17. August 2012 15:09
Auch von innen "perfekt und supersauber nachbearbeitet"? Nee, oder? Wie soll das denn gehen? Durch die Löcher? Wie sieht's denn innen aus? Das Ding hat doch innen einen Hohlraum oder täuscht da was?
Wenn 2 Hälften zusammengeschweißt werden, wie sollen die Lagersitze dann fluchten? Mit dem Schweißen von Alu hab ich keine Erfahrungen, aber wenn man beide Hälften wirklich exakt zueinander positioniert (mittels Vorrichtung) und dann schweißt... was passiert nach Entnahme aus der Vorrichtung bzw. nach Lösen der Fixierung? Würde das nicht unweigerlich Verzug geben? Gut, man könnte bei einem Lagersitz auftragen und dann nochmal zueinander rundlaufend ausdrehen... müsste man da nicht irgendwelche Spuren (z.B. Poren vom Auftragsschweißen) sehen? Oder ist vielleicht einer der beiden (Oder beide!) Lagersitze eine Nummer größer ausgedreht worden? Das könnte man zumindestens mal grob messen. Den Lauf zueinander zu messen wird mit den dir zur Verfügung stehenden Mitteln (ich verfolge deinen Blog) sicher eher schwierig. Vielleicht scheiterte ja gerade daran auch die finale Umsetzung der Idee? Kannst ja mal ein paar alte Lager reinsetzen und ne Achse durchschieben... geht oder geht nicht?
Rotationsreibgeschweißt? Gab's das damals schon? Hätte man da - Fallunterscheidung: privat oder seitens MZ - Zugang gehabt? Damit könnte man jedenfalls sehr saubere, gleichmäßige Schweißnähte ohne Poren/Gaseinschlüsse/... erzeugen und die Teile laufen anschließend schonmal recht gut zueinander. Eine Schweißnaht müsste man aber trotzdem sehen... denke ich...
Außerdem dachte ich, dass es mal so ne Nabe gab, wo die mittlere Rille anders aussah? Die Öberfläche der mittleren Rille sieht auch ganz stark nach Guss aus... also ich seh das so. Irgendwelche Gussspezialisten hier? Kann man denn nachträglich an Alu (wenn man weiß, was es genau ist) etwas angießen? Also bspw. zwei Hälften (unbearbeitete Rohlinge, etwas weniger als die Hälfte der Breite) nehmen, fixieren und die Mitte (wo die Schweißnaht wäre) aufgießen?
Wobei... wo mir da gerade "unbearbeiteter Rohling" einfällt... wenn man an so einen rangekommen wäre (bzw. zwei), wäre die Schweiß-Lösung mit anschließender Nachbearbeitung ja auch möglich?
Ganz abstrus: Wie wär's mit einem Gussteil? Man benötigt eine zweigeteilte Gussform für die äußere Kontur, in die ein verlorener Kern eingesetzt wird. Den könnte man durch die großen Löcher super fixieren und nach der Entnahme des Teils aus der äußeren Gussform ausschlagen. Gegebenenfalls sind die Oberflächen innen und außen unterschiedlich, das wäre vielleicht ein Indiz für so eine Gussvariante?
Wobei halt halt! Der Kern müsste gar nicht zwingend verloren sein! EDIT: Doch, müssen. Die Naben sind doch ohnehin Gussteile mit radialer Teilungsebene, oder? Also ich meine jedenfalls mich an zwei Gussgrate gegenüberliegend außen in axialer Richtung zu erinnern.
Dann ginge das sogar mit einem wiederverwendbaren (ggf. mehrteiligen) Kern! Kannst du diese "Standard-Gussgrate" denn irgendwo erkennen? Die äußere Form könnte man ja durch eine Schweißkonstruktion erhalten, die man abformt - ein guter Formenbauer sollte das doch können, oder? Die innere Form besteht aus Drehteilen, als Negativ abgeformt und nochmal ein Positiv aus Sand (...) erstellt - auch kein Hexenwerk.
Allen Ideen gemein ist: Aufwand hoch wievielnochmal?
Auf jeden Fall ist das Ding hochinteressant. Als "Nichtbesitzer" fällt es zwar leicht, das so lax hinzuschreiben, aber dennoch: Das ist doch - auch wenn's privat gebastelt wurde - schon fast ein Fall für ein Museum, oder?
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Wolle69 am 17. August 2012 15:14, insgesamt 1-mal geändert.