. Jetzt einfach nichts mehr verändern und fröhlich rumfahren :lol: :lol:


Genau und deshalb habe ich die Aufgabe des fröhlichen Herumfahrens gerne übernommen ;-) und will hiermit dem Forum und insbesondere den an diesem Thema hilfreich Beteiligten noch einmal kurz Rückmeldung geben:

Das Motorrad war jetzt zwei Wochen lang fast täglich unterwegs und bisher gibt es keinen Grund für neue Klagen - alles bestens!

Ich danke Euch!

VG

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Re: ETZ 250 - Leerlauf instabil, Motor geht oft aus

Beitragvon ETZ250Greiz » 29. September 2023 07:07

Na prima! Freut uns! 😊

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