Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon Thale » 21. Dezember 2025 19:01

Dieter hat geschrieben:Aus welchem Grund sollte dort eine Reifenfabrikatsbindung bestehen? Selbst Japaner aus der Zeit hatten höchsten den Eintrag "Reifen nur von einem Hersteller" Aber der kam eigentlich auch erst ab Mitte der 90er. Zumindest bei den mir bekannten 250ern. Wenn du allerdings eine andere Größe fährst als die die eingetragen ist, hast du natürlich ein Problem. Aber das gab es ja eigentlich schon immer. Wurde aber meistens doch ignoriert.

Dann müssten dort ja auch ein oder mehrere konkrete Reifen vorgeschrieben gewesen sein. MZ hat zwar auch schon mal Freigaben erstellt, aber da ging es hauptsächlich um andere Größen.


Gruß
Dieter


Ich fahre die originale Größe und auch "vorbildlich" Heidenauer und war dementsprechend verblüfft das es die Probleme gab. Wie geschrieben - in der TÜV Datenbank die der Prüfer mir gezeigt hatte, war Heidenau und Pneumant für die ETZ 251 überhaupt nicht drin.
Hat einer von Euch Zugriff auf die Reifen - Datenbank vom TÜV oder einer anderen Pürforganisation oder gibt es die sogar im Netz? Vielleicht hat der Prüfer ja auch nicht richtig weiter gesucht.
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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon Dieter » 21. Dezember 2025 19:40

Einfach das mal mitnehmen. kb.php?a=306
Weiter nach unten scrollen. Er hat eventuell nur eine Liste welche anderen Reifen möglich sind. So wie diese. Links oben steht dann in der Liste Pneumant.

Und es gibt keine Reifenfabrikatsbindung für die ETZ251.
Nur weil er eine Liste mit Reifen hat bedeutet das noch lange nicht das es eine Reifenfabrikatsbindung gibt.
Wenn er in seinen Hersteller Unterlagen konkret stehen hat das es eine Bindung für bestimmte Reifen gibt, nur dann hat er recht.
Und die gibt es nicht.

Wobei Pneumant = Heidenau, da es nur eine Namensänderung gab.


Gruß
Dieter

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon Thale » 21. Dezember 2025 21:39

Dieter hat geschrieben:Einfach das mal mitnehmen. kb.php?a=306
Weiter nach unten scrollen. Er hat eventuell nur eine Liste welche anderen Reifen möglich sind. So wie diese. Links oben steht dann in der Liste Pneumant.
....


Super - Danke, ich probiers damit mal.
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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon Thale » 13. Januar 2026 18:45

Am Ende wird ja doch immer alles irgendwie gut. Die Liste hatte ein wenig bei der Eröffnung der Diskussion genützt. Das Problem bei meiner ETZ war, dass in der Zulassungsbescheinigung unter Punkt 2.2 nur Nullen stand. Damit hatte der junge Kollege bei der letzten Prüfung nicht "meine" Variante gefunden, sondern nur eine Nachwende 251`er ohne Pneumant/ Heidenauer Reifen.
Die Formulierung zur Reifenbindung ist mal bei der Eintragung des hochgelegten Auspuffs reingerutscht. Glücklicherweise hatte ich noch den alten originalen Brief ohne diese Formulierung, auf dieser Basis ging das Austragen relativ schnell. Am Ende hat mich der "Spaß" mit kurzem Gutachten und Besuch bei der Zulassungsstelle nicht ganz 100 € gekostet. Damit dürften hoffentlich zukünftige Diskussionen vermieden sein....
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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon Dieter » 13. Januar 2026 18:59

So einen Prüfer hatte ich auch mal der mir bei der ETZ die Niederquerschnittreifen nicht eintragen wollte und sogar die HU verweigert hat, da die ETZ eine Einzelabnahme ist und somit die Unterlagen nicht dafür gelten. Die Reifen fuhr ich da schon länger und war damit auch schon zur HU. Also wieder eine Prüfstelle die ich nicht mehr nutze und auch entsprechend weiter empfehle. Bei Ramonas Skorpion wollte mal ein Prüfer Probleme bei der Bremsanlage machen, da die Bremsleitungen, Stahlflex nicht eingetragen waren. Ich konnte ihn aber überzeugen das das so Original ist.


Gruß
Dieter

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon starke136 » 13. Januar 2026 19:15

Bei meiner GS 500 steht dieser leibliche Satz der Reifenfabrikstsbindung leider auch in den Papieren.

Witzigerweise, gibt es seitens Suzuki aber für dieses Modell kein vorgegebenes Reifenmodell oder Hersteller 😄
Damit muss ich den Satz nichtmal austragen lassen, da alles zulässig ist innerhalb der Größen aus den Papieren 😁
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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon Dieter » 13. Januar 2026 19:40

Hatte ich ja schon mal geschrieben. Beim Eintragen der Niederquerschnittreifen bei der ETZ wurde der Satz auch reingeschrieben. Viel mir erst deutlich später auf. Da ich letztes Jahr wegen der Austragung mit der Skorpion beim Amt war, habe ich dies auch gleich wieder austragen lassen. Hatte dazu auch eine älter Kopie vom Schein mitgenommen. Ging problemlos und kostenlos.

Gruß
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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon Enz-Zett » 13. Januar 2026 19:56

Thale hat geschrieben:Das Problem bei meiner ETZ war, dass in der Zulassungsbescheinigung unter Punkt 2.2 nur Nullen stand.

Dann schau mal nach, was für ein Buchstabe (wenn überhaupt) in Feld 17 steht.

Dieter hat geschrieben:So einen Prüfer hatte ich auch mal der mir bei der ETZ die Niederquerschnittreifen nicht eintragen wollte und sogar die HU verweigert hat, da die ETZ eine Einzelabnahme ist und somit die Unterlagen nicht dafür gelten.
Dass er die HU verweigert, ist nicht falsch. Ist ja tatsächlich so, dass die Typprüfung/ABE bei Einzelabnahmen nicht gilt, sondern nur das was in den Papieren steht.
Wenn der Prüfer die Eintragung verweigert hat, könnte das evtl. auch daran liegen dass er selbst nicht die nötige Befugnis hatte?

Dieter hat geschrieben:Beim Eintragen der Niederquerschnittreifen bei der ETZ wurde der Satz auch reingeschrieben.

Wer sich beim TÜV eine Fabrikatsbindung austragen lässt, kann den Prüfer darum bitten nicht nur den Satz zu streichen, sondern auch eine Bemerkung à la "Keine Reifenfabrikatsbindung vorhanden" ins Feld 22 eintragen lassen. Damit sollten auch die letzten Diskussionen erschlagen sein. Denn es kann sein, dass sie auf der Zulassungsstelle so einsichtig, verständig und kooperativ sind wie bei dir, Dieter, muss aber nicht.

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon gexx » Gestern 09:07

Thale hat geschrieben:Die Formulierung zur Reifenbindung ist mal bei der Eintragung des hochgelegten Auspuffs reingerutscht. Glücklicherweise hatte ich noch den alten originalen Brief ohne diese Formulierung, auf dieser Basis ging das Austragen relativ schnell. Am Ende hat mich der "Spaß" mit kurzem Gutachten und Besuch bei der Zulassungsstelle nicht ganz 100 € gekostet. Damit dürften hoffentlich zukünftige Diskussionen vermieden sein....


Das war dann einfach nur Geldverbrennung...
Wenn es keine Reifenfabrikatsbindung gibt, muss auch nix ausgetragen werden.
Es wurde hier schon oft gesagt...der Satz im Fahrzeugschein "Reifenfabrikatsbindung gemäß Betriebserlaubnis beachten " besagt nicht zwangsläufig, dass es eine Fabrikatsbindung gibt.
Es ist lediglich ein Hinweis, dass die Prüforgane die Betriebserlaubnis auf eine evtl.vorhandene Bindung prüfen sollen

Wenn es keine Fabrikatsbindung gibt, ist alles gut, egal ob der Satz drin steht oder nicht.
Im Grunde hast du jetzt 100€ gelöhnt, nur weil irgendwann mal die Zulassungsstellen das pauschal mit aufgenommen haben

Viele Grüße
Robert

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon zweitakt » Gestern 09:20

"Reifenfabrikatsbindung gemäß Betriebserlaubnis beachten " besagt daß der Prüfer nachsehen muß, ob es einen Bindung gibt.
Wenn dann im System nur die Nachträge der ABE und nicht die 1. Version vorhanden sind
mußte ich, wie zuletzt, 1 Stunde warten bis die Hotline dem Prüfer die notwendigen Infos gegeben hat.

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon gexx » Gestern 09:32

Ich warte lieber 1x 1h Stunde als 100€ für eine Austragung für Nonsens auszugeben...und da auch neben Geld noch Zeit auf der Zulassungsstelle zu verschwenden.

Deine Wartezeit ist zwar ärgerlich, aber eigentlich untypisch. Das sollte beim nächsten Mal nicht nochmal vorkommen.

Bei allen meiner "kritischen" Motorräder habe ich mir vorab von einem für 21er Abnahmen befugten Prüfer schriftlich bestätigen lassen, dass keine Fabrikatsbindung in der BE vorhanden ist. Zur Not nehme ich das mit zur HU, die Prüfer vor Ort kennen ja den Kollegen. Aber bis jetzt hatte ich noch nie den Fall, dass die nicht komplett in die BE schauen konnten. Sogar ein Grenzfall, lt.Schein nationale ABE aber tatsächlich schon E-Zulassung, wurde nach kurzer Recherche bestätigt

Viele Grüße
Robert

-- Hinzugefügt: 20/2/2026, 09:37 --

Und ich würde wetten, dass selbst ohne diesen Satz ein Prüfer, der die Maschine nicht kennt, auf eine Fabrikatsbindung überprüft

Denn für den Fall, dass es tatsächlich eine Fabrikatsbindung gibt, wird diese durch reines Austragen des Satzes nicht ungültig. Ein Prüfer kann keine Betriebserlaubnis abändern. Deswegen muss dann auch eine zusätzliche Eintragung rein...entweder der konkrete Reifentyp oder irgendwas mit "Reifen nur von einem Hersteller in den genannten Größen " zulässig

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon siggi_f » Gestern 14:57

gexx hat geschrieben:Denn für den Fall, dass es tatsächlich eine Fabrikatsbindung gibt, wird diese durch reines Austragen des Satzes nicht ungültig. Ein Prüfer kann keine Betriebserlaubnis abändern. Deswegen muss dann auch eine zusätzliche Eintragung rein...entweder der konkrete Reifentyp oder irgendwas mit "Reifen nur von einem Hersteller in den genannten Größen " zulässig



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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon gexx » Gestern 15:29

siggi_f hat geschrieben:Jein. Die BE bleibt mit der Bindung bestehen, richtig. Wird eine Einzelabnahme durchgeführt gilt die BE für dieses Fahrzeug nicht mehr.

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Hi Siggi, wenn man nur eine Reifenbindung austragen lässt und dadurch gilt die BE nicht mehr, wäre das aber richtig kacke...
Wenn du irgendwann z.B. Stahlflexbremsleitungen verbauen willst oder ein anderes zulassungspflichtiges Bauteil, für das es eine ABE für den Fahrzeugtyp gibt, wäre das für speziell dein Fahrzeug nicht gültig...du müsstest immer das Teil abnehmen lassen. Die ABE gilt meist (wenn nicht sogar immer) nur für Fahrzeuge im "Originalzustand"

Ich glaube nicht, dass dies für das Thema Reifen gewollt ist.

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon siggi_f » Gestern 18:48

gexx hat geschrieben:
siggi_f hat geschrieben:Jein. Die BE bleibt mit der Bindung bestehen, richtig. Wird eine Einzelabnahme durchgeführt gilt die BE für dieses Fahrzeug nicht mehr.

VG
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Hi Siggi, wenn man nur eine Reifenbindung austragen lässt und dadurch gilt die BE nicht mehr, wäre das aber richtig kacke...
Wenn du irgendwann z.B. Stahlflexbremsleitungen verbauen willst oder ein anderes zulassungspflichtiges Bauteil, für das es eine ABE für den Fahrzeugtyp gibt, wäre das für speziell dein Fahrzeug nicht gültig...du müsstest immer das Teil abnehmen lassen. Die ABE gilt meist (wenn nicht sogar immer) nur für Fahrzeuge im "Originalzustand"

Ich glaube nicht, dass dies für das Thema Reifen gewollt ist.

Jo, ist leider so. Einen Tod musst Du sterben. Glückspilz, wer Suzuki fährt! Auf deren Website gibt's ein Dokument, in dem sie als Hersteller bestätigen, das der Blödsinn einfach ausgetragen werden kann. Mein TÜV'ler hatte Pipi in den Augen, als ich damit vorstellig geworden bin: "es kann so einfach sein".

Aber ich würde in dem von Dir skizzierten Fall annehmen, das ein Prüfer die ABE als Basis für eine Änderungsabnahme hernimmt.

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon gexx » Gestern 18:59

Hi Siggi, ich habe ja auch alte Suzi's, GT250 und GT750. Beide haben offiziell keine Reifenfabrikatsbindung. Die 250er hat auch nix im Schein stehen. Irgendwie ist die immer von diesem ominösen Satz verschont geblieben. Die GT750 hat das aber im Schein, aber das war bei der HU auch problemlos. Der Prüfer hat einfach nachgeschaut und nix gefunden...ich lass da nix austragen.

Blöd ist es aber bei meiner XJ900 31A...die hat keine Fabrikatsbindung in der BE, aber hat beim letzten Reifenwechsel vor 2 Jahren Radialreifen bekommen. Da hat man ja zur neuen Regelung den Zusatz verfasst, dass die Reifenbauart nicht relevant ist. Im guten Glauben, dass die Regelung weiterhin bestehen wird, sind Radialreifen draufgekommen.
Seit letztem Jahr ist die Regelung aber klammheimlich gestrichen worden. Dieses Jahr muss ich im Oktober zur HU. Bis dahin fahre ich die Reifen und dann kommen wieder Diagonalreifen drauf. Ich könnte zwar die Radialreifen eintragen lassen, aber die Kohle schiebe ich lieber meinem Reifenhändler zu als dem TÜV und Zulassungstelle in den Arsch :mrgreen:

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon siggi_f » Gestern 21:37

gexx hat geschrieben:Hi Siggi, ich habe ja auch alte Suzi's, GT250 und GT750. Beide haben offiziell keine Reifenfabrikatsbindung. Die 250er hat auch nix im Schein stehen. Irgendwie ist die immer von diesem ominösen Satz verschont geblieben. Die GT750 hat das aber im Schein, aber das war bei der HU auch problemlos. Der Prüfer hat einfach nachgeschaut und nix gefunden...ich lass da nix austragen.

Blöd ist es aber bei meiner XJ900 31A...die hat keine Fabrikatsbindung in der BE, aber hat beim letzten Reifenwechsel vor 2 Jahren Radialreifen bekommen. Da hat man ja zur neuen Regelung den Zusatz verfasst, dass die Reifenbauart nicht relevant ist. Im guten Glauben, dass die Regelung weiterhin bestehen wird, sind Radialreifen draufgekommen.
Seit letztem Jahr ist die Regelung aber klammheimlich gestrichen worden. Dieses Jahr muss ich im Oktober zur HU. Bis dahin fahre ich die Reifen und dann kommen wieder Diagonalreifen drauf. Ich könnte zwar die Radialreifen eintragen lassen, aber die Kohle schiebe ich lieber meinem Reifenhändler zu als dem TÜV und Zulassungstelle in den Arsch :mrgreen:

Jetzt haust Du Reifenfabrikat, Bauart radial/Diagonal und ggf. Dimension in einen Pott. Datt Iss nicht.

Reifenfabrikat meint z.b. Metzeler ME 77.
Radial/Diagonal ist die Bauart
Dimension kann 100/80 (metrisch) in 18Zoll sein. Oder 3,5(Zoll)/18.

JEDER Einzelne Aspekt muss elendigerweise berücksichtigt werden.

Mittlerweile hab ich die Faxen dicke und nehme die fraglichen Moppeds auf die 07er Oldienr. Und lasse mich mal herzhaft am Ar*** lecken :evil: :evil: :evil:
Da steht nix mehr außer der Reifengrösse drin. Feddich.

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon Bambi » Heute 01:34

Hallo zusammen,
man sagt ja 'Lesen bildet'. Wenn ich das hier lese, dann bildet sich bei mir mittlerweile eine ziemliche Zornesröte. Deutschland will sich einfach nicht von Sonderregeln verabschieden - und wenn die alten nicht mehr gelten schafft man eben neue!
https://www.motorradonline.de/ratgeber/ ... ialreifen/
https://www.motorradonline.de/zubehoer/ ... ialreifen/
Ich könnte jetzt sagen, daß mir mit meinen aktuellen Einsatzmopeds (Suzuki GN 400 mit geänderten Reifengrößen und Zusatz 'nur von einem Hersteller' sowie DR Big Gespann und nur Größen eingetragen) das alles am Xrsch vorbei gehen kann. Aber ich habe auch noch andere alte Motorräder mit Zollgrößen (Triumph Tiger Trail und 7-Gang Hercules GS mit jeweils 3.00 - 21 vorne und 4.00 - 18 hinten) und die zöllischen Größen werden ja langsam immer weniger. Beim Gespann steht darüber hinaus noch eine Dimensionsänderung am Seitenwagen an (damit ich das Reserverad hinten und an der Seite nutzen kann). Es bleibt spanned ...
Schöne Grüße, Bambi
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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon gexx » Heute 11:15

Ja, das ist echt ein Witz...und wieder der TÜV Süd...hat der nicht federführend die Kacke angezettelt?

Man hat ja vor allem schonmal die Regelung passend gemacht, indem man die Diagonal-/Radialreifen als nicht relevant in der Beurteilung eingestuft hat. Das wurde letztes Jahr schön unterm Tisch gekehrt. Gerade mit den alten Schätzchen wäre eine Regelung , dass man Radialreifen ohne Begutachtung montieren kann zweckmäßig

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon zweitakt » Heute 12:57

gexx hat geschrieben:Ja, das ist echt ein Witz...und wieder der TÜV Süd...hat der nicht federführend die Kacke angezettelt?

Man hat ja vor allem schonmal die Regelung passend gemacht, indem man die Diagonal-/Radialreifen als nicht relevant in der Beurteilung eingestuft hat. Das wurde letztes Jahr schön unterm Tisch gekehrt. Gerade mit den alten Schätzchen wäre eine Regelung , dass man Radialreifen ohne Begutachtung montieren kann zweckmäßig


Die Radialreifen haben einen andere Bezeichnung und da muß vom SV eine neue Größe festgelegt und eingetragen werden.
Das hatten wir schon beim Käfer so, aus 5,60" wurden 155mm-Gürtelreifen.

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon gexx » Heute 14:15

zweitakt hat geschrieben:
gexx hat geschrieben:Ja, das ist echt ein Witz...und wieder der TÜV Süd...hat der nicht federführend die Kacke angezettelt?

Man hat ja vor allem schonmal die Regelung passend gemacht, indem man die Diagonal-/Radialreifen als nicht relevant in der Beurteilung eingestuft hat. Das wurde letztes Jahr schön unterm Tisch gekehrt. Gerade mit den alten Schätzchen wäre eine Regelung , dass man Radialreifen ohne Begutachtung montieren kann zweckmäßig


Die Radialreifen haben einen andere Bezeichnung und da muß vom SV eine neue Größe festgelegt und eingetragen werden.
Das hatten wir schon beim Käfer so, aus 5,60" wurden 155mm-Gürtelreifen.


Eben das hat man relativ am Anfang (2020) der neuen Regelung unkompliziert gelöst...Es wurde explizit in einem Zusatz zur Regelung gesagt, dass die Reifenbauart ausgeklammert wird bei der Reifenbetrachtung. Es waren somit R-Reifen zulässig (oder umgekehrt) , solange die Reifengröße passt.
Dies hat man hier als Zusatz verkündet und bezog auf die da genannten Fälle
https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artike ... aeder.html

Mit der Version April 2025 ist dieser Zusatz aber klammheimlich herausgeflogen

Vielleicht hat einer noch ein Screenshot von damals?

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon Enz-Zett » Heute 14:46

gexx hat geschrieben:Mit der Version April 2025 ist dieser Zusatz aber klammheimlich herausgeflogen

Ist es denn "klammheimlich" rausgeflogen, oder war es eine Übergangsregelung die inzwischen nicht mehr gilt und deswegen nicht mehr aufgeführt wird?

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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon ElGonzales » Heute 16:57

Ich bin mir noch nicht sicher, ob es Zeit für Schnappatmung ist.

In meinem Fahrzeugschein stehen die BT46 als 90/90R18 und 110/80R18. Wäre das dann ein Radialreifen im Papier?
EintragungBT46.png

Auf den tatsächlich montierten Reifen steht ja 110/80-18 M/C 58H...also diagonale Bauweise. Es gibt den Reifen gar nicht in radial (https://www.bridgestone.de/content/dam/ ... 0BT-46.pdf)

Was,wieso ,weshalb bzw. WTF? :-?
Muss mal das Gutachten raus kramen.
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Re: Immer wieder mal: Reifenfabrikatsbindung

Beitragvon gexx » Heute 21:22

Enz-Zett hat geschrieben:
gexx hat geschrieben:Mit der Version April 2025 ist dieser Zusatz aber klammheimlich herausgeflogen

Ist es denn "klammheimlich" rausgeflogen, oder war es eine Übergangsregelung die inzwischen nicht mehr gilt und deswegen nicht mehr aufgeführt wird?


Nein, es war keine Übergangsregelung...zumindest nicht als solche erkennbar

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