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 Betreff des Beitrags: Nass-Luftfilter - verlorenes Wissen...?
BeitragVerfasst: 13. April 2006 07:20 
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Wieder mal ein historisches Problem:

Anfang der sechziger Jahre wurden noch Nass-Luftfilter bei MZ eingesetzt.
Dateianhang:
NASSLUFI.JPG

Laut 1963er Betriebsanleitung alle 2000km mit Benzin auswaschen und dann mit "speziellem Luftfilteröl, Viskosität 10°E" benetzen.
Gibt es für dieses Öl eine aktuelle Entsprechung? Was bedeutete "benetzen": 10 Tropfen?? 1000 Tropfen???? Einsprühen??????

Gibt es dazu überliefertes Wissen?

Gruß
Lothar


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 08:16 
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Da der Filter so ähnlich wie ein K&N Filter ist, würde ich mal mit K&N Filteröl benetzen......müsste funktionieren! http://www.louis.de/?topic=artnr_gr&artnr_gr=10004248


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 09:17 
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Hatte sowas Anno 75 in meinem 1500`er Käfer Bj. 66, der Filtereinsatz wurde in Einbereichs-Motoröl eingetaucht und dann eine Zeitlang zum abtropfen beiseitegelegt. Habe nie negative Einflüsse auf den Motor gespürt, der Käfer ist bei meiner Schwester dann noch bis über 250 .... Tkm gelaufen bis ihn ein Auffahrunfall dahinraffte :( Gruß Axel


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 09:19 
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Das geht viel einfacher und billiger. Jedenfalls haben wir das immer so gemacht:
Filter mit Benzin gut auswaschen, dabei am besten Filter in einem Topf mit Benzin mehrfach tunken und drehen. Danach gut ausschleudern. Dann mit normalem Motorenoel dasselbe tun. Fertig.
Auf KEINEN Fall durch ein Papierfilter ersetzen. Gemisch wir viel zu fett. Dann müsste man die HD eine Nummer kleiner nehmen (probieren).


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 09:29 
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MZ-Toeff hat geschrieben:
Danach gut ausschleudern. Dann mit normalem Motorenoel dasselbe tun. Fertig.


Das macht der lothar aber hoffentlich nicht im Wohnzimmer :shock:


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 09:40 
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Trophy-Treiber hat geschrieben:
Das macht der lothar aber hoffentlich nicht im Wohnzimmer :shock:
...mit Ganzkörper-Kondom ginge es schon...


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 09:52 
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Grüße..

Also wenn es mit motoröl geklappt hat, ist es ja gut. Das spezielle luftfilteröl hat die eigenschaft dort zu bleiben, wo man es aufträgt. Normales öl läuft nach unten, logisch. Dadurch ist der filter nicht mehr gleichmäßig feucht.


Bully...wollt ich mal gesagt haben..


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 10:05 
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Also Bulli, natürlich hast du nicht ganz unrecht, aber der Oelfilm bleibt doch "kleben". Das reicht doch vollkommen. Ich bin Jahrzehnte so gefahren, ohne negative Erfahrungen.


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 14:15 
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Ich fahr ausschließlich mit Nassluftfiltern rum und hab auch schon ein paar selber gemacht. Echte Enduros haben sowas auch (XT und Konsorten).

Der Filterschaum wird nach dem Auswaschen mit (Yamaha-Spezifikation) Motoröl getränkt, und anschließend so trocken wie möglich ausgedrückt, so dass die Wandungen des Schaumes ölfeucht bleiben.

Spezielles Luftfilteröl gibt es daher gerne im Motocrosszubehör, beispielsweise http://www.goetz-motorsport.de oder bei den XT-Leuten glaub ich auch ( http://kedo.de ). Es ist eingefärbt so dass man sieht wo es überall drauf ist, und klebrig. Geht aber wie gesagt auch ohne dieses Spezialöl.

Meine ES hab ich auf Filterschaum umgebaut, des bekommt man im technischen Gummihandel - ein offenzelliger benzin- und ölfester Schaumstoff mit definiertem Luftdurchsatz. Darauf hab ich dann nach Hertweck den Vergaser abgestimmt.

Neulich hab ich sowas für meine XT gebastelt:
http://www.xt500.org/forum/viewtopic.php?t=3232

Gryße!
Andreas, der motorang


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 14:32 
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Auch bei meiner MZ RT 125/3 ist ein solcher Naßfilter verbaut.
Ich mache jedes Jahr im Winter die gleiche Aktion: ausbauen, in Waschbenzin auswaschen, trocknen lassen und zum Schluß in Zweitaktöl legen. Anschließend gut abtropfen lassen - einbauen !
Nach einem Jahr das gleiche Spiel von vorn, bin immer gut gefahren damit ! :gut:


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 14:47 
mzetti hat geschrieben:
Auch bei meiner MZ RT 125/3 ist ein solcher Naßfilter verbaut.
Ich mache jedes Jahr im Winter die gleiche Aktion: ausbauen, in Waschbenzin auswaschen, trocknen lassen und zum Schluß in Zweitaktöl legen. Anschließend gut abtropfen lassen - einbauen !
Nach einem Jahr das gleiche Spiel von vorn, bin immer gut gefahren damit ! :gut:


Bauartähnlich gibts das auch für ETZ/ROTAX..in den passenden Abmassen..nur als Einzelabnehmer hat man da ordentlich "abzudrücken".

Sammelbestellung..?


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 14:59 
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Ist ja echt toll, hätt ich niemals gedacht, dass DIESE Technik noch so aktuell ist. Danke schon mal für die interessanten Beiträge.

Bedenkenswert find´ ich auch den Hinweis von Roger, dass bei etwaigem Einsatz sicher Unterschiede im Strömungswiderstand im Vergleich zu einem Papierfilter sind, die sich auf die Bedüsung auswirken können

Grüße

- und -

frohe Osterfeiertage für alle! Auch für alle Hasen, Häsinnen und Häschen!

Lothar


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 15:03 
lothar hat geschrieben:
Ist ja echt toll, hätt ich niemals gedacht, dass DIESE Technik noch so aktuell ist. Danke schon mal für die interessanten Beiträge.

Bedenkenswert find´ ich auch den Hinweis von Roger, dass bei etwaigem Einsatz sicher Unterschiede im Strömungswiderstand im Vergleich zu einem Papierfilter sind, die sich auf die Bedüsung auswirken können

Grüße

- und -

frohe Osterfeiertage für alle! Auch für alle Hasen, Häsinnen und Häschen!

Lothar


..Besserer..Luftdurchsatz..Papier/Pappe/Schaumstoff bremst.. :wink:

Dir auch ein "Frohes Osterfest"

Gruss
Peter


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 15:31 
lothar hat geschrieben:
Ist ja echt toll, hätt ich niemals gedacht, dass DIESE Technik noch so aktuell ist.

Wenn man ein Fahrzeug "wüstentauglich" gegen feinsten Staub/Sand machen will, benutzt man z.B. die Steigerung des Naßluftfilters, den Ölbadluftfilter. Hier wird die angesaugte Luft wie der Name schon sagt durch ein Ölbad geleitet. Besser geht es kaum, aber man sollte natürlich regelmäßig das Öl wechseln. Dieses Prinzip haben übrigens auch ältere VW gehabt, hier erkennt man die "militärische Funktionalität" des Fahrzeugs.


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 17:16 
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Hermann hat geschrieben:
lothar hat geschrieben:
Ist ja echt toll, hätt ich niemals gedacht, dass DIESE Technik noch so aktuell ist.

Wenn man ein Fahrzeug "wüstentauglich" gegen feinsten Staub/Sand machen will, benutzt man z.B. die Steigerung des Naßluftfilters, den Ölbadluftfilter. Hier wird die angesaugte Luft wie der Name schon sagt durch ein Ölbad geleitet. Besser geht es kaum, aber man sollte natürlich regelmäßig das Öl wechseln. Dieses Prinzip haben übrigens auch ältere VW gehabt, hier erkennt man die "militärische Funktionalität" des Fahrzeugs.

Der Ölbadluftfilter war bei meinem 68er Käfer immer das ideale Versteck für den Zweitschlüssel. Der Motorraum war eh nie abgeschlossen und da hätte niemals einer gesucht.
Gruß
Roland


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 21:28 
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Hallo!

Die vom Hermann angesprochenen Ölbadluftfilter kann man auch inn allen DDR- LKW finden.
Das sind ganz geniale Konstruktionen.

Da wird die Luft erstmal spiralförmig eingewirbelt, und der grobe Dreck fällt duch Löcher aus dem Filter nach aussen.
Die so schon vorgereinigte Luft wird dann senkrecht nach unten auf eine Ölwanne geleitet, und gleich wieder nach oben umgelenkt.
So bekommt der feine Dreck "die Kurve nicht" und wird in das Öl geschleudert.
Einfach genial, aber für Motorräder nicht geeignet.

Da gibt es aber noch was, das hab ich bei meinem Rasenmäher gesehen.
Und zwar wollte ich da nach 3 Jahren den Papier-Luftfilter wechseln, muste aber zu meinem Ersaunen feststellen, dass der noch wie neu war.
Da wurde auch so ein strömungstechnischer Trick angewandt, dass die Luft um eine enge Kurve geleitet wird,
und der Dreck durch Löcher nach aussen fällt.


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BeitragVerfasst: 13. April 2006 21:32 
Otis hat geschrieben:

Sammelbestellung..?

Ich wäre dabei...
Gruss, Martina


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BeitragVerfasst: 14. April 2006 00:11 
Steffen G hat geschrieben:

Da gibt es aber noch was, das hab ich bei meinem Rasenmäher gesehen.
Und zwar wollte ich da nach 3 Jahren den Papier-Luftfilter wechseln, muste aber zu meinem Ersaunen feststellen, dass der noch wie neu war.
Da wurde auch so ein strömungstechnischer Trick angewandt, dass die Luft um eine enge Kurve geleitet wird,
und der Dreck durch Löcher nach aussen fällt.

Das Prinzip wird auch bei den neuen Staubsaugern ohne Beutel angewendet. Genial, aber wohl auch leistungshemmend bei einem Motor.


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BeitragVerfasst: 14. April 2006 05:08 
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Hermann hat geschrieben:
Genial, aber wohl auch leistungshemmend bei einem Motor.


eigentlich aber auch leistungssteigernd durch besseren luftdurchsatz ?


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BeitragVerfasst: 14. April 2006 07:17 
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Ich denke auch, eher leistungshemmend!
Je direkter der Weg zum Lufi/ Vergaser, desto besser für die Leistung. Die Steigerung ist dann Ram-Air (obwohl das wohl erst bei über 200 wirklich wirkt.....trifft also auf unsere Emmen nicht wirklich zu :intrigant:)


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BeitragVerfasst: 14. April 2006 14:48 
Hauni hat geschrieben:
Ich denke auch, eher leistungshemmend!
Je direkter der Weg zum Lufi/ Vergaser, desto besser für die Leistung.

So ist es.


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BeitragVerfasst: 14. April 2006 15:00 
Nordlicht111 hat geschrieben:
Otis hat geschrieben:

Sammelbestellung..?

Ich wäre dabei...
Gruss, Martina


Ich auch...also simma schon --> 2..?

Müsste man lediglich den verhandlungsbereitesten Dealer noch finden.. :gruebel:


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