Hallo Gemeinde,
bisher war ich immer nur stiller Leser anderer Beiträge hier im MZ-Forum. Ich bin erst 19 und habe auch nur Erfahrung im Bereich Simson und kann daher nicht so viel Wissen beitragen deswegen verzeiht mir teils wahrscheinlich fachliche Fehlausdrücke.
Nun aber zu meinem Problem. Meine MZ Rt 125/2 (45Watt Lima) wies vor einiger Zeit folgendes Problem auf. Die Zündspule wurde im Betrieb zu warm und diese Isoliertschicht ist geschmolzen und auf die Kontakte des Reglers getropft und hat diese verklebt. Dies habe ich allerdings erst gemerkt als die Ladekontrolle dann anging. Da hatte ich aber noch keine Ahnung. Mittels Lothars Elektronik Fiebel habe ich mich dann an die Fehlersuche gemacht. Die alte Zündspule hatte gemessen und festgestellt das zwischen 15 und dem Zündkabelkontakt kein Durchgang besteht (OL)und daher habe ich Sie erstmal als defekt deklariert.Da ich von den Nachbauspulen nur schlechtes gehört habe und sie auch sehr hochpreisig sind habe ich eine externe Spule von einer Simson eingebaut (Sekundärspulen Widerstand 9kOhm). Den Regler habe ich dann auch justiert da hat auch von den Werten alles gepasst und die LiMa hat nach Test auch ganz normal funktioniert. Das einzige was nicht funktioniert hat war der Rückstromkontakt dieser öffnete erst bei bei 4,9V wieder was definitiv zu wenig war. Da am Wochenende aber eine Ausfahrt anstand und ich diese mitfahren wollte hatte ich gedacht es würde schon gehen. (Bei Testfahrten im Vorhinein hat auch alles gepasst). Bei besagter Ausfahrt ging jedoch erst die Ladekontrolle an und dann fingen Zündaussetzer an und schließlich ging die Maschine aus. Zuhause stellt ich dann fest, dass die Feder der Minuskohle zusammen geschrumpft war und die Kohle so keinen Kontakt mehr zum Anker hatte. Also vermutlich extreme Hitze. Die Batterie war aber nicht leer und trotzdem kam kein Funke mehr. Ich weiß nun nicht was genau passiert sein könnte. Ich vermute zwei unterschiedliche Fehler, einerseits die externe Zündspule? Und andererseits der Rückstrom? Kann der im Vergleich zur originalen Zündspule erhöhte Wiederstand der Sekundärwicklung zu erhöhter Wärmeentwicklung führen oder zur Zerstörung des Kondensators oder Abbrand der Unterbrecherkontakte? Und kann der rückwärts fließende Strom die Minus Kohle an der LiMa so erwärmen, dass die Feder zusammenschrumpft? Bevor ich die Maschine das erste Mal unter die Lupe genommen habe lief sie eigentlich völlig in Ordnung und war auch relativ Vollgas und Hitzefest. Ich hatte auch das Gefühl das Sie generell wärmer wurde als sonst obwohl ich an der Abstimmung nichts geändert habe. Lediglich die Zündspule getauscht und den Regler justiert. Zzp. habe ich nie kontrolliert oder geändert weil Sie immer gut lief und ansprang.
Ich bin leider am Ende von meinem Latein...und bevor ich jetzt Teile wie Kondensator tausche etc. die dann wieder zerfliegen weil ich das Hauptproblem übersehe, dachte ich ich frage mal das Forum
Bezüglich Messgeräte habe ich zwei Multimeter da, und ein Labornetzteil bis 30V 10A.
Kabelbaum wurde vom Vorbesitzer neu gemacht und da hatte ich auch alle Kabel durchgemessen da hat keins erhöhten Wiederstand. Also das passt auch alles. Batterie ist eine 6V 12Ah neu gekommen. Zündkerze ist eine neue von NGK, Wärmewert vergleichbar mit ca. 240 von Isolator.
Liebe Grüße Konstantin
PS: habe die Nachricht auch schon an Lothar per PN geschickt aber da es ja ein ziemlicher Roman ist gebe ich das ganze auch mal generell ins Forum.