MZ ES fürs Museum "konservieren"

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MZ ES fürs Museum "konservieren"

Beitragvon Knuckle Duck » 3. November 2017 12:18

Ich hoffe, ich bin hier in der richtigen Rubrik.

Um meinen hauptfred nicht zu sprengen, nun hier meine derzeit wichtigste Frage:

Wie konserviere ich RICHTIG meine ES 150 für den Aufenthalt von ca. 3 Jahren im Museum.

Sollte ich den Tank komplett voll lassen? Ich weiß nicht ob es Auflagen zwecks brandverhütung oder ähnliches gibt.

Ansonsten dachte ich, das komplette Motorrad mit ballistol einzureiben. Auch die Reifen.

Ebenso würde ich einen Spritzer in den zylinder geben.

Ist das so okay? Habt ihr andere, bessere Ideen?

Wäre sehr dankbar.

Viele Grüße

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Re: MZ ES fürs Museum "konservieren"

Beitragvon Ysengrin » 3. November 2017 13:00

Komplett mit Ballistol oder ähnlichem abzureiben ist sicher eine gute Konservierung. Aber sieht es auch gut aus? Wenn das ganze Ding, inkl. aller Gummiteile, Sitzbank etc. glänzt wie eine Speckschwarte, sieht das sicher komisch aus. Und zieht Staub magisch an.

Ich würde es machen, aber sparsam.

Und auf die Reifen definitiv nicht. Das bekommst Du danach nur schwer wieder runter, vor allem aus dem Profil. Das macht nur Sinn, wenn Du ihr nach der Museumspause gleich neue Pellen gönnst. Und dann kannst Du es auch lassen.

Wegen Sprit würde ich nachfragen. Vielleicht lieber ablassen und dann auch Tank und Vergaser von innen mit Sprühöl einsprühen.

Gummiteile kann man auch mit Vaseline einreiben. Kettenschläuche, Ansaugrüssel etc.

Und die Batterie raus. :ja:

Aber wenn die in einem gut geheizten und gelüfteten Museum steht, würde ich mir um Korrosion keine großen Sorgen machen. Viel besser stehen kann sie ja kaum.
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Re: MZ ES fürs Museum "konservieren"

Beitragvon ertz » 3. November 2017 13:09

...und in den Zylinder 2 Flaschenkappen Zweitaktöl und mehrmals durchtreten, kein Balistol.
Das kannst Du ja bei einem Museumsbesuch nach 1 Jahr nochmal machen.
Getriebeöl auch evtl vorher neu machen und vor dem abstellen mal nach beiden Seiten legen.

Tank, Vergaser gründlichst leeren, danach Sprühöl.

Bye
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Re: MZ ES fürs Museum "konservieren"

Beitragvon Stephan » 3. November 2017 13:48

Frag doch einfach die Experten vom entsprechenden Depot/Museum.
Bitte schickt mir eure FIN, Motor-Nr. und Baujahr eurer ETZ 125/150 für die Analyse der Baureihe.
Die Daten werden vertraulich behandelt.


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Re: MZ ES fürs Museum "konservieren"

Beitragvon flotter 3er » 3. November 2017 15:07

Die beste Kriechfähigkeit von allen Ölen hat MoS² Öl. Das würde ich auch in den Zylinder kippen.
Gruß Frank


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Re: MZ ES fürs Museum "konservieren"

Beitragvon Knuckle Duck » 3. November 2017 15:21

Eben mit dem Museum gesprochen.

Sprit und Batterie müssen raus. Hatte ich mir schon gedacht.

Das mit dem MoS Öl werde ich wohl machen. Ebenso nen ganz dünnen ballistol Film verteilen.

Das sollte genügen.

Besten Dank

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Re: MZ ES fürs Museum "konservieren"

Beitragvon schrauberschorsch » 3. November 2017 15:30

Wenn das Museum keine Tropfsteinhöhle ist, braucht es vielleicht gar kein Öl. 2 meiner Mopeds stehen schon seit ca. 3 Jahren in der Garage ohne dass ich vorher Konservierungsmassnahmen ergriffen habe. :oops: Passiert ist nichts. Die Motoren drehen und Rost gibt es keinen.

Ich würde den Tank ausleeren, gründlich trocknen lassen und vielleicht mit Grundblei ausm Angelbereich oder Öl konservieren. Öl in den Zylinder geben ist sicher auch sinnvoll, auch die Reifen etwas kräftiger aufzupumpen, damit es keine Standplatten gibt. Ob darüber hinaus weiteres erforderlich ist, hängt maßgeblich von den Lagerbedingungen ab. Wenn die Lagerstätte trocken und ein wenig belüftet ist, ist meines Erachtens weiteres nicht unbedingt erforderlich.

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Re: MZ ES fürs Museum "konservieren"

Beitragvon ea2873 » 3. November 2017 17:33

Tank trocknen lassen und dann mit zähem Öl ausschwenken.

Motor richtig warmfahren und dann abstellen und nicht mehr starten, wegen Kondenswasser.
Zuletzt geändert von ea2873 am 3. November 2017 20:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: MZ ES fürs Museum "konservieren"

Beitragvon otmar » 3. November 2017 19:17

Lass den Tank leer und bau auch den Bezinhahn ab und auseinander. Lass den Tank dann eine Weile offen stehen. Also ohne Deckel und Hahn. Innen mit etwas Öl aussprühen schadet sicher nicht. Die Einzelteile des Hahns auch einölen und dann wieder ran.

Der Vergaser sollte ebenfalls leer sein. Also entweder Motor bei geschlossenem Benzinhahn laufen lassen bis dieser wegen Spritmangels ausgeht oder den Vergaser auch nochmal zerlegen und eingeölt wieder zusammenbauen.
Ballistol würde sich dazu eignen da es säurefrei und sogar leicht basisch ist. Für aussen - sprich die Ö Lackteile - bringt es beim angepeilten Zeitraum eher wenig, da es mit der Zeit verfliegt.

Zylinder ölen ist gut. Batterie muss raus, logisch.

Bei sachgerechter Lagerung passiert mit der Maschine nichts.
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